Klassisches Cross-Inlinern

      So… und damit’s dem Jörg während der Coyoten-Testphase nicht allzu langweilig wird, hab‘ ich schon mal ein „CIC next-level-tutorial“ eingestellt. Viel Spaß! ;)

      Im Sommer gibt’s halt nix „Cooleres“, als sich im Wald den hohen Temperaturen und Ozonwerten zu entziehen - nur… mit Skating kommt man da nicht weit! Zum Glück gibt’s aber daüber hinaus eine breite Palette an speziell geländefähigen Cross Skates, adäquates Zubehör – und ebenso variable Techniken zur Untergrund-gerechten Anwendung! :D

      Allen Skatern einen schönen Sommer! ^^

      Servus
      Hubert
      …der beim nächsten Regen auch mal wieder seine Naßphalt-Skikes genießen wird
      KnightSkater
      Hallo Hubert, jetzt haben wir Oberhof vor der Tür (leider kannst du nicht mit dabei sein, sehr sehr schade). Danach werde ich wieder einmal von meiner Testphase berichten. Ich hoffe, ich kann sie noch einige Wochen testen.

      Viele Grüße - Jörg
      Hallo Pfad-Finder und singletrail-Crosser

      Die Option der spontanen Technik-Umstellung ist für mich inzwischen unverzichtbar geworden, um auf meinen Cross-Inlinern im Technik-Mix durch die umliegenden Felder und Wälder zu rollen - und ich betrachte es als einen glücklichen Umstand, mir aus alter und aktueller Hardware Geräte zusammenstellen zu können, die diese maximal variantenreiche Art des NordicCrossTouring unterstützen. .. diese Art, die ich CIC nenne.
      Aber was ist überhaupt so anders bei „Cross-Inline Classic“ gegenüber der herkömmlichen klassischen Technik auf Cross-Skates, wie sie vom Roll- oder LL-Ski übernommen wird?

      Rollgeräte für klassische Technik müssen grundsätzlich mal eine Sicherung gegen das Zurückrollen haben – darüber hinaus hängt die Eignung entscheidend vom Kipp-Punkt der Schreit-Bewegung ab, die der des Abrollens beim Gehen entspricht: er sollte auf der Kraftlinie vom Knie über die Zehen liegen, damit während der ganzen Rücktritt-Phase Druck auf das rücklaufgesperrte Gerät gegeben und direkt Vorschub generiert werden kann. Dieser Kipp-Punkt findet sich entweder in Standhöhe auf dem Gerät am Gelenk einer Fersenhub-Mechanik, oder er liegt, bei am Fuß fixierten Rollgeräten, darunter am Bodenkontaktpunkt des rücklaufgesperrten Vorderrades, über das der Schritt ausgeführt wird. Diese Abbildung macht es deutlich:


      Bei allen Geräten mit Fersenhub ist demnach die Eignung für klassische Technik gegeben, da das Geräte-Ende nach Anheben der Ferse (länger) auf dem Boden bleibt, womit das rücklaufgesperrte Gerät „eins“ mit dem Boden wird, die Bodenreaktionskraft direkt überträgt und so dem Abdruck standhält. Der Abstand zur Vorderachse ist dabei irrelevant, so wie am Cross-Roller – darüber hinaus gibt’s inzwischen Vario-Skates mit ausgereifter Fersenhub-Mechanik.
      Bei am Fuß fixierten Cross-Skates mit Stand zwischen den Rädern ist im Allgemeinen die Eignung für klassische Technik nicht (oder eben nur bedingt) gegeben, weil die Kraftumleitung über den Hebel zum exponierten Kipp-Punkt am Bodenkontakt des Vorderrades zu viel Energie vom Vorschub nimmt. Dies erfordert erst eine anhebende Kraft, um den Kipp-Punkt unter den Fuß zu bringen, damit der Abdruck eine Wirkung in Bewegungsrichtung hat. Dieses Bewegungsmuster ist ebenso unergonomisch wie ineffizient und mühsam!

      Das Besondere am CIC ist nun, daß Cross-Inliner am Bodenkontaktpunkt des Vorderrades kippen, dieser jedoch aufgrund des kurzen Radstandes auf der Kraftlinie liegt – zumindest bei meinen 150er und 200er Cross-Inlinern, wo ich den Stiefel dazu weitest möglich nach vorn positionierte. Cross-Inliner verbinden so für mich zwei Vorteile für wirklich effektive und sichere Geländeläufe: die Klassik-Eignung und der fixierte, sehr hochschaftige Stiefel, was auf wurzeldurchzogenem Untergrund für die Standsicherheit – insbesondere bei Korrektur- und Überwindungssprüngen – immens wichtig ist. Die Tatsache, daß dadurch bei angehobener Ferse nur noch das Vorderrad Bodenkontakt hat, bedeutet bei starker Rücklaufsperre und Querprofilrillen im Reifenmantel kaum eine Einschränkung beim Gegenhalt. Die Wendigkeit der verhältnismäßig kurzen Cross-Inliner erlaubt spielerisch kleine Korrekturen nach dem Zurückführen der Räderschiene in Lauf-Ausrichtung – meist deutlich störungsfreier als der ruppige Untergrund selbst, auf dem somit kraftvoll und ergonomisch günstig klassisch gelaufen werden kann. Die Krux beim CIC ist für mich die Richtungs- und Ablauf-Flexibilität - statt geführtem Aufsetzen und Rhythmusunterstützung - zur Anpassung an die chaotischen Rollbedingungen auf unebenem und störungsreichem Naturboden …mit Sprungschritt-Option!

      Hinsichtlich der Technik-Varianten orientiere ich mich freilich an Roll- und LL-Ski: DSS, DSS mit Zwischenschritt und Diagonaltechnik… jeweils so sauber wie möglich :whistling: – und das Skate-Wandern an Steigungen (analog alpinem Skiwandern) sei zudem erwähnt! Jedenfalls macht es riesig Spaß, fast jedes Gelände berollen zu können und kaum mehr an Grenzen zu stoßen!

      Vielleicht kann der/die ein oder andere CI-Besitzer(in)/Tester(in) nachvollziehen, was ich daran so fantastisch finde. :thumbsup:

      Servus
      Hubert
      KnightSkater