OmniCarrier - Rad-Pulka für Cross-Skater

      OmniCarrier - Rad-Pulka für Cross-Skater

      OmniCarrier - Teil 1 von 3 - Das Bedürfnis

      Da ich schon fast seit einem Jahr kein eigenes Auto mehr habe:(, musste ich dieses Jahr mit dem Zug zur MoBi in Jagdhaus, ein kleines Dörfchen, einige Kilometer südlich von Schmallenberg im Sauerland.

      Beim suchen nach Reisemöglichkeiten entdeckte ich dass die meisten Büsse in dieser Region erst ab 1. September wieder fahren (das ist bei uns in den Niederländen dann mal wieder besser organisiert denn da fahren fast alle Büsse das ganze Jahr;)).

      Also habe ich zuerst mal gesucht nach einem Bahnhof in der Nähe von Jagdhaus. Das war dann der Bahnhof von Aue-Wingeshausen (eigentlich nicht mehr als ein Stück Asphalt an einer Seite des Gleises).

      Vom Bahnhof bis zur Biathlonanlage in Jagdhaus waren es dann noch 8,5 bis 9 km (ein bisschen abhängig vom Weg die man folgt) und eine Steigung von etwa 250 Meter. Jetzt ist so eine Distanz von etwa 9 km eine Distanz die ich ohne Probleme laufen kann, auch mit Gepäck von etwa 25 kg im Rücksack.

      Ich möchte allerdings meine 200 und 300mm Omnis mitnehmen und wenn man die sowieso dabei hat ist es eigentlich ein bisschen blöd um laufen zu gehen vor allem weil das grösste Teil der Weg Asphaltiert und relativ flach war: zuerst einer asphaltierte Strecke von 4,5 km und Steigung von etwa 90 m, dann eine Strecke durchs Wald (Waldwege) von etwa 2 km und Steigung von etwa 150 m und dann noch eine asphaltierte Strecke von 2 km und etwa 50 m nur bergab.

      Ausser die steilere Waldwegstrecke von etwa 2 km, könnte man diese Strecke gut auf Cross-Skates rollen und könnte man diese Strecke minimal zwei mal so schnell ablegen.

      Bemerkung: Am ende des dritten Teils dieser Beitrag, sind eine Übersichtskarte und Höheprofile der Strecke zu finden.

      Die Frage war nur wie ich mein Gepäck mitnehmen würde. Mit einem Rücksack (mit so 25 kg drin) kommt man auf Cross-Skates nur noch schwer voran denn dieses extra Gewicht (und mit so rund 100 kg bin ich bin selber auch nicht gerade leicht), nimmt auch der Rollwiederstand sehr merkbar zu. Dazu kommt dann noch dass der Schwerepunkt dann sehr hoch liegt und man weniger stabil auf seinen Cross-Skates steht.

      Die Frage war auch wie ich dann sowohl meine 200mm als 300mm Omnis mitnehmen würde. Ich kann beide weitgehend demontieren aber dann bleiben immer noch vier relativ grossen 200 und vier noch grösseren 300mm Räder……

      Im zweiten Teil geht es weiter......


      Erik
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
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      OmniCarrier (Teil 2 von 3) - Die Idee

      Für die Lösung habe ich mich dann inspirieren lassen durch Sven (Ostsee Skater). Letztes Jahr hatte Sven ein Trolley (oder Rad-Pulka) dabei um sein junger Sohn auf Cross-Skates mitnehemn zu können (Bild). Dieser Trolley konnte er mit einem Huftgurt anschnallen und ziehen. Da habe ich gedacht: statt für ein Kind, könnte man so etwas auch machen um sein Gepäck mit zu nehmen.

      Es gibt ähnlich Dinger die man kaufen kann sowie der Radical Design Wheely oder der Benpacker (und schau auch hier und hier mal), nur sind die eigentlich gemeint um die laufend zu ziehen und ungeheuer teuer. Dazu kommt noch dass die meistens 16 Zoll Räder haben. Damit rollen die recht gut aber werden dadurch auch recht gross und damit schwieriger im Zug mit zu nehmen.

      Da habe ich mich entschlossen um selber mal was zu bauen. Zuerst mal eine Probe gemacht mit dem Einkaufstrolley meiner Mutter. Da habe ich dann mit Tyraps und Klebeband zwei Alu Stangen dran gemacht um zu bestimmen wie lange die eigentlich sein sollten (meisten Ski-Pulkas habe recht lange Zugstangen da man Platz braucht für den langen Skis). Um gut mit Cross-Skates fahren zu können ist eine Länge von etwa 1,40 m (gemessen von der Radachse) ausreichend. Ich habe diesen Zugstangen dann teleskopisch gemacht damit der totale Länge (oder Höhe) ungefähr 1 m ist und so gut im Zug mit zu nehmen ist. Als Räder habe ich dann zwei 12 Zoll Räder von meine 300mm Omnis genommen. Die andere zwei Räder passten dann recht gut an der Unterseite der Rad-Pulka.

      So ist dann in etwa anderthalb Woche meine Omni-Carrier entstanden (meiste Zeit habe ich eigentlich gebraucht zum lackieren der Schichtholzteile) und sieht so aus:

      Da Photobucket.com (wo ich in letzter Zeit meine Bilder meistens speichere) offenbar Probleme hat, kann ich leider keine full-size Bilder sondern nur Thumbnails (via Imageshack) zeigen...




      Die Zugstange verbinde ich mit dem Huftgurt meines kleinen Rucksacks mittels mit zwei Steckschnallen (die z.B. auch für Rucksäcke verwendet werden). Die verwendete Tasche habe ich vom Einkaufstrolley meiner Mutter übernommen (vielen Dank Mutti!)…..



      Statt Gepäck kann man auch 1 (oder mehrere) Bierkisten mitnehmen. Dass die passen ist rein Zufall den ich mag überhaupt kein Bier…



      Im dritten Teil geht es weiter.....


      Erik
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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „OmniBlader“ () aus folgendem Grund: Ich war noch nicht fertig!!!

      OmniCarrier (Teil 3 von 3) - Die erste Reise

      Nach gut 6 Stunden reisen per Zug (mit 3 mal umsteigen und insgesammt 50 Minuten Wartezeit) traf ich um 14:10 u. im Bahnhof Aue-Wingeshausen ein.

      Das rollen vom Bahnhof bis zur Waldwegstrecke ging recht gut, obwohl man gut spürt dass man 25 kg hinter sich her zieht (vor allem bei Anstiege).

      Nach etwa 4,5 km kam ich (fast) am Ende des Asphalt Weges (in der Nähe von Forsthaus Ihrige) und würde es immer steiler. Da musste ich meine Cross-Skates abschnallen und zu Fuss weiter gehen. Ich hatte (selbstverständlich) meine teilbare Cross-Skating Stöcke dabei und wenn ich da ein Teil entfernen dann kann ich die weiter als Trekking oder Nordic Walking Stöcke verwenden und genau dass habe ich dann gemacht.

      Da hatte ich den Wahl: entweder ein Schotterweg nehmen die zuerst nur gleichmässig steigen würde um dann am Ende des Tales durch dem Wald recht steil bis zur Strasse hoch zu gehen oder einen etwas längeren Schotterweg die zuerst recht steil hoch gehen würde um dann etwas flacher zur Strasse führen würde. Das letzte Stück über der Strasse war dann noch etwa 2 km eigentlich nur bergab bis zur Biathlonanlage in Jagdhaus.

      Die Frage war welcher Schotterweg ich nehmen würde. Da der erste Weg nicht schlecht ausgesehen hat und ich der zweite Weg noch nicht sehen konnte, habe ich eben den ersten Weg genommen. Der erste Kilometer oder so war kein Problem, aber dann……. dann war es Schluss mit dem Schotterweg!!!! Den Weg der ich weiter folgen musste war ein mit hohem Gras und Moss überwachsenen und dazu sehr unebenes Pfad. Um es noch angenehmer zu machen waren auf zwei Stellen auch noch Bäume über diesem Pfad gefallen.

      Ich hätte natürlich zurück gehen können, nur ist das nicht in meiner Art. Ich bin also wieter gegangen und habe mein OmniCarrier einfach (na eigentlich war es nicht so einfach) hinter mir her gezogen und geschleudert.

      Dann konnte ich endlich die Autos auf der Strasse über mir hören. Sehr weit war das dann nicht mehr nur…… gab es jetzt überhaupt kein Weg mehr um bei der Strasse zu kommen. Da ich es mittlerweile ein bisschen sat war, bin ich dan eben quer durch dem Wald und steil den Berg hoch gegangen um dann endlich auf der Strasse zu geraten. Es war nur ein Stück von etwa 250 Meter aber das war anstrengend. Ich war allerdings froh dass ich da war und habe gleich meine Cross-Skates wieder angeschnalld um dann herrlich leicht nur runter zu rollen, durch Jagdhaus, wo Ulla Volpert mich aus dem Fenster herzlich zu begrüsst hat und alle andere wahrscheinlich gedacht haben: was ist das denn für ein Verrückter auf Rollen!!!. Dann noch ein kleiner Anstieg zur Biathlonanlage und war ich endlich da und bin ich begrüsst worden von eine kleine Gruppe die auch schon da waren.

      Ich habe da nicht so genau auf geachtet, aber ich glaube ich habe gut 2 Stunden gebraucht für etwa 8,5 kilometer; eigentlich nicht schlecht für so ein "Quer durchs Wald Tour" mit Gepäck, oder???

      Montags habe ich dann für den Rückweg nur wenig mehr als eine Stunde gebraucht. Da musste ich insgesammt nur etwa 400 Meter laufen; zuerst eine Abkürzung von der Biathlonanlage bis zur Strasse und dann das letzte Stück der andere Schotterweg (die ich auf der Hinweg dann nicht gewählt hatte). Da ging der Weg so Steil bergab und würde der Schotter so grobe dass ich da eigentlich nicht mehr rollen konnte. Dann noch gut 4 km Asphaltweg (flach oder leicht bergab) bis zum Bahnhof wo ich dan drei Viertel Stunde aud dem Zug warte musste……Das war überhaupt kein Problem den das Wetter war fabelhaft. Da habe ich dann im Laden (gerade um der Ecke) noch etwas zum naschen für unterwegs gekauft, ein bisschen gelesen und noch was geplaudert mit einem Herrn und dann war der Zug schon da. Etwa 7 Stunden später (wegen Verspätung vom Zug aus Deutschland hatte ich in Venlo den geplannten Zug verpasst und musste noch fast eine halbe Stunde warten) war ich dann wieder zu Hause…….

      Es war ein tolles Wochenende und ein guter Test für mein OmniCarrier. Es gibt noch einige Details die ich noch verbessern kann aber ich glaube ich werde meinen OmniCarrier noch öfters für mehrtägige Touren verwenden……

      Erik

      Da Photobucket.com (wo ich in letzter Zeit meine Bilder meistens speichere) offenbar Probleme hat, kann ich leider keine full-size Bilder sondern nur Thumbnails (via Imageshack) zeigen...


      Übersichtskarte der Strecke Bahnhof Aue-Wingeshausen - Biathlonanlage Jagdhaus:



      Höhenprofile der Strecke Bahnhof Aue-Wingeshausen - Biathlonanlage Jagdhaus:



      P.S.

      Für diejenigen die vielleicht selber mal vom Bahnhof Aue-Wingeshausen nach Jagdhaus
      laufen und/oder skaten möchten, gibt es unten eine Karte von dem von mir gefolgten Weg (hin und zurück). Es gibt übrigens auch eine asphaltierte Strasse zwischen Wingeshausen und Jaghaus (K42) nur ist die ziemlich schmal und da wird mit Autos manchmal recht schnell gefahren; eben kein angenehmer Weg um da zu rollen und dazu noch etwa 1 Kilometer länger…
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „OmniBlader“ ()

      hall erik
      ich hab das Problem auch wenn ich paddeln will
      das heisst Bus plus ein paar kilometern skateboard
      paddeln and dann wieder skateboard biz zum nachesten Bus Station

      youtube.com/watch?v=EmW9EiRdnx…=UU91ChD5HdLqySvLS4yFPK_w

      110 mm pu wheels
      ich weiss nicht wie man ein Gurt mit SKateboard / Mountainboard benutzen kann

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „alf“ ()

      Da die Webseite Photobucket.com (wo ich in letzter Zeit meistens meine Bilder speichere) offenbar Probleme hatte, konnte ich zuerst keine Bilder in den ersten 3 Beiträge aufnehmen.

      Ich habe via Imageshack jetzt jedenfalls Thumbnails zugefügt. Einfach drauf klicken und Bilder downloaden....


      Erik
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      Hallo Erik,
      das sieht nach gelungener Bastelarbeit aus. Dennoch möchte ich zwei Anregungen dazu geben. Ich habe einige Zeit meine Kinder entweder auf der Loipe im Pulka mit LL-Skiern oder mit Rollskiern und Kinderanhänger geschleppt und dabei folgende Erfahrungen gemacht:
      1. Je länger das Zuggestänge, desto spurtreuer läuft das angehängte Gefährt. Da man beim Skaten mehr oder weniger starke seitwärts Impulse setzt, schlingert der Anhänger dabei mehr oder weniger ausgeprägt - das minimiert sich mit zunehmender Länge des Gestänges.
      2. Wenn das Gewicht - wie beim Bierkistentransport hinter der Achse liegt - kommt es am Hüftgurt zu einem Zug nach oben. Das ist nicht optimal, da der Hüftgurt für ein Belastung nach unten ausgelegt ist. Bei viel Gewicht im Trailer kann es wohl sein das es dir den Gurt hochschiebt und das ist nicht angenehm.

      Bitte verstehe das nicht als "Gemeckere" sondern eher als Anregung und Essenz meiner Erfahrungen.

      Walter
      Hallo Walter,

      Walter schrieb:

      Hallo Erik,
      das sieht nach gelungener Bastelarbeit aus. Dennoch möchte ich zwei Anregungen dazu geben. Ich habe einige Zeit meine Kinder entweder auf der Loipe im Pulka mit LL-Skiern oder mit Rollskiern und Kinderanhänger geschleppt und dabei folgende Erfahrungen gemacht:
      1. Je länger das Zuggestänge, desto spurtreuer läuft das angehängte Gefährt. Da man beim Skaten mehr oder weniger starke seitwärts Impulse setzt, schlingert der Anhänger dabei mehr oder weniger ausgeprägt - das minimiert sich mit zunehmender Länge des Gestänges.


      Das stimmt! ich habe ein bisschen experimentiert mit der Länge der Deichsel (Zuggestänge). Mit so rund 1,40 Meter kam ich gut zu recht und war alles (wenn zusammen geschoben) kompakt genug um im Zug mit zu nehmen. So wie eigentlich bei jedem Konstruktion ist es auch hier eine Kompromisse zwischen das Ideale und was praktisch möglich ist....



      2. Wenn das Gewicht - wie beim Bierkistentransport hinter der Achse liegt - kommt es am Hüftgurt zu einem Zug nach oben. Das ist nicht optimal, da der Hüftgurt für ein Belastung nach unten ausgelegt ist. Bei viel Gewicht im Trailer kann es wohl sein das es dir den Gurt hochschiebt und das ist nicht angenehm.


      Tja..... der Bierkisten:rolleyes:..... Es sollte klar sein dass ich normaler Weise kein Bierkisten mitnehme !!!!;)

      Aber du hast recht: man sollte der Schwerepunkt bevorzugsweise gerade vor dem Achse halten.


      Bitte verstehe das nicht als "Gemeckere" sondern eher als Anregung und Essenz meiner Erfahrungen.


      Ich verstehe das überhaupt nicht als Gemecker!!! Ich schätze dein Feedback gerade sehr....

      Erik
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      Bernd.G schrieb:

      Hallo Walter

      Beim Erik kann es den Gurt nicht hochschieben, nicht beim Erik !! ausgeschlossen!;)

      Stimmts Erik !:D

      Gruß
      Bernd



      Hallo Bernd,

      Ja das Stimmt!!!! Ich habe mein Körperbau (und so ein göttlicher Körper!!!!:p) auf der Benutzung der OmniCarrier optimal angepasst;).

      Erik
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      Fur meine Sup Trecks habe ich was neues gefunden


      ich wuerde die Stange am all terrain longboard oder am Fat bike binden und dann auf Strassen fahren
      ich kann mir gut vortstellen die Loire mit fat bike plus Wagon entlang zu fahren
      es erlaubt das Paddeln in gewhalten Orten wo man gut segeln oder surfen kann
      Skateboard erlaubt Wagon plus Gepack auf dem sup zu lagern um weiter zu paddeln

      Sup plus street star kite is windsurf ahnlich ab Starke 4 , man kann sogar upstream kiten