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Hallo Klaus
Ich bin immer noch den Stocktest schuldig. Möchte ihn nächste Woche nachholen... Habe mittlerweilen schon mit einigen guten Skilangläufer über das Thema gesprochen. Auch Läufer welche schon Stocklängetest gemacht haben. Nicht immer war das gleiche Resultat und Argumente, doch kommt niemand auf übermannshohe Stöcke. Was mir jedoch auffällt um möglichst effektiv zu laufen brauchts ein optimales Zusammenspiel von Arm und Beinarbeit. Ich kann mir vorstellen, dass durch ein längerer Stock eine kleine Verbesserung im Vorschub aus dem Oberkörper erzielen lässt. Doch vermute ich einen noch grösseren Verlust in der Beinarbeit (bei optimaler Technik). Um sich ein gutes Bild machen zu können wäre es von Vorteil dein Stil mit verschiedenen Stöcken auf einem Video zu sehen.
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mit rollenden Grüssen Steph täglich fit mit 4 kg skike http://www.skike-schule.ch |
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Ich jetzt schon.
![]() Zitat:
Hallo Steph, ich möchte es für mich eher als " Gewinn " bezeichnen. Jedoch hast Du eindeutig recht, ich hole jetzt an steilen Strecken meinen Vorschub mit den langen Stöcken hauptsächlich aus den Armen. Was nun für den Einzelnen besser ist, muß jeder für sich entscheiden. Und dann ist natürlich auch wichtig zu wissen, was will ich mit dem Skiken überhaupt erreichen. Ich möchte hauptsächlich gut und einigermaßen entspannt voran kommen. Dazu fahre ich absolut pulsbetont. Es ist absolut erstaunlich, was sich damit erzielen läßt. Ich kenne meine optimalen Pulsbereiche für fast jedes Streckenprofil und kann das ganz genau einteilen. Und nicht zu vergessen, aufgrund meines Oberschenkelhalsbruches vor nunmehr 3 Jahren ( Mountenbikesturz ), habe ich immer noch mit einer Muskelschwäche im geschädigten Bein zu tun. Es gibt Tage, da habe ich solche Muskelschmerzen, daß ich nicht normal laufen kann. Sobald ich jedoch auf meinen Skikes stehe, lassen die Schmerzen nach und irgendwann sind sie weg. Das ist für mich der größte Gewinn und ich habe eigentlich keine richtige Erklärung, warum das so ist. Also, ich gehe schlechter spazieren, als ich skike. ![]() Durch mein Skiktraining wäre ich aber auch in der Lage, mit mehr Beinkraft zu skiken, sprich auf der Asphaltgeraden schaffe ich auch einen 20er Schnitt. Doch, das strengt mich auf Dauer zu sehr an und eine hohe Dauergeschwindigkeit ist absolut nicht mein Ziel. Ich fahre einen Schnitt zwischen 11 und 12 km/h und fühle mich dabei absolut wohl. Mehr als 30 km am Stück tue ich mir auch nicht mehr an, aber auch selten unter 20 km. ![]() Besonders beeindruckt bin ich jetzt an steilen Streckenabschnitten, die ich mit den langen Stöcken in der 1:1 Technik fahre. Das war vorher unmöglich. Zusammengefasst gilt für mich, das Zusammenspiel Arme und Beine ist für mich perfekt. Ob die Technik unbedingt stimmt, ist mir dabei eigentlich egal. Und das Wichtigste, es macht mir Spaß.......
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Hallo Klaus
Ich möchte auf keinem Fall aussagen, dass deine Feststellungen nicht stimmen. Deine Aussage vom Oberschenkelhalsbruch und dem Schmerz bestätigt meine Theorie, dass du den Antrieb aus den Armen suchst und damit besser skikest. Trotzdem bin ich der Meinung stimmt unter normalen Umständen für die Allgemeinheit die Regel mit 0.9 Körpergrösse. Mein persönliches Empfinden werde ich noch diese Woche hier posten...
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mit rollenden Grüssen Steph täglich fit mit 4 kg skike http://www.skike-schule.ch |
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Hi, Stocklängendiskutierer !
Was die Stocklängen betrifft, möchte ich mich Steph anschließen. Die besagte Formel stellt lediglich eine Hilfe für Anfänger dar. Letztendlich entscheidet der Läufertyp über die passende Länge. Je nach dem ob die benötigte Kraft für den Vortrieb durch vermehrte Beinarbeit oder eher aus dem Schulterbereich gewonnen wird. IronSkiker |
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Also nun endlich hat sich das Wetter wieder verbessert und ich bin während 2 Stunden mit verschiedenen Stocklängen und Lauftechniken gelaufen. Es war super Wetter, der Boden gefroren und der Test unglaublich spannend. Ja, jetzt weiss ich gar nicht so richtig wie ich beginnen soll. Am besten vermutlich wie ich es erlebt habe.
Damit euch das Ummünzen auf eure Verhältnisse einfacher fällt, werde ich vom Faktor (Stocklänge / Körpergrösse) ausgehen. Ich bin 177 gross. 1) Faktor 0.99 = 175cm Stocklänge Da ich mit dieser Stocklänge noch nicht vertraut war lief ich erst mal eine halbe Stunde mit dieser Stocklänge verschiedenes Terrain. Was mir beim Einlaufen sofort auffiel der Schub kam leichter. Den Stockeinsatz machte ich zu beginn erst ca. 10-20 cm hinter dem Hinterrad. Der Stoss ist so aber relativ kurz und die Stockführung anspruchsvoll, was mir dann bei höherem Tempo (ca 20hKm) nicht mehr passte. Als ich den Stockeinsatz für die Verlängerung der Armarbeit zum Knöchel nach vorne nahm viel mir auf wie ich mit der Hüft zu weit nach oben kam und so die Beinarbeit schlechter wurde. So versuchte ich doch mal etwas tiefer aus der Hüft zu laufen. Nun wurde aber die Stockarbeit schwieriger ich musste unheimlich hoch greifen um noch einen "langen" Armzug machen zu können. Ich konnte einfach keinen schönen Rhythmus finden wo die Bein-Armarbeit zusammenstimmte. 2) Faktor 0.82 = 145cm Stocklänge Diese Stocklänge war ich mit den Inliner schon öfters gelaufen. Aber plötzlich 30cm kürzere Stöcke laufen ist unglaublich und wollt schon bald abbrechen, doch sagte ich mir was ich mal konnte muss auch jetzt wieder gehen. Ich nahm dann die Hüfthöhe eines Speedinliners ein (Hände auf Knie) und skatete so los. Jetzt ging’s schon besser mit Stockeinsatz. Unglaublich was ich aus den Beinen herausholen konnte. Aber nichts für Einsteiger eher für Radfahrer und Speedinliner. Konnte so die Wichtigkeit einer tiefen Abstossposition wieder mal so richtig erkennen. Die Stöcke konnte ich nur in den schnellen Passagen befriedigend einsetzen. Im ruppigen Gelände ist der Abstosswinkel des Stockes schlecht. Schlecht vor allem auch wo die Haftung der Skikes fehlt. 3) nochmals 0.99 = 175cm Stocklänge mit tiefer Position Wollte den langen Stock nochmals mit extrem tiefer Hüftposition laufen. Doch das geht wirklich nicht. Die Hände reichen dann ca. 30cm über Kopfhöhe. 4) 0.90 = 160cm Stocklänge Konnte sofort ein super Rhythmus laufen. Fühlte mich wohl. Dachte mir in ruppigen Abschnitten wäre ein etwas längerer Stock besser. Am besten ging es wenn ich mit der Hüfthöhe tief kam. Fühlte mich so stabiler und der Stosswinkel vom Stock war direkter. 5) 0.93 = 165cm Stocklänge Im ruppigen Gelände und wo die Haftung zum Boden fehlte lief es sich eher besser doch sobald es sich gut rollt konnte ich bereits die Beinarbeit nicht mehr vollkommen ausschöpfen. 6) 0.88 = 155cm Stocklänge Schnelle Abschnitte und Sprints konnte ich so sehr gut laufen. Doch alles andere fühlte ich mich mit dem Faktor 0.9 wohler. Fazit Optimal für verschiedenes Terrain ist 0.9 x Körpergrösse. Für extrem ruppige Fahrten wäre ich wohl mit 0.93 x Körpergrösse besser bedient. Bei längeren Stöcken verliere ich zuviel Antrieb aus den Beinen. Kürzere Stocklänge als 0.9 x Körpergrösse kommt für mich künftig nicht mehr in Frage, weil dann die Armunterstützung bei diesen Tempi zu schwach ist. So muss ich meine vorige Meinung leicht revidieren. Ich tendierte vor dem Test eher kürzere Stöcke zu laufen.
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mit rollenden Grüssen Steph täglich fit mit 4 kg skike http://www.skike-schule.ch Geändert von Skike-Steph (18.11.2007 um 17:58 Uhr) Grund: Bericht fertiggeschrieben |
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Danke Steph, für diesen umfassenden Vergleich!
Dazu braucht man gar nicht mehr viel zu sagen, denke ich. Tendenziell müsste es bei jedem Skiker so sein, wie du es beschreibst. Kurz für schnellen, präzisen Stockeineinsatz und lang für den längeren Schub aus den Armen. Wie genau die Faktoren für jeden einzelnen sind wird sicher immer individuell bleiben, aber die Zusammehänge zeigst du sehr klar auf. Als Richtgröße für den ersten Stockkauf komme ich ebenfalls auf Faktoren von ca. 0,9 bis 0,93. Und so sollte man es auch betrachten, als Orientierung, von der man später nach eigener Erfahrung abweichen kann. Das bedeute dann wohl: Öfters mal die Stöcke mit der Trainingskollegen tauschen und einfach austesten. Frank
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http://www.cross-skating.com |
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Hallo Steph,
bevor ich auf Deinen Bericht antworte, hier noch mal zur Info : Meine Stöcke : Leki Sport Carbon ( Skistock ) mit Wendespitze - Leichter 75% HM Carbonstock mit ausklickbarem Shark Griff- Schlaufensystem - Griff : Shark Cork Griff - Schlaufe : Leki Power Race Trigger3 Schlaufe PT3 - Steifigkeit : 64 mm bei 40 kg Belastung - Stocklänge = 180 cm - Länge gemessen vom Schlaufenaustritt bis zur Spitze = 175 cm ( Körpergröße x 0,99 ) >>> Stöcke sind jetzt 19 cm länger ! <<< Gesamtgewicht : 140 g Stock + 60 g Griff mit Schlaufe + 35 g Wendespitze = 235 g / Stock Ganz wichtig : Länge gemessen vom Schlaufenaustritt bis zur Spitze ! Und, ich bin 176 groß. ![]() PS : Die Steifigkeit von 64 mm bei 40 kg Belastung ist mir etwas zu gering. Es könnte bei einem ungünstigen zu weiten Aufsetzen des Stockes nach hinten zu einer übermäßigen Stockbiegung kommen und ggf. auch zum Stockbruch. Also, Vorsicht ! Zitat:
Da ich relativ aufrecht skike und vor allem NICHT mehr auf Geschwindigkeit, komme ich mit den langen Stöcken besser zurecht. Da das Skiken große Ähnlichkeiten mit dem Ski-Skating hat, scheidet eine tiefe Hüftposition generell aus, was Du ja auch bewiesen hast. Dann skike ich oft auf sehr schmalen Wegen bzw. in Fahrspuren von LKW auf Waldwegen, oder auch auf Beton-Plattenwegen. Da kann man nur ganz kurz gleiten und das geht mit den langen Stöcken weitaus besser. Es kommt dann schon fast dem " Schweben " nahe ! ![]() Deshalb sieht mein Fazit auch etwas anders aus : - ich skike entspannter - meistens setze ich die Stöcke genau neben dem Skike auf, aber mehr in Richtung Vorderkante Skike Ergänzung am 20.11.2007 Ich habe das heute mal genau beobachtet. Meistens setze ich die Stöcke in Höhe des Vorderrades auf, also so weit vorn, wie möglich. Dabei bin ich noch nicht einmal mit dem langen Stock hängen geblieben, bzw. darüber gestolpert oder habe Gegendruck aufgebaut. Das ist mir vorher mit den 160 er Stöcken öfters passiert. Außerdem habe ich heute auf meiner 26 km Tour den Schnitt geringfügig auf 12,57 km/h erhöht. Mein Kalorienverbrauch dabei 687 kcal/h. Also, alles noch im grünen Bereich. Übrigens die halbe Strecke davon in der Dunkelheit. - ich komme mit den langen Stöcke in jedem Gelände zurecht - auch die 1:1 Technik geht jetzt leichter - mein Kalorienverbrauch pegelt sich bei rund 600 kcal/h ein Letzten Endes muß wohl jeder seine " individuelle " Stocklänge finden. Das kann u.U. schwierig werden und auch viel Geld kosten. Was man jedoch nicht kann, sich auf die allgemein verbreiteten Zahlen zur Stocklänge verlassen.
Geändert von Klaus59 (20.11.2007 um 22:21 Uhr) Grund: Ergänzung zum Stockeinsatz aufgenommen. |
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Hallo Klaus,
bei den Profis sind die Unterschiede in der Stocklänge individuell noch unterschiedlicher als bei uns Hobbyfahrern. Für Skiprofis gibt es keine Skistock-Langen-Formeln, nur eigene Erfahrungen. Tenendziell fahren sie aber kürzere Stöcke als wir. Warum? Die schnellen Ski-Langlauf Skater sind inzwsichen in einer deutlich geduckten Haltung unterwegs, wordurch ihr Schultergürtel viel "bodennäher" ist als bei uns. Mancher Skiprofi müsste in seiner gewohnten "Sitzhaltung" ganz schön nach oben kangem wenn du ihm mal deine Stöcke geben würdest. Das "Sitzen" hat verschiedene Gründe... - Aerodynamik, da weniger Stirnfläche - Längerer Beindruck (=Antriebsphase), da ein stäker gebeugtes Knie länger bis zur Streckung arbeiten kann (kostet aber enorm Kraft und ist kniebelastender) - Bessere Fahrstabilität durch niederigeren Schwerpunkt - bessere Mobilität z.B. beim Spurwechsel, so eine Art spontane Spritzigkeit oder Antrittsstärke (ich weiß nicht ob es einen Begriff dafür gibt) Das klingt zwar alles ganz toll, weil man dadruch schneller fahren kann. Ja, WENN man die Kraft in den Beinen für einen tiefen Stil hat. Ich beobachte, dass Ex-Einschnelläufer und Speedsakter das recht gut hinbekommen, weil die tiefe Position für sie normal ist. Das sind dann die geeigneten Kanditaten für kürzere Stöcke. Aber sogar ambitioniertere Hobby-Skiskater schaffen es oft kaum so weit runter. Dafür haben sie häufig etwas mehr Kraft in den Armen und setzen das mit ihren wiederum längeren Stöcken dann ganz gut um. Bleib nur bei deine langen Stöcken, Klaus, Knie und Rücken werden es dir danken. Frank
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Hallo Frank,
ich bleibe garantiert bei meinen langen Stöcken. ![]() Trotzdem wäre es schön, wenn auf den Seiten der Sportler solche Daten veröffentlicht würden. Pulswerte wären natürlich auch sehr interessant. ![]() Das, was Du noch mal zur Stocklänge geschrieben hast, könnte für viele eine Anregung zum Nachdenken sein, ev. auch mal längere Stöcke zu probieren. |
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