Skike V9 Basis-Einstellungen

      Skike V9 Basis-Einstellungen

      Hallo,

      ich habe die Tage einen Skike V9 bekommen.
      Ich bin noch niemals zuvor auf so etwas draufgestanden und bin blutiger Anfänger.
      Mir ist bewusst, dass ein Trainer wohl die beste Möglichkeit wäre um alle Fragen zu beantworten und das Gerät richtig einzustellen ...
      • Fersenband einstellen:
        Das Einstellen des Fersenbandes selbst ist nicht das Problem: youtube.com/watch?v=S0nGroVMCvE
        Als ich das Gerät aus der Verpackung genommen habe, war das Fersenband ganz vorne. Ich habe Schuhgröße 44.
        Soll ich das Fersenband nach hinten stellen? Nach welchem Gesichtspunkt wähle ich aus, wie weit nach hinten?
      • Wadenschale:
        Wenn ich mich mit den linken Fuß aufs Gerät stelle … in welche Richtung zeigt die Wadenschale?
        Links/Außen oder Rechts/Innen?
        Anhand dieses Videos (youtube.com/watch?v=MWrizpbLu24) zeigt das Plastik beim linken Fuß nach Links/Außen.
        Ist das korrekt?
      • X/O-Einstellung:
        Gibt es irgendwo eine Anleitung zur Vorgangsweise der Einstellung?
        Ich bin bei der ersten Ausfahrt vereinzelt übel nach Außen geknickt …

      Danke
      Hallo DOmino,

      Hier einige ganz kürze Antworte:

      Fersenband:
      Im Prinzip so weit möglich nach hinten. Minimal 5 mm Spiel zwischen Hintenrad und Fersenband.

      Wadenschale:
      Das grösste Teil der assymetrischen Wadenschale befindet sich immer an der Aussenseite (also linker Fuss > links aussen) damit man beim abdrücken ein optimales Kontakt hat zwischen Waden und Wadenschale.

      X/O-Einstellung:
      Für die richtige X/O-Einstellung braucht man im Prinzip ein wenig Erfahrung auf den Dinger. Erst wenn man weiss wie man Skating Schritte macht und nach dem abdrücken auch einbeinig rollen kann (Rollphase) kann man bestimmen ob da eine X/O Korrektur nötig ist. Fang also an mit eine mittigen X/O Position. Hast du den Eindruck du knickst beim rollen in der Rollphase mit einem Fuss z.B. nach Links, verstelle dann die Wadenschale auch ein wenig nach links (und umgekehrt) bis du stabil drauf stehst. Es kann gut sein dass mit zunehmender Erfahrung du die X/O Verstellung mehrmals anpassen werden must.

      Na, hofentlich hilft es dir. Viel Spass!


      Erik
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Hallo,

      Danke für deine Antwort!
      Ich habe mittlerweile schon ein paar Kilometer in den Beinen.
      Von einem souverän-flüssigen Lauf bin ich zwar noch etwas weiter entfernt, aber es geht schon ganz gut.

      Fersenband:
      Habe es aktuell etwa in der Mitte positioniert. Welchen Vorteil habe ich beim Verändern der Position?

      Wadenschale:
      Ist jetzt klar.

      X/O-Einstellung:
      Da bin ich noch eifrig am probieren. Die Einstellung scheint mir große Auswirkungen zu haben …


      Von der Geländetauglichkeit bin ich aktuell etwas enttäuscht. Wird wahrscheinlich aber an mir liegen …

      Schöne Grüße
      Hallo DOmino,

      wenn du das Fersenband so weit wie möglich nach hinten stellst, belastest du mehr das Hinterrad. Beim Rollen wirst du schnell merken dass es viel leichter rollt, wenn die Last mehr auf dem Hinterrad ist. Im umgekehrten Fall - mehr Last auf dem Vorderrad - bremst es und es kann sogar sein, dass die Skates bei kleinen Unebenheiten "hängen bleiben" und man ins Stolpern kommt. Probiere das mal vorsichtig (!) durch unterschiedliche Belastung (Ferse oder Ballen) aus.

      X/O-Einstellung: Wenn du merkst, dass die Skates permanent einseitig wegknicken (z.B. nach innen) und du mit dem Fuß einseitig (z.B. mit der Außenkante) gegendrücken musst, dann kostet das viel Kraft und der Rollwiderstand ist größer. Knicken die Skates nach außen weg, wird es schnell instabil. Zudem kann es passieren, dass die Wadenschale zu sehr an der Wade drückt bzw. scheuert. (...habe mir offene Wunden gescheuert - unangenehm.) Mit der X/O-Einstellung kannst du dem entgegenwirken. Einfach ausprobieren, wie es sich am angenehmsten anfühlt und du am weitesten auf einem Bein rollen kannst. Es gibt schöne Anleitungen im Forum, wo das beschrieben wird. Prinzipiell sollten im normalen Stand die Räder senkrecht auf dem Boden stehen und ansonsten beim Beinabstoß in geradliniger Verlängerung der Beine sein.

      Geländetauglichkeit: Das mit dem Gelände braucht etwas. Habe das auch gleich am Anfang probiert und bin auf die Schn... gefallen. Habe danach viel auf Asphalt und in der Ebene geübt. Im Gelände braust du schon ein sicheres Rollen (z.B. Belastung mehr auf den Fersen) sowie eine "Mindestgeschwindigkeit", damit du über kleine Hindernisse und Unebenheiten rollst und nicht stecken bleibst. Angst und Unsicherheit bringen einem da schnell auf den Boden (der Tatsachen) zurück. Habe gestern seit langen wieder mal einen Feinschotterweg probiert - nach einer Gewöhnungsphase ging es dann plötzlich recht gut. Also gebe nicht auf und gehe es gemächlich an. Es wird dir Spaß bereiten!

      LG
      Frank
      Hallo DOmino,

      ergänzend möchte ich noch zum Fersenband hinzufügen:

      Je nach Einstellung Fersenband verändert sich die Position der beiden Schuhgurte zum Fuß. Ist das Fersenband weit vorne, kann das mittlere Schuhband bei großer Schuhgröße ganz empfindlich drücken.

      Bei nicht arretierter Ferse: die Position des Fersenbandes entscheidet darüber, wie weit klappbar die Ferse ist. Ist das Fersenband weit vorne, klappt bei großer Schuhgröße fast gar nix, weil das Drehgelenk relativ zum Fuß zu weit hinten ist.

      Im Bild ist meine Einstellung zu sehen, bei Schuhgröße 43. Der vordere Schuhgurt hält noch genügend Schuh fest, der mittlere Gurt ist (für mich) bestens platziert und das Drehgelenk ist einigermaßen nah am Fußballen, um noch ein Klappen der Ferse zu ermöglichen.



      LG Andrea
      Hallo Domino

      Willkommen im Forum.

      Du bist „blutiger Anfänger“, der noch nie auf Cross Skates stand, bist von Lauf und Geländeeignung etwas enttäuscht und hoffst auf Verbesserung durch Fragen zum Setup am Gerät? OK… krass…!

      Auch, wenn ich jetzt der einzige bin, der das schräg findet, aber ich schlage dringend vor, daß du erst mal ein software-Setup durchführst: wie von dir selber erkannt ist ein Einsteigerkurs bei einem Trainer durch nichts zu ersetzen, erst recht nicht durch Frage-Antwort-Spiele übers Forum – sowas bringt allenfalls Feinschliff durch anatomische Anpassung, ist aber keine Basis, den Sport für sich zu entdecken. Neben nachfolgendem üben-üben-üben kann man die Entwicklung weitergehend mit einem Aufbau-Kurs oder Trainingslager beschleunigen, wenn’s einem zu lang dauert.

      Das mit dem Gelände hat dir Frank schon richtig beleuchtet: stell‘s mal ganz hinten an, denn um das erfolgversprechend anzugehen muß ein hohes Maß an Prozess-Sicherheit auf störungsfreiem Boden erlangt worden sein. Gelände heißt chaotisch wechselnde Rolleigenschaften, die eine routinierte Befähigung der technikintegrierten Kompensation erfordern! Ich kenne bislang niemanden, der zuerst in eine Buckelpiste einsteigt und danach erst Skifahren lernen will.

      Tu dir selber einen Gefallen und „stürze“ dich nicht Hals über Kopf in was rein – das gibt nur noch mehr Enttäuschung … statt der erhofften Erfolge!
      Wäre schade :huh:

      Servus
      Hubert
      KnightSkater
      Verehrtester KnightSkater,

      bitte zeigen Sie mir in meiner eigentliche Anfrage (Post #1), wo genau von mir darauf abgezielt werden soll, die Geländeeignung mittels Setup zu verbessern.
      Bitte zeigen Sie mir in einem meiner 2-3 Posts, wo ich so krass explizit darauf anspreche.

      Ich habe im ersten Post auch bewusst angesprochen, dass ich keine Antwort a la "Geh zum Trainer" wünsche.
      Wenn es Ihnen nicht passt, dass man in einem Forum eine Frage stellt und dies als Spiel o.ä. abstempeln, dann ignorieren Sie das am Besten.

      Ich bin soweit über die Punkte drüber und habe schon einige Meter gemacht und urteile selbst, was ich brauche.
      Daher werde ich mich hier gleich ausklinken und habe nicht vor hier noch einmal rein zu schauen ...
      Verstehe ich nicht. Bis jetzt ist noch jeder mit dem Hubert zu Recht gekommen. Ok, er ist halt ein Bayer ;) und lebt ein wenig Abseits von Rest der sogenanntem Szene :)
      Nein im Ernst, Hubert ist ein "Urgestein" und seine Kommentare haben Gewicht !
      Also überlege es dir noch mal mit dem "Ausklinken"
      Schließe mich Steffen´s Meinung an.
      Zusammenfassend gesehen möchte Dich der Hubert doch der Cross-Skatingszene erhalten.
      Also bleib lieber da; lohnt sich auf die Dauer... :thumbup:

      ciao, Bijan
      (der blutigste aller blutigen Anfänger :saint: )
      Vorwärts immer; rückwärts nimmer!
      (Wahlspruch der Rücklaufsperren)
      Hallo Domino,

      ich finde deine Fragen nicht schräg, da ich meine Anfänge auch auf eigene Faust und ohne jegliche Kursteilnahme bestritten habe. Wenn ich das richtig gelesen habe, gibt es da einige im Forum, die ebenfalls so angefangen haben. Alle Infos, die ich benötigt habe, habe ich aus dem Forum entnommen - dafür ist es ja schließlich da. Zudem gibt es genügend Videos im Netz - und gewisse Grundbewegungen waren vom Langlaufen vorhanden.

      Als ich dann über das Forum zu einer Ausfahrt eingeladen wurde und das erste mal mit anderen Gleichgesinnten zusammenstieß, erhielt ich wertvolle Tipps. Oftmals hilft es, wenn jemand erfahrenes von außen drauf schaut. (Danke nochmals an joerga) Das ist wohl auch, was KnightSkater meint.

      Bei dem Ausflug wurde mir auch empfohlen, ein Trainingswochenende in Kassel mitzumachen. Das hat in Bezug auf Technik, Fahrsicherheit und auf Abstellen einiger (selbst erlernter) Fehler sehr viel gebracht. (Danke auch an anki) In meinen Augen war das eine sehr gute Investition, die wesentlich mehr gebracht hat als ein Kurs ganz am Anfang.

      Letztlich üben und ein Gefühl für die Geräte erlangen - das muss man selber. Habe auch noch nie jemanden gesehen, der nach einer Stunde (mit oder ohne Lehrer) eine Violine perfekt spielen kann. Das dauert halt. Also nicht aufgeben sondern KnigtSkater beweisen, dass es auch so geht. :P

      LG
      Frank

      mudskater schrieb:

      Zusammenfassend gesehen möchte Dich der Hubert doch der Cross-Skatingszene erhalten.

      …nothing else :!:

      Heftige Reaktion auf ein gutgemeintes statement – jedenfalls wollte ich keinem auf die Füße steigen. Mir isses eh wurscht – ich bin kein praktizierender Trainer.
      Und ja, auch ich habe mich einst autodidaktisch rangewagt (2006 war noch nix mit Trainern), habe mir dann wegen falsch verstandener Technik die Skisaison 2011/12 voll versemmelt und hab danach mühsam und geläutert „umgelernt“, auch mittels Kursus - und das CS-Modell gewechselt, denn Gelände mußte es weiterhin unbedingt sein! Aber auch der Begriff Gelände wird hier sehr unterschiedlich definiert – muß eh jeder selber wissen, was geht.
      Jedenfalls ist man auch nach 12 Jahren Cross noch nicht gefeit gegen Fehleinschätzungen: nach 4 sturzfreien Jahren bin ich vor 8 Tagen wieder mal eine Waldweg-Abfahrt runtergesegelt. So what… es mache jeder seine Erfahrungen selbst!

      Servus
      Hubert
      …der sein Slalom-Training aufm Wasser grade wieder mal mit großflächigem Duschpflaster unterm Neopren absolviert
      KnightSkater