Umbau Skike V9 auf R9 Wahia

      Umbau Skike V9 auf R9 Wahia

      Hallo zusammen,

      wie oben beschrieben, möchte ich meine V9 in Zukunft mit freier Ferse laufen, hab das auch schon bei meinen SRB XRS 02 erfolgreich durchgeführt nun möchte ichs quasi noch die skike nachziehen...
      Kann ich hier einfach die Plastikteile mit den Klettverschlüssen für Vorderfuß und Ferse wegschrauben den Steg für die Fersenfixierung einpassen und dann die Bindung (NNN) direkt auf die Stege draufschrauben? Funktioniert das mit den Abständen? Müssen vermutlich an die Positionen der verwendeten Bindung angepasst bzw. verschoben werden oder?
      Gibt's bzgl. der Bindung irgendwelche nützlichen Infos, habe an eine normale rottefella skate mit extra hartem flexor gedacht, wobei gibt's da evtl. auch etwas stabiler es aufm Markt? Bin schon gerne auch auf etwas ruppigeren Strecken unterwegs, also die Bindung muss schon was aushalten...

      Hat schon mal jemand einen Umbau auf freie Ferse gemacht und kann mir paar nützliche Tipps geben?

      Vielen Dank schon mal

      bummvoi wrote:

      möchte ich meine V9 in Zukunft mit freier Ferse laufen


      dazu brauchst du doch nur den hinteren Bindungsadapter weglassen. Original liegen die hinteren Bindungsadapter demontiert bei, sodass die Ferse beim V9 FIRE frei ist - aber es könnte ja sein, dass du diesen gebraucht mit voll fixierter Bindung gekauft hast...?
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at

      ottoeder wrote:

      dazu brauchst du doch nur den hinteren Bindungsadapter weglassen. Original liegen die hinteren Bindungsadapter demontiert bei, sodass die Ferse beim V9 FIRE frei ist - aber es könnte ja sein, dass du diesen gebraucht mit voll fixierter Bindung gekauft hast...?

      Hej Otto,
      er will eine NNN-Bindung draufmachen.
      Dazu braucht man doch andere Adapter?
      skike.com/de/shop/ersatzteile-…aeder_shop.3.0.12413.html
      Oder kann man dafür die alten drauflassen?

      ciao, Bijan
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)

      mudskater wrote:

      er will eine NNN-Bindung draufmachen....


      Bei seinem SRB-Roller verstehe ich das, denn da hat man keine andere Wahl, eine freie Ferse hin zu bekommen.

      Ich sehe immer zuerst das Ziel und nicht die Technologie, die ich zum Erreichen des Zieles verwende. Warum NNN, wenn es die Originalbindung sogar besser kann? Vielleicht liegt das Problem am falschen Schuh oder irgend einem Bedienfehler...? Ich bin schon gespannt, was tatsächlich der Grund für dieses Vorhaben ist.
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      @ Otto: Grund sind wohl meine schiefen Beine, bzw. meine extremen O-Beine gepaart mit einem Knickfuß, der mir das Rollern in den V9 fast unmöglich macht. Darum hab ich mir auch meine Schuhe anpassen lassen, mit teilweise 5mm Keilen, die die Ferse jetzt zwar einigermaßen aufrichten, aber immer noch für schmerzhafte Scheuerstellen im Knöchelbereich sorgen. Außerdem fahr ich so irgendwie nicht "rund", es ist halt total ungewohnt.. Dazu kommt noch, dass mein Fuss samt Schuh während des Fahrens durch die starke Neigung immer nach aussen rutscht… Wäre beinahe schon während der Fahrt nach außen umgeknickt.. Hab dir dazu auch schon mal Bilder per PN geschickt..

      @Bijan: Die Adapter sehen ganz gut aus, wenn das die passenden sind für mein Vorhaben, wird ich mir diese mal bestellen.

      Danke!

      bummvoi wrote:

      ...meine extremen O-Beine gepaart mit einem Knickfuß...


      Ok, verstehe.

      Jetzt habe ich mir das mal bildlich vorgestellt, was da für eine Kettenreaktion abgeht: Deine extremen O-Beine führen dazu, dass der Fuß am Boden permanent schief auftrifft. Bewegst du dich mit einem ganz normalen Schuh, wird dein Fuß über die schief auftreffende Schuhsohle permanent gekippt, sodass der Knöchel immer extremer nach innen kommt.

      Jetzt wäre natürlich interessant, was früher aufgetreten ist - Knickfuß oder die O-Beinigkeit? Jedenfalls erscheint mir das mit dem Knickfuß am korrigierbarsten.

      Als Lösung sehe ich da nicht Keile im Schuh, denn die Geometrie der Schuhsohle zum Schuhoberbau bleibt dadurch trotzdem unverändert und das Problem wird durch solche Keile eventuell minimal gelindert, aber nie beseitigt.

      Wenn du deine Sprunggelenkhaltung nachhaltig verbessern oder vielleicht sogar korrigieren möchtest, nimm besser einen Schuh mit etwas Absatz und lasse dir von einem Tischler die Schuhsohle an der Aussenseite nieder hobeln, sodass der Schuhoberbau, am Boden stehend und von hinten betrachtet, ungefähr in die Richtung deiner Beinstellung zeigt. Wenn das so klappt wie ich mir das vorstelle, könnte/sollte das dann nach und nach bei allen Schuhen so gemacht werden.

      Wenn das mit den Schuhen passt und das Sprunggelenk wieder aufgerichtet ist, dann bleiben die O-Beine trotzdem noch. Das sehe ich aber dann als das kleinere Problem. Klar, wenn jemand extrem O-Beinig ist, dann stößt man mit der X/O-Bein-Anpassung beim V9 relativ schnell an die Justiergrenze, aber nur wenn sich der Längere Teil der Wadenschale an der Bein-Außenseite befindet. Für diesen Fall dann die Skikes vertauschen, oder die Wadenschalen um 180° drehen, sodass dann der längere Teil der Wadenschale jeweils an der Bein-Innenseite anliegt - so ist dann eine viel extremere O-Beinkorrektur möglich.

      Was ich so von deinen Bildern noch im Kopf habe, brauchst du diese Sache mit dem Hobeln nicht zu zimperlich angehen - einfach drauf los - Probieren - Experimentieren - Spüren - Entscheiden.... Für die ersten Versuche reichen auch ganz billige Schuhe. Beim Stehen und Gehen würde ich jedoch dann bewusst auch muskulär gegen die O-Beinigkeit steuern, damit die Korrektur auch tatsächlich dort statt findet, wo du diese haben möchtest - anstatt dann möglicher Weise noch O-Beiniger zu werden. Ein weiterer Lösungsansatz könnte auch ein Schreibtisch ohne Sessel sein, denn im Stehen könntest du dann sogar mit Hilfe eines Gurtes die Knie etwas zusammenziehen, sodass in dem Zustand dann das Sprunggelenk sich noch besser aufrichtet.

      ...Tipps vom "Wissenschaftler" 8o ...nicht von mir! ;(
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at

      mudskater wrote:

      Hei bummvoi,
      geht das dann mit Langlaufbindung, bzw. Schuhen besser?

      ciao, Bijan


      Hallo Bijan, zuerst bin ich auch mit denen sehr stark nach innen eingeknickt, fuhr da quasi fast nur auf der Reifen Innenseite. Auch die Innenknöchel waren in den LL Schuhen beidseitig stark abgewetzt, dazu drückt mir am linken Schuh der obere Teil der Carbonschnalle stark an eine Stelle ca. 5cm überhalb des Aussenknöchel.
      Gegen die Blessuren am Innenknöchel hab ich mir solche Neopren-füsslinge besorgt, damit hab ich zumindest dort jetzt keine Abschürfungen mehr. Gegen die drückende Carbonschnalle hab ich jetzt solche Stutzenhalter vom Fussball um das Bein drum damit geht's ganz gut.
      Mittlerweile, so nach 3wochen und ein paar hundert Trainingskilometer komm ich gut mit der Kombi zurecht, ich Knicke fast gar nicht mehr mit den Skates ein, sondern steh beim aufsetzen sogar leicht auf der Aussenkante. Der rechte Fuss macht mir so überhaupt keine Probleme mehr...
      Nur der linke ist noch immer ein Problem, weniger die Knöchel Innenseite, mehr die Stelle an der Aussenseite an der der Carbonschnalle... Die drückt noch immer etwas, aber bei weitem nicht mehr so schlimm wie anfangs.
      Fazit: für mich war die Umstellung auf LL Schuhe und Rollski positiv


      Hallo Otto
      Danke für deine Ausführungen, ich werde es Mal mit meinen alten Sicherheitsschuhe ausprobieren und ein paar mm von der Aussenseite abhobeln lassen. Ich denke mal so 3mm und dann probieren wir es sich anfühlt. Ich war anfangs der Meinung, außen was abhobeln oder innen Keile einsetzen käme sich letztendlich gleich..... Da war ich wohl auf dem falschen Dampfer.

      Trotzdem wäre ein ähnliches Ergebnis, wie ich es beim Umbau der SRBs erzielen konnte, schon ne super Sache also ich bin begeistert von der Kombi!

      Aber ich probiers trotzdem Mal aus, danke für den Tip..

      bummvoi wrote:

      Ich denke mal so 3mm...


      Meine Devise ist immer: Wenn ich was bewegen möchte und auch möglichst rasch wissen möchte, ob das was bringt oder nicht, experimentiere ich gerne extrem... Dass natürlich so eine bereits vorhandene Fehlstellung nicht mehr von Heute auf Morgen korrigierbar ist, ist auch mir klar.

      Ich würde an deiner Stelle von deiner Beinstellung ein Foto machen, dann die Neigungswinkel der Unterschenkel heraus messen und anschließend den Schuh so lange bearbeiten, bis dieser den gleichen Neigungswinkel aufweist, wie der jeweilige Unterschenkel. Nur so besteht dann auch die Chance, dass das Sprunggelenk wieder möglichst vollständig aufgerichtet wird.

      Du schreibst von einem "Sicherheitsschuh", den du dazu erstmal nehmen möchtest... Unter Sicherheitsschuh verstehe ich einen schweren Schuh mit Stahlkappe drinnen.... Ob das eine gute Idee ist, bin ich mir nicht sicher, denn durch die Stahlkappe ist es unmöglich, dass der Fuß selber im Schuh durch gutes Schnüren auch tatsächlich einen guten Halt findet. Damit habe ich eher das Gefühl, dass das dann auch nicht wieder zum gewünschten Ziel führt. Ich denke in deinem Fall an Überknöchelhohe Schuhe. Vielleicht am besten doch gleich einen Boxerschuh oder Kartschuh mit ganz niedriger Sohle besorgen und dann für die Versuche ein selbstklebendes Klettmaterial an die Fußsohle kleben und ein Klett-Gegenstück dann auf diverse Holzkeile.... Zum Skiken könnte sogar ein entsprechender Keil gleich im Skike platziert werden oder am Boden beim Schreibtisch... der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt...

      Welches Bindungssystem du dann in Zukunft bevorzugst - darum geht es im Moment überhaupt nicht. Aber wenn ich mir das so überlege, hast du beim Langlaufschuh auch überhaupt keine Möglichkeit, die Sohlenneigung zu verändern, außer über eine extrem teure Sonderanfertigung oder du montierst einen Keil unter der NNN-Bindung. Dann fehlt aber dazu die Gegenkraft über die Wadenstütze noch, die dann das Sprunggelenk bis zu einem gewissen Grad in die richtige Stellung zwingt. Ohne entsprechender Wadenstütze würde dann der Roller nur mehr und mehr nach innen kippen... Eigentlich könntest du dann beim Skiken das Sprunggelenk immer am effektivsten trimmen :thumbup:

      Der Wissenschaftler 8o
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at