Alle Jahre wieder: mein „Fall 2019“!

      Alle Jahre wieder: mein „Fall 2019“!

      Fast wäre 2019 ein sturzfreies Jahr geworden… fast! Jedenfalls hat sich wieder mal gezeigt, daß das stete Anlegen der Protektion trotz der teils nervigen Umstände und der überwiegenden Phasen des Nicht-Brauchens doch seinen Sinn hat.

      Heute war ich bei Dauerregen mit 5“-Pneus am PS SUV Met auf umliegenden Radwegen skatend unterwegs über planen, störungsfreien Kunstboden – bis der Radweg endete und ich eine wenig befahrene, einspurige Straße ca. 500m durch ein Waldgebiet zum Wiederanschluß an den Radl-Rundkurs laufen mußte. Alter, teils brüchiger Asphalt mit nassem Laub bedeckt – aber notgedrungen lag meine Konzentration auf der vor mir liegenden unübersichtlichen Kurve, um ggf. auf plötzlichen Gegenverkehr reagieren zu können. Da ich kein Auto hörte und die unangenehme Strecke schnell hinter mich bringen wollte, gab ich im 1:1-Stil ordentlich Gas…

      … entsprechend schnell lief dann alles ab: ein vom Laub versteckter, breiter Spalt im Asphalt genau in V-Schritt-Ausrichtung brachte meine rechte Räderschiene abrupt zum Stehen, ich flog der Länge nach auf die Straße, wobei mein rechtes Knie und rechter Ellenbogen den Aufschlag des Rumpfes etwas dämpften, und rutschte, mich über die rechte Flanke auf den Rücken drehend, mehrere Meter über den laub-glitschigen, groben Bitumen in den nassen Straßengraben – eine gefühlte Ewigkeit lang, bis der Matsch mich endlich bremste. Nach dem Schrecken hieß es dann erst wieder „sammeln“, aufraffen, Body-Check(en) und schließlich… die erleichternde Feststellung, daß alles in Ordnung zu sein scheint - Helm, Gelenkschützer sowie Hüftprotektor-Shorts und Rückenpanzer sei Dank! Ich hatte zwar nun eine „braune, rechte Seite“, aber die Tour konnte ich uneingeschränkt bis zum Ende laufen. Am Auto sah ich dann nach grobem Entfernen des Drecks die Spuren und Schäden: der Helm hat rechts frische Kratzer, Hose und Jacke sind großflächig durchgescheuert. Erfreulicherweise haben neben der Hardshell-Rumpfprotektoren auch die relativ dünnen, direkt auf der Unterwäsche getragenen und somit unauffälligen Gelenkprotektoren mit der speziellen „Impakt-Aktivierung“ ihren Dienst einwandfrei verrichtet: beim Aufschlag wird das flexible Material ad hoc starr und schützt effektiv. Und was noch interessant war: das ALIS-Klicksystem am Griff meiner verEXELten (hier: Leki-)Stöcke hat wohl eine Notauslöse-Funktion - der rechte Stock lag unversehrt einige Meter hinter mir auf der Straße und auch die Schlaufe mit der Raste war intakt.
      Nach der völlig unauffälligen (hinsichtlich Folgen oder Schmerzen) Beendigung der Tour war es daheim auch keine Überraschung, daß tatsächlich nix blieb – insbesondere Hüfte und Ellenbogen, mit denen meine 100kg einschlugen, waren durch die Schützer völlig heil geblieben. Die dickere Winterbekleidung war hier auch von Vorteil – im Sommer hätte mich der Asphalt wohl rechts am Wadl aufgeschürft… das verraten die Spuren an der kaputten Hose.

      Ich betrachte den „Vorfall“ als Auffrischung meiner Motivation, Protektion als notwendige Prävention weiterhin immer anzulegen – nicht nur im Gelände, beim Downhill und beim LandKiten, sondern eben IMMER, wenn ich rolle. Wie bekannt ist, passieren Stürze eben… nicht wegen oder weil, wem oder wo … sie passieren einfach!

      Ach ja, à propos „Rutsch“: ich wünsche euch allen, daß eurer sauberer und stressfreier abläuft… ins neue Jahr 2020! :)

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'

      KnightSkater wrote:

      Ich betrachte den „Vorfall“ als Auffrischung meiner Motivation, Protektion als notwendige Prävention weiterhin immer anzulegen – nicht nur im Gelände, beim Downhill und beim LandKiten, sondern eben IMMER, wenn ich rolle. Wie bekannt ist, passieren Stürze eben… nicht wegen oder weil, wem oder wo … sie passieren einfach!

      mein Lieber; wie recht Du hast.
      Leider bin ich wieder arrogant geworden und fahre ohne...
      Was "mein Fall 2019" betrifft; ich hatte letztens das "Glück" einen Platten am V9 zu haben.
      Als ich den Reifen aufpumpte, entdeckte ich die veritable Beule (ja, am "Major Grip"...)
      Wäre ich damit in den Esslinger Weinbergen Downhill gegangen, hätte es mir mehr als Löcher in der Kleidung und ein paar Schürfwunden eingetragen (PENG! und weg, juhu...)
      Also, in diesem Sinne; auch von mir die die besten Wünsche für ein Sturz und Verletzungsfreies 2020!

      ciao, Bijan
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)

      mudskater wrote:

      Was "mein Fall 2019" betrifft; ich hatte letztens das "Glück" einen Platten am V9 zu haben.
      Als ich den Reifen aufpumpte, entdeckte ich die veritable Beule (ja, am "Major Grip"...)


      Tja, mein Bestester – was du da als „Glück“ bezeichnest, ist ja eigentlich die aller(zweit)wichtigste Prävention, noch vor der Protektion, die die Grundsicherheit gewährleistet:

      der Geräte-Check

      , den der Pilot vorm Abheben, der Kapitän vorm Auslauf und jeder von uns vor der Fahrt mit was auch immer durchführt – obwohl wir uns da schon arg TÜV-verwöhnt meist auf die sicherheitsrelevanten Funktionen unserer Gefährte verlassen, gell!? Und nicht alles hat Assistenz-Systeme, die klingelnd und blinkend auf Mängel aufmerksam machen…

      So gesehen betrachte ich den schleichenden Druckverlust der Pneus an unseren Skates tatsächlich als einen „Sicherheits-Vorteil“, weil wir die Räder mit dem Rahmen zum Nachpumpen stets in die Hand nehmen müssen… und so Mängel am „Fahrwerk“ im Zuge dieses regelmäßigen Checks eher erkennen!

      Die allerERSTwichtigste ist natürlich Vernunft: disziplinierte und risikoarme Fahrweise :( – beim Skaten, Skifahren und Landkiten… :|

      …drum geb ich dir Recht: man muß auch ordentlich Dusel, Massel und Schwein haben! :thumbsup: :evil:

      Also nix desto trotz: viel Glück!

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'

      KnightSkater wrote:

      So gesehen betrachte ich den schleichenden Druckverlust der Pneus an unseren Skates

      ...ich muss gestehen, ich habe nicht den kompletten Tathergang geschildert... ;)
      Da war die ganze Zeit eine leichte Ausbuchtung im linken hinteren Reifen, der dadurch eine ebenfalls leichte Unwucht bekam. Der Druck war wie immer (bei mir aus Sicherheitsgründen, hervorgerufen durch leidvolle Erfahrung) auf 70 psi reduziert und ich hatte auch nicht mehr groß was reingepumpt. Ich beobachtete die Sache allerdings aufmerksam.
      An besagtem Morgen war der Reifen komplett platt und beim Aufpumpen war die Beule dann richtig groß.
      Und ich froh, nicht damit losgefahren zu sein...
      Was den "Gerätecheck" betrifft; wenn ich weiß daß es Downhill geht, wird nochmals besonders gründlich, besonders bei den Schraubverbindungen etc, geprüft.
      Als: Gute Fahrt! (und laaaangsam fallen! ;) )

      ciao, Bijan
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)