SRB XRS 02 - "Länge läuft"???

      SRB XRS 02 - "Länge läuft"???

      Uff, ich habe lange überlegt, ob ich die Frage hier in die Kaufberatung einstelle oder in die SRB-Rubrik.

      Als totaler Neuling habe ich mich viel umgeschaut, gelesen und verglichen (und selbst bisher nur im Einsteigerkurs die Fleet-Skates gefahren) - und finde optisch und auch von den Eigenschaften her (ich bin ein Schwergewicht, daher brauche ich auf jeden Fall sehr stabile Skates) den XRS 02 von SRB sehr schön. Allerdings scheint der ja doch um einiges länger zu sein als andere Skates. Daher die Frage: Ist so etwas überhaupt für Anfänger geeignet? Vom Kajakfahren kenne ich den Spruch "Länge läuft" - aber kann man das bei Nordic Cross Skates auch so sagen, oder ist da die Länge für einen Einsteiger sogar eher hinderlich (zumal sich im Kurs herausgestellt hat, dass ich vom Inlineskaten leider die recht starke Marotte des "Anfersens" mitbringe)???
      Hallo Wumbes,
      Ich rolle u.a. den X-Plorer von Powerslide; der ist 680mm lang.
      Und ja; der rollt geradeaus was das Zeug hält ;) Angefangen hatte ich einst mit Skike V8 der ein bisschen länger als die Standartversion V07 ist. Auch der hat einen besseren Geradeauslauf-vorrausgesetzt, die Räder sind korrekt ausgerichtet.

      Ciao, Bijan
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)
      Hallo Wumbes

      „Länge läuft…“ … geradeaus – so muß die Aussage lauten!
      Mir ist nicht bekannt, daß der Radstand einen Einfluß auf Tempo oder Rolleigenschaften hat. Das trifft eher zu bei den Rädern mit ihren Reifen, Lagern, dem Druck etc. – der „Aufbau“ aber nicht (vom Gewicht mal abgesehen)!
      Aber hinsichtlich Spurtreue bzw. Geradeauslauf ist es richtig: je länger desto richtungsstabiler. Allerdings steigt damit der Anspruch an die Technik, da die Gewichtsverlagerung präziser sein muß, um einen flüssigen Prozess hinzulegen. Deshalb trainieren die geübten Langläufer das Skating übern Sommer am liebsten mit Rollski, weil die der LL-Performance am nächsten kommen.

      Für Gelände empfiehlt sich eher ein kurzer Radstand – so wie man auf Buckelpisten eben auch keine 2m-Ski nimmt. Ich z.B. bevorzuge da die Bauart „Cross-Inliner“ für meine Forst-Pfade, weil ich da reaktionsschneller zwischen den Wurzeln und sonstigen „Obstacles“ durch fetzen kann.
      Wenn ich dann „in Asphalt-geneigter Gesellschaft“ (1-2 Mal im Quartal :whistling: ) auf meine Skike umsteige, braucht’s stets erst mal ein paar Meter Wiedereingewöhnung in die richtungsstarren Teile… denn: wie du jetzt erfahren hast: mit Inlinern wird die Technik schlampiger (man kann sich’s mit kurzem Radstand auch gefahrloser leisten, weil man nicht so leicht hängen bleibt!).

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'

      KnightSkater wrote:

      Deshalb trainieren die geübten Langläufer das Skating übern Sommer am liebsten mit Rollski, weil die der LL-Performance am nächsten kommen.

      Stimmt. Allerdings sind die beim klassischen/diagonalen Stil so lang; da geht´s meistens geradeaus, im Versuch eine Loipe zu imitieren.
      Beim Skaten sind die Rollskier wesentlich kürzer.

      ciao, Bijan
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)

      Wumbes wrote:

      Vom Kajakfahren kenne ich den Spruch "Länge läuft"


      Beim Kajakfahren wird das so sein - aber da kenne ich mich nicht so gut aus... :S . Ob ein Roller gut rollt, abgesehen von der Bereifung, Kugellager, Reifendruck usw...., hängt nur indirekt von der Länge ab. Überträgt man das Gewicht bzw. Kraft auf den Roller zehenlastig, kompensiert diesen "Fehler" ein längerer Roller besser als ein kurzer. Skatet man Belastungsneutral oder sogar Fersenbetont, ist die Länge des Rollers, was die Leichlaufeigenschaft betrifft, zu vernachlässigen. Also, es kommt meiner Meinung eher noch auf eine saubere Technik an.
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Das stimmt sicher, dass sich Fehler, falsche Technik, schlechte, kaputte Lager, schräg sitzende Achswellen oder fehlender Reifendruck nicht durch lange oder kurze Roller kompensieren lassen.

      Ein längerer Roller gewährt eine ruhigeres Fahrverhalten, so zumindest aus meiner Sicht selbst erfahren.

      Der Umstieg von einen kürzeren Gerät auf ein längeres war für mich fast nicht bemerkbar.
      Aber als ich wieder auf das kürzere umgestiegen bin habe ich doch festgestellt, dass das am Anfang dann doch etwas unruhiger geworden ist.

      Auch wenn der Spruch vom Schiffsbau kommt scheint er auch vom DSV bei Ski bestätigt zu werden.

      Weiterhin gutes Rollen.
      Gruß .. Hagi

      Nordic Sports - 100% fun | NSR | Blog | Touren |Shop| Herbstbiathlon |

      Wumbes wrote:

      Vom Kajakfahren kenne ich den Spruch "Länge läuft"...


      Was den Geradeauslauf betrifft, ja. Bez. der Geschwindigkeit ein klares Nein. Die bevorzugte Länge des Bootes wird durch die Wasserverdrängung bestimmt. Leichter Kanute - kurzes Boot. Entscheidend ist die Breite des Boots. Otto-Normal-Verbraucher würde ein schmales "Rennboot" nicht ausbalancieren können.

      Kajaks für Wildwasser sind ein anderes Thema.
      "Länge läuft" bezieht sich auf die Strömungsmechanik für Körper/Boote im Wasser. Die genaue Zusammenhänge kenne ich auch nicht, aber die Bootslänge und der durch das umströmende Wasser entstehende Sog hängen zusammen und es gibt je nach Bootslänge eine bestimmte Maximalgeschwindigkeit. Wichtig ist das gerade für Segelboote. Kleine Motorschnellboote gleiten auch mehr über die Wasserfläche, als das sie eintauchen.