Erfahrungen bzw. Trainingsansätze Bergauf..

      Erfahrungen bzw. Trainingsansätze Bergauf..

      Guten Morgen,

      in der Gefahr, dass es dieses Thema eventuell schonmal gab..

      Ich frage mich, ob hier grundsätzlich "Flachländer" oder auch die "Bergsteiger" unterwegs sind.
      Mir geht es insbesondere um eure Erfahrungen, ich selbst skate in der Eifel und bin dadurch zwangsweise auf hügeligem Terrain unterwegs. Ich persönlich würde mich trotz meiner 106 KG auf 1,97 m als relativ fit bezeichnen.
      Jetzt habe ich öfters das Problem, dass ein Anstieg über einen Kilometer oder länger dazu führt, dass gefühlt mein Tank danach bereits schon leer ist..

      40 Kilometer relativ flach gar kein Problem, aber 10 - 15 Kilometer hügeliges Terrain sind beinahe schon das Ende der Fahnenstange.

      Habt ihr eventuell auch die gleichen Probleme bzw irgendwelche Ansätze ausprobiert, um eure Bergsteigerqualitäten zu verbessern?

      Für Rückmeldungen und ähnliches bin ich euch sehr dankbar.

      Viele Grüße
      Martin
      Ich bin hier im Bergischen auch eher im, wie du es bezeichnest, hügligem Gelände unterwegs. Meine Erfahrung mit diesem Terrain ist das man sich den/die Berge, sorry Hügel ;) immer wieder neu stellen muss und es nie einfach ist da rauf zu kommen. Tagesform und allgemeine Fitness spielen da eine nicht unerhebliche Rolle.
      Ich glaube es gibt nicht viele hier die diese sichtversperrenden Haufen wirklich mögen. Sie bleiben immer eine Herausforderung, aber das gerade lieben wir doch am Sport :D
      Hallo Martin

      Grundsätzlich vorab: es gibt für Steigungen ein Hilfsmittel: die Rücklaufsperre! Auch SRB hat(te) die im Sortiment für die 8“-Räder. Aber das ist wohl nicht das, was du hören wolltest – ist ja auch eher was für die „Bergsteiger“ (wie du sie nennst), die à la Ski-Tourengeher die Naturboden-Hänge oder Alpin-Steige rollend hochschreiten, um dann den Gelände-Downhill über grüne Pisten zu genießen 8o … eben wie die im Winter!

      Ansonsten kann ich dich beruhigen: skatend steigt auch auf Kunstboden der Kraftaufwand pro Meter mit jedem Grad der Steigung merklich – bei jedem! Und neben Faktoren wie Anstiegswinkel, fülldruckbedingter Rollwiderstand, Gegenwind etc. spielt natürlich auch – ganz blöd für uns beide – das Gewicht eine Rolle! Aber mit einem günstigen Verhältnis zur Größe und der entsprechenden physischen Kraft gleicht sich das fast aus… fast… :whistling:
      Man kann die Physik nicht besiegen, aber Widrigkeiten bewältigen, indem man Techniken einsetzt bzw. anpaßt, die etwas effizienter hoch zum Ziel führen – und vor allem Spaß erhaltend :!:

      Meine persönliche „Gangschaltung“ auf Asphalt ist folgende:
      • eben bis minimale Steigung: 1 zu 1 oder 1 zu 2 mit aktivem Armschwung,
      • leichte bis mittlere Steigung: 1 zu 2 - mit zunehmend geöffnetem V-Schritt und ggf. versetztem Stockeinsatz: zeitlich überlappende Schubphasen li+re, somit längerer Vorschub,
      • heftige Steigung: Diagonalstock-Skating – bietet permanenten Stockschub, erfordert aber hohe Konzentration und präzise Ausführung, um Stock-Fuß-Einfädler zu vermeiden, dazu die Spitzen weiter außen einsetzen!
      • Steile Steigung: …Rücklaufsperre - ab 150er Radgröße bei meinen Cross-Inlinern Standard. Auffi auf'n Bergch...

      Wann in welchen Gang geschaltet wird, ist nicht nur individuell unterschiedlich und hängt von Kraft, Tagesform und u.a. von gewünschter Trainingseffektivität ab… nix hat höheren Kraftausdauer-Trainingseffekt als die ergonomische Bewältigung von Steigung oder sontigem Extra-Widerstand (z.B. starkem Gegenwind an der Küste) - auch bei Läufern und Radlern.

      Ich habe auch eine solche Trainingsstrecke die sich in „Wogen“ zwischen zwei Orten schlängelt, die laufe ich ab und zu nach dem Büro mit meinen 125er Asphalt-Skates (ohne RLS) mehrfach hin und her. Allerdings bin ich halt nicht der zähe Kämpfer mit eisernem Durchhaltewillen: ich pausiere durchaus zwischendrin – quer stehend – und danach „gebe mir noch den Rest“! Meine ultimative Motivation ist nämlich… der Downhill! ^^

      Viel Spaß bei deinen 3D-Exkursionen :thumbup:

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo Martin
      Bei uns hier im Kraichgau geht's auch nur rauf und runter.
      Aber mal ehrlich 10-15 km Berge da brauchst du dich nicht verstecken. Das geht in die Beine. Berg auf hilft nur 2-1 asymmetrisch und immer die Führhand wechseln und Beinarbeit kontrollieren. Dann kann man sich auch so richtig austoben. Und Berg ab ausschnaufen
      Und danach ein isotonisches Getränk mit schaumkrone viel Spaß noch beim Berg fahren denn Buckel nuff geht immer
      Hallo zusammen,

      erstmal vielen Dank für eure Antworten und damit einhergehend Erfahrungen.

      Vorab bin ich beruhigt, dass es scheinbar allgemein so ist, dass Hügel einfach verdammt anstrengend ist..

      Ich selbst fahre in meinen Augen grundsätzlich ausschließlich in 2 / 1 weil ich die 1/1 koordinativ nicht wirklich hinbekomme und auch nicht schneller dadurch bin..

      Je länger der Anstieg andauert verfalle ich in eine Vorwärtshaltung und drücke zwar gleichzeitig ab, jedoch ein wenig versetzt voneinander.. Da links warum auch immer meine "Führhand" ist, wird dieser weiter vorne positioniert.

      An dieser Stelle nochmal Dankeschön und vielleicht schaffe ich es ja im nächsten Jahr mal an einer Veranstaltung teilzunehmen. :)

      Grüße
      Martin
      Hallo Martin,
      viele Grüße aus dem sächsischen Hügelland! Ich hab auch so meine Problemhügel mit denen ich mich auseinandersetze. Vorwiegend mit 2:1 (Skikke V07 ohne RLS) und bei steilem Hang auch mal den Diagonalschritt. Ich gehe das Mental an und nehme mir ganz bewußt ein zu langsames Tempo bzw Taktung vor, welches ich dann aber auch lange durchhalten will. Dazu mache ich kleine, kurze Schritte. Den Stockeinsatz wähle ich eher hinten,da hab ich mehr Gewalt. Ein Radfahrer schaltet ja auch runter und tritt oft im Verhältnis zum Weg. Und wenn ich doch mal eine Pause einlege, dann bin ich gerade im Genuss-Modus unterwegs! ^^