Stocklänge

      Stocklänge

      Ich bin 1,80m und habe Stöcke mit 1,65m. Ist eigentlich die Empfehlung, aber ich denke, daß ich auch längere Stöcke fahren könnte, um noch mehr Armeinsatz zu bringen. Gibts es welche von euch, die auch eher zu lange Stöcke benutzen? Will mir nicht einfach neue kaufen und dann in die Ecke stellen, deshalb frage ich.
      Hallo dabadabadu!

      1,65 m bei 1,80 m Körpergröße ist schon recht lang.
      Sofern du viel Kraft in den Armen hast, du einen ziemlich beweglichen Schultergürtel besitzt und einen eher aufrechten Skating-Stil pflegst, wäre auch ein 167,5er- oder 170er-Stock denkbar. 5 cm mehr merkst du dann aber ganz gewaltig. Auf den ersten 15 bis 30 km ermüdet deine vordere und mittlere Schultermuskulatur deutlich mehr. Vielleicht fühlst du dich auch erst erst beim dritten oder vierten Versuch mit den längeren Stöcken wirklich wohler(oder nie?). Wenn du dich daran gewöhnt hast und auch mit der geringeren Präzision beim Stockeinsatz klar kommst, stellst du aber fest, dass es etwas besser/schneller voran geht.
      Analog zum Tempogewinn durch die längeren Stöcke steigt auch der Puls nochmals etwas an.
      Ich selbst skike mit 175er-Stöcken bei 185 cm Körpergröße aber habe mich über 2 Jahre von 165 cm langsam hochgearbeitet. Noch länger bringt es bei mir nicht, aber ich zähle mich da schon zu den Extremisten, was die Stocklänge betrifft.
      Eventuell sind 165 cm bei dir schon optimal. Laut "Formel" brauchst du ja nur162 cm, aber wer passt schon in Formeln?

      Franz
      :p Hallo dabadabadu,

      wenn es dir mit deiner Länge wohl ist, bleib dabei. Ich selber fahre bei 177 cm mit 160er Stöcken.

      Es ist aber auch so, dass nicht alle Stöcke mit der gleichen Längenangabe auch wirklich gleich lang sind, da die Hersteller zum Teil verschieden messen.

      Was ich auch erlebt habe, ist, dass eine Kollegin auf 5 cm kürzere Stöcke wechseln musste, da sie mit den längeren beim Fahren Probleme mit dem Kreislauf bekam, da sie sich offenbar zusehr anstrengte. Mit den kürzeren hatte sie dann keine Probleme mehr.

      Gruss Thomas :cool:
      ... in dubio pro reo.

      Ich fahre ab sofort die längsten Stöcke !

      und zwar 180 cm bei meiner Körpergröße von 176 cm !

      Also, sind die Stöcke länger, als ich groß bin.:cool:
      Und, es funktioniert.

      Jetzt ist mein Stocklängenfaktor 1,0 ( Stocklänge : Körpergröße ).
      Weil ja von Mitte Schlaufenaustritt bis zur Stockspitze gemessen wird und das sind genau 176 cm.

      Nun, wie bin ich drauf gekommen ?
      Eigentlich per Zufall und beim Ausprobieren eines Leki Vario Stockes.

      Zuerst habe ich ihn auf 175 cm geschraubt und verstand an einem Anstieg die Welt nicht mehr, dann probeweise auf das Maximalmaß, also auf 180 cm.

      Es ist kaum zu glauben, 15 % Anstieg gingen fast wie von selbst.
      Jetzt kann ich mich regelrecht an den Stöcken hochziehen und endlich wird meine Armtechnik so, wie sie sein soll - eng an der Brust geführter angewinkelter Arm.

      Weil ich es nicht fassen konnte, habe ich den Stock wieder auf 175 cm zurück geschraubt, aber nach wenigen Metern die 180 cm wieder eingestellt.

      Am Donnerstag 26 km, davon rund 10 km ordentlich bergauf, schlechter Asphalt mit vielen Löchern, fehlenden Asphaltstücken mit mittleren Schotter.
      Ich habe nur noch über mich selbst gestaunt.
      Gestern am Freitag dann 20 km auf meiner Haus- und Hofstrecke ( Bilder sind hier im Forum ).
      Auch hier überwältigend. Das letzte Stück bei Nacht, mit Stirnlampe.

      Die 1:1 Technik geht auch besser. Ich setze die Stöcke genau mittig neben dem Skike auf und dann wird von oben am Stock gezogen und nach hinten weg gestoßen.

      Endlich komme ich mit den Stöcken nicht mehr vor meine Skikes ( hoffe ich jedenfalls ).

      Es bedarf natürlich noch einiger Übung, bis der Stockeinsatz richtig perfekt ist.
      Jetzt kann ich meine Armkraft richtig einsetzen, was so viel bedeutet, daß es auch bergauf in der 1:1 Technik geht und vor allem ein langsames, aber gleichmäßiges Skiken ermöglicht.

      Ich kann es Euch nur empfehlen, probiert es mal aus.
      Es ist ein völlig neues Fahrgefühl und das besonders am Berg.....
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      :p Hallo Klaus,

      hmmmm...., gibt mir schon etwas zu denken. Ich bin ja auch 177 cm gross und fahre mit 160er Stöcken, die allerdings von Spitze bis Schlaufenausgang nur 157 cm messen.

      Lange Stöcke geben natürlich schon einen grösseren Schub mit den Armen.

      Wahrscheinlich müsste ich das auch mal ausprobieren. Es ist mir nämlich aufgefallen, dass ich in Steigungen nicht in der normalen Haltung skike, sondern mich so richtig klein mache und in die Stöcke hänge, damit ich mit voller Kraft abstossen kann. Sind die Stöcke von Anfang an länger würde dies genau diesem Effekt entsprechen.

      Mal sehen.

      Danke für Deine interessanten Hinweise.

      Gruss Thomas :cool:
      ... in dubio pro reo.

      Einfach mal selbst probieren.

      Hallo Thomas,

      ich habe das zuerst auch nicht geglaubt.
      Probier es einfach mal aus und berichte dann hier.
      Ich bin schon gespannt.;)

      aargoviaskiker schrieb:


      ...Es ist mir nämlich aufgefallen, dass ich in Steigungen nicht in der normalen Haltung skike, sondern mich so richtig klein mache und in die Stöcke hänge, damit ich mit voller Kraft abstossen kann. Sind die Stöcke von Anfang an länger würde dies genau diesem Effekt entsprechen.


      An Steigungen merkst Du das sofort.
      Du kannst Dich in aufrechter Haltung an den Stöcken regelrecht hochziehen.
      Wichtig sind dabei am Anfang des Stockschubes die eng am Körper angewinkelten Arme, wie beim Ski-Skating.
      ( Da werde ich das mit den längeren Stöcken sofort testen, wenn der erste Schnee liegt.):D

      Außerdem habe ich oft mit meinen 156,5 cm - Stöcken ( auch bis Mitte Schlaufenaustritt gemessen ), die Arme irgendwie überstreckt, und das an Steigungen.
      Das gibt es jetzt nicht mehr.
      Es sind jetzt immerhin 20 cm mehr an Stocklänge.:eek:

      Auf der Geraden muß man sich etwas umstellen, aber es klappt schneller, als ich dachte.

      Ich bin schon mal auf die Reaktion von Gelöschter Benutzer gespannt.
      Der fährt ja auch etwas längere Stöcke.
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      Deckt sich mit meinen Erfahrungen!

      Hallo Klaus,

      was du beschreibst, deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich habe ja für einen der des Cross-Skating-Newsletters (Nr. 2, Thema Stöcke) eine Liste ausfgestellt, in der ich versucht habe, Faktoren auszuzählen, die eine längere oder kürzerer Stocklänge sinnvoll machen. Im X-Skating-Shop (der unaufällige Bild-Link rechts im Forum) wurde diese Liste sogar noch verlängert.
      Die Liste wird wahrscheinlich auch nach Jahren nie vollständig sein, denn es gibt wohl unendlich viele Faktoren.
      Wenn man nur den einzelnen Faktor des Arbeitswinkels des Stockes betrachtet, können Stöcke gar nicht lang genug sein, weil die Einsatzrichtung des Stockes sich mit wachsender Stocklänge immer mehr der Fahrtrichtung (Schub exakt nach vorn) annähert. Die absolut maximalste Stocklänge wird dann wohl durch die anatomischen Grenzen des Skikers, das wachsende Stockgewicht und die zunehmende Ungenauigkeit des Stockeinsatzes vorgegeben.
      Ich habe aber genau die gleiche Beobachtung wie du Klaus gemacht, dass gerade bergauf, wo sonst oft kürzere Stöcke empfohlen werden, das Tempo durch längeren Stocke am deutlichsten ansteigt.
      Ich selbst fahre mit 185 cm Körpergröße, 175 cm-Stöcke (minus 3,5 cm für den Schlaufenaustritt) und finde sie recht angenehm.
      Wer die Möglichkeit zum Ausprobieren längerer Stöcke hat, sollte das wirklich einmal tun.
      Jetzt wird es wohl eine Diskussion mit geben, in der auf bewährte kürzere Stöcke hingeweisen wird.
      Wir sollten das Forum nutzen um alle Argumente zu sammeln. Ich vermute, dass die Stocklänge individuell viel deutlicher schwanken kann, als man bisher annahm.

      Franz
      Frank ich finde gut wie du die Ansichten relativierst.
      Ich mag mich an meine Vollblutlanglaufzeit errinnern vor bald 20 Jahren. Da gabs ein LL-Derby im Jura auf 60km Wellblechprofil (rauf und runter), da bin ich mit 177 Körpergrösse und 170 Stocklänge gelaufen. Auf Weltspitzenathleten verlor ich gerade mal gut 20 Min. mit einer Laufzeit von 3:25. Später in der LL-Lehrer Ausbildung wurde ich auf "anständige" Stocklängen gezwungen.

      Heute würde ich folgende Aussage machen:

      NORM FÜR EINSTEIGER 0.9 x Körpergrösse:
      Es sollte eine "Norm" geben für das Kurswesen mit welcher Einsteger in aller Regel die besten Erfahrungen machen und das ist vermutlich 0.9 x Körpergrösse eher abrunden. Ansonsten ist es sehr verwirrlich für Einsteiger, die sich hier orientieren möchten.

      Lange Stöcke bis 1.0 mal Körpergrösse:
      1.0 werde ich demnächst auch mal ausprobieren. Könnte mir die Aussage von Klaus gut vorstellen. Vermutlich brauchts dazu perfekte Stockführung - ein Gelände für Kämpfernatur (Geschwindigkeit zwischen 8-15 km/h) - starke Oberkörpermuskulatur - gutes Differenzierungsvermögen - und sicher auch einen Waffenschein.

      kurze Stöcke 0.8 mal Körpergrösse:
      War meine bevorzugte Stocklänge mit den Inliner ab 25 km/h. So konnte ich mit den Beinen einigermassen die Speedtechnik anwenden. Das umsetzen dieser Technik auf die Skike ist mir definitiv missglückt und ich bin wieder auf längere Stöcke (0.9) umgestiegen.

      Schlussendlich ist aber in der Verbesserung des Laufstils und Kondition meistens mehr zu holen als in der Materialverbesserung.
      mit rollenden Grüssen Steph
      Hallo Steph,

      je stimmt absolut, eine Formel ist zunächst sinnvoll beim ersten Stockkauf, damit man nicht völlig daneben liegt. Und natürlich bei Kursen, damit die Stöcke sinnvoll auf die Teilnehmer "verteilt" bzw. eingestellt werden.
      Bei Skike-Neulingen gebe ich auch lieber Stöcke aus, die bei etwa Körpergröße x 0,85 oder etwas kürzer liegen. Die Präzision beim Einsatz muss erlernt werden und das ist mit "passenden" oder "zu langen" Stöcken sehr schwer.

      Ein nette Übung für alle die glauben bereits einen präzisen Stöckeinsatz zu haben:
      Versucht mal beim normalen Tempo mit dem Stock ein Blatt zu treffen das neben den Skikes vorbeisaust. Ich dachte, mein Stockeinsatz sei ziemlich präzise, aber als ich dann nur jedes fünfte bei zehnte Blatt aufspießen konnte, war ich mäßig frustriert. Präzise würde ich das noch nicht nennen.
      Oder sagen wir es einmal so: Wer schon einigermaßen gut ist, würde wenigstens einen Kucheteller treffen. Und der Rest? Einen Pizzateller? Vieleicht sogar ein Backblech? Oh je, oh je. Da heißt es üben, üben, üben. Das gilt aber auch für mich.

      Franz

      Eure Shop-Infos zu Skating-Stöcken und Stocklängen

      ... kann ich so leider nicht bestätigen....

      Hallo Frank,

      nachdem ich mich nun auch mal im X-Skating Shop umgesehen habe, fiel mir Eure Info zur Stocklänge auf, die ich so leider nicht bestätigen kann :

      Tendenziell noch etwas längere Stöcke fahren kann wer

      * viel Kraft in den Armen hat
      * bewegliche Schultergelenke hat
      * schneller fährt
      * einen aufrechteren Cross-Skating-Stil bevorzugt
      * längere Erfahrung und damit einen präziseren Stockeinsatz hat
      * häufiger in nur leichtem Gelände oder auf der Straße unterwegs ist
      * einen etwas besseren Wirkungsgrad der Arme und eine noch höhere Gesamtbelastung (Puls) anstrebt

      Im Einzelnen ist bei mir das ganze Gegenteil der Fall :
      * viel Kraft in den Armen hat >>> ich verfüge über ganz normale Armkraft
      * schneller fährt >>> ich fahre immer angepaßt, egal mit welcher Stocklänge
      * häufiger in nur leichtem Gelände oder auf der Straße unterwegs ist >>> gerade im unwegsamen Gelände oder bei extremen Steigungen machen sich die längeren Stöcke besonders gut
      * einen etwas besseren Wirkungsgrad der Arme und eine noch höhere Gesamtbelastung (Puls) anstrebt >>> stimmt, der Wirkungsgrad ist um Klassen besser, aber ganz im Gegenteil, mit einem niedrigeren Puls und auch mit einem niedrigeren Kalorienverbrauch pro Stunde.

      Da ich ja meinen Puls unter " besonderer Beobachtung " haben muß, verfüge ich da über aussagekräftige Daten :

      - Mein Trainingspuls ( mittlerer Puls ) liegt jetzt nur noch zwischen 68 ... 76 % vom MHR.
      - Mein Kalorienverbrauch pro Stunde liegt im Mittel nur noch bei 620 ... 680 kcal.
      - Bis zu meinen Maximalpuls ( derzeit 161 ) skike ich generell nicht mehr, da mir dann sofort schwindelig wird ( Blutdruck wird medikamentös eingestellt ).
      Wenn überhaupt komme ich kurzzeitig mal auf 157 !
      - Selbst die extremsten Steigungen versuche ich mit einem Maximalpuls von 143 = 89 % vom MHR und das über einen längeren Zeitraum zu skiken.

      Meine Strecken kennst Du von den Bildern hier.
      Sie sind mindestens 18 km und in der Regel bis 26 km lang.
      Mit Geländeanteil komme ich dabei auf einen Schnitt von 11,5 km/h und mit überwiegend Asphalt auf 12,4 km/h.

      Seit März sind bis jetzt 1.329 km zusammengekommen ( inkl. einer verletzungsbedingten Pause vom 18.06. bis 04.08.2007 ).


      Also, meine Erfahrungen sehen kurz zusammengefasst so aus, mit längeren Stöcken skikt es sich für mich viel viel besser und entspannter.:D
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      ...ich wundere mich über die "Stocklängendiskussion" ;) der Profis:
      habe einen Schnupperkurs gemacht und da war die Stocklänge:
      Org.-Ton: "Genau auf Schulterhöhe einstellen - basta!" (Ende des Zitats).
      Naja, der absolute Neuling merkt vermutlich kaum einen Unterschied aber es wurde tatsächlich auf die korrekte Höheneinstellung der Variostöcke geachtet.
      Da ich ja noch vor dem Kauf der Ausrüstung stehe und auf professionelle Hilfe hier bei uns nicht hoffen kann: Soll ich für den Anfang Variostöcke kaufen und in der Länge experimentieren oder eine feste Länge (z.B. nach der angegebenen Formel berchnet - bin 1,80m groß)???
      Was würdet Ihr denn raten?
      fragt
      Detlef

      Du mußt Dich nicht wundern...

      detlef schrieb:


      ...ich wundere mich über die "Stocklängendiskussion" ;) der Profis


      Hallo Detlef,

      mehr durch Zufall habe ich ja das mal probiert und durfte feststellen, daß all das was ich bisher über die Stocklänge gelesen habe, für mich NICHT stimmt !

      Egal, wer oder welcher Stockhersteller dazu was geschrieben hat.

      Ein Satz ist mir noch besonders in Erinnerung :

      " In der Praxis stimmt die Länge der Stöcke, wenn OHNE Skates ( Inlineskater sind gemeint ) der Schlaufenaustritt auf Nasenspitzen-Höhe ist ".

      Selbst das trifft bei mir nicht zu, denn mit Skikes sind meine Stöcke immer noch 5 cm länger, als meine Nasenspitze hoch ist.:cool:

      Also, vergiß das alles und probiere es selbst aus.

      Und, verstellbare Stöcke braucht man auch nicht.
      Das klappt alles bestens mit einer Länge.

      PS :
      Längere Stöcke, wie 180 cm gibt es nicht.
      Sonst würde ich ggf. noch längere fahren......:D
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      Hallo Detlef,

      hätte ich meine Erfahrungen aus diesem Jahr verfügbar und müsste neu anfangen, würde ich mir entweder lange Stöcke (ggf. zum Absägen) oder Vario-Stöcke kaufen.
      Ich bin 1,77 m groß und habe im Februar mit 160-er Stöcken angefangen. Nach zwei Monaten probierte ich die 167,5-er Stöcke eines Bekannten aus und fand diese sehr viel angenehmer, zumal sie auch eine Kombispitze hatten (Exel-Stöcke mit Gummi"spitze", aus der eine Stahlspitze herausragt - setzt sanfter auf, weil das Gummi den ersten Schlag abfängt, die Stahlspitze aber für guten Griff sorgt). So kaufte ich mir auch solche Stöcke, und zwar auch in dieser Länge. Inzwischen bin ich von diesen gar nicht mehr so überzeugt, weil mir die Handschlaufen unangenehm sind, was ich aber erst nach längerem Fahren merke (eine Stunde und mehr). Aus diesem Grund probierte ich nun beim Skike-Treff zwei weitere Stockpaare anderer Teilnehmer, eins in 170 (bei dem ich von der Länge her kaum einen Unterschied spürte), eins in 175, was mir deutlich angenehmer erschien als meine 167,5-er Stöcke.
      Fazit: Mein Mann wartet sehnlich auf die angekündigten Skike-Stöcke, die ja längenverstellbar sein sollen oder zumindest bis 185 verfügbar (er ist 1,90 m groß). Auch ich werde diese dann ausprobieren und sehen, was für mich wirklich die richtige Länge ist. Ich habe ganz bestimmt keine besonders ausgeprägte Armmuskulatur und zähle mich auch nicht gerade zu den sportlichen Skikern, trotzdem scheint mir eine Länge nahe an der Körpergröße für mich am angenehmsten zu sein. Insofern scheint die Tendenz zu langen Stöcken bei mir genauso zu sein wie bei Dir, Klaus.
      Außer der Länge ist aber auch, wie gesagt, die Handschlaufenführung ganz wichtig. Bei mir drückt der eine "Zweig" der Schlaufe genau auf die Daumensehne, so dass diese dann schmerzt. Außerdem drückt das Austrittsloch der Schlaufe auch in diese Gegend, deshalb hatte ich schon Blasen. :mad: Beim Abstoßen mit den Stöcken wirken doch ganz ordentliche Kräfte, deshalb ist es wichtig, dass die Schlaufen diese Kräfte möglichst gut auf die Hand verteilen - am besten an Stellen, die nicht zur Überlastung tendieren wie dem Handballen.
      Optimal wäre natürlich Ausprobieren unter Belastung, aber wenn das nicht geht, musst Du ausgiebig testen! ;)
      Viel Erfolg beim Stockkauf!
      Sigrid
      Hallo Skiker!

      Demnächst werde ich auch umrüsten von 165cm auf 175cm , hier im Flachland komme ich mit langen Stöcken bestens klar, Berge sind noch nicht im Programm;). Den Waffenschein werde ich mir wohl selbst ausstellen, die Oberkörpermuskulatur kommt langsam auch immer besser, dank Cross-Training mit neuem Kajak:).

      beste Grüße
      Holger


      Skike-Steph schrieb:


      Lange Stöcke bis 1.0 mal Körpergrösse:
      1.0 werde ich demnächst auch mal ausprobieren. Könnte mir die Aussage von Klaus gut vorstellen. Vermutlich brauchts dazu perfekte Stockführung - ein Gelände für Kämpfernatur (Geschwindigkeit zwischen 8-15 km/h) - starke Oberkörpermuskulatur - gutes Differenzierungsvermögen - und sicher auch einen Waffenschein.

      Schlussendlich ist aber in der Verbesserung des Laufstils und Kondition meistens mehr zu holen als in der Materialverbesserung.

      Stimmt, die Art der Schlaufe ist sehr wichtig.

      raindancer schrieb:


      .....Außer der Länge ist aber auch, wie gesagt, die Handschlaufenführung ganz wichtig.


      Hallo Sigrid,

      ich weiß jetzt nicht, ob ich das hier schon mal irgendwann geschrieben habe, für mich sind die Salomon-Lizenz Schlaufen die Besten.

      Exel hat die nicht, aber die Leki-Schlaufe ist nach diesem Prinzip aufgebaut.

      Bei den Skike-Stöcken wäre ich da sehr vorsichtig.
      Das ist auf alle Fälle keine Salomon-Lizenz und gefällt mir nach dem Bild überhaupt nicht.

      Bevor ich mir, egal welchen Stock kaufe, ich teste das vorher und zwar alles, den Stock, die Schlaufe und auch die Spitze.
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      Hallo Klaus,

      danke für Deinen Hinweis bezüglich vernünftigen Schlaufen. Ich werde auf jeden Fall bei den nächsten Stöcken noch genauer aufpassen. Wie gesagt, ausprobiert hatte ich sie ja - aber eben nicht lang genug. Das ist wie bei (Wander-)schuhen, die im Geschäft wunderbar erscheinen, einem aber dann doch Blasen bescheren.
      Im Grunde wäre es optimal, wenn man mit den ausgesuchten Stöcken eine mindestens einstündige Tour machen könnte, bevor man sie definitiv kauft. Aber wer bietet schon solchen Service!
      Zusätzlich habe ich mich vom primitiven Schlaufensystem meiner Alpin-Stöcke irreführen lassen. Der kleine Unterschied ist halt, dass man da überhaupt keine Kraft übertragen muss! Naja, auch eine Form von "learning by doing" (leider auch "trial or error")...

      Gruß, Sigrid
      Hallo Klaus,

      dein Hinweis, dass lange Stöcke auch Skiker mit schwächeren Armen fahren können, ist richtig.
      Wer weniger Kraft hat, kann dann über einen längeren Weg (und längerern Zeitraum) mit den Armen drücken. Das kann sogar kraftsparend sein.
      Ich habe das im Portal
      etwas undeutlich ausgedrückt.
      Sportler mit leistungsfähigeren Armen haben den größten Vorteil von längeren Stocken (Arbeit ist Kraft mal Weg), also auch Ausdauer und Schnellkraft-Fähigkeiten der Arme können damit besser genutzt werden.
      Wer ganz auf Speed aus ist (Straßen-Skiker, Renn-Skiker), wird wahrscheinlich langfristig automatisch zu längeren Stöcken tendieren. Kraft allein ist es also nicht, dein Einwand ist völlig korrekt.
      Man könnte auch sagen, mit längeren Stöcken hat man mehr Möglichkeiten, sowohl beim ökonomischen Fahren aber auch im Hochleistungsbereich, wo man dann seine Reserven noch mehr ausschöpfen kann.

      Franz

      Lange Stöcke

      Gelöschter Benutzer schrieb:


      ....Ich habe das im Portal
      etwas undeutlich ausgedrückt.
      ....Kraft allein ist es also nicht, dein Einwand ist völlig korrekt.
      Man könnte auch sagen, mit längeren Stöcken hat man mehr Möglichkeiten, sowohl beim ökonomischen Fahren aber auch im Hochleistungsbereich, wo man dann seine Reserven noch mehr ausschöpfen kann.


      Hallo Frank,

      ich schlage Dir vor unter Hinweis auf meine Erfahrungen :
      forum.cross-skating.com/skike_…stocklaenge.html#post1462
      und der anderen Skiker ( wenn sie mal vorliegen ), die Aussagen zur Stocklänge im Newsletter Nr. 2 zu überarbeiten.

      Alles was ich bisher zur Stocklängenauswahl gelesen habe, passt absolut nicht zu meinen jetzigen Erfahrungen.
      Ich komme mit den längeren Stöcken immer besser zurecht.
      Kein Vergleich mehr zu den kürzeren, nach der Formel Körpergröße x 0,9 o.ä. berechnet.
      Ich frage mich ernsthaft, warum ist das bis jetzt noch keinem der Schreiber dieser Formeln so richtig aufgefallen ?

      Es skikt sich viel entspannter.
      Bei einem fast 12 er Schnitt auf 90 % Asphalt im Dunklen mit Stirnlampe, lag mein Kalorienverbrauch heute nur noch bei rund 600 kcal/h !
      Max. Steigung 10 %

      Ich warte dann mal auf die Berichte der übrigen Skiker, die das Experiment der längen Stöcke auch wagen.:D
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      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]

      Zusammenspiel Beine - Arme

      Hallo Klaus
      Ich bin immer noch den Stocktest schuldig. Möchte ihn nächste Woche nachholen...

      Habe mittlerweilen schon mit einigen guten Skilangläufer über das Thema gesprochen. Auch Läufer welche schon Stocklängetest gemacht haben. Nicht immer war das gleiche Resultat und Argumente, doch kommt niemand auf übermannshohe Stöcke. Was mir jedoch auffällt um möglichst effektiv zu laufen brauchts ein optimales Zusammenspiel von Arm und Beinarbeit. Ich kann mir vorstellen, dass durch ein längerer Stock eine kleine Verbesserung im Vorschub aus dem Oberkörper erzielen lässt. Doch vermute ich einen noch grösseren Verlust in der Beinarbeit (bei optimaler Technik). Um sich ein gutes Bild machen zu können wäre es von Vorteil dein Stil mit verschiedenen Stöcken auf einem Video zu sehen.
      mit rollenden Grüssen Steph

      Skike-Steph schrieb:


      .... doch kommt niemand auf übermannshohe Stöcke.


      Ich jetzt schon.:D


      ....Doch vermute ich einen noch grösseren Verlust in der Beinarbeit (bei optimaler Technik).



      Hallo Steph,

      ich möchte es für mich eher als " Gewinn " bezeichnen.
      Jedoch hast Du eindeutig recht, ich hole jetzt an steilen Strecken meinen Vorschub mit den langen Stöcken hauptsächlich aus den Armen.

      Was nun für den Einzelnen besser ist, muß jeder für sich entscheiden.

      Und dann ist natürlich auch wichtig zu wissen, was will ich mit dem Skiken überhaupt erreichen.

      Ich möchte hauptsächlich gut und einigermaßen entspannt voran kommen.
      Dazu fahre ich absolut pulsbetont.

      Es ist absolut erstaunlich, was sich damit erzielen läßt.

      Ich kenne meine optimalen Pulsbereiche für fast jedes Streckenprofil und kann das ganz genau einteilen.

      Und nicht zu vergessen, aufgrund meines Oberschenkelhalsbruches vor nunmehr 3 Jahren ( Mountenbikesturz ), habe ich immer noch mit einer Muskelschwäche im geschädigten Bein zu tun.
      Es gibt Tage, da habe ich solche Muskelschmerzen, daß ich nicht normal laufen kann.
      Sobald ich jedoch auf meinen Skikes stehe, lassen die Schmerzen nach und irgendwann sind sie weg.
      Das ist für mich der größte Gewinn und ich habe eigentlich keine richtige Erklärung, warum das so ist.
      Also, ich gehe schlechter spazieren, als ich skike.:cool:

      Durch mein Skiktraining wäre ich aber auch in der Lage, mit mehr Beinkraft zu skiken, sprich auf der Asphaltgeraden schaffe ich auch einen 20er Schnitt.
      Doch, das strengt mich auf Dauer zu sehr an und eine hohe Dauergeschwindigkeit ist absolut nicht mein Ziel.

      Ich fahre einen Schnitt zwischen 11 und 12 km/h und fühle mich dabei absolut wohl.
      Mehr als 30 km am Stück tue ich mir auch nicht mehr an, aber auch selten unter 20 km.:D

      Besonders beeindruckt bin ich jetzt an steilen Streckenabschnitten, die ich mit den langen Stöcken in der 1:1 Technik fahre.
      Das war vorher unmöglich.

      Zusammengefasst gilt für mich, das Zusammenspiel Arme und Beine ist für mich perfekt.
      Ob die Technik unbedingt stimmt, ist mir dabei eigentlich egal.

      Und das Wichtigste, es macht mir Spaß.......:)
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      Hallo Klaus
      Ich möchte auf keinem Fall aussagen, dass deine Feststellungen nicht stimmen. Deine Aussage vom Oberschenkelhalsbruch und dem Schmerz bestätigt meine Theorie, dass du den Antrieb aus den Armen suchst und damit besser skikest. Trotzdem bin ich der Meinung stimmt unter normalen Umständen für die Allgemeinheit die Regel mit 0.9 Körpergrösse.

      Mein persönliches Empfinden werde ich noch diese Woche hier posten...
      mit rollenden Grüssen Steph

      ...richtige Stocklängenformel ?

      Hi, Stocklängendiskutierer !

      Was die Stocklängen betrifft, möchte ich mich Steph anschließen.
      Die besagte Formel stellt lediglich eine Hilfe für Anfänger dar.
      Letztendlich entscheidet der Läufertyp über die passende Länge.
      Je nach dem ob die benötigte Kraft für den Vortrieb durch vermehrte Beinarbeit oder eher aus dem Schulterbereich gewonnen wird.

      IronSkiker

      (!! für Freaks !!) verschiedene Stocklängen getestet

      Also nun endlich hat sich das Wetter wieder verbessert und ich bin während 2 Stunden mit verschiedenen Stocklängen und Lauftechniken gelaufen. Es war super Wetter, der Boden gefroren und der Test unglaublich spannend. Ja, jetzt weiss ich gar nicht so richtig wie ich beginnen soll. Am besten vermutlich wie ich es erlebt habe.

      Damit euch das Ummünzen auf eure Verhältnisse einfacher fällt, werde ich vom Faktor (Stocklänge / Körpergrösse) ausgehen. Ich bin 177 gross.

      1) Faktor 0.99 = 175cm Stocklänge
      Da ich mit dieser Stocklänge noch nicht vertraut war lief ich erst mal eine halbe Stunde mit dieser Stocklänge verschiedenes Terrain. Was mir beim Einlaufen sofort auffiel der Schub kam leichter. Den Stockeinsatz machte ich zu beginn erst ca. 10-20 cm hinter dem Hinterrad. Der Stoss ist so aber relativ kurz und die Stockführung anspruchsvoll, was mir dann bei höherem Tempo (ca 20hKm) nicht mehr passte. Als ich den Stockeinsatz für die Verlängerung der Armarbeit zum Knöchel nach vorne nahm viel mir auf wie ich mit der Hüft zu weit nach oben kam und so die Beinarbeit schlechter wurde. So versuchte ich doch mal etwas tiefer aus der Hüft zu laufen. Nun wurde aber die Stockarbeit schwieriger ich musste unheimlich hoch greifen um noch einen "langen" Armzug machen zu können. Ich konnte einfach keinen schönen Rhythmus finden wo die Bein-Armarbeit zusammenstimmte.

      2) Faktor 0.82 = 145cm Stocklänge
      Diese Stocklänge war ich mit den Inliner schon öfters gelaufen. Aber plötzlich 30cm kürzere Stöcke laufen ist unglaublich und wollt schon bald abbrechen, doch sagte ich mir was ich mal konnte muss auch jetzt wieder gehen. Ich nahm dann die Hüfthöhe eines Speedinliners ein (Hände auf Knie) und skatete so los. Jetzt ging’s schon besser mit Stockeinsatz. Unglaublich was ich aus den Beinen herausholen konnte. Aber nichts für Einsteiger eher für Radfahrer und Speedinliner. Konnte so die Wichtigkeit einer tiefen Abstossposition wieder mal so richtig erkennen. Die Stöcke konnte ich nur in den schnellen Passagen befriedigend einsetzen. Im ruppigen Gelände ist der Abstosswinkel des Stockes schlecht. Schlecht vor allem auch wo die Haftung der Skikes fehlt.

      3) nochmals 0.99 = 175cm Stocklänge mit tiefer Position

      Wollte den langen Stock nochmals mit extrem tiefer Hüftposition laufen. Doch das geht wirklich nicht. Die Hände reichen dann ca. 30cm über Kopfhöhe.

      4) 0.90 = 160cm Stocklänge

      Konnte sofort ein super Rhythmus laufen. Fühlte mich wohl. Dachte mir in ruppigen Abschnitten wäre ein etwas längerer Stock besser. Am besten ging es wenn ich mit der Hüfthöhe tief kam. Fühlte mich so stabiler und der Stosswinkel vom Stock war direkter.

      5) 0.93 = 165cm Stocklänge
      Im ruppigen Gelände und wo die Haftung zum Boden fehlte lief es sich eher besser doch sobald es sich gut rollt konnte ich bereits die Beinarbeit nicht mehr vollkommen ausschöpfen.

      6) 0.88 = 155cm Stocklänge

      Schnelle Abschnitte und Sprints konnte ich so sehr gut laufen. Doch alles andere fühlte ich mich mit dem Faktor 0.9 wohler.

      Fazit
      Optimal für verschiedenes Terrain ist 0.9 x Körpergrösse. Für extrem ruppige Fahrten wäre ich wohl mit 0.93 x Körpergrösse besser bedient. Bei längeren Stöcken verliere ich zuviel Antrieb aus den Beinen. Kürzere Stocklänge als 0.9 x Körpergrösse kommt für mich künftig nicht mehr in Frage, weil dann die Armunterstützung bei diesen Tempi zu schwach ist. So muss ich meine vorige Meinung leicht revidieren. Ich tendierte vor dem Test eher kürzere Stöcke zu laufen.
      mit rollenden Grüssen Steph