Ist man mit 200er Crossskates schneller als mit 150ern?

      Ist man mit 200er Crossskates schneller als mit 150ern?

      Hi zusammen,

      ich habe mal Bernds Aussage aus forum.cross-skating.com/biathl…_2014_a-14.html#post34532

      Bernd.G schrieb:

      Hallo

      Auch wenn ich nun aus den Top Ten rausgerutscht bin würde ich es begrüßen beide Reifendimensionen in Zukunft zusammen zu werten. Das würde es dem Conni leichter machen und die Ergebnisslisten übersichtlicher. Ich glaube nicht an deutliche Vor und Nachteile der verschiedenen Reifengrößen auf Asphalt.

      Gruß
      Bernd


      zum Anlass genommen, diese Diskussion zu eröffnen.

      Ich bin der Meinung, dass es sehr wohl große Vorteile hat, mit 200er Rädern auf Asphalt zu rollen. Ich selbst fahre diese nicht und werde es auch nicht tun, aber immer wieder höre ich:

      - es fährt sich leichter
      - die rollen besser
      - man rutscht nicht weg, wenn es nass ist

      und das kann man bestimmt noch erweitern. Schon diese 3 Wahrnehmungen/Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass es für den Fahrer weniger anstrengend ist, damit zu rollen. Also muss man schon nicht mehr so viel schieben, um voran zu kommen bzw. man schiebt genauso wie auf 150er Rollen, wird dadurch aber auch unweigerlich schneller, weil es ja leichter und besser rollt -> Stichwort: Körner sparen...

      Fragen wir doch mal die 200er Crossskater, warum sie damit auf Asphalt rollen und auch gerne bei Wettbewerben wie dem Laserbiathlon?

      Bin gespannt...

      Gruß, Suzy
      Hallo,

      diesen Thread hatte ich bei meiner Antwort zu Bernds Frage noch nicht gesehen und ZACK, macht die Suzy das.
      Danke, das ist eine super Idee
      Mein Empfinden ist auch, dass die 200er besser und leichter rollen, jedoch richtig nachweisen kann ich es eben noch nicht.
      Solange aber da auch nur ein kleiner Zweifel besteht finde ich eine "Trennung" in Ordnung.
      Jeder soll rollen worauf er Spaß hat und vor allem worauf er sich wohlfühlt.
      Jeder ist damit herzlich willkommen, nur wird es eben unterschiedlich gewertet. Dass wird das Problem doch nicht sein.
      Die 200er werde ich für mich nur im Wald einsetzen. Meine langen SRBs sind auf Asphalt einfach zu "geil" ;)

      Gruß

      Conni
      Kurse - Treffs - Touren (seit 2006)

      in Dortmund - Hagen und Umgebung

      Biathlon-Aktiv.de


      Muck schrieb:

      Hi zusammen,

      .....aber immer wieder höre ich:
      - es fährt sich leichter
      - die rollen besser
      - man rutscht nicht weg, wenn es nass ist

      Gruß, Suzy


      Hallo

      Also solange es nur nass ist sollten beide Reifendimensionen kein Problem mit dem wegrutschen haben.
      Kommt Moosbewuchs oder Staub/Pollen dazu müssten auch beide wieder das gleiche Problem haben.

      Ich bin den 200 SRB mal kurz probegefahren, mehr nicht bisher, und er rollt auf Asphalt nicht schlechter, das Gefühl hatte ich . Zur Crosstauglichkeit müssen wir hier nicht reden das ist wie Tag und Nacht aber auch schlechter, grober, vernarbter Asphalt könnte durchaus besser gehen mit den 200 Reifen, räume ich schon ein. Immerhin müssen die größeren Räder erstmal mehr Rollwiderstand durch ihre Breite , das gröbere Profil und weniger Luftdruck wettmachen. Das scheint mir doch ähnlich einem Vergleich Rennrad/Trekkingrad was allein die Bereifung angeht.

      Das sind meine Gedanken, ohne aber praktische Erfahrung damit zu haben.
      Hier sind die Experten unter uns gefragt.

      Gruß
      Bernd

      P.S. Diejenigen die hier Erfahrung mit beiden Reifen und verschiedenen Untergründen haben, sollten aber nicht "unterschwenglich" das super Gefühl auf "cross" mit in die Beurteilung einfließen lassen, sondern streng den Asphalt beurteilen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bernd.G“ ()

      Super Thread!

      Das Thema interessiert mich auch brennend. Wenn die 200er auf Asphalt auch noch besser/leichter rollen, frage ich mich, welchen Vorteil die 150er dann noch haben.
      Ich habe ja gerade erst angefangen und bin eigentlich ein wenig enttäuscht von der Geländegängigkeit der 150er. Wenn ich das früher gewusst hätte und SRB den 200er früher im Angebot gehabt hätte, hätte ich mich wohl direkt dafür entschieden.

      eduard schrieb:

      Pattensen 2013
      150mm,4 schnelle Runden, Tom vor mir, starker Wind, trocken, 0 Fehler im Schießtand
      Pattensen 2014
      200mm 5 schnelle Runden, Werner vor mir, wenig Wind, nass, 1 Fehler 15 Sek. langsamer


      Hallo Eduard

      Ich steh da ein wenig auf dem Schlauch! Temperatur, körpeliche Verfassung ?
      Ein Jahr dazwischen kann auch anderer Trainingszustand sein, schlecht zu vergleichen, meine ich.

      Gruß
      Bernd
      Hallo,

      Ruhpolding 2014 Abschlussrunde sehr bergig, steile Abfahrten.
      Vor mir Olli (150er SRBs) bergrunter, gleiche Bedingungen und ich (200er Omnis) rolle an ihm vorbei und das nicht langsam. Ebenso auf der anderen Seite weiter hoch.
      Auch fuhr er mir auf der Strecke nicht weg.
      Mein Eindruck, schneller!

      Gruß

      Conni
      Kurse - Treffs - Touren (seit 2006)

      in Dortmund - Hagen und Umgebung

      Biathlon-Aktiv.de


      biathlon24 schrieb:

      Hallo,

      Ruhpolding 2014 Abschlussrunde sehr bergig, steile Abfahrten.
      Vor mir Olli (150er SRBs) bergrunter, gleiche Bedingungen und ich (200er Omnis) rolle an ihm vorbei und das nicht langsam. Ebenso auf der anderen Seite weiter hoch.
      Auch fuhr er mir auf der Strecke nicht weg.
      Mein Eindruck, schneller!

      Gruß

      Conni


      Das ist mal realistisch beobachtet! Frage warum ? Die 20 kg ,die du schwerer bist können es nicht sein:p. Rollwiderstand muss doch höher sein ebenso sollte das grobere Profil bremsen, grübel,grübel...

      Gruß
      Bernd
      Hallo Bernd,

      na klar, ich musste auch erst einmal den Bauch wegschieben um meine Füße zu beobachten .....

      Aber über genau diese Dinge habe ich auch gegrübelt, war aber trotzdem so.

      Vom Gelände reden wir ja nicht, da sind sie noch besser ;)

      Gruß

      Conni
      Kurse - Treffs - Touren (seit 2006)

      in Dortmund - Hagen und Umgebung

      Biathlon-Aktiv.de


      Hallo,

      Eine sehr interessante Diskussion! Frage ist was man genau unter "schneller sein" versteht. Ich gehe vorerst mal davon aus dass da nur reines reines rollen auf 4 Räder ohne weitere Vorschub gemeint wird.

      Ich habe mittlerweile mehrere Test gemacht wobei ich auf Cross-Skates mit 150, 200x30, 200x50 und 300x40mm Reifen. Dabei bin ich immer die gleiche Strecke runter gefahren mit zuerst geringer Höhenunterschied und dann horizontaler Auslauf und habe dann gemessen habe wie weit ich gerollt bin.

      Mit dieser Test fängt man immer mit der gleiche Menge potenziele Energie an (diese menge wird bestimmt vom Höhenunterschied). Diese Menge potenzielle Energie wird während der Fahrt verwandelt in Arbeit (und letztenendlich nur in Wärme).

      Die bisherigen Resultaten zeigen deutlich dass man auf 200x50mm Reifen (mit 5 Bar) immer weiter rollt als auf 150mm Reifen (mit 7 Bar). Mit 300x40mm Reifen (mit 7 Bar) rollt man dann noch viel weiter......:p

      [HR][/HR]Bevor ich diese Resultate veröffentliche möchte ich noch einige Test machen und wiederhohlen/verifizieren um so ein komplettes Übersicht zu bekommen. Ich warte gerade auf die richtige Umstände: wenig Wind (obwohl die Teststreck von Wald umgeben ist), trocken, etwa 20 Grad (denn die Temperatur hat einen merkbaren Einfluss auf den Rollwiderstand). Ich hoffe kommenden Sonntag einiges machen zu können.

      Sobald ich die Resultate meinen weiteren Test fertig habe werde ich die hier im Forum veröffentlichen.....

      [HR][/HR]
      Die Frage ist allerdings wie gross der Einfluss vom Rollwiderstand auf dem gesammten "schneller sein" ist und welche ander Einflüsse es da noch gibt........

      Rollwiderstand ist eine wichtige Faktor wenn mann auf Asphalt rollt. Wenn man über eine unebene Oberfläche rollt kommt dazu noch eine andere Faktor. Diese Faktor habe ich damals mit "Überfahrungswiderstandsfaktor" und ist ein Mass für wie Kraft/Energie man braucht um mit einem Rad mit bestimmtem Durchmesser eine Unebenheit zu überfahren.

      Darüber kann man hier mehr lesen. Obwohl ich dieses PDF Dokument eigentlich hier und da ein wenig überarbeiten muss ist das meiste noch relevant (nur die letzte Seite nicht).

      Um die ursprüngliche Frage: ist man auf 200er Cross-Skates schneller als mit 150ern ist recht schwierig.

      Zuerst muss man zum Beispiel das Gewicht der Skates in Betracht nehmen. Wieviel Einfluss das Gewicht der Cross-Skates auf der Geschwindigkeit hat ist schwer zu sagen und wahrscheinlich für jeder Cross-Skater anders. Obwohl schwer um genau zu kwantifizieren, wird es jedem klar sein dass schwerere Skates schneller ermüden (man braucht ja mehr Energie um den Skates hin und her zu "schleudern") und damit eine negative Einfluss haben werden auf den totalen Geschwindigkeit über eine längere Strecke. Darum habe ich auch versucht meine Omnis so leicht wie möglich zu machen!

      Dann spiellt auch die Technik eine rolle. Kann man auf grösseren Räder dieselbe Technik (oder Kraftübertragung) realisieren als auf kleinere Räder??? Es kann auch sein dass man eine etwas andere Technik braucht um auf 200mm Rollen effektiv voran zu kommmen. Wie es genau ist weiss ich nicht!!! Meine persönliche Eindruck ist dass es da nur wenig Unterschied gibt.....

      Zum Schluss schliesse ich mir Conni an: man sollte darauf rollen worauf man sich am wohlsten fühlt. Das sind für mich 200 und 300mm Räder sowohl auf Asphalt als auf unbestigte Wege.



      Erik
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Muck schrieb:

      Fragen wir doch mal die 200er Crossskater, warum sie damit auf Asphalt rollen und auch gerne bei Wettbewerben wie dem Laserbiathlon?


      Nochmal zurück zur Ausgangsfrage, unabhängig vom Rollwiderstand auf Asphalt (ich fahre im übrigen Ballonreifen und überhole damit - wenn ich will und ich will bzw. muss es oft ;) - Schmalreifenradfahrer, die kein leichtes Rennrad fahren...)

      Mich interessiert vor allem das WARUM. Warum nutzt Ihr lieber die 200er statt Eure auch zur Verfügung stehenden 150er Skates? Und das auf Asphalt? Und dann gerne beim Wettbewerb? Und andere tun es Euch nach... mal von denen abgesehen, die wie z.B. Ulla sich vermutlich einfach nur wohler und sicherer auf den breiten Reifen fühlen...

      Gruß, Suzy

      P.S. Ich denke, in 2015 werden schon mehr bei den Mobis mit den großen Rollen fahren, v.a. die Männer, und das nicht nur mit der Absicht, außerhalb des Wettbewerbs cross zu fahren...

      biathlon24 schrieb:

      Hallo,

      Die 200er werde ich für mich nur im Wald einsetzen. Meine langen SRBs sind auf Asphalt einfach zu "geil" ;)

      Gruß

      Conni


      Hallo Suzy,

      dafür habe ich sie gekauft, nur dafür. Sie schlucken im Wald alles und ich kann meine alten Laufstrecken rollen da sie landschaftlich einfach so schön sind.
      Wer mich in BW gesehen hat weiß wovon ich rede.

      Den MoBi werde ich nur auf SRBs rollen oder vergleichbaren 150ern.

      Außerdem fühle ich mich optisch dabei schöner ;)

      Bei meiner "Größe" sehen die 200er irgendwie "falsch" aus ;)

      Also, auch jedem seine Eitelkeit ;)

      Gruß

      Conni
      Kurse - Treffs - Touren (seit 2006)

      in Dortmund - Hagen und Umgebung

      Biathlon-Aktiv.de


      Danke Erik, von Dir lernt man immer was ... und: Messen ist halt doch immer besser!

      Zu meinen ganz persönlichen "Erfahrungen":
      Je glatter der Untergrund, desto weniger Einfluss hat die Reifengröße. Ich bin mit Nordic Scout Free mit 200ern und den altbekannten Skikes mit 150ern in etwa gleich schnell bzw. gleich langsam. (:rolleyes:) Bei meinen Standard-Anti-Aging-Runden von 20-30 km auf Asphalt (alle paar Wochen) merke ich subjektiv und in der Durchschnittsgeschwindigkeit keinen Unterschied. Mit beiden komme ich auf einen Schnitt von GPS-gemessenen 11 - 12 km/h.
      Allerdings ist der Nordic Scout deutlich schwerer, was für mich aber mit meinen ca. 90 kg keinen all zu großen Unterschied macht.

      Das ändert sich bekanntermaßen erst - zu Gunsten der größeren Reifen - bei weichen Sand-, Kies- und Waldwegen, weswegen ich mir die größeren Nordic Scout auch zugelegt habe.
      Damit kann ich Strecken fahren, die ich mit den kleineren nicht mehr bezwinge. Aber man sollte auch nicht zu viel erwarten. Der Unterschied ist deutlich, aber es gibt kein Wundermittel für alle schlechten Wege.

      Ich denke, der griffige, nässetolerante Luftreifen im Vergleich zu den harten Inliner-Rollen macht den eigentlich großen Unterschied aus. Mit den Inlinern komme ich bei den selben Asphaltstrecken fast immer in die Nähe eines 20er-Schnittes. Aber eben nur bei trockenem und sauberem Belag.

      Gruß Franz
      :) Franz

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „sams“ ()

      Ich stelle immer noch die Frage, warum man dann wirklich noch 150er Skates braucht (außer eben aus "Eitelkeit" wie beim Conni :cool: ). Außer dem Mehrgewicht sehe ich hier jetzt keinen wirklichen Nachteil?!?
      Ich meine wir reden ja immer noch von CROSS-Skates. Es ist wirklich toll durch den Wald zu rollen. Leider vermiesen mir schon leicht schlechte Waldwege (gröberer Schotter, etwas weicherer Boden, größere Unebenheiten...) schon den Spaß.
      Hallo zusammen,

      ich habe die Nordic Scouts jetzt über ein Jahr. Auf meiner Asphalt-Hausrunde fahre ich den Scout und verschiedene 150er -Modelle. Neben der Durchschnittsgeschwindigkeit erfasse ich auch die Herzfrequenz, die Windrichtung, Windstärke und noch ein paar andere Faktoren - ja, ich liebe Statistiken :-)))
      Ich habe feststellen können, dass unter vergleichbaren Bedingungen die 200er in der Durchschnittsgeschwindigkeit ca 1km/h schneller sind, als die 150er.
      @ Suzy: die 200er fahre ich u.a. auch gerne, wg des komfortablen Rollens. Man fährt aufgrund des geringen Luftdrucks halt mit einer Luftfederung :-).

      Vg ... Will

      Will schrieb:

      ..... ja, ich liebe Statistiken :-)))
      ....


      So etwas ist auch für mich interessant, obwohl auch ich bereits ausgiebigst Erfahrungen mit 200er Räder und größer gesammelt habe.

      Zu deiner Statistik fehlen mir jedoch noch 2 ganz wesentliche Daten: 1. Luftdrücke in den Rädern und dein Körpergewicht. Wäre super, wenn du mir diese Daten dazu noch zukommen lassen könntest. Kannst du gerne auch über PM machen - danke.
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Meine geliebten 200-er und ich. Und um Suzy’s Frage aufzunehmen, warum wollte ich sie unbedingt im Wettkampf fahren?
      Wie Ihr wisst war ich 2014 von etlichen Krankheiten und Verletzungssorgen geplagt. Besonders schwierig war, dass mein Knie, was mal bei einem Verkehrsunfall erheblich lädiert wurde, sich wieder mit einem Meniskusriss meldete und die Lösung der Ärzte von 6. OP bis Knieumstellung (Bein 2x brechen und X-Bein produzieren) ging, die mir nicht wirklich gut gefielen. Ich habe es dann mit sehr viel Disziplin über KG, Aquajoggen und natürlich Cross Skaten wieder in den Griff bekommen. Aber, was blieb war immer eine kleine Unsicherheit beim Skaten, vor allem bei schwierigen rutschigen Untergründen. Zur Rehabilitation habe ich die Fleets eingesetzt, da die den besten Geradeauslauf hatten und ich durch deren Gewicht technisch nicht unbewusst schummeln konnte.
      Dann kam das Angebot von Eduard mir die 200-er zu bauen. Anfangs habe ich mich ein wenig damit schwer getan, die sind halt anders zu fahren. Aber dann habe ich sie lieben gelernt.
      In der Tat hatte ich am Anfang das Gefühl, sie rollen viiieel besser und ich muss weniger Kraft aufwenden, die ich sowieso noch nicht hatte. Ich habe jetzt im Rückblick auch mal meine aufgezeichneten Strecken verglichen. Ich bin nicht wirklich schneller gewesen, aber ich fühlte mich sehr viel besser. Durch die breiten Reifen hatte ich einen guten Stand und über das gutmütige Surren gaben sie mir so ein schönes sicheres Gefühl und genau das brauchte ich jetzt.
      Ich habe dann den Winter 2014, der ja keiner war, richtig genutzt um Technik zu trainieren und natürlich mich auch konditionell weiterzuentwickeln.
      Und dann kam Ruhpolding. Ich wollte diese Saison unbedingt alle Mobis mitmachen, schließlich hatte ich ja ordentlichen Nachholbedarf. Aber jetzt hätte ich ja meine geliebten 200-er ausziehen müssen. Wollte ich nicht und fragte bei Conni nach, ob ich auch mit 200-er starten dürfte. Durfte ich. Und wir haben dort auch darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist, das Ganze als 200-er Klasse zu machen oder einfach mit bei den 150-er zu starten.
      Ich war für die 200-er Klasse. Denn schon bei den Cross-Treffs war deutlich ersichtlich, ich bin viel schneller geworden. Ich war völlig unsicher, sind es die großen Räder oder habe ich wirklich gut trainiert? Ich war für eine Extra-Klasse, denn ich wollte einfach mit meinen Lieblingsskates starten und Niemandem ein schlechtes Gefühl von Benachteiligung geben. Wenn ich Zeiten vergleichen will, kann ich das anhand der Liste sehr gut allein und der Kampf auf der Strecke bleibt derselbe. Für mein Gefühl war es genau richtig.
      Nun habe ich ja viele verschiedene 150-er und in den Kursen benutze ich 150-er Skates. Immer wieder kann ich nur Wills Gefühl bestätigen. Die Dicken sind so schön gefedert, dass ich dann immer denke: “Irgendwer hat mich jetzt von meinem Cross-Skate-Sofa vertrieben.“
      Allerdings haben die 150-er einen wesentlich genaueren Abdruck beim Fahren, der ist bei den 200-ern eher schwammig und mit ein wenig Technik und Kraft kann man da mehr machen. Und dann wollte ich es wissen und bin meine Hausrunde(etwas mehr als 10 km und ein Höhenunterschied von 5 m) einen Tag mit 200-ern und am nächsten Tag mit 150-ern gefahren. Es war nur ein marginaler Unterschied und da ich nicht unter Laborbedingungen fahren kann, ist er denke ich mit den Umständen zu erklären. Ich hätte erwartet, dass er wesentlich größer ausfällt.
      Andererseits kann ich Connis Beobachtungen der schnellen Bergabfahrt nur bestätigen. Ich bin den Aschberg (98m hoch) runtergefahren und vor einem Gewitter geflüchtet, am Ende zeigte das GPS 59,2 km/h an. Das hätte ich mit 150-er Rädern nie hinbekommen, da die ab einer gewissen Geschwindigkeit anfangen zu flattern und ich unbewusst freiwillig ein wenig bremse. Dazu sagen die blauen Brummis noch gar nichts. Aber was runter ein Plus, ist nach oben aufgrund des Gewichts ein Minus. Gleicht es sich aus?
      Alles in allem kann ich nur sagen, ich fühle mich auf den „Dicken“ sauwohl. Man muss trotzdem den Mut und die Technik haben, das Material auszufahren, denn wenn mich jetzt jemand auf einen Rollski mit freier Ferse stellt und einen Wettkampf verlangt, werde ich sang- und klanglos, selbst mit guten Schießeinlagen eingehen, weil ich die Technik einfach noch nicht beherrsche(Winterprojekt 2015). Und wer die Technik mit freier Ferse beherrscht, hat vielleicht auch dort einen kleine Vorteil. Ich weiß es nicht. Und trotzdem bin ich froh, dass es getrennte Wertungen gibt. Ich weiß, wie ich trainiert habe, der Außenstehende sieht nur die großen Räder. Und keiner weiß wirklich, ob es ein Vorteil ist oder nicht. Aber der Wettbewerb auf der Strecke bleibt und darauf freue ich mich schon.
      Obwohl ich eigentlich nie mehr auf 150-er rolle, habe ich schon mehrmals beobachtet dass ich auf meinen 300-er (mit 7 Bar drin!) auf meinem Trainungsstrecke (kurvig mit geringen Höhenunterschiede) durchschnittlich ungefähr 1 km pro Stunde schneller bin als auf meinen 200-er. Auf längere Asphalt Strecken (etwa 30 km; 15km hin und 15 zurück) kann ist der Unterschied sogar fast 2 km pro Stunde!

      Auf 150-er habe ich den Eindruck kaum noch voran zu kommen und dass ist, mit meinem Gewicht von so rund 100 kg, wahrscheinlich auch so......

      Erik

      P.S. Die Wettervorhersage für Sonntag sieht super aus: 20..22 Grad, trocken und Windstärke 2. Also die Tests stehn für kommenden Sonntag!
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Cross Hühnchen schrieb:

      Und wer die Technik mit freier Ferse beherrscht, hat vielleicht auch dort einen kleine Vorteil. Ich weiß es nicht.


      Hi Birgit,

      nur kurz dazwischen: Ein kippeliger Ski- oder auch Crossroller verzeiht keine Fahr- bzw. Technikfehler. Es kann auch einen Profi, der die Technik so was von beherrschen sollte, schneller aus der Spur hebeln, wenn diese eben nicht gleichmäßig ist. Mit fester Ferse ist das reaktionsschneller und besser zu managen. Und: Je müder der Körper, desto schwieriger wird es, sauber zu rollen... aber das kennt jeder hier, ist aber bei freier Ferse noch einen Tacken schwieriger. Das ist meine persönliche Erfahrung... also lautet meine Antwort: Kein Vorteil, weil stets sauber gefahren werden muss!

      LG, Suzy

      P.S. Ich möchte hier niemanden sein/ihr Lieblingssportgerät vermiesen, falls das so rübergekommen sein sollte. Jeder rollt das, was passt.

      Muck schrieb:

      Hi Birgit,

      P.S. Ich möchte hier niemanden sein/ihr Lieblingssportgerät vermiesen, falls das so rübergekommen sein sollte. Jeder rollt das, was passt.


      Hallo Birgit und Suzy

      Als hier der Thread von Suzy aufgemacht wurde dachte ich "gut aber wer die Klappbindung fährt und das beherrscht, hat doch auch einen Vorteil, sollte villeicht auch mal angesprochen werden."

      Ich habs bis jetzt nicht gemacht weil ich nicht noch eine Baustelle aufmachen wollte. Es war mir klar das man mit der Klappbindung nur sicher fährt wenn man eine sehr saubere Technik beherrscht.
      Marginale Unterschiede sollten uns hier nicht aus der Ruhe bringen, aber entspannt darüber diskutieren lassen. Genau so empfinde ich das hier!

      Gruß
      Bernd

      Bernd.G schrieb:

      Hallo Birgit und Suzy

      ......entspannt darüber diskutieren .......

      Gruß
      Bernd


      Soooooo, nun wartet mal ab - jetzt steige ich in die Diskussion mit ein:).
      Ich bin NCS- Neuling (seit 18 Monaten) und 200-er Neuling (seit 1 Monat). Die Kombination gibt es beim MoBi nur von Ulla und mir.

      Schon mal zu Beginn, fernab von der Debatte - Geschwindigkeit.
      Ich finde das Lebensgefühl NCS bekommt bei den Teilen noch mehr Bedeutung. Wahnsinnig geil, Parkplätze in der Wildnis, Waldwege, Schotter, Bordsteinkanten, einfach drauf los rollen - ohne vorherigen Test der Strecke zu Fuß oder Mountain Bike. Das ist toll und möchte ich nicht mehr missen.

      Nun zu meinem persönlichen Fahrgefühl - ich weiß, das ist völlig subjektiv!
      Birgit hat es bereits schon sehr schön umschrieben.

      Für mich sind sichere Stand und die größere Auflagefläche Gründe, dass ich die 200- er gefühlt in längeren Gleitphasen rollen kann. Ich kann mich auf Details besser konzentrieren und im Trainingslager vermittelte Techniken intensiver trainieren. Des Weiteren kann ich - wie Birgit auch schon schreibt - Berge "reinheizen" ohne den Gedanken daran zu bekommen, dass das System instabil wird und ich in kritische Situationen komme.
      Das Gerät verzeiht meiner Meinung nach eher mal einen Fehler. In der Eifel bin ich über 40 km/h bergab gerollt und das hat immer noch Spaß gemacht.
      Nun zur Geschwindigkeit - mit Erik haben wir immerhin einen 200-er Profi (Eduard und Sven nicht minder). Ich bin gespannt, zu welchen Ergebnissen Erik kommt, wenn's den dann auch mit dem Wetter passt.
      Am WE werde ich versuchen unter annähernd gleichen Bedingungen meine Hausstrecke (7 km) mit beiden Geräten zu fahren. Bin selber gespannt, was da rauskommt.

      Egal wie - ich habe seit dem ersten Tragen der 200-er die 150-er nicht mehr dran gehabt. Nun freue ich mich aber drauf, weil ich gefühlt meine Technik verbessern konnte - Dankeschön noch einmal an dieser Stelle für die vermittelten Basics zum TL in Bad Wildungen (Winkel / Schwerpunkt, Treppengeländer und und und) :).

      Also dann - allen (egal worauf) - entspanntes Rollen.

      Wer hätte denn gedacht, dass das Thema so eine Resonanz findet:).

      Zum MoBi 2015, ich möchte gern am Samstag einen 200- er und einen Langstreckenwettbewerb, dann könnte ich am Sonntag noch auf 150- er rollen und hätte mit der Staffel in Summe vier Wettkämpfe an einem Wochenende:).

      Herzliche Grüße aus Sachsen
      Jörg

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „joerga“ () aus folgendem Grund: RS

      Also ich kann zu dem Thema eigentlich noch nicht so viel beitragen.
      200 Rollen bin ich bis jetzt nur 2 mal zur probe gefahren. Einmal in Schmallenberg, die Omniblades und einmal am Wochenende die 200er SRB.
      Die Omniblades fand ich persönlich etwas "weich" vom Rahmen her und waren daher doch sehr gewöhnungsbedürftig. Aber die SRB fand ich am Sonntag auch schon echt cool. Ich hatte das selbe Gefühl wie Jörg es beschreibt. Man fühlt sich wesentlich sicherer und vorallem auf dem Schotterplatz, den ich als Cross Übungsplatz hatte war es ein riesen Unterschied zu meinen V07.
      Also von denn 200er SRB bin ich auch total begeistert.
      Leider passen mir die kurzen nicht von der Schuhgröße her, daher bin ich noch etwas am Überlegen. Ein weiterer Punkt ist halt die Rollengröße, da ich oft mit meinen Skates zur Arbeit fahre und Sie dann in meinen Rucksack stecke. Die 200er passen zwar gerade so rein, aber die langen SRB's würden dann schon mächtig über den Rucksack hinaus schauen.

      Aber wenn Ihr alle so von den Rollen begeistert seit, dann muss ich wohl etwas Platz im Schrank machen :p :D

      @Jörg: mit dem MoBi willst du es jetzt aber wissen, oder ? :cool: :D

      Viele Grüße
      Thorsten

      joerga schrieb:

      Soooooo, nun wartet mal ab - .....

      Zum MoBi 2015, ich möchte gern am Samstag einen 200- er und einen Langstreckenwettbewerb, dann könnte ich am Sonntag noch auf 150- er rollen und hätte mit der Staffel in Summe vier Wettkämpfe an einem Wochenende:).

      Herzliche Grüße aus Sachsen
      Jörg


      Ja nee, is klar! Herr A. aus H. unser kleines Konditionswunder! Das geht aber nur wenn der Volkmar H. mit anwesend ist und Bereitschaft hat.

      Gruß
      B.aus F.;)
      Hallo Zusammen!

      Die Geschwindigkeitsunterschied von verschiedenen Reifengrößen sind relativ gering und haben für mich keine Bedeutung.
      Entscheidend ist für mich ist der Einsatzzweck....

      Ca. 100% Aspalt:
      Hier nutze ich Reifen 125mm und kleiner. Auf Asphalt würde mich die schon diskutierte Masseträgheit bei größeren Reifen stören.

      Ca. 80% Asphalt - 20% Radwege o.ä.:
      In diesem Verhältnis sind auch die meisten meiner Kunden auf Cross-Skates unterwegs. Hier ist der Kompromiss von 150mm Luftreifen ideal.

      Ca. 90% Wald etc. - 10% feste Wege:
      Hier machen die 200mm Reifen richtig Spaß!

      Natürlich ist es Luxus mehre Skates für unterschiedliche Bedingungen zu besitzen.

      Wer sich entscheiden muss und sich nicht an der Trägheit stört, kann durchaus größere Reifen auch auf Asphalt fahren.
      Grüße vom Michi Hohmann

      Skating Schule - Shop - Verleih - Lauftreff
      Cross-Skater.de