Wieviele Crossskater gibts in Deutschland?

      Um noch eine Antwort auf die ursprüngliche Frage zu versuchen:

      Meyer wrote:

      Mich würde schon interessieren, wie viele Leute unseren Sport in Deutschland betreiben. Gibt es in Deutschland mehr als 100 Crossskater/innen, die regelmäßig trainieren?
      Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das rauskriegen könnte.

      Eine Statistik habe ich nicht, aber eine Idee: Immerhin gibt es offenbar so viele Interessenten für unsere Sportart, dass mehr oder weniger flächendeckend NCS-Trainer zur Verfügung stehen.
      Wenn die Corona-Verbote vorbei sind, werden etliche davon wieder regelmäßig Kurse anbieten.
      rolldichfit.de nennt 8 Trainer in Deutschland.
      skike.com nennt 66 Trainer, die sich nur zum Teil mit der anderen Liste überschneiden. Wir haben also alleine rund 80 Trainer auf diesen Listen,
      und es gibt über diese Listen hinaus sogar noch einige mehr. Also werden die von Meyer vermuteten 100 aktiven Crossskater in Deutschland eindeutig übertroffen.

      Nun bieten nicht alle Trainer gleich viele Kurse an. Aber ganz ganz grob wird man vielleicht vermuten können, dass die 20 aktivsten Trainer in Deutschland pro Jahr auf durchschnittlich 100 Anfänger-Kursteilnehmer kommen könnten. Das wären größenordnungsmäßig 2000 Interessenten pro Jahr.

      Von diesen Leuten kauft längst nicht jeder die NCS-Ausrüstung, sondern, sagen wir mal, vielleicht nur jeder vierte. Und von diesen 500 Anfängern wird möglicherweise und pessimistisch geschätzt die Hälfte nach einem Jahr gar nicht mehr rollen und ein ein weiteres Viertel nur noch sehr sporadisch. Bliebe also ganz grob eine Größenordnung von 125 neuen Leuten pro Jahr, die regelmäßig trainieren.

      Wer es besser weiß oder auch nur präziser ahnt, möge meine Zahlen korrigieren, die ich hier mehr oder weniger aus dem Bauch geschätzt habe. Sie können um ein Mehrfaches daneben liegen. Es sollte nur ein Versuch sein zu zeigen, dass eine realistische Zahl vermutlich irgendwo in der Mitte liegen dürfte zwischen den …1…2…3…4… der hier in diesem Thema aktiven Forumsschreiber auf der einen Seite und den 3000 überwiegend inaktiven Forumsmitgliedern auf der anderen Seite.

      Aber, Meyer, wozu willst du es eigentlich überhaupt genau wissen, wie viele NCS-ler es gibt oder geben könnte?

      Viele Grüße,
      pereval
      Ich vermute, dem Meyer ging’s primär um unser Feedback die geographische Einsamkeit der Cross-Skater betreffend, …oder? Und gemeldet haben sich ja bislang nur Solisten, oder täusch ich mich da (Otto?,… Ralph?)?

      Jedenfalls: Ja, Viele von uns sind dauerhaft alleine unterwegs und treffen seltenst andere Cross-Skater – und wenn, dann heißt das auch nicht immer, daß man sich gleich beschwatzt. Was ich in knapp 15 Jahren an mir fremden NCSkatern zufällig traf, kann ich an einer Hand abzählen und ich kann mich nur an 2 Fälle erinnern, wo ein kurzer Ratsch zustande kam. Man merkt schon beim Herannahen, ob Gesprächsbereitschaft besteht, oder ob er/sie das „Training nicht unterbrechen will“… sonstige Gründe mal außen vor gelassen. Ich nehm mich da nicht aus: wenn mir z.B. Skater ohne Helm entgegenkommen (das sind aber primär NBlader und Rollskier, oft mit schauriger „Technik“ – alles Autodidakten!), laß ich’s, denn ich könnte mich nicht zurückhalten, sie zu maßregeln – und das geht sicher daneben. Wie uns im DSV-Trainerkurs eingeschärft wurde, läßt man sich mit solchen Rollsportlern eh besser gar nicht erst ein .

      Für mich ist NCS eh nicht der klassische Gruppensport, zudem sind ja auch die Vorlieben u.U. nicht kompatibel – das ist wie beim Skifahren, wo ich auch meist allein unterwegs bin: wann, wo und mit was ich mag, mag sonst kaum wer… brächte auch weder ihm noch mir was.
      Mit meiner Frau skate ich meist auf asphaltierten Rundkursen von 5-7km – und wegen unseres Tempo-Gaps pendle ich immer an ihr vorbei, je ca. 200m vor und hinter. So kommt jeder auf seinen Spaß… aber „zusammen“ rollen wir so gesehen eher nicht.

      Schau’ma mal, wie sich’s die nächsten Jahre entwickelt. Aktuell kann man nicht mal Trainer fragen, wie die Resonanz auf Kursangebote ist – wir haben ja Corona. Derweil müssen wir uns halt „selbst genügen^^ !

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Genau, Hubert, weil man beim NCS sowieso eher alleine unterwegs ist, braucht man auch keine Mannschaft. Dadurch fällt auch die Frage nach dem gleichen Tempo weg. Ich selbst habe da ohnehin keinen Ehrgeiz, mein eigenes Tempo immer weiter zu steigern und mich dann mit anderen in einem Sportverein oder bei Wettbewerben zu vergleichen. Mir geht es eher um die Bewegung in der Natur, vor allem darum, den Kreislauf in Schwung zu bringen und in diesem Sinne dann durchaus auch um Training.

      Allerdings von Zeit zu Zeit könnte ich mir schon vorstellen, irgendwo zu einem Lauftreff oder Roll-Treff zu gehen. Einfach für den Austausch mit Leuten, die in ähnlicher Weise unterwegs sind. Ich denke, dass das nicht nur mir so geht. Bisher waren die Veranstaltungen von RollDichFit und anderen mir zu weit weg oder terminlich ungünstig. Aber prinzipiell sollten das gute Möglichkeiten sein, um andere NCS-Fans auch jenseits des Forums mal zu treffen, selbst wenn einem der eigentliche Wettkampf egal ist.

      Schönen Abend noch!
      pereval
      Hallo pereval

      Ich kann’s nur sehr empfehlen, mal dabei zu sein – wie erwähnt versuche ich 1x jährlich an einem RDF-Rollevent teilzunehmen und scheue dazu auch keine Kilometer: nach 2014+2015 Ruhpolding kamen 2016 Oberhof/Thüringen, 2017 Oberhof/Ostsee, 2018 Brockentour und 2019 Nettetal an der NL-Grenze. Jedesmal ein sportgesellschaftliches Highlight, …wobei mir die beiden letzten Treffen ohne Zeitnahmestreß am ehesten lagen - aber die Biathlon-Wettkämpfe davor hab ich schon auch genossen. 2020 hab ich mir eine Zusammenkunft coronabedingt schlichtweg gespart und hoffe, daß 2021 wieder was geht – ich hätte da schon was im Auge.

      Übrigens – unter uns Coyoten: 3rädrige Cross-Inliner sind bei den CSBs geduldet! :thumbsup:
      Hoffe, daß man sich dann sowo mal trifft! :D

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Gemeinsame Ausfahrten hätten für mich den Vorteil, dass man sich gegenseitig auch mal motivieren kann (manchmal weiß man noch gar nicht das man eigentlich doch Lust zum Rollen hat. Da kann ein regelmäßiger Termin hilfreich sein).

      Durch gegenseitiges Beobachten und Feedback könnten Technikfehler identifiziert und abgestellt werden. Oder man schaut sich gegenseitig was ab.

      Letztes Wochenende hat es mich auf meiner Hausrunde ordentlich auf die Brezel gelegt. Bis auf eine Prellung ist nichts passiert. Zum Glück, denn dort gibt es keinen Handy-Empfang. Da wäre eine Begleitung ebenfalls gut gewesen.

      Bis es soweit, bleibe ich halt der einsame Wolf auf Rollen. :)

      KnightSkater wrote:

      oder täusch ich mich da (Otto?,… Ralph?)?


      Wir haben zwar nicht so viele Cross-Skater in der Gegend, aber ich bin immer wieder am Kurse geben in Richtung Rollski und Biathlon, um die Sache auf Breitensportbeine zu stellen. In den letzten Rollskitreffen, die wöchentlich stattfanden, kamen bis zu 10 Personen. Manche waren neu dazugekommen durch die Kurse und manche kenne ich schon lange aus dem Radsport oder Skilanglauf. Es ist aber schon ein kleiner Trend in Richtung Cross-Skates auch zu bemerken, da mein "Dealer" jetzt ein paar Modelle vorrätig hat und der Biathlon in Weiden (biathlon-weiden.de) eben seine Schatten vorauswirft, wo ja nur Cross-Skates zugelassen sind.

      LG Ralph
      Hallo zusammen,

      interessiert habe ich den Thread verfolgt und muss tatsächlich feststellen, dass wir wohl alle die gleichen Probleme bzw Wünsche "Sehnsüchte" haben.
      Seinerzeit habe ich tatsächlich einen dieser angebotenen Kurse besucht und im Anschluss täglich für knapp 2 Wochen die beschriebenen "Trockenübungen" gemacht, um mich mit einer gewissen Sicherheit auf die Skates zu begeben. War auch von Erfolg gekrönt :)
      Gerne würde ich mich auf unbekannte Crosswege begeben oder aber auch neue Techniken aneignen, aber als Einzelkämpfer in der Eifel profitiere ich nicht von dem Erfahrungsschatz anderer oder aber die Motivation gemeinsam Dinge zu bewältigen ist wegen fehlender Zeitgenossen nicht vorhanden.
      Zwar gibt es in der Umgebung Trainer, jedoch bin ich dort nicht bereit regelmäßig Geld auszugeben.
      Ich selbst würde mich aktuell nicht als Crossskater bezeichnen, obwohl ich es gerne wäre.
      Mit meinem SRB XRS 07 und mittlerweile nur noch 105 kg Kampfgewicht würden mich stetige Bergaufphasen an den Rand der Verzweiflung bringen. :)

      Auch ist eine Teilnahme an den Veranstaltungen ein Wunsch von mir, jedoch als Einzelkämpfer im eher jungen Alter von 27 Jahren war mir der Aufwand in Form von Entfernung einfach zu groß.

      Viele Grüße in die Runde.
      Martin
      Hallo Martin

      Tja, wieso sollte es dir anders gehen als den Meisten hier… ;)
      Man kann zwar an seiner Technik-Optimierung auch im „Home-schooling“ arbeiten – YouTube Clips, z.B. „1zu1“ eingeben… DSV und andere geben da durchaus gute Tipps (ich hielt mich damals an die Turorials von Thomas Freimuth) -, aber es hat halt nicht den „Präsenz-Reiz“ wie ein Lauftreff.

      Was weiterführende Kurse betrifft: es kommt ganz auf den Ehrgeiz und den Anspruch an sich selbst an. Ein Fortgeschrittenen-Kurs mag zwar ein paar Euro kosten, aber meines Erachtens bringt er im Verhältnis sogar mehr als ein Einsteiger-Kurs. Es muß nur die Motivation und der Wunsch nach Verbesserung da sein – und du machst mithilfe eines guten Trainers einen gewaltigen Satz nach vorne! Warum? Weil man basierend auf eigener ErFAHRung neue oder beim Kurs nicht hängengebliebene Stil-Elemente jetzt viel besser in den Prozess integrieren kann, weil bei so einem „Feinschliff“ versteckte Ablaufhemmnisse zutage kommen und korrigiert werden und weil das Technik-Spektrum erweitert werden kann. Kurzum: alles wird „runder“.
      Freilich sollten solche Aufbau-Kurse mit sehr wenigen Teilnehmern mit möglichst gleichem Level stattfinden – idealerweise gar als „personal training“, womit individuell optimiert werden kann, aber das ist halt teurer. Der Effekt jedoch ist gigantisch.

      Was ich bei dir rauslese, ist eine starke Motivation, getragen von Ehrgeiz und Anspruch. Somit kann ich’s dir nur empfehlen, dein Potential zügig zu entfalten.
      Vielleicht findest du aber auch bald einen Lauftreff-Partner in deiner Nähe – und bei dem gehobenen Performance-Level im „mittleren Westen“ der Republik isses wahrscheinlich eh ein Trainer… :thumbup:

      Gute Verbesserung!
      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo Martin,
      ich gebe KnightSkater 100%-ig Recht. Wir schulen momentan Corona-bedingt nur als Personal-Training mit Funk und das bringt den Leuten am meisten. Den Flow, die Eleganz und die Dynamik der Skatingtechnik bekommt man mit youtube Videos nicht hin, da ja die Rückmeldung fehlt, wie du die jeweiligen Übungselemente ausführst. Wenn alle Lauftechniken von der Koordination beherrscht werden, machen auch Videoanalysen absolut Sinn, um bei den betreffenden technischen "Eigenheiten" der Läufer einen AHA-Effekt zu erzielen, der ohne eine Videoschulung mit Auswertung eines erfahrenen Trainers so nicht zu bekommen ist. Zugegeben, das kostet natürlich ein bisschen was, aber Trainer, die das anbieten, brauchen Erfahrung, Passion und nicht zuletzt auch das ganze Equipment, das letztendlich heftig an den Geldbeutel geht.
      Es liegt also immer an der individuellen Erwartungshaltung, wie gut man einen technischen Ablauf selber erlernen möchte.
      LG Ralph
      Hallo,
      ich bin ambitionierte Langläuferin und beobachte schon seit vielen Jahren die Cross-Skating Szene.
      Aufgrund der schlechten Schneelage werden meine Einheiten auf Cross-Rollski von Jahr zu Jahr mehr.

      Ich sehe ein sehr großes Potential bei diesem Sport und möchte mich gerne als Trainerin und evtl Verkauf engagieren.

      Von anderen Branchen kennt man da aussagekräftige Absatzzahlen.
      Beim Cross-Skating tappt man scheinbar in Dunkeln.
      Gibt es da keine Hausnummern von Herstellern?
      Wie aussagekräftig sind die Forumsmitgliedern?

      Ich würde mich sehr gerne hier Vollzeit reinhängen – sehe aber einen schwierigen Markt...
      VG Steffi
      Hi Steffi,

      .. Wenn ich Mal so diverse Gebrauchtbörsen so durchschau, dann sind da immer mehr Leute die ihre Skates wieder verscherbeln wollen als welche die suchen. Echt ein Jammer.... Es ist leider immer das gleiche Thema-zuerst für viel Geld Ausrüstung aufschwatzen lassen, dann 1 oder 2 Mal Zuhause raumprobieren, dann hat's wohl nicht auf Anhieb gleich mit der 1:1er Technik funktioniert und dann wandern die Sachen erstmal in den Keller wo sie Staub ansetzen und irgendwann für Low auf diversen Plattformen angeboten werden...
      Ich hab schon öfter diese angeschrieben und mich angeboten Mal die Basics beizubringen, kostenlos, nur um die Leute mal bissl Starthilfe zu geben. Aber leider bisher ohne Erfolg,lediglich einer hat sich dann meine Nummer geben lassen, er wollte sich letzten Herbst melden, dann aber wegen Corona abgesagt...
      Ich weiß nicht wie es im Rest der Republik so ausschaut. Aber hier in meiner Gegend kenn ich persönlich nur 2 Cross Skater. Ab und zu auch welche auf Skiroller...
      Hätte auch gedacht dass das Cross skaten durch Corona etwas mehr Zuspruch erzielen könnte, vielleicht geht ja im Frühjahr mehr. ...

      Sehr schwierig dein Vorhaben...

      VG Robert
      Hallo Steffi, willkommen im Forum!

      …und im Club derer, die nicht verstehen, wieso sich ergonomisch günstige, gelenkschonende, naturverbundene, spaßbereitende, wetter- und saisonunabhängige, rundum gesunde und monetär durchaus erschwingliche Ganzkörper-Sportarten in unserer Gesellschaft so schwer tun, bekannt zu werden und Fuß zu fassen. Meine Theorie: so gut wie keine Präsenz in den Medien, zu hohe Hemmschwelle der Interessierten, etwas Unbekanntes anzufangen, wo die Anerkennung ausbleibt - und die Mutlosigkeit der Freizeit-Industrie, Sport-Nischen mit nicht verifizierbarem Absatz-Potenzial mit Hardware auszustatten und aufzubauen. Der kleine NCS-Markt wird von ein paar Visionären bedient – überwiegend online… auch Werbung erreicht nur die, die im Netz nach Cross-Skating suchen.
      Kurzum: eine Ruhe, von der andere Sportler nur träumen können! :P

      Ich gehe davon aus, daß du die Beiträge in diesem leicht frustrierenden Thread gelesen hast - auch bezüglich der frei interpretierbaren Mitgliederzahl.
      Jedenfalls schön, daß du nun unseren elitären Kreis erweiterst – und sogar noch aktiv zur Erweiterung beitragen willst. Am besten wendest du dich mit deinen Ambitionen direkt an unseren Trainerverbund rolldichfit(.de) e.V., denn dessen Ziel deckt sich völlig mit deinem: Steigerung des Bekanntheitsgrades und Kursangebote für Einsteiger.
      Vielleicht platzt der mediale Knoten tatsächlich mal… und man muß nach Erwähnung seiner Herzenssportart dann nicht mehr lang erklären, was das ist…! :huh:

      Viel Spaß hier und draußen! :thumbsup:

      Servus
      Hubert
      …wartet seit 2006 auf den „Aha“-Effekt :whistling:
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'

      Meyer wrote:

      Liebe Crossskater,
      ich lebe in der Crossskating-Diaspora, ich habe seit 2016 keinen anderen Crossskater/in mehr gesehen. Ich kenne im Umkreis von 50 km auch nur einen einzigen anderen Crossskataer. Ist das alles Zufall oder gibt es in Deutschland überall so wenig Leute, die crossskaten. Ich bezeichne damit Sportler/innen, die so wie ich übers Jahr mindestens einmal pro Woche mit Crossskates unterwegs sind. Mich würde schon interessieren, wie viele Leute unseren Sport in Deutschland betreiben. Gibt es in Deutschland mehr als 100 Crossskater/innen, die regelmäßig trainieren?
      Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das rauskriegen könnte.
      Mit diesem Thema zusammen hängt ein anderer Aspekt, der mich interessiert. Gibt es tatsächlich Crossskater, die regelmäßig im Gelände unterwegs sind. Ich selbst habe meine 760 Kilometer im Jahr ausschließlich auf Straßen zurückgelegt. Ich schätze am Crossskaten das elegante gleichmäßige Gleiten auf Asphalt. Im Gelände zu skaten, ist mir mental zu anstrengend, weil man ständig aufpassen muss. Bin ich die Ausnahme?
      Außerdem würde mich interessieren, wie schnell andere Crossskater unterwegs sind. Ich habe meine 760 km auf 150er-Räder im Schnitt in 16,6 km absolviert. Meine längste Strecke waren 60 km in 3:24 Std.
      Wie sieht es bei euch aus?
      Meyer


      Bin im Herbst mal wieder auf Crossrollski mit 6-Zoll-Lufträdern und an den Skistiefeln befestigten Bremsen im Schwarzwald unterwegs gewesen. Eine Ausnahme. Denn meist laufe ich dort auf Rollskibahnen mit Rollski in der freien und klassischen Technik. Jetzt im Winter hat‘s da Langlaufloipen. Aber bei der Tour von Rastatt im Rheintal rauf nach Freudenstadt befuhr ich viele unbekannte Wege, mehrere heikle Abfahrten und einige Kilometer mit steilen Schotterpassagen. War deshalb froh, die Bremsen und Lufträder dabei zu haben.
      Für das Training der Lauftechniken sind die Crossgeräte mit Ausnahme des Doppelstockschiebens meiner Erfahrung nach nicht zu empfehlen.
      Aber wenn man Spaß im Gelände, auf steilen Abfahrten und unbekannten ruppigen Wegen sucht, sind diese Teile wirklich sinnvoll.
      Dass wir höchst selten Benutzer von solchen Cross-Fitness-Skates sehen, wundert mich nicht. Denn:
      - die Geräte sind schwer
      - der Pflege- und Reparaturaufwand ist mühsam
      - mit den Dingern an den Füßen macht man keine bella figura
      - und einen ansehnlichen effektiven Laufstil bekommen viele mit den Crossgeräten auch nicht hin
      Verständlich, dass viele Beobachter und Schnupperkursteilnehmer sich fragen:
      Warum soll ich mir das antun?

      Grüße
      Rando
      Cross Skating wird immer ein Nischensport bleiben, weil es mit Radfahren, Nordic Walking und Laufen nicht konkurrieren kann. Hauptgründe sind daß man dafür ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl und Kondition benötigt und es wesentlich gefährlicher als die 3 genannten Sportarten ist.

      Randonneur wrote:

      mit den Dingern an den Füßen macht man keine bella figura

      Rando, dieser Satz hat mich echt getroffen und blieb mir auf meiner heutigen Tour geradezu als Ohrwurm im Kopf. Muss ich, wenn ich schon keine anderen Crosskater treffe, jetzt sogar schon hoffen, dass ich unterwegs überhaupt niemanden mehr treffe? ;( Ist ja echt peinlich, peinlich, mit solch schrecklichen Rollblechen :evil: :evil: unterwegs zu sein, während ein anmutiger Jogger und ein eleganter E-Biker entgegenkommt... :P

      mfrey wrote:

      Cross Skating wird immer ein Nischensport bleiben, weil es mit Radfahren, Nordic Walking und Laufen nicht konkurrieren kann. Hauptgründe sind daß man dafür ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl und Kondition benötigt und es wesentlich gefährlicher als die 3 genannten Sportarten ist.

      Das "wesentlich gefährlicher" unterschreibe ich nicht. Ich gehöre zwar auch zu denen, die betonen, dass ein Sturzrisiko immer besteht. Deshalb sind Protektion und eine vernünfitge Ausbildung am Anfang wichtig. Und damit ist das Risiko dann aber doch auch verantwortbar, finde ich. Auch der Radler hat ein Sturzrisiko, während der Jogger bei intensiver Ausübung ein Risiko für ernste Gelenkschäden hat. Allenfalls im Vergleich zum Nordic Walking lasse ich dein "gefährlicher" tatsächlich gelten. Aber das ist nun wirklich ein Äpfel mit Birnen oder Äpfel mit Karotten Vergleich
      Bin im Herbst mal wieder auf Crossrollski mit 6-Zoll-Lufträdern und an den Skistiefeln befestigten Bremsen im Schwarzwald unterwegs gewesen. Eine Ausnahme. Denn meist laufe ich dort auf Rollskibahnen mit Rollski in der freien und klassischen Technik. Jetzt im Winter hat‘s da Langlaufloipen. Aber bei der Tour von Rastatt im Rheintal rauf nach Freudenstadt befuhr ich viele unbekannte Wege, mehrere heikle Abfahrten und einige Kilometer mit steilen Schotterpassagen. War deshalb froh, die Bremsen und Lufträder dabei zu haben.
      Für das Training der Lauftechniken sind die Crossgeräte mit Ausnahme des Doppelstockschiebens meiner Erfahrung nach nicht zu empfehlen.
      Aber wenn man Spaß im Gelände, auf steilen Abfahrten und unbekannten ruppigen Wegen sucht, sind diese Teile wirklich sinnvoll.
      Dass wir höchst selten Benutzer von solchen Cross-Fitness-Skates sehen, wundert mich nicht. Denn:
      - die Geräte sind schwer
      - der Pflege- und Reparaturaufwand ist mühsam
      - mit den Dingern an den Füßen macht man keine bella figura
      - und einen ansehnlichen effektiven Laufstil bekommen viele mit den Crossgeräten auch nicht hin
      Verständlich, dass viele Beobachter und Schnupperkursteilnehmer sich fragen:
      Warum soll ich mir das antun?

      Grüße
      Rando[/quote]

      So kann man das nicht stehen lassen denke ich ....
      sicherlich bewegt sich ein Großteil der Crossrollerfahrer auf vorrangig befestigtem Terrain ... geteerte Radwege oder befestigte Feld - und Waldwege ...
      Im Vergleich zum Rollski benötigt man beim Crossskaten keine besenreinen Wege oder Rollerstrecken. Noch wichtiger ist, wer sich in freier Wildbahn bewegt, muss auch auf Gefahren vorbereitet sein. Mittlerweile gut ausgetüftelte und funktionierende Bremssysteme erhöhen die Sicherheit maßgeblich. We
      Wann man den Breitensport auf die Rolle bringen will muss ein gewisses Maß an Sicherheit und Kontrollierbarkeit gewährt sein.

      Zum K.O. Kriterium Gewicht: Klar wenn man es mit LL Ski vergleicht sind die Roller deutlich schwerer, beim Vergleich mit einem Flugzeug sieht das schon deutlich anders aus .... Wir hatten schon des Vergnügen bei der Entwicklung neuer Skates Prototypen zu testen ... das Gewicht war immer ein Thema es gibt auch himmelweite Unterschiede zwischen den Modellen .... wichtig ist aber auch dass die Stabilität für die Einsatzbereiche nicht unter dem Leichtigkeitswahn leidet .... Aus meiner Erfahrung je besser die Technik wird umso weniger macht sich das Gewicht an den Beinen bemerkbar .....
      Ich denke nicht dass du wirklich Skistiefel mit Bremsen an den Beinen hast, das würde das Gewichtsargument zwar erklären aber auch die Beweglichkeit im Fuß zu stark einschränken.

      Zum K.O. Kriterium Wartung und Pflege:
      Wer radelt sollte auch ab und an die Luft prüfen, Kette schmieren, und reifen wechseln .... selbst beim BB oder Fußball sollte man mal nach der Luft im Ball schauen .... wer das nicht möchte sollte eher laufen gehen .... Turnschuhe an und raus ....
      ich für meinen Teil bin auch nicht der Materialfetischist aber der Wartung - und Pflegeaufwand finde ich hält sich in Grenzen.

      Zum K.O Kriterium "Bella Figura":

      Die Einen kommen vom Langlauf zum Crosskaten andere wie ich z.B. vom Crosskaten zum Langlauf ....
      Technische Übereinstimmungen sehe ich schon da wir im Sommer nicht selten auch als Langläufer erkannt werden sondern alls aus unserem Treff sich beim erlernen der LL - Skatingtechnik schnell zurechtgefunden haben.
      Hier wie dort habe ich technisch richtig gute Läufer und Läuferinnen "Bella Figuren und Bella Figuras" :thumbsup: gesehen .... natürlich sowohl beim Langlaufen als auch beim Crossskaten auch Läufer die einfach Spaß an der Bewegung und am Sport in der freien Natur haben.

      Aus Eigener Erfahrung ....
      Kurs hat 1. Prorität
      .... doch wer es sich selbst beibringen möchte sollte sich wenigstens Tips von Skatern einholen, denn wenn das Material nicht läuft kommt auch die Freude am Sport nicht auf....
      Bike and Skike :cool:
      Naja, Rando räumt ja im oberen Teil ein, daß Cross-Skates mit Luftreifen schon auch ihre Berechtigung haben – und er als Technik-orientierter Läufer hat eben andere Ansprüche an Untergrund und Geräte als so ein Waldschrat wie z.B. ich. Der eine will Flow, der andere eben neben der physischen auch die mentale Anstrengung durch Reaktion auf Widrigkeiten.
      Und wenn man die aufgezählten Kriterien aus der Sicht des potenziell interessierten Durchschnitts-Freizeitsportlers betrachtet (was ja quasi Thema ist), hat er so Unrecht nicht. Denn all das verliert erst dann seinen Schrecken, wenn man voll vom NCS überzeugt ist – es ist die stets alles entscheidende individuelle Abwägung zwischen Aufwand und Nutzen für sich selbst. Je nach Anfangs-Motivation („Boh-Effekt“) kann der Kipp-Punkt früher oder später - oder gleich oder nie – sein.
      • Gewicht: Meine Motivation kompensiert spielend 5,8kg je Skate (Baazis), da kommen aber die Wenigsten mit. Bei Interessierten hab ich mir abgewöhnt, ihnen die 2,x kg-Skikes erst in die Hand zu geben, denn da lehnen sie oft schon ab – haben sie sie gleich an den (viel stärkeren) Beinen, geht’s!
      • Pflege: ich schrieb, daß meine Frau sie einzige ist, die seit Kurs (bei anki 2015) dranblieb – wenn ich aber den Rundum-Service streiche, dann war’s das! Sie will anziehen und losfahren… - und ich bastle halt mit Vorliebe an den Teilen rum, weil ich mich auf jede kleine Verbesserung - und das gemeinsame Rollen - freue!
      • Die Erscheinung und ihre Wirkung ist auch wieder ein heikles Thema: wie ich erklärte, ist der Kurs schon wegen dem „das-könnte-ich-mir-für-mich-auch-vorstellen-…“-Effekt beim Betrachter wichtig. Ist der Repräsentant zu tapsig oder unsicher, hat NCS bei dem Betrachter eh schon verloren - aber ist er zu gut, übersteigt die Vorlage die Zielperformance der Meisten, weil‘s zu langwierig und mühsam wird, um da hin zu kommen… da heißt’s dann „toll, … aber nix für mich“! Ein chilliges, aber technisch sauberes Dahinskaten spricht noch am ehesten an. Wie berichtet, spricht mich keiner an, wenn ich im Gelände schnaufend und kraftvoll skate, aber relativ oft, wenn ich im klassischen Stil – insbesondere Diagonaltechnik – über Trampelpfade oder Anstiege schreite.
      Das Problem ist Sportart-übergreifend gleich: wollen mögen täten viele, aber nicht lang rumlernen müssen und performance-mäßig möglichst mit der Masse laufen können. Auf einer Skipiste (nicht LL-Loipe, sondern Skipiste!) findest du wochenends kaum wirklich gute Skiläufer, weil die Meisten keinen Ehrgeiz haben, in kleinen Schritten langsam besser zu werden – man will ja nur a bißerl …Skifahren, und zwar auf präparierten und buckelfreien Autobahnen. Das, was z.B. landläufig als „Carving“ gilt, ist …z.T. haarsträubend! Und wenn ich jährlich Freunde und Kollegen zum Wasserski-(30kmh-Rumgedümpel)-Event einlade, sind der email keine Fotos von unserem Slalom-Training angehängt, sondern Fotos der Vorjahres-Teilnehmer – in denen findet sich der Interessierte wieder und überwindet evtl. die Hemmschwelle, dabei zu sein!

      Also ist meines Erachtens nicht wichtig, daß NCS besonders sportlich, dynamisch und temporeich rüberkommt, sondern als fließender Bewegungsablauf im „Cruising“-Modus. Die, die mehr wollen, landen oder sind eh meist beim Rollski – und da überwiegend Skating, weil schnell und dynamisch. Für die brauchen wir Luftbereiften wirklich nicht „performen“.
      Ich schätze auch, daß NCS erst mal eine Nische bleibt – auch eine Not-Alternative für die, die Gelenk-mäßig nicht mehr Laufen und Kreuz-mäßig nicht mehr Radeln können. Zwar nicht nur, aber nur die, die schon „sportsüchtig“ sind und eben auf was Schonenderes umsteigen müssen, bleiben auch dabei. Bei den Neueinsteigern bleibt die Quote der Dranbleiber wohl eher gering.

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo Steffi,
      ich komme mal wieder zurück zum Thema:

      Steffi wrote:


      Von anderen Branchen kennt man da aussagekräftige Absatzzahlen.
      Beim Cross-Skating tappt man scheinbar in Dunkeln.

      Mein Tätigkeitsfeld als Trainer erstrecke über den Landkreis Rosenheim (260 000 Einwohner)
      Durch die Kurse, Lauftreffen und Service behaupte ich 90% der aktiven Cross-Skater in meinem Gau zu kennen.
      Hier gehe ich aktuell von ca. 120 Aktiven aus. Hochgerechnet auf Deutschland wären das ca. 40 000 Cross-Skater.
      Das ist natürlich nicht realistisch.

      Steffi wrote:


      Gibt es da keine Hausnummern von Herstellern?

      Da mein Landkreis quasi eine Skikefrei Zone ist, wären Aussagen von einzelnen Herstellern auch Nonsens.

      Steffi wrote:


      Wie aussagekräftig sind die Forumsmitgliedern?

      Nur sehr wenige aus meinem Bereich kennen das Forum - aktive Mitglieder sind mir nicht bekannt.

      Fazit:
      Die regionalen Unterschiede sind sehr groß - eine reelle Zahl kann niemand nennen.
      Durch den regelmäßig Kontakt mit Trainerkollegen in Süddeutschland schätze ich den Markt auf ca. 1000 aktive Cross-Skater in Deutschland.

      Steffi wrote:


      Ich sehe ein sehr großes Potential bei diesem Sport und möchte mich gerne als Trainerin und evtl Verkauf engagieren.

      Ca. 80% der Kursteilnehmer wollen nach dem Kurs einen Skate kaufen - das spricht für den Verkauf.
      Allerdings musst du mit Problemen bezüglich Qualität, sehr langen Lieferzeiten und teilweise geringer Marge rechnen.
      Manche Hersteller schaffen es auch nach 20 Jahren nicht ein Cross-Skate Modell auf den Markt zu bringen, das einen akzeptablen Geradeauslauf hat....

      Lass dich aber nicht beirren und biete Kurse an. Super wäre es, wenn du von den aktuellen Modellen etwas zum Testen anbieten könntest.
      Ich wünsche Dir, dass du genauso viel Spass an den Kursen hast wie ich in den letzten 15 Jahren hatte. Viel Erfolg!

      Grüße vom Michi Hohmann
      Grüße vom Michi Hohmann

      Skating Schule - Shop - Verleih - Lauftreff
      Cross-Skater.de

      Hohenloher wrote:

      Aus Eigener Erfahrung ....
      Kurs hat 1. Prorität
      .... doch wer es sich selbst beibringen möchte sollte sich wenigstens Tips von Skatern einholen, denn wenn das Material nicht läuft kommt auch die Freude am Sport nicht auf....


      Dass wir so selten andere Leute mit Crossrollgeräten sehen, ist natürlich schade, liegt meiner Einschätzung nach nicht nur an den Anfängern, die zu früh aufgeben oder keinen Kurs besuchen.
      Auch wer mehr will, als nur mal eine seltene, scheinbar neue Fitness—Bewegungsart auszuprobieren, wer nicht nur tolles neues Equipment für seine Materialsammlung im Keller sucht oder mal in einen Kurs schnuppern will, wird bald merken, wie schwierig das „mehr“ ist, wenn es keine sportlich erstzunehmenden Vorbilder gibt. Wenn es an vertrauenswürdigen anerkannten Autoritäten fehlt, an denen er sich orientieren kann. Wer sich entwickeln will, findet kaum seriöse Auskünfte und Anleitungen, und wenn, dann weitem nicht das Niveau, das in vielen Sportarten an fachlich geprüfter, sachkundiger Beratung und Hilfestellung angeboten wird.
      Es ist bemerkenswert, in wie vielen Artikeln, Blogs und Foren beklagt wird, wie selten doch gute Bedingungen fürs Langlaufen vorherrschen… fürs Ski-Langlaufen!
      Und da soll man nicht Missionieren? :cursing: – am liebsten würde ich überall vom NCS posten und drauf losschwärmen, zum Beispiel daß man je nach individueller Situation und Motivation 100, 200, 300 und vielleicht noch mehr Skating-Tage im Jahr zusammenkriegt – ob über ausgedehnte Asphaltrouten oder auf anspruchsvollen Touren durch herrlich idyllische Naturregionen bis hin zu alpinen Arealen.
      Und dann sag ich mir doch: sei leise und genieße die fantastische Ruhe in den Wäldern! ^^

      Aber es scheint sich was zu tun: aus verlässlicher Quelle im Münchner Süden verlautete jüngst, daß die Nachfrage nach Cross-Skates gerade heftig zu boomen beginnt – es ergäben sich sogar Wartezeiten! Kann also sein, daß die Antwort auf die Themenfrage hier demnächst lauten könnte:
      …täglich mehr, progressiv steigend! :thumbsup:

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo, hallo werte Leser,

      SARS-Cov-X hat nur seine Vermehrung in den Genen. Wir auch?

      Vielleicht bald wieder rollende Grüße
      WaWo

      P.S.: Immer wieder habe ich hier Freude beim Mitlesen.

      KnightSkater wrote:

      Solange die Medien den Sport nicht aktiv mit positiven Beiträgen unterstützen, bleibt das auch so! Dem DSV-Magazin – neuerdings „Ski & Berge“ – habe ich mehrmals über die Jahre beide meiner Steckenpferde in Form von Leserbriefen anläßlich passender Artikel vorgestellt (…) – ohne Resonanz


      …und NCS zuletzt erst wieder im Januar, als der pandemiebedingte Hype mit Langlauf und Tourengehen Thema war (was ja beides nach landläufiger Meinung nur auf Schnee geht…)

      Es kam nun, wie’s kommen mußte: Heute erschien das neue Magazin des DSV – und in der Vorschau für die nächste Edition im April ist die Ankündigung einer „Ganzkörpersportart“, die „für die kommende Wintersaison fit macht“…

      … SUP! ?(

      Tja - es scheint so, als könne man NCS der Öffentlichkeit einfach nicht zumuten – und der Sportindustrie und Tourismusbranche erst recht nicht.

      Servus
      Hubert
      …“das Gleiche in grün“ ist halt nicht …das Weisse!
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hubert hast Du überhaupt Langlauf schonmal ausprobiert? Da liegen Welten dazwischen zu NCS. Langlaufen ist was für alle Altersklassen, für total fitte und unfitte Leute, es ist einfach ein Traum vorallem wenns sonnig ist. Das ist und wird nie mit NCS zu vergleichen sein. NCS wird immer Freaks vorbehalten sein. Hatte mal versucht einen Kollegen der viel Langlauf macht davon zu überzeugen, da kam die Antwort dass ihm das zu affig ist und ich kanns nachvollziehn!

      Gruß,
      Markus
      Markus, ich habe! Und zwar Skating wie auch Klassik – ersteres vor 2 Jahren, letzteres jedoch vor Jahrzehnten.
      Niemand behauptet, daß es exakt das Gleiche ist, so wie ich es in der Fußnote auch meinte.
      Aber als Alternative zu „ich warte bis wieder Schnee liegt, laufe dann zweimal und warte dann wieder…“ taugt’s allemal.

      Jeder einigermaßen flexibel sportliche Mensch kann sich - wenn er das möchte - relativ schnell auf Hardware- und Untergrund-bezogene Differenzen eines analogen Prozesses umstellen: Skwaling und Wasserski-Slalom z.B. haben die gleiche Fußposition, sind mit fast gleicher Technik zu beherrschen und geben dir das gleiche geile Kurvengefühl – und doch ist das eine die Sommersportart mit Motorzug und das andere die Wintersportart mit Gravitationsschub. Aber seit ich skwale, brauche ich zu Beginn der Trainingssaison auf dem Wasser nicht mehr so lange, um wieder reinzukommen (bloß dieses Jahr eben wahrscheinlich schon).
      Ebenso: Alpinski und Grasski – total unterschiedliche Geräte, aber ablauftechnisch ein und dasselbe, wenn man Carving mal verstanden hat und keine „Schwünge“ mehr driftet.

      Ähnlich eng sehe ich die „Verwandtschaft“ zwischen Skating auf verschiedenen Untergründen sowie auch Klassiklauf auf verschiedenen Untergründen - gut, was merklich abweicht ist der Beinschluß beim Skaten: auf Rollen wird er deutlich enger ausgeführt, als es auf Ski geht, was beim Langlauf höhere Anforderung an die Präzision der Gewichtsverlagerung stellt, damit der angehende Gleitfuß sauber unter den Schwerpunkt kommt. Und drum sag ich sogar: NCS kann man daher viel gechillter laufen als LL-Skating… das müßte eine wesentlich breitere Masse ansprechen.
      Meiner Meinung nach ist die Trägheit der Sportindustrie und deren Medien fragwürdig, aber eben wahrscheinlich gestützt von der Tourismusbranche, die bei „Sommer-Langlauf vor der Haustüre“ leere Betten hätte.

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'