Kaufberatung für Cross-Skate Anfänger

      Kaufberatung für Cross-Skate Anfänger

      Hallo erstmal zusammen :) ,

      ich bin 39 Jahre alt und eigentlich seit nunmmehr 14 Jahren Läufer. Pro Jahr laufe ich etwa 2000Km auf Distanzen zwischen 10Km und Marathon, allerdings im Hindernislauf, d.h. ich bin kein klassischer Läufer, sondern mache auch viel im Kraftausdauerbereich für den ganzen Körper, was bei einem Hindernislauf halt so gefordert wird.

      Nun plagt mich seit gut 1 Jahr immer wieder mal das Läuferknie (ITBS-Syndrom), allerdings war es noch nie so schlimm, das ich gar nicht mehr laufen konnte. Allerdings befürchte ich das dies nicht ewig so bleiben wird, man wird ja nicht jünger. Vermute auch, das ich für die Laufumfänge zu schwer bin. Früher bin ich rein Marathon gelaufen und hatte da meist ein Gewicht von etwa 76Kg bei 178cm und nie Probleme. Jetzt, durch das athletische Training im Kraftausdauerbereich ist halt etwas Muskelmasse im Oberkörper dazu gekommen, so das ich jetzt auf 84Kg komme (bei weniger als 15% Körperfett).

      Meine Idee und auch um neue Trainingsreize zu setzen ist es nun von 4 Laufeinheiten pro Woche auf 3 zu reduzieren und dafür eine alternative Sportart auszuüben, die Gelenkschonend ähnlich Kraft bzw. Ausdauerintensiv ist wie Laufen und im Idealfall ähnliche Muskelgruppen anspricht um präventiv die Sehnen und Kniegelenke zu entlasten. Zuerst dachte ich ans Fahrrad, aber das ist mir im Oberkörper zu undynamisch ausser ich würde Mountainbiking machen, allerdings wohne ich im Raum Köln, da ist alles flach !
      Dann erinnerte ich mich, das ich auf meiner Laufstrecke vor ein paar Jahren mal einen Cross Skater sah und das gefiel mir damals sehr gut, es bestand damals aber kein Bedarf mit Cross-Skating anzufangen. Das hat sich jetzt eben geändert.

      In den letzten Tagen habe ich mich schon viel informiert, Videos geschaut, auf Seiten und hier im Forum gelesen etc.

      Das Problem ist, Cross-Skates sind ja jetzt nichts, was man eben mal so kaufen kann und bei Nichtgefallen in die Ecke stellt, denn dafür sind sie zu teuer ! Gerne würde ich es vorher mal Live probieren aber wegen Corona finden die nächsten Schnupperkurse in näherer Umgebung erst April 2021 statt, was für mich jetzt natürlich sehr ärgerlich ist.

      Daher suche ich zumindest schonmal die Beratung für was für Cross-Skates ich überhaupt die Augen offen halten sollte um nicht etwas überstürzt zu kaufen, was mir dann nicht gefällt.

      Vom Bewegungsablauf sehe ich keine großen Probleme, da ich Multisportler bin und es kaum Sportarten gibt, die ich noch nicht ausprobiert habe. Skifahren und Inlinern sowie Laufen kann ich ziemlich gut, auch wenn diese Bewegungsabläufe nur bedingt auf Cross-Skating übertragbar sind. Neue Bewegungsabläufe lerne ich aber allgemein sehr schnell.

      Hier mal die Präferenzen, wie ich vorhabe mit Cross-Skates zu trainieren :

      Schritt : 1:2 Schritt / bergauf : V-Step
      Trainingsdauer : 60-90min / 1x pro Woche (ausser ich hab gar keine Lust auf Laufen, dann mehr ;) )
      Trainingsintensität : 70-80% HFmax
      Untergrund : Asphalt, Parkwege und fest Waldwege , kaum Schotter.
      Schuhtyp : freie Schuhwahl
      Schuhgröße : 44-45

      Und jetzt würde ich gerne euren Rat dazu haben. Nachdem was ich gelesen habe würden die Skike V07 Plus Pro für meine Anforderungen ausreichen. Für den Untergrund wären 150er Rollen denke ich auf ok und bei der Schritttechnik brauche ich denke ich keine Rücklaufsperre und auch keinen Fersenhub ! Gedanken mache ich mir eher bei der Länge der Cross-Skates. Ich habe oft gelesen, das Anfängern eher zu kurzen Skates geraten wird und wenn man dann Fortgeschritten ist soll man auf längere Skates wechseln. Das will ich auf jeden Fall vermeiden, wenn ich Skates kaufe sollen die auch dauerhaft behalten werden ! Bei den SRB Modellen kenne ich mich weniger aus, bin da aber für alles offen.

      Mein größtes Problem ist halt, das man es aktuell nirgendwo ausprobieren kann oder kennt jemand von euch einen Trainer in/um Köln, der auch zur momentanen Zeit Kurse gibt ?

      Danke schonmal vorab :)
      Hallo,

      ich selber bin SRB-Fan wegen der besseren Verarbeitung und weil ich selber sehr gute Erfahrungen damit gemacht habe. Nach deiner Beschreibung kommt für mich daher der SRB XRS02 am besten in Frage. Die Länge der Skates spielt nach ein wenig Übung eine sehr untergeordnete Rolle, weshalb ich die Empfehlung, erst mit kürzeren Rollern anzufangen, um später umzustellen, vernachlässigen würde.

      Allerdings würde ich auch einem "Multisportler, der Bewegungsabläufe leicht lernt" unbedingt raten einen Trainer für die ersten Fahrten zu nehmen, da der Erwerb der Grundlagen der vier wichtigsten Lauftechniken und der Bremsvarianten essentiell für den Spaß an der Sache ist.
      Leider kann ich dir im Raum Köln aber niemanden nennen. Es gibt aber hier eine Karte, auf der die Standorte der Community-Mitglieder ersichtlich sind. Vielleicht findest du über diesen Weg einen Ansprechpartner.

      So wie ich die Beschreibung Deiner sportlichen Vergangenheit einschätze, brauchst Du Dir keine Sorgen machen, dass dir das keinen Spaß machen wird, Du ziemlich viel Geld in die Hände nimmst und die Roller dann in die Ecke stellst. Wir reden hier schließlich vom geilsten Sport der Welt :P .
      Wenn Du dann noch den ersten Schnupperbiathlon bei den RollDichFit-Wettkämpfen ausprobiert hast, heißt es eh, "Willkommen im Club" und der Cross-Skating-Virus lässt dich nicht mehr los. Davon bin ich überzeugt.

      LG Ralph
      Danke schonmal für die Antwort.

      Eine Frage ist mir noch eingefallen. Was muss ich bei den Stöcken beachten? Hab gelesen die sollten etwa 6-12cm kürzer sein als die Körpergröße. Auf was muss ich noch achten ? Gibt es z.b. Materialunterschiede etc. ?
      Servus,
      das Thema Stöcke, sagen wir mal, wird eher individuell interpretiert ;) . Wenn du 5 Leute fragst, bekommst du wahrscheinlich mindestens 8 Versionen. :thumbsup:

      Daher mal mein Ansatz, über den man natürlich diskutieren kann:
      Länge:
      Die Stocklänge für die Skatingtechnik wird folgendermaßen berechnet: Körpergröße in cm x 0,9 ergibt die Stocklänge gemessen von Spitze bis Schlaufenaustritt!! Das entscheidende ist dabei der Schlaufenaustritt. Ich laufe Stöcke von drei verschiedenen Firmen und mir ist kein Hersteller bekannt, der die Stocklänge richtig angibt. Das Problem liegt darin, dass die Hersteller die Länge gemessen von der Spitze bis zur Oberkante der Griffe angeben, der Schlaufenaustritt aber z.B. bei LEKI ca. 4,5 cm darunter liegt.

      Beispiel: Du bräuchtest bei 178 cm Körpergröße einen Stock in der Länge 160cm. Wenn du jetzt einen LEKI in 160cm kaufst, bekommst du tatsächlich 155,5 cm lange Stöcke. Das Stück zwischen Schlaufenaustritt nach oben bis zur Oberkante der Griffe ist allerdings bei den verschiedenen Herstellern unterschiedlich, was es schwer macht, die perfekte Länge im Internet zu bestellen. Daher lieber zu lange kaufen und dann kürzen als umgekehrt 8) . Es gibt natürlich auch Tricks, wie du einen Stock länger bekommst, aber diese Hacks sind geheim. :sleeping:

      Jetzt gibt es unter Cross-Skatern auch die Meinung, dass die Stöcke wegen der höheren Standhöhe im Vergleich zum Skaten auf Schnee ja länger sein müssten. Im Prinzip schon logisch aber meistens wird folgendes vergessen: In der obigen Formel ist das Einsinken der Stöcke im Schnee mit einberechnet, was auf hartem Untergrund im Sommer wegfällt. Meine Erfahrung ist, dass sich das mehr oder weniger ausgleicht. Ich laufe auf jeden Fall auf Schnee die gleiche Länge wie auf den Rollen und bin bisher eigentlich ganz gut zurecht gekommen.

      Material:
      Ganz grob gibt es Stöcke in Alu und Kunstfaser. Von Alustöcken würde ich absolut abraten, da die schwerer und meist sogar deutlich instabiler sind, als die "Plastikvarianten". Der heilige Gral im Stockmaterial ist Carbon, da man damit leichte und trotzdem sehr stabile Stöcke bauen kann. Je teuerer der Stock, umso höher ist der Carbonanteil bis letztlich 100% Carbon. Aber selbst bei 100% Carbon Stöcken gibt es Unterschiede in Gewicht und/oder Robustheit. Meine Erfahrung mit ONEWAY ist, dass die zwar sehr leicht sind und ein geniales Schwungverhalten haben, aber schon bei geringster "Fehlbehandlung" brechen. LEKI stufe ich eher als robust ein. Ein Maß für die Stabilität ist die Angabe g/m. Je leichter, umso mehr wurde das Material ausgereizt und umso bruchanfälliger ist der Stock.
      Ich würde sagen, dass man je nach notwendiger Länge und Körpergewicht ab vielleicht 140 € aufwärts gute und ab 200 € aufwärts sehr gute Stöcke bekommt. Die Topmodelle der verschiedenen Hersteller liegen preislich zwischen 350 - 400 €. Diese Stöcke sind vom Schwungverhalten und Stabilität natürlich mega, können allerdings auch bei der kleinsten "Ungereimtheit" brechen. Ist mir mit dem Oneway passiert, weil ich beim Laufen mit der Schuhschnalle dagegen gefahren bin. LEKI und Rossignol habe ich bisher noch nicht ruiniert.

      LG
      Wow, danke für die echt ausführliche Erklärung zu den Stöcken.

      Werde das ganze jetzt im Dezember überdenken, die SRB´s sind ja auch schon etwas teurer. Mit Stöcken und Schutzausrüstung landet man da ja sicher bei gut 600-700€.

      Wie schaut es denn bei Skates mit Wartungskosten aus ? Wie lange hält ein Satz Reifen so in etwa, wenn ich pro Jahr etwa 500-1000Km fahre ? Gibt es noch andere Teile, die regelmäßig erneuert werden müssen oder sind Skates im allgemeinen "pflegeleicht" ?

      ZehWeh wrote:

      Das will ich auf jeden Fall vermeiden, wenn ich Skates kaufe sollen die auch dauerhaft behalten werden !


      Hallo

      Willkommen im Forum!

      Vergleiche doch mal den Preis einer Cross-Skating Ausrüstung mit dem von …Alpin-Ski als Komplett-Set mit Stiefeln, … oder gleich eines leistungsgerechten Fahrrades, egal ob Rennmaschine oder Mountainbike – auch da kann man nicht die letzte Unsicherheit bei der Wahl des Gerätes ausschließen. Du hast jetzt eine Meinung, meine Favoriten halte ich bewußt zurück, denn wie Ralph schon erklärte: 5 Skater - 8 Empfehlungen!

      Für mich hast du dir die beste Antwort eh schon selber gegeben: beginne mit einem Basis-Modell - und werde damit erst mal mittels Kurs(en) und viel Übung warm mit dem Sport. Dann irgendwann drängt sich dir die individuelle Zielrichtung von selber auf – und daraus die passenden Hardware-Optionen für das „next level“. Mit der dann erlangten Technik-Sicherheit kommst du auch erst so richtig mit den high-performance-Geräten zurecht – und der Spaß ist garantiert! :thumbup:

      Und die alten Skates?... die kann man entweder verticken, oder aufheben für Interessierte aus dem Umfeld, denen du später nach Verbreiterung deines Bewegungsspektrums mal eine Schnupperstunde geben kannst – und dich freust über den WOW-Effekt 8o , der dich an deine eigenen ersten Erfolge erinnern wird! So habe ich es gemacht, viele Male – und kann heute außerdem mit meinem Fuhrpark an jede Bedingung wie Wetter, Untergrund, Jahreszeit oder einfach „Bock“ mit passender Ausrüstung andocken - denn jede Kategorie hat ihre Besonderheiten!

      Nix für unguad – wie du dich auch entscheidest: viel Erfolg und Spaß damit! :thumbsup:

      Und solltest du letztlich auch auf Rollen dein Interesse beibehalten für…

      ZehWeh wrote:

      Hindernislauf, … auch viel im Kraftausdauerbereich für den ganzen Körper, was bei einem Hindernislauf halt so gefordert wird.

      oder

      ZehWeh wrote:

      Skifahren…
      und auf Inlinern…
      , dann können wir zwei mal eine Nische ausleuchten! :rolleyes:

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Das hast du natürlich recht. Ich gebe beim Laufen pro Jahr gut 300-400€ für Laufschuhe aus, mehr als 800-1000Km hält ja kein Schuh ! Denke Cross-Skates werden da eine wesentlich höhere Lebenserwartung haben zumal ich ja nicht vorhabe intensiv zu fahren sondern es wirklich ergänzend zum Laufsport betreiben möchte und um präventiv dem Läuferknie entgegen zu wirken und ich mein Training bereichern will. Pro Jahr vielleicht 500-1000Km, schätze die Geschwindigkeit liegt etwas höher als beim Laufen (da bin ich bei mittlerem Tempo mit etwa 12,5km/h unterwegs) aber sicher bei weitem nicht so hoch wie beim Radfahren.

      Hab ja auch schon etwas im Forum gestöbert und da berichten ja einige, das sie beim Radfahren/Laufen besser geworden sind, auch wenn sie durch das Cross-Skating dann weniger in ihren "Kernsportarten" trainiert haben ! Das wäre für mich natürlich das Optimum :D
      Servus ZehWeh :)

      auch von mir herzlich Willkommen im Forum hier!

      Könnte mir vorstellen, dass die gängigen NCS-Verleih-Angebote derzeit ziemlich gut ausgebucht sind. Daher zur Info -> ich habe auch die beiden SRB-Modelle XRS02 und XRS06 im Verleih ggf. mit Versand und da es bei uns aktuell hier "unten" gerade schon Schnee und Eis hat sind sie auch sofort verfügbar.

      Zudem habe ich ein Angebot "Langes Leihen mit der Option auf Behalten"; damit kannst die Skates auf 3 Monate ausgiebig testen (z.B. ob du nach der ersten Euphorie auch weiter regelmäßig damit fährst) - und wenn's passt einfach behalten.

      Aktuell habe ich auch einen gebrauchten XRS02 im Angebot - Verkauf oder Langes Leihen.

      Herzliche Grüße

      Ulrich
      .. hallo ZeWeh ..

      .. es gibt in Köln erheblich bessere Informationsquellen, als ich es sein könnte, die aber anscheinend nicht auf deine Anfrage reagieren .. ich bin ein reiner Nutzer, langsam, mit einer grottigen Lauftechnik und ohne jegliche Trainerqualifikation .. aber seit vielen Jahren mit ungebrochener Begeisterung ..

      .. ich möchte dich aber mit deinem Anliegen, das ich nur begrüßen kann, nicht im kalten Dezemberregen stehen lassen .. also, wenn du meinst, ich könnte dir weiterhelfen und sich sonst keiner berufen fühlt, dann kannst du dich gerne für ein paar sehr subjektive Anfängerinfos bei mir melden .. 0157 88245266 ..

      .. Grüße Jörg ..
      5/09 - 4/11: Skike V07 > ungezählte Klettbänder . Rahmenbruch , 5/11 - 8/11: Skike VX Solo > zurückgegeben nach zu vielen Qualitätsproblemen
      9/11: FLEET Skates > 12: Rahmenanbruch, 13: Bruch eines Wadenhebels, 14: Bruch einer Fersenplatte, 17: Bruch einer Fußplatte > 2018 sonst bis heute keine wesentlichen Probleme
      1/18: OmniBlade 200 X-LITE
      2500 km/jahr . 60 cross . 40 asphalt
      Danke für das Angebot.

      Ich werde erstmal selbst probieren, aber wenn ich Hilfe brauche komme ich gerne darauf zurück :)

      Hab mir jetzt bei Nordicx erstmal für 3 Tage die SRB XRS02 bestellt. Langzeitmiete ist zwar von der Preis-Leistung her besser aber ich weiß ja gar nicht ob mir die Skates liegen.
      In 3 Tagen sollte ich damit ja warm werden um einen guten Eindruck zu bekommen.

      Mein Plan :

      Tag 1 : Üben ohne Stöcke bei uns in der Spielstraße
      Tag 2 : üben mit Stöcken im nahe gelegenen Park
      Tag 3 : eine kleine Tour durch den Wald aber nur auf den festen und breiten Wegen.
      Ich hab mir selbst Snowboarden, Inlineskaten, Skateboard, Surfen, Rudern und noch einige mehr beigebracht, da werde ich Grundlagen Cross-Skating wohl auch hinbekommen.

      Es ist ja auch nur für den Test. Wenn ich mich für den Kauf entscheide werde ich auch einen Kurs besuchen und ich studiere ja auch schon seit Tagen Seiten und Videos zur Technik beim NCS. :)
      Natürlich nur in Vollmontur, Sicherheit geht vor !

      Noch eine Frage : Beim SRB ist mir aufgefallen, das es Kunststoff und Alufelgen gibt. Was ist denn besser ? Denke Alu ist schwerer aber robuster, während Kunststoff leichter ist aber sich verformen oder brechen kann ! Richtig ?
      Hallo ZehWeh,

      Willkommen hier, natürlich die Alu Felge ist besser, läuft 100%ig gerade wie die Skatemodelle von SRB überhaupt, klar kannst Du Dir das
      Skaten selber beibringen, hab es ja auch selber so gemacht. Hab dann aber etliche Skiskatekurse gebraucht um die Fehler die man sich
      irgendwie selbst aneignet wieder etwas raus zubekommen, leider gibt es immer noch Kleine wo mir persönlich noch nicht so gefallen.
      Ich würde mir heute sicher einen Anfängerkurs gönnen, da hat man es etwas leichter und spart obendrein noch viel Zeit.
      Das Forum hat mir auch viel geholfen, obwohl die Specials bekommt man nie zu erst oder schwer raus.
      Dann viel Spass und Freude Dir beim Testen.
      Skatende Grüße wolleweb
      Hab die Skates jetzt seit 2 Tagen und es klappt eigentlich schon ganz gut.

      Tag 1 : Leider lag den Skates keine Anleitung bei, also musste Google, YT und das Forum hier aushelfen. Viel einzustellen gibt es ja bei den SRB zum Glück eh nicht und nach etwa 30min konnte ich mich erstmals draufstellen. Vom Gefühl erinnerte es mich an Inlineskaten, ich stellte aber schnell fest, das dem überhaupt nicht so ist ! Etwa 1,5 Std machte ich mit den Skates Stabilisierungsübungen im Haus und rollte im Wohnzimmer hin und her und machte mich mit der Bremse vertraut. Mehr sollte an dem Tag eigentlich nicht passieren aber ich wollte sie dann doch einmal draussen anrollen lassen. Es ging dann für 15min ohne Stöcke im Skatingschritt nach draussen. Hier merkte ich dann ganz klar den Unterschied zu Inlineskates, es fehlt die Wendigkeit und als ungeübter kann man leicht über den Schwerpunkt nach links oder rechts kippen und verliert dann die Balance. Hingelegt hat es mich aber nicht !

      Tag 2 : Es ging mit Stöcken eine Art Naherholungsgebiet mit vielen asphaltieren Wegen. Fokus lag darin die 1:2 Technik zu üben. Durch die Stöcke bekommt man mehr Seitenstabilität, so jedenfalls mein Eindruck. Und wieder merkte ich, das es eben keine Inlineskates sind, Bordsteine sind der Feind :) , jedenfalls weiss ich bisher nicht wie ich diese fahren soll. Mit der 1:2 Technik klappte erstaunlich gut, Anfangs alles etwas instabil in der Balance wurde es mit jeder Minute besser und ich merkte, das es verdammt anstrengend ist, obwohl ich nicht durchgefahren und auch kein hohes Tempo drauf hatte. In der Spitze hatte ich 75-80% HFmax und war stellenweise auch gut am schnaufen , hab den Lauf aber noch nicht aufgezeichnet, das mache ich morgen.
      Die Strecke war aber dann leider nicht optimal. Der meiste Teil war zwar glatter Asphalt und da kam ich stellenweise in einen schönen Flow und auch mal ordentlich Tempo drauf, schätze 15-20kmh werden es gewesen sein, aber an manchen stellen war es dann ein sehr unebener Weg, wo ich kaum voran kam. Am besten gefielen mir aber die festen Parkwege, da wars schön anstregend und man hat das Klackern der Stöcke nicht so gehört, weshalb ich morgen in einem großen Park fahren werden ! Apropo Stöcke : Die Teststöcke sind leider nicht so das gelbe vom Ei, es sind Teleskopstöcke und mir wurde da recht deutlich der Nachteil vor Augen geführt. Ein Stock hat sich auf Asphalt immer wieder etwas eingedrückt, weshalb ich alle 2Km den Stock nachjustieren musste.
      Ungewollt bin ich auch mal falsch abgebogen und landete auf einer Wiese und habe dann versucht dort zu fahren. Mit den 150mm Reifen aber keine Chance, wobei es in den letzten Tagen viel geregnet hat und die Böden entsprechend aufgeweicht sind. Komplett Cross will ich ja eh nicht fahren aber ein Versuch war es wert.

      Die Strecke, die ich heute zurückgelegt habe waren etwa 11Km und habe dafür 1:15std gebraucht. Die Beine wurde am Ende echt schwer, vor allem die äußere und innere Oberschenkelmuskulatur musste offensichtlich viel arbeiten und war das nicht gewohnt. Arme, Schultern und Handgelenke vom Stockeinsatz sind kein Problem. Leichte Spannung im unteren Rücken, denke weil der ja permanent stabilisieren muss.
      Morgen ist das Ziel dann 12Km und werde den Lauf dann aufzeichnen, bin da gespannt !
      Tag 3 : Heute ging es wie gesagt in einen Park. Das hat echt Spass gemacht, leider nur etwas zu viele Leute, so das ich immer wieder aus dem Rhytmus kam. Ich kam wieder etwas besser zu recht und konnte im 1:2 Stil fast durchfahren. Ziel waren 12Km, am Ende standen 12,8 Km auf der Uhr und hab dafür 1:04std gebraucht, durchschnittliche Pace von 5:01min/Km. Es kam mir schneller vor und war dann dementsprechend überrascht, das ich beim Laufen schneller bin.

      Einmal hat es mich dann hingelegt, das Fehlerbild ist da immer das gleiche. Den linken Skate setze ich zu weit in die Mitte und kippe dann über den Schwerpunkt nach Links und verliere die Balance. Ist aber nichts passiert, konnte direkt weiterfahren, nur die Hose hat etwas gelitten.

      Herzfrequenz hab ich auch aufgezeichnet fürchte aber, das es da Messfehler gab. Meine Garmin Forerunner misst am Handgelenk und hat da ab und an einige ungenauigkeiten. Bei dem Lauf heute hat sie die erste halbe Stunde fast durchgehend einen Puls von 115 angezeigt und die zweite Hälfte dann durchgehend 142-145, was nicht sein kann zumal der Anstieg von 115 auf 142 schlagartig war. Denke also, das der Puls auch in der ersten Hälfte höher lag, zumal ich auch durchgehend am schnaufen war und bei Puls 115 schnaufe ich nicht :)

      Auf jeden Fall war das meine "Welt". Morgen will ich sie zumindest nochmal im Wald testen bevor ich sie zurückschicke. Eine Stunde werde ich aber wohl nicht schaffen, denke nach dem heutigen Tag brauche ich morgen definitiv eine Pause :D

      Aber es kommen auch wieder Fragen auf.

      1. Zwar konnte ich zu 98% gut fahren, aber an manchen Stellen war es durch Blätter + aufgeweichter Boden rutschig. Da frage ich mich ob das mit 200er Reifen besser ist.

      2. Mir ist aufgefallen, das man jetzt schon nach gut 23Km sehen kann, das sich die Reifen innen abfahren, klar technisch durch den Skatingschritt ist da mehr Abrieb aber was für Auswirkungen hat das ?? Kann man die Räder vom linken Skate auf den rechten tauschen damit sie gleichmäßig abgefahren werden ?

      3. Mit den SRB´s komme ich ganz gut zurecht aber die Bodenfreiheit kommt mir etwas wenig vor. Wenn man z.b. nur über leichte Hubbel fährt, z.b. wenn eine Wurzel den Belag nach oben drückt, merke ich wie die Skates leicht aufsetzen. Der Skike V07 hat etwas mehr Bodenfreiheit, ist der dann "Geländegängiger" ?

      4. Ich lese immer wieder, das die SRB´s einen tollen geradeauslauf haben, kann ich als Anfänger wohl nicht beurteilen, da mir auch der Vergleich fehlt. Mein technischer Fehler, der mir immer wieder mal passiert ist, das ich den Skate zu weit in die Mitte setze und dann über den SChwerpunkt nach aussen kippe und so die Balance verliere. Da frage ich mich ob ein kürzerer Skate vielleicht doch besser ist, bzw. man damit agiler ist, oder ist das einfach ein Anfängerproblem, da die SRB´s ja eher für Fortgeschrittene sind ?

      5. Noch eine Stiltechische Frage : Ich fahre den 1:2 Stil auf rechts, zwischendurch habe ich mal versucht auf links zu fahren und das klappte überhaupt nicht. Ist es schlimm, wenn man 1:2 immer nur auf rechts fährt ?
      Hallo,

      ich versuch mich Mal....

      zu 1.) Ja der 200er Reifen ist Cross einfach unschlagbar. Natürlich hat der auch seine Grenzen, aber Cross ist mit den 150er Reifen einfach schnell Mal die Grenze erreicht. Besonders bei nassem Untergrund find ich rutschten die 150er enorm

      zu 2.) Ja am Anfang knickt man auch noch etwas stärker nach innen ein, das ist auch ganz normal denk ich, bis man mit mehr Sicherheit rollt. Gleitphasen werden länger und man setzt den Skate dann auch anders auf.
      Und ja, über Kreuz getauscht hat man praktisch wieder frisches Profil an den Innenseiten der Skates.


      zu 3.) Der V07 ist ein bissl kürzer und wendiger wie der SRB. Also zumindest wenn du den 02er genommen hast. Muss zugeben ich fand den als Cross skate auch nicht so toll, darum hab ich ihn mit ner LL Bindung versehen und nutz ihn als Cross Skiroller. Da ist er echt spitze, mein absoluter Favorit.
      Ich finde der V07 ist da nicht so direkt, der "verzeiht" einfach mehr...keine Ahnung, ich finde man steht hier sicherer und stabiler. Ich hab den V07 seit 16 Jahren und nutz ihn hauptsächlich im Winter wenn viel Salz auf der Straße ist. Da sind mir die anderen Skates zu schade... Er lässt sich auch besser reinigen. Mit Schlauch abspritzen, fertig.
      Bodenfreiheit müsste wohl gleich sein...

      zu 4.) Steht auch schon in 3.), Aber das ist halt meine Meinung, andere werden wieder der SRB vorziehen, das ist halt der persönliche Geschmack. Ich bin froh einfach mehrere zu haben, ich wechsele auch immer gerne mal durch, und muss sagen dass alle irgendwie auf ihre Art und Weise super sind. Man sollte da einfach am besten, wie schon oben gepostet, paar Modelle testen. Oder Mal in der Bucht schauen, bei uns im Raum werden die Skates fast täglich für Low angeboten.. da kann man ja auch Mal eine Testfahrt vereinbaren und probieren.

      zu 5.) Also bei mir war's so, dass ich anfangs immer 1:2 Führhand Technik, also wie bei Steigungen, gelaufen bin. Das denk ich Mal ist auch momentan dein Stil. Dann hab ich mir Mal den 1:2 Pendelschritt angeeignet, links wie rechts, das ging auch noch ganz gut, war Anfang bissl unrund aber mit der Zeit... Wollte aber dann unbedingt auf 1:1er gehen, das dauerte dann schon einige Zeit bis das funktionierte, seitdem fahr ich fast nur noch 1:1er, außer Cross wenns richtig holprig und eng wird, oder auf Asphalt wenns richtig steil bergauf geht. Und da muss ich zugeben, kann ich auch nur 1:2 Führhand rechts. Links geht gar nicht.

      So das wären nun meine Ausführungen, hoffe du kannst was damit anfangen.

      VG Robert
      Ja, danke hast mir definitiv sehr weitergeholfen.

      Tendiere nach dem was du sagst nun definitiv zu einem Skate mit 200mm Rädern. Auf Geschwindigkeit kommt es mir ja eh nicht an und Asphalt gefällt mir nicht so sehr.
      Auch wegen der wohl besseren Allwettertauglichkeit.

      Tendenz geht dann Richtung Skike V9 Fire 200mm. Kann man die empfehlen oder hat das Modell bekannte Macken ?
      Das Modell von SRB wäre ja dann der XRS06, muss sagen, was mir an den XRS02 richtig gut gefällt sind die Verschlüsse und das Schnallensystem. Die sind echt bequem, da drückt nichts.

      Skikes haben ja ein Klettsystem, Rücklaufsperre und Fersenhochgang brauche ich nicht wirklich, ich will wirklich nur im Skatingschritt fahren und nicht im klassischen Stil !

      Fahrbarkeit ist mir wichtiger als Geschwindigkeit, Rennen will ich damit nicht fahren. Das höhere Gewicht kann ich mir nicht vorstellen, das sich das so stark bemerkbar macht. Die XRS02 mit Alufelgen wiegen pro Skate auch 2,4Kg, die Fire wiegen 2,6Kg und der XRS06 2,7Kg ! Als ich das erste mal mit den XRS02 unterwegs war, war das Gewicht natürlich schon gewöhnungsbedürftig, als z.b. bei Inlineskates aber heute habe das schon fast gar nicht mehr gemerkt !

      Die SRB´s sind deutlich teurer, scheinen aber auch hochwertiger zu sein. Die Frage ist aber ob sich das für mich überhaupt lohnt, wenn ich eh nur vorhabe 1mal (selten 2mal) pro Woche zu rollen ! Es soll ja nur als Ergänzung zum Laufsport wirken ! Auf der anderen Seite will man dieses eine mal ja auch vollends genießen... schwierige Entscheidung :D
      Kaufentscheidung ist gefallen. Hab den Skike V9 Fire 200 bestellt, der XRB06 war mir einfach zu teuer.

      Dazu noch ein paar KV+ Tempesta Clip.

      Bekomme sie aber erst im Januar aber freue mich schon. Werde dann in einem extra Thema über meine Fortschritte berichten und wenn es wieder Kurse gibt auch einen besuchen.

      Danke nochmal an die fleißigen Ratgeber.