Robuste Stockspitze gesucht

      Robuste Stockspitze gesucht

      Hallo,

      ich bin ein echter Frischling unter den Cross-Skatern, durch Laaaanglauf ("50 km ist Sprintdistanz") allerdings mit gewisser "Vorbildung".

      Die Intension hinter der Anschaffung von Skikes VX Twin ist es, zum Start in die Langlaufsaison nicht allein mit geschulten Beinen (Laufen) sondern auch mit gestählter Schulter anzutreten, denn die Erfahrung der letzten Jahre zeigte stets, dass zum Winterausklang hin der Vortrieb durch die Arme deutlich verbessert war.

      Die ersten Kilometer auf dem VX Twin liegen nun hinter mir und - abgesehen von einer gebrochenen Rückholfeder (nach 75km) - hat das Gerät von den viel diskutierten Krankheiten noch keine weitere offenbart. Bis der Ersatz (Reklamation) von Skike eintrifft, fahre ich ohne diese Feder. Der Fuß will etwas weiter gehoben sein, damit das hintere Rad nicht über den Boden schleift, aber das ist nach meinem Empfinden kein wesentlicher Unterschied. Als pure Quälerei hingegen empfand ich den Versuch des Fahrens mit fixierter Ferse - jetzt konnte ich die Kritik am Wadenpolster im Selbstversuch erfahren (mit freier Ferse reibt nichts).

      Damit der Beitrag in diesem Forum zurecht platziert ist, nun zu meinem eigentlichen Problem: Meine Skistöcke (Leki Vario Skate Carbon) habe ich mit Swenor-Rollerspitzen ausgestattet. Ich fahre auf meiner typischen Strecke (Arbeitsweg) ca. 20% auf Asphalt, 3% auf Pflaster, auf welchem ich den Stockeinsatz weitestgehend vermeide, und den "Rest" auf Parkwegen (Schlemmdecke mit wenigen schottrigen Passagen).

      Nach gut 100 km Laufleistung verschwand die Metallspitze des einen Stocks! Die exakte Ursache konnte ich nicht ermitteln, eventuell blieb sie im aufgeweichten Asphalt stecken. Als ich die Spitze ersetzte und den anderen Stock prüfte, konnte ich dessen Metallspitze mit den Fingern aus der Fassung ziehen! Der Kunststoff war zwar etwas aufgeraut, aber ohne Risse. Nach Einkleben selbiger (2-Komponenten-Kleber) hat sie immerhin 40km gehalten - jetzt liegt auch sie irgendwo auf der Strecke:mad:

      Hat jemand ebenso (schlechten) Erfahrungen mit Swenor-Spitzen? Oder sind Rollenspitzen nicht wirklich für den kraftvollen Einsatz gemacht?

      Da die Spitzen nicht gebrochen sind, gehe ich davon aus, dass meine Technik nicht das Problem ist. Könnt ihr Spitzen empfehlen, die eine längere Zeit überstehen?

      Danke & Grüße
      Thomas

      bin wieder hier schrieb:

      Beste Erfahrungen habe ich mit Wendespitzen gemacht. Unverwüstlich !
      Einziges Manko: etwas schwerer aber das ist Gewohnheitssache


      Danke. Gewicht spielt keine wirkliche Rolle, es ist ja dem Training förderlich:cool:

      Jetzt interessieren mich natürlich Meinungen, die den "besten" Erfahrungen entgegen stehen: Haben diese Spitzen bei jemandem schon versagt? Ist die geklebte Version bez. Haltbarkeit gleichwertig?

      Mit "Haltbarkeit" meine ich nicht eine nachlassende "Bissigkeit" der Messerspitze, sondern die Robustheit der Gesamtkonstruktion.

      Danke!
      Hallo Thomas,

      kann die Erfahrung von Schwaadlappe (Thomas) nur bestätigen, die gefederten Wendespitzen fahre ich jetzt seit 2.000 Kilometer ohne bisher eine Spitze gewendet zu haben. Die beste die ich kenne und gefahren bin. Ich habe aber bisher nur die Erfahrung mit der KV Standardspitze sowie mit der Leki Spitze in der Grundausführung gemacht.

      Ich setze die gefederte Wendespitzen auch auf Knochen- bzw. Pflastersteinen ein, die bleiben da auch mal hängen ziehen sich aber nicht aus der Halterung. Am Anfang sind die allerdings wirklich deutlich schwerer, das macht sich aber über Deine Sprintstrecke von 50 Kilometer hinaus positiv bemerkbar, denn wenn die Kraft nachlässt und der Stockeinsatz nicht mehr so sauber ist bewirkt der kleine Federweg, dass man nicht so häufig abrutscht.

      Zuvor hatte ich KV+ Stockspitzen im Einsatz und spätestens alle 1.000 Kilometer ist die Stockspitze weg gewesen, sei es in einer Ritze hängenzubleiben oder einfach lose geworden.

      Allzeit gute Fahrt wünscht
      Gerald
      Das klingt ja schon sehr gut. Da der Preis der gefederten Version aber in Regionen liegt, die im Falle eines Totalschadens mir die Tränen in die Augen treiben würden, wäre jetzt der Vergleich interessant, ob die ungefederte Version bez. Haltbarkeit gleichwertig ist. Meine Stöcke dämpfen ausreichend - in dem Sinne ist die Federung nicht notwendig.

      Danke & Grüße
      Thomas
      Nach den obigen Lobeshymnen versuche ich es nun mit den Wendespitzen zum Kleben. Allerdings werde ich sie erst montieren, wenn der aktuelle Satz Spitzen das Zeitliche gesegnet hat. Falls die neuen Spitzen auch nicht halten, werde ich dies schnell hier verkünden. In den Lobgesang einstimmen werde ich jedoch erst, wenn die Alternativen die 1000km gepackt haben.

      Danke nochmals
      Thomas
      Nachdem die nächste Swenor-Spitze in einer Ritze kleben blieb, sind nun die Wendespitzen (geklebte Version) montiert. Schon konstruktiv ist es bei denen unmöglich, dass die Hartmetallspitze durch Verklemmen in Ritzen aus der Fassung gezogen wird. Und die ersten beiden Einsätze (55km) haben die Wendespitzen ohne einen einzigen Ritzenklemmer überstanden!

      Bis auf Widerruf schließe ich mich hiermit den Empfehlungen der Vorkommentatoren an - genial!

      yesilHH67 schrieb:

      Hallo Thomas,
      hab da mal eine Frage..... :)
      Wie sind bei dir die gefederten Wendespitzen an den Stöckern ausgerichtet.
      So wie bei Stockspitze von Leki Schwalbe oder wie bei den normalen?
      LG Nese


      Nee, ich habe die ungefederte Version (da der Leki Vario Carbon ausreichend dämpft). Und die Ausrichtung der Doppelspitze ist "parallel" zur Laufrichtung.

      LG Thomas
      Nicht einmal 200km im Einsatz...



      80% gewalzte Parkwege, 20% Asphalt. Bruch erfolgte auf perfektem Asphalt bei Doppelstockschub - kein Ritzenklemmer oder Ähnliches...

      Nun fahre ich einen Großteil der Distanzen im Doppelstockschub und durch jahrelanges intensives Klettern und nicht minder engagiertem Langlauf (1650km im vergangenen Winter) bringe ich sicherlich reichlich Kraft auf die Stöcke - aber mit meinen 67kg Gewicht möchte ich bezweifeln, dass ich das Material stärker belaste als mancher 90kg-Hüne.

      War das einfach nur Pech? Materialfehler?

      Jetzt hoffe ich, dass das als Garantie anerkannt wird. Ansonsten entwickelt sich das Skaten zu einem arg preisintensivem Vergnügen (4. Stockspitze bei 550km Einsatz!)...

      Wünsche ein schönes - pannenfreies - Wochende
      Thomas
      Hallo Thomas

      Das Gewicht des Fahrers sollte nicht die entscheidende Rolle spielen sondern seine physischen Vorraussetzungen. Du sagst es ja selber das es "reichlich Kraft" ist die auf die Stöcke einwirken, da können solche Stockspitzen durchaus überfordert sein. 4 Spitzen auf den paar Kilometern sind kein Materialfehler sondern üngezügelte Power!;)
      Hier shop.outdoor-ist-in.de/Cross-S…82805f23a8ae4c0b15c9ab7ff Exemplar von hoher Qualität was ich einfach mal so ungeprüft weitergebe und stolzem Preis natürlich, aber das rentiert sich bei dir. Allerdings ist sie gefedert was bei ambitionierter Fahrweise nicht so erwünscht ist.

      Gruß
      Bernd
      Hoppla - das kommt mir irgendwie bekannt vor: gleiches Bruchbild hatte ich - nach nur 3km Erst-Einsatz auf Asphalt - auch schon einmal - diese Stelle scheint wohl der Achilles-Bereich dieser (Kunststoff-)Konstruktion zu sein...
      Die reklamierte Spitze wurde aber vom Händler anstandslos auf Garantie ersetzt.

      Seit dem bin ich (mit Ausnahme zweier weiterer, aber diesmal eindeutig selbstverschuldeter Schäden: 1x als Sturzfolge nach einem Hängenbleiber bergauf / 1x nach (un-)konzentrationsbedingt ungewolltem Stockanprall an Pfosten eines seitlich parallellaufendem Geländers) dennoch zufrieden damit unterwegs, da sich insbesondere der Nachschleif-Aufwand im Vergleich zu den vorher benutzten (vom Material als zu weich=verschleißfreudig) empfundenen Leki-Twinspitzen sehr in Grenzen hält.

      Wobei ich die geschraubte Variante bevorzuge: Ich habe mittlerweile als Reserve immer eine Ersatzspitze nebst kleinem Gnubbel-Schraubendreher im Rucksack...

      Das Mehrgewicht der geschraubten Wendespitzen

      wirkt sich - zumindest bei mir - nicht sonderlich negativ auf den Stockeinsatz aus. Es fällt beim Stockschwung nicht wirklich auf, sondern eigentlich nur bei direktem Vergleich mit original bestückten Stöcken oder mal bei längerem Fahren mit gehobenen Spitzen (bei waagerecht gehaltenen Stöcken spürt man das Mehrgewicht über den Hebel in den unterstützenden Fingern (Mittel-, Ring-, kleiner Finger) doch schon etwas).

      Die gefederte Variante habe ich noch nicht in Natura gesehen - jedoch scheint hier dem Produktfoto zufolge der Schaft hinter der Feder aus Metall zu sein ???? Dies könnte, wenn es so wäre, dann vielleicht das fehlende Quäntchen Robustheit ausmachen...

      Wie dem auch sei - ich bleibe zunächst bei der geschraubten Kunststoff-Version.

      Sportliche Grüße
      Skikster

      Skikster schrieb:


      Die gefederte Variante habe ich noch nicht in Natura gesehen - jedoch scheint hier dem Produktfoto zufolge der Schaft hinter der Feder aus Metall zu sein ???? Dies könnte, wenn es so wäre, dann vielleicht das fehlende Quäntchen Robustheit ausmachen...

      Sportliche Grüße
      Skikster


      Hallo Skikster

      Bei der Produktbeschreibung steht das es Kunststoff ist.

      Gruß
      Bernd
      Die Stockspitze wurde vom Händler (sport-kl...mann) als Garantiefall anerkannt. Also abwarten, vielleicht bleibt es ja bei einem Einzelfall.

      @Skikster,
      das Mehrgewicht war für die Auswahl nicht relevant. Ich hielt die geklebte Version für robuster, da weniger mögliche Ausfallquellen...

      Übrigens verlor ich nun die Hartmetallspitze, da sich der Klemmring gelöst (!) hatte. Zum Glück fand ich die Teile...
      Hallo Zusammen,
      ich nutze die Stockgriffe von Leki auf OneWay-Stöcken und geklebte Wendespitzen.
      Der Federring der Wendespitzen hatte sich bei mir auch schon gelöst - allerdings habe ich den Rest nicht wiedergefunden - der Heimweg war nervig! Jetzt ist auch alles verschraubt und hält!
      Habe danach Tipp bekommen, dass der Federring immer auf der Außenseite sitzen soll ob's hilft weiß ich nicht so genau.

      Wie lange hält denn bei Euch so der Kork an den Stockgriffen?

      Gruß Sören

      SmileB schrieb:


      Wie lange hält denn bei Euch so der Kork an den Stockgriffen?


      Damit hatte ich bislang noch keine Probleme.

      Die ersten Leki-Griffe (Shark Trigger 1) musste ich nach ca. 4000 km wechseln, da der Ratschenverschluss der Handschlaufen nicht mehr hielt. Der Kork war noch intakt.

      Seit 2500 km habe ich die Shark Trigger 3 drauf. Der Kork zeigt noch keine Verschleißerscheinungen.

      Gruß Thomas
      Hi Thomas,

      dann mach' ich irgendetwas falsch.
      Ich hab' mir die Stockgriffe im Frühjahr erst neu draufgemacht und der Kork ist schon teilweise weggescheuert. Ich laufe grundsätzlich mit Handschuhen - aber daran sollte es eigentlich nicht liegen, oder? Vielleicht waren's auch "Montags-"Griffe ;)

      Danke und Gruß Sören
      Hallo Sören,

      in der jetzigen Jahreszeit verwende ich kurze Fahrradhandschuhe. Die Finger, die den Kork umfassen, liegen also frei.

      Im Winter scheuer(te)n eher die Handschuhe (Röckl) durch:) Im letzten Winter war ich zumeist mit Craft Winterradhandschuhen unterwegs (1650km). Weder Griffe noch Handschuhe haben sichtbar gelitten - höchstens der Handschuhträger:rolleyes:

      Grüße Thomas
      Naja, dann muss ich wahrscheinlich an meiner Technik arbeiten.
      Selbst normale "Vollfinger"-Handschuhe dürften dann die Abnutzung nicht verursachen.
      Meine Winterstöcke zeigen diese Abnutzungserscheinung ebenfalls nicht - die haben natürlich deutlich weniger Meter geleistet.
      Achso, nebenbei: Ich gehöre nicht zu den "Hard-Core-Skatern" (vgl. 5.000 km und mehr pro Jahr im anderen Forenteil) - wenn ich in der schneefreien Saison 1.000 km zusammenlaufe, ist das schon "aufgerundet". Nochmals danke für Deine Info's.
      Gruß Sören
      Ich denke mal das die Abnutzungserscheinungen ganz normal sind. Jeder greift anders zu, schwitzt mehr oder weniger in den Händen. Man sollte sich da nicht zu viel Gedanken drum machen. Bei mir hält dieser Kork zum Beispiel auch nicht lang . Noch keinen Monat im Gebrauch und schon die ersten Abnutzungserscheinungen (kein Wunder bei den feuchten Fingern ;) ).
      (Meine) Erfahrungen & Fazit zur Wendespitze nach ca. 1000 km Einsatz:

      - 1 x Bruch (Foto in früherem Posting, vom Händler als Garantiefall anerkannt und ersetzt)
      - 3 x Klemmring verloren (Hartmetallspitze einmal nicht auffindbar)

      Nun habe ich (wie oben empfohlen) die Hartmetallspitzen mit Schrauben und zwei gekonterten Muttern fixiert. Zusätzlich habe ich die Schraubengewinde "zerstört", sodass sich die Muttern nicht mehr lösen können (sollten). Dass selbtsichernde Muttern nicht sicher sind, habe ich mit meinen Skikes schon mehrfach erfahren dürfen.

      Dass ich den Spitzen dennoch bescheinigen muss, die mit Abstand haltbarsten zu sein, die ich bisher genutzt habe, ist aber eher ein Armutszeugnis für die Testverfahren des Herstellers als ein Qualitätssiegel.