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Ich bin 1,80m und habe Stöcke mit 1,65m. Ist eigentlich die Empfehlung, aber ich denke, daß ich auch längere Stöcke fahren könnte, um noch mehr Armeinsatz zu bringen. Gibts es welche von euch, die auch eher zu lange Stöcke benutzen? Will mir nicht einfach neue kaufen und dann in die Ecke stellen, deshalb frage ich.
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Hallo dabadabadu!
1,65 m bei 1,80 m Körpergröße ist schon recht lang. Sofern du viel Kraft in den Armen hast, du einen ziemlich beweglichen Schultergürtel besitzt und einen eher aufrechten Skating-Stil pflegst, wäre auch ein 167,5er- oder 170er-Stock denkbar. 5 cm mehr merkst du dann aber ganz gewaltig. Auf den ersten 15 bis 30 km ermüdet deine vordere und mittlere Schultermuskulatur deutlich mehr. Vielleicht fühlst du dich auch erst erst beim dritten oder vierten Versuch mit den längeren Stöcken wirklich wohler(oder nie?). Wenn du dich daran gewöhnt hast und auch mit der geringeren Präzision beim Stockeinsatz klar kommst, stellst du aber fest, dass es etwas besser/schneller voran geht. Analog zum Tempogewinn durch die längeren Stöcke steigt auch der Puls nochmals etwas an. Ich selbst skike mit 175er-Stöcken bei 185 cm Körpergröße aber habe mich über 2 Jahre von 165 cm langsam hochgearbeitet. Noch länger bringt es bei mir nicht, aber ich zähle mich da schon zu den Extremisten, was die Stocklänge betrifft. Eventuell sind 165 cm bei dir schon optimal. Laut "Formel" brauchst du ja nur162 cm, aber wer passt schon in Formeln? Frank
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http://www.cross-skating.com Geändert von Frank Röder (19.05.2007 um 00:10 Uhr) |
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und zwar 180 cm bei meiner Körpergröße von 176 cm !
Also, sind die Stöcke länger, als ich groß bin. ![]() Und, es funktioniert. Jetzt ist mein Stocklängenfaktor 1,0 ( Stocklänge : Körpergröße ). Weil ja von Mitte Schlaufenaustritt bis zur Stockspitze gemessen wird und das sind genau 176 cm. Nun, wie bin ich drauf gekommen ? Eigentlich per Zufall und beim Ausprobieren eines Leki Vario Stockes. Zuerst habe ich ihn auf 175 cm geschraubt und verstand an einem Anstieg die Welt nicht mehr, dann probeweise auf das Maximalmaß, also auf 180 cm. Es ist kaum zu glauben, 15 % Anstieg gingen fast wie von selbst. Jetzt kann ich mich regelrecht an den Stöcken hochziehen und endlich wird meine Armtechnik so, wie sie sein soll - eng an der Brust geführter angewinkelter Arm. Weil ich es nicht fassen konnte, habe ich den Stock wieder auf 175 cm zurück geschraubt, aber nach wenigen Metern die 180 cm wieder eingestellt. Am Donnerstag 26 km, davon rund 10 km ordentlich bergauf, schlechter Asphalt mit vielen Löchern, fehlenden Asphaltstücken mit mittleren Schotter. Ich habe nur noch über mich selbst gestaunt. Gestern am Freitag dann 20 km auf meiner Haus- und Hofstrecke ( Bilder sind hier im Forum ). Auch hier überwältigend. Das letzte Stück bei Nacht, mit Stirnlampe. Die 1:1 Technik geht auch besser. Ich setze die Stöcke genau mittig neben dem Skike auf und dann wird von oben am Stock gezogen und nach hinten weg gestoßen. Endlich komme ich mit den Stöcken nicht mehr vor meine Skikes ( hoffe ich jedenfalls ). Es bedarf natürlich noch einiger Übung, bis der Stockeinsatz richtig perfekt ist. Jetzt kann ich meine Armkraft richtig einsetzen, was so viel bedeutet, daß es auch bergauf in der 1:1 Technik geht und vor allem ein langsames, aber gleichmäßiges Skiken ermöglicht. Ich kann es Euch nur empfehlen, probiert es mal aus. Es ist ein völlig neues Fahrgefühl und das besonders am Berg..... Geändert von Klaus59 (19.11.2007 um 22:49 Uhr) |
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Hallo Klaus,hmmmm...., gibt mir schon etwas zu denken. Ich bin ja auch 177 cm gross und fahre mit 160er Stöcken, die allerdings von Spitze bis Schlaufenausgang nur 157 cm messen. Lange Stöcke geben natürlich schon einen grösseren Schub mit den Armen. Wahrscheinlich müsste ich das auch mal ausprobieren. Es ist mir nämlich aufgefallen, dass ich in Steigungen nicht in der normalen Haltung skike, sondern mich so richtig klein mache und in die Stöcke hänge, damit ich mit voller Kraft abstossen kann. Sind die Stöcke von Anfang an länger würde dies genau diesem Effekt entsprechen. Mal sehen. Danke für Deine interessanten Hinweise. Gruss Thomas
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... in dubio pro reo. |
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Hallo Thomas,
ich habe das zuerst auch nicht geglaubt. Probier es einfach mal aus und berichte dann hier. Ich bin schon gespannt. ![]() Zitat:
Du kannst Dich in aufrechter Haltung an den Stöcken regelrecht hochziehen. Wichtig sind dabei am Anfang des Stockschubes die eng am Körper angewinkelten Arme, wie beim Ski-Skating. ( Da werde ich das mit den längeren Stöcken sofort testen, wenn der erste Schnee liegt.) ![]() Außerdem habe ich oft mit meinen 156,5 cm - Stöcken ( auch bis Mitte Schlaufenaustritt gemessen ), die Arme irgendwie überstreckt, und das an Steigungen. Das gibt es jetzt nicht mehr. Es sind jetzt immerhin 20 cm mehr an Stocklänge. Auf der Geraden muß man sich etwas umstellen, aber es klappt schneller, als ich dachte. Ich bin schon mal auf die Reaktion von Frank Röder gespannt. Der fährt ja auch etwas längere Stöcke. |
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Hallo Thomas,
am Samstag habe ich das auf einem 36 km Trail nochmal ausgiebig getestet. Es skikt sich mit den langen Stöcken einfach viel besser. Auch auf flachen Strecken. |
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Hallo Klaus,
was du beschreibst, deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich habe ja für einen der des Cross-Skating-Newsletters (Nr. 2, Thema Stöcke) eine Liste ausfgestellt, in der ich versucht habe, Faktoren auszuzählen, die eine längere oder kürzerer Stocklänge sinnvoll machen. Im X-Skating-Shop (der unaufällige Bild-Link rechts im Forum) wurde diese Liste sogar noch verlängert. Die Liste wird wahrscheinlich auch nach Jahren nie vollständig sein, denn es gibt wohl unendlich viele Faktoren. Wenn man nur den einzelnen Faktor des Arbeitswinkels des Stockes betrachtet, können Stöcke gar nicht lang genug sein, weil die Einsatzrichtung des Stockes sich mit wachsender Stocklänge immer mehr der Fahrtrichtung (Schub exakt nach vorn) annähert. Die absolut maximalste Stocklänge wird dann wohl durch die anatomischen Grenzen des Skikers, das wachsende Stockgewicht und die zunehmende Ungenauigkeit des Stockeinsatzes vorgegeben. Ich habe aber genau die gleiche Beobachtung wie du Klaus gemacht, dass gerade bergauf, wo sonst oft kürzere Stöcke empfohlen werden, das Tempo durch längeren Stocke am deutlichsten ansteigt. Ich selbst fahre mit 185 cm Körpergröße, 175 cm-Stöcke (minus 3,5 cm für den Schlaufenaustritt) und finde sie recht angenehm. Wer die Möglichkeit zum Ausprobieren längerer Stöcke hat, sollte das wirklich einmal tun. Jetzt wird es wohl eine Diskussion mit geben, in der auf bewährte kürzere Stöcke hingeweisen wird. Wir sollten das Forum nutzen um alle Argumente zu sammeln. Ich vermute, dass die Stocklänge individuell viel deutlicher schwanken kann, als man bisher annahm. Frank
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http://www.cross-skating.com |
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Frank ich finde gut wie du die Ansichten relativierst.
Ich mag mich an meine Vollblutlanglaufzeit errinnern vor bald 20 Jahren. Da gabs ein LL-Derby im Jura auf 60km Wellblechprofil (rauf und runter), da bin ich mit 177 Körpergrösse und 170 Stocklänge gelaufen. Auf Weltspitzenathleten verlor ich gerade mal gut 20 Min. mit einer Laufzeit von 3:25. Später in der LL-Lehrer Ausbildung wurde ich auf "anständige" Stocklängen gezwungen. Heute würde ich folgende Aussage machen: NORM FÜR EINSTEIGER 0.9 x Körpergrösse: Es sollte eine "Norm" geben für das Kurswesen mit welcher Einsteger in aller Regel die besten Erfahrungen machen und das ist vermutlich 0.9 x Körpergrösse eher abrunden. Ansonsten ist es sehr verwirrlich für Einsteiger, die sich hier orientieren möchten. Lange Stöcke bis 1.0 mal Körpergrösse: 1.0 werde ich demnächst auch mal ausprobieren. Könnte mir die Aussage von Klaus gut vorstellen. Vermutlich brauchts dazu perfekte Stockführung - ein Gelände für Kämpfernatur (Geschwindigkeit zwischen 8-15 km/h) - starke Oberkörpermuskulatur - gutes Differenzierungsvermögen - und sicher auch einen Waffenschein. kurze Stöcke 0.8 mal Körpergrösse: War meine bevorzugte Stocklänge mit den Inliner ab 25 km/h. So konnte ich mit den Beinen einigermassen die Speedtechnik anwenden. Das umsetzen dieser Technik auf die Skike ist mir definitiv missglückt und ich bin wieder auf längere Stöcke (0.9) umgestiegen. Schlussendlich ist aber in der Verbesserung des Laufstils und Kondition meistens mehr zu holen als in der Materialverbesserung.
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mit rollenden Grüssen Steph täglich fit mit 4 kg skike http://www.skike-schule.ch |
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