Schimmerloses TÜV Gutachten

      Schimmerloses TÜV Gutachten

      Hallo,

      der Skike-Produkttester meldet sich zurück :thumbsup:

      Und erneut mit einem der Sichtprüfung "sieht haltbar aus, also Siegel drauf" des offiziellen TÜVs widersprechendem Resultat.

      Heute geht es um das oft gelobte Top-Modell von Skike, den Skike V8 Lift Cross.

      Nachdem sich das Vorgängermodell, der Skike Vx Twin, nach 4000km mit einem Rahmenbruch verabschiedete, in einem anderen Beitrag berichtete ich, erforderte es mehrere Monate Streit mit dem Skike "Service" X( Deutschland, der mir "unsachgemäße Handhabung" unterstellte, und der Schlichtung durch Otto Eder (Danke!!!), bis ich endlich, vor nun exakt einem Monat, über meinen Händler, Frank Berger vom Snowboardkeller (Danke!!!), das neue Modell vergünstigt erwerben konnte.

      Erster Eindruck: Der Rahmen müsste halten. Anstatt ein U-Profil wie beim Twin zu formen, bildet das Chassis nun ein "V". Vertikale Kräfte sollten damit deutlich besser kompensiert werden. Und, um es vorweg zu nehmen, der Rahmen hat bis heute gehalten und zeigt auch keinerlei Anzeichen möglicher Sollbruchstellen.

      Zweiter Eindruck: Er rollt nahezu lautlos. Während Fersenrückzugfeder und Ratschen des Twins selbst die Beschallung durch Ohrhörer übertönten, ist jetzt der Stockeinsatz das dominante Geräusch. Die Fersendämpfung ist kaum zu vernehmen, scheppernde Teile konnten meine Ohren bislang nicht vernehmen.

      Dritter Eindruck (lange Distanzen): Das niedrigere Gewicht im Vergleich zum Vx Twin sorgt zwar nicht für eine (messbar) schnellere Fahrt aber die Beine schieben auch nach 50km noch kraftvoll, sie ermüden deutlich später (am Trainingszustand kann's nicht liegen, da ich in den Sommermonaten nahezu kein Konditionstraining absolvierte).

      Erster (kleiner) Schwachpunkt: Die Fußaufnahme fällt verglichen mit dem Vx Twin schmaler aus. Eventuell liegt es auch an den Klettbändern, die sich zwischen Schuh und Rahmen zwängen, während beim Twin die Ratschengurte "außen" fixiert waren. Jedenfalls sind meine Trail- und Turnschuhe (Gr. 46) und Fahrrad-Winterschuhe (45) zu breit, die Outddor-Sandale (Gr. 44,5) passt gut. Es ist also ein schmaler Schuh erforderlich, da die Klettbänder ja auch noch "gezogen" werden wollen.

      Zweiter (kleiner) Schwachpunkt: Die Klettbänder scheuern an der Rahmendurchführung und fransen aus.

      Zwischenfazit aus Sicht der vorletzten Ausfahrt vergangenen Freitag (nach reichlich 700km): Der Verschleiß der Roadstar-Reifen scheint ähnlich dem der Blackarmadas zu sein. Der hintere rechte Reifen ist deutlich abgefahren. Ein Anzeichen dafür, dass ich rechts einen deutlich stärkeren Abdruck habe. Nach Vertauschen der rechten mit den linken Rädern geht es weiter. 2000km Laufleistung könnten drin sein, was in etwa dem entspricht, was ich mit den Blackarmadas am Twin erzielte.

      Alles also positiv? Bis heute morgen schon. Doch nun das hier :( :



      Plötzlich fühlte sich der rechte Fuß recht leicht an. Da ich die volle Last auf dem linken Skike hatte und sofort registrierte, dass der rechte nicht mehr vollständig am Fuß sein konnte, konnte ich einen Sturz vermeiden und auf die nebenliegende Wiese ausrollen. Die Fußplatte war noch am rechten Fuß (positiv: die Kletterbänder halten offenbar :rolleyes: ), der "Rest" vom Skike lag auf dem Weg X(

      Die Fußplatte ist mit vier Niete (beim Twin mit 6 !!!) am Rahmen befestigt, diese waren gerissen. Nach nur ca. 750km Laufleistung komplett auf Asphalt!

      "Unsachgemäße Handhabung?" :evil:

      Mit Schrauben ließe sich zwar eine stabile Verbindung herstellen, aber da ich die Teile erst seit einem Monat habe, bleibt mir nur die Reklamation und damit mind. 3 Wochen Trainingsausfall, da es unwahrscheinlich ist, dass der Ersatz vorm und damit im Urlaub verfügbar ist :(


      Viele Grüße vom (schlecht gelaunten) Schimmerlos

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      Hallo,

      ich habe da so einen "Bauchverdacht".
      Schuhgröße 46 wirkt erheblich mehr auf die Fußplatte als kleinere Füße.
      Aber das ist nur ein Bauchgefühl.

      Schicke mir schnell eine PN mit deiner Adresse, dann musst du evtl. nicht auf Training verzichten ;)

      Gruß

      Conni
      Hallo Schimerlos,

      In Schmallenberg habe ich auch mal ganz kurz (denn die habe mir überhaupt nicht gefallen - ich bin allerdings sowieso kein Freier Ferse Fan) auf den V8-LIFT gestanden. Da habe ich auch bemerkt dass die ein wenig schmaler sind als z.B. die V07-PLUS.

      Und weiter denke ich dass du einfach zu "kräftig" bist. Du solltest dich mal bei Skike bewerben als Testfahrer.

      Ich hatte vor einige Jahre auf meiner Arbeit ein Kollege die für mich immer neuer PC Soft- und Hardware testete. Er war ein ganz 'normaler' Benutzer (und unter uns: ein lieber Kerl aber nicht der schlauste) aber bei ihm ging immer alles kaput oder er hatte er die unvorstellbarste Probleme. Wir nannten ihm darum "Doctor Bad Vibes". So jemanden ist gold wert als tester.......


      Also, vielleich eine neue Karierre???? ;)


      Erik

      OmniBlader wrote:

      Hallo Schimerlos,

      In Schmallenberg habe ich auch mal ganz kurz (denn die habe mir überhaupt nicht gefallen - ich bin allerdings sowieso kein Freier Ferse Fan) auf den V8-LIFT gestanden. Da habe ich auch bemerkt dass die ein wenig schmaler sind als z.B. die V07-PLUS.

      Und weiter denke ich dass du einfach zu "kräftig" bist. Du solltest dich mal bei Skike bewerben als Testfahrer.

      Ich hatte vor einige Jahre auf meiner Arbeit ein Kollege die für mich immer neuer PC Soft- und Hardware testete. Er war ein ganz 'normaler' Benutzer (und unter uns: ein lieber Kerl aber nicht der schlauste) aber bei ihm ging immer alles kaput oder er hatte er die unvorstellbarste Probleme. Wir nannten ihm darum "Doctor Bad Vibes". So jemanden ist gold wert als tester.......


      Also, vielleich eine neue Karierre???? ;)


      Erik


      Nicht von der Schuhgröße auf das Gewicht des Trägers schließen :rolleyes:

      Ich belaste die Skikes mit 67kg bei 173cm.

      Und Laufschuhe trage ich 2 bis 2 1/2 Nummern größer als "normal", da mir das nach einer Laufbandanalyse empfohlen wurde. Tatsächlich überstehe ich seitdem auch Langdistanzen ohne Blessuren.

      Den Testfahrer würde ich sogar ohne Entgelt spielen. Allerdings nur für Modelle mit freier Ferse, denn als Skilangläufer ist alles andere bloßes Stapfen :D

      Thomas
      Hallo Thomas,

      Schimmerlos wrote:


      Und Laufschuhe trage ich 2 bis 2 1/2 Nummern größer als "normal", da mir das nach einer Laufbandanalyse empfohlen wurde. Tatsächlich überstehe ich seitdem auch Langdistanzen ohne Blessuren.

      Das mit den Blessuren und dem daraus folgenden Rat von größeren Schuhen bezieht sich tatsächlich auch auf Sportarten, bei denen du rollende oder gleitende Sportgeräte unter den Füßen hast? Das ist interessant. Oder habe ich das falsch verstanden?

      Denn gerade dort, wo Impulse des Körpers (zB Richtungsänderung) auf das Sportgerät oder Impulse des Sportgerätes (zB Wegrutschen) auf den Körper übertragen werden, ist es mindestens unangenehm bis hinderlich, wenn nicht sogar belastend zB für die Achillessehne, wenn der Schuh nicht absolut passend und eng genug am Fuß anliegt. Denn das Gerät (Ski, Inliner, Cross-Skate) selber wiegt ja doch so einiges; es ist nicht das gleiche wie einen Joggingschuh um die Ecke zu heben.
      Meine eigene Erfahrung deckt sich da mit der vieler Kursteilnehmer: der "richtige" Halt fehlt sogar, wenn die Schnürsenkel zu locker gebunden sind. Da können die Klettbänder noch so festgezurrt sein.


      Den Testfahrer würde ich sogar ohne Entgelt spielen. Allerdings nur für Modelle mit freier Ferse, denn als Skilangläufer ist alles andere bloßes Stapfen :D
      Thomas


      Mir ist so, als hätte ich dich das schon einmal gefragt: wie kommst du als Skilangläufer, der die feste Ferse als "Stapfen" empfindet, zu einem Gerät wie dem Skike Lift ? Was ist der Grund, dass du keinen Cross-Roller fährst? Sorry, falls mir deine Antwort entfallen ist!

      LG Andrea

      anki wrote:


      Das mit den Blessuren und dem daraus folgenden Rat von größeren Schuhen bezieht sich tatsächlich auch auf Sportarten, bei denen du rollende oder gleitende Sportgeräte unter den Füßen hast? Das ist interessant. Oder habe ich das falsch verstanden?


      Nein, das bezieht sich natürlich nur auf Laufschuhe. Aber andere Schuhe habe ich (fast) nicht:)


      Meine eigene Erfahrung deckt sich da mit der vieler Kursteilnehmer: der "richtige" Halt fehlt sogar, wenn die Schnürsenkel zu locker gebunden sind. Da können die Klettbänder noch so festgezurrt sein.

      Als Anfänger stand ich auch sehr wacklig auf den Teilen und war über Stabilisierung durch festes Schuhwerk froh. Jetzt fahre ich an warmen Tagen sogar in Sandalen =O und habe die Skikes bestens im Griff. Meine Fußmuskulator ist vermutlich (durch 35 Jahre intensives Felsklettern und Laufen...) recht gut ausgeprägt.



      Mir ist so, als hätte ich dich das schon einmal gefragt: wie kommst du als Skilangläufer, der die feste Ferse als "Stapfen" empfindet, zu einem Gerät wie dem Skike Lift ? Was ist der Grund, dass du keinen Cross-Roller fährst? Sorry, falls mir deine Antwort entfallen ist!


      Die Frage muss ich überlesen haben...

      Ein Crossroller scheidet aus, da ich im Sommer nicht mit Langlaufschuhen fahren möchte. Es ist einfach Sicherheit, im Schadensfall die Skikes abzuschnallen und ins Ziel laufen zu können (Turnschuhe haben hier einen Vorteil 8) ). Erst vorgestern, als die Fußplatte riss, durfte ich dies wieder nutzen.

      "Stapfen" ist eine überspitzte Formulierung. Ich kenne bez. fester Ferse auch nur den arretierten Vx Twin. Und das empfand ich als furchtbar!

      Den Vx Twin wählte ich damals auch wegen der (angeblichen) Eignung zum Klassiklauf. Aber inzwischen bin ich der Meinung, dass es (mit Klassik-Skiroller) eher was für Masochisten ist und man damit keinenfalls die Technik für den Winter schult. Ich sehe hier in Dresden auch nur "ältere" Personen klassisch trainieren. Die Top-Leute - zumindest aus Dresden - (ein Kumpel von mir landete bei den letzten Vasa-Laufen stets unten den 5-10 besten Deutschen) trainieren im Sommer auf Skating-Rollern (und dann halt mit permanentem Doppelstockschub).

      Viele Grüße
      Thomas

      PS: Klassik hat natürlich auf schmalen Wegen, die Skating verhindern, einen klaren Vorteil, aber die wenigen Klassikfahrer, die ich hier beim Training treffe, fahren auf ausreichend breiten Wegen (Elberadweg, Großer Garten in Dresden).
      Die gerissenen Nietverbindungen auf dem Foto beeindrucken mich. Denn ich spielte mit dem Gedanken, mir solche Geräte zuzulegen, um bei meiner geplanten Durchquerung des Hochschwarzwaldes für alle Arten von Wegen und Abfahrten gerüstet zu sein. Vielleicht könnte ich zusätzlich noch einige Schrauben anbringen, um die Festigkeit zu verbessern.
      Ansonsten vertraue ich im Training im "gemäßigten Gelände" meinen zur Zeit fünf Paar diversen Rollski bzw. Cross-Rollski. Die sind so "primitiv" gebaut und zuverlässig, dass Defekte sehr selten sind. Aber sie können eben nicht alles. Eine feste Ferse, z.B. bei richtig steilen und steinigen Abfahrten, bietet mehr Sicherheit.

      Gruß
      Rando

      Randonneur wrote:

      Die gerissenen Nietverbindungen auf dem Foto beeindrucken mich. Denn ich spielte mit dem Gedanken, mir solche Geräte zuzulegen, um bei meiner geplanten Durchquerung des Hochschwarzwaldes für alle Arten von Wegen und Abfahrten gerüstet zu sein. Vielleicht könnte ich zusätzlich noch einige Schrauben anbringen, um die Festigkeit zu verbessern.
      Ansonsten vertraue ich im Training im "gemäßigten Gelände" meinen zur Zeit fünf Paar diversen Rollski bzw. Cross-Rollski. Die sind so "primitiv" gebaut und zuverlässig, dass Defekte sehr selten sind. Aber sie können eben nicht alles. Eine feste Ferse, z.B. bei richtig steilen und steinigen Abfahrten, bietet mehr Sicherheit.

      Gruß
      Rando


      Zusätzliche Schrauben erfordern zusätzliche Löcher. Damit würde vermutlich die Garantie sofort erlöschen.

      Mein Händler meinte, ich könne bis zur Klärung der Reklamation durch Skike (geht neuerdings nicht mehr über den Händler) die Fußplatte mit Schrauben fixieren, sollte aber tunlichst vermeiden, die Löcher zu verändern (aufzubohren). Ich werde das morgen testen. Heute verhinderte Starkregen die Ausfahrt.

      Den V8 Lift könnte ich uneingeschränkt empfehlen, wäre das Versagen der Nieten nicht...
      Bei allen Rollski, die ich benutze, sind die Bindungen im Bereich der Fußspitze mit je drei soliden Maschinenschrauben befestigt. Wenn die sich mal etwas lockern, ziehe ich sie einfach wieder fest. Wollte da keine Nieten haben. Wie sollte ich dann meine Bindung bei Bedarf versetzen können.

      Hängt denn beim Skike v8 Lift die ganze Brems-Ausleger-Einheit samt Lager und Fußschale an den paar mickrigen Nieten? Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an meine Abfahrt vom Großen Arber denke. Im oberen Teil hat der alte V07 alle Schläge hart genommen (Geröllpassage) und klaglos überstanden. Aber mit genieteten Geräten hätte ich nicht den Mut ...

      Randonneur wrote:

      Hängt denn beim Skike v8 Lift die ganze Brems-Ausleger-Einheit samt Lager und Fußschale an den paar mickrigen Nieten?


      Ja, so ist es.

      Zur Reparatur musste ich übrigens auch den intakten Skike einsenden. Ich nehme mal an, dass beide Skikes eine robustere Verbindung erhalten werden. Da bin ich vermutlich nicht der erste Kunde, der die Nieten überansprucht hatte...
      Hallo Schimmerlos und Randonneur,

      Problem mit diesen Nieten ist dass Skike Aluminium Nieten verwendet. Hätte man da Edelstahl Nieten verwendet, hätte es keine Probleme gegeben. Nur ist die Verarbeitung von Edelstahl Nieten etwas schwieriger und damit teurer.......


      Erik

      Diese Alunieten sind nur ganz am Anfang und nur bei ganz wenigen Skikes zum Einsatz gekommen und es sollten eigentlich bereits alle bezüglich Umtausch auf Niro-Schrauben informiert sein. Ist jedoch trotzdem noch jemand mit diesen Alunieten unterwegs, bitte gegen Niroschrauben tauschen.
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at