toundra

      Beeindruckendes Video aber ohne Bremsen sind es eher Selbstmordgeräte!!!!

      Und dann auch noch ohne Helm und Knieschoner.... :thumbdown:

      Was ich weiter auch nicht verstehe dass diesen Dinger überhapt nicht auf den Powerslide Webseite zu finden sind.....Was will man damit eigentlich bei Powerslide????


      Erik
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Hallo

      Hier ein weiteres Video zum neuen Cross-Inliner von PS, dem Kaze Tundra SUV 150:


      Interessant ist, daß Powerslide beim Schnitt bewußt 2 Stürze (exakt auf 1:00 und 2:00) drin ließ und dies auf Anfrage auch als wichtiges Zeichen hinsichtlich Notwendigkeit der Protektion erklärt – und daß ungeachtet des Könnens-levels Stürze nicht auszuschließen sind. So weit, so löblich…

      Wenn man sich die Stürze aber etwas genauer anschaut (soweit möglich), erkennt man, daß sie beide auf die – meines Erachtens verbreitet falsch verstandene – speedinliner-Lauftechnik zurückzuführen sind, wie sie sogar auch auf Kunstboden störanfällig ist: viel zu viel Vorlage für weicheren Boden, tempo-orientiert und somit Vorderrad-Belastung.
      Beim ersten Sturz führt diese zusammen mit dem im speed-Bereich üblichen 8Uhr/4Uhr-Abdruck zwecks vermeintlichem Vorderfußabdruck-Effekt und der Rückholung mit nach unten hängendem Vorderrad von hinten nach vorne dazu, daß das Vorderrad zuerst aufsetzt, somit vorübergehend die Führung übernimmt und u.U. (wie hier auf Kiesweg) ad hoc seitlich verzogen wird - der vorgebeugte Sprung begünstigte diese Entgleisung zudem. So eine plötzliche Verdrehung kann neben den Sturz-Verletzungen auch schwere Gelenkschäden verursachen, auch bei kurzem Radstand!
      Beim zweiten Sturz erkennt man’s zwar nicht genau, aber man sieht, daß er die Grünfläche ebenfalls mit zuviel Vorlage für die zu erwartende bodenbedingte Verzögerung berollt hat – zwar ohne Skatingschritt, aber mit ordentlich Anlauf - und dann vermutlich an einer Unebenheit hängen blieb.
      Es läßt für mich nur den Schluß zu, daß sich PS einen Speed-Skater ohne jegliche Cross-Erfahrung für den Clip nahm!

      Ergo: freilich ist Protektion immer wichtig, aber noch wichtiger für die Sicherheit (und den Spaß) ist die angemessene Technik – angemessen bezüglich Gerät, Untergrund-Bedingungen und Skater.
      Auf Naturboden, besonders mit langen Cross-Skates, ist nach meiner Erfahrung ganz klar zentraler Stand mit Fersenabdruck auf 9Uhr und 3Uhr angesagt, womit das Hinterrad beim Beinschluß zuerst aufsetzt und aufgrund der höheren Last mehr Führungsanteil hat. Damit erlaubt der aufrechtere Stand auch erforderliche Korrekturen besser – und die Stöcke unterstützen die Stabilität auch noch, da sie den aufrechten Stand einfordern.
      PS täte also m.E. besser daran, Vertrags-Läufer passender einzusetzen und solche fahrlässigen Fehler nicht auch noch als Promotion zu mißbrauchen.

      Das ist meine Ansicht – bin durchaus gespannt, wie Ihr das seht.

      Servus
      Hubert
      KnightSkater
      Hallo Hubert,

      unter dem Video steht, dass es sich bei dem Fahrer um Flo Genser handelt. Der ist ein Langläufer und er testet seit Jahren Cross-Geräte von Powerslide.
      Unter anderem den Xplorer damals bei der Alpenüberquerung. Leider ist der Artikel dazu nicht mehr online. Als Fragen zur Bremse auftauchten, äußerte Flo sich dazu in unserem Forum.

      Ich bin wie du der Meinung, dass man auf Naturboden am besten klar kommt, wenn man keine Inlinertechnik fährt. Je mehr man Breitensportler ohne spezifisches Training oder Anfänger ist, desto wichtiger ist das. Aber ohne Stöcke zu benutzen, wird man doch immer wieder in Inliner-Technik verfallen, um Geschwindigkeit aufzubauen und zu halten. Wenn mans kann :-D.

      Zum ersten Sturz führte mMn der Sprung über die Rinne. Der rechte Skate wird schief aufgesetzt und der Versucht des Ausgleichs führt zum Strauchler. Er hätte die Rinne auch durchfahren können und auch dabei kann man sich bei der offensichtlich recht hohen Geschwindigkeit ordentlich auf die Nase legen.

      Flo ist natürlich ein super Fahrer und ich habe den Eindruck, er weiß genau, was er ausreizen kann. Das ist bestimmt auch immer ein Aspekt von solchen Promo-Videos, auch wenn viele solche Action eher als kontraproduktiv einschätzen. Doch darüber wird man sich immer streiten können.

      LG Andrea
      Hallo Andrea

      Danke für Deine Erläuterung, sie zeichnet ein ziemlich konträres Bild zu meiner Ansicht – aber das gestaltet es umso interessanter!
      Daß der gute Flo ein hervorragender Skater ist, kann niemand abstreiten, so flott fetzt nicht jeder über die Waldwege – daß er jedoch reichlich Cross-Erfahrung hat, überrascht mich schon! Ich kann da nur das typisch tempo-orientierte Speed-Skaten in Windkanal-Position erkennen.

      Ich bin ja selber viel auf Cross-Inlinern im Gelände unterwegs – und manchmal auch stocklos… mal freiwillig, mal zwangsläufig (jährlich zum Saisonstart: Ende April geht’s Slalom-Training wieder los – bin froh, wenn ich bis zum MuBi wieder Stöcke festhalten kann). Aber auch da ist eine so extreme Vorlage dauerhaft für mich nicht nur ausgesprochen unergonomisch, sondern geradezu unvorstellbar – und ich komme vom Inlinern. Als Schüler hab ich Eishockey und später als Vater Streethockey gespielt, da mußte man zum Spurtstart und zwecks Wendigkeit und flinker Schlägerführung freilich so weit runter gehen, aber nur kurze Strecken – und keine Kilometer.

      Aus zwei m.E. speedinline-kundigen Quellen (eine beim DRIV, eine bei PS) weiß ich, daß selbst da die temposteigernde Wirkung dieser Haltung, insbesondere auch des Vorderfußabdrucks, in Frage steht – aber es sei halt nun mal so „eingebürgert“ und unterstreiche die sportliche Erscheinung. Einer erklärte, daß der seitliche Abdruck über die ganze Rollenschiene seiner Meinung nach effektiver sei… das geht aber mit soviel Vorlage nicht! Allerdings wurde eingeräumt, daß das kräftezehrender und über weite Strecken schwierig wäre.

      Meine Behauptung steht: mit dem Untergrund angepaßt moderaterer Vorlage wären die Stürze nicht passiert, auch der nach dem jump. Aber ok, als Promo-Video muß es ja nur Begehrlichkeiten wecken.

      Servus
      Hubert
      KnightSkater
      Zunächst einmal.Vielleicht könnte man ein eigenes Thema für dir richtige Cross-Skating Technik auf unebenen Wegen anlegen?


      KnightSkater schrieb:

      Hallo

      ...
      Wenn man sich die Stürze aber etwas genauer anschaut (soweit möglich), erkennt man, daß sie beide auf die – meines Erachtens verbreitet falsch verstandene – speedinliner-Lauftechnik zurückzuführen sind, wie sie sogar auch auf Kunstboden störanfällig ist: viel zu viel Vorlage für weicheren Boden, tempo-orientiert und somit Vorderrad-Belastung.
      Beim ersten Sturz führt diese zusammen mit dem im speed-Bereich üblichen 8Uhr/4Uhr-Abdruck zwecks vermeintlichem Vorderfußabdruck-Effekt und der Rückholung mit nach unten hängendem Vorderrad von hinten nach vorne dazu, daß das Vorderrad zuerst aufsetzt, somit vorübergehend die Führung übernimmt und u.U. (wie hier auf Kiesweg) ad hoc seitlich verzogen wird - der vorgebeugte Sprung begünstigte diese Entgleisung zudem. So eine plötzliche Verdrehung kann neben den Sturz-Verletzungen auch schwere Gelenkschäden verursachen, auch bei kurzem Radstand!
      Beim zweiten Sturz erkennt man’s zwar nicht genau, aber man sieht, daß er die Grünfläche ebenfalls mit zuviel Vorlage für die zu erwartende bodenbedingte Verzögerung berollt hat – zwar ohne Skatingschritt, aber mit ordentlich Anlauf - und dann vermutlich an einer Unebenheit hängen blieb.
      Es läßt für mich nur den Schluß zu, daß sich PS einen Speed-Skater ohne jegliche Cross-Erfahrung für den Clip nahm!
      ...
      Auf Naturboden, besonders mit langen Cross-Skates, ist nach meiner Erfahrung ganz klar zentraler Stand mit Fersenabdruck auf 9Uhr und 3Uhr angesagt, womit das Hinterrad beim Beinschluß zuerst aufsetzt und aufgrund der höheren Last mehr Führungsanteil hat. Damit erlaubt der aufrechtere Stand auch erforderliche Korrekturen besser – und die Stöcke unterstützen die Stabilität auch noch, da sie den aufrechten Stand einfordern.
      PS täte also m.E. besser daran, Vertrags-Läufer passender einzusetzen und solche fahrlässigen Fehler nicht auch noch als Promotion zu mißbrauchen.

      Das ist meine Ansicht – bin durchaus gespannt, wie Ihr das seht.

      Servus
      Hubert


      !!!Genauso isset:-)!!!!!!!

      Warum sieht man auf Videos /Werbung immer noch Cross Skater die das Hinterrad anheben?
      Ich denke wir sind uns einig das dies nicht optimal ist.

      Aber leider wird das bei manchen "Trainerausbildungen " immer noch geschult. Ebenso wird von Skilanglaufschulen etc. im Sommer den Leuten das Cross Skaten näherbringen möchten die Skilanglauftechnik komplett übernommen. Das ist unglaublich! :cursing:

      !!! Cross Skating benötigt eine eigene Technik bei unebenen Untergrund !!!

      Die verschiedenen Hersteller kapieren es einfach nicht !

      Frohe Western ääääh Ostern ;)