Erfahrungen mit den Powerslide Cuff Brakes

      Erfahrungen mit den Powerslide Cuff Brakes

      Hat jemand schon Erfahrungen mit den Powerslide Cuff Brakes???

      Die sind mittlerweile schon eine Weile erhältlich aber hab bisherkaum noch Erfahrungsberichte gesehen und noch überhaupt keiner damit rollen gesehen!!!!

      Obwohl ich finde dass diesen Cuff Brakes nicht sehr elegant aussehen ('Quasimodo Bremsen'), heisst das nicht dass das nicht gut funktionieren würde. Dazu kommt dass die wohl leichter sein als die 'alten' Calf Brakes von PS.

      Eigentlich dachte ich zuerst dass man die nur vormontiert am Schuh kaufen konnte aber offenbar kann man die auch separat kaufen wobei man alles selbst am Schuh befestigen muss und wobei man auch selber einige Löcher in den Schuhe bohren muss. Hier ein Link zur Montage anleitung (so lange diesen Link funktioniert). Da war der 'alte' Calf Brake wohl einfacher zu montieren.....

      Ich bin einfach neugierig nach eure Erfahrungen......



      Erik
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Hallo Erik,

      ich bin sie im letzten Jahr testweise gefahren.
      Geeignet sind sie auf jeden Fall für das einbeinige Bremsen, aber nicht für das beidbeinige Bremsen, das wir in unseren Kursen vermitteln (ein gleichzeitiges, und nicht versetzes, Betätigen der Bremse durch Verlagerung des Körperschwerpunktes).

      1. Bremskraft
      Die Bremse hat eine sehr plötzliche und starke Bremswirkung. Beim beidbeinigen Bremsen würde man bei reaktionsschnellem, unwillkürlichem Bremsen nach vorne fallen, so plötzlich kommt man zum Stand.
      Eine sehr achtsame Dosierung des Bremsens ist nötig. Diese Konzentration auf einen langsamen und sehr vorsichtigen Bremsvorgang schafft und möchte man als Cross-Skater beim beidbeinigen Bremsen kaum.
      Das ist nur beim einbeinigen Bremsen sinnvoll, da das Bremsbein vor dem Körperschwerpunkt gehalten wird und auf diese Weise sowieso sehr dosiert gebremst wird.

      2. Bremshebel
      Durch die Befestigung am steifen Schaft der verschraubten Boots oder des Skeleton-Cuffs ist der Bremshebel sehr gering geworden. Die Bremse muss sehr knapp über dem Rad eingestellt werden, damit man es überhaupt schafft, die Bremse beim beidbeinigen Bremsen auf den Reifen zu drücken.
      Beim einbeinigen Bremsen kann das Bremsdach ruhig ein wenig höher eingestellt sein, damit es nicht beim Fahren schleift. Denn man schiebt das Bremsbein einfach so weit vor, bis die Bremse greift, während man standsicher auf dem anderen Skate rollt.

      Einbeiniges Bremsen
      Die Powerslide-Fahrer, die mit nur 1 Bremse unterwegs sind, haben diese meist sowieso sehr hoch eingestellt - also dass sie spät bremst. Für das einbeinige Bremsen ist das völlig in Ordnung, jedoch würde diese hohe Einstellung der Bremse beim beidbeinigen Bremsen dazu führen, dass man ziemlich unsanft auf dem Allerwertesten landet.
      Das Beispiel dieses weiten einbeinigen Bremsens ist zu sehen bei vimeo ab min 1:00



      Also mein Rat: Cuff-Brake ok, aber nur EINE!
      Und genau wie Erik bin ich natürlich weiterhin interessiert an - evtl. auch anders lautenden - Erfahrungsberichten.

      LG Andrea
      Servus Erik :)

      ich habe sie neulich, nachdem ich zwei Cuff Brakes auf die XC Skeleton aus meinem Verleih montiert hatte, ausprobiert. Es war ein bisschen ein Getüftel sie ein zu stellen...

      Als Ergebnis konnte ich beidbeinig intensiv bremsen (mehrere Schritte Anlauf und dann Vollbremsung) - allerdings ruckelt es mehr als mit der Calf Brake II oder anderen Cross Skates.

      Vom Einsatz durch Kunden kann ich jedoch leider noch nichts berichten.

      VG Ulrich
      Hallo Andrea und Ulrich,

      Vielen Dank für eure Erfahrungen.

      Ich habe diese Thema mal eröffnet da ich bisher kaum noch etwas gelesen habe über diesen Cuff Brakes (fährt den keiner damit???).

      Ich habe mich auch schon gefragt wie diese Bremse mit relativ kürzer Bremshebel funktionieren würde.

      Das diesen Cuff Brakes jetzt ein dachformiges Bremssattel haben statt Kunststoff Bremsklotz würde ich als Verbesserung bezeichnen.

      Dass diesen Bremsem dann so schwierig zu dosieren sind ist dann wieder mal nicht so super.


      Erik
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Hallo,
      der letzte Eintrag ist zwar schon von 08/15 (0815, welch ein Wortspiel .-)), aber mit meinen 2016ern XC path kann ich das mit der Dosierbarkeit auch nachvollziehen. Fahre mit einer Bremse und diese auch etwas höher eingestellt. Bei gaaanz vorsichtigem Dosieren iss alles gut, fasst man etwas zu forsch rein blockiert sofort das Rad. Extrem finde ich es wenn man die Skater mal säubert / wäscht oder nach einer Regenfahrt und die Reifen werden wieder sauber, dann gibt es praktisch keine Dosierbarkeit da der Staub auf den Reifen fehlt, das kommt erst wieder mit einigen Fahrkilometern bzw. bis die Reifen wieder dreckig sind !
      Ich glaube dass ich das "Bremsdach" so einstellen können müsste dass beim Auflegen des "Bremsdaches" dieses mit seiner Mitte auf den Reifen trifft, das geht aber nicht da die Langlöcher nicht ausreichen bzw. das so nicht einstellbar ist. So setzt das Bremsdach mit seinem vorderen Drittel auf dem Reifen auf, meiner Meinung nach kommt dadurch so ein Bremskeil Effekt zustande, ähnlich wenn man bei MTB Felgenbremsen die Klötze keilförmig so anstellt dass diese vorne näher an der Felge sind als hinten.
      Gibt es evtl. schon Erfahrungen wie man die Dosierbarkeit verbessern könnte ?
      Viele Grüße, Karl
      Hallo Karl,

      m.E. liegt bei der Cuff-bremse ein Konstruktionsfehler vor:
      Ausgehend vom Drehpunkt des Schuh´s bewegt sich der Bremsklotz oder das Bremsdach (Kontaktpunkt) von der Richtung (Vektor) nicht in Richtung Raddrehachse.
      Liegt der Vektor genau in oder hinter der Radachse kommt es nicht zu dem Bremskeileffekt oder Stick-slip-Effekt (Analogie: Radiergummi schräg nach hinten ausrichten und ziehen)
      Bei der Cuff-bremse verläuft der Vektor vor der Raddrehachse mit der Folge, dass die o.g. Effekte auftreten (Analogie: ich schiebe einen nach vorn ausgerichteten Radiergummi).

      Das heißt, man muss den Drehpunkt der Bremse möglichst tief anordnen und den Kontaktpunkt möglichst weit oben auf dem Rad.

      Mit sportlichen Grüßen

      Hanno!
      Hallo Karl,

      ja, ich komme aus der Mitte Bayerns und trainiere beim TSV Dietfurt.

      Ich selber fahre Konkurrenzprodukte von Powerslide, die alle sehr gut bremsen.
      Ich wüsste nicht wie man die Cuff-Bremsen optimieren könnte s.o.
      Meine Empfehlung: Wechsel auf die alten Powerslide-Calf-Bremsen, jedoch mit einem Messing-Dach (Skike) statt Bremsklotz. Damit haben meine Kollegen ganz gute Erfahrungen.

      Gruß Hanno!
      Auch hier könntet ihr es mit 10 Minuten-Powerknete versuchen. Einfach großzügig dick (etwa 1 oder 2 cm) in die "Dach"-Hälfte, näher am Schuh auftragen. Dann mit eingeseiftem Finger/Daumen das "Brems-Reifenbett" sauber aushölen, und der Winkel hat sich verändert. So wird der unerwünschte Keileffekt sehr wahrscheinlich nicht oder weniger stark auftreten, denn der gesamte Bremssattel wird dann am Reifen auflegen und gleichmäßiger bremsen. Ist mir unverständlich, warum dieser Winkel ab Werk falsch konzipiert ist... nie von den Fachleuten selbst getestet worden?
      Probieren kostet ja nichts. Viel Glück.

      PS: Die andere, bessere Lösung wäre natürlich die Fußschale mehr nach hinten zu schieben, wenn dass diese Konstruktion erlaubt... Das ist bei 2 Rädern sowieso am wichtigsten: je näher die Ferse am Rad steht, um so besser. Eine fast allen bekannte Tatsache.
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03
      Hallo,

      ihr sucht Lösungen, aber ich möchte trotzdem etwas dazu schreiben.
      Dieses Bremssystem hat mich von Anfang an gewundert und ja, auch abgeschreckt, weil es eben kaum Verstellmöglichkeiten zulässt, der Kontakt ist viel zu eng und die ganze Konstruktion sehr eigenartig ist.
      Letztens besuchte mich ein Skater der einen neuen Mantel benötigte. Er hatte genau diese PS und der Mantel war aufgrund der Bremse durch bis zur Karkasse. Grund war nicht die Bremse sondern der Mittelsteg aus Kunststoff, der drückte sich auf den Mantel und hobelte ihn ab.
      Er wird demnächst nochmal kommen und andere Produkte testen mit zwei Bremsen. Dieser Komfort ist auch ein interessanter Sicherheitsaspekt.
      Somit wäre mein Vorschlag zur Lösung also ein kompletter Produktwechsel, da die Calfbrake ja nicht mehr gebaut wird und auch besser mit dem SKIKE-Bremsblech funktioniert und somit auch nachgerüstet werden muss.

      Gruß

      Conni
      Kurse - Treffs - Touren (seit 2006)

      in Dortmund - Hagen und Umgebung

      Biathlon-Aktiv.de


      Hallo

      Ich erlaube mir eine Meinungsäußerung aus der CI-Nische zum Thema Cuff-Brake:

      letztes Jahr habe ich den neuen PS XC Skeleton 2 meines Spezls eingestellt und mehrmals testgelaufen. Neben einigen anderen …Fragwürdigkeiten an diesem Modell fiel die teils chaotische Wirkung der Cuff-Bremse auf. Ein stufenloses Dosieren war nur bis zu einem schwachen Drucklevel möglich, dann fraß sich die Bremse in den Reifen und blockierte ihn – auch bei günstig eingestelltem Winkel… wegen zu langem Krafthebel, der den Winkel bei starker Reibung ungünstig verändert. Und im Bereich des leichten Brems-Ansatzes führen selbst leichte Rad-Unwuchten zu unruhiger Verzögerung - der RoadStar ist nun mal nicht der Rundeste… und „gefühlt“ merkte ich sogar die pentagonisierte PS-Felge (was aber bei so dicken Pneus eigentlich kaum durchkommen sollte).
      Freilich sind die Metalldach-Backen besser als die Gummistöpsel des Vorgängers Calf-Brake, aber nicht nur die Verstellmöglichkeiten waren variabler (ging mit Verlängerung sogar am PS SUV), sondern insbesondere auch die Verwendung an Skates ohne hardboot-Schaft durch die separate Anbringung am Unterschenkel. Somit ist auch für mich das Optimum die Kombi der Calf-Brake mit den Skike-Bremsbacken (alt wie neu), wie ich es auch dieses Jahr verbreitet am Biathlon 7/1 ;) gesehen habe.

      So von mir in 2015 auch umgesetzt am PS SUV Metropolis mit selbstgeschnitzem Bremssattel-Adapter im richtigen Winkel und kurzem Krafthebel für wunderbar dosierbares Bremsen.
      Die Skike-Bremsbacken fanden letztlich sogar an meinem speziellen RB Coyote für die „Naßphalt“-Touren Verwendung, wobei diese Kombination nur bei Nässe Sinn macht – die Original-ABTXtreme-Bremse des Coyoten ist funktional unerreicht (bloß halt sehr feuchtigkeitsempfindlich)!

      Ich möchte aber nun mal eines behaupten: eine Bremse muß ihrer Bestimmung gemäß verzögern und stoppen – das können sie alle… irgendwie…, man muß nur damit umgehen und Störungen kompensieren lernen oder eben als kleines Übel <X im Notfall hinnehmen 8| . Jedoch sind wir meines Erachtens schlichtweg verwöhnt von der ausgezeichneten Performance der Skike-Bremse seit Einführung des V07 – dieser Faktor ist bei allen Novizen, die ich über die 10 Jahre Skike probieren ließ das absolute Überzeugungs-Moment gewesen: die Sicherheit, jeden Lauf kommod hinsichtlich Tempo beidseitig kontrollieren zu können. Diesen Standard hat Skike gesetzt und andere damalige wie neu hinzugekommene Hersteller waren genötigt, sich dem zu stellen - mehr oder weniger erfolgreich, wie immer, wenn’s um aufwendige upgrades geht. Dieser Punkt geht klar an den Otto! :thumbup:

      Trotzdem: auch aus meiner Sicht sollten die Oberfranken die Cuff-Brake nachbessern – zumal ich sogar nach dem 2. Lauf feststellen mußte, daß einige der kurzen Schräublein, die den Cuff-Flansch am Schaft fixieren, sich durch die Verwindung des Kunststoffs gelockert hatten. Wenn, dann muß die Schraube durch das weichere Material, um im harten zu greifen - und nicht umgekehrt.

      Jedoch kamen mir eh Gerüchte zu Ohren, wonach dort in den Köpfen Einzelner bereits Pläne für eine ernsthaftere Nachfolge eines Cross-Inliners als der rudimentäre Ansatz mit dem SUV rumgeistern; dann mit vernünftiger Reifengröße und Gelände-geeigneter Bremse à la RBC. Damit wäre ich dann jedenfalls versöhnt! Man darf evtl. gespannt sein…

      Mein Tip an PS: konstruiert ihn gleich mit 200x50er Pneus vorne + hinten, mittig langt ein 125er um den Radstand kurz zu halten und baut auch eine Rücklaufsperren-Option rein – DANN isses ein 3D-MegaOffroader! :thumbsup:

      Servus
      Hubert
      KnightSkater

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anki“ ()

      Hi Erik,
      ich hatte ja wie beschrieben Probleme mit meinem Originalschuh, als es um den Austausch ging hab ich alles zusammengeschrieben, dazu gehörte auch die nicht dosierbare Bremse, und mich an Powerslide gewandt.
      Angenehmeren Kundenservice hatte ich noch nicht, so nebenbei erwähnt, hier wurde mir unter Anderem die Umstellung auf die Leichtmetallversion der Bremse angeboten und zugesendet.
      Ich hab den "Klotz" sonst auch noch nirgends gesehen !
      Karl