Rückentraining und Stockeinsatz

      Rückentraining und Stockeinsatz

      Hallo!

      Ich hätte eine Frage zur maximalen Stockkürze (nicht -länge), aber es ist keine Zubehör-, sondern eine Fahrtechnikfrage, denke ich. Ich bin relative Anfängerin und fahre bisher fast nur Asphalt (glatt und grob), aber ich habe bemerkt, dass meine Stöcke in der für mich empfohlenen Länge (160 cm) bei Druck hinten wegrutschen, wenn ich sie nicht massiv in den Asphalt ramme und damit auf Bizeps und Ellenbogen gehe.

      Im Unterschied zu vielen von euch habe ich als wichtiges Ziel beim Skiken, auch weiterhin wie beim Nordic Walking meine mittlere und untere Rückenmuskulatur zu stärken, also therapeutisch zu skiken. (Nackenmuskeln oder Bizeps sind nicht so wichtig, dafür aber Trizeps und alles im Iliosakralbereich.) Das Muskeltraining geht beim Nordic Walking wunderbar, weil der Stockeinsatz ja schräger ist und, wenn man es richtig macht, der Arm auch mit Druck sehr weit nach hinten geführt werden kann und damit den unteren Rücken sehr stark anspricht.

      Ich habe jetzt angefangen, beim Skiken mit NW-Teleskopstöcken auf der Länge von 140 cm zu arbeiten, mit denen ich den schrägen Einsatz besser hinbekomme als mit den 160-Skike-Stöcken und wieder mehr auf Rücken fahre. Hat jemand von euch da irgendeine Erfahrung zu dieser Art des Skikens? Die Geschwindigkeit z.B. ist mir nicht so wichtig wie mein Rücken, aber dennoch ist mir noch nicht ganz wohl bei der Sache, auch wenn es besser zu funktonieren scheint.

      Schöne Grüße

      Eva

      passende Stöcke für Rückentraining 2

      Lieber Ben, lieber WA64 (gut getippt!),

      Ich habe 174,50 cm Körpergröße minus 9-10 % = 157-159 cm. Meine Techno Pro- Stöcke mit der Längenangabe 160 cm sind bei genauer Messung 158 cm lang und gehen mir bis knapp unter das Kinn, wenn ich auf den Skikes stehe. Ich muss aber dazu sagen, dass ich lange Arme habe, also z.B. beim Nordic Walken schön weit hinter komme und dann wirklich keine andere Rückengymnastik mehr brauche.

      Ich habe es heute noch mal mit den NW-Teleskopstöcken versucht (die nur Billigware sind und die ich nicht beim NW verwende): Es geht wesentlich besser nach hinten raus als mit den Skike-Stöcken. Beide haften nur ohne meine diversen reinen Gummi-Pads mehr oder weniger gut; ich warte auf die Silent-Tip-Pads, das wäre für mich vielleicht eine Lösung.

      Habt ihr / hat jemand mit den One4all-Stöcken Erfahrungen sowohl beim Skiken als beim Nordic Walken? Auf skike.com steht immerhin "Wir garantieren uneingeschränkte Nutzbarkeit alle Systeme sowohl beim skiken als auch bei allen anderen Sportarten bei denen Stöcke zum Einsatz kommen." Was immer genau "Einsetzbarkeit" meint ...

      Schöne Grüße

      Eva
      :confused:
      Dann würde mich noch folgendes interessieren :

      a. hast du einen Kurs gemacht
      b. welche Stöcke benutzt du
      c. welch Schlaufen hast du

      prinzipiell ist der Stockeinsatz mit das Wichtigste - er erfolgt in der Regel schräg und durch eine abknickende Handgelenkhaltung die Stockschäfte nicht zum Unterarm bringt (Winkel Stock zum Unterarm) setzt man zu weit vorne ein. Dann neigen viele dazu die STöcke in den BODEN zu rammen - das ist auf keinen Fall gut für die Sehnen und Bänder und die Gelenke (Tennisarm - Schulterprobleme - Nackenprobleme), da man Kraft anwendet und dabei meistens verkrampft.
      Der lange STockschub nach hinten trainiert die von dir gewünschte Muskulstur sehr gut - ich hoffe du drückst dich über die Schnallen ab - also mit geöffneten Händen - das alles lernt man in einem Kurs - deshalb meine Frage danach, denn ich vermute da war nix.

      Gruss

      COnni
      Kurse - Treffs - Touren (seit 2006)

      in Dortmund - Hagen und Umgebung

      Biathlon-Aktiv.de


      Stockeinsatz

      Lieber Conni,

      ich hatte das geschrieben, dass ich beim Skiken Techno-Pro-Stöcke nehme, mit den Originalschlaufen, die dran waren. Beim Nordic Walken nehme ich normalerweise Exel in der für mich passenden NW-Länge, manchmal etwas niedrigere Leki um stärkeren Rückentraining.

      Ich kann den Nordic-Stock-Einsatz sehr gut, ich laufe seit Jahren und lasse das immer mal wieder von einer Trainerin prüfen. Am Anfang habe ich einen Kurs gemacht und bin eine Zeit lang auch in einer geleiteten Gruppe gelaufen, denn der korrekte Stockeinsatz, speziell die richtige Armhaltung und der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung etc. sind das Wichtigste beim Walken, speziell für Rückenschulung.

      Und ich kann das: Mein Giropraktiker ist seitdem begeistert, er hat nicht mehr viel zu tun; meine Nackenmuskeln sind nicht mehr verspannt, meine Rückenmuskulatur ist super, mein Iliosakralgelenk stabilisiert. Also: meine NW-Technikm ist sehr effizient und ich will sie auf die Skikes übertragen - genau wie du es eigentlich beschreibst. Und hier liegt das Problem - die Stöcke rutschen beim schrägen Einsatz weg, nicht wie beim NW, wo sie weit auf fast jedem Terrain hinten noch gut greifen. Um einer anderen Frage zuvor zu kommen: Die Spitzen können noch nicht abgelaufen sein, nicht bei ca. 300 km.

      Skike-Kurs: Kurs im engeren Sinne nicht, aber ich habe eine Stunde "Einzelunterricht" bei Frank genommen, als ich damals die Skikes bei ihm gekauft habe. Da ich früher Schlittschuh gelaufen bin und regelmäßig / gut Nordic walke, hatte er nicht viel auszusetzen. (Ich habe auch meines Erachtens nicht die hier im Forum beschriebenen Probleme mit dem Heben der Ferse oder sonstigen komischen Fußhaltungen, weil ich nie Inliner gefahren bin.)
      Weil ich nach dem Kauf der Skikes nur kurz fahren konnte, bis ich einen Unfall mit langwierigen Knöchelproblemen hatte, habe ich jetzt erst wieder losgelegt und werde daher, wenn es zeitlich passt, gerne mal einen Kurs machen. Fast alle Schritte und Stockeinsatzmöglichkeiten verstehe ich gut und kann ich wohl alleine üben, nicht aber den Führarm oder den 3-Punkt-Schritt - trotz des Videos im Forum nicht. Mal sehen, ob Frank demnächst einmal etwas in meiner Region für Nicht-Ganz-Anfänger/innen anbietet ...

      Schöne Grüße

      Eva
      Hallo Eva,

      ich wollte dir nicht zu nahe treten - sondern eine Problemlösung finden - sorry, wenn das falsch angekommen ist -
      du schreibst ja selbst von "rammen" - die Spitzen können bei einigen Produkten schon mal nach 300 km rund sein - bitte kontrollieren, ansonsten bist du bei Frank bestens aufgehoben und er kann Vorort sicher ganz genau analysieren - dieser Hinweis hätte die Diskussion abgekürzt.

      Gruss

      Conni
      Kurse - Treffs - Touren (seit 2006)

      in Dortmund - Hagen und Umgebung

      Biathlon-Aktiv.de


      Hallo Eva,

      vorab mal ein kurzer Versuch einer Antwort, gekoppelt mit einer Frage: Da Du den ISG-Bereich angesprochen hast, hast Du hier starke Schmerzen? Oftmals wird, wie bei Rückenschmerzen im LWS-Bereich, eine Kräftigung der dort ansetzenden Muskelgruppen angeregt, was häufig in die Hose geht.
      Da Du scheinbar bei einem guten Therapeuten und guten NW-Trainer bist (ich bin begeistert, Du läufst mit dem langen Arm - ein Licht im Wald der 'Laubsammler' :) ), wurdest Du sicher auch schon auf die Stärkung Deiner (v.a. schrägen) Bauchmuskulatur hin getrimmt. Auch die Oberköperaufrichtung aus dem NW und der Therapie kannst und solltest Du auch bei Schmerzen im ISG mit ins Cross-Skaten übernehmen. Schon durch eine leichte 'Dauer-Oberkörpervorlage' können im Bereich des ISG durch die zu hohe Muskelspannung (Po, unterer Rücken) Entzündungsvorgänge forciert werden. Hier ist dann Druckentlastung durch Aufrichtung gefragt.

      Ich bevorzuge auf Grund der positiven Erfahrungen aus dem Nordic-Walking auch die Fahrweise mit dem (relativ) langen Arm. Was die Stocklänge betrifft (um zu Deiner Frage zu kommen), habe ich gerade mit Trainerkollegen verschiedene Bewegungsanalysen und 'gefühlte Belastungsstudien' durchgeführt - ich war überrascht.

      Durch einen längeren Stock wird trotz langem Arm das Aufsetzen weicher, der Schub gleichmäßiger und nach hinten raus intensiver (eine gute Schulterstabilisierung/tiefe Schultern vorausgesetzt).
      Daher -hinhören Klaus, du wirst teils triumphieren- eine Revision meiner Stock-Wunschlänge hin zu länger :)
      Die absolute Begeisterung kam dann beim Einsatz der neuen Länge in Kombination mit der 3-Punkt-Technik und dem Permanent-Antrieb (von Frank schon mal ansatzweise vorgestellt, jedoch derzeit wg. der anfangs hohen Sturzgefahr bei 'Semi-Einsteiger-Profis').
      Was nicht-hämmernder Einsatz und weichen Druck angeht, bin ich schon recht sensibel. Meine sonst empfindlichen Suspension-Tips von Exel halten auch 500km ohne Nachschleifen.
      Aber dann noch das Gefühl mit den langen Stöcken, man sollte es einfach mal testen. Im Nordic-Walking tödlich für die Gelenke, bringt hier ein längerer Stock unter gleichzeitiger Haltungs-/Technikkontrolle zum Geschwindigkeitsvorteil noch ein weicheres Schub-Gefühl.
      Laß Dich aber auf jeden Fall mit der Video-Kamera filmen, damit Du Schulter- und Oberkörperposition überprüfen kannst.

      Wegrutschen sollten die Stöcke dann auch nicht mehr, da je nach zeitlichem Ablauf des Aufsetzens, bei zu kurzen Stöcken eine gewisse Todphase im Schub/Druck entsteht und man Bodenkontakt verliert. Da sind wir aber wieder bei dem Thema Korrektur - nur die Stocklänge verändern heißt noch lange nicht, dass das Problem beseitigt wird. Der Trainer 'Deines Vertrauens' wird dann sicherlich auch auf die Gelenkwinkel, Stockwinkel und eingesetzte Kraft eingehen.


      Ansonsten, noch viel Spaß und aufrechte Körperspannung beim Fahren...

      Mirko

      Sag ich doch....

      Mirko Fuchs schrieb:


      ....Daher -hinhören Klaus, du wirst teils triumphieren- eine Revision meiner Stock-Wunschlänge hin zu länger :)


      Hallo Mirko,

      ich muß nicht triumphieren, aber ich war, als ich die langen Stöcke mehr per Zufall ausprobiert habe, genau so überrascht, wie Du.

      Es fährt sich einfach besser und das bei jeder Steigung, auch richtig steil bergauf.
      Da ziehe ich mich förmlich an den Stöcken den Berg hoch.

      Mein Stockeinsatz ist meistens in der Höhe des Vorderrades, selten weiter hinten.

      Die Leki-Schlaufe ( ist auch vom Typ her eine Salomon-Licenz-Schlaufe ) sorgt für den richtigen Halt und die optimale Kraftübertragung.

      Ich fahre sehr aufrecht.
      Meine Stockspitzen sind nicht superscharf, eher schon sehr abgenutzt und greifen trotzdem gut, weil ich weiß, wie ich den Stock aufsetzen muß.

      Bevor die Eva über die richtige Stocklänge diskutiert, sollte sie auch die Längenermittlung beachten >>> von Schlaufenaustritt am Griff bis zur Spitze !
      So wird die Stocklänge genau gemessen und niemals der gesamte Stock bis zum Griffende.:cool:
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]

      Nachilfe im Stockeinsatz angesagt

      Erst mal vielen Dank für euer aller Rückmeldungen! Das hilft mir sehr.

      Conni, du bist mir doch nicht zu nahe getreten. Ich wollte nur irgendwie erklären, dass ich zumindest bei NW mit Stöcken umgehen kann. Wenn das beim Skiken z.B. ganz anders ginge, dann wäre das ja nicht der Sport, den ich für meine skoliotische Haltung benötige. Aber das glaube ich eben nicht, es kommt mir wirklich sehr ähnlich vor. Und ich habe ja nur aus Not gerammt, weil ich bei weichem Einsatz mit Druck gerutscht bin.

      Klaus: Okay, wusste ich nicht, dann sind meine Stöcke also 160 wie angegeben. Ändert aber nicht viel, denn nach euren Kommentaren müsste ich ja eher längere nehmen. Du schreibst irgendwo, dass die Stöcke dir auf Skikes bis zur Nasenspitze gehen - was ist das denn für eine Verhältnis zur Körperlänge? Das wären bei mir 9-10 Zentimeter, also Körpergröße minus 2,5 %. Kommt das hin?

      Mirko: Bist du der mit dem Board? Ich habe euch gestern an den Shop geschrieben. Aber zu deinen Kommentaren:
      - ISG: Jaja, ich habe tendenziell LWS, HWS und Skoliose; meine Röntgenbilder sehen schauerlich aus. Aber ich habe KEINE Schmerzen mehr, seit ich NW mache sowie eine 3-Minuten-Übung in der Früh (eher vom Typ isometrisch) - einfach genial. Früher war das entsetzlich, von Hintern bis in den Kopf hinein hatte ich oft starke Schmerzen, aber jetzt nicht mehr.
      - Bauchmuskeltraining: Ist mein Schwachpunkt. Ich mache - auch schräge - Crunches, aber nur 1 x 80-100 und nur alle 2 Tage. Ich weiß aus Fitnesscenter-Tagen, wie und wie oft v.a. ich es eigentlich angehen sollte, aber ich habe Bauchmuskeltraining schon immer gehasst.
      - Haltung: Versuche ich gerade mit immer minimaler Neigung nach vorne, allerdings je nach Terrain. Wenn es sehr holprig wird, gehe ich eher vor und etwas mehr in die Knie, vermutlich aus Skifahr-Erfahrungen heraus. Ich will nicht auf den Hintern fallen (ISG ...), sondern lieber auf die Hände. Aber ich bin noch nie gefallen (jaja, die Skikes!). Ich habe hier im Forum gelesen, dass ich bei schlechtem Boden stärker auf die Ferse gehen soll, was ich noch am Üben bin.
      - Stocklänge: Okay, also wenn du mit deiner Nordic-Erfahrung und den Tests sogar eher zu länger rätst, dann muss ich offensichtlich entweder was falsch machen oder die falschen Stockspitzen haben. Welche Länge empfiehlst du denn in Bezug auf die Körperlänge, damit ich das mal versuchen kann? Wie Klaus?

      Jedenfalls wird mir klar, dass ich mit Selbsttests nicht weiter komme. Was bedeutet, dass ich mal wieder eine Nachhilfestunde nehmen muss.


      Schöne Grüße

      Eva

      Eva schrieb:


      ... dass die Stöcke dir auf Skikes bis zur Nasenspitze gehen - was ist das denn für eine Verhältnis zur Körperlänge? Das wären bei mir 9-10 Zentimeter, also Körpergröße minus 2,5 %. Kommt das hin?


      Einfach an Dir messen, dann hast Du das Maß.

      Noch mal, meine Stöcke haben für mich die richtige Länge, wenn der Schlaufenaustritt am Stockgriff in der Höhe meiner Nasenspitze ist.
      Natürlich nicht ganz genau, vielleicht + - 1 ... 2 cm.

      Suche bitte hier im Forum mal " Stocklänge ", da findest Du viele Tipps.
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]