Klosers... 200/150mm-Kombi-Skates

      Habe nun 150x50mm Pneus (6“x2“) als Mittelrad in die Matschos montiert:



      Hintergrund war mein Gefühl, daß bei weichem Untergrund (z.B. nach Regen oder auf sandigem Boden…) das 5mm weiter nach unten ragende 150x30mm Rad zu weit einsinkt und statt Wendigkeit zu unterstützen somit eher a bißerl bremst – so als würden die breiten 8“ zwar schön gleiten, während das 6x1 1/4“ den Matsch eher verdrängt. Das Entfernen des Mittelrades suggerierte mir zwar dann widerstandsärmeren Lauf beim Skating (schwer zu beurteilen, weil’s trocken war), aber andere Eigenschaften, die mir bei Klassik oder downhill wichtig sind, litten.

      Die erste Testfahrt gestern mit den breiten 6“ in der Mitte war – diesmal nach durchregneter Nacht – schlicht positiv: gefühlt geringerer Rollwiderstand beim Skating in der Gleitphase, da das breitere Mittelrad nun auch „ins Gleiten kam“, ohne Verlust der Primärfunktionen bei den Disziplinen, die von der Wendigkeit abhängen. Ganz besonders beim downhill über einen abschüssigen Schotterweg hab ich die Verbesserung gespürt: laufsicherer und trotzdem drehfreudig!



      Bezüglich Klassik-Lauf hatte ich große Bedenken, daß ich das Fehlen einer RLS am Mittelrad merke, wenn ich über dieses vom RLS-Hinterrad aufs RLS-Vorderrad kippe. War zuerst auch ansatzweise feststellbar, aber bei etwas rascherem Runterdrücken des Vorderfusses hat diese verkürzte Phase keine spürbare Auswirkung – nicht mal beim steilen uphill! Schließlich hatte die mittige RLS einst nur den Zweck der Unterstützung der vorderen, bruchanfälligen SRB-RLS – jetzt, nachdem ich inzwischen auch die linke Front-RLS verMichit habe, kann ich mir den Wegfall eh locker leisten!
      Die „kleinen Dicken“ sind mit max. Druck 5bar angegeben, aber ich fülle sie nur mit 2,5bar, da sie so die optimale Wirkung in beiden Stilrichtungen haben.

      So kommt eine Optimierung nach der anderen bei meinem „Projekt 8Zoll-CrossInliner“ zum Tragen – und die Freude, die ich damit habe, wächst stets mit! Bin gespannt auf die nächste Eingebung…
      Aber die angesammelten Kosten darf ich mir gar nicht vor Augen halten – hat zwischenzeitlich das level eines nagelneuen high-Performance (Wasser)Slalomski erreicht… incl. “ (Zoll :D )!

      Wobei… alles, was den Freizeit-Spaß so pusht, isses wert.

      Servus
      Hubert
      KnightSkater
      Auf PU ja, aber nicht auf Pneus, in die ich nur 2,5bar pumpe!
      Sowie ich draufstehe, haben alle Räder Bodenkontakt und ich kann richtungstreu skaten oder abfahren. Aber ich kann auch per linearer Gewichtsverlagerung das (Heck- oder) Frontrad über das Mittelrad soweit entlasten, daß es die Führung verliert und ich in den Genuß des kurzen Radstandes von 22cm komme – das erlaubt mir dann schnelle Richtungskorrekturen auf Waldboden oder beim Kiten auch ohne viel Schräglage… sowie einigermaßen saubere turns beim downhill!

      Den Rocker- oder Carving-Effekt habe ich eher mit dem schmalen, pralleren Mittelrad, welches min. 5bar braucht (sonst verzieht es den Schlauch dauernd) und in Kombination des 5mm-Überstandes mit der geringeren Breite die Kurve per gebogener Führungslinie besonders unterstützt:

      (zur Verdeutlichung etwas überzeichnet!)

      Ich schließe nicht aus, daß ich zwecks einer reinen CID- oder CIK-Session temporär auch mal wieder das 1 1/4"-Rad montiere, denn extremere Schräglagen sind mit den klobigen Teilen nur möglich, wenn der Skate aus der exponierten Position auch wieder reinzieht – und das funzt mit den schmalen Mittelrädern freilich besser!

      Servus
      Hubert
      KnightSkater
      Gestern ereignete sich ein zusätzlicher Test – per Zufall… bzw. :huh: aus Vergeßlichkeit:

      Nach dem Büro fuhr ich mit dem zuvor NCS-bestückten Auto wieder mal direkt an eines meiner bevorzugten Waldgebiete nahe meiner Arbeitsstätte, zog mich um, legte alles an – Skates, Protektion, Feierabend-Lächeln – und… stellte erst dann fassungslos fest, daß ich meine Stöcke in der Garage stehen gelassen hatte. Erster Reflex war: vergiß es, ausziehen, heimfahren und von dort … neee, da geht im Berufsverkehr locker eine Stunde drauf, bis ich wieder auf Skates steh‘! Also: why not ausprobieren, wie die dicken Mittelreifen den Lauf tatsächlich verbessern? ...ohne Stockschub!

      Und los ging’s - bei mäßig feuchtem Boden (Vortag heftiger Regen) war das Anrollen erstmal mithilfe der Rücklaufsperren angesagt, aber sowie ich etwas Tempo hatte, ging’s gut im Skating-Stil voran. Allerdings bedurfte es doch intensiver Oberkörperarbeit, da die Gleitphase stark vom aktiven Pendeln der Arme profitierte.
      Zwischendrin wechselte ich schon mal in den RLS-Schreitmodus - vor allem, wenn’s zu eng wurde oder hochging… und auch mal zum Verschnaufen! Aber Skating war eben „knackiger“: es „flutschte“ förmlich mit dem dicken Mittelrad und ich bin sicher, daß es mit dem schmalen 6“-Rad auf dem weichen Boden deutlich schwerer gelaufen wäre.



      So schaffte ich es immerhin, ca. eineinhalb Stunden meinen Cross-Rollspaß auch ohne Stöcke zu haben – dann war ich allerdings fix und fertig.
      Tja, wie heißt’s: wer’s nicht in der Birne hat, der braucht’s in den Haxn! :P

      Servus
      Hubert
      KnightSkater
      Hallo Alf

      Das mit den Ästen (Zweigen) wäre mir glaub ich zu rustikal – ich käme mir vor wie Rübezahl!
      Aber wer sich wie ein Gondoliere einstabig voran“paddelt“ - so wie du in deinen Videos -, für den mag sowas eine Alternative sein…

      4kg – das war einmal! Ich will ja nicht protzen, aber inzwischen hat ein Matscho-Skate satte 5,2kg: 2-Zöller mittig, Ski-Innenschuh und Sperrhebel fallen neuerdings mit ins Gewicht!
      Ich könnte zwar versuchen, an den Schnürsenkeln ein paar Gramm einzusparen, aber für eine Bergtour sind sie jedenfalls weniger zu empfehlen! :P

      Servus
      Hubert
      …wird den Brocken mit Coyoten rocken! :D
      KnightSkater
      Nach der Umrundung des Innerste-Stausees am "Brockentour 2018"-Sonntag war noch Zeit genug für mich, um die Matschos von Hubert auszuprobieren.
      Die Rollerblade Coyote hab ich ja selber und weiß um das Fahrgefühl, aber 200er Räder unter einem Inliner-Boot, darauf war ich schon sehr gespannt.
      Angezogen und gleich mal ordentlich in die Höhe "geschossen"... hoppla, damit bin ich ja über 2 Meter hoch.



      Die erste Runde auf dem Parkplatz noch ohne Stöcke, um wie bei jedem neuen Rollgerät erstmal den sicheren Stand auf den Geräten zu bekommen. Ich sah bestimmt wie ein tollpatschiger Elefant aus, denn ein Gewicht von >5kg pro Skate ist ungewohnt und aaaaanstrengend.

      Aber wie Hubert immer wieder versichert und ich ihm dabei zustimmen kann: es ist alles eine Frage der Technik. Die 2. Runde ging schon besser, da das Gefühl dafür zunimmt, wann man Muskeln anspannen muss und wann loslassen kann.

      Also Stöcke in die Hände und ab auf die Wiese, die Böschungen hoch und runter. Im klassischen Stil, super. Dann einen längeren befestigten Weg, mal mit mehr, mal mit weniger losem Schotter als Auflage, teils mit einem Grünstreifen in der Mitte.

      Die 200er schlucken wie gewohnt die Unebenheiten, dazu dann der Komfort der 3 Räder (kein Aufsetzen des Rahmens), die Wendigkeit durch das mittlere Rad und die Möglichkeit, fließend vom klassischen Stil ins Skaten zu wechseln. Das macht schon Spaß! Allerdings am meisten, wenn es bergab geht. ^^
      Mir Flachländer fehlt es an Muskelkraft, um mehr als 10 Minuten durchzuhalten. :/

      Vielen Dank fürs Testen-dürfen, Hubert.

      LG Andrea
      Hallo Andrea

      Gerne! Schließlich hatten die Matschos inzwischen so gut wie alles, was man sich im Gelände wünschen kann, bis auf… die Abnahme! Danke auch! :thumbsup:

      Es freut mich, daß auch Du die Vorzüge erkennst (klar - wer Coyoten hat…) und Du kannst mir glauben, daß bei steter Übung auch das mit dem Vorankommen immer einfacher wird! Freilich ist ein Vergleich mit tempo-orientierten Asphalt-Skates unsinnig – man muß schon zum Ziel haben, auch widrigste Pfade und erschwerte Rollbedingungen im Technik-Mix bewältigen zu können, um Spaß damit zu haben. Auch so SchotterRinnsalBrockenDownhills X/ wären damit ein entspannter Genuß ( – nur eben rauf nicht :S )!

      Das Gewicht ist mit 5,2kg schon heftig und ich könnte es mit einem passenden Rahmen, der die Standerhöhungen unnötig macht, bestimmt um je ca. 7-800g reduzieren,… aber die Kosten für eine solche Spezialanfertigung stehen dazu im Mißverhältnis! Da betrachte ich lieber den Hub als zusätzliches Training für die Hebemuskulatur! …so wie ich das Zurückschwimmen aus dem Wasserski-Slalom Parcours nach Sturz als Teil meines dortigen Wassersport-Trainings betrachte – und sogar das verärgerte Schlagen auf die Wasseroberfläche nach dem Auftauchen hat Muskelaufbau-Effekt! :cursing:

      Servus
      Hub-ert
      KnightSkater