Allgemeine Fragen zur Kaufentscheidung

      Allgemeine Fragen zur Kaufentscheidung

      Hallo Zusammen,

      vielen Dank für dieses tolle Forum.
      Ich möchte Cross-Skating als Sport und Herausforderung in meinen Alltag integrieren und hab bereits einen Kurs gemacht.
      Das war richtig klasse!

      Habe jetzt die Tage sehr viel gelesen und recherchiert. Mir gefällt aktuell der Skike V9 Tour 200 sehr gut, da er meine Einsatzbereiche
      (Bergwanderungen/Auf­stieg im Diagonal-Stil bei Schuhgröße 45 und Skating-Stil auf Schotter/Waldboden/Asphalt) abzudecken scheint.



      Folgende Fragen sind noch offen:
      – Wie schnell kann man den Fersenhub-Fixierung unterwegs anbringen? Welches Werkzeug müsste man mitführen? Eine Art Schnell-Fixierung gibt es nicht oder?
      Laut Markus Röder bringt die Fixierung ja eine deutliche Fahr­sta­bi­li­tät und mehr Fahrsicherheit bei schwie­ri­ge­ren Ab­fahr­ten. Ist die Platte mit Schraube generell dabei oder muss man das extra bestellen?

      – Wie macht sich die lange Wa­den­stüt­ze bei euch bemerkbar? Habt ihr Schmerzen/störenden Druck bei langen Fahrten (20 km+) oder sogar schon Muskelverletzungen trotz Skisockennutzung erlitten? Habe gesehen, das es schon Ansätze gibt um die Wadenschale zu optimieren (z.B. Skike V9 Fire - Erfahrungen nach 10 Ausfahrten und ca. 170km - Geht das auch beim Skike V9 Tour 200? Was könnte man noch versuchen um mehr Ergonomie zu erreichen?

      – Wie variabel ist die Schwer­punkt­la­ge? Verschiebt ihr die Bindung nach hinten beim Skating-Stil und schiebt sie beim Diagonal-Stil wieder mittig? Geht das recht schnell im Gelände?

      – Verstellbare Teleskop Stöcke sind ja relavent um beiden Stilarten zu­frie­den­stel­lend ab­zu­de­cken (da man beim Diagonal-Stil rund 20 Zen­ti­me­ter kür­ze­re Stö­cke be­nö­tigt als beim Skating-Stil). Habt ihr Empfehlungen für gute Stöcke bei einer Körpergröße von 178 cm?

      - Ist es nur ein Gefühl oder ist der Tour (mit rund rund 200g mehr) im Vergleich zum Fire etwas träger/langsamer zu fahren?

      - Als Schuhwerk würdet ihr Kart Schuhe empfehlen?




      Danke vielmals

      schlumerkeck wrote:

      Folgende Fragen sind noch offen:


      In Zukunft habe ich vor Cross-Skates und Faltkajak in Ergänzung/Kombination zu nutzen. Das Kajak lässt sich in einer Tragetasche mit Rucksackfunktion (10 kg) auf dem Rücken transportieren. Habt ihr schon Tests mit Cross-Skates und Rucksack gemacht? Wie nachteilig verhält sich ein Gewicht auf dem Rücken beim Cross-Skaten?


      @bummvoi
      @mudskater
      @ottoeder
      @Iboi
      @KnightSkater

      Danke vielmals
      Hallo schlumerkeck!

      Ja, der 200er Tour ist für selektive Touren total super, aber was soll ich anderes schreiben... 8o

      Jetzt zu deinen Fragen:

      Fersenhub-Fixierung unterwegs anbringen?

      Zum Fixieren der Vorderbindung liegen Plättchen und Schrauben bei. Diese verwende ich jedoch ausschließlich für Beginner und da auch nur für die ersten Skatingschritte. Dann wird die Ferse gelöst und bleibt für immer und überall gelöst, da bei Abfahrten ohnehin drauf zu achten ist, dass die Ferse immer schön belastet ist. Dann hebt sich da auch nichts bei Abfahrten. Wäre das jedoch der Fall, dann macht man bereits grob was falsch. Ausserdem kann man im Falle einer extremen Vorlage mit freier Ferse einen Rettungsschritt machen. Mit fixer Ferse ist so ein Rettungsschritt unmöglich.

      Wie macht sich die lange Wa­den­stüt­ze bei euch bemerkbar?​

      Weil eben die Wadenstütze so lang ist, braucht der Wadengurt nur ganz locker geschlossen werden und es gibt dann weder Druckstellen, Muskel...., oder sonstige Probleme. Meist wird der Wadengurt zu straff angezogen.

      ​Wie variabel ist die Schwer­punkt­la­ge?

      Die Bindung ist am Versenhubgelenk mit dem Rahmen in Verbindung und kann nicht verstellt werden. Eingestellt wird der Fersengurt - je nach Schuhgröße - so dass die Zehenspitzen sich genau über dem Fersenhubgelenk befinden.

      ​Verstellbare Teleskop Stöcke...

      Ich bin 178cm und laufe 160er-Stöcke für alle Techniken. Bei der klassischen Technik hat sich extrem bewährt, dass ich die Spitzen sehr weit hinten einsetze, da dann durch die schrägere Stockführung auch der Vortrieb dabei deutlich höher ist. Denn die Kraft recht aufrecht in den Boden zu stampfen bringt ohnehin niemandem was 8o

      ...ist der Tour (mit rund 200g mehr) im Vergleich zum Fire etwas träger/langsamer zu fahren?​

      Kommt drauf an, welche Muskeln man trainieren möchte... Beim Gewicht gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Manche stört das überhaupt nicht und andere zahlen für jedes ersparte Gramm ein Vermögen.

      ​Schuhwerk

      Kart Schuhe sind ganz sicher eine gute Wahl. Ich bevorzuge in erster Linie Barfußschuhe, aber nicht die mit den freigestellten Zehen, sondern ähnlich wie Snickers. Recht dicke Sohlen sind jedenfalls für einen guten Stand im Skike hinderlich. Auf Grund von dicken Sohlen wandert nämlich das Sprunggelenk näher zur Wadenschale und verschlechtert somit den Stützeffekt.

      Ich hoffe, die Fragen halbwegs verständlich beantwortet zu haben.
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder)
      skike.at
      Hallo schlumerkeck

      Willkommen im Forum!

      „...und hab bereits einen Kurs gemacht“…
      Aha, da hat jemand den „Anschlag an der Pforte“ gelesen…! Wo bzw. bei wem hast du NCS gelernt?... Markus*? Auf welchen Skates? 150er Skike? Oder gleich 200er? Und trotzdem blieben so viele Fragen offen? Ok… ?(

      Den Skike V9 TouR 200 hab ich mir aus reiner Neugier im März zugelegt – meine Berichte dazu hast du vermutlich schon gelesen. „Skating auf Waldboden“ ist ein extrem hochgestecktes Ziel, der ist nämlich chaotisch wurzeldurchzogen und nur im „Power“-Modus berollbar – mittels Hochentlastung und Sprüngen… und somit tunlichst mit fixer Ferse! Meines Erachtens empfiehlt sich die Fixierung des Fersenhubs eigentlich schon auf mäßig verdichteten oder steinigen Waldwegen … zumindest aber die prozesstechnische Bypassung der Hub-Option per Fersenabdruck, damit bleibt dann auch die klassische Technik noch machbar, die man grad auf engen Pfaden im Wald gut brauchen kann. Wenn der V9 TouR 200 als Serien-Gelände-Skate einen entscheidenden Marktvorteil hat, dann ist es das rücklaufgesperrte, ergonomische Schreiten – bergauf im Tourengehermodus ebenso wie auf der Ebene in den klassischen LL-Stils.
      Der Zwischenmodus „FIRE“ ist für unsere Schuhgrößen übrigens nicht empfehlenswert.

      Meine persönlichen Favoriten sind eher gepimpte Cross-Inliner – auf der Übersicht ganz rechts. Mit denen kann man auch auf chaotischem Naturboden „skaten und schreiten, carven und kiten“ - bis hin zum Roll-Mountaineering.
      Mehr sog’i … nur im entsprechenden Themenboard. :rolleyes:

      Servus
      Hubert

      *PS: nicht jeder „…öder“ ist ein „Markus“! ;)
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Servus Otto

      Du weißt doch: Skating auf störungsfreiem Boden ist was ganz was anderes als Skating (!) auf garstigem Naturboden mit seinen eingebackenen Steinen, Ästen, Zapfen, Löchern und sonstigen Widrigkeiten. Was auf planem Grund – durchaus auch verdichtetem Naturboden mit nur geringen Störfaktoren – ein rhythmischer Prozess bis hin zur Motorik ist, ist im abwegigen Wald ein permanentes Einscannen der 2 Meter vor dem Vorderrad und entsprechende Reaktion hinsichtlich Abdruckwinkel, -stärke, -dauer und –wechsel. Und eben fallweise das Überspringen eines nicht umrollbaren Hindernisses wie z.B. hohe Wurzeln im Lauf. Und wenn ich solche reflexartigen Aktionen mit dem langen, fersenfreien V9 mache, ...da klappt ja u.U. alles Mögliche auf… :S
      Meine Cross-Inliner bleiben brav am Fuß und unterstützen meine geliebte „Buckelpisten-Technik“ absolut zuverlässig.

      Aber dein Angebot klingt reizvoll… ich wußte gar nicht, daß du auch dieses Nischen-Level im Kurs-Portfolio hast!
      Irgendwann kommen wir schon mal zusammen – auf Ski hamma’s ja schon mal hingekriegt. 8)

      Servus
      Hubert
      …was dem einen sein „flow“, ist dem anderen sein „bump“! :thumbsup:
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'