Erfahrungen mit dem XC Path

      Erfahrungen mit dem XC Path

      Hallo zusammen,

      ich möchte dazu beitragen die muntere Diskussion um den XC Path fortzusetzen und fange dazu an dieser Stelle einen neuen thread an.
      Es geht um Erfahrungen, von denen ich in den letzten sieben Monaten reichlich gesammelt habe.
      Ich komme gerade von einem ca. 1 Kilometer langen Ausflug mit der dritten gebrochenen Schiene nach Hause (Bild 3).
      Den ersten Path habe ich in der zweiten Version im letzten Herbst bekommen. Ich hatte bewusst, informiert durch die Erfahrungsberichte in diesem Forum, auf die Schienenversion gewartet, die meines Wissens nach auch im 2012er Modell verbaut ist, und mich nicht mit der verstärkten ersten Version zufrieden gegeben.
      Ich war und bin mit den Fahr!eigenschaften der Schiene sehr zufrieden. Der niedrige Stand und die Länge machen den Path zu einem laufruhigen, spurstabilen und solange er ganz bleibt sogar zu einem sicheren Cross-Skate.
      Die Schuhposition ist nicht optimal, zumal ich mit Größe 47 näher am Vorderrad als am Hinterrad stehe! Ich merke das mich der Path ausbremst, wenn ich meine Hüfte bewusst nach vorne bringe und so auch mal kurzzeitig mehr Gewicht auf dem Vorfuß habe. Dann habe ich das Gefühl als grübe sich das Vorderrad in den Untergrund und hemmte das freie Rollen, was durch die hohe Hüfte eigentlich unterstützt wird. Aber man gewöhnt sich daran und auch wenn ich mit dem Path nicht so schnell bin wie evtl. möglich wäre, wär das für mich kein entscheidendes Argument: Ich fahre ja keine Rennen.
      Zu der von Rolf vermuteten geringeren Agilität des Path möchte ich sagen, dass, wenn ich diese als Fähigkeit des Fahrers bei der Richtungsänderung schnell und sicher von einem Skate auf den anderen zu wechseln, definiere, die Länge der Schiene keinesfalls der wichtigste limitierende Faktor ist. Ich fahre zum weit überwiegenden Teil auf Cross-Strecken und beim Transfer auch oft über belebte Bürgersteige. Bei beidem hat mir die längere Schiene nur Vorteile gebracht.
      Leider war’s dann im Dezember erst mal aus mit dem Rollen, denn als ich mir eines Abends die Übungsaufgabe stellte in einer leichten Abfahrt im Wechsel-Pflug-Schritt vor einer Betonwand zum Stehen zu kommen, hatte ich meinen ersten Schienenbruch. Die Belastung meiner 95 in die Schiene gestemmten Kilo hat die rechte Innegabel (Bild 1) nicht ausgehalten. Ich bin im Übrigen nicht gestürzt, hatte vielmehr nach erfolgreichem Absolvieren meiner Übung beim Anrollen ein schwammiges Gefühl und, bevor ich meine Stirnlampe nach unten auf das Torso an meinem Fuß richtete, an einen Plattfuß gedacht. Im Nachhinein würde ich sagen: Elchtest nicht bestanden. Aber die Bedingungen waren durch das hohe Gewicht und die ungewöhnliche, wenn auch nicht atypische, Fahrsituation extrem. Es gibt wahrscheinlich nicht viele, die das schaffen würden: Aber wer weiß!!!
      Ich hätte mich jedenfalls wieder auf die Schiene gestellt, Powerslide konnte aber, mit dem Versprechen die neue Schiene in Form des 2012er Modells sobald wie möglich nachzuliefern, nur die verstärkte erste Version bereitstellen. So stellte ich mich denn notgedrungen auf das Intermezzo, dass laut Aussage von Powerslide durch die Verstärkung nun bruchfest sei. Im März stellte sich dann heraus, dass diese Versicherung nicht stimmte. Dieses Mal brach die rechte Schiene beim lockeren Auslaufen ohne Stockeinsatz auf einem Fußweg einfach unter mir zusammen (Bild 2), wobei ich, glücklicherweise ohne schwere Folgen, einen Sturz nicht verhindern konnte.
      Ich ging davon aus, dass die nun folgende Ersatzlieferung aus der neuen Schiene bestehen würde, aber die war immer noch nicht da, so dass ich erneut die modifizierte Version zugeschickt bekommen habe. Ich hatte zwar jetzt kein Vertrauen mehr in die Stabilität dieses Teils, was ich Powerslide auch deutlich zur Kenntnis gegeben habe, aber ich habe keine Alternative zu vertretbaren Kosten gesehen.
      So ereilte mich der dritte Schienenbruch zumindest vorbereitet und verlief ohne Sturz auf dieselbe Art wie beim letzten Mal. Als ich mehr oder weniger auf einem Skate an der Haustür ankam, brach die Schiene vollends auseinander.
      Die zweite Schienenversion wird ja nun fleißig verkauft nur Gelöschter Benutzer macht das nicht: Respekt! Zumal bei dem beschränkten Sortiment. Was sind die "technischen Gründe", frage ich mich mit dem der sich Randonneur nennt. Jedenfalls will ich jetzt auch die nicht mehr!
      Ein weiterer Grund warum ich den schleichenden inneren Abschied vom Path demnächst wohl real vollziehen werde, ist meine Unverträglichkeit des Schuhs. Die Reibung der Nähte der getrennten Ober- und Unterteile und der Druck der Kunststoffmanchette des Schaftes haben bei mir zu beidseitigen Sehnenscheidenentzündungen oberhalb der Fußgelenke geführt, so dass ich den Boot durch den Schuh des 2011er Nordic Trainer austauschen musste.
      Ich würde gern einen positiveren Erfahrungsbericht zu den vielen Kilometer und Stunden genussvollen Sporttreibens auf dem Path schreiben, stehe aber leider vor einem negativen Ende mit vielen Fragezeichen.

      Mit sportlichen Grüßen

      Jörg
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      Hallo Jörg,

      beim Anblick dieser Bruchbilder bekomme ich irgendwie Gänsehaut und Schweißausbruch zugleich. Als Endverbraucher, der ich selbst Cross-Geräte von Powerslide fahre, schmilzt so das Vertrauen in meine Schienen merklich. Die Rückrufaktion der ersten XC Path-Modelle ist kaum ein Jahr her. Als dann die Magnesiumfelgen auf den Markt kamen und mir und anderen die Felgenschrauben der Reihe nach wegbrachen, wurden auch diese von den Fachhändlern vernünftigerweise erstmal nicht weiterverkauft.

      O.k. Um das eingebüßte Vertrauen zurückzugewinnen, hilft logischerweise nur noch ein "High End-Sieg" mit dem XC Path 2012, der alles wieder gut macht. Wird daraus nichts, ist das auch nicht schlimm. Denn die Geduld vieler Crosser ist sprichwörtlich grenzenlos. Wenn ich mich recht erinnere, fuhr beispielsweise frytom seinen XC Path letztes Jahr im Schongang, um vor dem erwarteten Bruch noch möglichst viele Kilometer herauszuholen.

      Naja, bin zugegeben auch nicht besser und fahre noch die Bruch-Felgen, jetzt mit unpassenden Ersatzschrauben, die man im Baumarkt so findet.

      Aber drei gebrochene Rahmen, das ist unfassbar ....

      Gruß Randonneur

      Post was edited 1 time, last by “Randonneur” ().

      Hi,

      ich nutze den XC-Path seit gut einem Jahr und bin in der glücklichen Situation noch keinen Bruch erlebt zu haben. Ich bin aber auch relativ leicht (<70kg) und fahre einige tausend km pro Jahr auf Asphalt und eher leichtem Gelände. Der Path ist ohne erhebliche Nachbesserung nicht praxistauglich. Mit einem anderen Schuh (Powerslide RC4 bei mir), 3 cm zurückverlegter Schuhposition Magnesiumfelgen mit vernünftiger Verschraubung und natürlich zweiter Bremse sind es für mich die optimalen Skates.

      Die Magnesiumfelgen (mit stabiler Verschraubung) ermöglichen dann auch Luftdrücke > 8 Bar bei vernünftigem Rundlauf der Räder. Die original Kunststofffelgen machen leider schon bei etwas über 6 Bar die Grätsche - werden immer unrunder und entwickeln erheblichen Seitenschlag, zumindest bei mir.

      Als I-Tüpfelchen habe ich auch den Wadengurt für die Bremse inzwischen eingespart, ich ziehe die Bremsen einfach mit einem Gummi gegen Schuh. Als Stütze taugt die relativ weiche Bremskonstruktion eh nur sehr bedingt.

      Die Bastellei ist ärgerlich und das hin und her mit der XC-Path Schiene, wo ich dann für das 2012er-Modell gleich wieder neue Schuhadaper bauen durfte auch nervig. Trotzdem bin ich derzeit mit meinen Skates sehr zufrieden und an meinen vorherigen Skikes V07 habe ich ständig basteln müssen.

      Der Bruch der 2012er Schiene macht mich allerdings etwas nachdenklich, um so wichtiger, dass wir Erfahrungen austauschen, damit klar wird ob wir es hier mit einem grundsätzlichen strukturellen Problem zu tun haben. Eine klare Stellungnahme des Herstellers wäre auch angebracht, die habe ich bisher immer vermisst. Über Händler war der Informationsfluss sehr dürftig.
      Beste Grüße vom Nord-Ostsee-Kanal

      Swer
      Hallo,

      klare Stellungnahme ist hier wichtig und auch nötig, ich versuche heute nachmittag eine zu bekommen.
      Aber vorab: Jörg hatte ja noch keine keine 2012-Schiene. Die "neue", tatsächlich an Material verstärkte Schiene gibt es seit Dezember 2011, da wurden die vorher zurückgerufenen Path 2011 damit ausgeliefert. Die Schiene hat sich seitdem nicht verändert und ist auch an den aktuellen 2012-Modellen verbaut.

      LG Andrea
      Hallo,

      sorry an euch, ich habe vorschnell geschrieben, weil ich den Ausdruck "der meines Wissens auch 2012 verbauten Schiene" und die darauf folgenden "die neue Schiene war immer noch nicht da" falsch interpretiert hatte.

      Jörgs 1. Schiene war also die neue Schiene (die auch jetzt bei dem Modell 2012 verbaut ist). Nach deren Innengabelbruch bekam er das Übergangmodell, - alte Schienen mit der Modifizierung - , da die neue Schiene über diesen Zeitraum ausverkauft war. Die Modifizierung besteht aus einem verstärkenden massiven Bolzen innerhalb des Rahmens und einer unter dem Rahmen angeschraubten Platte.

      Jürgen Pfitzner von Powerslide sagte mir:
      - er habe von keinen weiteren Brüchen des Übergangsmodells Kenntnis als von diesen beiden von Jörg
      - von der neuen Schiene sind ihm 2 Brüche bekannt, einer davon der Innengabelbruch von Jörg

      Aber vielleicht finden sich ja aufgrund dieses Forum-Themas noch weitere, die sich melden.

      LG Andrea
      Hallo Swer,

      sind die Umbauten an deinem XC Path auch für den neuen 2012 zu empfehlen? Denn was du schilderst, klingt alles sehr praktikabel und verbessert die Fahreigenschaften. Es gab ja die custom-made-Idee, die ich auch mal verwirklichen wollte: nur eine Schiene kaufen, dazu individuell passende Schuhe, die sich verschieben lassen, und Leichtmetall-Räder kaufen. Bei den Bremsen müsste man sehen. Powerslide will neue, leichtere Bremsen bauen. Oder man nimmt die übliche calfbremse und passt sie an. Aber ich war und bin skeptisch. Da ich über 70 Kilo wiege und auch gern mal vor einer Kante die Skates lupfe, kommen sie für mich wohl nicht in Frage.

      Was die Magnesiumfelgen betrifft, so tut sich bei meinen Rädern immer ein gewisser Spalt auf. Ab 5-6 bar wird er sichtbar. Lasse ich den Druck ab, liegen die Felgenhälften wieder plan auf und die Schrauben sind immer fest verbunden, als ob nichts gewesen sei. Das Fahrverhalten, die Optik und der Schlauchwechsel sind aber o.k. im Vergleich zu den Plastikrädern.

      Gruß Randonneur
      Hallo Randonneur,

      die Umbauten sind absolut für das 2012er Modell empfehlenswert, da das Modell sich in den geänderten Punkten nicht weiter entwickelt hat. Die Schiene ist gleich und die Geometrie (Schuhposition) ist auch immer noch zu weit vorne. Die Magnesiumfelgen sind ja entgegen der Ankündigung auch auf einmal verschwunden. Der Schuh ist neu, den kann ich nicht beurteilen. Der 2011er war gar nicht schlecht, etwas schwer und leider bei Regen wie ein Schwamm, den man mehrtägig trocknen musste - das geht gar nicht.

      Ich stelle zum Wochenende mal ein paar aktuelle Umbaubilder online.

      :) Swer
      Beste Grüße vom Nord-Ostsee-Kanal

      Swer
      Hallo,
      meine XC-Path habe ich am 04.10.2011 gekauft in der Hoffnung, dass es die überarbeiteten sind. Dieses wurde auch noch mal per Mail nach Anfrage bestätigt. Nach ca. 1000 km dann der Bruch. Man sagte mir, das an der Stelle noch nie ein Bruch vorgekommen sei. Ich habe Sie eingeschickt und fahre im Moment wieder mit den jetzt 4 Jahre alten Skikes und merke wie zufrieden ich eigentlich mit den XC-Path war.

      Gruß Johannes
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      Ich verfolge diese "Bruch- bzw. Katastrophenabteilung" im Forum sehr aufmerksam. Bruch und Powerslide scheinen ja irgendwie zusammen zu gehören, oder täusche ich mich da? Ich wollte mir die noch nicht lieferbaren neuen PS die man mit eigenem Schuh fahren kann mal näher ansehen. Ist da zu befürchten, dass es ebenso Brüche geben wird? Ist doch sicher dieselbe Schiene, oder? Weiß da jemand was? Wenn man diese Erfahrungen so liest, wird einem ja Angst und Bange. Ich warte ungeduldig auf die Fleets die mir Conni freundlicherweise ausborgt. Die sollen ja grundsolide sein.
      Gruß von Rudi, dem Anfänger aus Leipzig
      Off Topic Antwort auf Rudis Beitrag:

      Ich warte ebenso ungeduldig auf den Skeleton. Bin auch etwas verwundert, weil er auf der Powerslide Homepage (anders als z.B. der Shockliner) nicht aufgeführt wird.
      Rein optisch sieht der Skeleton eher nach der Schiene des XC Trainer aus.
      Siehe
      Skeleton: cross-skating.de/wp-content/up…erslide-skeleton-2012.jpg
      Trainer: cross-skating.de/wp-content/up…e-XC-trainer2.0-20121.jpg
      Path: cross-skating.com/wp-content/u…ic-XC-Path-Skate-2012.jpg

      Skike und Konsorten sind halt schon ziemlich "klobig", daher wäre mir ein Powerslide schon lieber. Wenn bis Juni kein Skeleton lieferbar ist, dann wird es wohl für dieses Jahr erstmal ein gebrauchter Skike. :(
      Hallo zusammen,

      zu den Rädern: Wie seid Ihr beim Umbau eurer Path mit den Reifen verfahren. Habt ihr die neuen und ab dem zweiten Path wohl generell verbauten CST-Reifen genutzt? Grundsätzlich interessiert mich ob ihr Unterschiede beobachtet und ob diese genauso langlebig sind wie der Road Star und Blackarmada.
      Ich habe, weil ich mit den letzten beiden Reifentypen sehr gute und mit anderen schlechte Erfahrungen gemacht habe, alle Räder ausgetauscht. Als ich bei einer der ersten Einsätze dann einen Defekt hatte und das mitgeführte CST-Rad eingesetzt habe, lief die Schiene nicht mehr spurstabil. Erst nachdem alles Justieren, Drehen und Wechseln keine Veränderung brachte, fiel mir auf, dass der CSt-Reifen geringfügig kleiner ist als die anderen. Das war dann das Problem. D.h. für mich, dass die beiden Reifentypen mit unterschiedlichen Umfängen nicht zusammen genutzt werden können!
      Beim Wechsel auf Road-Star oder Blackarmada ist der Abstand zu evtl. verbauten Schmutzfängern so gering, dass gerade bei neuen Reifen die Noppen schleifen.

      zum Schuh: Der Schuh gefiel mir anfangs gut, gerade weil er offen und durch die Zweiteilung beweglich ist. Klar kommen da Nässe, Staub und Steinchen besser rein, das war aber kaum störend, zumal ich anders als Swer bei starkem Regen oder Nässe nicht skate. Das erste Problem, dass ich dann mit dem Schuh hatte, war, dass mir die Spannlasche beim Skaten immer nach unten rutschte und sich im Vorfußbereich aufstaute. Weil die Lasche unter dem oberen Ratschengurt weggerutscht war lockerte sich der Schuh im Fußgelenksbereich und ich musste jeden Kilometer anhalten und die Lasche wieder nach oben ziehen. Ein Schuster hat mir dann eine Schlaufe (wie beim Gürtel,) an der Stelle wo der Ratschengurt kreuzt, auf die Lasche genäht, so dass ich den Gurt beim Anziehen durchziehen konnte und die Lasche damit fixiert war.
      Das Problem, dass ich nicht mehr lösen konnte ist meiner Ansicht nach leider eine Folgeerscheinung der an sich erwünschten Flexibilität des Schuhs. Mein Fußgelenk hat stark gearbeitet, was auch die „Wanderbewegung“ der Lasche zeigt und dadurch bedingt ist, dass ich bevorzugt 1:1 mit langem und kräftigem Abstoß fahre. Wo Bewegung und Druck zusammentreffen, hier besonders auf der Höhe der oberen Manschette, die das Fußgelenk stützt, entsteht Reibung, die dann eine Sehne oberhalb des Fußgelenks gereizt hat und durch die dauerhafte Wiederholung zu einer Sehnenscheidenentzündung geführt hat. So jedenfalls habe ich einen orthopädischen Schuhtechniker verstanden, dem ich den Schuh und meine Problemstellen gezeigt habe. Meiner Ansicht nach kann man das Problem nur lösen indem man die Flexibilität aus dem Schuh heraus in eine flexible Bindung verlagert, also einen Klappmechanismus realisiert oder dadurch, dass man wie Swer weitgehend auf die Fußgelenksstabilisierung verzichten kann. Ich bin zunächst wieder auf einen Schuh gewechselt der das Fußgelenk stützt aber die Flexibilität nicht zulässt und dadurch das Problem auch nicht erzeugt.

      zum Schienenbruch: Es würde mich interessieren wie der zweite Rahmenbruch der neuen Schiene von Johannes passiert ist. Schreib doch mal woran’s lag.
      Bei mir laufen im Übrigen andere Gefühlsregungen ab als bei Randonneur und Rudi die offensichtlich mit dem Bruch des Rahmens schwerwiegende Sturzfolgen verbinden. Ich hatte Angstschweiß als ich auf den Skates rumgewackelt bin und ungebremst auf Straßen zu oder Abfahrten runter gefahren wurde. Seit dem nicht mehr die Rollen mich, sondern ich die Rollen beherrsche, ist das nicht mehr so. Wobei ich mich hüten werde den Respekt vor diesem „Medium“ zu verlieren.
      Da ich bei den Brüchen nur einmal leicht gestürzt bin und mittlerweile viel besser ausweichen, ausbalancieren und bremsen kann, befällt mich bei diesem Thema eher Ärger (Einbeinrückweg, Taxiheimfahrt, Wiederbeschaffungszeit…) als Angst. Ich habe mir auch noch mal den Sturz-thread im Forum angeschaut und fand dort keine Sturzbeschreibung aufgrund eines Rahmenbruches.
      Natürlich fragt man sich was wohl passiert, wenn dir mit Tempo 25 plötzlich die Schiene unter den Füßen wegbricht. Richte ich diese auch von Swer beschriebene Nachdenklichkeit auf die Pathschiene, dann muss ich zunächst mal feststellen, dass mir der Bruch, der mir mit der zweiten Schiene passiert ist, was ich von der verstärkten ersten nicht behaupten würde, bei hohem Tempo gar nicht passieren kann. Er ist in einer Bremsbewegung entstanden, die wahrscheinlich die weit überwiegende Zahl der Cross-Skater gar nicht anwendet. Angesichts dieser Erfahrungen hätte ich keine Angst mich wieder auf die zweite Schiene zu stellen, wüsste aber schon gern wie es zu dem zweiten Bruch gekommen ist.

      Viele Grüße

      Jörg
      Hallo Jörg,

      zu Deiner Frage nach den

      Nordicslider wrote:

      verbauten CST-Reifen genutzt? Grundsätzlich interessiert mich ob ihr Unterschiede beobachtet und ob diese genauso langlebig sind wie der Road Star und Blackarmada.
      ich habe auf den Vorderachsen meiner XC Path die CST montiert auf den Hinterachsen sind RoadStar. Zur Langlebigkeit kann ich noch keine abschließenden Aussagen machen, die laufen so erst seit ca. 800 km schauen aber noch recht gut aus. Grundsätzlich wirkt der CST schmaler (ähnlich den Skike-Reifen) aber gerade bei Nässe empfinde ich ihn als seitenstabiler als die Blackarmada oder RoadStar. Die beiden letztgenannten halten aber sehr lange durch, im Schnitt ca. 2.000 – 3.000 km. Kein Vergleich zu Skike-Reifen bei denen habe ich von 50 bis 600 km schon alles erlebt. Länger als 600 km hat bei mir noch keiner gehalten.
      Ich fahre in der Regel eine Mischbereifung, es kann also sein dass mein Vergleich abweicht. Auffällig bei mir ist, dass sowohl der Blackarmada also auch der RoadStar mit der Dauer breiter werden, bei den engeren Spaltmassen meiner neuen Path-Schiene ist der Abstand auf wenige Millimeter geschmolzen.

      Grundsätzlich denke ich, sollten alle Hersteller Produkte liefern die ausgetestet, haltbar und sicher sind. Jeder hat eine unterschiedliche Risikoeinschätzung, mir persönlich ist meine Gesundheit ein extrem wichtiges Gut deshalb bin ich auch frustriert wenn ohne eigenes Fehlverhalten (Fahrfehler, Stockfehler etc.) ich durch ungenügendes Material den Abflug mache.

      Bleibt gesund und viel Spaß auf den Rollen
      Gerald
      Hallo,

      schön dass hier mal etwas Leben im Forum ist. Das Wochenende war zu kurz oder ich habe zu viel cross-geskatet. Jetzt kommen die versprochenen Bilder.

      Im mittleren Bild sind einige Anmerkungen, die auch helfen die anderen Bilder zu verstehen.

      Einige Eckdaten noch: Ein Skate mit Schuh, wie gezeigt wiegt 2380g (Original XC-PAth 2011 2430g).
      Beide Skates sind mit Schuhen für Größe 41 bestückt. Der Modifizierte Skate wird hinten mit Roadstar und vorne mit original PS-Bereifung gefahren. Ich fahre mit den verstärkten Alu-Felgen 8-9 Bar Luftdruck. Die Schiene ist auf der Unterseite mit Alu-Tape abgeklebt, Löcher an den Rädern verkleinert => spritzt weniger und reduziert Kerbungen und Kratzer (Alu ist damit anfällig für Risse).
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      Beste Grüße vom Nord-Ostsee-Kanal

      Swer
      Hallo Swer,

      danke für die guten Bilder und Erläuterungen zu den zahlreichen Modifikationen.

      Ist die Bodenplatte Eigenbau? Und kann der Schuh jetzt auch noch zum Beispiel
      3 mm nach vorn verschoben werden?

      Die Gummilösung gewinnt wohl keinen Schönheitspreis, scheint aber sehr funktional und simpel zu sein. Und allemal besser als der Rückstellmechanismus.

      Das Rumfeilen an der Schiene sollte man beherrschen. Rutscht die Feile mal ab, wie es bei jedem Hobbyschrauber irgendwann vorkommt, hat man gleich eine "schöne Kerbe" am Rahmen und, wenn man Pech hat, eine zukünftige Bruchstelle.

      Die montierten Felgen benutze ich auch. Schon bei weniger als 9 bar geben meine jedenfalls leicht nach und ein Spalt tut sich bei allen auf. An der Verschraubung kann es nicht liegen. Aber ansonsten laufen sie gut.

      Nicht verstanden habe ich, inwiefern die Löcher der Räder verkleinert wurden.

      Gruß Randonneur
      Hallo

      Ich kann das geschachere um ein paar gramm überhaupt nicht verstehen, ihr wollt doch Sport treiben um fit zu werden oder bleiben, da sollte ein etwas höheres Gewicht des Sportgeräts doch keine rolle spielen. Außerdem hat man sich nach wenigen fahrten daran gewöhnt.

      Ein sicheres und auch stabiles Sportgerät hat halt wegen der größeren Materialstärke und dem höheren Konstruktionsaufwand auch ein höheres Gewicht.

      mfG Rainer
      Hallo Randonneur,

      die Bodenplatte (Adapter) versetzt die Schuhverschraubung um 30mm fix nach hinten, nur so ist es möglich die zweiten Löcher zur Schuhmontage in der Schiene vorne zu nutzen, welche eigentlich für Schuhe mit 165mm Lochabstand gedacht sind. Die Platte ist selbstgefertigt aus einen Aluprofil (Ablängen und Löcher Bohren).

      Die Löcher in der Felge habe ich nicht verkleinert. Ich habe durch die vorhanden Löcher M5 Imbusschrauben gesteckt. Mit Unterlegscheiben, die für M5-Schrauben passten genau, stelle ich den Kraftschluss auf die planen Teile der Felge neben der Bohrung her. Zusätzlich wird auf der Mutternseite mit 2 Unterlegscheiben und einer Federscheibe so weit unterfüttert, dass sich ein Schraubenschlüssel ansetzen läßt.
      Beste Grüße vom Nord-Ostsee-Kanal

      Swer
      @De Landaacher
      O.k. Man kann es übertreiben mit dem Abspecken und Gewichtsfetischismus. Hier meine Modellrechnung oder woher die Müdigkeit kommt:
      Wenn ich pro Skate nur 200 g Gewicht spare und diesen durchschnittlich etwa alle vier Meter anheben muss, dann sind das bei 4 Kilometer 200 kg Gewicht, das ein Bein weniger anheben muss. Zwischen einigen Modellen beträgt die Differenz ca. 1 kg pro Skate. Bewegt man die schweren Geräte über die Marathondistanz, sind 10 t für's Bein, insgesamt für den Fahrer 20 Tonnen Mehrgewicht anzuheben. Das muss man wollen.
      Kann es aber auch lassen und sich ein leichteres Modell suchen. Gruß Randonneur

      De Landaacher wrote:

      Hallo

      Ich kann das geschachere um ein paar gramm überhaupt nicht verstehen, ihr wollt doch Sport treiben um fit zu werden oder bleiben, da sollte ein etwas höheres Gewicht des Sportgeräts doch keine rolle spielen.


      Hallo

      Das Sporttreiben bezieht sich auf den Bewegungsablauf, Geschwindigkeit, Länge der Strecke. Ich denke leichte Sportgeräte sind da immer willkommen.

      De Landaacher wrote:


      Ein sicheres und auch stabiles Sportgerät hat halt wegen der größeren Materialstärke und dem höheren Konstruktionsaufwand auch ein höheres Gewicht.

      mfG Rainer


      Also der Konstruktionsaufwand hat nichts mit dem Gewicht aber mit dem Preis zu tun! Auch sicher und stabil muss nicht zwangsläufig schwer sein aber eigentlich immer teurer. <Oberschlaumodus aus>

      Wenn ich einen Marathon mit einem leichten Skate absolviere habe ich auf den letzten Kilometern einen sicheren koordinierteren Bewegungsablauf als wenn ich die 20 Tonnen mehr in den Beinen habe.

      Gruß
      Bernd
      O leichter ist besser
      mit freier Ferse auf den Trailskates hebe ich nur 1 Kg pro Schritt
      15 km fahren ist weniger ermudend wie fruher , 25 prozent Energie Sparnis
      leichter andert nichts was Armen angeht, das ist nur eine Erleichterung fur das Herz

      Post was edited 3 times, last by “alf” ().

      Hallo!

      Sehr schwere Skates könnten in einer schwierigen Abfahrt auch Vorteile haben: sie haben auf schwierigem Untergrund eine stabilere Laufrichtung und halten Hindernissen besser Stand.

      Die Freeride Bikes für Downhill z.B. wiegen zw. 15 und 18 kg, das muss ja auch Vorteile haben. Denn die Nachteile sind offenbar. Deshalb wiegen die leichtesten MTBs etwa die Hälfte.
      Gruß Randonneur
      Hallo

      Habe meine Coyote mit denen ich zum überwigenden Teil gefahren bin jetzt gewogen, es sind gut 3 kg pro stück. Auch nach einer längeren Fahrt ( 50 km ) hatte ich nicht das Gefühl dass mich das mehr belastet hätte wie mit den Skikes, ganz im gegenteil durch die größere stabilität der Coyotes ist das Fahren in unterschiedlichem Gelände leichter.

      mfG Rainer
      Hallo Rainer

      Du hast das schon richtig beantwortet in dem du von "ich" sprichst, denn jeder ist unterschiedlich gebaut. Wenn Randonneur von den Vorteilen schwerer Skates auf einer Abfahrt spricht dann steht dem der Anstieg vorraus wo man die schweren Skates wahrscheinlich eher verflucht.
      Da ich keine schweren Berge hoch und runter fahre ziehe ich mir leichte Skates vor, die ich gerne in Top-Material und Verarbeitung hätte, es aber noch nicht gibt auf dem Markt. Das muss jeder an Hand seiner körperlichen Vorraussetzungen und seines Alters selber entscheiden.

      Gruß
      Bernd
      Hallo
      Ich habe die Möglichkeit meine Skates so zu konstruieren und zu bauen wie ICH es am besten finde und es war ein langer Weg. Dabei kann ich jede Änderung gleich ausprobieren und beurteilen, nach Lösungen suchen und wieder ändern. Für gute Ideen und Vorschläge bin ich immer noch offen, werde aber meine Gesundheit nicht auf das Spiel setzen nur damit die andere das Gewicht von meinen Skates gut finden. Ich habe Wettkampfskates mit nur 2.7 Kilo pro Stück. picasaweb.google.com/eduarthur72/4#5663964055772619986
      Die teilbare Alufelgen halten locker 10 Bar, die Bremse ist nicht schlechter als bei Skike, tiefer gesetzt, Schmutzfänger, waschbarer Innenschuh. In dem Kampf gegen 20-25 Kilo leichtere Konkurrenz ist das alles berechtigt, die Skates habe ich aber nur mit Testläufen eingerechnet 15-20 mal im Jahr unter den Füßen.
      Was für die schlechte Jahreszeit gedacht war, aber immer noch Riesenspaß macht ist der Bigfoot 2. picasaweb.google.com/eduarthur…foot2#5743174648734928978
      Wie schon die 2 sagt, nicht der erste Versuch, dann aber richtig. Nichts klappert, nichts außer Reifen geht kaputt. Tragendes Rohr aus VA, nur zwei 6mm Bohrungen oben für den Schuh, passgenau sitzende Halbgabeln, das Rohr beidseitig abgedichtet. CNC gefräst und sorgfältig nach besten Wissen und Gewissen montiert. Mit der Bremse habe ich mich vermessen, dann „nur für ein Wochenende“ auf dem Knie im Flur provisorisch geändert – und die funktioniert schon 2000 Km.
      Für weniger als 18 Km gehe ich nicht mal raus. Heute waren es 30. Nur ca. 1Km Betonspuren und gefährliche Stellen in Doppelstock, den Rest 1:1, über 50% Waldwege nach einem langen Regen heute Nacht.
      Und jetzt der Schock für die Gewichtsfetischisten: 3,7 Kilo. Pro Stück.


      Schon 2008 habe ich meine Skates Powerslide gezeigt. Gewiss noch nicht ausgereift aber mit zwei Bremsen und teilbaren Felgen. Man wollte nichts wissen. Kurz bevor ich eine kleine Probeserie von Felgen starten wollte kündigte PS den Magnesiumschrott an.

      Eduard

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