Stolper-Steinchen

      Stolper-Steinchen

      Gestern im Burgwald bei Kleinberghofen hat sich wieder mal gezeigt, daß Murphy’s Gesetz kein Fake ist:

      Die Wahrscheinlichkeit, daß sich im geräumigen Klosers-Rahmen meiner Matschos ein Steinchen genau so zwischen Rücklaufsperrhebel und einer Felgenmutter der zweiteiligen Trampa Alu-RLS-Felge verkeilt, daß das Rad voll blockiert, ist verschwindend klein – aber gegeben:

      Es war am Auslauf einer Abfahrt – kein krasser Downhill, sondern nur abschüssig, so daß man‘s laufen läßt – und in dem Moment, als ich unten im Lauf die Stöcke wieder einsetzen wollte, kam der Stopp: als wenn ich mit dem rechten Skate gegen einen unsichtbaren Randstein gefahren wäre! Reflexartig riß ich den linken hoch und stieß mich dazu noch rechts ab – und der Rettungssprung über die RLS hat’s wieder rausgerissen, trotz des Tempos!

      Soweit lief’s glimpflich ab, aber danach brauchte ich eine halbe Stunde, um den Stein da rauszukriegen – der saß bombenfest eingeklemmt zwischen Rahmen und RLS-Rad! Eine skike V07-RLS mit HF10er Freilaufhülse hätte ich locker überdrehen können, die HF12er vom V8 vielleicht noch… aber eine HF16 der SRB-RLS: no chance! Werkzeug… ja, aber… für die 8“-Räder das falsche. Hab’s aber dann mühsam mit Bordmitteln hingekriegt, die Sperrhebel-Arretierung durch den Rahmen hindurch zu lösen und so das Rad zurückzudrehen.

      Zum Glück - die unrühmliche Alternative blieb mir so erspart: den ganzen Rückweg über verwurzelte Waldpfade auf links und mit dem rechten Skate Cityroller-mäßig anschieben… also ein gefühlter 500:1... :S belastungstechnisch!

      Werkzeug ist nun ergänzt…, aber wer weiß, was Murphy als Nächstes einfällt… :whistling:

      Servus
      Hubert
      …mag keine Vorlaufsperren
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Lieber Schimmerlos,

      das sieht nicht gerade harmlos aus. Ein Glück, dass Du so glimpflich davongekommen bist.

      Vor zwei Jahren ist mir Ähnliches mit meinen V8L passiert. Bei mäßigem Tempo klemmte sich ein Stöckchen, deutlich kleiner als bei Dir auf dem Bild, zwischen Gabel und rechtem Vorderrad. Das Vorderrad blockierte sofort und ich zog mir durch den Sturz eine ordentliche Rippenprellung zu. 6 bis 8 Wochen hatte ich damit zu tun.

      Gegen solche Stürze ist kein Kraut gewachsen. Da hilft allenfalls immer bewusstes Aufsetzen. - Später bin ich auf V9 Fire umgestiegen. Toi, toi, toi, damit habe ich so etwas zum Glück bisher nicht erlebt. -

      Da hat sich schon einmal das eine oder andere Holz und Laub verfangen, aber eine komplette Radblockade habe ich noch nicht erlebt. Die nach unten offene Bauweise der V9 wird von einigen hier im Forum skeptisch als unfallträchtig betrachtet. Da sehe ich anders: Viel Raum und Platz zum „Reinziehen“, aber auch zum „Ab- und Hinausfallen“.

      Sturzfreies Rollen für alle
      WaWo

      WaWo wrote:

      Die nach unten offene Bauweise der V9 wird von einigen hier im Forum skeptisch als unfallträchtig betrachtet.


      Ich bin einer davon:) Solch kleine Stöckchen, wie oben zu sehen, sind sicher für den V9 harmlos, aber in den Wäldern, wo ich manchmal unterwegs bin (Mach mit, machs nach, machs besser), liegen ganz andere Kaliber herum. Und einen solchen Ast aufzugabeln, führt, so fürchte ich, zwangsläufig zum Sturz.

      Diese "Stockbremse" hat mich auf 24.000 Kilometern genau zweimal niedergestreckt - damit kann (muss) ich leben.

      Grüße
      Thomas
      Da habe ich auch noch was in der Mottenkiste ^^
      (ist, glaube ich, schon zwei Jahre her)

      zum Glück war ich da nicht allzu flott unterwegs

      Das kommt davon, wenn man mit dem netten X-Plorer auf Grobschotter rumkurvt...

      Wobei... der kann das :thumbsup:

      ciao, Bijan
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)

      Schimmerlos wrote:

      WaWo schrieb:
      Die nach unten offene Bauweise der V9 wird von einigen hier im Forum skeptisch als unfallträchtig betrachtet.



      Ich bin einer davon:) Solch kleine Stöckchen, wie oben zu sehen, sind sicher für den V9 harmlos, aber in den Wäldern, wo ich manchmal unterwegs bin (Mach mit, machs nach, machs besser), liegen ganz andere Kaliber herum. Und einen solchen Ast aufzugabeln, führt, so fürchte ich, zwangsläufig zum Sturz.

      Ich würde sagen, jeder Skate sucht sich sein Stöckchen ;)
      Auf beiden Modellen bin ich unterwegs (zur Zeit mehr auf dem V9)
      bis jetzt haben sich kleinere Äste, Steine und immer wieder gerne Laub, hauptsächlich im V8 verfangen. Am liebsten, wenn noch weicher, matschiger Boden dabei war.
      Der Abstand Rad/Rahmen ist halt geringer und Kleinteile liegen öfter rum.
      Beim V9 ist da schon mehr Raum - und der lädt dann natürlich auch die dickeren Knüppel ein ^^
      Das ist mir bis jetzt noch nicht passiert; immer wider mal dünne Äste, die der Wind von den Bäumen weht. Zum Glück habe ich die rechtzeitig bemerkt und entfernen können.
      Dann passt mal gut auf Euch auf; würde Euch gerne alle heile wiedersehen! :thumbup:

      ciao, Bijan
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)

      WaWo wrote:

      Gegen solche Stürze ist kein Kraut gewachsen. Da hilft allenfalls...


      … Protektion! Wie für alle nicht vorhersehbaren Prozess-Störungen im Lauf.

      Und… @Thomas
      ich behaupte: hättest du mehr Profil auf den Slicks gehabt, hätte der Stock da gar nicht reingepaßt! ;)
      Ich lauf ja auch gerne im garstigen 3D-Gelände, aber auf Profil lege ich dazu schon großen Wert – nicht zuletzt ist dickeres Reifenmaterial resistenter gegen diese Widrigkeiten.

      Das erinnert mich alles an den Frosch, der damals… - ok, ich fang jetzt nicht nochmal damit an! <X

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo Thomas

      Gut zu wissen…!

      KnightSkater wrote:

      Und vorne lasse ich die „Wancom“-Reifen (wie V05) mit den selbstgeschnitzten Querrillen nicht zu weit runterrubbeln – wenn sie noch etwas Grip haben, kommen sie in die Mitte und vorne kommen frisch geschnitzte drauf.


      … und die Reifen mit Restprofil-Deko :whistling: , die ich da aus der Mitte als „abgenutzt“ rausschmeiße, die könnte ich dir also demnach noch als „gut erhalten“ verticken,… oder? :evil: ;)

      …dann müßte ich am Wertstoffhof nicht mehr so verstohlen rumgucken, bevor ich sie in den riesigen „Reifen“-Container werfe… :huh:

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo

      Gestern war ich auf Feld- und Waldwegen unterwegs mit meinem V9 TouR 200 - bei dem ist der Spalt zwischen Reifen und Rahmen größer als bei meinen Cross-Inlinern beim letztjährigen Vor-Fall (sh. ganz oben). Aber Murphy ist anpassungsfähig: da hat er mir halt einen entsprechend größeren Stein eingeschmissen:



      Abrupter Vorderradstopp – Fersenhub-gestützter Abflug nach vorn – Aufschlag und Schlitterpartie über steinigen Naturboden …keine Chance für irgendeine Reaktion. Die Prävention jedoch hat sich hier wieder bewährt: Ellenbogen- und Knieschoner haben so gut wie alles abgefangen – ob der Helm dabei auch Bodenkontakt hatte, kann ich nicht mehr nachvollziehen, aber er ist freilich die „Krönung“ der Standard-Protektion! Ich kann nur wieder dringend empfehlen, nie auf diesen Grundschutz zu verzichten – auch auf Kunstboden, der zwar im Allgemeinen frei von Steinen ist, aber auch seine versteckten Tücken haben kann!

      Ansonsten waren nur ganz leichte Aufschürfungen am linken Unterschenkel zu beklagen, die ich mit Arnika-Wundtuch reinigte …und gut. Solche Tücher habe ich wegen des Drecks um eine Wunde immer dabei - und diese kleinen Heftchen nehmen nun wirklich keinen Platz weg.
      Die Tour habe ich danach ganz entspannt fortgeführt, im Skating/Klassik Technik-Mix.

      Servus
      Hubert
      …aufstehen, „Krone“ richten, …weiterrollen!

      PS: wer glaubt, daß sowas nur Cross-Skatern passiert, der irrt !
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Ja hatte ich auch erst, ebenfalls ein Stück Ast, hat es irgendwie vom Asphalt von unten hoch in meine SRBs geschafft, genau an derselben Stelle. Vorderrad komplett blockiert, bin dann mit einem Satz ins Feld "gehüpft", konnte einen Sturz gottseidank vermeiden...
      das Stöckchen war aber so fest verkeilt, dass ich den Roller abschnallen und das Stöckchen mit einem größeren Stein rausschlagen musste...
      Bin nun auch wieder mit Schützer unterwegs....
      .. mich hat es vor vier Wochen von den Skates gehauen ..

      .. und ich weiß nichts mehr .. von jetzt auf gleich fand ich mich liegend mit der Vorderseite im Dreck .. ich habe mich nicht abgefangen, sondern mit Gesicht und Schulter gebremst .. in dem Fall waren Knie- und Ellebogenschoner nur nette Dekoration .. und den Helm hatte ich auch, damit er nicht dreckig wird, vorsichtshalber im Auto gelassen ..

      .. letztendlich hatte ich großes Glück .. alle Knochen und Gelenke heil .. Skates und Stöcke haben überlebt .. ein seeehr freundlicher Spaziergänger hat mich meinem Auto nach Hause gefahren .. Brille wird repariert und Haut ist verheilt ..

      .. und ich habe bis heute keine Ahnung, warum ich gestürzt bin ..

      . Grüße Jörg .
      5/09 - 4/11: Skike V07 > ungezählte Klettbänder . Rahmenbruch , 5/11 - 8/11: Skike VX Solo > zurückgegeben nach zu vielen Qualitätsproblemen
      9/11: FLEET Skates > 12: Rahmenanbruch, 13: Bruch eines Wadenhebels, 14: Bruch einer Fersenplatte, 17: Bruch einer Fußplatte > 2018 sonst bis heute keine wesentlichen Probleme
      1/18: OmniBlade 200 X-LITE
      2500 km/jahr . 60 cross . 40 asphalt
      Hallo Jörg

      Freut mich, daß es dir inzwischen schon wieder besser geht!

      Klar, man kann natürlich auch auf sein Glück vertrauen und hoffen, daß Stürze nur Anderen passieren - und wenn einem selber, dann ohne Folgen. Mit dieser (irrigen) Überzeugung ist die „Schonung der Schoner“ durch Weglassen ja auch nur konsequent :rolleyes:

      Aber nixdestotrotz zeigt auch dein Vor-Fall auf, daß ES eben passiert – und zwar nicht „weil… / wegen… / wenn…“, sondern jederzeit, unvermittelt und unkontrollierbar.

      Freilich läßt sich jedes Risiko auch reduzieren, indem man entsprechende Bedingungen wählt: störungsärmerer Untergrund, moderates Ausübungslevel, weg von potenziellen Fremdverursachern – und das gilt für jede Aktivität in Beruf, Freizeit und Sport. Dann bleiben von der „Million“ (vermeintlich un-)möglichen Prozessstörungen vielleicht nur noch die Hälfte. Aber eine „Garantie“ auf Sturzfreiheit… gibt’s nicht!

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Also… ich hätte eigentlich gesagt, sowas passiert etwa einmal im Jahr – im steinigen Gelände. Aber nöö - gestern wieder: ein passender Stein fand tatsächlich den (Luft)Weg unter meine Bremse, wo er sich auf 15cm Höhe (!) in die dortige Verengung der Coyoten verkeilte und mein Hinterrad blockierte.



      Das ist zwar nicht ganz so kritisch wie beim Vorderrad, aber da stolperst du auch erst mal rum, bis du spannst, was los ist.
      Zum Entfernen mußte ich das Rad de- und re-montieren… stehend mitten im Wald: das angewinkelte Bein mit dem Skate am Baumstamm gegen die RLS lehnend kam ich mit dem Werkzeug an beide Enden der Hinterachse - das gelöste Rad mußte ja nur 1cm vom Rahmenloch weggezogen werden, Stein rausfallen lassen, Rad wieder zurückschieben und Achse fixieren.

      Tja – damit hat er über die Jahre alle meine Skate-Modelle mal durchblockiert: Murphy fand jeweils effektive Stopper für meine Baazis, Coyoten, PS SUV und Skeleton, Skike V07, V7 Fix und V9 Tour 200 … mit gerade noch günstigem Sturzverhältnis von 3:4. Es ist also KEINE Konstruktion gefeit gegen solche Einflüsse.

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo NCS Gemeinde, ich hatte wg. des verlorenen Links zum Forum länger keinen Zugriff auf diese Seite.
      Aber es ist ein netter Beitrag. In einem Vers eines Kinderliedes steht: "über Stock und über Stein, aber brich' dir nicht das Bein". Bei mir 2016, blockierender Stock im Vorderrad, Abflug, Aufprall, Oberschenkel gebrochen. Dumm gelaufen, aber so schnell passiert es halt. Nach OP mit Gammanagel ging der Sport nach 6 Wochen wieder
      problemlos und nach 5 sturzfreien Jahren denkt man beim "rollern" kaum noch daran.
      Euch allen weiterhin problemlose Touren. Gruß: Dieter.