Interessante Entwicklung ........

      Interessante Entwicklung ........

      Hallo,

      wenn man sich hier so die Protagonisten im Forum ansieht,
      also die Leute, die das Forum und den Sport mit ihrem Enthusiasmus
      bereichern, dann sind das so die 60er Jahrgänge und älter.
      Also alles Personen, die vorn mal mindestens eine 4 stehen
      haben - oder doch schon 50 oder sogar 60 Jahre alt sind.
      Ab 65 spricht man hierzulande (zumindest momentan noch) vom Rentner.

      Beim Inlineskating, also DIE "Roller-Sportart" schlechthin,
      hat man es meist mit einem jüngeren -teils auch sehr jungen-
      Publikum zu tun.

      Inlineskates:
      Ok, das sind halt die Funsportgeräte für jedermann zum
      ebenmal bisschen draußen rumrollen.
      "Ach, schönes Wetter heute, komm wir gehn nochmal bisschen rollern".
      Gut, ins Schwitzen kommt man auch mit diesen Dingern ab und zu
      (im Sommer bei 30°) Speedinliner mal ausgenommen!

      Skikes:
      Das sind dann schon eher diese Crosstrainer, die durch ihre
      Luftbereifung einen erhöhten Rollwiderstand haben und selbst einem
      passionierten Waldläufer recht klare Grenzen aufzeigen können.
      Soll heissen, mit den Dingern kannst du dich bei entsprechendem
      Gelände+Stockeinsatz so richtig platt machen, dass dir das Wasser
      im A**** anfängt zu kochen, und du als alter Läufer denkst:
      "Himmel nochmal, bin ich denn wirklich so untrainiert".

      Ist das nicht interessant ??

      Michael
      Hallo Michael,

      das ist wirklich interessant und auch wenn man schon eine Weile dabei ist, staunt man immer wieder.
      Auch wenn es dich noch antrengt, das wird vor allem auch mit der Technikverbesserung immer erträglicher.
      Wichtig für diesen einmaligen Trainingseffekt ist wirklich der hohe Widerstand, den man (bei korrekter Technik) überwinden muss, was einen schlecht trainierten Einsteiger schon fast zur Verzweiflung bringen kann und die Bessertrainierten und sogar Toptrainierten immer wieder in Staunen versetzt. Das ist nicht so schwuppdidei-easy wie beim Inlineskating. "Schongang" geht zunächst fast gar nicht beim Cross-Skating (muss man wirklich dran arbeiten).
      Allgemein habe ich vor allem Folgendens festgestellt:
      - Die sogenannte anearobe Schwelle scheint beim Cross-Skating fließend zu verlaufen, ohne eindeutig festen Pulswert.
      - Die Regeneration ist schneller als in allen anderen Sportarten die ich betrieben habe (einschließlich Schwimmen)
      - Der Trainingszustand bleibt erstaunlich lange konserviert, wenn man einmal eine Weile "faul" gewesen ist. Länger als beim Laufen, vergleichbar mit dem Schwimmen, man kommt auch ähnlich schnell wie beim Schwimmen wieder in Form.
      - Das Höchstleistungalter könnte höher liegen als in anderen Sportarten, da beim Cross-Skating weder besonders schnelle Bewegungen, noch besondere Beweglichkeit notwendig ist. Ich habe den Verdacht, dass Männer zwischen 30 und 42 ihre Lebenbestleistungen bringen können und Frauen zwischen 30 und 46 Jahren. Ohne eine professionelle Rennszene werden wir das aber nie herausfinden.
      - Die othopädische Belastung scheint geringer zu sein als beim Radfahren, Inlineskaten, Schwimmen (man staune, bezieht sich aber auf Schwimmen mit Wende am Beckenrand) und Skilanglaufen (nochmal staunen). Teilweise hat das mit stärkeren Kniebeugewinkeln zu tun, aber auch mit der größeren Unfallgefahr. Auf Skiern sind Stürze und der gesamte Bewegungsablauf irgendwie weniger "eindeutig" als auf Cross-Skates, man "eiert" immer etwas herum auf dem Schnee und auch bei Beinnahestürzen wirken auf die Gelenke oft recht hohe Kräfte (durch die Länge der Skiker)
      - Cross-Skating ist für viele Ausdauersportarten das bessere Ausdauertraining. Ich hoffe 2009 einige Projekte in dieser Richtung für empirische Untersuchungen durchführen zu können und hoffe auf die Unterstüzung von (euch) Sportlern, die parallel noch eine andere Sportart betreiben. Was ich selbst feststellen konnte: Cross-Skating ist eindeutig das "bessere" Radtraining. Wer als Radfahrer nur noch die Hälfte fährt und stattdessen die gleiche Zeit ins Cross-Skating-Training investiert (der Rücken und die Weichteile werden es danken!), wird nach meinen Erfahrungen schneller werden. Beim Schwimmen und Laufen scheint das, zumindest in geringerer Ausprägung, auch zuzutreffen muss aber wohl noch belegt werden. Obwohl, na ja...ich komme gerade aus dem Schwimmbad (schwimme 1-2 x 2-2,8 km/Monat) und bin dort 1000 m in 14:56 gekrault. Viel schlechter als zu meinen "besten Jahren" ist das nicht. Damals habe ich etwa 12 x so viel trainiert, (jüngere!) Schwimmer trainieren 25 bis 100 x so viel. Für einen 42jährigen untalentierten "alten Sack" (für Schwimmerverhältnisse) darf ich wissenschaftlich korrekt anmerken: Passt schon!

      Jetzt muss das nur noch für andere in anwendbare Trainingspläne umgesetzt werden. Das Jahr 2009 wird in dieser Richtung viel bringen. Es bleibt interessant...

      Franz

      Gelöschter Benutzer schrieb:


      - Die othopädische Belastung scheint geringer zu sein als beim Radfahren, Inlineskaten, Schwimmen (man staune, bezieht sich aber auf Schwimmen mit Wende am Beckenrand) und Skilanglaufen (nochmal staunen). Teilweise hat das mit stärkeren Kniebeugewinkeln zu tun, aber auch mit der größeren Unfallgefahr. Auf Skiern sind Stürze und der gesamte Bewegungsablauf irgendwie weniger "eindeutig" als auf Cross-Skates, man "eiert" immer etwas herum auf dem Schnee und auch bei Beinnahestürzen wirken auf die Gelenke oft recht hohe Kräfte (durch die Länge der Ski)
      Frank


      Moin Frank!

      Wie recht du hast mit den Stürzen beim Skilanglauf, würgghhh! Ich hoffe jetzt auch darauf, wenn dieses Eisschneedreckgemisch wegtaut , das das Skiken meine ausgerenkte Schulter wieder stabilisiert. Kann die Rehazuggeräte schon nicht mehr sehen.....
      Bytheway hat sich schonmal jemand hier die Schulter ausrenkt ? Wie lange laboriert man daran? Mein Unfalltag war schon der 08.12.08 und es geht mir viel, viel zu langsam vorwärts:mad:
      Danke +beste Grüße
      Holger