Skikes: Meine ersten Erfahrungen

      Skikes: Meine ersten Erfahrungen

      Kurz vor Weihnachten sah ich beim Joggen einen Rollski-Läufer ? auf einem normalen Sandweg. Da ich schon seit Jahren auf so eine Trainingsmöglichkeit als Abwechslung zum Joggen wartete, recherchierte ich kurz im Internet und stieß auf die ?Skikes? (doofer Name, aber was soll's). Kurzerhand wurden die Teile angeschafft.

      Hier ein Bericht über meine ersten Erfahrungen (der Übersichtlichkeit halber tageweise verteilt auf Einzelbeiträge):
      Bedienungsanleitung durchgelesen, Einstellungen vorgenommen - ab geht?s also in den nahen Park. Um mich nicht gleich in aller Öffentlichkeit zum Deppen zu machen, laufe ich zu Fuß und trage die Skikes in der Hand. Vor Ort werden die Sportgeräte untergeschnallt, und los. Leider sind überall Spaziergänger, die mich ungläubig beäugen.

      Da ich mich auf (Alpin-)Skiern sehr wohl fühle, ist wenigstens das Gleichgewicht kein Problem. Schon nach wenigen Metern stelle ich aber fest, dass ich fast am Boden festklebe, obwohl die Sandwege übergefroren und sehr hart sind. Ich sehe aber: Die Luftreifen geben bedenklich nach. Also die Miniluftpumpe, die ich zum Glück eingesteckt hatte, herausgeholt und die Reifen weiter aufgepumpt.

      Schon geht es besser. Jetzt drehe ich einige Runden, kreuz und quer durch den Park. Gleiches Gefühl wie beim Schlittschuhschritt auf Alpin- oder Langlaufskiern, auch wenn ich letzteres nur ein- oder zweimal gemacht habe. Die Bewegung macht Spaß und ist eigentlich nicht so richtig anstrengend, aber ich komme trotzdem aus der Puste und ins Schwitzen, obwohl ich eigentlich ganz gut trainiert sein sollte.

      In einigem Abstand vor mir ein biegt ein Jogger ein, der augenscheinlich in recht moderater Geschwindigkeit unterwegs ist. Interessant für einen ersten Geschwindigkeitsvergleich. Dieser fällt allerdings fatal aus, denn der Abstand zwischen uns bleibt absolut gleich, obwohl ich anstrengungsmäßig ersichtlich einen höheren Aufwand betreibe als er. Natürlich ginge es bei mir noch schneller, aber auch der Jogger läuft ja gemäßigt.

      Nach etwa einer halben Stunde und einem halben Dutzend Beinahe-Zwischenfällen mit kläffenden Hunden beende ich meine Runden, einerseits euphorisiert von der schönen Bewegung, wegen der geringen Geschwindigkeit aber auch etwas demoralisiert.

      Aus einem Auto heraus zeigt mir ein vorbeifahrender Wichtigtuer einen Vogel...

      Nachmittags geht?s zur Tankstelle, denn das Schneckentempo kann ja eigentlich nur an einem nach wie vor zu geringen Reifendruck liegen.
      Heute will ich genauer wissen, was es mit Geschwindigkeit und Anstrengung auf sich hat. Ich werde daher genauestens meine alltägliche Laufstrecke abfahren. Außerdem wird eine neue Batterie in meine Pulsuhr ein- und der Brustgurt umgelegt.

      Schon das erste Stück zum Park auf Asphalt zeigt, dass sich das Aufpumpen der Reifen gelohnt hat ? sie sind jetzt steinhart und lassen auf verbessertes Rollen auch auf Sandwegen hoffen.

      Schon nach wenigen Metern ist mein Puls allerdings auf 170, und das, obwohl ich mich doch nur locker einfahre und die Geschwindigkeit nun wirklich nicht hoch ist.

      Weil ich (auch beim Joggen) strikt im aeroben Bereich trainieren möchte, will ich meine persönliche Grenze von ca. 155 Schlägen in der Minute eigentlich nicht überschreiben. Andererseits sagt mir mein Ehrgeiz, dass ich als Exot inmitten all der Jogger und Walker keinesfalls der Langsamste sein sollte.

      Also wähle ich auf den (nach wie vor gefrorenen) Sandwegen des Parks ein Tempo, dass gefühlsmäßig einen Kompromiss darstellt: Ich bewege mich schneller als Schneckentempo, dafür aber angestrengter als normalerweise beim Joggen. Schon in der Nase spüre ich jedoch die Muskelsäure, und richtig, der Pulsmesser steht kontinuierlich auf über 180.

      Macht nichts, ich fühle mich ja total gut dabei (was beim Laufen in dem Tempo sicherlich anders wäre, zumindest über längere Zeit). Der hohe Puls scheint vor allem durch die Armbewegungen beim Stockeinsatz zu kommen, anscheinend werkelt der Organismus hier auf unterschiedlichen ?Anstrengungsebenen? (Oberkörper, Beine).

      Ein Glück, dass sich der hohe Aufwand, den ich betreibe, einigermaßen lohnt. Alle Jogger werden nach und nach überholt. Gefühlsmäßig geht es für den Krafteinsatz aber immer noch viel zu langsam voran, der Überholvorgang dauert ewig, und mit einem zügigeren Läufer könnte ich sicherlich nicht mithalten.

      Zum Glück weiß ja keiner, was meine Pulsuhr anzeigt, und durch die langärmelige Winterbekleidung wird verdeckt, wie mir der Schweiß am Körper hinunterrinnt.

      Die belustigten Blicke der Spaziergänger ignoriere ich souverän. Ein Glück, dass Winter ist, so mögen sie annehmen, dass ich für irgendein Rennen in den Alpen trainiere.

      Recht hart wird allerdings der (in Laufschuhen irgendwie noch nie als solcher wahrgenommene) ?Anstieg? am Ende der Runde.

      Dann ist es geschafft. Gespannt schalte ich um auf die Stoppuhrfunktion und stelle fest, dass ich ?immerhin? ca. eine Minute schneller war, als bei einer Jogging-Runde. Das aber auch nur um den Preis eines um immerhin 35 Schläge erhöhten Durchschnittspulses (180 gegenüber 145)!

      Andererseits muss ich sagen: Ich fühle mich beleibe nicht so erschöpft (nämlich eigentlich gar nicht richtig), wie ich mich anhand der Pulsbelastung eigentlich fühlen müsste. Und der Spaß war so groß, dass ich mich schon auf die nächste Runde freue.
      Für heute habe ich mir fest vorgenommen, mich nicht von meinem Stolz leiten zu lassen, und konsequent im aeroben Bereich zu bleiben (also unter Puls, sagen wir mal, 155). Mal schauen, ob das überhaupt geht.

      Schon auf der Aphaltstrecke zum Park merke ich, dass das wohl nichts wird. Auch ohne Stockeinsatz und mit kraftschonender Beinarbeit bin ich gleich auf über 160!

      Also wird ein weiteres Mal der Vorsatz abgeändert, diesmal in: ?So schonend wie möglich.? Aber: Noch langsamer wäre gleichbedeutend mit Stehenbleiben.

      Jetzt heißt es hart sein und das eigene Ego vollkommen ausschalten. Trotz eines Pulses von 165 (was einem richtig schön verschärften Lauf entsprechen würde), krieche ich gerade einmal durch den Park. Ich bewege mich geschwindigkeitsmäßig gerade einmal jenseits der langsamsten Joggerinnen. Wenigstens die Walkerinnen bleiben hinter mir, aber auch nur, wenn sie nicht ihre an sich vorgeschriebenen 120 Schrittchen pro Minute machen, sondern einen Kaffeeklatsch in Sportkleidung abhalten.

      Ergebnis am Ende der Runde: Durchschnittspuls ca. 165 Schläge pro Minute, Gesamtzeit ca. drei Minuten länger als beim ruhigen Joggen mit Puls 145 (35:30 min gegenüber 32:30 min).

      Ich wage nicht, mir vorzustellen, wie es sein wird, wenn der Frostboden erst einmal taut und die Wege weicher werden...
      Pro

      • Die Bewegungsabläufe machen viel Spaß.
      • Der Oberkörper, der beim Joggen zu kurz kommt, wird angenehm beansprucht.
      • Die Belastung wird nicht als so anstrengend empfunden, wie dies nach der Pulsmessung eigentlich der Fall sein müsste.


      Contra

      • Trainig im aeroben Bereich scheint nicht möglich zu sein, der Puls schießt sofort in anaerobe Bereiche.
      • Man ist real sehr langsam unterwegs.
      • Man macht sich in der Öffentlichkeit ganz schön zum Affen, weil man trotz der seltsamen und aufwendigen Ausrüstung gerade einmal gemäßigtes Jogging-Tempo erreicht. :D


      Auf keinen Fall vergessen: An der Tankstelle (!) die Reifen aufzupumpen, und zwar so fest wie irgend möglich!


      (Anm. 18.02.2009: Das Contra und der Tankstellen-Hinweis sind überholt, siehe bei der Fortsetzung weiter unten!)
      Hallo Herminator,

      ein toller Bericht, der sehr deutlich zeigt, wie es uns allen am Anfang erging ("faszinierte Verblüffung") - vielen Dank dafür!
      Tempo und Anstrengung sind auch ein Frage der Techink, die mit der Zeit noch wesentlich ökonomischer wird. Auf weichem Waldboden müssen wir uns wohl damit abfinden den schnellen Läufern unterlegen zu sein. Aber nicht allzu viel und auch hier bringt eine spezielle Cross-Technik enorm viel.
      Mit den "Bealstungsebenen" hast du einen schönen Begriff benutzt. Die Ebene der als erschöpfend empfundenen Anstrengung wird nämlich kaum erreicht. Und keine Angst, beim Cross-Skating gelten etwas andere Regeln was Training und Trainingslehre betrifft. Derzeit wird zwar noch an vielen Stellen versucht durch krampfhaftes Kopieren von Wissen aus anderen Spoartarten, diese neue Sportart mit Know-How zu versorgen, aber es steht schon jetzt so gut wie fest, dass das nicht zufriedenstellend gehen wird. Dieser Sport ist eichfach anders, darauf deuten zahlreiche Indizien hin (an umfangreichen Beweisen und Untersuchungen mangelt es leider noch).
      Folgende Tendenzen sind für mich aber eindeutig: Beim Cross-Sakting ist ...
      - ...die Regenerationszeit extrem kurz (ähnlich Schwimmen)
      - ...die orthopädische Belastung der Beine geringer als beim Inlineskaten und Skiskating (etwas andere Arbeitswinkel)
      - ... die orthopädische und muskuläre Belastung der Arme höher als beim Skiskating und beim Schwimmen
      - ... der Übergang zwischen verschiedenen Belastungszonen (Pulsbereiche) viel fließender als z.B. beim Laufen.
      - ... alle Pulsbereiche (Training, Wettkampf, Maximalpuls) höher anzusetzen
      - ... das Fettstoffwechseltraining wegen der hohen Gesamtbelastung ebenfalls auch in deutlich höheren Pulsbereichen noch wirksam
      - ... die anearobe Schwelle mit den verhältnismäßig niederigen Pulswerten anderer Sportarten nicht zu vergleichen, bzw. die Diagnostik hinkt, weil höhere Milchsäurewerte über längere Zeit ohne negative Auswirkung ertragen werden können.
      (eine Folge der letzten Punktes ist, der, dass die Puffersysteme der Körpers traininert werden höhere Milchsäurewerte abzufangen, was die klassische Lactatdiagnostik erheblich verfälschen kann).

      Kurz: Es ist alles anders, aber da dadurch auch kaum Probleme auftauchen, kann man diesen Sport durchaus etwas "planloser" als andere Ausdauersportarten betreiben, also weniger mit ständigem Blick auf irgendwelche Messegräte.

      Viel Spaß weiterhin!
      Franz
      Hallo herminator,

      da hast Du einige schöne Beiträge geschrieben und ich kann mich Frank nur anschließen, alles wird mit der Zeit besser.
      Allerdings wird es dazu einige km dauern, vielleicht nach 1.000 sieht das ganz anders aus.

      Über die Themen Puls, Belastung, Geschwindigkeit usw. findest Du hier sehr viel.

      Schau bitte mal hier meine Tabelle an, dann kannst Du sehen, was mit Training und der Cross-Skating Technik alles möglich ist.
      forum.cross-skating.com/6842-post5.html

      Eine Bitte habe ich.
      Gebe doch bitte Deine Pulswerte in % vom MHR an, dann können wir das besser miteinander vergleichen.
      Solltest Du Deinen Maximalpuls ( MHR ) nicht kennen, dann verrate uns entweder Dein Alter oder rechne es nach der Altersformel aus >>> für Männer 220 minus Lebensalter = MHR.

      Im Moment diskutieren wir hier forum.cross-skating.com/7024-post38.html gerade auch andere Puls-Berechnungsmethoden.

      Doch, für den Anfang gibt die Altersformel schon mal einen guten Überblick.
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]

      Reifentest (Vor+Nachteile)

      Hallo, ich weiß nicht, ob der Beitrag jemandem hier weiterhilft,
      ein Versuch ist es aber (denke ich) wert.

      Vor ein paar Wochen bin ich günstig an Vollgummirollen
      (15cm Durchm.) gekommen.
      Ok... dachte ich mir für den Preis, was soll`s und habe
      mir vier Stück angeschafft.

      Testergebnis fahren mit vier Kunststoffrollen:
      Vorteile:
      - keinerlei Reifendefekte
      - sehr "handlich" zu fahren
      - schnelles fahren auf Asphalt möglich
      (mit Stockeinsatz hängt man sogar Fahrradfahrer ab)
      - sehr lange Gleitphasen möglich

      Nachteile:
      - schlechte Crosstauglichkeit
      - schlechtes Bremsverhalten
      - geringerer Grip bei nasser Fahrbahn
      - geringerer Kraftaufwand > "schlaffes Trainingsergebnis"

      Testergebnis fahren mit Kunststoffrollen vorn und Roadstar
      Luftreifen hinten (also gemischt)
      Vorteile:
      - Mit dieser Konfiguration habe ich meine ständige Kipperei
      nach rechts oder links aussen wegtrainiert
      ! super Gleichgewichtstraining !
      (Bin aktuell wieder auf Luftreifen - gute Vergleichmöglichkeit)
      - gute Bremseigenschaften (wie sonst bei Luftreifen auch > logisch)
      - Ein Mix im Rollwiderstand > ganz ordentlicher Trainingseffekt
      mit zufriedenstellender Geschwindigkeit
      - lange Gleitphase sehr gut trainierbar
      (tue mir jetzt komplett auf Luftreifen erheblich leichter)
      - Fahren im Nassen kein Problem
      - 50% weniger Gefahr von Reifendefekten

      Nachteile:
      - sieht bescheuert aus (mir aber egal, mir gehts ums Training)
      - eingeschränkte Crosstauglichkeit
      (Äste und kleine Steine sind aber kein Problem)

      Teste weiter..........

      Michael
      Interessanter Test!
      So etwas kann die Entwicklung nur voranbringen.
      Meine persönliche Pannenstatistik ist seit Spätsommer 2008 von "alle 2000 km" auf "alle 1300 km" gesunken. Bei mir zerlegt es die Mäntel genau so wie bei euch.

      Franz
      Hallo Michael,

      alleine der Versuch einer Mischbereifung war Deinen Bericht wert - solche Experimente und die daraus gewonnenen Erfahrungen helfen oft in Bereichen weiter, für die sie gar nicht gedacht waren :)
      (Problem mit Reifenplatzern zwar nicht behoben, aber neue Bewegungsaufgaben / Lernwege durch anderes Fahrwerk gefunden).

      Find ich interessant.

      Mirko

      meine ersten Erfahrungen

      So, da meine Skikes eben angekommen sind, möchte ich kurz meinen ersten Eindruck schildern.

      Als allererstes: ich fahre schon jahrelang Inliner und habe dadurch sicherlich gute Voraussetzungen.

      Zuerst war ich bezüglich des Gewichts von 1,9 kg schon ziemlich skeptisch. Aber nachdem ich diese Dinger eben anprobiert habe, muss ich gestehen, dass man es am Fuß anders wahrnimmt (leichter).

      Nachdem ich die Reifen mit 7bar befüllt habe, musste ich mir die Skikes gleich mal anschnallen.

      Dann nahm ich die beiden Lekis in die Hand und schob mich ein wenig an. Meine 2m die ich im Zimmer schieben konnte, waren schon sehr vielversprechend und haben schon ein bisschen Lust auf MEHR gemacht.

      Leider ist zur Zeit alles verschneit und meine ersten Schübe werde ich sicher nicht auf schneeglatter Fahrbahn hinlegen. Bleibt also ein paar Tage abzuwarten und dann gehts ab nach draussen.

      Wie fest schnallt ihr denn die Wadenlasche? Als ich sie ganz fest gemacht habe, hatte ich einen unangenehmen Druck am äußeren Bein. Dann hatte ich sie ein wenig locker gemacht und es war völlig verschwunden. Muss die oberste Lasche richtig fest gezurrt werden oder habt ihr sie auch etwas lockerer sitzen? Sie dient ja lediglich zur Stabilisierung der Skikes und da reicht doch auch ein lockerer bzw. angenehmer Sitz, oder sehe ich das falsch?

      P.S. Ich bereue es, dass ich dieses vom Aufbau her simple, aber geniale Sportgerät nicht erfunden habe :p
      Hallo Corey !

      M.E. ist die Wadenschale bei gut stabilisierendem Schuhwerk nur leicht zu schließen. Sie dient allein dem Bremsvorgang und hat sonst keine Funktion. Ich würde sogar so sagen: wenn Deine Stabiliät von der Schnürung der Wadenschale abhängt, dann stimmt etwas nicht mit Deiner Stellung auf dem Skike und Du solltest diesen Grund dann finden und beseitigen.

      Anfangs wirst Du ohnehin tendenziell fester binden, was sich nach den ersten Km dann legt. Probiere ein wenig herum. Solange Du Dir die Blutversorgung nicht abschnürst, kannst Du nicht viel falsch machen.

      Have fun !

      Peekaboo
      ...noch ne kleine Anmerkung zur Wadenschale - man traut sich bei den neuen Teilen noch nicht so richtig die Dinger zusammenzudrücken. Aber gerade durch eine seitlich um den Wadenansatz gebogene Halbschale kommt der größte Stabilisationsfaktor zustande. Dann kann man den Klett-Gurt auch locker lassen.

      Ich mit meinen (Frauen-)Modelwaden kann die Schale fast vorne rum biegen :)

      Also ruhig mal feste biegen, dafür sind sie auch gemacht.

      Gruß
      Mirko
      ...auch dazu eine Ergänzung:
      Wenn Mirkos schreibt "Stabilisattionsfaktor" dürft ihr das nicht verstehen wie die stabilisierende/stützende Wirkung eines Skistiefels. So meint es Mirko auch nicht, sondern, der Impuls den ein leicht wegkippender Skike (taktil) an die Wade weitergibt wird früher wahrgenommen und man reagiert schneller und korrkekter aktiv im Sprunggelenk.
      Natürlich "packt" die Wadenschale in Extremsituationen auch etwas an der Wade zu, aber dafür ist sie eigentlich nicht grundsätzlich gedacht. Betrachtet sie als Balance-Hilfe. Da Anfänger häufiger bis ständig in kleinere Extremsituationen kommen scheuern sie sich auch viel leichter die Wade wund als Routiniers.
      Natürlich passiert das auch häufiger bei schlecht eingestellten Skikes (so wie sie ab Werk aus der Kiste kommen, OHNE dass sie eine Fachkarft vorher eingestellt hat). Mirkos Hinweis ist ein Tipp in Richtung mehr Kontrolle/mehr Sicherheit/mehr Spaß!

      Franz

      Diese Problematik kenne ich überhaupt nicht

      Hallo Frank,

      das mit dem Wundscheuern habe ich noch nicht kapiert,
      denn soetwas kenne ich überhaupt nicht !!

      Du hattest mir das schonmal (lamals live bei dir im Laden)
      erzählt, dass du dir "eine 5 DM große Blutblase" gelaufen hast.

      Wenn überhaupt nix scheuert, ist das dann ein Indiz dafür,
      dass man perfekt im Skike steht ??
      Oder ist das reiner Zufall ??

      Gut, vielleicht hast du mir die Dinger auch so optimal
      eingestellt, dass ich deshalb dieses Problem nicht kenne ?

      Michael
      Am Wochenende hatte ich ein Prospekt im Briefkasten, in dem Ski-LL-Stöcke für 20,- Euro angepriesen wurden. Da kam mir als Anfänger doch glatt die Idee solche als Übungsstöcke zu verwenden. Ich habe die Leki Carbon von Frank, aber wenn ich an den Neupreis von 99,- Euro denke, wird mir Angst und Bange, diese zu zweiteilen.

      Deshalb kam mir der Gedanke mit solchen für 20,- / 30,- Euro anzufangen und wenn die kaputt gehen, dann gibt es halt neue bis ich sicher auf den Skikes unterwergs bin.

      Meine Frage nun an euch:
      Habt ihr schon normale Ski-LL-Stöcke verwendet?
      Ist das nicht eine "billige" Alternative zu den Nordic Skating Stöcken?

      Sicher habe diese eventuell schlechtere Eigenschaften bzw. Nachteile, aber für meine ersten paar Trainingstage dürfte mir doch der Unterschied noch nicht merklich auffallen, oder?

      Rock`n`Roll
      Christian
      Hallo Michael,
      wenn du dich nicht wundscheuerst, stehst du bereits recht gut in den Skikes, zumindest ohne seitliche Hin- und herbewegung am Wadenpolster. Das könnte aber auch bedeuten, dass du permanent eingeknickt drinstehst ohne Veränderung der Postition, ist aber unwahrscheinlich. Ich tippe mehr auf "korrekt".

      Hallo Christian,
      deine Überlegung ist richtig - warum teures Matarial "vernichten"?
      Über billige Stöcke zu stolpern macht da schon mehr Spaß ;).
      Wichtig ist aber, dass du Hartmetallspitzen drauf hast, denn in der 20-Euro-Klasse sind oft Weichmetallspitzen drauf. Du kannst und musst dann gute Hartmetallspitzen nachrüsten (10 bis 14 Euro). Es sogar kaum Sinn mit Weichmatallspitzen loszufahren weil auf Aspahlt die Lebensdauer extrem kurz ist.
      Ca. Distanz bis zum spürbaren Abstumpfen:
      Weichmatallspitzen: 5-10 km
      Hartmetallspitzen: 250-400 km
      schlechte Hartmetallspitzen: 100-200 km

      Die "schlechten" Hartmetallspitzen erkennt man leider erst, wenn man die kürzere Haltbarkeit feststellt. Ich kann auch Diamantfeilen zum Nachschärfen von Hartmetallspitzen empfehlen.

      Franz

      Die Stöcke und der Reifendruck

      Finger weg von Stöcken der Marke Skike. So gut mir auch die Rollski der Marke selber gefallen ? die Erfahrungen mit den Stöcken waren sehr unerfreulich. Um die benötigte Länge feststellen zu können, hatte ich vom Händler zunächst leihweise ein Paar längenverstellbarer Stöcke aus Carbon erhalten. Aus der Originalverpackung entnahm ich zunächst die beiden Oberteile mit angeblich patentierten und angeblich ergonomischen Handschlaufen. Diese stellten sich allerdings als überhaupt nicht passgenau heraus. Außerdem handelte es sich um zwei (!) rechte Handschlaufen. Beim Fixieren der Länge der Stöcke durch Ineinanderschrauben der Einzelteile löste sich dann an einem Stock der Griff, den ich dann mühsam mit Alleskleber wieder auf der Stange befestigen musste. Auf frosthartem Boden brach dann an einem der Stöcke auch noch die sehr filigran ausgefallene Metallspitze ab.

      Glücklicherweise bestellte mir der Händler dann Leki-Stöcke aus Aluminium in fixer Länge ? im Vergleich zu meinen Erfahrungen mit den empfindsamen Skike-Stöcken ein Traum. Robuste Schäfte (das gegenüber Carbon höhere Gewicht empfinde ich nicht als Nachteil, sondern als absolut angenehm), robuste Spitzen (wesentlich dicker als beim Skike-Modell), tolle Handschlaufen mit Klettverschluss und ? sehr praktisch ? Aushakvorrichtung. (Leider gibt es die Stöcke nur in einer extrem auffälligen, rot und neon-gelben Lackierung. :cool:)

      Außerdem besorgte ich mir für die Spitzen aufschiebbare Gummischuhe, die eigentlich für das Nordic Walking gedacht sind. Die verwende ich auf dem kurzen Stück in den Park und erschrecke so durch das Klackern der Stöcke nicht so viele Passanten, selbst wenn die Bodenhaftung der Stöcke auf den Betonplatten sich dadurch etwas verschlechtert.

      Durch die besseren Stöcke verbesserte sich das Fahrgefühl noch einmal ein ganzes Stück.

      Eher zufällig kam ich dann aber auf die eigentlich entscheidende Sache. Nach einem ? zunächst nicht erkannten :rolleyes: - Platten, der das Vorankommen erst so richtig schweißtreibend gemacht hatte, musste ich zum Aufpumpen erneut zur Tankstelle, denn mit meiner Fahrradpumpe wollte es einfach nicht so richtig gehen. Beim Abziehen entwich immer etwas Luft, so dass der Reifen wieder spürbar flauer wurde (bei den winzigen Reifen wirkt sich dieser Verlust natürlich stärker auf den Druck aus als bei einem Fahrrad- oder Autoreifen). Aus irgendwelchen Gründen waren die Reifen nach diesem Tankstellenbesuch noch viel härter als beim ersten Mal und rollten auf einmal auch auf den Sandwegen sehr gut. Also flugs hier im Forum gesucht, wie denn andere Mitglieder so ihre Reifen aufpumpen, über das Problem des Ventilabziehens gestolpert und im Internet die verlustfrei abziehbare Topeak Pocket Shock DXG-Pumpe bestellt ? eigentlich eine Federgabel-Luftpumpe mit Manometer, die aber auch auf die Autoventile der Skike-Reifen passt. Ergebnis der Kontrolle mit dem Pumpen-Manometer war, dass der Luftdruck meiner Reifen immer noch um ein bis eineinhalb bar zu niedrig war. Also pumpte ich weiter auf, letztlich bis auf 7,5 bar. Nun rollen die Reifen auch auf den Sandwegen im Park traumhaft und die Geschwindigkeit ist angemessen hoch, zumindest so lange es trocken ist. Walkerinnen und auch die meisten Jogger stellen kein ernsthaftes ?Problem? mehr dar, und ich habe natürlich auch nicht mehr das Gefühl, am Boden festzukleben.

      Zusätzlich habe ich noch einige weitere Einstellungen an den Rollgeräten vorgenommen, insbesondere die X/O-Bein-Einstellung feinjustiert und den Wadenbügel zurechtgebogen (wurde hier im Forum beschrieben). Seitdem ist das Fahrgefühl perfekt: Schnell, sicher und effektiv.

      Durch den geringeren Rollwiderstand lassen sich jetzt auch auf Sand niedrigere Pulswerte erzielen und ein Training im aeroben Bereich verwirklichen.

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      Fazit (Ergänzung)

      • Ein absolutes Muss ist das Aufpumpen der Reifen mit einer Spezialpumpe, die ein Entweichen von Luft beim Abziehen verhindert, weil sich aufgrund der ?Größe? der Reifen jeder Luftverlust sofort in Druckverlust äußert. (Eigentlich müsste dies beim Kauf ein erstes Mal der Händler machen, damit der Anfänger gar nicht erst lange rumrätseln muss, wieso die Geräte so schlecht rollen.) Dieser kaum erkennbare Druckverlust hat massive Einflüsse auf das Rollverhalten der Reifen. Auch an Tankstellen lassen sich die Reifen daher nicht (!) gut aufpumpen.
      • Stimmt der Luftdruck, lassen sich auch auf (festen) Sandwegen problemlos angemessene Geschwindigkeiten erzielen.
      • Stimmt der Luftdruck, kann man durchaus auch mit Pulswerten im anaeroben Bereich trainieren.

      Ein Hoch auf meine Stöcke!

      Heute morgen habe ich an meinen schon zuvor gelobten Stöcken von Leki einen weiteren Pluspunkt entdecken dürfen: Die Handschlaufen lassen sich nicht nur schnell und einfach ein- und wieder aushängen, sie lösen sich zur Not auch unter Zug. Ein tolles Sicherheitsmerkmal - selbst, wenn dies von Leki vielleicht so gar nicht beabsichtigt ist. ;)

      Folgendes war passiert - ich rollerte gerade mit ziemlicher Geschwindigkeit auf einer abschüssigen Strecke entspannt durch den Park, als der Teufel wollte, dass ein Stock mit seiner Spitze ausgerechnet in den Randlöchern eines Betongullideckels verschwand, sich sofort verkantete und somit steckenblieb. Mein ganzer Arm wurde brutal nach hinten gerissen, ich stand in voller Fahrt plötzlich quer zur Fahrtrichtung und stürzte natürlich, aber wenigstens hatte sich unter der Belastung die Schlaufe losgerissen. Nicht auszudenken, wenn das nicht passiert und es auf eine Kraftprobe Aluminium - mein Arm angekommen wäre!

      Als ich mich zehn Meter entfernt verdutzt erhob, steckte der Stock einsam und seelenruhig in der Wegesmitte...
      Hallo Herminator,

      gut, dass es dein Arm überstanden hat. So ist das - laut Leki - auch vorgesehen, auch wenn das eine aktuellen Fachliteratur der Firma Leki als Minuspunkt angekreidet. Okay, du weißt es jetzt auf Grund deiner Erfahrung besser.
      Nur eine Sache kann außerdem passiert sein: Möglicherweise hat dein Stock jetzt eine "Sollbruchstelle", weil duch das Verkanten im Material nicht vorgesehene Kräfte gewirkt haben. Wenn die Stöcke auch rund 100 bis über 200 kg gerade Druckbelastung aushalten (was die Hersteller auch garantieren), so können sie für "Unfälle" mit Gullydeckeln und dergleichen leider keine Haftung übernehmen.
      Also etwas beobachten den Stock ob man etwas sieht am unteren Ende. Wenn nicht (auch keine Schramme), hat der Stock zumindest nicht viel abbekommen. Würde ich aber nicht drauf wetten.
      Aber Hauptsache gesund, oder?

      Weiterhin Hals- und Stockbruch!
      Franz