WIND

      Hallo,
      das klingt vielleicht jetzt ziemlich windig...aber wie nehmt Ihr den Wind rund um´s nordic blading an?

      Die Böen, die bei uns momentan sind, finde ich außergewöhnlich stark. Hier in Franken, ist ja nicht mal so viel Wind wie anderswo...Rhön, oder Waterkant.
      Aber mich tangiert dies immense Geblase schon ein bissl´ sehr...oder sollte ich sagen demotiviert? Ich will auch nicht mit Hammerrückenwind fahren, um auf dem Rückwegfast nicht vorwärts zu kommen. Dann schon lieber umgekehrt...
      Oder liegt das an meiner Einstellung, die ich ummünzen sollte in Trainingseffekt oder BergFahrSimulation. Oder ist es eine Technikfrage?

      Wie also geht ihr mit dem windigen Thema Wind um? Nehmt mir bitte mal den Wind aus den Segeln...

      Schöne Grüße, JS

      Jimmy Sun wrote:

      Oder liegt das an meiner Einstellung

      Hallo Jimmy,
      alle, die sich aus eigener Kraft vorwärts bewegen, finden Gegenwind nervig, glaube ich.
      Meine Einstellung: gelassen unentwegt weiterskaten und Kräfte schonen; wer gegen den Wind kämpft verliert am Ende.

      ciao, Bijan
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)
      aktuellen streetkites sind dafur gemeint
      An jeder Kreuzung erlauben diese Drachen, sich durch 3 Routen von 4 zu propellieren, sie konnen sehr gut hohe laufen
      ich mache so wenn ich auf dem Land paddle

      praktich segelt ich nicht 30 prozent der Distanz



      mudskater wrote:

      ..wer gegen den Wind kämpft verliert am Ende.


      …nicht unbedingt, Bijan…

      Jimmy Sun wrote:

      Oder liegt das an meiner Einstellung, die ich ummünzen sollte in Trainingseffekt oder BergFahrSimulation. Oder ist es eine Technikfrage?


      …das denke ich schon eher - es ist eine Frage der persönlichen Sportphilosophie:

      Der tempoorientierte Wettkampf-Skater betrachtet den Gegenwind als garstigen Streckenzeit-Verderber, der Cruiser als nervigen Umstand, …der Cross-Kämpfer jedoch als zusätzlichen Widerstand zum Luftreifen und zum Naturboden (und den speedreducenden Rücklaufsperren), den es mit zu überWINDen gilt… was den Trainingseffekt erhöht. Als wenn man im Fitness-Studio noch ein Extra-Gewicht auflegt.
      Er hat so einen höheren Energieumsatz in kürzerer Zeit und kann demnach früher aufhören… :D ;)

      Jetzt im Ernst: Wind ist einfach ein Outdoor-Umstand, mit dem man umgehen muß – egal, ob mit Freud oder Leid.
      Bei direktem Gegenwind öffne man den V-Schritt – wie an einer Steigung – und damit schaltet man „in einen kleineren, langsameren Gang“, wie ein Radler.
      Bei „hart am Wind“ (schräg von vorn) oder Seitenwind empfehle ich, beim 1:2 die Gleitphase stets zum Wind zu machen, weil damit die Stöcke im Wind pendeln – er richtet sie stets zum Stockeinsatz passend aus. Bei dem langen Hebel kämpft man nämlich sonst mit echtem Handicap gegen ihn an, wenn man zur anderen Seite gleitet - unter Umständen unterstützt das sogar ein Einfädeln… wenn kurz vorm Einsatz eine Böe die Stockspitzen erfaßt und man vielleicht a bißerl weit vorn einsticht (und evtl. den Beinschluß nicht so sauber hinkriegt).
      Bei Rückenwind empfehle ich … treiben lassen, wie beim leichten downhill, und eine niederfrequente Technik wie 1:1 oder 1:2 mit aktivem Armschwung zu laufen – oder Stöcke schultern und laaaaange Gleitphasen üben!

      Aber ansonsten:… so unrecht hat der Alf fei nicht! Auch ich hole meinen Kite raus, wenn endlich mal was los ist in der Luft! A bißerl muß man in Sachen Outdoor-Sport schon ans Wetter andocken – als Ganzjahres-Skifahrer brauch ich ja auch das passende Gerät zur jeweiligen Situation 8) !

      Servus
      Hubert
      KnightSkater
      Danke schön für Eure windigen und differenzierten Antworten! Und Tipps...
      Also doch das Mentale die Ganze Sache übernehmen lassen...mal sehen, wie das klappt. (War gerade mit dem Fahrrad im Wind, boring...)
      "Gleitphase zum Wind" verstehe ich noch nicht so ganz, werde ich schon herausfinden. (Schadet bestimmt auch nicht, den Bewegungsablauf gespiegelt zu fahren...)
      Also - ans Wetter andocken! Ich versuch´s...

      Besten Gruß und Dank nochmals
      JS
      Ich werfe immer einen Blick auf meine Wetterstation. Die Strecke wähle ich dann je nach Windrichtung/Windstärke aus (also vorzugsweise Seitenwind oder bei stärkeren Wind im Wald). Bei mehr als 20 km/h (für mich als Bayer ist das schon fast Sturm !!!) laufe ich lieber. Da bei uns in Bayern der Wind meist thermisch bedingt ist (also tagsüber zu nimmt), Skate ich meist am Morgen oder vor Sonnenuntergang.