Skiroller mit Schuhbremse

      Skiroller mit Schuhbremse

      Hallo

      Die Schuhbremsen ala Michi Homann mit Skikebremse, sollten doch wenn man sie weit nach unten stellt, auch für 100 er Rollen eines Skirollers positionierbar sein.
      Meine Frage ist nun wer hat damit praktische Erfahrung und kennt den Unterschied zu 150er Crossrollern?

      Wie bremst sich das im Vergleich zu Crossrollern (150er Luftreifen) mit freier Ferse?
      Ist der PU-Belag auf der Felge überhaupt so fest verbunden das es sich nicht lösen kann beim Bremsvorgang?
      Hab ic was vergessen?

      Gruß
      Bernd
      Hi Bernd,

      man kann sie schon so weit herunter lassen - also die Bremse ;) -, dass auch Skirollerrollen gebremst werden können. ABER ich habe keine so gute Erfahrung gemacht mit den Bremsen à la Skike (-bremssattel der ersten Generation aus Messing): Das Rad wird einfach eingeklemmt, statt abgebremst. Das ist dann ein sehr ruckartiges und nicht wirklich kontrollierbares Bremsen. Schleifenlassen bis zum Stillstand geht also gar nicht und bei einer Vollbremsung macht man einen ordentlichen Satz... behaupte ich mal. Deshalb hatte ich die "alten" Alubremsklötze von (crosszinser-) Jörg bekommen und bremse damit gut... also wenn ich denn mal damit fahre.

      Eventuell kann man aber mit dem teilbaren Skikebremssattel und einem Zwischenstück hantieren, damit der (Sattel-) Winkel quasi entschärft wird und das Rad nicht mehr verklemmen kann.

      Im Vergleich zur 150er Luftbereifung bremst es sich schon anders, vielleicht weniger sanft. Der Radbelag (zumindest aus Gummi**) hält das aus, wenn man die Bremse nicht heißlaufen lässt. Bergab wäre ich also mit Dauerbremsen vorsichtig, auch wenn das Skirollerrad einen Alukern/-felge (zum Wärmeableiten) hat. Aber wie so oft... Versuch macht klug!

      Gruß, Suzy

      P.S. **Zum PU-Radbelag kann ich nur den Vergleich mit den PS Roadrunnern ziehen. Die halten das Bremsen mit einer Alubremse gut aus, auch vollgebremst, ohne dass da was wegschmilzt... was beim Dauerbremsen zu beweisen wäre =O ...
      Hiermit ging's auch, mit 10min-Powerknete das "Dach" nach bedarf ausfüllen.
      Wichtig: In den ersten 2 Minuten mit Wasser/Speichel gut drücken+glätten+anpassen, und Rolle/Reifen unter etwas Druck drehen+einschleifen. Die ideale Powerknete-Schicht müsste bei normalen Gebrauch locker 1.000km bei 2-3mm Dicke aushalten, oder aber auch eine lange Downhill-Tour. Der Abrieb ist bei diesem Material etwas stärker, erhitzt also nicht so schnell und kann nach/bei einer harten Tour in minutenschnelle wieder aufgetragen werden.
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03
      Hiermit ging's auch, mit 10min-Powerknete von Poxilina das "Dach" nach Bedarf ausfüllen.
      Wichtig: In den ersten 2 Minuten mit Wasser/Speichel gut drücken+glätten+anpassen, und Rolle/Reifen unter etwas Druck drehen+einschleifen. Die ideale Powerknete-Schicht müsste bei normalen Gebrauch locker 1.000km bei 2-3mm Dicke aushalten, oder aber auch eine lange Downhill-Tour. Der Abrieb ist bei diesem Material etwas stärker, erhitzt also nicht so schnell und kann nach/bei einer harten Tour in minutenschnelle wieder aufgetragen werden.
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03
      Hallo Zusammen,
      Hi Bernd,

      ich habe Erfahrung mit den 150er Roadrunner wie Suzy und komme aber mit dem Messing-Skike-Dach gut klar (@Suzy: mit "Gefühl" geht das schon ;) ).
      Die 150er Räder vertragen das bei mir ganz gut. Lange Bremspassagen bin ich aber auch noch nicht gefahren - meine Rollerstrecke, die ich mit PU fahre, ist "relativ" flach.
      Aber ein praktischer Hinweis: Sobald es auf der Strecke feucht oder gar nass wird, bremst mit Skike-Dach und PU-Rollen überhaupt nichts mehr.
      Dann hilft wahrscheinlich die Powerknete ... wieder was gelernt - vielen Dank.
      Die Original-Bremsklötzer von Powerslide aus Kunststoff eignen sich nach meiner Erfahrung für PU's gar nicht - die schmelzen einfach weg.

      Viele Grüße
      Sören

      SmileB wrote:

      ich habe Erfahrung mit den 150er Roadrunner wie Suzy und komme aber mit dem Messing-Skike-Dach gut klar (@Suzy: mit &quot;Gefühl&quot; geht das schon <img src="http://forum.cross-skating.com/wcf/images/smilies/wink.png" alt=";)" /> ).


      Na so was, Sören, ist ja 'n Ding. Nur... ich habe die Roadrunner nie mit Skike-Dach gebremst :P . Meine Roadrunner waren an den E150 (von mir auch Eduards genannt), und die Bremse ist aus Alu und ganz anders gebaut (eher so wie bei einem City-Klapper-Roller). Ich meinte die 100er Gummibereifung vom Skiroller, da klemmte das Skike-Dach das Rad einfach ein. Ich denke, das Bereifungsmaterial (stumpf bei Gummi, glatt bei PU) und die Radbreite sind entscheidend, ob's klemmt oder nicht. Aber Rolf hat ja die Powerknete ins Spiel gebracht - vielen Dank dafür. Super Tipp :thumbup: . Damit habe ich sogar schon mal einen Fahrradgepäckträger reparieren können...

      Gruß, Suzy

      P.S. Irgendwie hat das mit dem Zitieren gerade nicht hin... sorry.

      SmileB wrote:

      ich habe Erfahrung mit den 150er Roadrunner wie Suzy und komme aber mit dem Messing-Skike-Dach gut klar (@Suzy: mit "Gefühl" geht das schon ).


      Hallo

      Freie Ferse ,Roadrunner und Skikebremsen geht bei mir schlecht da das beim bremsen rattert und ziemlich laut ist. Ob hier der Winkel des Messingdachs anders eingestellt werden muss damit es vielleicht weniger and den Flanken Kontakt hat sondern eher am Radumfang, weis ich jetzt nicht ,müsste ich probieren. Hab übrigens das "Skikedach" auch aus Alu nachgebaut und das bremst genauso gut auf Reifengummi aber auch so beschissen auf PU.
      Hier könnte ich mal verschiedene Kunststoffarten ausprobieren.

      @Suzy

      Wäre mal interessant wie der Bremssattel von Jörg an der 100 PU-Rolle Kontakt hat (bitte Bild :) ).

      Gruß
      Bernd

      Bernd.G wrote:


      @Suzy

      Wäre mal interessant wie der Bremssattel von Jörg an der 100 PU-Rolle Kontakt hat (bitte Bild :) ).


      Sehr gerne, Bernd :) . Hier also ein Foto von der 100er GUMMI-Rolle (PU habe ich nicht als Skirollerrad, das wäre mir auch zu schnell):



      Ist leider nicht ganz mittig, sollte aber reichen!

      Mit dem Winkel könntest Du noch herumprobieren, also wie das Bremsdach auf die Rolle kommt. Ich musste auch erst testen, bis das Bremsen für mich angenehm war. Allerdings verschenke ich auch Material. Nicht das gesamte Aludach liegt auf:



      Gruß, Suzy
      Hallo Zusammen,
      ... sorry Suzy, hab' ich wieder etwas gelesen bzw. interpretiert was so nicht geschrieben bzw. gemeint war.
      Das Gummirollen und harte PU's noch mal einen deutlichen Unterschied machen, kann ich nachvollziehen.
      Wir können in Oberhof mal testen. Bei Gummirollen kann ich nicht mitreden - nix für ungut bitte.

      Gruß Sören
      Hallo Suzy

      Danke für die Bilder ! Ich schließe aus euren Schilderungen das es geht und Sinn macht, Skiroller auch mit Schuhbremse zu fahren.
      Dann werde ich mal das Messingdach gegen einen stabileren Bremsblock austauschen. Das Sören jetzt mit freier Ferse,Skikedach als Schuhbremse und Roadrunner gut bremsen kann ohne rattern, wundert mich etwas ,mus mal schauen ob da noch was zu verbessern geht. Vielleicht ist bei ihm ja die Position zur Radmitte weiter hinten oder weiter vorn wie bei mir und es geht um einige Millimeter ?

      Gruß
      Bernd
      Hallo Bernd,

      m.E. ist die Bewegungsrichtung (Vektor) des Bremsklotzes an der Kontaktstelle zum Reifen extrem wichtig. Dieser Vektor sollte immer so ausgerichtet werden, dass er hinter der Radachse liegt.

      Liegt der Vektor vor der Drehachse (wie z.B. bei der Powerlside cuff-Bremse) dann neigt das System zum Schwingen/Rattern (so als wenn man einen Radiergummi gegen die Radierichtung stellt) auch wenn der Bremsklotz zur Radmitte ausgerichtet ist.

      Bei den niedrigen Drehpunkten des Bremshebels z.B. bei den Calf-Bremsen oder der Michi-Homanbremse ist die o.g. Bedingung erfüllt. Bei der Cuff-Bremse liegt der Drehpunkt höher im Gelenk des Schuhs.

      msg. Hanno!
      ... Aber ein praktischer Hinweis: Sobald es auf der Strecke feucht oder gar nass wird, bremst mit Skike-Dach und PU-Rollen überhaupt nichts mehr.Dann hilft wahrscheinlich die Powerknete ... wieder was gelernt - vielen Dank.Die Original-Bremsklötzer von Powerslide aus Kunststoff eignen sich nach meiner Erfahrung für PU's gar nicht - die schmelzen einfach weg. Viele GrüßeSören

      Hallo Sören,
      diese Skike V07-Bremsbacken (Foto oben) haben schon über 10.000km drauf. Da dieses Messingblech nur etwa 2mm dick ist, hat es nach etwa 2000km starke Gebrauchsspuren aufgewiesen, war aber noch nicht ganz durch; hatte vielleicht noch 0,5mm Material an den Abriebstellen. Diese Abriebs-/Bremsfläche wurde also langsam etwas größer, was ja zu einem leicht besseren Bremsvorgang bei Nässe führte, d.h.: als die Bremse noch neu war, funktionierte sie bei Nässe höchstens nur noch zu 10% (sehr schlecht), aber abgenutzt schon etwas besser (aber nicht über 15%). Das war so, weil die "Bremsnarbe" eben etwas größer geworden war. Da kam ich auf die Idee, Powerknete draufzuschmieren, und nach etwa 100/150km und entsprechenden Bremsvorgängen, wurde die Powerknete-Bremsnarbe noch großflächiger und bremste absolut geräuschslos. Als wir dann mal eines Tages bei starker Nässe loszogen, bremste ich da schon zu etwa 50% der Trockeneffizienz, also phenomenal gut unter diesen Umständen. Klar, die abgeriebene Powerknete hatte auch kleine Poren, die auch bei Aquaplainig-Effekt und unseren schon glatten Reifen trotzdem zu diesem besseren Bremsvorgang führten.

      Aber ich muss auch sagen, dass meine Alu-Bremsklötze der SRB03, bei Nässe besser bremsen als die Skikebacken. Klar, bei auch etwa 2000km regelmäßiger Bremsabnutzung ist die Bremsnarbe da auch etwas länger (große Klötze), also die Bremsfläche größer geworden. Und weil diese Klötze so unheimlich dick sind, werden die mindestens noch doppelt so lang durchhalten und der Brems-Reifenkontakt immer größer. Da kann ich mir vorstellen, dass die bei stark abgenutzten SRB-Bremsbacken, auch bei Regen ebenso gut bremsen werden. Wenn ich mal so weit bin werde ich aber auch da eine Powerkneteschicht anbringen die genau der Reifeform/narbe gerecht wird.

      Also das Bremsen bei Nässe ist für uns kein Problem mehr. Ein etwas poröses Material (wie Powerknete) und größere Bremsfläche helfen aus, um wenigstens noch über 50% der Bremskraft zu verfügen. Ich könnte mir vorstellen, dass diese glatten PU-Rollen damit auch besser bremsen sollten. Man sollte aber darauf achten, dass sie "rollengerecht" (so viel Kontakt wie möglich, gut gedrückt und geglättet) angebracht wird, damit sich der Aufwand auch lohnt.
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03
      Hallo Rolf,
      ich danke Dir für die Info's und werde die Powerknete auf alle Fälle versuchen - ist ja wirklich auch ein Sicherheitsthema, da man auf PU's doch etwas zügiger unterwegs ist.
      Man kann nicht wirklich jede Reaktion der übrigen Wegenutzer (z.B. mit Stöpsel in den Ohren, die gar nichts um sich herum mitbekommen ... ?) einschätzen und da muss man im Zweifel auch mal schnell zum Stehen kommen können.

      Viele Grüße Sören