Umgang mit Stockbruch

      Umgang mit Stockbruch

      Hallo zusammen,ich bin neu hier in diesem Forum und hoffe, dass ich bei meiner Suche im Forum ein eventuell schon erstelltes Thema nicht übersehen habe. Leider hatte ich mit meinen Skikes vor kurzem den ersten Stockbruch. Der Stock fiel einem mit Laub überdecktem Gullydeckel am Straßenrand zum Opfer (Stöcke aus 100% Karbon). Ziemlich ärgerlich, aber läuft unterm Thema Eigenverschulden. Trotzdem eine (hoffentlich nicht allzu dumme) Frage an die Experten hier: Lässt sich sowas ( zumindest notdürftig) reparieren bei Karbon? Ich hatte in einem Anderen Thema mal etwas von 100°C Wasser bei Austausch der Stockspitzen gelesen. Lässt sich mit dieser Methode auch ein Stock reparieren? Falls nicht, gibt es empfohlene Shops, die auch einzelne Ersatzstöcke verkaufen? Oder läuft das immer gleich auf den Neukauf eines ganzen Paares raus? Vielen Dank schon mal für eure Rückmeldung!
      Servus Dominik :)

      herzlich willkommen hier im Forum!

      Den Stock mit handwerklichem Geschick zu reparieren ist möglich. Doch mal abgesehen davon, ob es dann auch wirklich hält, handelst dir damit Nachteile ein (je größer die Gewichtszunahme durch die Reparatur desto deutlicher):
      • das zusätzlich Gewicht am unteren Ende verschlechtert das Schwingverhalten (deutlich)
      • die beiden Stöcke sind (deutlich) unterschiedlich → unsymmetrische Körperbelastung
      Da ich die Stöcke meiner Kunden selbst bzgl. Länge und Spitze konfektioniere, biete ich Stöcke wie auch Stock-Rohre einzeln an.

      VG Ulrich
      Hallo Dominik !

      Schöne Grüße vom Niederrhein.
      Möchte dir mal beschreiben wie ich mit kaputten Karbonstöcken umgehe.
      Reparaturen sind möglich. Habe dabei schon mehrere Erfahrungen gemacht. Ein direktes verkleben der Bruchstelle mit Sekundenkleber oder mit einen anderen Klebmittel
      2 Komponenten Harz funktionieren dabei nicht. Das hängt mit der Struktur des Karbons zusammen.
      Was allerdings funktioniert ist eine Konische Hülse über die Bruchstelle und diese mit Heißkleber zu verkleben.
      Am besten eignet sich dazu ein alter Langlaufstock.
      Mit einer Schieblehre (Messschieber) den Durchmesser ermitteln.
      Entsprechendes Stück Rohr aus dem Langlaufstock abschneiden .
      Das abgeschnittene Rohr von unten über die Bruchstelle schieben . Zuvor muss natürlich die Stockspitze runter.
      Danach Heisklebstoff auftragen und mit den Heisluftfön schmelzen und dafür sorgen das sich der Klebstoff gleichmäßig verteilt.
      Bevor der Heisklebstoff ausgehärtet ist nochmals die genaue Ausrichtung des Stocks prüfen.
      Abkühlen lassen. Stockspitze wieder drauf. Fertig. Hält. Ist nicht so schwer. Wenn man weis wie dann dauert die Reparatur 1 Stunde.
      Allerdings wenn Du Stöcke von LEKI hast kannst du auch beim Service von LEKI anrufen und einen einzelnen Stock erwerben.

      Viele Grüße Matthes61!
      Vielen Dank allerseits schonmal für die Tipps. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, werde ich mich mal an einer Stockreparatur versuchen. Den Tipp mit Leki finde ich auch super, dann werde ich beim nächsten Stockbruch die Marke wechseln. Aktuell habe ich mich nochmal für einen Stock von Skigo entschieden, diesmal aber mit Carbon-Fiberglas-Mischung. Von den wenigen Shops, die in Deutschland die Marke verkaufen, habe ich als Feedback bisher nur Paarverkauf erhalten. Ich hoffe mal, dass ich mich mit meinen neuen Stöcken nicht so doof anstelle :)
      Servus Dominik :)

      @Mattes61: bitte korrigiere mich, falls ich dich falsch verstanden habe.

      Dominik111 wrote:

      Den Tipp mit Leki finde ich auch super, dann werde ich beim nächsten Stockbruch die Marke wechseln.


      Da scheint eine wesentliche Fehl-Info entstanden zu sein: die einzelne Stocknachlieferung von Leki war eine damalige Kulanz-Ausnahme. Es ist kein Standard und wurde aktuell nicht noch einmal gewährt.

      VG Ulrich
      Hallo

      Auch ich betrachte das mit dem Einzelstock-Nachkauf als höchst fragwürdig: zum Einen ist es wohl eher Händler- als Marken-abhängig, zudem nicht garantiert, sondern wohl eher eine Sache von Kulanz oder Gewährleistung.

      Alternativ könnte man im gegebenen Fall ja auch einen Aufruf starten, wer evtl. einen Einzelstock in passender Länge (, Marke… und in geographischer Lage?) in seinem Fundus hat. So Konsumheinis wie ich flicken im Fall eines Defektes nicht lang umeinander und kaufen gleich ein neues Paar – so habe ich inzwischen folgende „Überbleibsel“ in meinem Dachauer Depot:
      - 185er KV+ Tempesta
      - 180er EXEL Extreme (orange)
      …als blanke Rohre (waren ja alle mal mit meinen favorisierten EXEL-Armaturen ausgestattet).
      Außerdem hab ich noch ein paar so namenlose „Zugaben“ zu abgeholten ebay-Coyoten, aber… allesamt kürzer als meine abgebrochenen Stöcke! :P - echt schlimm, wie unergonomisch und ineffektiv sich Manche voranstochern - und kein Wunder, daß sie's bald aufgeben!

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo zusammen,

      hab auch grade erst das Thema "Stockbruch" am eigenen "Stock" erfahren müssen...
      Bin seit knapp 13 Jahren mit nem Leki Airfoil Alustock unterwegs, bereits gefühlte 100 mal mit den Skikes dagegengeschrammt, hängengeblieben, gestützt und drauf abgestützt usw.. Ohne irgendwelche größeren Blessuren ist der Stock technisch immer noch voll top.

      Hab mir zuletzt mal so einen Vollcarbonstock eingebildet, Leki PRC max, den auch dann gekauft, gleich ausprobiert und nach ca. 10min Dauergrinsen (riesen Unterschied zum Alu Stock) plötzlich der Schock...

      Untergrund war etwas schmierig, der linke Skike rutscht leicht weg und schrammt dabei leicht den neuen Stock.. war nur ein leichter Kontakt da, hab ihn nur über den Stock selber minimal gespürt..
      Ende vom Lied, nach weiteren 50 m brach der Stock, ca 10cm oberhalb der Spitze..

      Die Frage ist halt jetzt, ist der Stock evtl. für so "Grobmotoriker", die mehr im unwegsamen Gelände unterwegs sind, überhaupt geeignet? oder wäre da evtl. ein Stock mit weniger Carbonanteil und dafür Alu (zumindest an der empfindlichen Stelle ca. 10cm oberhalb der Spitze) besser? Gibt´s da Modelle bzw. Hersteller, die da "verstärkte" Varianten im Programm haben?

      Klar kann man jetzt sagen " Fahr gscheid, dann passiert dir das auch ned..", aber ehrlich gesagt, hab ich sehr viel Spass an meiner Fahrweise und ich hab auch keine Angst wenn´s mich mal hinlegt, kommt auch vor.. Fahr jetzt wierder den Airfoil, aber halt ohne "Grinsen".

      Hat jemand dasselbe Problem bzw. irgendwelche Erfahrungen gemacht? Kann mir da jemand Tips geben? Bin schon soweit, mir nochmal den Leki PRC max zu holen, in der Hoffnung dass der jetzt länger hält (hab ja dann immer noch einen Stock als Reserve.. :-)), aber evtl. gibt´s ja Alternativen, die für meine Belange besser geeignet sind?

      Bin jedenfalls schon mal für jedliches Feedback dankbar!

      VG Robert
      Hallo Robert

      Du bist also seit knapp 13 Jahren mit Cross Skates unterwegs und es mußte erst ein Stock abbrechen, daß du hier mal Hallo sagst?! Na, dann freuen wir uns aber über dei… ;) …ne Entscheidung dich hier anzumelden – herzlich willkommen im Forum! :thumbup:

      Ok, Stockbruch ist immer häßlich, aber unter den geschilderten Umständen – so neu und so empfindlich – kenn ich’s auch nicht! Ich möchte deshalb daraus auch nicht ableiten, daß Karbonstöcke nix aushalten. Im Gegenteil – wenn ich mir meinen Stock-stock betrachte: ich habe immer noch meine 185er KV+ aus 2012, die ich sogar speziell für die derben Geländetrips mit meinen 200er CrossInlinern auf 190cm aufgebohrt habe – und auch meine „neueren“ 185er Karbonstöcke laufe ich seit 2014 mit den 150er CrossInlinern. Sogar die 180er Leki ProCarbon von 2011 sind noch im Einsatz, wenn ich auf 125ern laufe.
      2016 habe ich mir ein Paar 185er Tempesta von KV+ als Reserve zugelegt, da Gerüchte kursierten, daß diese Länge in Karbon evtl. nicht mehr hergestellt würde… bei sowas läuten bei mir die Alarmglocken und ich fange das Hamstern an… – die hängen nun an der Garagendecke und warten auf den „Ernstfall“! Aber du siehst, selbst diese Längen halten!
      Dazu sei zu sagen, daß wir in etwa die gleiche Ausübungsmodalität an den Tag legen: ab ins Gelände, Asphalt nur in Ausnahmefällen (z.B. zu zweit). Erhöhte Belastung der Stöcke, da die Rollbedingungen im Wald schlechter sind und deutlich mehr Vorschub über den Oberkörper generiert werden muß, um am Rollen zu bleiben. Mir reißen deshalb die Schlaufen im Schnitt einmal im Quartal… aber die Stöcke halten brav durch!

      Ich würde mir also keine grauen Haare wachsen lassen – was dir da passiert ist, mag einmalig sein und ist unwahrscheinlich zu wiederholen. Freilich muß man mit Karbonstöcken a bißerl aufpassen, aber das muß man mit so spitzen langen Teilen im Interesse der Schadensvermeidung eh. Mein erster Karbonstock-Bruch passierte 2006, als ich die Heckklappe des Autos einen Wimpernschlag zu früh zuschlug… ja mei! :/
      Einen Stockbruch 2011 habe ich übrigens beim Händler nach 3 Monaten Gebrauch reklamiert und Ersatz bekommen… die Leki 180 ProCarbon (weil Exel sie dann nur noch bis 170cm in Karbon herstellten).

      Viel Glück - und Spaß beim Rollen.
      Laß mal wieder was von dir hören, auch wenn's störungsfrei abläuft! :)

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Reklamieren ist wahrscheinlich eine gute Idee.

      Bei meinem Wanderstock aus Karbon wird JEDER Stockbruch erstmal genau angesehen, weil es ein Fabrikatsfehler sein kann. Als ich meinen Stock mal abgebrochen habe (ist im Schnee in einer Felsritze versunken und ich bin mit ganzem Körpergewicht und Schwung dagegen gelaufen) hab ich angegeben, ihn selber zerstört zu haben - auch in diesem Fall wurde genauer geschaut bevor ich das Ersatzteil bekommen hab.

      Es mögen ja nicht alle Firmen so arbeiten, aber einen Versuch ist es wert.
      Servus Robert :)

      aus meiner langjährigen Erfahrung als Trainer und NCS-Fachhändler kann ich dir sagen, dass du mit dem Alu-Stock ziemlich Glück hattest! Denn ihn in einen Gullideckel gesteckt oder ähnlich stark am Boden hängen geblieben führt meist zu schweren Stürzen und Verletzungen. Ich würde dir daher von Alu-Stöcken abraten - lieber ist nur der Stock kaputt als du bist „kaputt“ ;)

      Da Stockbruch (aus den verschiedensten Gründen) immer mal wieder vorkommt, gibt es bei mir als service-orientiertem Fachhändler alle vorrätigen Modelle auch einzeln nach, auch den PRC Max (Länge individuell bestimmbar).

      Mein Shop ist in München-Unterhaching, also für dich auf der „richtigen“ Seite von München. Dabei kann ich dir auch gerne zeigen, welche anderen Stöcke ich im Angebot habe und wie sie sich zum o.g. unterscheiden.

      LG Ulrich
      Als Vielfahrer musste ich schon viele Stockschäden in Kauf nehmen. Bei Vario-Stöcken (zwei Versionen jeweils von Leki) gab es jeweils nach ca 3000 km einen Ermüdungsbruch der Schraube, auf der die Klemmung läuft. Vario hat sich damit für mich erledigt.

      Stockbrüche waren jedesmal auf Fahrfehler zurückzuführen. Entweder stürzte ich auf den Stock oder der Stock kam "hart" mit dem Skater ins Gehege. Ein simpler "Streifschuss" führte noch nie zu einem Schaden (drei Sätze KV+ Tempesta habe ich in 2 Jahren verschlissen).

      Seit ca. 3000 km fahre ich ein unbekanntes Fabrikat: "STC Avanti" als 100%-Carbon-Variante. Qualitativ kann ich keinen Unterschied zu KV+-Stöcken oder denen von Leki feststellen. Auch das Handling (Schwungverhalten) wirkt auf mich identisch.

      Vorteil von STC: Die kosten deutlich weniger als Stöcke der etablierten Hersteller. Für Ersatzschlaufen, die nach gut 2000 km fällig wurden, löhnte ich nur 9€ inklusive Versand. Für den klassischen Langlauf im Winter werde ich mir demnächst neue (kürzere) Stöcke zulegen. Es wird ein STC-Avanti sein.
      Hallo zusammen,

      ja muss sagen hab tatsächlich paar Jahre gebraucht mich hier anzumelden, hatte ehrlich gesagt aber eigentlich nie so wirklich so "komplexe" Themen gehabt, mei, meistend findet man eh nach ein paar Minuten die richtigen Antworten, Tips und sogar Videos im Netz. Außerdem hatte ich über die Jahre immer kompetente Beratung meines Online-Händlers und auch meines Skike Trainers. Da wurde mir schon wirklich sehr geholfen...

      Natürlich hab ich auch hier im Forum immer bißchen mitgelesen, sind ja auch immer wieder interessante Sachen dabei... :thumbsup:

      Hab die Stöcke jetz mal dem Händler gebracht, er meinte er gibt´s mal dem LEKI Vertreter mit.. mal schauen was rauskommt..
      Aber ich denke, ich werde mir wieder denselben Stock zulegen, ich war echt superglücklich mit den Dingern (wenigstens die paar Minuten...;-). Ansonsten wäre mal ein ausgiebiger Test verschiedener Modelle auch eine super Sache, Danke Ulrich, ich komme schon ab und an mal rauf nach München, da werd ich sicher mal vorbeischauen..

      Vielleicht noch ein Gedanke...
      Gibt es denn erfahrungsgemäß Stellen am Stock, die eher brechen als wo anders? also sozusagen kritische Stellen, wie z.B. eben bei mir 10 cm oberhalb der Spitze beim Streiffer mit dem Skike? Kann man diese kritischen Stellen irgenwie "schützen'", also evtl. ne Lage Schrumpfschlauch oder so rübermachen, dass sie länger heil bleiben?
      Oder bringt das gar nix?
      Ich mein, wenn ich den Stock in einen Gullideckel steck oder mich zerlegt es sauber oder ich bleib irgendwo hängen und brech den Stock ab usw. wird mir der beste Schutz nix helfen, aber wäre in meinem Falle bei so nem Streifer evtl. sowas wie ein Schrumpfschlauch oder eine dünne Gummitülle oder irgendein Gewebetape evtl. sinnvoll? Ich mein wenn der Stock dann 5 g schwerer wird, ist´s mir auch wurscht, ich bin da ned so empfindlich.. ^^

      Aber wenns meinen Stock länger am Leben erhalten würde... und ich Frauchen auch nicht wieder innerhalb so kurzer Zeit einen neuen Satz Carbonstecken erbetteln müsste.... ;)

      Vielleicht bringts was-oder ist´s totaler Schwachsinn?

      Danke und Schöne Grüße ausm Nebel :(
      Robert
      Hallo Robert

      Doch doch… sehr sinnvoll, die Sache! Ich habe sämtliche Stöcke über die unteren 20cm mit 5cm breitem, mattschwarzem Gewebetape umklebt… und zwar längs. Denn dieser Bereich ist definitiv der gefährdetste: zum Einen, weil‘s da am dünnsten ist, zum Anderen, weil er im Lauf regelmäßig auf Höhe der „Hardware“ ist (auch externe wie Felsen o.ä.) und letztlich ist dieser exponierte Bereich der mit dem größten Radius und somit dem höchsten Tempo beim Schwingen. Bis auf mein Mißgeschick mit der Heckklappe waren sämtliche Brüche dort unten – bis ich vor Jahren das Tape anbrachtem, seitdem ist Ruhe. Und ich kann bei keinem der Stöcke ein Defizit beim Schwingen feststellen!
      …schließlich hab ich ja eh die Zusatzgriffe auf ¾-Höhe – und nicht mal die stören!

      Übrigens klebe ich mit dem mattschwarzen Tape auch den oberen Bereich der Stöcke ab, damit mir die hellen, z.T. reflektierenden Stellen im Design nachts nicht mein eigenes Helmlicht zurückwerfen – das nervt und streßt die Augen.

      Servus
      Hubert
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'