Stocklänge

      Super Vergleich!

      Danke Steph, für diesen umfassenden Vergleich!

      Dazu braucht man gar nicht mehr viel zu sagen, denke ich. Tendenziell müsste es bei jedem Skiker so sein, wie du es beschreibst. Kurz für schnellen, präzisen Stockeineinsatz und lang für den längeren Schub aus den Armen. Wie genau die Faktoren für jeden einzelnen sind wird sicher immer individuell bleiben, aber die Zusammehänge zeigst du sehr klar auf.
      Als Richtgröße für den ersten Stockkauf komme ich ebenfalls auf Faktoren von ca. 0,9 bis 0,93. Und so sollte man es auch betrachten, als Orientierung, von der man später nach eigener Erfahrung abweichen kann.
      Das bedeute dann wohl: Öfters mal die Stöcke mit der Trainingskollegen tauschen und einfach austesten.

      Franz

      Toller Bericht

      Hallo Steph,

      bevor ich auf Deinen Bericht antworte, hier noch mal zur Info :

      Meine Stöcke :
      Leki Sport Carbon ( Skistock ) mit Wendespitze
      - Leichter 75% HM Carbonstock mit ausklickbarem Shark Griff- Schlaufensystem
      - Griff : Shark Cork Griff
      - Schlaufe : Leki Power Race Trigger3 Schlaufe PT3
      - Steifigkeit : 64 mm bei 40 kg Belastung
      - Stocklänge = 180 cm
      - Länge gemessen vom Schlaufenaustritt bis zur Spitze = 175 cm ( Körpergröße x 0,99 )
      >>> Stöcke sind jetzt 19 cm länger ! <<<

      Gesamtgewicht : 140 g Stock + 60 g Griff mit Schlaufe + 35 g Wendespitze = 235 g / Stock

      Ganz wichtig :
      Länge gemessen vom Schlaufenaustritt bis zur Spitze !

      Und, ich bin 176 groß.:D

      PS :
      Die Steifigkeit von 64 mm bei 40 kg Belastung ist mir etwas zu gering.
      Es könnte bei einem ungünstigen zu weiten Aufsetzen des Stockes nach hinten zu einer übermäßigen Stockbiegung kommen und ggf. auch zum Stockbruch.
      Also, Vorsicht !

      Skike-Steph schrieb:


      1) Faktor 0.99 = 175cm Stocklänge
      .... Was mir beim Einlaufen sofort auffiel der Schub kam leichter.
      .... viel mir auf wie ich mit der Hüfte zu weit nach oben kam und so die Beinarbeit schlechter wurde.
      .... Wollte den langen Stock nochmals mit extrem tiefer Hüftposition laufen. Doch das geht wirklich nicht. Die Hände reichen dann ca. 30cm über Kopfhöhe.
      ....Bei längeren ( 0.99 = 175cm ) Stöcken verliere ich zuviel Antrieb aus den Beinen.


      Du hast sehr genau erkannt, wie das wohl zusammenhängt.
      Da ich relativ aufrecht skike und vor allem NICHT mehr auf Geschwindigkeit, komme ich mit den langen Stöcken besser zurecht.

      Da das Skiken große Ähnlichkeiten mit dem Ski-Skating hat, scheidet eine tiefe Hüftposition generell aus, was Du ja auch bewiesen hast.

      Dann skike ich oft auf sehr schmalen Wegen bzw. in Fahrspuren von LKW auf Waldwegen, oder auch auf Beton-Plattenwegen.

      Da kann man nur ganz kurz gleiten und das geht mit den langen Stöcken weitaus besser.
      Es kommt dann schon fast dem " Schweben " nahe !:cool:

      Deshalb sieht mein Fazit auch etwas anders aus :
      - ich skike entspannter
      - meistens setze ich die Stöcke genau neben dem Skike auf, aber mehr in Richtung Vorderkante Skike
      Ergänzung am 20.11.2007
      Ich habe das heute mal genau beobachtet.
      Meistens setze ich die Stöcke in Höhe des Vorderrades auf, also so weit vorn, wie möglich.
      Dabei bin ich noch nicht einmal mit dem langen Stock hängen geblieben, bzw. darüber gestolpert oder habe Gegendruck aufgebaut.
      Das ist mir vorher mit den 160 er Stöcken öfters passiert.

      Außerdem habe ich heute auf meiner 26 km Tour den Schnitt geringfügig auf 12,57 km/h erhöht.
      Mein Kalorienverbrauch dabei 687 kcal/h.
      Also, alles noch im grünen Bereich.
      Übrigens die halbe Strecke davon in der Dunkelheit.

      - ich komme mit den langen Stöcke in jedem Gelände zurecht
      - auch die 1:1 Technik geht jetzt leichter
      - mein Kalorienverbrauch pegelt sich bei rund 600 kcal/h ein

      Letzten Endes muß wohl jeder seine " individuelle " Stocklänge finden.
      Das kann u.U. schwierig werden und auch viel Geld kosten.

      Was man jedoch nicht kann, sich auf die allgemein verbreiteten Zahlen zur Stocklänge verlassen.:mad:
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]
      Hallo Klaus,

      bei den Profis sind die Unterschiede in der Stocklänge individuell noch unterschiedlicher als bei uns Hobbyfahrern. Für Skiprofis gibt es keine Skistock-Langen-Formeln, nur eigene Erfahrungen.
      Tenendziell fahren sie aber kürzere Stöcke als wir. Warum?
      Die schnellen Ski-Langlauf Skater sind inzwsichen in einer deutlich geduckten Haltung unterwegs, wordurch ihr Schultergürtel viel "bodennäher" ist als bei uns.
      Mancher Skiprofi müsste in seiner gewohnten "Sitzhaltung" ganz schön nach oben kangem wenn du ihm mal deine Stöcke geben würdest.
      Das "Sitzen" hat verschiedene Gründe...
      - Aerodynamik, da weniger Stirnfläche
      - Längerer Beindruck (=Antriebsphase), da ein stäker gebeugtes Knie länger bis zur Streckung arbeiten kann (kostet aber enorm Kraft und ist kniebelastender)
      - Bessere Fahrstabilität durch niederigeren Schwerpunkt
      - bessere Mobilität z.B. beim Spurwechsel, so eine Art spontane Spritzigkeit oder Antrittsstärke (ich weiß nicht ob es einen Begriff dafür gibt)

      Das klingt zwar alles ganz toll, weil man dadruch schneller fahren kann.
      Ja, WENN man die Kraft in den Beinen für einen tiefen Stil hat.
      Ich beobachte, dass Ex-Einschnelläufer und Speedsakter das recht gut hinbekommen, weil die tiefe Position für sie normal ist. Das sind dann die geeigneten Kanditaten für kürzere Stöcke.
      Aber sogar ambitioniertere Hobby-Skiskater schaffen es oft kaum so weit runter. Dafür haben sie häufig etwas mehr Kraft in den Armen und setzen das mit ihren wiederum längeren Stöcken dann ganz gut um.

      Bleib nur bei deine langen Stöcken, Klaus, Knie und Rücken werden es dir danken.
      Franz
      Hallo Frank,

      ich bleibe garantiert bei meinen langen Stöcken.:cool:

      Trotzdem wäre es schön, wenn auf den Seiten der Sportler solche Daten veröffentlicht würden.
      Pulswerte wären natürlich auch sehr interessant.:D

      Das, was Du noch mal zur Stocklänge geschrieben hast, könnte für viele eine Anregung zum Nachdenken sein, ev. auch mal längere Stöcke zu probieren.
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]
      Hallo Klaus59,
      kannst du mal ein Video posten mich würde interessieren wie das ganze ausschaut mit einer Stocklänge von 180 cm und einer Körpergröße von 175 cm zu skiken:confused:

      Klaus59 schrieb:

      Hallo Steph,

      bevor ich auf Deinen Bericht antworte, hier noch mal zur Info :

      Meine Stöcke :
      Leki Sport Carbon ( Skistock ) mit Wendespitze
      - Leichter 75% HM Carbonstock mit ausklickbarem Shark Griff- Schlaufensystem
      - Griff : Shark Cork Griff
      - Schlaufe : Leki Power Race Trigger3 Schlaufe PT3
      - Steifigkeit : 64 mm bei 40 kg Belastung
      - Stocklänge = 180 cm
      - Länge gemessen vom Schlaufenaustritt bis zur Spitze = 175 cm ( Körpergröße x 0,99 )
      >>> Stöcke sind jetzt 19 cm länger ! <<<

      Gesamtgewicht : 140 g Stock + 60 g Griff mit Schlaufe + 35 g Wendespitze = 235 g / Stock

      Ganz wichtig :
      Länge gemessen vom Schlaufenaustritt bis zur Spitze !

      Und, ich bin 176 groß.:D

      PS :
      Die Steifigkeit von 64 mm bei 40 kg Belastung ist mir etwas zu gering.
      Es könnte bei einem ungünstigen zu weiten Aufsetzen des Stockes nach hinten zu einer übermäßigen Stockbiegung kommen und ggf. auch zum Stockbruch.
      Also, Vorsicht !



      Du hast sehr genau erkannt, wie das wohl zusammenhängt.
      Da ich relativ aufrecht skike und vor allem NICHT mehr auf Geschwindigkeit, komme ich mit den langen Stöcken besser zurecht.

      Da das Skiken große Ähnlichkeiten mit dem Ski-Skating hat, scheidet eine tiefe Hüftposition generell aus, was Du ja auch bewiesen hast.

      Dann skike ich oft auf sehr schmalen Wegen bzw. in Fahrspuren von LKW auf Waldwegen, oder auch auf Beton-Plattenwegen.

      Da kann man nur ganz kurz gleiten und das geht mit den langen Stöcken weitaus besser.
      Es kommt dann schon fast dem " Schweben " nahe !:cool:

      Deshalb sieht mein Fazit auch etwas anders aus :
      - ich skike entspannter
      - meistens setze ich die Stöcke genau neben dem Skike auf, aber mehr in Richtung Vorderkante Skike
      Ergänzung am 20.11.2007
      Ich habe das heute mal genau beobachtet.
      Meistens setze ich die Stöcke in Höhe des Vorderrades auf, also so weit vorn, wie möglich.
      Dabei bin ich noch nicht einmal mit dem langen Stock hängen geblieben, bzw. darüber gestolpert oder habe Gegendruck aufgebaut.
      Das ist mir vorher mit den 160 er Stöcken öfters passiert.

      Außerdem habe ich heute auf meiner 26 km Tour den Schnitt geringfügig auf 12,57 km/h erhöht.
      Mein Kalorienverbrauch dabei 687 kcal/h.
      Also, alles noch im grünen Bereich.
      Übrigens die halbe Strecke davon in der Dunkelheit.

      - ich komme mit den langen Stöcke in jedem Gelände zurecht
      - auch die 1:1 Technik geht jetzt leichter
      - mein Kalorienverbrauch pegelt sich bei rund 600 kcal/h ein

      Letzten Endes muß wohl jeder seine " individuelle " Stocklänge finden.
      Das kann u.U. schwierig werden und auch viel Geld kosten.

      Was man jedoch nicht kann, sich auf die allgemein verbreiteten Zahlen zur Stocklänge verlassen.:mad:
      Freiheit heißt nur, das man gehen (skiken) kann wann man will.

      Locker und leicht geht das ab .....

      Chokermeister schrieb:


      ... mich würde interessieren wie das ganze ausschaut mit einer Stocklänge von 180 cm und einer Körpergröße von 175 cm zu skiken


      mit dieser Stocklänge :

      gpsies.de/map.do?fileId=tvhzhjwnsxgnwomk

      Da ist ein Bild dabei.
      [size='1']Meine Skikes : Einstellungen / Änderungen / Ausrüstung[/size]
      [size='1']forum.cross-skating.com/276-post1.html[/size]
      So,

      jetzt muss ich auch noch mal meinen Senf dazugeben: Habe mir gleich zu Beginn meiner Skikekarriere einen Carbon-Vario-Stock zugelegt, weil ich mir unschlüssig trotz Formel war. Anfangs ging es los bei 146 cm (ca. 3 Monate), dann 148 cm (ca. 7 Monate lang), dann 150 cm (ca. 2 Monate) und jetzt werde ich mal 152/153 cm für längere Zeit ausprobieren. Aber da denke ich, ist bei mir das Ende erreicht. Geht über Schultern und bis zur Nasenspitze. Muss und wird reichen und kann trotzdem noch gut aus den Beinen heraus skiken und mich die Hügel "hochstemmen".

      Gruß vom kleinen, schnellen Muck ;)

      Dioscorea schrieb:

      Aus welchem Grund wird für die Ermittlung der optimalen Stocklänge nur die Körpergröße herangezogen?Mein Mann ist 3cm größer als ich, hat aber um 20cm mehr Flügelspannweite. Die Armlänge kann doch nicht unwichtig sein?


      Hallo Dio

      Das ist genau das, was ich mit den „Variablen“ ausdrücken wollte: die (eh nicht ganz einstimmigen) starren Formeln sind m.E. Entscheidungshilfen für den Einstieg. Nach den ersten Erfahrungen wähle man seine „Wohlfühl“-Länge – und die hängt auch nicht kommagenau von Anatomie, Standhöhe, Untergrund, Laufstil, Intensität und weiteren etceteras ab!

      Servus
      Hubert
      KnightSkater

      Klaus59 schrieb:

      Bei den Skike-Stöcken wäre ich da sehr vorsichtig.
      Das ist auf alle Fälle keine Salomon-Lizenz und gefällt mir nach dem Bild überhaupt nicht.

      Schlaufeninfo

      Klaus59 schrieb:

      Alles was ich bisher zur Stocklängenauswahl gelesen habe, passt absolut nicht zu meinen jetzigen Erfahrungen.
      Ich komme mit den längeren Stöcken immer besser zurecht.
      Kein Vergleich mehr zu den kürzeren, nach der Formel Körpergröße x 0,9 o.ä. berechnet.
      Ich frage mich ernsthaft, warum ist das bis jetzt noch keinem der Schreiber dieser Formeln so richtig aufgefallen ?


      Das mit den Stocklängen hier ist ja tatsächlich schon ein richtig "altes" Thema :S , aber hochinteressant!

      Vorschlag: Besonders die Leute, die längere Stöcke als Körpergröße x 0,89 laufen, sollten sich mal in einem Video betrachten und prüfen, ob im Rumpfbereich auch noch eine Bewegung stattfindet. An einer Stelle wird sogar behauptet, dass die Technik nicht so wichtig sei, aber man darf nicht unterschätzen, was eine Bewegung im Rumpfbereich ermöglicht - geht aber nur, wenn der Stock nicht zu lange ist :thumbup:
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Da schau her… den uralten Thread hab ich spontan nur wegen der passenden, neutralen Überschrift für die Themen-Abweichung meines Beitrags gewählt, aber – hab ihn erst jetzt ganz durchgelesen - er ist tatsächlich hochinteressant. Und das nicht nur, weil der Tenor genau meine Aussage stützt: Wohlfühl-Länge, zumindest im Hobby- und Freizeitsportbereich - auch auf abmitioniertem level!

      Da ich keinerlei Werteerfassung bei dieser Sportart anstelle, kann ich nicht sagen, ob ich schneller oder langsamer mit anderen Längen wäre. Aber ergonomisch betrachtet behaupte ich, daß die wechselnde Beanspruchung der vorderen und hinteren Rumpfmuskulatur nicht unter längeren Stöcken leidet – wer im widrigen Gelände daran arbeitet, permanent am Rollen zu bleiben, der weiß, wovon ich rede: das ist Rücken- und sixpack-Training pur!

      Servus
      Hubert
      KnightSkater