Macht X-Skating dick ?

      Macht X-Skating dick ?

      Moin !

      Seit ich auf Skike unterwegs bin, habe ich zugenommen. Ich glaube es liegt daran, dass ich nach meinen Touren einen Mörderhunger entwickle. Mnachmal stehen auf der Pulsuhr 4.000 kcal.

      Ist es eventuell sinnvoll, während der Ausfahrt einen Riegel mitzunehmen, um dem Hungerberg vorzubeugen ? Oder gewöhnt man sich nach einiger Zeit an den Energiebedarf beim X-Skating ?

      Viele Grüße

      Teerjacke

      Abnehmen mit X-skating

      Hallo Teerjacke,

      was machst Du denn für gewalt(ige)Touren, dass Du so viele kcal verbrauchst? Ich bringe es in 1,5 Stunden auch auf 1000, aber das ist ja nichts im Vergleich zu Dir!
      Also, bei mir hat das X-Skaten definitiv zur Gewichtsabnahme geführt. Ich war jahrelang deutlich übergewichtig und hatte schon verschiedene Änderungen in meinem Essverhalten eingeführt, die zu einer geringen Gewichtsabnahme geführt hatten. Wirkliche Fortschritte erzielte ich aber erst, als ich über diese Essensänderungen hinaus auch anfing, regelmäßig skiken zu gehen - und das, obwohl ich in unserem großen Haushalt sowieso den ganzen Tag am Rumrennen bin.
      Meines Erachtens ist die Kombination von beidem wichtig: Wie Du ja auch sagst, kann Training allein nichts bewirken, sogar zum Gegenteil führen. Es wäre sicher gut, wenn Du irgendetwas finden könntest, was Dir den Heißhunger nach der Ausfahrt nimmt, sei das nun Obst, ein Riegel oder sonstwas.
      Mein persönlicher "Zaubertrank", der bei mir seit geraumer Zeit das Abendbrot ersetzt, besteht aus einem Jogurt-Drink, in den ich mir einige Teelöffel "Dr. Ritter's Soja-Super-Eiweißkonzentrat" (aus dem Reformhaus) einrühre, evtl noch ein paar TL Leinsamen. Das ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, macht mich aber mit wenigen kcal total satt, und das ist es, was ich brauche. Und da ich meist am Nachmittag oder Abend x-skaten gehe, nimmt es mir auch den dadurch aufkommenden großen Hunger. Wenn's ganz hart kommt, esse ich danach noch ein Stück Käse oder eine Banane. Die anderen Mahlzeiten nehme ich ganz normal zu mir - ein Riesenfrühstück und auch ein recht umfangreiches Mittagessen.
      Wie gesagt, das ist ein ganz spezieller, individueller Weg - ich habe angefangen ihn zu gehen, als mir klar wurde, dass mein normales Abendbrot deshalb so umfangreich war, weil ich mangels ausreichendem Eiweißgehalt einfach nicht satt wurde.
      Vielleicht kannst Du ja auch für Dich den "Mangel" einkreisen und angehen.
      Es kann halt nicht jeder so viel ungestraft futtern wie so ein Jugendlicher wie Christian, der wirklich unglaubliche Berge vertilgt, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen!

      Gruß
      Sigrid

      Die spinnen, die Polar Uhren !

      Moin Sigrid !

      Danke für den Tipp. Das werde ich glatt ausprobieren.

      Über die Pulsuhr Angaben wundere ich mich auch manchmal. Ich als Ärztinnenmann habe mir auch schon sagen lassen müssen, dass meine Uhr eh nur Quatsch messe.

      Im Normalfall habe ich nach einer Stunde 1000 kcal. Ich denke das liegt daran, dass ich mich immer mitreißen lasse. Nach 20 Minuten spätestens komme ich in den Vollgasrausch. Heute aber bin ich eine 75 Minuten ganz moderat gelaufen und nur (max. 175 Puls, nur 5 Minuten 190+) am Schluss mit vollem Einsatz.

      Ich werde mal was mitnehmen und eine kleine Pause machen. Vielleicht bleibt dann die Hungerattacke aus.

      Viele Grüße

      Terrjacke
      Hallo Teerjacke,

      was Du moderat nennst, das wäre für viele hier schon tödlich!
      Gerade in den ersten Monaten habe ich mich auch immer zu einem sehr pulsträchtigen Tempo hinreißen lassen, aber da hatte ich glücklicherweise noch keine Pulsuhr. Im Lauf des letzten Jahres sind meine Pulswerte langsam aber sicher gefallen, von einem 170er auf einen rund 150er Schnitt bei einem Tempo, das mir Spaß macht. Schon damit komme ich auf 1000 kcal in 90 Minuten, da wundert es mich nicht, dass Du auf so hohe Werte kommst! Vielleicht solltest Du nicht Polar die Schuld in die Schuhe schieben, sondern Deiner Hochpuls-Fahrweise!

      Sigrid

      Pulsschnitt & Kalorien

      Hallo Skiker-Freunde,

      ich denke wer nicht abnimmt "treibts" einfach zu wild beim Skiken...:p

      Bin anfangs auch zu schnell gelaufen (Pulsschnitte so um 160 +-5 herum), das hat sich jetzt eingependelt auf so 145-150, bei einer Strecke con ca 18Km in der Stunde, fairerweise dazugesagt fast alles auf Asphalt (muß Reifen schonen - nur noch 1 Ersatz)

      Natürlich machts auch die Länge der Ausfahrt ihr übriges dazu, wenn man 2 h skikt und das Tempo noch weiter runterschraubt kommt sicher jeder in seinen optimalen Verbrennungsbereich hinein... da gehen die Kilos normalerweise schon recht flott weg...ja und mit dem Essen danach sollte man einfach ein wenig "bremsen" und dafür vie trinken...

      Bei mir hilfts halt obwohl ich ehrlich gesagt nicht auf´s Abnehmen aus bin, sondern mehr auf die allgemeine Fitness :cool:
      Schöne Grüße aus dem Salzburgerland!!!

      Mike :cool::cool::cool:

      -------------------------
      Hallo,

      ich verbrenne pro geskikte Stunde, also nur die Zeit in Bewegung ( das kann man nur mit einem GPS messen, welches die Funktion " Autopause " besitzt ), im Schnitt 665 kcal.

      Zur Messgenauigkeit aller " Kalorienzähler " später mehr.

      Zum beseren Vergleich der Werte, ist also ein Bezug notwendig.
      Entweder auf die zurückgelegten km ( kcal/km ) oder eben auf die Zeit in Bewegung ( kcal/h ).

      Euer Puls ist, weil Ihr hauptsächlich in flachen Gelände unterwegs seit, zu hoch.
      Dazu auch später mehr.
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]
      Hallo Klaus,

      wieso kann ich das nicht auch mit einer ganz normalen Pulsuhr messen, die ich von Hand jedesmal abstoppe, wenn ich stehen bleibe? So komme ich - je nach Puls - auf irgendwas zwischen 700 und 1000 kcal pro Stunde.

      Ebene oder nicht: Wenn ich hier eine Autobahnbrücke hochskike, komme ich locker auf einen Puls von über 180, wenn ich auch nur ein bisschen Gas gebe, auch wenn ich zuvor mit 150 unterwegs war. Um bei einem solchen "Hügel" mit dem Puls niedrig zu bleiben, müsste ich schon abschnallen und hochtragen!

      Gruß
      Sigrid
      Hallo Skikergemeinde,

      ich bin jetzt seit März 2008 auf Skikes unterwegs. Habe die letzten 5 Jahre 1 x in der Woche Badminton gespielt und in meinem ganzen Leben nie Spaß an Ausdauersportarten gefunden (bis ich einen Skiker sah :D).
      Auf den Skikes habe ich am Anfang auch den Fehler gemacht und "alles gegeben". Bin Anfangs immer über Maximal-Puls gefahren, bis mir ein Profi im vertrauten Gespräch (danke Frank :)) erklärt hat warum es eigentlich Pulsuhren gibt.
      Bin jetzt seit 2 Wo von > 180er Puls weg, und bewege mich in den Bereich zwischen 160 - 170 Tendenz sinkend. Bin halt etwas langsamer, aber dafür merke ich Vortschritte und komme weiter.
      Ich denke am Wichtigsten ist nicht über seinen Maximalpuls zu fahren (dauerhaft).
      Mein Ziel mit den Skikes liegt nicht im Abnehmen (wer mich kennt weiß warum) sonder ich möchte meine Kondition verbessern und mein Herz/Kreislaufsystem stärken.
      Zum Thema Ernährung möchte ich gerne etwas mehr wissen und werde folgende Veranstaltung besuchen: Sporternährung Dr. Feil / Fronhausen. Dr. Feil scheint einiges auf diesem Gebiet drauf zu haben, siehe seine Homepage. Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen von Euch auch von Interesse.

      Gruß, Andreas
      Hallo Andreas,
      Du bist zwar auf dem richtigen Weg, aber mit Puls 160/170 wirst Du meiner Lauferfahrung nach, nicht wirklich das erreichen, was Du Dir zum Ziel gesetzt hast.
      Wenn Du Dein Herz-Kreislaufsystem stärken willst und Deine Ausdauereigenschaften deutlich verbessern möchtest, dann bist Du mit 160/ 170 Puls definitiv zu hoch. Es sei denn Frank widerspricht, dann nehme ich alles zurück.
      Zwar hat jeder einen anderen Maximalpuls aber die wenigsten dürften mit 160/170 nicht in die Fettverbrennung rutschen.
      Das frustierende bei diesen hohen Pulsbelastungen ist, dass Du über längere Zeiträume keine Verbesserung der angestrebten Ziele erreichst (es sei denn Du möchtest auf Kurzstrecken explosiver werden).
      Beim cross-skaten ist es zwar nicht ganz so einfach wie beim Laufen den Puls niedrig zu halten, aber alleine schon ganz bewußt langsam zu beginnen und mehr das Gleiten zu geniessen , mehr auf Rythmus als auf Geschwindigkeit zu achten, bringt zumindest mich, auf den von mir bevorzugten Weg (auch wenn ich mich definitiv zu den blutigen Anfängern beim cross skaten zählen muß).Summa sumarum dürften wir Nicht- Spitzensportler mit Puls 130/max 140 +- gut bedient sein,auch wenn das sicher mit zunehmender Streckenlänge zu halten sein wird.
      Manfred
      Hallo Manfred,

      also wenn Du Recht hast, muss ich das Skiken ab sofort lassen und kann die Dinger allenfalls noch spazierentragen :mad:. Nur wenn ich so langsam fahre, dass ich wirklich kaum noch das Gleichgewicht halten kann und fast umkippe, bleibt mein Puls zwischen 130 und 140. Bei einem supergemütlichen Tempo ist er bei mindestens 145, angenehm wird's erst bei 150. (Manchmal erreiche ich schon beim Anschnallen der Skikes 130!)
      Vorhin war ich gerade 17 km mit Durchschnittstempo ca. 13 km/h unterwegs (was ja nun wirklich nicht rasant ist), dabei hatte ich einen Durchschnittspuls von 160, einen Maximalwert von 183 (weil ich ein paar ältere Herrschaften auf dem Rad abhängen musste, die mir partout das Nordic Walken näherbringen wollten und zu dritt nebeneinander den Radweg blockierten).
      Nun ja, da ich immer noch lebe und auch schon 15 km am Stück mit einem Puls von über 180 unterwegs war, gehe ich mal davon aus, dass es mich auch in Zukunft nicht umbringen wird - ich denke, Pulswerte sind vielleicht individuell verschiedener, als man so annehmen sollte.

      Gruß
      Sigrid
      Hallo Sigrid,
      es geht nicht ums umbringen sondern um die Verbesserung der Ausdauerfähigkeit.


      personal-fitness.at/fit/cms.ns…1A1B0A71DC1256C75007BC2E6



      Kurzum: Die aerobe Kapazität (Ausdauerfähigkeit) trainierst Du nicht indem Du ständig im anaeroben Bereich (hoher Puls = Fettverbrennung) läuftst.
      Dann wirst Du stets in etwa die gleiche Leistung bringen. der Zuwachs an Ausdauer ist dann zum großen Teil muskulatur-, und beim cross.skaten "technikbedingt"
      Viele Möchtegern-Langstreckenläufer haben nach langer Trainingszeit schon aufgeben wollen weil sie sich nicht mehr verbesserten, obwohl sie natürlich die Voraussetzungen hatten. Bis sie anfingen langsam zu laufen.
      Laaangsaaaaam ist die Devise. Und wenn Du bei 10 KM/H 180 Puls entwickelst, dann mußt Du mit 6 oder 7 KM/H fahren. Zumindest eine ganze Weile. Es würde mich sehr wundern wenn Du dich nach ein paar Wochen im Ausdauerbereich nicht deutlich verbesserst und die 10 KM/H mit einem aeroben Puls, also niedriger als bisher, bewältigen würdest.
      Es würde mich darüber hinaus sehr wundern, wenn beim laufen andere trainingswissenschaftliche Erkenntnisse als beim cross-skaten Anwendung finden würden.
      Ich denke Frank wird hierzu viel mehr und qualitativ hochwertiger, etwas sagen können.
      Bis hoffentlich bald
      Manfred

      raindancer schrieb:


      ...wieso kann ich das nicht auch mit einer ganz normalen Pulsuhr messen, die ich von Hand jedesmal abstoppe, wenn ich stehen bleibe?


      Hallo Sigrid,

      weil das auf Dauer nicht funktioniert.
      Irgendwann vergisst Du das, deshalb ist das automatische Stoppen und wieder Anlaufen einer Pulsuhr schon von Vorteil.

      Ebene oder nicht: Wenn ich hier eine Autobahnbrücke hochskike, komme ich locker auf einen Puls von über 180, wenn ich auch nur ein bisschen Gas gebe, auch wenn ich zuvor mit 150 unterwegs war. Um bei einem solchen "Hügel" mit dem Puls niedrig zu bleiben, müsste ich schon abschnallen und hochtragen!


      Das ist alles eine Frage der Technik.

      Wenn Du Dich an meine älteren Beiträge zu diesem Thema erinnerst, weißt Du, daß ich damals die gleichen Probleme hatte.

      Ich fühlte mich in der Nähe meines Maximalpulses pudelwohl und kam nicht annähernd dahin, wo ich mich heute pulsmäßig bewege.

      Dabei ist es bei mir jetzt so, daß ich in bergigen Gelände mit einem niedrigeren Durchschnittspuls als im Flachen skike.

      Die Erklärung dafür ist, ich beherrsche mittlerweile auch die langsamstes Skike-Technik und komme damit ( fast ) jeden Berg hoch, aber relativ langsam, so zwischen 6 ... 9 km/h.

      Damit wir in Zukunft unsere Pulswerte miteinander vergleichen können, müssen wir dazu hier die %-Angabe vom Max.Puls bzw. von dem AnS angeben.

      Mein AnS ( Aneorober Schwellenwert ) habe ich bei 156 ermittelt.

      Am 30.08.2008 zu unserer Tour hatte ich einen Durchschnittspuls von 94, also 60 % vom AnS !

      Mein Max. lag bei 92 % und damit höher, als auf meinen sonst üblichen Strecken.

      Der Grund dafür ist, daß ich auf solch flachen Strecken viel zu schnell skike, ohne das mich das groß anstrengt.

      Trotzdem bewegt sich mein Puls mit dieser schnelleren Fahrweise so zwischen 80 und 90 % vom AnS und das ist mir auf Dauer zu hoch.

      Meine Strecken skike ich zwischen 61 und 75 % vom AnS !

      Das wird bestimmt noch eine interessante Diskussion.:D
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]

      Klaus59 schrieb:

      Hallo Sigrid,

      weil das auf Dauer nicht funktioniert.
      Irgendwann vergisst Du das, deshalb ist das automatische Stoppen und wieder Anlaufen einer Pulsuhr schon von Vorteil.



      Das ist alles eine Frage der Technik.

      Wenn Du Dich an meine älteren Beiträge zu diesem Thema erinnerst, weißt Du, daß ich damals die gleichen Probleme hatte.

      Ich fühlte mich in der Nähe meines Maximalpulses pudelwohl und kam nicht annähernd dahin, wo ich mich heute pulsmäßig bewege.

      Dabei ist es bei mir jetzt so, daß ich in bergigen Gelände mit einem niedrigeren Durchschnittspuls als im Flachen skike.

      Die Erklärung dafür ist, ich beherrsche mittlerweile auch die langsamstes Skike-Technik und komme damit ( fast ) jeden Berg hoch, aber relativ langsam, so zwischen 6 ... 9 km/h.

      Damit wir in Zukunft unsere Pulswerte miteinander vergleichen können, müssen wir dazu hier die %-Angabe vom Max.Puls bzw. von dem AnS angeben.

      Mein AnS ( Aneorober Schwellenwert ) habe ich bei 156 ermittelt.

      Am 30.08.2008 zu unserer Tour hatte ich einen Durchschnittspuls von 94, also 60 % vom AnS !

      Mein Max. lag bei 92 % und damit höher, als auf meinen sonst üblichen Strecken.

      Der Grund dafür ist, daß ich auf solch flachen Strecken viel zu schnell skike, ohne das mich das groß anstrengt.

      Trotzdem bewegt sich mein Puls mit dieser schnelleren Fahrweise so zwischen 80 und 90 % vom AnS und das ist mir auf Dauer zu hoch.

      Meine Strecken skike ich zwischen 61 und 75 % vom AnS !

      Das wird bestimmt noch eine interessante Diskussion.:D

      Hallo Klaus,
      nur sehr selten hat mir jemand so aus dem Herzen gesprochen - in Sachen Pulsfrequenz.
      Es scheint beim cross-skaten wie beim Langstreckenlaufen zu sein: die meisten fahren/rennen als seien sie auf der Flucht.
      Und irgendwann kommt der Punkt wo es keine Verbesserung - im Ausdauerbereich - mehr gibt.
      Trotz intensivem - aber halt auch pulsmäßig viel zu hohem - Training.
      Man muß ja nicht einschlafen und darf ruhig auch Mal zwischendurch einen oder mehrere Sprints oder Steigerungsläufe einlegen um im muskulären und anaeroben Bereich (Fettverbrennung) seine Möglichkeiten zu verbessern.
      Zumindest hat es beim Laufen so funktioniert.
      Was mich noch interessieren würde - weil es hier verschiedene Wege gibt: wie hast Du Deine anaerobe Schwelle ermittelt?
      Gruß Manfred
      Hallo Andreas, Manfred und Klaus,

      und danke für Eure engagierten Beiträge einschließlich Links etc. Weil ich meine Antwort in diesem Fall nicht in zwei Sätzen geben kann, hat es etwas länger gedauert.

      Erst einmal: Ich habe, bevor ich mit dem Skiken begonnen habe, in meinem ganzen Leben nie Sport um seiner selbst willen betrieben. Ich bin zwar große Strecken im Meer geschwommen und habe ausgedehnte Hochgebirgstouren unternommen, aber all dies nur, weil es mir Spaß gemacht hat - genauso wie stundenlanges Rollschuhlaufen als Kind. Fundiertes Wissen über Sport und die dazugehörige Ernährung, geschweige denn über Grundlagen vernünftigen Trainings habe ich nicht. Erst jetzt, mit meinem sportbegeisterten ältesten Sohn, fange ich langsam an zu begreifen, dass es doch nützlich wäre, wenn ich mir das aneigne.

      Deshalb finde ich es ganz toll, wenn ich hier mit Eurer Hilfe lernen kann, was ich vielleicht längst wissen müsste. Als es hier schon einmal um Pulswerte ging (als Du noch hohe Pulswerte hattest, Klaus), habe ich im Web nach Informationen gesucht, aber was ich fand, war mir zu wenig klar definiert. Da gibt es zum Einen den Maximalpuls, der, soweit ich ihn verstanden habe, einfach der höchste Pulswert ist, den jemand erreichen kann. Das ist ja einigermaßen klar, und der liegt bei mir vermutlich bei 189 - das war der Wert, den ich bei gewaltigen Anstrengungen in diesem Jahr, beim Biathlon bzw. beim 15-km-Straßenrennen erreicht habe.

      Schwieriger wird es schon mit AnS - wie es scheint, ein zwar klar definierter aber schwer anzugebender Wert. (Mich als Mathematikerin stören solche unklaren Angaben, wenn ich schon mit Zahlen jongliere.) Kann mir einer von Euch einen Link nennen, mit dessen Hilfe ich lernen kann, was es damit auf sich hat? (Kann sein, dass es auch in dem umfangreichen Text erläutert wird, auf den Du hingewiesen hast, Manfred, da konnte ich mich noch nicht durchfressen.) Damit hätten wir dann zumindest die nötige Vergleichsbasis, wobei ich den Maximalpuls als Vergleichsbasis praktischer finde, solange die ominöse AnS mir nicht so recht klar ist.

      Klaus und Manfred, Ihr habt bestimmt recht, dass man bewusst und geplant an die Sache herangehen muss, wenn man Leistungssteigerungen anstrebt. Der Weg, den Ihr aufzeigt, stimmt auch mit dem überein, was Frank immer empfiehlt - lange Distanzen in niedrigen Pulsbereichen skaten. Christian hat das perfekt umgesetzt und macht regelmäßig sein Niederpulstraining. Wie ich schon gesagt habe, hänge ich mich oft einfach dran, auch wenn es mir eigentlich langweilig ist. (Allerdings ist das für mich dann kein ganz richtiges Niederpulstraining, ich müsste im Grunde noch langsamer fahren.) Damit habe ich auch im Lauf von ein paar Monaten echte Steigerungen meiner Leistung feststellen können: Ein Tempo, das mir Spaß macht, bringt mich nicht mehr auf einen Puls von über 170, sondern das schaffe ich inzwischen mit Durchschnittswerten von 150 - 160, wobei das zu allem Überfluss auch noch wetterabhängig ist (ich reagiere sehr empfindlich auf "Hitze" = Temperaturen über 20° und hohe Luftfeuchtigkeit - wobei sich auch das inzwischen gebessert hat). Außerdem kann ich bei hohem Puls (über 180) im Dauerbetrieb ein für mich früher unvorstellbar hohes Tempo (lacht nicht, von gut 15 km/h) fahren.

      Soweit, so gut. Aber (und wer mich kennt, weiß, dass das kommen musste ;)): Eigentlich geht es mir beim Cross-Skaten gar nicht primär um Leistungssteigerung, das ist eher ein angenehmer Nebeneffekt - genauso wie das Stabilisieren meiner Sprunggelenke, über das ich natürlich sehr froh bin. Vielmehr ist für mich das Skiken Quelle der Kraft, der Freude und Erholung, die ich momentan aufgrund meiner familiären Situation mehr als alles andere brauche. Das Dumme dabei ist nur, dass die Energie, die ich damit gewinne, nicht einfach immer "aufgebaut wird", sondern viel stärker bei höherem Tempo als bei niedrigem. "Teerjacke" hat den Ausdruck "Temporausch" gebraucht, der auch für mich ganz gut ausdrückt, was passiert: Das schnelle Fahren wird zur Droge. Das hat mit Vernunft gar nichts mehr zu tun, auch nicht mit rationaler Trainingsplanung, das ist schlicht Sucht (aber sicher nicht die ungesündeste ihrer Art...). Glücklicherweise habe ich das ärztliche Okay für meine strapaziöse Fahrweise! Interessieren würde mich trotzdem, was diese Sucht eigentlich hervorruft.

      Also, seid mir bitte nicht böse, wenn ich Eure guten Ratschläge erst ganz allmählich umsetzen werde. Wie gesagt, ich bin auf dem Weg zu niedrigerem Tempo. Vielleicht schaffe ich es ja auch, immer längere Strecken gemächlich zu fahren und mich erst am Ende mit einem schnellen Abschnitt zu belohnen.

      Ach ja, einen Zahlenwert wollte ich noch liefern: Bei der Niddatour hatte ich einen Durchschnittspuls von 155, also 82% meines Maximalpulses. Was sagt Euch das? Ich bin natürlich alles andere als gleichmäßig gefahren, weil ich wegen des Fotografierens mal hintendran war und aufgeholt habe, mal vorweg gefahren bin, aber insgesamt fand ich die Tour absolut nicht strapaziös. (In diesem Fall habe ich auch immer daran gedacht, beim Anhalten die Pulsuhr abzustoppen und beim erneuten Losfahren wieder zu starten, Klaus. Aber Du hast Recht, manchmal vergesse ich das schon.)

      Und noch eine - vielleicht dumme - Frage: Mir erscheint es ziemlich paradox, dass man lange Zeit mit niedrigem Puls trainieren muss, um schließlich auch das schnelle Fahren mit niedrigem Puls bewältigen zu können - logischer wäre es für mich, wenn man das Schnellfahren eben mit Schnellfahren übt (und anscheinend nicht nur mir, wie Du schreibst, Manfred, machen wohl viele diesen Denkfehler). Kann man das verstehen, oder muss man die Erkenntnis einfach so hinnehmen?

      Auf Eure Antworten bin ich gespannt!
      Herzliche Grüße
      Sigrid

      Schwellenwerte

      Hallo Sigrid,
      ich habe eine sehr schöne, wie ich finde gut verständliche Erklärung gefunden, für einen Teil dessen, was uns in diesem board beschäftigt.
      Diesen "Schwellenwert", den ich für Freizeitsportler für fast vernachlässigbar halte, kann man über eine Laktatmessung (Blut aus dem Ohrläppchen) bei Belastung ermitteln.
      Für uns Normalos liegt er irgendwo zwischen 130 und 160. Wobei 160 schon fast grenzwertig ist - weniger ist mehr.In diesem Bereich kann man meines Wissens nach nichts falsch machen.
      Und sich gelegentlich auszupowern - das brauchen wir doch alle. Und da spricht auch nichts dagegen. Nur permanent mit annähernd 180er Puls, das gefällt mir nicht weil es auf Dauer nicht wirklich gesund sein kann.
      ganz abgesehen davon dass man in aller Regel davon nicht besser wird (im Ausdauerbereich). Und dagegen spricht doch auch nichts, dass wenn man regelmäßig etwas tut, man auch kleine Fortschritte verspüren möchte.
      Viele Grüße
      Manfred

      HIER KOMMT DER ANGESPROCHENE TEXT:
      Es ist sportmedizinisch erwiesen und in der Fachliteratur oft dargestellt, dass bei einem gezielten Training im Bereich der aerob-anaeroben Schwelle eine deutliche Steigerung der Ausdauerleistung erfolgt. Dies erfolgt durch

      - die Erhöhung der Konzentration der am aeroben Stoffwechsel beteiligten Enzyme,
      - die Mitochondrien (Kraftwerke) werden größer und vermehren sich
      - und eine verstärkte Kapillarisierung (Ver-mehrung der Blutgefäße) sorgt für eine verbesserte Sauerstoffaufnahme der Muskel-zellen.
      Diese positiven Effekte sorgen schließlich für eine effizientere Energiegewinnung, sowie eine ausgeglichener Herztätigkeit. Es kommt zu einem Anpassungsprozess. Für leistungs-orientierte Sportler bewirkt dies in erster Linie eine Leistungssteigerung, für Ausdauersportler deren primäres Ziel die Gewichtsabnahme ist, ist vermehrter Fettabbau die Folge.
      Hallo Manfred,

      danke für die Antwort auf meine Frage, damit ist zumindest das vermeintliche Paradoxon geklärt. Eine absolut zufriedenstellende Erklärung!
      Klarstellen möchte ich noch, dass ich nur sehr selten über längere Zeit mit einem 180+Puls unterwegs bin. Wie gesagt, normal ist inzwischen irgendwas zwischen 150 und 160. Lediglich bei unseren kleinen Rennen kann ich mich gar nicht zurückhalten und versuche dann auch, die ganze Zeit "schnell" zu sein - oder wenigstens so schnell wie mir möglich. Das führt dann zu besagten 180+, aber sogar dagegen hatte der Internist nichts einzuwenden.
      Ansonsten kommt es schon mal vor, dass ich einen kleinen Sprint einlege, aber das ist dann eine Sache von maximal einer Viertelstunde.

      Sigrid

      Überraschende Ergebnisse

      Hallo Manfred und Klaus,

      Ihr habt's geschafft, mich bei meiner Berufsehre herauszufordern, jetzt habe ich mit dem Messen und Rechnen angefangen. Zufälligerweise war nun heute kühles Wetter (ca. 16°), es hatte geregnet, und außer Christian und mir hatte wohl keiner Lust auf Cross-Skating-Treff. Weil Christian keine Lust hatte, im eventuell tratschnassen Zustand eine große Strecke zu skiken, blieben wir auf seiner geliebten "Sumpfrunde" in der Nähe. Diese ist genau 4 km lang und besteht zu etwa 2/3 aus Asphalt-Radweg, zu 1/3 aus Betonplattenweg (rutschig für die Stöcke, teilweise auch mit Matsch drauf) und umrundet, wie der Name schon sagt, ein Sumpfgebiet, eine alte Neckarschleife.
      Schon beim Starten merkte ich, dass etwas anders war als sonst: Mein Puls war viel niedriger. Hatte er Angst vor der Messung? Gut, ich fuhr Christian in ganz langsamem Tempo hinterher, wie ich es in letzter Zeit schon oft getan hatte - bislang immer mit einem Puls von durchschnittlich etwa 150. Heute gelang es mir ohne Mühe, bei einem Schnitt von 134 (!) zu bleiben, stellenweise war ich sogar unter 130. Zahlen, die ich noch gestern für unmöglich gehalten hätte. Der Grund muss eigentlich die Außentemperatur gewesen sein, es sei denn, meine Tagesform hätte so starke Schwankungen. (Oder kennt jemand von Euch andere Faktoren, die da eine Rolle spielen?) So zogen wir zwei gemütliche Runden mit einem Schnitt von 9,2 km/h dahin, und ich kam dabei auf einen Verbrauch von 60 kcal/km bzw. 552 kcal/h bei einem Durchschnittspuls von 134, Maximalpuls 148. In der nächsten Runde legten wir etwas zu, da waren es dann 11,5 km/h mit 56 kcal/km, sowie Durchschnittspuls 145, Maximalpuls 157. Nachdem ich mir nun bewiesen hatte, dass ich auch mit niedrigem Puls fahren kann, konnte ich es dann aber doch nicht lassen und hängte noch eine (für meine Verhältnisse) ganz schnelle Runde dran, diesmal mit 15,3 km/h und wieder 60 kcal/km, aber Durchschnittspuls 173 / Maximalpuls 183.
      Das für mich Beruhigende dabei ist, dass ich tatsächlich auch im niedrigen Pulsbereich fahre, wenn ich Christian bei seinem Niederpulstraining begleite (sofern es nur kühl genug für mich ist) - und dass ich wirklich langsam genug fahren kann, ohne umzufallen ;).
      Es ist also doch noch nicht Hopfen und Malz verloren...

      Schöne Grüße
      Sigrid

      Ermittlung meiner AnS

      Manni2005 schrieb:


      ...Was mich noch interessieren würde - weil es hier verschiedene Wege gibt: wie hast Du Deine anaerobe Schwelle ermittelt?


      Hallo Manfred,

      die habe ich nach Franks Anleitung, leicht abgewandelt, für mich folgendermaßen durchgeführt :

      1. Zu Anfang 3,3 km in ca. 20 Min. lockeres Einfahren im PB 1 ( 70 ... 77 % von AnS ) = 109 ... 120 bpm
      2. Danach auf 400 m mit ca. 1 % Steigung den 1. Sprint im PB 3 ( 89 ... 94 % von AnS ) = 139 ... 147 bpm
      3. Kurze Entspannung bzw. Pause bis der Puls unter 100 fällt.
      4. Danach den 2. Sprint über 700 m mit ca. 2 % Steigung im PB 3 bis 4 ( 89 ... 98 % von AnS ) = 139 ... 153 bpm
      Dabei achte ich darauf, nicht das Letzte aus mir heraus zu holen, sondern auf gleichmäßiges Skiken überwiegend in 1:1 Technik bis zu einer gleich bleibenden Belastung und Atmung.
      5. Den angezeigten Max. Puls 156 bpm setze ich dann ohne Abzug als meine AnS ein.

      Anmerkung :
      Zu dieser Zeit war mir mein hoher Blutdruck seit 7 Monaten bekannt.
      Ich nehme täglich 4 unterschiedliche Medikamente ein.
      Mein trainingsbedingter Ruhepuls ( 43 bpm ) und mein Max.Puls sind mit und ohne hohen Blutdruck gleich geblieben, was bestätigt, aus dem Puls kann man keine Rückschlüsse auf seinen Blutdruck ziehen !!!! Das ist sehr wichtig zu wissen !
      Die HFMax ist oft erst Sekunden nach der Maximalbelastung messbar.


      Es gibt aber folgende Veränderungen zu meinem früheren Trainingspuls :
      Wer Betablocker einnimmt, muss beachten, dass die Trainingsherzfrequenz entsprechend niedriger liegt.
      Dies kann 10 bis 15 und sogar mehr Schläge ausmachen.

      Und genau das trifft auch bei mir zu :
      Vorher, als ich noch nichts von meinem hohen BD ahnte und vor allem auch nichts merkte, lag mein Trainingspuls noch zwischen 136 ... 145 bpm, also genau das, was ich zur Mega Tour bei den anderen beobachten konnte.
      Obwohl das bei diesen " jungen " Leuten andere Ursachen haben wird.:D

      Heute, nach meinem pulsbetonten Training liegt mein Trainingspuls noch zwischen 106 ... 129 bpm ( 68 % ... 83 % ) !

      Und das bekommt man NUR mit einer Pulsuhr hin.
      Jetzt noch besser mit meinem Forerunner FR 305 und der dazugehörenden Software.

      Das ist für alle wichtig, die immer noch glauben es geht auch anders herum, also auf seinen Körper hören...
      Das könnt ihr getrost abhaken.

      Wenn man aber seinen Puls mit Hilfe eines pulsbetonten Training und MIT einer Pulsuhr in den Griff hat, braucht es unterwegs nur noch wenige Blicke auf die Uhr, man weiß dann mesitens ganz genau, wo man sich gerade mit seinem Puls bewegt.

      Noch was zur Ermittlung des Ruhepulses :
      Den Ruhepuls misst man an 3 Tagen, jeweils am Morgen in völliger Ruhe mit entleerter Blase.

      Und ganz zum Schluß noch ein Tipp.
      Wer sich wegen seiner Belastung nicht ganz sicher ist, sollte unbedingt ein Belastungs-EKG anfertigen lassen.
      Ich war absolut erstaunt, was sich bei mir in den letzten 5 Jahren diesbezüglich geändert hat.
      Mein Kardiologe bricht das EKG meistens schon bei 150 Watt ab, weil dann bereits Extra-Systolen auftreten, von denen ich ebenfalls absolut nichts merke.
      Dann habe ich die Auflage bekommen, mich max. bis bpm 105 zu belasten !!!

      Fazit :
      Das mit der AnS-Ermittlung hat sich damit für mich für die Zukunft erledigt.
      Zum Glück hatte ich die noch in einer Zeit der persönlichen " Unwissenheit " gemacht.
      Ich achte jetzt schon darauf, meinen max. Puls auf nicht mehr als 143 pbm ( 92 % ) steigen zu lassen.
      Und, das schaffe ich mittlerweile auch ohne auf die Pulsuhr zu schauen.

      Mein Augenmerk lege ich jetzt verstärkt darauf, jede Steigung mit einem für mich " guten Gefühl " zu bewältigen.
      Dabei erstaunt es mich immer wieder, was man mit der richtigen Technik dabei bewirken kann.
      Wo ich früher mit 158 bpm hoch bin, mich dabei super wohl gefühlt hatte !!!!, das geht heute mit 125 ... 134 bpm über die Bühne.
      Und, das ist für mich die eigentliche Herausforderung, die zudem noch Spaß macht.

      Lange Touren gehe ich besonders schonend an, und das von Anfang an.
      Ein mit der Mega Tour ( Werra Radweg zwischen Hörschel und Wanfried ) vergeichbares Streckenprofil habe ich so mit einem 13 er Schnitt bei knapp 85 km absolviert, davon 60 km mit meinem verstauchten Daumen.
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]

      Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen...

      Also, dick macht es wahrscheinlich nicht.

      Aber, großartig abnehmen wird man damit auch nicht, wenn man einigermaßen vernüftig skikt.

      Den ganzen Irrsinn mit dem " Fettverbrennungspuls " hat hoffentlich jeder kapiert.

      Wer wirklich, egal ob mit oder ohen Skiken abnehmen will, schafft das nur mit einer negativen Energiebilanz.

      Bei mir ist es mittlerweile so :
      - Im erste Jahr rund 2 kg abgenommen
      - Dann vielleicht etwas Muskelaufbau
      - Und jetzt halte ich mein Gewicht, welches aber um +- 2 kg schwankt

      Und das alles bei einem Skike-Schnitt um 12,4 km/h !
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
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      Hallo,

      Skiken macht dick - dicke Beine nach Bergen - ok.
      Ich bin schon der Ansicht, dass man mit Sport und einer bewussten Ernährung sehr gut abnehmen kann. Dies geschieht sehr wohl im niedriegen Pulsbereich hervorragend (bis Puls 140) und bildet somit eine hervorragende Grundlagenbausdauer und Fitness - natürlich gibt es Pulsspitzen darüber, aber eben nur Spitzen (kurzzeitig).
      Bewusste Ernährung bedeutet nicht aus irgendwelchen Broschüren, sondern vielleicht mit professioneller Hilfe (Ernährungsberater) - entscheidend ist nämlich auch wann ich was esse. Abzudecken was der Körper benötigt und verbraucht - eben auch für den sportlichen Einsatz - muss keineswegs bedeuten kein Fett abbauen zu können - man wird meistens eh erst schwerer, da sich Muskeln bilden und Muskeln sind schwerer als Fett - sind die aber erst einmal da, klappt es erheblich besser mit der Fettverbrennung - also - wie immer wenn es um Entwicklung und Ausdauer geht - GUT DING BRAUCH WEILE. Je länger ich mit einem ruhigeren Puls trainiere um so besser - dann sollte aber ein kleiner Rucksack mit nen Banänchen und Getränk dabei sein und eine Pulsuhr zur Kontrolle. Wenn ihr euch dann noch daran gewöhnt wie ihr atmet und euch fühlt, dann könnt ihr später auch einmal die Uhr weglassen - viele machen sich schnell von diesem Instrument abhängig und wenn man die ersten und wichtigen Monate hinter sich hat, muss das ja nicht mehr sein.
      Laktatmessungen hören sich ja ganz toll an - aber da schiessen wir mit Kanonen auf Spatzen - um eine Ausdauer zu entwickeln ist das sicherlich nicht nötig - das ist eher was für ambitionierte Sportler, die eben auf den Punkt hinaus trainieren und Belastungsgrenzen genau abstecken wollen/müssen - diese Messungen werden dann auch regelmässig wiederholt um eben genau abzuklären ob die vorgegeben Werte und Trainingspläne passen. Das wird vielerorts angeboten und ist wie gesagt nicht wirklich erforderlich für den Normalbürger - dort ist es wie immer sehr gut und nützlich sich zu informieren, denn alles kostet Geld und für viele Dinge bezahlt mancher eben nur drauf. Oder - manche Verpackung ist eben teuer.

      Gruss

      Conni

      die habe ich nach Franks Anleitung, leicht abgewandelt, für mich folgendermaßen durch

      Hallo Klaus,

      folge Dir zu hundert Prozent, wenngleich Deine Methode zur Ermittlung der anaeroben Schwelle natürlich auch tagesformabhängig ist.
      aber ich denke das macht nichts, denn ob Du 156 oder 148 ermittelst: zu wissen wo man in etwa steht und entsprechend zu trainieren, insbesondere mit Deinem medizinischen Hintergrund, ist mit Sicherheit ein ausgesprochen sicherer Weg sich nicht zu überfordern und seine Leistungsfähigkeit zu verbessern ohne sich eine Schaden zuzufügen.
      Nur Deine anhaltenden Extrasystolen kann ich mir nicht wirklich erklären. Das Du sie nicht sprürst ist absolut normal. Und das Dein Arzt Dich hier bremsen will kann ich gut verstehen.
      Statt Betablockern kann ich Dir aus persönlicher Erfahrung das Medikament "Votum" empfehlen.
      Wird Dir Dein Arzt , wenn Du nicht privat versichert bist, nicht sehr gerne verschreiben. Ist eine hervorragende Alternative ohne die bekannten Nebenwirkungen die Beta-Blocker mit sich bringen.
      Und zum Schluß: Fettverbrennung funktioniert wirklich im aeroben Pulsbereich, was soll denn sonst verbrannt werden, wenn man seine Depots nicht angreift. Und man kann auch damit abnehmen: aber nur wenn man hinterher das Depot nicht mit Kohlehydraten wieder überfüllt. Stichwort Energiebilanz.
      Nur wenig essen bringt nichts ohne Bewegung. Umgekehrt verhält es sich genauso. Aber mit zunehmendem Alter wird es halt schwieriger (Grundumsatz) und die Maßnahmen müssen deutlicher sein um auf Dauer abzunehmen und dann sein Gewicht zu halten.
      Ich finde den Weg den Du gehst prima und auch Dein Engagement.
      Manfred





      Klaus59 schrieb:

      Hallo Manfred,

      die habe ich nach Franks Anleitung, leicht abgewandelt, für mich folgendermaßen durchgeführt :

      1. Zu Anfang 3,3 km in ca. 20 Min. lockeres Einfahren im PB 1 ( 70 ... 77 % von AnS ) = 109 ... 120 bpm
      2. Danach auf 400 m mit ca. 1 % Steigung den 1. Sprint im PB 3 ( 89 ... 94 % von AnS ) = 139 ... 147 bpm
      3. Kurze Entspannung bzw. Pause bis der Puls unter 100 fällt.
      4. Danach den 2. Sprint über 700 m mit ca. 2 % Steigung im PB 3 bis 4 ( 89 ... 98 % von AnS ) = 139 ... 153 bpm
      Dabei achte ich darauf, nicht das Letzte aus mir heraus zu holen, sondern auf gleichmäßiges Skiken überwiegend in 1:1 Technik bis zu einer gleich bleibenden Belastung und Atmung.
      5. Den angezeigten Max. Puls 156 bpm setze ich dann ohne Abzug als meine AnS ein.

      Anmerkung :
      Zu dieser Zeit war mir mein hoher Blutdruck seit 7 Monaten bekannt.
      Ich nehme täglich 4 unterschiedliche Medikamente ein.
      Mein trainingsbedingter Ruhepuls ( 43 bpm ) und mein Max.Puls sind mit und ohne hohen Blutdruck gleich geblieben, was bestätigt, aus dem Puls kann man keine Rückschlüsse auf seinen Blutdruck ziehen !!!! Das ist sehr wichtig zu wissen !
      Die HFMax ist oft erst Sekunden nach der Maximalbelastung messbar.


      Es gibt aber folgende Veränderungen zu meinem früheren Trainingspuls :
      Wer Betablocker einnimmt, muss beachten, dass die Trainingsherzfrequenz entsprechend niedriger liegt.
      Dies kann 10 bis 15 und sogar mehr Schläge ausmachen.

      Und genau das trifft auch bei mir zu :
      Vorher, als ich noch nichts von meinem hohen BD ahnte und vor allem auch nichts merkte, lag mein Trainingspuls noch zwischen 136 ... 145 bpm, also genau das, was ich zur Mega Tour bei den anderen beobachten konnte.
      Obwohl das bei diesen " jungen " Leuten andere Ursachen haben wird.:D

      Heute, nach meinem pulsbetonten Training liegt mein Trainingspuls noch zwischen 106 ... 129 bpm ( 68 % ... 83 % ) !

      Und das bekommt man NUR mit einer Pulsuhr hin.
      Jetzt noch besser mit meinem Forerunner FR 305 und der dazugehörenden Software.

      Das ist für alle wichtig, die immer noch glauben es geht auch anders herum, also auf seinen Körper hören...
      Das könnt ihr getrost abhaken.

      Wenn man aber seinen Puls mit Hilfe eines pulsbetonten Training und MIT einer Pulsuhr in den Griff hat, braucht es unterwegs nur noch wenige Blicke auf die Uhr, man weiß dann mesitens ganz genau, wo man sich gerade mit seinem Puls bewegt.

      Noch was zur Ermittlung des Ruhepulses :
      Den Ruhepuls misst man an 3 Tagen, jeweils am Morgen in völliger Ruhe mit entleerter Blase.

      Und ganz zum Schluß noch ein Tipp.
      Wer sich wegen seiner Belastung nicht ganz sicher ist, sollte unbedingt ein Belastungs-EKG anfertigen lassen.
      Ich war absolut erstaunt, was sich bei mir in den letzten 5 Jahren diesbezüglich geändert hat.
      Mein Kardiologe bricht das EKG meistens schon bei 150 Watt ab, weil dann bereits Extra-Systolen auftreten, von denen ich ebenfalls absolut nichts merke.
      Dann habe ich die Auflage bekommen, mich max. bis bpm 105 zu belasten !!!

      Fazit :
      Das mit der AnS-Ermittlung hat sich damit für mich für die Zukunft erledigt.
      Zum Glück hatte ich die noch in einer Zeit der persönlichen " Unwissenheit " gemacht.
      Ich achte jetzt schon darauf, meinen max. Puls auf nicht mehr als 143 pbm ( 92 % ) steigen zu lassen.
      Und, das schaffe ich mittlerweile auch ohne auf die Pulsuhr zu schauen.

      Mein Augenmerk lege ich jetzt verstärkt darauf, jede Steigung mit einem für mich " guten Gefühl " zu bewältigen.
      Dabei erstaunt es mich immer wieder, was man mit der richtigen Technik dabei bewirken kann.
      Wo ich früher mit 158 bpm hoch bin, mich dabei super wohl gefühlt hatte !!!!, das geht heute mit 125 ... 134 bpm über die Bühne.
      Und, das ist für mich die eigentliche Herausforderung, die zudem noch Spaß macht.

      Lange Touren gehe ich besonders schonend an, und das von Anfang an.
      Ein mit der Mega Tour ( Werra Radweg zwischen Hörschel und Wanfried ) vergeichbares Streckenprofil habe ich so mit einem 13 er Schnitt bei knapp 85 km absolviert, davon 60 km mit meinem verstauchten Daumen.
      Hallo Conni,
      alles was Du in Sachen, Fettverbrennung, Laktatmessung etc. hier aufführst, kann ich mit absoluter Überzeugung unterschreiben.
      Und das ist es was den großen Unterschied dieses Forums zu anderen ausmacht.
      Habe in der kurzen Zeit, in der ich mich mich cross-skaten beschäftige, sehr viel Neues erfahren und lernen können.
      Und da wir selbst Sigrid davon überzeugen konnten, etwas langsamer zu fahren, trägt das Ganze hier auch herrliche Früchte.
      Manfred