Aller (Neu-)Anfang ist schwer...

      Aller (Neu-)Anfang ist schwer...

      Hallo,

      vor gut sieben Jahren habe ich mit dem NCS begonnen, in sehr kleinen Einheiten, mehr gaben meine Technik und meine Kondition anfangs nicht her. Es dauerte nur ein paar Monate, bis einstündige Ausfahrten kein Problem mehr waren, und ich bin mit viel Freude in verschiedenen Gruppen mitgefahren und habe mit Begeisterung an diversen MoBis teilgenommen. So war ich in den Jahren 2007 bis 2010 sehr aktiv, bevor mich familiäre und gesundheitliche Gründe zum Kürzertreten zwangen. Eine Verletzung reihte sich an die andere, und letztlich bin ich praktisch nicht mehr zum Cross-Skaten gekommen.
      Vor knapp zwei Wochen beschloss ich nun den Wiedereinstieg. Skikes aufgepumpt, und los geht's. Denkste! Fußschmerzen zwangen mich nach weniger als zwei Kilometern zum Aufgeben. Es gelang mir auch nicht, irgendeine Einstellung zu finden, in der ich schmerzfrei fahren konnte. Kernpunkt war die Kollision meines Sprunggelenkes mit dem Sprunggelenklager der Skikes (V07-120).
      Nun komme mir keiner mit der Empfehlung, solche orthopädischen Besonderheiten wie die meiner Füße könnte man doch chirurgisch in den Griff bekommen. Vielleicht ist dem so. Jedoch: Wenn ich alles, was bei mir nicht in Ordnung ist, lehrbuchmäßig perfekt haben wollte, bräuchte ich einen neuen Satz Extremitäten samt Anschlussstellen, sprich Hüftgelenken und Schultern, außerdem einen neuen Rücken. :( Das will ich nicht, und ich habe auch nicht das Vertrauen, dass es mir nach einer OP besser ginge. Lieber möchte ich das, was ich in den letzten beiden Jahren mit den Mitteln der Physiotherapie erreicht habe, stabilisieren und ausbauen - und zwar mit so viel Freude wie möglich, also NCS :) .

      Der erste Schritt: Die Fahrt zum Trainingslager in Bad Wildungen, denn dort würde ja ein ganzer Fuhrpark an Skates zum Ausprobieren verfügbar sein. Und tatsächlich - im dritten Versuch wurde ich fündig, in Heikes Fleet Skates passen sogar meine krummen Füße. O Wunder, sogar rollen konnte ich damit, wenngleich zunächst noch recht wacklig. Als hätten sie nur auf mich gewartet, hatte Conni ein paar Fleet Skates "übrig", die er mir auch am Montag gleich zuschickte - DANKE!!! :)
      Gestern kamen sie nun an. Es fiel mir schon schwer, erst noch meine Gartenarbeit zu Ende zu bringen - aber danach mussten die ersten Rollversuche kommen. Wunderbar, es klappt! Ich fühle mich noch längst nicht so sicher wie "früher", aber grundsätzlich sitzt der Bewegungsablauf noch. Glücklicherweise konnte ich gestern nicht so genau sagen, ob meine Knieschmerzen danach von der Gartenarbeit oder vom NCS kamen...
      Heute folgte gleich die zweite 20-minütige Einheit, denn mein Plan ist es, an so vielen Tagen wie möglich für kurze Zeit zu rollen, um allmählich wieder meine Muskulatur aufzubauen. Auch heute ging es wunderbar, danach allerdings hatte ich wieder leichte Knieschmerzen, die vorher nicht da waren.
      Konsequenz: Morgen wird da Pensum auf 15 Minuten gekürzt. Und erst nach einer Woche auf 20 Minuten erhöht, nach einer weiteren auf 25 und so weiter.

      Ich habe lang gebraucht, um geduldig und vernünftig genug zu werden, dass ich mich mit einem solchen Vorgehen arrangieren kann. Natürlich ist es nervig, wenn man deutlich mehr Zeit zum Umziehen, Anlegen der Schutzausrüstung und Anschnallen der Skates und umgekehrt braucht als zum eigentlichen Rollen. Aber ich sehe in einem langsamen Beginn meine einzige Chance auf eine dauerhafte Ausübung des Sportes. Immerhin habe ich perfekte Übungsstrecken direkt vor der Haustür. Und dass es nicht im Hau-Ruck-Verfahren geht, habe ich schon deutlich genug zu spüren bekommen, als ich 2012 praktisch ohne Vorbereitung an der Aktion "Der Kreis rollt" teilgenommen und mir damit monatelange Kniebeschwerden eingehandelt habe. Aus Schaden wird man (manchmal) klug...

      Ich werde euch hier hin und wieder über meine (hoffentlichen) Fortschritte berichten und hoffe, dass ich in ein paar Monaten auch wieder "gesellschaftsfähig" bin. Denn Touren mit anderen haben mir immer besonders viel Freude gemacht. :D

      Also dann, bis demnächst!
      Sigrid
      Schön, dass Du wieder da bist ;)!

      raindancer wrote:

      Glücklicherweise konnte ich gestern nicht so genau sagen, ob meine Knieschmerzen danach von der Gartenarbeit oder vom NCS kamen...
      Heute folgte gleich die zweite 20-minütige Einheit, denn mein Plan ist es, an so vielen Tagen wie möglich für kurze Zeit zu rollen, um allmählich wieder meine Muskulatur aufzubauen. Auch heute ging es wunderbar, danach allerdings hatte ich wieder leichte Knieschmerzen, die vorher nicht da waren.
      Konsequenz: Morgen wird da Pensum auf 15 Minuten gekürzt. Und erst nach einer Woche auf 20 Minuten erhöht, nach einer weiteren auf 25 und so weiter.


      Ich bin zwar kein Physio, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass man sich unbedingt Pausen gönnen muss, wenn irgendwo Schmerzen auftreten. Setz' den einen oder anderen Tag aus, am besten rollst Du erst einmal jeden 2. oder 3. Tag für kurze Zeit, denn der Körper muss sich erst einmal daran gewöhnen. Ich weiß wie es ist, sich im Zaum halten zu müssen und ich weiß auch, wie es ist wegen Ungeduld zu scheitern. Gib Dir also Zeit, sonst frustriert es Dich womöglich... pass bitte auf Dich auf!

      Liebe Grüße und alles Gute,
      Suzy

      Muck wrote:

      Schön, dass Du wieder da bist ;)!



      Ich bin zwar kein Physio, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass man sich unbedingt Pausen gönnen muss, wenn irgendwo Schmerzen auftreten. Setz' den einen oder anderen Tag aus, am besten rollst Du erst einmal jeden 2. oder 3. Tag für kurze Zeit, denn der Körper muss sich erst einmal daran gewöhnen. Ich weiß wie es ist, sich im Zaum halten zu müssen und ich weiß auch, wie es ist wegen Ungeduld zu scheitern. Gib Dir also Zeit, sonst frustriert es Dich womöglich... pass bitte auf Dich auf!

      Liebe Grüße und alles Gute,
      Suzy


      Hallo Sigrid,

      bitte nur wie von Muck beschrieben!!!

      Du kennst doch mein Motto "Gut Ding brauch Weile"

      Lieben Gruß

      Conni
      Danke für euren Rat, Suzy und Conni - auch wenn es mir noch schwer fällt, mir vorzustellen, dass ich mit NOCH weniger als einer Viertelstunde TÄGLICH anfangen muss. Ich sehe schon, ich bin noch nicht am Ende meiner Geduldsbildungsphase. Einziger Trost: Die beste Therapie für meine Knie, wenn sie schon schmerzen, ist Radfahren. So kann ich mich wenigstens bewegen, wenngleich nicht in der Form, die mir am liebsten ist.

      Liebe Grüße
      Sigrid
      Hallo Sigrid

      ich gebe meinen Senf auch mal dazu. Geduld ist hier aus meiner Sicht in der Tat wohl der Schlüssel zum Erfolg.
      Radfahren zum Aufbau der Muskulatur ist keine schlechte Wahl wenn du das ohne Schmerzen der Knie
      hinbekommst. Das würde ich im Wechsel mit kurzen Cross-skating- Einheiten machen die langsam die kleinen Muskeln trainieren die für CS nötig sind.
      Anfangs aber nur Zeiteinheiten solange die Knie noch nicht schmerzen. Asphalt und leichte Crossstrecken bevorzugen, auch mal nur Doppelstockschub der den Oberkörper kräftigt und die Knie entlastet durch den fehlenden Skatingschritt.

      Mit der Zeit sollten sich Fortschritte bemerkbar machen wenn du dir nicht zu viel zumutest.

      Gruß
      Bernd
      Hallo Bernd,

      mit Radfahren nutze ich meinen Knien tatsächlich. Schon kurze Zeit nach einem Innenmeniskusanriss Mitte 2012 habe ich das betroffene Bein passiv auf's Pedal gestellt, wenig später konnte ich schon treten. So bin ich zum Badesee gelangt, wo ich anfangs das verletzte Bein nur nachgezogen habe, dann aber bald auch (vorsichtig) einsetzen konnte. Im letzten Jahr bin ich gut 4000 km geradelt - für sportliche Radfahrer sicherlich wenig, für meine Knie bestimmt nicht. Inzwischen ist es so, dass ich, wenn mir ein Knie von irgendwelchen Belastungen schmerzt, nur 10 km Rad fahren muss, und es geht wieder erheblich besser. "Mein Physio" versteht das nicht so richtig - muss er auch nicht, Hauptsache, ich habe eine praktikable Maßnahme gegen Schmerzen. Noch besser ist es natürlich im Sommer, 10 km zum See radeln, dann eine Stunde im kühlen Wasser schwimmen und wieder zurückradeln - perfekt! Aber die derzeitigen 13° Wassertemperatur sind mir doch noch etwas zu wenig für ausgedehnte Schwimmeinheiten.

      Für's Cross-Skaten habe ich hier schöne Feinschotterwege direkt ab Haus. Die mag ich, weil der Stockeinsatz dann weniger belastend für Ellenbogen und Schultern ist. Keine Autos und viel Grün drumherum runden das Ganze ab. Doppelstockschub habe ich gestern und heute auch schon wieder eingebaut. Jetzt muss ich nur ein bisschen mehr meine Geduld schulen. Warum seid ihr euch nur alle so einig in diesem Punkt? :confused: Aber - es stimmt zweifellos.

      Danke und viele Grüße
      Sigrid
      Hallo Sigrid

      Auch von mir ein herzliches “das wird wieder!”. Sicher hilft Dir zu dieser Überzeugung ein bißchen auch meine Erfahrung mit Knie-Geschichten aus 2006, die mich überhaupt erst zum Nordic Skating brachten… eben weil man das Vorschubverhältnis Stock/Schritt beliebig variieren kann:
      forum.cross-skating.com/gesund…nkschonend.html#post32372

      Gemessen an meinem damals zu (sportlichem Nah-) Tode betrübten Gemütszustand bin ich heute himmelhoch jauchzend! So wünsche ich es Dir auch - und die Geduld dazu!:o

      Hubert
      glücklich allein ist, …wer sich bewegt! (frei nach Goethe)
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo Hubert,

      danke auch Dir für Deinen ermutigenden Beitrag! Deinen "zu (sportlichem Nah-) Tode betrübten Gemütszustand" kann ich gut nachvollziehen. Danke auch nochmal für den Link zu Deinem früheren Bericht. Den Vorschlag, erstmal keinen oder kaum Einsatz mit den Beinen zu bringen, hatte ich schon vergessen, das ist aber eine gute Idee. Zur Entlastung meiner Knie hatte ich ja auch schon Doppelstockschub-Passagen eingeschoben, die könnte ich tatsächlich noch verlängern.

      Schon seit Bad Wildungen und verstärkt nach den ersten beiden kurzen Einheiten hat mich das NCS-Virus wieder gepackt, ich kann es kaum erwarten, wieder auf die Rollen zu kommen. Immerhin melden sich heute meine Knie nicht, nur irgendwelche kleinen Muskeln in den Füßen sowie die Schultermuskulatur. Ein gutes Zeichen!

      Euch allen, die Ihr mich hier ermutigt habt, ein ganz herzliches Dankeschön - für die ermutigenden wie für die mahnenden Worte. Ich kann beides gut gebrauchen, und am allermeisten Geduld.

      Liebe Grüße
      Sigrid

      Post was edited 2 times, last by “raindancer” ().

      Servus Sigrid

      Schön, wenn ich zur Hebung Deines Gemüts was beitragen konnte…

      Um nun noch eins draufzusetzen: hier meine Gelenk-Performance 8 Wochen nach der Knie-OP links (und 3 Wochen vor meinen ersten Skikes). Man beachte die letzte Sequenz, in der ich freudig mein wiederhergestelltes Knie in einer Solo-Darbietung präsentiere. Eine so schnelle und erfolgreiche Reha geht nicht allein mit Physio-Therapie – da ist viel Bewegung in Eigenregie dabei gewesen!

      Insbesondere bei Arthrose gilt: kein Zusatzmittelchen bewirkt so viel Knorpelaufbau wie die hormonelle Unterstützung durch den eigenen Organismus, wenn er Belastungsschwerpunkte mal ausgemacht hat! Also: behutsam, aber bald, loslegen – und dann stetig steigern!

      Hubert
      KnieOPtimierter
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo Hubert,

      wenn ich mir das so anschaue, kommen mir zwei Gedanken: Erstens - das ist absolut unmöglich. Zweitens - wenn das wirklich so kurz nach der OP aufgenommen wurde, dann war die OP eine Mogelpackung und die haben dir ein Gummi-Knie eingebaut :p .
      Kurzum - Respekt!
      So beweglich war ich allenfalls als Kind und werde ich wohl kaum nochmal werden, das muss aber auch nicht sein. Ich bin schon sehr zufrieden, wenn ich nach einiger Trainingszeit wieder ein- bis zweistündige Touren genießen kann. Und bei meinen vielen "Baustellen" komme ich mit der Physiotherapie auch nicht mehr weiter, denn während die eine Ecke behandelt wird, wird die nächste wieder schlechter. Dann doch lieber mit dem NCS-Rundum-Sorglos-Paket alles auf einmal trainieren!
      Gruß
      Sigrid
      Danke für die Blumen, Sigrid!

      Ich hatte den Clip gar nicht mehr „auf dem Monitor“ und hab erst hierbei wieder dran gedacht. Reingestellt hatte ich ihn letzten Herbst für jemanden, die dann meinte, es wäre evtl. ein brauchbares Beispiel für Balanceübungen zur 1:1 Technik, zwecks Verlinkung und so. Aber es wäre dafür wohl leicht überzogen gewesen :p – da gibt’s praktikablere Lektionen.

      Mir geht sowas auch nur deshalb so locker „vom Fuß“, weil ich mich seit meiner Jugend im Winter wie im Sommer auf Skiern meist einspurig bewege – da isses halt einfach im Blut.

      Hubert
      …hat noch Altlasten aus der Jungzeit :o
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'

      KnightSkater wrote:

      Reingestellt hatte ich ihn letzten Herbst für jemanden, die dann meinte, es wäre evtl. ein brauchbares Beispiel für Balanceübungen zur 1:1 Technik, zwecks Verlinkung und so. Aber es wäre dafür wohl leicht überzogen gewesen :p – da gibt’s praktikablere Lektionen.


      Hatte ich gemacht, klar ;)
      forum.cross-skating.com/smallt…c/3439-frage_antwort.html
      Man muss sich Ziele setzen. Dafür wars gedacht. Das Ziel, so auf einem Bein zu fahren wie du, ist weit genug weg, um Übungsanreize für ein ganzes Leben zu gewährleisten! Und es sieht einfach absolut stark aus!!!

      LG Andrea
      Uiiii, tatsächlich, Andrea... scusi! Stimmt, ich hab’s damals auch gesehen, aber wohl nicht so richtig registriert - und unter OT hätt ich’s jetzt auch gar nimmer gesucht ;) … und Danke… , auch für die nettliche Umschreibung (…weit genug weg…) für die fragliche Verwendbarkeit in einer nahzielorientierten step-by-step-Übungseinheit! :rolleyes:

      Freilich, Sigrid – die Zeitangaben stimmen schon: Mai 06 war OP links, Video ist vom Juli, denn ab Mitte August 06 lösten die Skikes die Inliner ab. Hätte mir unmittelbar nach der OP jemand das da prophezeit, hätt ich’s ihm auch nicht geglaubt!
      Und nein… die haben mir kein neues Gummiknie eingesetzt – die haben das alte Gummiknie nachjustiert und a bißerl re-hydriert! ;)

      Aber zurück zum Thema: wichtig ist, daß Du nicht aus Frust nix tust, sondern schnellstmöglich die Motivation findest, es wieder anzugehen und es dann auch Deinem Fortschritt angemessen zu steigern – schließlich sprechen wir hier über die Sportart, die ein extrem breites Ausübungsspektrum erlaubt: vom absolut gelenkschonenden Dahinschieben bis hin zum g’spinnerten Cross-Alpin-downhill.

      Hubert
      …irgendwo dazwischen :cool:
      kNightSkater
      nix muaß - ois ko'
      Hallo Hubert,

      dachte ich mir's doch, dass das was mit Gummiknie zu tun haben musste! "irgendwo dazwischen" - das ist dann wohl gelenkschonendes Cross-Alpin-Downhill :confused: - mit Gummiknie natürlich gar kein Problem...

      Bei mir war nicht der Frust der bremsende Faktor, eher waren es Schmerzen und mangelndes Selbstvertrauen nach Handbruch, Knieproblemen und einer Schulterverletzung durch einen Fahrradsturz bei Glatteis - und liebe Mitmenschen, die es vorziehen, wenn ich heil bin.
      Aber ich scheine jetzt alle Anfangs-Hindernisse aus dem Weg geräumt zu haben. Zumindest lasse ich mich von meinen eigenen Bedenken und denen anderer nicht mehr aufhalten, mit den Fleet komme ich prima und ohne Fußschmerzen klar und die ersten Rollversuche sind wirklich vielversprechend. Heute waren es schon 25 Minuten ohne Schmerzen - und das in einem für mich relativ flotten Tempo. Meine Zuversicht wächst von Mal zu Mal! :)

      Sigrid
      Hallo,

      der Sommer ist vorbei und manche haben mich gefragt, warum nach meiner anfänglichen Euphorie nichts mehr von mir zu hören und sehen war.
      Gründonnerstag 2014. Ich bin auf einem Wiesenweg (zu Fuß!) unterwegs, als ich einen falschen Schritt mache - und mich ein jäher Schmerz im Knie beinahe in selbige zwingt. Bis nach Hause schaffe ich es noch, danach sind vor allem Treppen eine echte Geduldsprobe, und das für Wochen.
      11. Oktober 2014. Mein Knie ist immer noch nicht wieder ganz von der Gründonnerstagsaktion kuriert, aber es erscheint mir stabil genug, um wieder einmal einen NCS-Neuanfang zu wagen, obwohl inzwischen auch Ellenbogen-Probleme dazugekommen sind. Wieder fühle ich mich anfangs sehr wacklig auf den Rollen, aber das legt sich bald. Die Sonne scheint, ich kann einfach nicht aufhören... Schließlich kommen fast 40 Minuten reine Rollzeit zusammen.
      Am nächsten Tag - prima, das Knie und der Ellenbogen tun nicht weh! Aber - und zwar komischerweise erst im Lauf des Tages - ein Fuß. Normales Abrollen ist unmöglich, die gesamte Fußmuskulatur fühlt sich an wie im Dauerkrampf. Mist, eigentlich wollte ich doch ....... :(
      Eine Woche später, also gestern. Endlich sind die Schmerzen wieder weg :). Klare Sache, jetzt geht's wieder los. Aber diesmal beschränke ich mich eisern auf 20 Minuten Rollzeit, so schwer das auch fällt.
      Heute. Der Fuß schmerzt, aber nicht so schlimm wie letztes Mal. Bei mehr als 20° radele ich zum See und schwimme noch einmal eine große Runde. Coole Sache, bei gut 17° Wassertemperatur. Meine Zehen sind nach einer knappen Stunde fast taub, aber: Die Fußschmerzen sind weg! Aha, ist das die Therapie? Schöne Aussichten in der gegenwärtigen Jahreszeit... Naja, am Abend, als alles durch und durch aufgetaut ist, tut auch der Fuß wieder weh.
      Fazit: Es geht wieder los, aber es wird lang dauern, bis ich wieder eine annähernd erträglich große Runde fahren kann. Ich übe mich in Geduld.

      Liebe Grüße
      Sigrid
      Hallo Sigrid,
      auch von mir alles Gute.
      Wäre schön, wenn wir uns 2015 in Bad Wildungen auf Cross Skates rollend wiedersehen würden.
      Das von dir Geschilderte klingt zuversichtlich - ich drücke Dir alle Daumen:-).
      Herzliche Grüße aus Sachsen - Jörg
      Hallo SIgrid,


      .....die Kunst ist immer wieder aufzustehen!
      Da mache ich mir ehrlich bei dir keine Gedanken, da du das aus dem Herzen willst. Nur zu gut habe ich manchen wehleidigen Blick von dir in BW gesehen und doch sagte der, "ich komme wieder".
      So wird es sein!
      Geduld und Spucke.

      Glück Auf

      Conni
      Danke für eure moralische Unterstützung. Das wird wieder, da bin ich auch sehr zuversichtlich. Ich wollte ja auch nur erklären, warum ich immer noch nicht wieder "dabei" war im letzten Sommer. Bis hoffentlich bald!

      Sigrid
      Hallo Sigrid,
      auch ich möchte Dir weiter viel Durchhaltevermögen wünschen.
      Ich finde es sehr bewundernswert wie Du es immer wieder auf's neue versuchst. Mit so einer positiven Einstellung wirst Du mit Sicherheit in Bad Wildungen wieder auf den Rollen stehen. Da bin ich mir sicher

      Viel Gesundheit und bis bald in Bad Wildungen

      Olli
      So, ihr lieben Motivierer und Mut-Macher,

      nachdem ich nun in zehn Tagen fünfmal auf Rollen unterwegs war, kann ich mit Fug' und Recht behaupten: Es geht wieder!!! :)
      Ich hätte selbst nicht geglaubt, dass es nach dem etwas holprigen Start so rasant aufwärts gehen könnte. Jedes Mal habe ich meine Rollzeit um 5 Minuten gesteigert. Inzwischen bin ich bei 40 Minuten angelangt, und das Beste ist: Meine Füße protestieren hinterher nicht mehr, jedenfalls nicht mehr ernsthaft. Auch ansonsten bin ich schmerzfrei!!! :)
      Ausschlaggebend ist nach meinem Eindruck hauptsächlich, dass ich wieder sicherer und damit weniger verkrampft auf den Dingern stehe. Ich kann wieder locker rollen, wieder ohne Angst, und es macht einfach nur einen Riesenspaß.
      Ich habe aber auch noch an anderen Hebeln gewerkelt, trage festere Einlagen, die mir mehr Halt geben, habe meinen Physio um Unterstützung gebeten und auch noch meinen Stoffwechsel unterstützt. So kann ich nicht wirklich sagen, was letztlich die Besserung bewirkt hat, aber eigentlich ist es mir auch egal - Hauptsache, es rollt!
      Mein Tempo/Pulsverhältnis darf noch zunehmen, vorgestern hatte ich bei einem 11,5 er Temposchnitt einen Durchschnittspuls von 160. So bin ich heute bewusst gemächlicher gefahren und habe für die gleiche Runde wie vor zwei Tagen dann eben 40 statt 35 Minuten gebraucht, dafür habe ich mich aber auch pulsmäßig nicht übernommen. Aber ich weiß natürlich aus meinem früheren NCS-Leben, dass es einfach viele Trainingsstunden braucht, bis mein Herz sich wieder an diese Belastung gewöhnt hat; und mein Puls war schon immer bei Belastung relativ hoch.
      Bislang habe ich mich noch nicht auf einen anderen Untergrund als Asphalt getraut, das wird dann bald der nächste Schritt werden. Interessant war für mich zu sehen, wie schnell meine Rollphasen wieder länger wurden. Gegenüber der heutigen Runde war die von vor drei Wochen ein reines Gestolpere... Leider hat auch die lange Pause nichts daran geändert, dass ich auf dem rechten Fuß nicht so gut und sicher rolle wie auf dem linken, aber das hängt natürlich auch mit den orthopädischen Problemen zusammen, die rechts ausgeprägter sind als links. Und überhaupt ist die Technik natürlich noch verbesserungwürdig.
      Aber alle diese Punkte sind wirklich eine Kleinigkeit, was zählt, ist allein dies: Ich kann wieder rollen, und es macht mir viel, viel Spaß.
      So, und nun hoffe ich, dass es in diesem Winter ebenso wenig Schnee gibt wie im letzten, dann kann ich nämlich eifrig weiter üben.

      Liebe Grüße und ein herzliches Dankeschön an alle, die meinen Neustart mit Tipps und guten Wünschen begleitet haben!
      Sigrid
      Hallo Sigrid,

      das hört sich vielversprechend und sehr optimistisch an.
      Darüber freuen sich bestimmt ganz viele aus der NCS Familie.
      Mache aber bitte so langsam wieder los, dass dein gutes Gefühl recht lange Bestand hat (klugscheißzwischendurch :)).
      Also dann toi, toi,toi und immer mind. 1mm Bodenabstand unter dem Skate.

      Herzliche Grüße aus Sachsen - Romy & Jörg

      PS: Dann sehen wir und bestimmt in BW :).