Welchen Einfluss hat der Wechsel 150-er und 200-er Cross Skates auf die Fahrtechnik

      Welchen Einfluss hat der Wechsel 150-er und 200-er Cross Skates auf die Fahrtechnik

      Hallo, Jörga,

      joerga schrieb:

      Egal wie - ich habe seit dem ersten Tragen der 200-er die 150-er nicht mehr dran gehabt. Nun freue ich mich aber drauf, weil ich gefühlt meine Technik verbessern konnte - Dankeschön noch einmal an dieser Stelle für die vermittelten Basics zum TL in Bad Wildungen (Winkel / Schwerpunkt, Treppengeländer und und und)

      Ich wollte das Thema gern nochmal aufgreifen und nun auch Deine Erfahrungen wissen, wie es Dir mit dem Wechsel ergangen ist. Hattest Du das Gefühl, Du kannst die auf den 200-ern gefestigte Technik auf die 150-er umsetzen?

      Ich für meinen Teil habe gemerkt, dass das sogar richtig gut geht. Das lange Gleiten, das Fühlen des Abdruckpunktes (den ich ja bei den 200-ern nicht habe) geht sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass das Quentchen mehr Zeit, dass man auf den Dicken zu haben scheint, für die Technik sehr viel bringt.
      Ich bin jetzt gespannt auf Deine und auf die Erfahrungen der Anderen, die munter Rollgeräte unterschiedlicher Couleur fahren. :rolleyes:

      Liebe Grüße
      Birgit
      die heute unbedingt wieder auf die Rollen muss.[B][/B]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Cross Hühnchen“ () aus folgendem Grund: Bezug herstellen zu vorherigen Beitrag

      Hallo Zusammen,

      heute Versuch 2 eine Antwort zu geben.
      Vergangene Woche – neues Forumoutfit, geschrieben, „verdrückt“, gelöscht, nicht wieder herzustellen, selbst Strg+Z brachte nix :( .
      Egal, nun habe ich gewartete und die fleißigen Tester haben mit den Admins und Moderatoren wohl alles getan, um die Systeme zu optimieren.
      Wird schon werden, als iOS7 installiert wurde, da dachte ich auch, dass ich mich da nie dran gewöhnen werden.

      Für alle Anfänger, ich komme aus einer Skiregion und habe als Kind / Jugendlicher viel Zeit auf Latten verbracht. Aber wenn ich etwas empfehlen darf, macht einen Kurs bei einem zertifizierten Trainer/in. Das ist die Grundlage für einen gelungenen Start und das wiederrum die Basis für Spaß an diesem so geilen Sport.

      Zu mir und meinen „Rollgeräten“, ich fahre seit 03/2013 Cross Skates.

      Angefangen habe ich auf Skike VX, schnell erkannt, dass das nicht das Optimum für mich ist.
      Dann habe ich auf die altbewährten V07-120 zurück gegriffen. Langer Radstand, Rahmenverstärkung, gefühlt unverwüstliche Geräte.
      Dieses Jahr konnte ich nun mehrere 200er Skates testen.
      200er Omnis, 200er SRBs (lang und kurz) und die E200.

      Eduard kam in Schmallenberg und hatte ein paar im Kofferraum E200 Gr.42.
      Samstagabend angezogen, getestet, wohl gefühlt, damit geschlafen (grins) und am nächsten Tag Wettkampf gefahren (schon wieder grins).

      Nun ist es am Anfang nur reines Gefühl – ich stehe sicherer, was passiert beim Fahren?
      Ich habe mich sau wohl gefühlt, deshalb in den darauffolgenden Wochen auch die 150er in der Ecke gelassen.

      Was macht den Unterschied?
      Egal welches Wetter, egal was für ein Belag, egal ob Buchecker, Eicheln, kleine Stöcke – drüber weg und nie die Angst „fest zu gehen“.

      Längeres Gleiten, Mut mehr in Richtung Außenkante aufzusetzen und durch die Sicherheit kann ich mich ganz anders auf die technischen Feinheiten konzentrieren.
      1:1 Training fällt leichter, weil ich mehr Zeit habe.
      Und nun die schönste Erfahrung, nach 4 Wochen habe ich mir dann die 150er wieder mal dran geschnallt.

      Super Gefühl - ich glaube, dass ich meine Technik auf den 200er verbessern konnte. Das hat richtig Spaß gemacht.
      Somit habe ich jetzt die 200er, mit denen ich wild drauf los fahren kann. Gelände, Waldwege, kreuz und quer – alles geht.
      Möchte ich schnell auf Asphalt rollen, dann eben die 150er.

      Was Spaß macht, das muss jeder für sich entscheiden.
      Cross Skates machen vieles, fast alles möglich.

      Hubert hat mehrfach schön beschrieben, wie er die Natur auf seine Weise geniest. Und das sind für mich Erlebnisbeschreibung, die ich auch gern teilen möchte.
      Mit den 200er kann ich das auf meine Art und Weise umsetzen.
      Vorteil dabei, dass ich sicherer werde und mit dieser Sicherheit auf den 150er mehr Spaß und Freude habe.

      An dieser Stelle eine Frage an die Trainer.
      Mich würde mal interessieren was passiert, wenn man bei einem Grundlagenkurs den Einsteigern beide Rollgeräte zur Auswahl anbieten würde.
      Was geschieht, wenn ein Anfänger auf den 200er beginnt?
      Wenn ihr da Erfahrungen gemacht habt – mich würden die Erkenntnisse interessieren.

      Also dann – bis die Tage.

      Viele liebe Grüße aus Sachsen
      Jörg
      Hallo Jörg,

      joerga schrieb:

      An dieser Stelle eine Frage an die Trainer. Mich würde mal interessieren was passiert, wenn man bei einem Grundlagenkurs den Einsteigern beide Rollgeräte zur Auswahl anbieten würde.
      Was geschieht, wenn ein Anfänger auf den 200er beginnt?


      Ich nehme an, du würdest vermuten, dass der Einstieg auf 200ern leichter fällt.
      Das habe ich auch gedacht.

      Inzwischen haben wir damit einige Erfahrung gesammelt und das erstmal erstaunliche Resümee lautet:
      die Lernkurve der Kursteilnehmer innerhalb des Kurses ist ungefähr gleich auf 150ern und auf 200ern.
      Wer schnell mit den 150ern zurecht kommt, kommt auch mit den 200ern klar. Wer sich mangels Vorerfahrung in Roll- und Gleitsportarten auf 150ern schwer tut, hat es auf 200ern auch nicht leichter.

      Und was erstaunlich ist:
      die zweite Gruppe, also diejenigen, die sich etwas schwerer tun, haben mit den 200ern manchmal noch mehr Probleme als mit den 150ern und fühlen sich auf den 200ern eher unwohl.

      Was ist der Grund?

      Um in den Genuss der Vorteile der 200er zu kommen, muss man sie zum Rollen bringen. Das schafft nur jemand, der weiß, was Fersenbelastung bedeutet. Jede allerkleinste Vorlage des Körperschwerpunktes führt zu einem spürbaren Bremseffekt über den Druck auf das Vorderrad. Diese Vorlage braucht kaum von außen sichtbar zu sein. Da kann man mit den 150ern noch eher "mogeln" - vor allem auf Asphalt -, aber bei den 200ern kommt es eher zu einer Ruckelei durch die anfangs noch etwas unkoordinierten Reaktionen auf das , was da unter einem "rollt oder auch nicht...". Minimale Vorlage bremst und minimale Rücklage beschleunigt jeweils deutlicher als das bei den 150ern der Fall ist.

      Der 200er bietet zwar mehr Komfort bei nicht ganz so sauberer Verlagerung des Körperschwerpunktes nach außen (auf das Rollbein), weil man die seitliche Lage des KSP wegen der breiteren und weicheren Auflagefläche der Räder noch etwas "nachjustieren" kann.
      Aber das nützt einem Anfänger offensichtlich erst dann etwas, wenn die Lage des KSP bezüglich Vor-, Mittel- und Rücklage gespürt werden kann und vom Fahrer bewusst (und später natürlich unbewusst und automatisch) die Mittellage bzw. die sogenannte Fersenbelastung eingehalten werden kann.

      LG Andrea
      Hallo Zusammen,

      erst einmal an dich Andrea vielen Dank für die Schilderung der ersten Erfahrungen und Erläuterung zu weiteren Details.
      Für mich sehr interessant und vor allem erklärt sich so einiges, was ich selbst erlebe.

      anki schrieb:

      Minimale Vorlage bremst und minimale Rücklage beschleunigt jeweils deutlicher als das bei den 150ern der Fall ist.

      Das habe ich auch schon gespürt aber dachte immer, dass das Einbildung ist.
      Aber es ist wirklich so, wenn man aufgrund von Geländebesonderheiten in „Rückenlage“ kommt, dann werden die 200er schneller schneller als die 150er.
      Umgekehrt langsamer, was in der ein oder anderen Cross-, Split, „tieferBodenPassage“ zu „Körperklausbewegungen“ [alle die Klaus heißen, bitte nicht persönlich nehmen ;) ] geführt hat.

      anki schrieb:

      Wer sich mangels Vorerfahrung in Roll- und Gleitsportarten auf 150ern schwer tut, hat es auf 200ern auch nicht leichter.

      Und bzgl. der Neulinge / Anfänger hilft mir das auch weiter.
      Dann werde ich mit meiner Romy auf den 150ern weiter fleißig üben und mit den 200ern noch etwas abwarten – bestellt sind sie aber schon ^^ .

      Alle anderen von dir beschriebenen Vorteile für bereits Geübte nehme ich gern mit, denn aufrechte Körperhaltung und Fersenbelastung haben sich bei mir gefühlt durch die zahlreichen Trainertipps schon deutlich verbessert.
      KSP, das nicht mehr so breite „V“ und die Stockhaltung habe ich angepasst und fühle mich deutlich wohler.

      Wenn nun im kommenden Frühjahr noch das TL in Bad Wildungen seine Spuren hinterlässt, dann werde ich in RP mal zeigen, dass man mit der richtigen, geschulten Anleitung große Fortschritte machen kann.

      An dieser Stelle ein fettes Dankeschön an alle Trainer und Tippgeber :thumbup: .

      Liebe Grüße in den Norden der zurzeit so bunten Republik Deutschland.

      Herzlich Grüße aus dem FeiertagsSachsen – Jörg & Romy.

      PS: Die Grüße gelten auch für die alle anderen Nationen –Austria / Frankreich / Holland und und und :) .

      anki schrieb:



      Was ist der Grund?

      Um in den Genuss der Vorteile der 200er zu kommen, muss man sie zum Rollen bringen. Das schafft nur jemand, der weiß, was Fersenbelastung bedeutet. Jede allerkleinste Vorlage des Körperschwerpunktes führt zu einem spürbaren Bremseffekt über den Druck auf das Vorderrad. Diese Vorlage braucht kaum von außen sichtbar zu sein. Da kann man mit den 150ern noch eher "mogeln" - vor allem auf Asphalt -, aber bei den 200ern kommt es eher zu einer Ruckelei durch die anfangs noch etwas unkoordinierten Reaktionen auf das , was da unter einem "rollt oder auch nicht...". Minimale Vorlage bremst und minimale Rücklage beschleunigt jeweils deutlicher als das bei den 150ern der Fall ist.




      Dieser Hinweis war Gold wert! :)
      Ich sammle ja gerade auch meine ersten Erfahrungen auf den 200ern und wenn ich nicht daran gedacht hätte, wäre ich wohl etwas ratlos. So habe ich das Verhalten beobachtet und bin überrascht, wie groß der Einfluss bei den 200ern wirklich ist. Ein sauberer Fersenabdruck bringt wirklich viel mehr Vortrieb. Unverhältnismäßig mehr als bei den 150ern. Jetzt muss ich mich erst mal dran gewöhnen aber es macht schon Spaß die richtig gleiten zu lassen. :)
      Danke noch mal!!
      :)
      Hallo Mark,

      das freut mich sehr, dass du das schreibst!

      Mark S schrieb:

      Erik, dass ist immer natürlich subjektive Wahrnehmung. Das ist klar. Aber viele Erfahrungsberichte versprechen einem fast das Blaue vom Himmel. So ist es aber nicht.


      Denn aufgrund deiner Äußerung war ich schon am Überlegen, was ich bei dir nachfragen kann, um herauszukriegen, ob sich deine Unzufriedenheit wegen zu hoher (unrealistischer) Erwartungen, wegen verwendeter anderer Bauteile oder wegen noch nicht abgeschlossener Anpassung der Fahrtechnik eingestellt hat.

      Es ist nicht so, dass ich geglaubt hätte, du würdest meine Frage falsch verstehen ;)
      Aber die Erfahrung zeigt, dass eine Frage wie "hast du evtl. ein wenig zuviel Vorlage" meist vom Fahrer mit "ich habe doch gar keine Vorlage" beantwortet wird, weil das einfach sein Gefühl ist. Daher hätte ich dich eher gebeten, dich mal von einem Mitfahrer beobachten zu lassen.

      Aber dass du so schon ein wenig rumprobiert hast und die Veränderung gespürt hast, ist ja klasse!

      Natürlich darf man keine Wunder erwarten, wenn man mit dicken 200ern unterwegs ist. Auch mit denen kann man selbstverständlich nicht überall dort fahren, wo man mit dem MTB fahren kann.

      Aber gerade bei feuchten und unebenen Cross-Wegen spürt man den Unterschied zu den Cross-Skate 150 deutlich. Das haben Julia und ich in den letzten Tagen ausprobieren können, als wir zusammen gefahren sind. Sie auf den SRB XRS07, ich auf X-Plorer oder Skike Plus. Ich schmierte weg oder blieb stecken, wo Julia gar nicht anzumerken war, dass sich der Untergrund verändert hatte.

      Ich selber habe die Omni200 und fahre die zur Zeit nicht nur gerne auf Naturboden, sondern auch auf Asphalt, wenn es dunkel ist. Trotz Helmlampe fahre ich im Dunklen doch etwas vorsichtiger und unsicherer als bei Tageslicht. Da macht die breite Auflagefläche der 200x50-Reifen echt Sinn. Auch wenn man beim Aufsetzen des Skates nicht perfekt über dem Gerät steht, so kippt man nicht gleich zur Mitte zurück. Durch den geringeren Luftdruck in den Reifen ist es möglich, sich noch (ein wenig!!) in die richtige Position schieben. Das gilt auch für (ein wenig!!) Übergewicht nach außen. Es äußert sich ebenfalls nicht gleich so dramatisch wie bei den Cross-Skate 150, bei denen man sich viel schneller mit einem Seithüpfer behelfen muss.
      Aber auch hier gilt: man gelangt mit den Cross-Skate 200 nicht wie durch ein Wunder zum perfekten Stand auf Skates, sondern man muss schon eine ziemlich gute Fahrtechnik haben, um das zu spüren und entsprechend reagieren zu können. Deshalb auch immer das "ein wenig!!" :)

      Viel Freude weiterhin beim 200er-Fahren,
      liebe Grüße, Andrea
      Schön geschrieben, Andrea!
      Grundsätzlich ist es entspannter mit den 200ern zu rollen, weil das Kippverhalten sanfter ist als bei den 150ern aber auch hier muss man vorsichtig sein. Gerade der von Dir beschriebene Seitenhüpfer ist mit den 200ern meiner Erfahrung nach schwieriger. Das ist auch etwas, was ich gestern überraschend erlebt habe.

      Auf Asphalt würde ich fast die 150er bevorzugen, weil das Fahren sich nicht so "schwerfällig" anfühlt aber das ist rein subjektiv.
      Ich werde meine Erlebnisse gerne weitergeben und bin erst mal froh "die Dicken" unter den Füßen habe, weil ich zu 80 % im Gelände unterwegs bin. :)
      t. b. c.... ;)
      Ich möchte an dieser Stelle das Thema noch einmal "aufwärmen"

      Vorne weg: es folgt ein rein subjektiver Erfahrungsbericht, sprich ich kann nicht alles erklären, zumal ich aus meiner Sicht mit gerade knapp über 700km Fahrpraxis noch zu den Anfängern zähle!

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      Ich hatte dank Conni die Möglichkeit mal die SRB XRS02 zu testen welche ich zuletzt in meinem Einsteigerkurs vor 2 Jahren unter den Füssen hatte. Es sei gesagt, dass ich seit Anfang letzten Jahres mit den SRB XRS06 unterwegs bin und damit mehr als 80% meiner gesamten Fahrpraxis gesammelt habe (der Rest waren die Skike V07-120).

      Bei meiner heutigen Ausfahrt habe ich also die SRB XRS02 untergeschnallt. Dabei habe ich folgende Unterschiede festgestellt:
      • sie sind langsamer als die 200er
      • es ist schwerer sie auf Geschwindigkeit zu bringen, das Laufen ist anstrengender als mit den 200ern
      • sie lassen sich in Abfahrten leichter "lenken"
      • sie sind wesentlich leiser (mag am Profil liegen)
      • sie zwingen einen zu einer saubereren Technik und verzeihen weniger Fehler als die 200er
      • sie reichen Unebenheiten wesentlich deutlicher durch als die 200er (liegt ggf. am höheren Luftdruck)
      Mein Fazit ist, das ich bei meinen "Dicken" SRB XRS06 bleibe und eventuell zwischendurch versuchen werde, mal wieder die alten 150er zu reaktivieren um die Technik zu verbessern.
      Hallo Nordisch14,

      Wie du schon aufgemerkt hast: es ist rein subjektiv aber im Grunde denke ich genau so darüber. So sehr sogar dass ich mich entgültig von den 150-er verabschiedet habe!

      Nur die 200-er Reifen müssten noch ein bisschen verbessert/weiterentwickelt werden.....so wie dass dann damals auch für den 150-er passiert ist. Wer weiss was noch passiert wenn mal die 200-er verkaufsstückzahlen steigern......

      Für mich jedenfalls nur noch 200-er und wenn ich noch mal Zeit habe werde ich noch mal versuchen die 300-er weiter zu entwickeln......


      Erik
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level