Gesündeste Cross-Skate-Variante?

      Gesündeste Cross-Skate-Variante?

      Hallo Forum,

      da hier ja doch geballte Erfahrung im Forum steck. habe ich mich als Kaufentschlossener mal angemeldet..

      Zum folgenden Thema habe ich noch keine Antwort hier im Forum finden können (meine Hoffnung ist, dass es eine gibt).

      Als schon etwas eingelesener Anfänger (sprich: schon mehr als 15 h auf dem Netz mit dem Thema Cross-Skates und Verwandte verbracht), aber noch ohne Material, komme ich nun zu dem, was mich vor meiner Kaufentscheidung umtreibt.

      Man liest ja auf vielen Seiten wie gesund der Sport gegenüber anderen Sportarten ist.

      Gibt es denn innerhalb der Cross-Skater/Skiroller-szene Varianten die besonders gelenkschonend sind und/oder besonders gut das Herz-/Kreislaufsystem trainieren?


      Mögliche Aspekte wären z.B.
      Ist es besser eine der Varianten mit loser Ferse zu fahren oder doch lieber die mit 'starren' Skates?

      usw. mit Aspekten, die ich vielleicht auch noch gar nicht kenne.

      Ich freu' mich schon auf Eure Antworten :)

      Einen sonnigen Sonntag noch!
      Rolli
      Hallo Bodo,

      Danke für den Link . :)

      Auf Deiner Seite war ich auch schon vorher gewesen, die war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, weil ich danach das Gefühl hatte, es gibt zig Varianten an Skates und Anhänger viele dieser Varianten behaupten, ihre Skate-Variante sei die Beste (etwas überspitzt formuliert). Das hast Du jetzt nicht behauptet, Deine Webseite ist recht nüchtern, aber einige Firmen auf dem Markt Stellen ihre Produkte so dar. Mir fehlen halt (gesundheitliche) Argumente für oder gegen die einzelnen Varianten der Anbieter.


      Natürlich finde ich Deine Variante sehr interessant (und sie ist bei mir immer noch unter den Kaufkandidaten...), da ich ursprünglich das Ganze als Suche nach der bestmöglichen Simulation fürs Langlaufen sah.
      Inzwischen hat sich mein Interesse etwas gewandelt und ich suche die gesündeste Variante, vom Bewegungsablauf her, aber auch für Herz und Kreislauf.

      Über die Gelenkschonung z.B. finde ich aber auf Deiner Seite keine Infos oder auch z.B. eine Liste von Vor- und Nachteilen Deiner Variante gegenüber anderen.

      Ich denke da an so Sachen wie bei welcher Variante gibt es den besten Fussabstand, ist lose Ferse besser für den Fuss, das Knie oder ist der Bewegungsablauf bei Deiner Bauart/Variante gelenkschonender?

      Das sind sicher nicht so einfach zu beantwortende Fragen, über manche davon könnten Sportmediziner Arbeiten schreiben. Aber ich dachte, vielleicht wissen einige hier im Forum darüber Bescheid.

      Viele Grüsse
      Rolli

      Rolli schrieb:

      .....Das sind sicher nicht so einfach zu beantwortende Fragen, über manche davon könnten Sportmediziner Arbeiten schreiben. Aber ich dachte, vielleicht wissen einige hier im Forum darüber Bescheid.

      Viele Grüsse
      Rolli


      Das ist so, mit nur auf Cross Skates ausprobieren, kann man das schwer objektiv beurteilen. Auch ich habe mich da getäuscht und mußte mich des Besseren belehren lassen.

      Jahrelang war ich fest der Meinung, dass wir mit fixer Ferse das Rad neu erfunden haben, bis ich 2011 nach einer umfangreichen Bewegungsanalyse am Skirollerlaufband in der Ramsau, zusammen mit der Uni Salzburg des Besseren belehrt wurde. Mitgewirkt haben: skike-Trainer, Spitzensportler und Hobbyskiker, um ein aussagekräftiges Ergebnis, über ein breites Spektrum zu erhalten. Geleitet wurde diese Studie von Herrn Dr. Thomas Stöggl.

      Hier steht das Ergebnis zum Download bereit: http://www.sportinnovativ.at/tipps-infos/tests-uni-salzburg/

      Damit aber auch ohne Fersenhochgang eine möglichst ökonomische Bewegung auf Cross Skates möglich ist, kann bei den fixen Skikes das Vorderrad möglichst knapp an die Zehen positioniert werden, was jedoch einen Fersenhochgang auch nicht ersetzt.

      Ich habe mir das Ergebnis so erklären können, dass nämlich mit fixer Ferse eine ganze Bewegungspartie (Sprunggelenk und Wadenmuskulatur) zur Gänze oder fast gänzlich für den Antrieb ausgeschaltet wird. Eine Antriebsbewegung beim Skaten ist in der Bewegungsabfolge ähnlich aufgebaut wie eine Bewegungsabfolge beim springen.

      Einfacher Versuch, den jede(r) selber ohne Cross Skates machen kann:
      1. Vom Boden hochspringen und dabei nur von der Ferse wegspringen, ohne dabei über die Wadenmuskulatur das Sprunggelenk zu betätigen.
      2. Ganz normal hochspringen, so wie man das üblicher Weise macht...zuerst die Kraft gleichmäßig auf die ganze Fußsohle verteilt und zum Schluß ein kräftiger Schub mit dem Sprunggelenk aus der Wadenmuskulatur.
      3. Ergebnisse vergleichen.
      Dieser Vergleich bringt das am besten auf den Punkt, ohne noch weitere wissenschaftliche Studien dazu starten zu müssen :thumbup:
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Vielen Dank!

      Genau an sowas habe ich gedacht...
      Also ist lose Ferse doch noch etwas bewegungsfreundlicher als feste Ferse.

      Das erleichtert mir jetzt doch die Auswahl, da es lose Ferse bei deutlich weniger Herstellern gibt. Den Artikel hatte ich vorher auf der Skikes-Seite übersehen.

      Jetzt stellt sich für mich nur noch die Frage: Normale Schuhe, wie bei Skikes (praktischer im Alltag) oder doch lieber Schuhe mit Langlaufbindung, wie z.B. die von Bodo... :)
      Hallo Bodo,

      da meine Fragen evtl. auch für Andere interessant sind, bleibe ich mal damit im Forum und schwenke noch nicht auf Email um.

      Was mich bisher an den Skikes, deren Bildern und Aussagen dazu gestört hat ist, dass einige Nutzer geschrieben haben, sie seien nur bis 80 kg geeignet, trotz dass der Hersteller 120 kg angibt.
      Zudem stören mich an den bisher gesichteten Bildern der Skikes mit looser Ferse, dass mir die Struktur zu filigran vorkommt und ich nehme jetzt mal nicht an, dass der Skike aus Titan gefertigt wird.
      Ich selber bringe netto fast 95 kg auf die Waage (nachdem ich mich fürs Training gestärkt habe ...).
      Darum sind mir die Skikes suspekt, zudem wohl das entsprechende Gelenk für die loose Ferse wohl trotz Nachbesserung immer noch ein vorzeitiges Verschleissteil darstellt.

      Nun zu den von Dir angebotenen OISR's.
      Welche Tragfähigkeit haben diese, kannst Du da Angaben dazu machen?
      Was mir sehr an den OISR's gefällt ist, dass Du sie reparaturfreundlich auslegst.
      Wie einfach ist der Wechsel von Skischuhbindung zu normaler Bindung?
      Brauch ich dazu Werkzeug?
      Wieviel wiegt so ein OISR-Schuh mit/ohne Langlaufbindung?
      Sehr ich das richtig, dass ich den OISR nur mit speziellen Schuhen fahren kann? Wenn ja, wo krieg' ich den her oder wird der mitgeliefert? Beim Skike kann ich ja einen beliebigen Schuh drauf schnallen.
      Haben beide Seiten Bremsen?

      Viele Grüsse
      Rolli

      Rolli schrieb:

      .....

      Was mich bisher an den Skikes, deren Bildern und Aussagen dazu gestört hat ist, dass einige Nutzer geschrieben haben, sie seien nur bis 80 kg geeignet, trotz dass der Hersteller 120 kg angibt.
      Zudem stören mich an den bisher gesichteten Bildern der Skikes mit looser Ferse, dass mir die Struktur zu filigran vorkommt und ich nehme jetzt mal nicht an, dass der Skike aus Titan gefertigt wird.
      Ich selber bringe netto fast 95 kg auf die Waage (nachdem ich mich fürs Training gestärkt habe ...).
      Darum sind mir die Skikes suspekt, zudem wohl das entsprechende Gelenk für die loose Ferse wohl trotz Nachbesserung immer noch ein vorzeitiges Verschleissteil darstellt........


      Hallo Rolli,

      leider hat es beim alten V07 an der Vordergabel Probleme gegeben, das ist richtig- Schwingbelastung und angeritztes Material, deswegen wurde dann auch der "EXTREME"-Teil angeboten, aber auch nicht primär deswegen, um diesen zu versteifen, sondern um den Unterboden an der Stelle vor Beschädigungen zu schützen. Jedoch lernt man auch etwas daraus und somit kann ich beruhigen, der Lift hält das aus, was er verspricht.

      Was die Gelenke betrifft, ist es richtig, dass beim alten V07 auch das Material des Rahmens mit der Zeit beschädigt wurde. Auch das haben wir als Erfahrung in den aktuellen Modellen berücksichtigt und man kann im Falle von eventuellem Gelenksverschleiß, alle Verschleißteile restlos tauschen. Hier der Link zum Ersatzteil: skike.com/de/shop/ersatzteile/…-orange_25.3.482.690.html

      Da du doch immerhin etwas mehr wiegst, gehe ich davon aus, dass du auch etwas größer bist. Bei großen Personen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die sich im Skike unwohler fühlen, als kleine Personen. Mit sehr niedrigen Schuhsohlen kann das bereits deutlich verbessert werden, aber der absolute Hit für große Menschen ist eine Erhöhung des Bremssattels, sodass die Wadenschale um 4 oder 8 cm höher am Unterschenkel greift.

      Falls du dich doch noch für den Lift entscheiden solltest, würde ich dir bei über 1,80 Körpergröße diese Bremssattelverlängerung dazu empfehlen. Auch bei Verwendung von höheren Schuhsohlen bringt dieser Teil auch bereits bei kleinen Personen enorme Vorteile, was die Standsicherheit betrifft: https://skike.com/de/shop/zubehor/lift-modelle/bremssattelverlangerung-schwarz_25.4.486.8828.html

      Diese Bremssattelverlängerung passt ab dem V07 PLUS aufwärts....V07 Fix und alle V8 Lift - Modelle. Am V8 Tour ist diese Bremssattelverlängerung ohnehin bereits serienmäßig drauf.
      Bei den alten V07 darf diese Bremssattelverlängerung nicht verwendet werden!
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Hallo Rolli,

      wenn du keinerlei Erfahrung mit der freien Ferse hast (Skiroller oder Skilanglauf) würde ich dir zur Variante feste Ferse raten.
      Seit 2006 habe ich Menschen im Kurs die mehrheitlich nicht vorher auf den Rollen gestanden hat und wenn, dann nur auf Inlinern.
      Zum Gesundheitsaspekt kann ich nur berichten, dass ich schon einige Sportinvaliden zum Cross-Skating brachte und das Feedback war eindeutig positiv. Mein "härtester" Fall war ein Teilnehmer mit zwei künstlichen Hüften und nur einer Niere. Er machte es in unglaublicher Ruhe und Bescheidenheit.
      Das von mir bevorzugte Modell für Anfänger und Einsteiger ist der V07 Plus (Otto Eder hat da sicher noch so einige ander Modelle aus dem Hause SKIKE zur Auswahl....) und da bekommst du mit deinem Gewicht gar keine Probleme.
      Später, wenn dir die Bewegungsabläufe vertraut und zur Gewohnheit geworden sind kannst du dich immer noch der freies Ferse widmen.

      Gruß

      Conni

      biathlon24 schrieb:

      Hallo Rolli,

      wenn du keinerlei Erfahrung mit der freien Ferse hast (Skiroller oder Skilanglauf) würde ich dir zur Variante feste Ferse raten.....
      ......Später, wenn dir die Bewegungsabläufe vertraut und zur Gewohnheit geworden sind kannst du dich immer noch der freies Ferse widmen.

      Gruß

      Conni


      Für die, die jetzt völlig verunsichert sind, noch eine interessante Information. Am v8 Lift gibt es zwar keine Umschaltvorrichtung zwischen fixer und gelöster Ferse, weil man damit ohnehin sowohl für Skating als auch für klassisch die gelöste Ferse bevorzugt, wenn man die einmal lieben gelernt hat. Es ist richtig, bei den allerersten Gehversuchen auf Rollgräten ist eine fixe Ferse vorteilhaft, daher haben wir am Tour auch wieder einen Fixierstift angebracht, an denen ich bei Kursen für die ersten Übungen die Ferse fixiere, diese aber dann im letzten Drittel des Kurses freigebe.

      Jetzt zum Lift Cross 2R und Speed: Dieses Modell hat zwar keinen Fixierstift, jedoch aber Löcher am hinteren Bindungsteil und auch am Rahmen, über die mit 2 Stück M4-Schrauben die Ferse vollständig niedergeschraubt werden kann. Nach kurzer Übungsphase mit fixer Ferse gibt man die beiden Schrauben weg und man hat das Modell mit freier Ferse, ohne sich dann noch ein weiteres Gerät besorgen zu müssen.

      Diese Schrauben liegen zwar nicht bei, bekommt man aber in jedem Schraubenladen... Menge und Dimension für ein Paar: 4 Stk. M4x12 Rundkopf (Kreuzschlitz oder Imbus), 4 Stk. M4 Beilagscheiben und 4 Stk. M4 selbstsichernde Muttern. Mit dieser Info gibt euch der Verkäufer genau das, was ihr dazu benötigt und kostet nur ein paar Cent :thumbup:
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Willkommen im Forum, Rolli

      Du kennst das: frag 3 Ärzte und du kriegst 3 verschiedene Medikamente verschrieben, frag 3 Ernährungsberater und du kriegst 5 verschiedene Rundum-gesund-Rezepte(, die ihre Komponenten gegenseitig ausschließen)! Das Delta machen nicht nur evtl. kommerzielle Interessen, sondern oft auch tatsächlich subjektive Überzeugung aus individueller Erfahrung – und dabei lassen sich aber die persönlichen Ziele oft gar nicht vergleichen.

      Und dann: was macht einen Cross-Skate „gesünder“ als andere? Ski sind gesünder als Snowboards, weil man in Fahrtrichtung steht und nicht mit verdrehter Wirbelsäule als Grundstellung Stöße absorbieren muß – sowas in der Art? Aber welcher Ski ist der gesündeste? Es gibt Leute, die schwören z.B. auf den Monoski als gelenkschonendste Variante!

      Wenn „gesund“ für „verletzungsminimierend“ steht, dann ist Protektion angesagt: Helm, Gelenkschoner, Brille, Handschuhe, … weitergehend noch Rückenpanzer, Hüftprotektor… der Schutz-Umfang ist individuell abzuwägen. Ich trage aufgrund meiner Ausübungsart das volle Programm - und für mich ist das „gesündeste“ Auto in diesem Sinne… (m)ein SUV!
      Wenn „gesund“ für „ergonomisch“ steht, dann spielt die Lauftechnik eine größere Rolle als die Hardware: Skating vs. Klassik? Meine Devise: Variabilität siegt im CROSS-Terrain… auf wechselnde Bedingungen flexibel reagieren können – anatomisch angepaßt. Nicht immer nur ein Bewegungsmuster, grade klassisch mit Fersenhub hat was auf Cross. Für ergonomisch eher ungünstig halte ich die Kombination Skating-Freiferse-Gelände… das ist, als würde man mit Langlaufski eine Buckelpiste rocken!
      Wenn „gesund“ allerdings für „mir darf im Sport nix mehr passieren, ich bin gebranntes Kind“ steht, dann sei erwähnt, daß auf Rollen eben Geschwindigkeit generiert wird – und wo Tempo im Spiel ist, spielt auch Murphy mal mit… der Chaos-Faktor. Geht freilich auch ohne – heißt dann Nordic Walking, ist sehr sicher und ergonomisch unschlagbar günstig! ;)

      Als Fachkraft für Arbeitssicherheit bin ich mit Ergonomie in der Industrie vertraut und lege auch in meiner Freizeit Wert darauf. Ich selber „steh“ z.B. auf ganz bestimmte(n) Skates, auf denen ich mich sicher fühle und gewisse potenzielle Gefährdungen vermeide: die Cross-Inliner COYOTE von Rollerblade, denn „in der Kürze liegt die Würze“… aus meiner 10-jährigen Erfahrung. Damit bin ich aber ziemlich sub-nischig, zumal allein schon persönlich empfundene Gefährdungen bei Weitem nicht von Jedem nachvollzogen werden können.

      Inzwischen ist ja das ganze Forum gespannt, wie so eine „gesunde-Skates“-Diskussion denn ausgehen mag und wer das Prädikat erhält, denn: so hat noch keiner gefragt. :thumbsup:
      Und nebenbei: auch wenn Dein erster Griff sub-optimal ausfallen sollte… sowie Du etwas nach Deinen Maßstäben „Gesünderes“ gefunden hast, …wechsle einfach. Hab’s auch so gemacht.

      Servus
      Hubert
      KnightSkater
      Hallo Rolli,

      bevor das Thema zu einer Linkliste für Ersatzteilen zu Skike-Produkten gerät, möchte ich die eingangs gestellte Frage beantworten.

      Cross-Skating ist tatsächlich "an sich" eine gesunde Sportart, ohne bei den einzelnen Geräten unterscheiden zu müssen.
      Gelenkschonend ist die Sportart wegen der Dämpfung durch die Luftbereifung. Muskelschonend ist die Sportart durch die gleichmäßige Belastung aller Muskelgruppen. Weil keine Muskeln überlastet werden, gibt es in der Regel keinen Muskelkater. Das Herz-/Kreislaufsystem wird gestärkt, weil alles umfassend in Bewegung ist, wobei man eher darauf achten muss, sich nicht zu überlasten. Die Koordination wird in außergewöhnlichem Maße bei jeder Art von Cross-Skating geschult und die Freude, an der frischen Luft etwas für sich getan zu haben und das Wohlbefinden nach dem Rollen ist bei allen verwendeten Geräten genau gleich :)

      "An sich" ist kein Gerät gesünder oder bewegungsfreundlicher als ein anderes.
      Welchen Cross-Skate/Cross-Inliner/Cross-Roller man bevorzugt, liegt alleine an der eigenen Person.
      Wichtig ist, zu beantworten:
      - Vorkenntnisse
      - körperliche Besonderheiten (sowas wie medizinische Diagnosen oder auch Schuh-/Körpergröße, Gewicht)
      - Streckenwahl(ausschließlich Straßen? Ausschließlich Gelände/Cross? Gemischt?)
      - Vorlieben (Skating, klassisch)

      Beim Cross-Skating verhält es sich wie beim Radsport. Es gibt "Gelände"-, "Touren"- und "Renn"-Geräte.
      Ich habe mir im Laufe der Zeit je ein Gerät für jeden Bereich angeschafft. Ich vertrete die Ansicht, dass es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt.
      Allerdings kann man jedem, der gerade erst in die Sportart einsteigt, durchaus ein einziges Gerät empfehlen, das die meisten der von ihm gewünschten Eigenschaften besitzt, denn die Palette der Geräte ist inzwischen ziemlich breit - wie du ja schon selber festgestellt hast.

      Auch wenn alle persönlichen Fragen beantwortet sind, kann man einen Kurs nur empfehlen. Du kommst ohne eigene Ausrüstung und probierst aus, zu was du tendierst. Es wird sich herausstellen, ob das passt oder ob ein anderes Gerät besser geeignet ist. Die individuellen Anfangstipps und eine Rückmeldung zu deiner Fahrtechnik bekommst du unmittelbar mit auf den Weg.

      Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude beim Einstieg in diese wunderbare Sportart!

      Liebe Grüße, Andrea

      anki schrieb:

      Hallo Rolli,

      bevor das Thema zu einer Linkliste für Ersatzteilen zu Skike-Produkten gerät, ....

      ......"An sich" ist kein Gerät gesünder oder bewegungsfreundlicher als ein anderes......

      Liebe Grüße, Andrea


      Es brauch niemand eine Angst zu haben, dass wir mit Ersatzteilen reich werden - war wirklich nur als Hilfe gedacht - sorry.

      Wenn man sich die Testergebnisse von der Uni Salzburg anschaut, schlägt sich der Unterschied sogar in den Laktatwerten deutlich nieder und das hat sehr wohl auch was mit Gesundheit zu tun.

      Inzwischen ist auch der Lift ein sehr unkompliziertes und einfaches Gerät geworden, denn der vordere Drehpunkt sitzt beim Lift exakt mittig zwischen Vorder- und Hinterrad. So pendelt der Roller ganz ohne Federvorrichtung von selbst aus, genau wie ein Langlaufschi.....besonders im Gelände ist die serienmässige Rücklaufsperre im Vorderrad extrem hilfreich, da man mit diesem Fersenhochgang auch im klassischen Stil schmale und auch relativ steile Wege problemlos überwinden kann.

      Das Argument, dass eine freie Ferse im Gelände gefährlich wäre, stimmt wirklich nur für Anfänger. Gute Telemarker fahren mit freier Ferse sogar die wildesten Hänge, auch Puckelpiste :thumbup:
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Hallo zusammen,

      Wirklich schön, wie man hier im Forum aufgenommen wird :-). In einem anderen Forum musste ich ja erst knuffige Seitenhiebe einstecken, als ich als Anfänger gleich mit Optimierungsfragen daherkam.

      Erst mal vielen Dank an Euch alle, die ihr hier versucht, mir mit Informationen unter die Arme zu greifen!

      Ich bin 1,86 m gross mit recht breitem Fuss, so dass die Schuhgrösse für die Fussbreite oft 45, für die Fusslänge eher 44 sein dürfte.

      Nach langer Abstinenz (war aber auch früher nur blutiger Langlauf-Anfänger) habe ich diesen Winter wieder mit Langlauf angefangen. Da ich das im Winter gerne öfter betreiben würde, die Winter aber bekanntermassen recht kurz geworden sind, dachte ich mir, dass ich gerne einen entsprechenden 'Fithaltesport' für Langlauf im Sommer ausüben würde.

      Ich erinnerte mich, mal über Rollskier gelesen zu haben und flugs landete ich bei meiner Suche (immer wieder) hier im Forum. Soviel zu meiner Geschichte.

      Um meine Eingangsfrage genauer zu formulieren: der Sicherheitsaspekt bei Stürzen ist eher zweitrangig für mich. Ich denke mit richtig Speed und ungünstiger Verkehrssituation kann man sich wahrscheinlich vom Cross-Skate über Rollskier hin zu Rollerblades immer recht weh tun.
      Es geht mir eher um den 'Normalzustand' der (hoffentlich) sturzfreien Fortbewegung auf einer rollenden Konstruktion.

      Mir ist also wichtig, dass die Fortbewegungsart, für die der rollende Untersatz entworfen wurde, die menschliche Nutzlast mit Gewicht, Muskeln, Bändern, Sehnen, Knochen, Gelenken, nicht zu vergessen Lunge und Herz-Kreislaufsystem und Gehirn möglichst umfassend sportlich fordert und gleichzeitig, trotz geforderter Anstrengung der oben genannten Teile, diese im Regelfall möglichst optimal belastet, so dass der Überlastungspunkt für irgendeine einzelne der genannten Komponenten möglichst lange - während der Sportausübung - nicht erreicht wird.
      Beispielsweise ist ja Laufen auch gesund, soll aber (so hab' ich das zumindest schon öfter gelesen), wenn man es regelmässig ernsthaft ausübt, nicht so schonend für die Gelenke sein wie z.B. Langlaufen.
      Zudem ist es oft auch gar nicht so einfach, z.B. schon beim Radfahren, optimale Einstellungen zu finden, bei denen man bei richtiger Beanspruchung, z.B. mehrtägigen anspruchsvollen Radtouren, nicht hier oder da Gelenkprobleme bekommt und sich trotz vorhandener (Muskel-)Ausdauer mit Rücksicht auf die Gelenke nicht weiter fordern kann. Der eine oder die andere von Euch kennt bestimmt ähnliche Probleme aus eigener Erfahrung.
      An einen Schnupperkurs habe ich auch gedacht, doch waren die entweder weit entfernt oder jetzt im (ausklingenden) Winter (noch) nicht verfügbar...
      Nun muss ich Eure Infos erst mal verdauen, ich fühle mich auf jeden Fall einen Schritt weiter :) und bin auch selber gespannt, für was ich mich entscheiden werde. Wie schon hier vorgeschlagen, mag es auch sein, dass ich zunächst erst mal eine nicht ganz optimierte Variante anschaffe, um selber Erfahrung zu sammeln und später dann erst auf etwas anderes schwenke, wenn ich den Bedarf dafür klarer sehe.

      Schöne Grüsse
      Rolli
      Hallo Rolli,

      du hast sehr schön ausgedrückt, was dir wichtig ist! :)
      Meine Antwort ist die gleiche wie oben: alle Cross-Skates bieten das.
      Du wirst es selber merken!
      Einen Punkt gibt es aber doch, der Beachtung finden sollte: der Stockeinsatz!
      Der Stockeinsatz auf Asphalt unterscheidet sich vom Einstechen in Schnee dadurch, dass aufgrund des harten Untergrundes größere Vibrationen auftreten können, und daher bekommt der Stockeinsatz nicht ohne weiteres das Prädikat "gelenkschonend". Auch dazu ist ein Kurs gut: es wird der richtige, schonende Stockeinsatz geübt. Wer nach wie vor Probleme hat (Tennisarm etc), kann es mit gefederter Spitze versuchen.

      Weiterhin gibt es natürlich immer die Möglichkeit, sich zu überlasten, wenn man seine Ansprüche zu hoch hängt und sich zu schnell zuviel zumutet. Vor allem längere Touren müssen aufbauend geübt werden. Wenn man von einem Skatingschritt samt Stockschub als einer Bewegungssequenz spricht, so handelt es sich schon bei kleinen Runden um tausendfach gleiche Sequenzen, die schnell hintereinander durchgeführt werden. Daher sind Bänder, Nerven und Sehnen leicht gereizt, wenn man es übertreibt. Ein Beispiel: auch wenn die Stockschlaufe nur ganz leicht reibt, so multipliziert sich das enorm durch die hohe Anzahl gleicher Bewegungsausführungen.

      Wo du jetzt schon konkret geworden bist, schreibe ich mal, wie ein Kurs bei mir ablaufen würde:
      Gemäß deiner persönlichen Angaben würde ich dich erstmal auf Skike PLUS und auf SRB XRS02 stellen. Dann sehe ich, ob das passt und wie du dich darauf fühlst. Benötigst du mehr Halt, gibt es Modelle, die das bieten. Bist du jemand, dem der Einstieg sehr leicht fällt, der Interesse an der freien Ferse zeigt (wichtig: NACH! dem Ausprobieren der festen Ferse auf Asphalt und auf typischen befestigten Wegen) und der in Zukunft v.a. auf Asphalt fahren wird, dann würde ich dir den SRB XRS01 zum ausprobieren geben. Den LIFT habe ich da, würde dir aber gleich zeigen, warum bei deiner Schuhgröße der Abklapp-Mechanismus an der Grenze ist. Aber natürlich dürftest du auch den LIFT testweise fahren. Ich bin immer gespannt, ob sich meine Einschätzungen bewahrheiten :)

      Woher kommst du denn? Evtl. gibt es in deiner Nähe Cross-Skater, die dir verschiedene Modelle zeigen können. Dann kannst du dir schon mehr darunter vorstellen.


      Hallo Otto,

      damals, vor einigen Jahren, war für dich die feste Ferse das Beste an sich und du hättest sogar gerne die Skilangläufer ebenfalls mit fester Ferse auf ihren LL-Ski gesehen. Ich habe damals verfolgt, wie ein Video die Vorteile der festen Ferse aufzeigen sollte, in dem ein Skike-Käfig auf einen LL-Ski montiert wurde. Natürlich ist es das alles interessant und sollte ausprobiert werden, aber es brauchte schon damals nicht die Ergebnisse einer Uni, um deine Vorstellung der zusätzlichen Kraftentwicklung in Frage zu stellen.

      Heute ist für dich die freie Ferse die ultimative Lösung und sogar "gesünder" als die feste Ferse.
      Es ist mir damals wie heute ein Rätsel, warum du deine jeweilige Meinung so extrem vertrittst, dass alles andere kaum noch etwas gilt.

      Der Skike, wie du ihn damals entwickelt hast, war und ist nach wie vor so eine geniale Bereicherung für die Ausdauersportarten, dass ich immer noch den Hut davor ziehe. Die Version des V07 hatte Kinderkrankheiten, aber darum geht es mir nicht. Es geht darum, dass die Prinzip/die Idee, einen Skate genau auf diese Art und Weise zu bauen, eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten neu erschlossen hat, sich in einer Outdoorsportart auszutoben.

      Dazu gehört natürlich in erster Linie das Prinzip der Bremse, so dass sich jeder Anfänger völlig sicher fühlen kann, weil er aus jeder Geschwindigket und jeder Hangneigung schnell und sicher zum Stehen kommt.

      Dazu gehört aber auch das Prinzip der festen Ferse. Und das nicht nur deswegen, weil sich Einsteiger mit wenig oder keiner Erfahrung in Gleit- und Rollsportarten auf diesen Geräten schnell wohl fühlen, da der Skate immer am Fuß bleibt.
      Auch die Erweiterung der befahrbaren Strecken um echte Cross-Strecken (also mehr oder weniger befestigte Wege) verdankt sich der festen Ferse. [Btw: Die Studie der Uni Salzburg handelt NICHT vom Gelände! Zitat: "...Skiroller-Laufband (Ramsau am Dachstein) mittels einer physiologisch-biomechanischen Analyse in verschiedenen Situationen (verschiedene Laufgeschwindigkeiten, Steigungen, offene vs. geschlossene Ferse, Diagonalschritt) zu analysieren..."]

      ottoeder schrieb:

      Das Argument, dass eine freie Ferse im Gelände gefährlich wäre, stimmt wirklich nur für Anfänger.


      Definiere "Anfänger"....
      Ich stimme zu, dass sich fortgeschrittene Athleten mit fast jedem Gerät in fast jedem Gelände bewegen können. Leistungssportler auf Rollski werden zum Training auch mal in den Wald geschickt. Das fördert die Fähigkeit, mit dem Sportgerät unter allen Umständen zurecht zu kommen. Der Rollski darf nicht mehr nur als Anhängsel empfunden werden, sondern muss sozusagen "zum Fuß gehören". Körperbeherrschung und Geschicklichkeit werden in hohem Maße gefördert, aber in gewisseem Maße auch schon als Voraussetzung gefordert, sonst erlebt man nur Frust.

      Denn auch gute Sportler können die physikalischen Gesetze nicht aushebeln, nach denen die freie Ferse nach vorne klappt, sobald der Skate durch ein Hindernis wie eine Wurzel oder ein Stein oder durch plötzliche Änderung des Untergrundes (feuchter Boden, Schotter...) stoppt oder auch nur verlangsamt wird. Das kann man nicht verhindern.
      Im Gegensatz dazu erfährt man mit der festen Ferse zwar auch einen Bremsimpuls, aber man bleibt mit dem Gerät fest verbunden und verliert nicht den Kontakt. Es ist weitaus einfacher und ungefährlicher, in solchen Situationen mit fester Ferse zu reagieren, um einen Sturz zu vermeiden, da der Skate nach wie vor zum Fuß gehört und nicht wegklappt.
      Wer mal probiert hat, in einem abwechslungsreichen Gelände mit freier Ferse zu fahren, weiß, was ich meine. Der Blick muss ständig auf den Boden gerichtet werden, damit man die Stellen rechtzeitig erkennt, an denen man ausweichen oder eine andere Fahrtechnik wählen muss, zB für 1 Sekunde länger auf einem Skate rollen, um den anderen später aufsetzen zu können. Das kann Spaß machen, weil es die Reaktionsbereitschaft und die Aufmerksamkeit des ganzen Körpers fordert. Aber wer noch nicht so gut ist, dass solche Herausforderungen ihm Spaß machen könnten, ist total frustriert, wenn er ständig vor sich hinstolpert.

      Meiner Erfahrung nach befinden sich die meisten Breitensportler auf Cross-Skates in der "Leistungsklasse", in der die Cross-Skates dem Fahrer eine größtmögliche Sicherheit vermitteln sollten. Das Abenteuer stellt sich dann von ganz alleine ein, wenn man sich langsam an schwierigere Strecken wagt.


      ottoeder schrieb:

      .besonders im Gelände ist die serienmäßige Rücklaufsperre im Vorderrad extrem hilfreich, da man mit diesem Fersenhochgang auch im klassischen Stil schmale und auch relativ steile Wege problemlos überwinden kann.


      Auch hier sollte man beachten: In der klassischen Technik gibt es weniger Möglichkeiten, schwierigen Stellen im Untergrund auszuweichen, als in der Skatingtechnik! Bei Unebenheiten muss der Skate drüber gehoben oder gezogen werden. Die 2 Fahrspuren können nicht so flexibel von Schritt zu Schritt gewählt werden wie der Aufsetzpunkt des Skates bei der Skatingtechnik. Wenn man also in der klassischen Technik nicht nur gehen, sondern rollen möchte, muss der Untergrund eben und gleichmäßig sein (entsprechend einer Loipe), Gelände hin oder her.

      Also: es gibt inzwischen eine super große Auswahl an Skates und jeder ist eine zusätzliche Bereicherung. Jeder Skate hat seine Berechtigung und es wird ständig daran weiterentwickelt. Meine Einwände sind nicht als Ausschlusskriterium zu sehen, sondern als Zusatzinformation. Zu leicht kann es passieren, dass sich Einsteiger selber die Schuld daran geben, wenn sie nicht schaffen, was die Werbung verspricht. Daher, wie Hubert geschrieben hat: wenn das Gerät nicht passt, dann nicht aufgeben, sondern ein anderes austesten! Probieren geht über Studieren.

      LG Andrea
      Hallo Otto

      ottoeder schrieb:

      Das Argument, dass eine freie Ferse im Gelände gefährlich wäre, stimmt wirklich nur für Anfänger. Gute Telemarker fahren mit freier Ferse sogar die wildesten Hänge…

      „gefährlich“ ist definitiv Deine Auslegung – ich bezeichnete es lediglich als „ergonomisch eher ungünstig“. Wir beide wissen, daß ein Geübter selbst mit Rollski ins Gelände kann, mit Edelholz-Latten jede Skipiste runterkommt und auf einem Klodeckel Wasserski fahren kann – aber es ist eben sub-optimal hinsichtlich der Prozesse und u.U. auch der Anpassung an die Anatomie des Riders!

      Und – ja, ich habe es selbst erlebt: einer aus unserem Wasserskiverein kann Telemarken wie ich es vorher noch nie und nachher nie wieder sah! Er hat bewirkt, daß ich diese Ski-Variante überhaupt erst ernst nahm – und ich bin wirklich offen für Vieles! Aber selbst er bestätigte, daß es Pisten gibt, die nicht unbedingt ideal zum Telemarker passen… insbesondere eben Buckelpisten, selbst die weichen mit dem „B“ – ganz zu schweigen von den Hammer-harten 8| mit dem…

      ottoeder schrieb:

      …, auch Puckelpiste

      …“P“ ;)

      Servus
      Hubert
      KnightSkater

      Rolli schrieb:

      ... Da ich das im Winter gerne öfter betreiben würde, die Winter aber bekanntermassen recht kurz geworden sind, dachte ich mir, dass ich gerne einen entsprechenden 'Fithaltesport' für Langlauf im Sommer ausüben würde. ...


      Es könnte dann aber auch geschehen, dass Du CrossSkating öfters und lieber machen wirst als Du bislang denkst und das Langlaufen nur noch mal kurz im Winter, sozusagen als Sahnehäubchen obendrauf, ausführen wirst. ^^
      :) Franz
      Meine Antwort zu meiner Frage ist, dass ich gerade die schwierigsten Geländesituationen im klassischen Stil bewältige und ich im klassischen Stil sogar Hindernisse überwinde, an denen ich die fixen längst abschnallen würde :thumbup:

      Logisch, auch die klassische Technik auf Cross Skates muss gelernt sein....mit nur mal schnell probieren und dann hier behaupten "das geht nicht".... nein nein.....a bisserl a Übung brauchts schon... aber wenn das erst mal pflutscht... dann aber richtig :thumbsup: . Einfach nicht zu früh aufgeben....auch wenn die Werbung das einfacher vermittelt.
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Nur mal so `ne Frage. Wenn man mit dem Fahrrad z.B einen Bordstein hochfährt, zieht man doch auch am Lenker und das Vorderrad zu entlasten oder?

      Bei Cross-Skating ist es doch auch wesentlich einfacher wenn man die Belastung bei Hindernissen oder schwiereigen Verhältnissen auf die Hinterräder liegt und die Vorderräder entlastet. So rollt man doch wesentlich einfacher im Gelände. Leider wird das noch nicht oft gelehrt, da ja der DSV und andere Skilehrer davon ausgehen das die LL Technik zum Cross skating übernommen werden kann. Dies ist aber nicht der Fall.

      Zudem sieht man leider viel zu oft auf Bildern und in Videos wie das Hinterrad hochenommen wird. Das funktioniert zwar auf Aspahlt und bei harten Untergründen aber eben NICHT im Gelände/Cross/ weichen Untergründen.Deswegen machen meiner Meinung nach ( Betonung auf meiner Meinung !) auch Cross Skates mit Fersenochgang in Gelände keinen Sinn.
      Wenn man das Hinterrad hochnimmt wird automatisch die Belastung auf die Vorderräder gelagert und sobald ein Stein/ Stock am Vorderrad ist kann dieses viel schneller zu Stolplern oder Wacklern bzw, zum Sturz führen.
      Es hilft wenn man in einer Art „ Kackstuhl“ Haltung rollt. Also... minimal in die Knie gehen (Abfedern) ( Der Schwerpunkt wird dadurch weiter nach unten verlagert). Oberköper gerade,nicht nach vorne bücken, Kopf hoch und gaaaaaanz wichtig dabei lachen ;) . Nun versuchen jedesmal mit dem Hinterrad zuerst aufzusetzen.

      ottoeder schrieb:

      dass ich gerade die schwierigsten Geländesituationen im klassischen Stil bewältige und ich im klassischen Stil sogar Hindernisse überwinde, an denen ich die fixen längst abschnallen würde


      Da muß ich dem Otto Recht geben: auch aus meiner Erfahrung heraus ist der klassische Laufstil deutlich störungsunempfindlicher und prozessresistenter als die Skating-Technik. Ich denke, das ergibt sich auch daraus, daß für die Balance während der Gleitphasen beim Skating eine einigermaßen verlässliche Grundgeschwindigkeit hilfreich ist, die eben auf störungsarmem Untergrund eher gehalten werden kann. Klassik ist – im Gelände – wie „einen Gang runterschalten“… langsamer, aber dafür sicherer.

      Nach meinem „best-practice“-Prinzip ergibt sich bei mir mit zunehmender Boden-Widrigkeit folgende Nordic-Technik-Sequenz:
      • 2:1 Skating mit aktivem Armschwung oder 1:1 Skating – Kunstboden oder planer, verdichteter Naturboden (angelegte Parkwege), wo lange, rhythmische Gleitphasen störungsfrei möglich sind
      • 2:1 Skating – berechenbare Rollbedingungen auf Feld- und Waldwegen
      • Permanentschub-Skating (Diagonalstock oder Paßgang) – störungsärmere (Gelände-)Anstiege
      • Doppelstockschub mit Zwischenschritt – störungsärmerer, fester Feld-/Waldweg mit erhabenem, bewachsenem Mittelstreifen (Trekkerspur)
      • Diagonalstock-Technik – trockene Wiesen oder störungsreicher, aber ausreichend fester Waldboden, knapper Platz
      • Doppelstockschub – weiche, enge Trampelpfade
      • RLS-Rücktrittschritt mit Diagonalstock (à la Skiwandern) – steile und/oder kiesige Gelände-Anstiege
      • NWmGadF – zu chaotische Rollbedingungen… Schreiten mit Stock-support 8|

      Die Skating-Techniken wende ich also bei den besseren, die Klassik-Techniken bei den schlechteren Rollbedingungen bzw. widrigeren Bodenverhältnissen an – meist in Untergrund-angepaßter Kombination als PCC.

      Aber… auch hier gilt natürlich: ein Toruk Makto kann alles überall „reiten“, gell! ;)

      Servus
      Hubert
      KnightSkater

      Geht nicht gibt's nur noch selten ;)

      Meine Touren die ich von zu Hause aus starte sind in ihrer Planung meist nur grob umrissen.
      Oft baue ich dann Streckenabschnitte ein, die ich nur vom Laufen her kenne und die mich immer schon herausforderten zu rollen.
      Die erste Zeit stieß ich oft an die Grenzen der Machbarkeit, was heute nur noch selten vor kommt. Dank Rücklaufsperre, freier Ferse (Skilanglaufbindung),Bremse am Schuh (Dank CrossSkate.de) und seit neuesten FAT-Bereifung (200'er) gibt es bei mir kaum noch „geht nicht" :)
      Vom Skaten auf Asphalt, auf breiten festen Waldwegen, hin zum Doppelstockschub mit oder ohne Zwischenschritt wenn es eng wird, weiter in der Diagonaltechnik oder wenn's am Anstieg überhaupt nicht mehr rollen will dann zu guter Letzt im Grätenschritt. Alles machbar.
      Irgend jemand hat mal den Werbespruch geprägt „Roll doch wo du willst“ . Ich wandle diesen Spruch mal ab in „Roll doch wie du willst" ;) ab.
      Hallo Steffen,

      da frage ich jetzt mal nach:

      200er Reifen mit Skibindung - ist es der XRS06 oder der XRS07 von SRB ?
      Hast du die RLS nur an den Vorder- oder auch an den Hinterrädern ?

      bedeutet diese Konstellation, dass du mit diesem Skate auf Asphalt problemlos skaten kannst, dass du damit Touren machen kannst (auch im Gelände, z.B. quer über eine Wiese einen Anstieg hoch) ?

      Wirken sich die fetten Räder positiver im klassischen Laufstil aus als die 150er?

      Der Gesundheitsaspekt! Rollen sie sich leichter, sprich weicher als die 150er ? (jetzt nicht unbedingt im Gelände)

      Ich meine ich kenne den SRB XRS und ich weiß von deinem Umbau und deinen Einsätzen :) , aber es wäre für die Leser hier wichtig zu erfahren, wie was geht.
      Die Fetten erlauben im Gelände schier ganz andere Möglichkeiten, da sind die 150er CHANCENLOS (bis auf Hubert :) und seine Coyoten )
      Aus Asphalt hat uns der Zinserling ja schon mit den FETTEN geärgert, weil der Ostseeskater (Ostseeskating.de) sie von den Achsen und Lagern so aufbaute, dass sie eigentlich nur noch im FERRARI-Rot seine Werkstatt verlassen dürften.

      ALso lieber Steffen, lass hören!

      Gruß

      Conni
      Hallo Rolli,
      bin gerade von der Reise zurück und antworte gern auf Deine Fragen.

      Zunächst: Du hast ja eine große Diskussion angeregt, gratuliere. Vieles , was erwähnt wurde , habe ich schon lange gesagt und in meiner Konstruktion verarbeitet.

      Nun zu den #fragen:

      "

      Rolli schrieb:

      Nun zu den von Dir angebotenen OISR's.
      Welche Tragfähigkeit haben diese, kannst Du da Angaben dazu machen?
      Was mir sehr an den OISR's gefällt ist, dass Du sie reparaturfreundlich auslegst.
      Wie einfach ist der Wechsel von Skischuhbindung zu normaler Bindung?
      Brauch ich dazu Werkzeug?
      Wieviel wiegt so ein OISR-Schuh mit/ohne Langlaufbindung?
      Sehr ich das richtig, dass ich den OISR nur mit speziellen Schuhen fahren kann? Wenn ja, wo krieg' ich den her oder wird der mitgeliefert? Beim Skike kann ich ja einen beliebigen Schuh drauf schnallen.
      Haben beide Seiten Bremsen?

      Viele Grüsse
      Rolli
      "

      Hier nun meine Antworten:

      1. Tragfähigkeit: Messungen habe ich nicht gemacht, aber es sind schon Personen mit Deinem Gewicht ohne Schaden am Material in der Praxis gelaufen.
      2. Ich habe in der Tat großen Wert auf Einfachheit der Konstruktion gelegt.
      3. Da ich das System modular gebaut habe, ist ein Wechsel von Auflage mit LL-Skibindung zum Klappmechanismus mit festem Schuh darauf durch den Wechsel von ein bis zwei Schraubvebindungen möglich. Dazu ist kleines Werkzeug nötig.
      4. Mit Klappe und Schuh wiegt der OISR 2,6 kg mit Bremse und 2,4 kg ohne. Mit Skibindung kannst Du 400 - 500 g für den Schuh abziehen.
      5. Wird keine LL-Skibindung benutzt, wird ein Inlinerschuh verwendet und auf der Klappe fest angebracht, da ist eine Anprobe sicher sinnvoll.
      6. Natürlich kann man auch zwei Bremsen anbringen. Die Bremsung ist allerdings so effektiv, dass eine Bremse mit "Telemark- Ausfallschritt" vollauf genügt. Geschwindigkeit ist ja nach meiner Philosophie nicht das Hauptziel.

      Da ich ja Einzelstücke fertige, sind in meinem modularen System natürlich auch individuelle Veränderungen möglich, z.B. massivere Profile. Für weotere Fragen bin ich gern da.

      Bodo.
      Hallo Conni,
      arbeiten wir uns mal von unten nach oben :)
      Achsen und Lager sind original SRB und nicht modifiziert.
      An Hubert kommt eh keiner ran, jedenfalls keinen den ich kenne (ich kenne ja nicht mal Hubert persönlich ;) )
      Das sie leichter rollen kann ich nicht bestätigen. Da es sich hier um ein „ XL- Roller" handelt ist das Empfinden ein anderes als bei den „Kleinen". Fakt ist das ich damit schneller bin und das nicht nur auf schwierigen Untergrund.
      Weicher ist er schon mal deshalb weil ich nur 4/2 bar rolle im Gegensatz zu den 150'ern mit bis zu 9 bar.
      Skaten ? na klar, nur die RLS mal 4 bremst etwas. SRB hat mir geraten wenn schon rücklaufgesperrt dann alle 4 Räder. Die größeren Hebelkräfte bei 8" Rädern werden dann halbiert. So hab ich es jedenfalls verstanden. Und die Praxis hält der Theorie stand, da gibt es keine Beanstandung.
      Das Mehrgewicht sollte nicht unerwähnt bleiben. Da eine Kunststoffnabe für die RLS nicht in Frage kam und Alu doch etwas mehr auf die Waage bringt kamen noch mal ca.200 g pro Skate/Roller dazu. Leicht ist die gesamte Konstruktion zwar nicht gerade (hab die Dinger noch nicht mal gewogen) aber ich empfand sie nie als eine Last.
      Meinst du mit einer Wiese z.B. den Rasen vom angekippten Westfalenstadion ;) . Das sollte kaum ein Problem darstellen. Schwieriger wird es bei den Wiesen die ich hier so kenne.
      Hab ich was vergessen?
      Grüße aus dem Bergischen
      Steffen