Skike Fire oder Tour, 150 oder 200

      Skike Fire oder Tour, 150 oder 200

      Gude aus Hessen,
      Ich möchte mit gern die ersten Cross Skates zulegen und bin nach ausgiebiger Recherche bei den Skikes fündig geworden.
      Ich selber fahre Ski (kein Langlauf) und Schlittschuh, von daher sollten mir manche Techniken geläufig sein.
      Ich würde am liebsten skaten, aber eben auch Mal durch Waldwege fahren. Total gemischt. Ich weiß auch noch nicht wie viel Spaß das im Wald dann machen wird.
      Am Wahrscheinlichsten werden Schotterwege sein.
      Meine Frage nun an euch:
      Was würdet ihr Anfänger der Sportart empfehlen?
      Der V9 fire hat ja die hochgehende Ferse, welche man aber auch fixieren kann.
      Der Tour klappt ja komplett ab. Kann man den auch fixieren, so dass er nur vorne an den Zehen fest bleibt (wie beim Fire) und dann nochmal komplett fixieren?
      Die beiden Rollengröße 150 und 200 machen mir auch noch Gedanken. Ich denke, dass wenn ich doch Mal auf dem Asphalt unterwegs bin. Der Rollwiderstand ganz schön groß wird im Vergleich zu den 150er.
      Andererseits möchte ich ja auch Mal Waldwege befahren.

      Eure Meinungen, Erfahrungen und Empfehlungen wären super für mich.

      Mfg.
      Ich geb Mal ein kurzes Update.
      Der Skike v9 mit 150er ist nun raus.
      Ich hab hier jetzt gelesen, dass man die 200er reifen nicht so einfach auf den 150er bekommt, wohl andersherum kein Problem ist.

      Bleibt also nun noch die Frage Fire oder Tour.
      Hast du die Chance, beide vorher zu testen? Eine pauschale Empfehlung kann man nicht wirklich geben.

      Ich hatte mir seinerzeit das Vorgängermodell als Tour zugelegt. Der Mehrpreis war da nicht wirklich viel. Hintergrund der Entscheidung war, dass ich bei der Streckenauswahl flexibel bleiben wollte. Genutzt habe ich die Tour-Funktion allerdings nicht allzu oft, sondern mir letztlich passende Wege gesucht.

      Als zweite Skates habe ich mir dann die v09 Fire 200 zugelegt und finde die für mich vollkommen ausreichend (oder besser gesagt: optimal). Die freie Ferse bietet mir persönlich genug Bewegungsfreiheit, um kurze Strecken klassisch voranzukommen. Ansonsten wird fast ausschließlich geskatet.

      FBu wrote:

      ...Genutzt habe ich die Tour-Funktion allerdings nicht allzu oft, sondern mir letztlich passende Wege gesucht.


      Wenn es nur flach dahin geht, kann ich das nachvollziehen - oder wenn der Untergrund weich ist oder aus anderem Grund eine bremsende Eigenschaft aufweist. Auf gut rollendem Untergrund wird man für den klassischen Stil auf der Ebene zu schnell und es wird dann besonder mit nicht so viel Übung schwierig, den Rhythmus gut zu halten. Bergauf und schwergängiges Gelände möchte ich mir ohne klassische Technik überhaupt nicht mehr vorstellen müssen. Auf die Fersenfreiheit möchte ich auch beim Skaten nicht mehr verzichten, denn man stelle sich vor, man springt vom Boden weg und man kann dabei das Sprunggelenk nicht mit nutzen - der Bein-Bewegungsablauf eines Sprunges ist völlig mit der Bein-Streckbewegung beim Skatingschritt vergleichbar - am Ende folgt jedes mal eine kurze und explosive Bewegung aus dem Sprunggelenk. WICHTIG - erst am Ende der Bein Streckbewegung, sonst bringt das nichts. Während der Bein-Streckbewegung die Kraft über die ganze Fußsohle auf den Roller verteilen - eher sogar fersenbetont. Videoanalysen sind da recht hilfreich.

      Übrigens: Die Ferse wird bei mir nur beim Tour ausschließlich für die ersten Schritte bei einem Kurs eingeschränkt (nur vorderer Bindungsbereich fixiert). Ungefähr in der Mitte eines Kurses wird dann diese Fixierung abgenommen und ab da dann nie mehr verwendet :thumbup: .

      FBu wrote:

      ...Als zweite Skates habe ich mir dann die v09 Fire 200 zugelegt und finde die für mich vollkommen ausreichend (oder besser gesagt: optimal). Die freie Ferse bietet mir persönlich genug Bewegungsfreiheit, um kurze Strecken klassisch voranzukommen. Ansonsten wird fast ausschließlich geskatet.


      Bis Schuhgröße 42 geht für den klassischen Stil auch der Fire hervorragend. Über 42 dann nur mehr für Skating und für klassisch zunehmend eingeschränkt.

      Wenn man sich überhaupt nicht sicher ist, was die wirklich richtige Technologie ist, dann ist man mit dem Tour 200 auf der sichersten Seite - Radgröße ist schon geklärt - danke. Was aber noch dafür spricht, ist, dass man beim Tour die Federn abmachen kann, den vorderen grünen Teil ganz einfach fixieren kann (Fixierung liegt bei) und dann braucht man nur noch die selbstsichernde M5-Mutter an der Unterseite der Bindung abnehmen - und schon hat man die Fire-Funktion. Einen Fire kann man dagegen nicht zum Tour machen.

      Übrigens, Skiken funktioniert auch rund ums Haus und sogar im Stiegenhaus 8o
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Danke für eure Meinungen.
      Leider habe ich aufgrund der aktuellen Situation nicht die Möglichkeit, die beiden zu testen.
      Es gibt aber auch kein Ladengeschäft hier in der Nähe, der die führt.
      Nachdem ich mich natürlich gestern noch weiter den ganzen Tag schlau gemacht habe und abgewogen habe was ich möchte, bestellte ich mir die Skike V9 200.
      Gegenüber dem Tour, sind diese 130 euro günstiger.
      Da ich wohl doch eher viel skaten werde und nicht unbedingt "Touren" mache, erscheint mit der Fire für mich die optimale Lösung.
      Dieser hat ja auch den Fersenhochgang.
      Es bleibt allerdings der Teil unter den Zehen Fest.
      Wenn ich Mal ne größere Steigung bewältigen sollte, wird auch das gehen.
      Nach Sichtung von vielen verschiedenen Videos, sollte das ja auch kein Problem sein.
      Der Klassische Langläufer bin ich nicht.
      Mitlerweile sind die Skates da.
      Alles hervorragend. Ich bin erstmal zufrieden.
      Nach dem ersten Mal drauf stehen habe ich mir direkt den Fersenhochgang fixiert, da es doch als Anfänger einfacher ist. Bisher stand ich zu meiner Schande erst ca. 30min drauf.
      Morgen will ich dann Mal auf den glatten Asphalt, das ganze lernen.
      Als Skifahrer und Schlittschuhfahrer, ist das doch komplett anders. Ich fühle mich wie am ersten Tag auf Skier und Schlittschuhen :D

      Xen wrote:

      Morgen will ich dann Mal auf den glatten Asphalt, das ganze lernen.


      ...na dann, viel Spaß. Lass dir Zeit und übe ganz in Ruhe.

      Schönen Ostermontag - viele Grüße
      Jörg
      So, der erste vollwertige Tag des Übens ist geschafft. Sogar ohne Sturz.
      Die Beine und die Füße tun weh :D
      Meine Freundin war so freundlich und filmte mich immer wieder Mal, so kann ich aufgrund des nicht möglichen Kurses, trotzdem sehen, wo ich mich verbessern muss.
      Das leicht in die Hocke gehen, wie beim ski fahren z.b. klappt noch kaum. Bin dadurch viel am Bremsen. Stelle ich die Bremse später ein, reicht es nicht mehr.
      Auch ist es noch ungewohnt, die Skikes gerade hoch und wieder aufzusetzen. Den vorderen Teil des Fußes hochziehen, das ist echt ungewöhnlich

      Aber wenn ich Mal meine 10sek. hatte, wo das ganze lief, war schon super.
      Ja, am Anfang braucht mann wirklich viel Geduld. Gerade wenn man kein Kurs als erstes
      gemacht hat. Deshalb solltest du keine allzu großen und schnelle Fortschritte erwarten.
      Auch ich fühlte mich am Anfang als geübter Inliner wie ein Storch im Salatbeet. Berichte
      uns ruhig weiterhin, von deinen Eindrücken als Anfänger. Es hilft uns allen und unserer
      Sportart echt weiter.

      Ich wünsche Dir weiter gutes gelingen und vor allem viel Spaß bei unserem besonderen
      und tollem Sport!

      Gruß
      eisbaer78
      Danke euch auch.
      Ich Versuche noch hier an einem Kurs am 2.05. teilzunehmen, denke aber auch, dass es noch nicht klappt.

      Nein, den Fersenhochgang habe ich noch fixiert, da ich erstmal lernen möchte, meine Füße vernünftig zu heben.
      Für mich wäre das Lösen des Hochgangs schummeln. Ich müsste den Fuß dann zwar nicht mehr so enorm nach oben Knicken, aber die Muskeln für genau diese Bewegung, werden dann weniger trainiert.
      Hallo Xen,
      ich finde es super, wie Du selbst trainierst und übst und wünsche Dir Ausdauer und gutes Vorankommen :thumbup: . Der Anfang ist natürlich ein bisschen mühsam, aber das wird sich bald ändern!

      Ohne "Corona" würde man Dir hier natürlich zu einem Kurs raten (als ich vor einem Jahr anfing, habe ich selbst auch einen gemacht) - aber nun muss es wahrscheinlich eben erst einmal hauptsächlich ohne gehen.

      Welche konkreten Übungen machst Du denn oder hast Du schon gemacht und sicher bewältigt? Doppelstockschub, Bremsgefühl entwickeln, Gleichgewicht auf einem Skate trainieren, Abdruck optimieren usw. - es sind ja viele Schritte, die irgendwie ineinandergreifen. Welche "Anleitung" verwendest Du?
      Unter "Ich müsste den Fuß dann zwar nicht mehr so enorm nach oben Knicken" kann ich mir noch nicht so richtig etwas vorstellen - vielleicht können wir Dir hier im Forum ja noch ein wenig weiterhelfen.

      Viele Grüße, und viel Spaß auf Deinen neuen Skates,
      pereval
      Mal direkt zu Anfang hier echt genervt sein. Riesen Text geschrieben, absenden gedrückt und dann kam die Meldung, dass meine Sitzung abgelaufen ist. Also alles weg. Könnte man vielleicht überarbeiten.
      Eingeloggt war ich nämlich noch.

      Nun zum eigentlichen Thema

      Ich hatte mir im Vorfeld viele Videos zu Techniken und eben die ersten Schritte angesehen.
      Angefangen hab ich dann damit dass ich erstmal auf einem skate gerollt bin, dann immer wieder abwechselnd im Stand auf einem skate stehen geübt und diesen dann stabil halten.
      Anschließend etwas rollen und dabei die Bremse einstellen und "erbremsen". Die richtige Einstellung habe ich aber noch nicht gefunden.
      Ich bekomme ich es noch nicht hin, in leichter Kniebeuge locker auf den Skates zu stehen. Ich kippe dadurch relativ häufig nach vorn oder hinten. Wobei mich bei letzterem die Bremse immer wieder nach vorne wirft.
      Als nächstes bin ich dann einfach Mal losgedüst. Wurde aber nichts
      Ich bin einfach noch nicht in der Lage die Skates vorne richtig hochzuheben und dann wieder so abzusetzen, dass das Hinterrad zuerst aufkommt.
      Bei mir setzt noch oft das Vorderrad zuerst auf und dann fallen ich quasi über das Vorderrad. Das sieht man gut bei meinen Videos.
      Was ich mit dem knicken des Fußes meine?
      Ich muss die Skates ja vorne im richtigen Moment mit hochzuziehen um parallel den skate hochzuziehen und dann beim Absetzen mit dem hinteren Rad zuerst auf den Boden. Das gelingt auf Grund noch mangelnder Koordination und Ausdauer nicht.
      Das geht ja nur, wenn ich den Fuß nach oben ziehe. Zehen also nach oben.
      Löse ich die Ferse, so fällt ja der hintere Teil der Skates automatisch nach unten und ich muss weniger Fußarbeit leisten.
      Das wäre für mich eben Schummeln.

      Stimmt es eigentlich, dass man versuchen muss sich mit seiner Ferse anzustoßen und nicht von den Zehen? Denn wenn ich mich mit den Zehen abstoße, wie beim springen, dann habe ich ja zwangsläufig den drall, dass die skates vorne zu spät hochkommen.

      Mfg.

      Xen wrote:

      Mal direkt zu Anfang hier echt genervt sein. Riesen Text geschrieben, absenden gedrückt und dann kam die Meldung, dass meine Sitzung abgelaufen ist. Also alles weg. Könnte man vielleicht überarbeiten.
      Eingeloggt war ich nämlich noch.


      Hallo Xen,

      ich beginne mal so.....
      Genervt sein von dem, was du schreibst, das erstaunt mich.....

      Z.Zt. gibt es andere Dinge, von denen man genervt sein kann.
      Natürlich ist es ärgerlich, wenn der Text weg ist und du von vorn beginnen musst - ABER, vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage, wie ich damit umgehe, denn es ist mir auch schon passiert.

      1. Sage ich mir dann immer, ich sehe es als Übung an und schreibe munter neu drauf los ;-).
      2. Seit dem mir das auch schon mal passiert ist, markiere und kopiere ich immer meinen Text, falls die Sitzung abbricht, dann kann ich mit copy & paste das schnell wieder herstellen.

      Nun zu deinen Beschreibungen.....
      Es ist sehr vielschichtig und relativ schwer zu erkennen, welche Problem du hast.

      Deshalb hatte ich dir eine Nachricht per Mail geschrieben und dir dort einige Vorgehensweisen angeboten.
      - Telefonieren
      - mir dein Video zusenden, so dass ich mir ein Bild machen kann und mit erfahrenen Trainer beraten könnte, was wir aus der Ferne empfehlen können, so dass du im "Selbststudium" voran kommst.

      Deshalb habe bitte Verständnis, dass ich und eventuell andere Trainer nicht weiter "beraten" können, bevor du die angebotenen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft hast.
      Corona macht die Welt anders, Kurse gibt es z. Zt. nicht - leider. Wir bedauern das auch sehr.

      Bleich schön gesund, nochmals mein Angebot, lass uns morgen telefonieren, das bringt denke ich sehr viel.

      Viele Grüße - Jörg
      Hallo Xen

      Mittlere und lange Texte schreibe ich schon lange nicht mehr im Forum, sondern in einem Text-Programm! Zuhause wie im Büro kann alles Mögliche dazwischenkommen und mich zur Unterbrechung zwingen. Ist der Text fertig, wird eingeloggt, Antwort reinkopiert, ggf. nachformatiert (manchmal werden Zeilenschaltungen nicht übernommen und es ist ein einziger Textklumpen) und mit Smilies und Links versehen – und abgesendet. Danach hast du noch 15 Minuten Nachkorrektur-Option, falls was nicht paßt.

      Viel Erfolg beim autodidaktischen Einstieg! Zeit lassen und …tja, geduldig mit sich sein!

      Das… war ein kurzer Text!

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo Xen,

      das mit dem Stolpern übers Vorderrad kennt hier im Forum sicherlich jeder – das war auch meine allererste Erfahrung auf den Skates, als ich wie vom Langlauf her gewohnt „klassisch“ losrollen wollte (natürlich mit viel Schwung…).
      (Lektion 1: Respekt vor den Skates bekommen)

      Für die Anfänge hatte ich mir eine ruhige, ebene und asphaltierte Strecke gesucht. So konnte ich mit Doppelstockschub in Bewegung kommen. Hier hatte ich den Tipp bekommen, mehr die Fersen zu belasten als die Ballen. Damit entlastest du das Vorderrad und kommst auch sehr gut über Unebenheiten hinweg. Durch den sicheren Stand auf beiden Beinen, konnte ich auch leicht in die Knie gehen und auch auf diese Position die Bremsen einstellen. Eine weitere interessante Erkenntnis war, dass man zum Überrollen von Unebenheiten eine gewisse Mindestgeschwindigkeit benötigt, sonst bleiben die Skates im Gegensatz zum „Herrchen“ einfach bockig stehen.
      (Lektion 2: Sicherheit und Vertrauen gewinnen)

      Nachdem das gut funktionierte (schneller Erfolg), hatte ich versucht, beim Rollen die Beine abwechselnd leicht zu heben und so ansatzweise in den 2:1er zu kommen. Hier experimentierte ich anfangs viel mit Krafteinsatz, Zeitpunkten, Gleichgewicht usw., um ein Gefühl für die Skates zu bekommen. Hier spielte dann Gleichgewicht (auf einem Bein rollen), Kondition sowie Körperspannung erstmals eine sehr große Rolle. Hier auch mal die freie Ferse probieren – das ist eine interessante Erfahrung.
      (Lektion 3: Zeitlassen und sich über kleine Erfolge freuen)

      Die permanente Verwendung der Stöcke hat so einige Vorteile – man fühlt sich sicher und kann kleine Gleichgewichtsdefizite gut korrigieren. Und die Nachteile? Man vernachlässigt z.B. den Beinabstoß. Zudem ist das Gefühl der Sicherheit auch sehr viel Kopfsache: keine Stöcke – kein Gleichgewicht. So ein Blödsinn – beim Laufen funktioniert das doch auch seit mehreren Jahrzehnten…
      (Lektion 4: Auch ohne Festhalten auf den eigenen Beinen stehen und fortbewegen)

      Dann hatte ich das Vergnügen, erstmals mit Gleichgesinnten zu rollen. Die Zeiten werden hoffentlich bald wieder da sein. Hier erhältst du nicht nur Tipps, was du verbessern kannst, sondern man sieht auch sehr schön, wo die Reise (technisch, konditionell usw.) noch hingehen kann. Auch der Spaßfaktor sowie das Miteinander ist einfach sehr aufbauend.
      (Lektion 5: Gemeinsam geht es besser)


      Viel Erfolg und Spaß beim Rollen…



      PS: Mit den Zehen abstoßen funktioniert mit der freien Ferse wesentlich besser.
      Hallo Xen,

      ich bin kein Trainer und kein Profi. Ich versuche es trotzdem mal, als Ergänzung zu Jörgs Angebot, mit kleinen Tipps - ohne Gewähr...

      Xen wrote:

      Ich bekomme ich es noch nicht hin, in leichter Kniebeuge locker auf den Skates zu stehen.

      Du fährst (Alpin-)Ski und Schlittschuh, hast Du geschrieben. Natürlich ist das nicht 1:1 vergleichbar. Aber bei diesen Sportarten wirst Du auch nicht mit durchgedrückten Knie stehen - und das hat ähnliche Effekte wie beim Cross-Skaten: Mit leicht gebeugtem Knie wirft Dich nicht jede Unebenheit aus der Spur, Du hältst das Gleichgewicht besser usw.
      Also, fühl Dich erstmal wie auf Schnee oder Eis, dann bist Du zumindest für den Anfang schon mal gut dabei.

      Stimmt es eigentlich, dass man versuchen muss sich mit seiner Ferse anzustoßen und nicht von den Zehen?

      Ich muss die Skates ja vorne im richtigen Moment mit hochzuziehen um parallel den skate hochzuziehen und dann beim Absetzen mit dem hinteren Rad zuerst auf den Boden. Das gelingt auf Grund noch mangelnder Koordination und Ausdauer nicht. Das geht ja nur, wenn ich den Fuß nach oben ziehe. Zehen also nach oben.

      Ich versuche mal, auf das, was Du zum Themenkomplex vorne/hinten/Zehen/Fersen geschrieben hast, zu antworten. Meine Antwort hier bezieht sich jetzt aber nur auf Skating-Schritt und einfaches Rollen. (Falls es Dir bei Deiner Beschreibung um den "klassischen" Schritt, also Nutzung der Rücklaufsperre im Vorderrad, gehen sollte, kann ich nichts dazu beitragen, meine Skike haben keine Rücklaufsperre.)

      Zwei Dinge halte ich schon beim Anfangen für wichtig:

      a) Du sollst beim Rollen und in den Gleitphasen des Skating-Schritts Dein Körpergewicht stärker auf den Hinterrädern als auf den Vorderrädern haben. Es rollt dann viel besser, vor allem aber bleiben die Vorderräder dann nicht so leicht an kleinen Unebenheiten hängen.

      b) Auch sollst Du Dich beim Skating-Schritt "fersenbetont" abstoßen, also die Kraft etwas stärker über das Hinterrad nach außen-hinten übertragen.

      Ob man aber nun das Vorderrad eher hebt und später absetzt? Ich würde da für die Anfänge erstmal keine so große Konzentration darauf verwenden. Ich erlaube mir nochmal einen Vergleich zum Alpinski: Stell Dir vor, Du willst in der Ebene (z.B. sehr flacher Ziehweg) oder leicht bergauf vorankommen (z.B. Kids auf dem Anfängerförderband bergauf überholen), und nutzt auf Ski den Fischgräten- oder Schlittschuhschritt (heute sagen die Skilehrer wohl "Eistüte" dazu). Da lässt Du beim Anheben der Ski sicher auch nicht die Spitzen im Schnee schleifen, obwohl sie eigentlich sogar länger und schwerer als die hinteren Enden sind, aber das geht beim Anheben doch ohne Fußverrenkung mehr oder weniger von alleine, meine ich.
      In den älteren Forumsbeiträgen hier findest Du viele Informationen zu vergleichbaren Fragen, bestimmt auch eine hilfreiche Abendlektüre...

      Viele Grüße,
      pereval

      pereval wrote:




      Auch sollst Du Dich beim Skating-Schritt "fersenbetont" abstoßen, also die Kraft etwas stärker über das Hinterrad nach außen-hinten übertragen.



      Hmmm, das sehe ich genau anders rum. Bewegungsrichtung ist immer nach vorne oben und somit ist das auch der Abstoß. Fersenbetonung widerspricht diesem Bewegungsablauf.
      Ich würde dir, Xen, auch raten, das Angebot von Jörg anzunehmen und sehr schnell Kontakt mit ihm aufzunehmen und die Videos zu schicken. Du würdest dich umso schwerer beim Erlernen tun, wenn du dir "Besonderheiten" angewöhnst, die du dann erst wieder mühsam loswerden musst, sobald Kurse wieder angeboten werden können. Jörg hat sehr viel Erfahrung. Bei ihm bist du auf jeden Fall bestens für die ersten Schritte und Rückmeldungen aufgehoben.
      LG Ralph

      Skatingwadl wrote:

      pereval wrote:



      Auch sollst Du Dich beim Skating-Schritt "fersenbetont" abstoßen, also die Kraft etwas stärker über das Hinterrad nach außen-hinten übertragen.


      Hmmm, das sehe ich genau anders rum...


      Kann es sein, daß einer von euch ein Freifersler ist - und der andere nicht? ;)

      Wer mit seinen Cross-Skates fest verbunden ist, der sollte m.E. über die gesamte Fußlänge abdrücken… es ist nur gefühlt ein „Fersenabdruck“ – und er sollte tatsächlich etwa rechtwinklig zur Rollrichtung abdrücken, da bei Streckung nach hinten die ausgleichende Vorlage des Oberkörpers übermäßige Last aufs Vorderrad des Gleitskates bewirkt… und das bremst! Zudem kommt bei zu exzessivem Abdruck der Skate etwas später zurück unter den Schwerpunkt, was das Risiko erhöht, am Stock hängenzubleiben … insbesondere für Beginner.
      Der Freifersler hingegen nützt auch noch den Abstoß aus dem Sprunggelenk – das ist ja der Sinn des Fersenhubs: Tempo machen. Daher wird der Abdruck auch leicht nach hinten ausgeführt, was nicht nur der Fersenhub unterstützt, sondern im Allgemeinen auch die prozesstechnische Ausstattung – die „Software“ - des Skaters erlaubt… es ist eine fortgeschrittene Art des Skatings!

      Also m.M.n. gilt gerade anfangs die dringende Empfehlung: Lernen und Üben nach „Lehrbuch“ mit Basisgeräten - ohne Spirenzchen! Fortgeschrittene Techniken sollten erst nach Erlangen einer ausreichenden Sicherheit eingeübt werden. Das ist auch das, was in Kursen stets rübergebracht wird.
      Wer Motorrad fahren will, sollte vorher radeln können – und ich habe alle meine Skisportarten auch zuerst auf 2 Brettern gelernt (…auf Gras blieb’s dabei)!

      Übrigens: bei Cross-Inlinern, die tempomäßig eher low-performer sind, geht‘s nicht so streng zu: zum einen sind sie „fixe Freifersler“ und wegen der Kürze des Radstandes darf hier durchaus auch nachgeschoben werden – und ohne Stöcke verfällt man sowieso in den Inliner-Modus.
      @pereval: wie geht’s deinen Coyoten?

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      FIRE-Nutzer Aufgepasst: Die Bindung beim FIRE kann nach dem Lösen der Bindungs-Montageteile am Rahmen an beliebigen Positionen fixiert werden. Je weiter hinten, um so besser, denn das Gelenk im Fußballenbereich sollte möglichst mittig zwischen Hinter- und Vorderrad sitzen. Nimmt man den Rückstrahler ab und montiert sich diesen an die Helm-Rückseite oder sonst wo - lasst der Kreativität ruhig freien Lauf 8o - gehts gleich noch ein weiteres Stückchen nach hinten mit der Bindung. Da kennt man jeden mm - und gleich wird die Balance am Fuß noch besser.

      Damit sich die Bindungsteile vom Rahmen lösen, zuerst die Torxschrauben lockern und von oben auf die Torxschrauben klopfen, damit sich die Fixierteile von der Rahmen-Unterseite lösen und dann mit der Bindung verschoben werden können.

      Wie schon mal erwähnt - bitte nicht zu wissenschaftlich angehen. Viel zielführender ist da das Experimentieren, daher bitte unbedingt die Ferse auch gleich mal lösen und vorsichtig reinfühlen. Man brauch ja so dann nicht gleich Marathons laufen. Probieren und experimentieren geht über studieren - das gilt genau so auch für die X- O-Bein-Anpassung, Bremseinstellungen, Stocklängen, Lauftechniken uvm...

      Skiken bitte nicht zu ängstlich aber mit Respekt beginnen... zuerst mit nur einem Skike, am besten die ersten Schritte damit im Rasen.... ...und nicht gleich damit rasen :/ ...sondern dann zuerst das Bremsen üben - dabei schön die Ferse...(n) belasten.... und vom Rest wurde bereits ausgiebig geschrieben - danke :thumbup:
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      @Skatingwadl: Ich hänge nicht an meiner Formulierung zum Abstoßen - sie führt vielleicht tatsächlich auf den falschen Pfad. Wie ich darauf kam? Xen schreibt, dass er beim Üben das Gefühl hatte, über das Vorderrad zu fallen. Auch hatte er den Eindruck, in unangenehmer bzw. anstrengender Weise die Fußspitzen anheben zu müssen. Dabei hat er den Fersenhub fixiert. Ich habe mir versucht, das vorzustellen, und vermutet, dass er zu viel Last auf dem Vorderrad hat - vielleicht schon in der Gleitphase (mein Punkt a), vielleicht aber auch erst beim Abstoß bzw. kurz vor dem Abstoß. Schön, dass andere noch besser erklären konnten, wie man damit umgeht.

      @KnightSkater: Wie es meinen Coyoten geht? Die haben mitgekriegt, dass Du sämtliche Klone Deiner Coyoten mit schicken roten Schnürsenkeln ausgestattet hast - da sind sie neidisch geworden und fordern so etwas von mir jetzt auch. Ansonsten sind sie zur Zeit am liebsten zu dritt auf Corona-Tour, also die zwei Coyoten und ich. Gemeinsam rollender Hausstand - aber ob sie sich auch adäquat ausweisen könnten? Bis heute abend jedenfalls sind wir noch immer durchgekommen.