Übungs-Gerät für Stocktechnik

      Übungs-Gerät für Stocktechnik

      Hallo Instruktoren und Übungswillige

      Wer kennt das nicht: damals in der Fahrschule auf der ersten “scharfen” Fahrt, wo neben der Koordination der Pedale, dem Steuern und Blinken sowie den Schildern und Ampeln auch noch das rege und chaotisch empfundene Verkehrsgeschehen dazukam… da platzte es schon mal (innerlich) raus: “…auf was soll ich denn noch alles gleichzeitig achten?!:cursing:

      Im Zuge des Trainings mit NCS-Beginnern aus meinem direkten :* Umfeld habe ich festgestellt, daß es denen oft ähnlich geht – und da der Skatingschritt für den Stand wichtiger ist, leidet meist die Stockführung gewaltig unter der anfänglichen koordinativen Überbelastung. Den Doppelstockschub bei parallelen Skates als Übung anfangs zu separieren, ist daher sehr sinnvoll… sofern man der Empfehlung der Trainer folgt und „möglichst täglich, wenn auch nur kurz“ übt, denn wer zu lange Übungspausen macht, fängt jedesmal fast wieder bei null an. Ein Dilemma für diejenigen, die nicht direkt von der Haustüre weg starten können und somit erhöhten Aufwand damit haben.

      Ich habe nun eine spontane Idee realisiert, die da Abhilfe schafft: ein „Roll-Stock“…

      Eine Konstruktion aus einer Möbelrolle und einer (Spitze-abgebrochenen) EXEL SuspensionTip mit Gehäuse, die statt der Spitze auf die QLS-Hülse am Stock gesteckt wird – so brauch ich keine extra Stöcke dafür.

      Hier ein kurzes Video zur Anwendung.

      Statt den Füßen rollen hier also die Stöcke, schließlich ist für die den Oberkörper betreffenden Bewegungsabläufe nur die relative Vorbeifahrt entscheidend - zumindest fürs Erste. Die Füße stehen parallel fest am Boden, was dem Novizen Standsicherheit gibt und ihn sich voll auf die Stockführung konzentrieren läßt. Der/die Trainer/in kann daneben stehen, instruieren und sogar ggf. gefahrlos korrigierend eingreifen, um die Technik zu verfeinern – auch in einer live-slowmotion, um jedem Technikelement seinen Platz auf dem Pendelweg zuzuordnen.

      Weitere Vorteile sind zum einen der geringe Übungsaufwand: Stöcke anschnallen, hinstellen und loslegen – und zum anderen der physische Effekt, denn neben dem Technik-Nutzen werden Rumpf, Schulter, Arme und Beine je nach Intensität und Dauer der Übung in NCS-Manier beansprucht; der Roll-Widerstand könnte dazu auch mechanisch erhöht werden. Und das alles ohne Sturzrisiko, …ohne Protektion (wär‘ was für die Helmverweigerer) – wenn man zuhause den Platz hat evtl. sogar indoor, geschützt vorm Wetter (oder Nachbar’s verdutzten Blicken). Also…: die perfekte „Hausaufgabe“!

      Im nächsten Schritt könnte sich der Übende im V-Stand auf ein Brett stellen, welches stabil nur über die Längsachse leicht zur Seite kippt, und somit zumindest die Gewichtsverlagerung des Skatingschrittes in die Übung einbauen. Damit könnten dann auch weitergehende Stil-Varianten wie z.B. 1:2 auf das noch ungewohnte Bein (halte ich für wichtig!) sowie 1:1 einleitend an-geübt werden.

      Ich… nein… Wir :* haben festgestellt, daß bei der nächsten Skating-Session – mit Spitzen (!) - die Koordination Stock/Schritt schon deutlich besser klappt, da die Stocktechnik durch diese ausgelagerte Übung ein Stück weit mehr verinnerlicht wurde und die Prozesse nun leichter synchronisiert werden können…, weil nicht mehr alles gleichzeitig dieses Nadelöhr 8| Kopf durchlaufen muß! ^^

      Meinungen und evtl. Erfahrungen eurerseits sind freilich willkommen.

      Servus
      Hubert
      … warnt vor Risiken und Nebenwirkungen: das „echte“ Skaten muß das Ziel bleiben! :rolleyes:
      KnightSkater
      Hallo Hubert,

      das ist für mich ein interessanter Ansatz.
      Die Höhe würde bei mir nicht ganz stimmen, den der Skate unter den Füßen fehlt immerhin. Aber das kann man ja ausgleichen, in dem man sich etwas unterlegt :) .

      Ich bin gespannt, was die Trainer dazu sagen.
      Wenn ich es ausprobiert habe, dann werde ich davon berichten.
      Vllt. bekomme ich dann meine 1:1 Technik schneller, sauberer umgesetzt - wer weiß.

      Vielen Dank für deine Mühen, incl. Video, das gefällt mir :thumbup: .

      VG - Jörg
      Hallo

      Danke für die positiven Antworten - und für den link, Suzy.

      Es überrascht mich ehrlich gesagt nicht, daß es solche „Trocken“-Trainings schon gibt – allerdings wird da gezielt die Kraft und die Ausdauer für einen effektiven Stockschub im Leistungssport trainiert.

      Meine Übungshilfe soll ja primär nur den Bewegungsablauf für eine saubere Stocktechnik simulieren, also das aktive Durchschwingen mit Handöffnung und schnellem Pendelrichtungswechsel zwecks Abhebens der Spitze vom Boden und das Zurückschwingen in die Hand. Die Auslagerung dieser Übung soll Anfängern beim Skaten nur die Koordination der Prozesse erleichtern – und das klappt, dieses feedback hab ich schon :* ^^ ! Wir haben auch festgestellt, daß damit das Sicherheitsgefühl und in Konsequenz auch die Tempobereitschaft steigt, wovon sämtliche Abläufe profitieren, denn diese beiden Faktoren hemmen sich oft gegenseitig - da kann so ein Katalysator helfen! :)

      Alles andere war nur „weitergesponnen“ und ginge dann mehr und mehr in die Richtung Training – aber allenfalls als Sauwetter-backup.

      Servus
      Hubert
      KnightSkater