XRS02 (lang) <-> XRS03 (kurz)

      XRS02 (lang) &lt;-&gt; XRS03 (kurz)

      Nach einem Wochenende in Boltenhagen bei Sven und Uwe von Ostsee-Skating mit intensivem Austesten von SRBXRS03 und XRS02...

      Erstmal vorweg: eine Kaufempfehlung für den SRB an sich! Ganz klar!

      • Der tiefe Stand (unterhalb der Achsen) bringt es mit sich, dass jeder sehr gut auf dem Skate steht. Wenn man eine Zeitlang mit den SRB gefahren ist und dann auf den Skike zurückwechselt, fühlt es sich dort sogar leicht kippelig an, bis man seine Gewöhnung zurück bekommen hat.
      • Der Geradeauslauf und die Spurtreue ist optimal, nicht zuletzt deswegen, weil man keinerlei kippeliges Gefühl auf den SRB hat.
      • Die Bremse greift hervorragend.
      • Die Flexibilität des Holms macht viel Freude. Das leicht federnde Skaten erinnert schon ein wenig an den Skilanglauf. Der lange SRB (XRS02) schließt damit die Lücke zwischen dem Skike V07 Plus als inzwischen sehr verlässlichen Cross-Skate für jedermann und den Cross-Rollern von Powerslide (X-Plorer) bzw. SRB (XRS01) mit ihrer Skilanglaufbindung.


      Wechsel vom Skike zum SRB:

      • der Wechsel geht einfach, keine lange Umgewöhnungszeit nötig.
      • sowohl Birgit als auch ich haben die Tendenz, auf dem SRB in der Anfangszeit nach außen zu kippen. Sven hat von gegenteiliger Erfahrung berichtet. Es scheint davon abzuhängen, wie der Schuh auf dem jeweiligen Skate ausgerichtet war, abhängig von der Schuhbreite. Also keine Sorgen machen, wenn man beim Wechsel leichte Kipp-Tendenzen verspürt. Man muss sich etwas Zeit geben, um sich daran zu gewöhnen, dass man einen Holm anstatt eines Käfigrahmens unter den Füßen hat.
      • die Rahmenhöhe ist beim SRB geringer, daher muss man beim Überfahren von zB Baumwurzeln darauf achten, ob man aufsetzen könnte.
      • Vorteil des langen SRB: ein Anfersen wird so gut wie unmöglich gemacht, was sich von Anfang an äußerst positiv auf die Fahrtechnik auswirkt :D
      • "Nachteil" am Rande: die kleine Fußmuskulatur hat kaum noch etwas zu tun, der Werbeslogan "ersetzt fast ein Wackelbrett" kann auf den SRB nicht angewendet werden ;P


      Meine persönlichen Anmerkungen:

      • Ich bin kein Freund von Ratschen. Dafür finde ich die Ratschen des SRB sehr gelungen, sie sind leicht und lassen sich gut öffnen und schließen. Mir persönlich wäre eine einzige Ratsche in der Mitte über dem Spann völlig ausreichend.
      • Ich bin empfindlich, was Druckstellen durch die Verschlüsse angeht und: ich hatte keine! Das Wadenpolster übte einen leichten Druck aus, aber das ist sogar von mir zu verkraften.
      • Die Fußplatten sitzen leicht erhaben auf dem Holm. Die hintere Kante der vorderen Platte ist durch dünne Schuhsohlen hindurch spürbar. Wenn das ungüstig auf den Ballen drückt, ist es mindestens unangenehm. Abhilfe? Ich habe meine Fußplatte weiter nach hinten versetzt, so dass der Fußballen vollständig auf der Fußplatte liegt. Das ging, weil ich schmale Füße und Schuhe habe. Bei breiten Schuhen müsste eine dickere Schuhsohle von Vorteil sein?!
      • Zur Frage des Handling:
        Wir sind in Boltenhagen bergab und bergauf gefahren, über Pflaster, Fliesen, Dreck und Schnee. Erst hatte ich den kurzen XRS03 an den Füßen. Des ist klasse, wäre für mich aber kein Grund, vom Skike umzusteigen. Der tiefe Stand ist für mich nicht unbedingt nötig, da ich keine Schwierigkeiten habe, den Skike gerade aufzusetzen. Und ich bin glücklich mit den (pflege-) leichten Klettbändern.
        Doch den Abdruck, die Laufruhe und den federnden Holm des langen SRB finde ich fantastisch. Und er fährt sich wunderschön.
        Aber ich habe ja immer mit meinem persönlichem Poblem zu kämpfen: zwar gute Technik, aber keinerlei Kraft. Und je mehr Erschwernisse zusammen kommen (bergauf UND Kurve UND schmaler Weg UND Dreck), desto proportional kürzer wünsche ich mir meine Skates. Ich habe nicht die Kraft, mich bergauf kräftig vom Skate abzustoßen (so wie Conni, gell ;)), ich versuche eine ökonomisch gleichmäßige und einigermaßen gleitende Schrittbewegung aufrecht zu erhalten, um oben anzukommen, ohne eine Sauerstoffmaske zu benötigen. Daher merke ich jedes Gramm und jeden Zentimeter, den ich zusätzlich anheben muss.
        Aber das ist mein eigenes Problem und lässt sich nicht verallgemeinern. Ich würde mal sagen, wer mit den Fleet fahren kann, wird an dieser Stelle sowieso mit den Schultern zucken... :p
        Es ist auch für mich kein Grund, den SRB NICHT zu kaufen, sondern ein Grund, den Skike Plus gerne zu behalten, um damit solche Strecken zu fahren, wie sie Rolf hier verlinkt hat. Das würde ich mit dem langen SRB nicht machen wollen.


      Frage: Für wen eignet sich welcher SRB?

      Diese Frage hat sich für mich noch nicht abschließend geklärt.

      • Betrachtet man ausschließlich die Größe eines Skaters, so würde ich einen Übergangsbereich von 170cm-175cm schätzen. Unterhalb eher den kurzen SRB, oberhalb eher den langen SRB.
      • Betrachtet man ausschließlich das Körpergewicht, so würde ich bei Gewicht über 100kg den kurzen empfehlen, weil er steifer ist und nicht so sehr nachgibt wie der lange SRB. Momentan (Februar 2013) kommt noch dazu, das der kurze schon mit verstärkten Schwingen ausgeliefert wird, aber der lange noch mit den 1mm dünneren Schwingen im Handel ist. Es gibt (noch) keine offiziellen Angaben zu Gewichtsempfehlungen für die jeweiligen SRB. Oder?
      • Betrachtet man allein den Übungsstand des Fahrers, so würde ich jeden Cross-Skater, der schon regelmäßig auf Cross-Skates unterwegs ist, bedenkenlos auf die langen stellen. Einsteiger, die wenig Roll- und Gleiterfahrung haben, empfehle ich, das Skaten auf den kurzen zu beginnen, damit der Umgang mit Spurtreue und Länge, die bei solchen Einsteigern schon bei den Skikes gewöhnungsbedürftig ist, nicht zusätzlich erschwert wird. Erst wenn die Basistechniken sitzen, kann man den hervorragenden Abdruck des langen wirklich schätzen.

        Da diese Parameter aber nun mal nicht einzeln auftreten, brauche ich noch etwas mehr eigene Erfahrung und weitere Erfahrungsberichte, um dann einen 195cm großen Einsteiger richtig beraten zu können.


      Das wars fürs Erste...

      Viele Grüße, Andrea
      Ein toller Bericht! Danke dafür, Andrea. Wie gerne würden wir die SRB auch hier fahren können...

      Ist denn die Bodenfreiheit beim SRB 03 ("kurz") etwa wie beim Plus/V07? Du hast doch alle Modelle, könntest du da bitte nachmessen?

      Natürlich ist der 02 wegen seiner beachtlichen Länge bei gleicher Bodenfreiheit sicherlich etwas "aufsetzungsfreudiger". Dies mag aber nur bei schlechten Schotter+Wurzelverhältnissen der Fall sein, wie du schreibst. Wir sind mit unseren alten V07 heilfroh die Verstärkungen drauf zu haben, die schon ziemlich ramponiert aussehen, aufgrund der Aufsetzer. Hat SRB zur Schrammervorbeugung vielleicht ein Paar superleichte (gelochte/geritzte) Holm-Schoner aus Hartplastik im Sortiment? Hauptsächlich für den vorderen Bereich?

      Danke für deine weiteren Berichte, und viel Spaß dabei!
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „rolf“ ()

      Hallo Andrea,

      da ich auf Skatingskiern mit der Technik eigentlich besser zurecht komme als auf Skikes, stellt sich mir die Frage, ob ich nicht auch auf einen längeren Radstand umsteigen soll.

      Dann müsste ich in Kurven mehr umsteigen, als ich es mit den kürzeren Skikes tun muss.
      Ist das so?

      Gruss Jens
      Skike Vo7, Black Armada, Skike one for one mit Leki Trigger3, Garmin 310XT

      jssph schrieb:

      Hallo Andrea,

      da ich auf Skatingskiern mit der Technik eigentlich besser zurecht komme als auf Skikes, stellt sich mir die Frage, ob ich nicht auch auf einen längeren Radstand umsteigen soll.

      Dann müsste ich in Kurven mehr umsteigen, als ich es mit den kürzeren Skikes tun muss.
      Ist das so?

      Gruss Jens


      Hallo Jens,

      da würde ich erstmal zurückfragen: Was meinst du mit "mehr" umsteigen? Kräftiger? Durch mehr Schritte?
      Hast du denn das Gefühl, auf Skikes weniger umsteigen zu müssen als mit den Ski?
      Wenn ja, woran liegt es?
      1) Kannst du auf Umsteigeschritte beim Skike verzichten, weil du durch Gewichtsverlagerung eine Richtungsänderung vornehmen kannst?
      2) Oder hast du dieses Gefühl, weil du durch die Länge der Ski nach hinten (!) kleinere Winkel setzen musst und dadurch den Eindruck hast, "mehr" umsteigen zu müssen?
      3) Oder musst du dich auf Ski kräftiger abdrücken?

      Davon abgesehen würde ich dir antworten, dass es keinen Unterschied macht, ob man mit dem Skike in den Kurven umsteigt oder mit dem SRB. Man steht im SRB so weit hinten am Hinterrad, dass es sich hervorragend um die Kurve "drücken" lässt.

      Falls du darauf anspielst: Dass ich selber oben die Kurve als Erschwernis beschrieb, gilt nur im Zusammenhang mit "bergauf", also in den Fällen, in denen ich nicht genug Kraft habe, mich federnd abzudrücken, und deshalb eine zunehmende Länge des jeweiligen Gerätes als zunehmend schwerer anzuheben empfinde.

      Wenn du mit Skatingski besser zurecht kommst als mit Skikes, so liegt es daran, dass du es mehr magst, wenn sich das Sportgerät unter deinen Füßen noch etwas durch hin- oder herrutschen in die richtige Position bringen lässt. Den Skike setzt du auf und damit hat sichs. Die Spurtreue ist beim SRB genauso und besser als beim Skike, aber was dir zugute kommen würde, wäre der tiefe Stand. Der erleichtert das gerade Aufsetzen des (Roll-)Sportgerätes erheblich.

      Ich glaube, du würdest sehr gut mit den langen SRB klar kommen, da die Elastizität des Holms dir ebenfalls in Richtung Skatingski entgegenkommt.

      Viele Grüße, Andrea

      PS
      Rolf, ich muss jetzt schnell wieder los, ich habe noch nicht nachgemessen, kommt noch. ist aber weniger Bodenfreiheit als beim Skike.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anki“ () aus folgendem Grund: PS

      Hallo Andrea,

      danke für Deine ausführliche Antwort.

      Mit Umsteigen in den Kurven meine ich folgendes:

      Auf meiner Hausstrecke für den Sommer geht es ständig hoch und runter, mit vielen Kurven. Bei Kurven in den Abfahrten fahre ich in der Abfahrtshocke und kann dabei die Bremse tasten und einsetzen und fahre mit beiden Skikes auf dem Boden ohne Umzusteigen. Durch den kurzen Radstand der Skikes komme ich ohne Umsteigen um die Kurve.
      Bei höheren Geschwindigkeiten und gleichzeitigem Bremsen in den Kurven bekomme ich das Umsteigen nicht auf die Reihe.

      Wird es durch den längeren Radstand des XRS02 schwieriger durch engere Abwärtskurven ohne Umsteigen um die Kurve zu kommen?

      Die Frage lässt sich für mich wohl nur durch eine Testfahrt wirklich beantworten.

      Gruss Jens

      anki schrieb:

      Hallo Jens,

      da würde ich erstmal zurückfragen: Was meinst du mit "mehr" umsteigen? Kräftiger? Durch mehr Schritte?
      Hast du denn das Gefühl, auf Skikes weniger umsteigen zu müssen als mit den Ski?
      Wenn ja, woran liegt es?
      1) Kannst du auf Umsteigeschritte beim Skike verzichten, weil du durch Gewichtsverlagerung eine Richtungsänderung vornehmen kannst?
      2) Oder hast du dieses Gefühl, weil du durch die Länge der Ski nach hinten (!) kleinere Winkel setzen musst und dadurch den Eindruck hast, "mehr" umsteigen zu müssen?
      3) Oder musst du dich auf Ski kräftiger abdrücken?

      Davon abgesehen würde ich dir antworten, dass es keinen Unterschied macht, ob man mit dem Skike in den Kurven umsteigt oder mit dem SRB. Man steht im SRB so weit hinten am Hinterrad, dass es sich hervorragend um die Kurve "drücken" lässt.

      Falls du darauf anspielst: Dass ich selber oben die Kurve als Erschwernis beschrieb, gilt nur im Zusammenhang mit "bergauf", also in den Fällen, in denen ich nicht genug Kraft habe, mich federnd abzudrücken, und deshalb eine zunehmende Länge des jeweiligen Gerätes als zunehmend schwerer anzuheben empfinde.

      Wenn du mit Skatingski besser zurecht kommst als mit Skikes, so liegt es daran, dass du es mehr magst, wenn sich das Sportgerät unter deinen Füßen noch etwas durch hin- oder herrutschen in die richtige Position bringen lässt. Den Skike setzt du auf und damit hat sichs. Die Spurtreue ist beim SRB genauso und besser als beim Skike, aber was dir zugute kommen würde, wäre der tiefe Stand. Der erleichtert das gerade Aufsetzen des (Roll-)Sportgerätes erheblich.

      Ich glaube, du würdest sehr gut mit den langen SRB klar kommen, da die Elastizität des Holms dir ebenfalls in Richtung Skatingski entgegenkommt.

      Viele Grüße, Andrea

      PS
      Rolf, ich muss jetzt schnell wieder los, ich habe noch nicht nachgemessen, kommt noch. ist aber weniger Bodenfreiheit als beim Skike.
      Skike Vo7, Black Armada, Skike one for one mit Leki Trigger3, Garmin 310XT

      jssph schrieb:


      Muss mich mal um eine Probefahrt bemühen.

      Gruss Jens


      Hallo Jens,

      das ist der beste Ansatz und nur zu empfehlen, aber bis zum Brocken willst du nicht warten, nicht wahr?

      Denn da werden mehrere damit auftauchen ;)

      Gruß

      Conni
      Kurse - Treffs - Touren (seit 2006)

      in Dortmund - Hagen und Umgebung

      Biathlon-Aktiv.de


      Ich wollte noch einmal zum Thema SRB kurz oder lang zurückkommen. Auch ich habe am Wochenende ja gemeinsam mit Andrea die SRB's ausgibig testen können. Ich wußte ein SRB wandert in meinen Kofferraum, nur welcher es wird, war nicht so ganz klar, obwohl ich den kurzen favorisierte. Beim Austesten war es dann so, dass ich mich sofort richtig pudelwohl auf dem XRS03 gefühlt habe. Ich stand sicher und als ich dann das Problem, des 'nach Außen kippens' im Griff hatte, war sofort für mich spürbar, dass ich ruhiger fahren kann als mit meinen Skikes (die natürlich im Bestand bleiben). Die Rollphase war länger, damit kann ich niederfrequenter laufen, den Puls ein bischen runterholen, was alles in allem für mich als Asthmatiker viel mehr Luft gibt( Nur am Berg muss ich noch kräftig üben). Es fühlt sich auch entspannter an. Klar ein guter Trainingszustand würde das ganze noch verstärken.
      Ich hatte den XRS02 dann als 2. Skate an den Füssen und ich meinte wirklich er wäre viel schwerer. Aber auch da, hatte ich keine Probleme, bis auf den eingesprungenen Rittberger der bei mir im Schnee endete. Die langen sind halt etwas schwieriger zu bändigen. Aber das ist, denke ich Gewöhnungssache.
      Für mich war klar, ich komme mit dem Kurzen besser zurecht. Ich bin 1,70 cm groß und alles andere als leichtgewichtig. Vielleicht doch ein Auswahlkriterium.
      Nach meiner gestrigen ersten 10 km Tour in heimatlichen Gefilden fiel mir als erstes auf, dass sich die kleinen Pflastersteinwege leichter mit dem SRB fahren lassen, als mit den Skikes. Das überraschte mich, da ich geglaubt hatte, das wäre ein Vorteil des langen SRB. Aber der kurze tuts auch. Einziger Kritikpunkt im Moment ist bei mir, dass meine Wadenschale drückt. Sie sitzt bei mir als untersetztem Typ etwas unglücklich am Wadenansatz. Ich bekomme keine Scheuerstellen, dafür aber Druckstellen. Hilft wohl nur Schenkel verkleinern. Mit der Einstellung bin ich am äußersten Limit, da geht leider nichts mehr. Wenn ich dann das Rüsseln wieder hinter mir habe, fahre ich diesen tollen Skate aber trotzdem weiter.
      Liebe Grüße
      Birgit

      biathlon24 schrieb:

      Hallo Jens,

      das ist der beste Ansatz und nur zu empfehlen, aber bis zum Brocken willst du nicht warten, nicht wahr?

      Denn da werden mehrere damit auftauchen ;)

      Gruß

      Conni


      Hallo Conni,

      ich denke ich kann locker auf das Brockenevent warten. Zum einen geht im Moment die Skatingsaison vor und zum anderen ist der nächste Händler 80km entfernt.
      Hoffentlich bleibt uns die komfotable Schneedecke in den Höhenlagen noch mindestens 6 Wochen erhalten.

      Gruss aus Steinen
      Jens
      Skike Vo7, Black Armada, Skike one for one mit Leki Trigger3, Garmin 310XT

      rolf schrieb:

      Ein toller Bericht! Danke dafür, Andrea. Wie gerne würden wir die SRB auch hier fahren können...

      Ist denn die Bodenfreiheit beim SRB 03 ("kurz") etwa wie beim Plus/V07? Du hast doch alle Modelle, könntest du da bitte nachmessen?

      Natürlich ist der 02 wegen seiner beachtlichen Länge bei gleicher Bodenfreiheit sicherlich etwas "aufsetzungsfreudiger". Dies mag aber nur bei schlechten Schotter+Wurzelverhältnissen der Fall sein, wie du schreibst. Wir sind mit unseren alten V07 heilfroh die Verstärkungen drauf zu haben, die schon ziemlich ramponiert aussehen, aufgrund der Aufsetzer. Hat SRB zur Schrammervorbeugung vielleicht ein Paar superleichte (gelochte/geritzte) Holm-Schoner aus Hartplastik im Sortiment? Hauptsächlich für den vorderen Bereich?

      Danke für deine weiteren Berichte, und viel Spaß dabei!


      Hallo Rolf,

      danke für das Lob!

      Ich bin vorhin auf unserem Crossweg gefahren. Der Matsch der letzten Tage hat durch die Fahrräder, die dort entlang gefahren sind, überall kleine Bodenwellen gebildet, die jetzt bei den Temperaturen um die 0°C leicht gefroren waren. Da habe ich ab und zu an Bodenwellen aufgesetzt (bzw. bin "drübergeschliffen"), die ich mit den Skikes erfahrungsgemäß nicht in dem Maße berührt hätte.

      Zuhause im halbdunklen Wintergarten habe ich eine grobe Messung mit dem Maßband gemacht:
      die Bodenfreiheit ist bei SRB XRS02 und Skike V07 Plus doch fast identisch. Es kann sich nur um mm-Unterschiede handeln.

      So hast du also Recht mit dem "aufsetzfreudiger" aufgrund des längeren Radstandes. :)
      ...Holmschoner wären nicht schlecht, aber ich denke, dass ich auf unseren Crosswegen doch lieber mit dem Skike fahren werde... ;)

      Viele Grüße,
      Andrea

      Cross Hühnchen schrieb:

      ... Nach meiner gestrigen ersten 10 km Tour in heimatlichen Gefilden fiel mir als erstes auf, dass sich die kleinen Pflastersteinwege leichter mit dem SRB fahren lassen, als mit den Skikes. Das überraschte mich, da ich geglaubt hatte, das wäre ein Vorteil des langen SRB. Aber der kurze tuts auch... Birgit

      Hallo, Birgit! Neben der etwas niedrigeren Standfläche gegenüber dem V07/Plus ist der "kurze" eben auch um fast 3cm länger als der Plus im letzten Loch, und das hilft. Als ich meinen V07 von mittel (47,5cm) auf lang (50cm) verlängerte, merkte ich ebenfalls bei Pflastersteinen und Schotter spontan eine Verbesserung. Es ist eben mehr willkommene Stabilität da.

      Findest du, dass sich dein SRB 03 -trotz seiner jetzt verstärkten 4mm Schwingen- auch etwas "elastischer" als der Plus fährt? Fühlt sich das für dich ebenfalls angenehm an?
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03
      Hallo, auch von mir ein Erfahrungsbericht mit dem XRS02 lang (Modell 2012):

      Hatte gestern die Möglichkeit, eines ausgiebigen Tests (Leihgabe meines Trainingskollegen) über 20 km auf meiner Hausstrecke.
      Für mich als Skiker, mit ca.3000km in den Beinen, war ich natürlich gespannt, wie sich dieser SRB "Kurzski" benimmt:
      Nach etwas fummeligen Einstieg in die Ratschen (unter Zuhilfenahme eines Klappstuhls) war es zunächst schon etwas ungewohnt, so viel Schiene unter sich zu haben. Auch „kippen“ die SRB's etwas nach innen, obwohl ich eher O als x-Beine habe.
      Erstaunt hat mich, dass es praktisch keine Eingewöhnunsphase brauchte um sicher zu rollen. Kurz die Bremse angetestet und schon gings los.. Was auch sofort positiv auffiel, war dass dämpfende "wummern" wenn es über Kopfsteinpflaster ging. (Beim Skike ratterts und schüttelts da schon deutlich). Ebenfalls positiv fiel auf, dass sich der XRS02 bei höheren Geschwindigkeiten sehr spurstabil und ruhig benimmt. Er schien mir etwas träger, was warscheinlich an den montierten Roadstar-Reifen liegt.
      Mein Fazit: Ein qualtativ sehr gutes Sportgerät auch für Einsteiger. Gutmütiges, sicheres Fahren durch den tiefen Radstand. Eher für Asphalt geeignet. Gewicht eher hoch durch die Ratschen (braucht man die wirklich?) Hoher Preis.
      Für Einsteiger, die nicht allzu gross sind, ist vermutlich die Kurzversion des XRS03 (oder derer Konkurrenten) eher zu empfehlen.
      Zusammnefassung:
      +
      +Gute Verarbeitungsqualität (Made in Germany)
      +Gute Dämpfungseigenschaften
      +Ratschen sind robust
      +Verstellmöglichkeit für die Vorfussbefestigung
      ++Bremsen
      +Kein klappern, "sattes Fahrgeräusch"
      ------------------------------------------------------------------------------------------
      -
      -Gewicht
      -Wadenpolster drückt hinten
      -Schuferse bei Grösse 42 seitlich nicht fixiert. Fersenschale bei kleineren Schuhen etwas zu breit > keine Einstellmöglichkeit
      -Noch keine passenden Schutzbleche erhältlich
      -Preis-Leistungsverhältnis
      -Keine X/O Einstellung
      -Bremseneinstellung etwas fummelig, innen von der Fusseite her. (Beim Skike besser gelöst)
      -Tiefer Radstand > eher nicht für's Gelände und höhere Bordssteine

      LG
      dto

      rolf schrieb:

      Findest du, dass sich dein SRB 03 -trotz seiner jetzt verstärkten 4mm Schwingen- auch etwas "elastischer" als der Plus fährt? Fühlt sich das für dich ebenfalls angenehm an?

      Hallo, Rolf,
      im ersten Augenblick habe ich darauf gar nicht so geachtet, da ich einfach das schöne Fahrgefühl genossen habe. Aber Deine Frage hat mich auch interessiert und so bin ich vorhin gleich mal mit beiden Skates (V07-120 und SRB XRS03)auf die Teststrecke. Kleine Pflastersteine, schlechter Asphalt und Waldweg halbgetaut. Und ja, er ist in meinen Augen ein ganzes Stück elastischer als der V07-120( habe leider keinen Plus zum Testen, wird aber ähnlich sein, bin Andrea's Plus einige Tage gefahren). Viele Unebenheiten habe ich mit dem SRB einfach mitnehmen können, die beim Skike schon rumpelig waren. Ich habe auch auf beide vorher den gleichen Reifendruck aufgebracht (8bar, beide mit Road Stars bestückt). Ich kann allerdings nicht sagen, wie sich das mit einer 3mm Schwinge angefühlt hätte. Ich war schon mit den 4mm sehr zufrieden.;). Fühlt sich sehr gut an. Aber ich habe ja auch noch nicht so viele km damit bewältigt. Aber das wird!!
      Liebe Grüße
      Birgit

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Cross Hühnchen“ () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler

      Exakte Bodenfreiheit...?

      Hallo! Bei CS-Händler wird hier und da die "exakte" Bodenfreiheit der V07/Plus mit 34/35mm angegeben. Die der SRB 02/03 wird mit 37mm angegeben. Das würde bedeuten, dass der SRB 03 bei Crossgebrauch (+2mm) sogar minimal später aufsetzen müsste...
      Leider sind diese Messungen aber nicht an gleicher Stelle zu finden. Der V07 kam mit Skikereifen (34mm) und der Plus jetzt mit RS (35mm) ausgestattet. Aber bei 2 Skike-Points wird die Bodenfreiheit sogar mit 40mm angegeben...! :confused:
      Da würde es umgekehrt ausschauen. Wer hat den nun Recht?
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03
      Hallo Rolf,

      vermutlich haben alle Recht.
      Auf den exakten Millimeter werde auch ich mich nicht festlegen lassen wollen. Wenn man wissenschaftlichen Ansprüchen genügen möchte, dann verbaut man genau den gleichen Mantel, pumpt ihn auf exakt den gleichen Druck auf und stellt den exakt gleich schweren Fahrer drauf.
      Aber was die Ermittlung der Bodenfreiheit angeht, so mag ich persönlich keine Wissenschaft daraus machen,

      Ich haben meinen SRB (neue Roadstar) und meinen Skike V07 Plus (1 neuer Roadstar und 3 ältere Antiplatt) auf den Tisch gestellt und mit der Hand festgehalten (d.h., ich kann mich nicht dafür verbürgen, dass beide absolut exakt gerade standen).

      Erster Eindruck: ~ 4 cm. Wenn man noch nicht weiß, dass man weiter messen wird und es sich um mm-Unterschiede handeln wird, so rundet man erstmal. Ich nehme an, dass die 40mm-Angaben der Skike-Points solchen Erstmessungen entstammen.
      Nach der Erstmessung der beiden Modelle die Ersterkenntnis: hmm, die sind ja tatsächlich "gleich" hoch.....
      Daraufhin habe ich genauer aufs Maßband geschaut. Es waren weniger als 40mm und mehr als 35mm.

      Und die Praxis?
      Um wieviel wird ein um 10kg schwererer Fahrer die Luftreifen mehr herunterdrücken? Wird das durch das Pumpen von plus 1 bar ausgeglichen? Was ist mit der Flexibilität des SRB-Holms im Gegensatz zu der Steifheit des Skikerahmens? Wieviel Zehntel mm wird der SRB-Rahmen während der Fahrt durch einen schwereren Fahrer mehr heruntergedrückt als das bei einem Skike der Fall ist?
      Daher sind die Verhältnisse beim Vergleich des Skike V07 (mit Verlängerung) und dem kurzen SRB auch bei ungefähr gleichem Radstand doch wieder verschieden.

      Mein Fazit: Was das Aufsetzverhalten angeht, so wird ein Fahrer beim Wechsel vom Skike auf SRB XRS03 keinen Unterschied merken. Beim Wechsel vom Skike auf den langen SRB schon, aber man wird erstmal wieder aufmerksamer fahren, bis man sich dran gewöhnt hat. Solche Anpassungen finden ziemlich schnell statt,...ich denke da nur an den Wechsel zwischen Fahrradfahren und Fahrradfahren mit Fahrradanhänger ... :p

      Viele Grüße,
      Andrea

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anki“ () aus folgendem Grund: Samstagmorgen-Schreibfehler verbessert

      anki schrieb:

      Hallo Rolf,

      .....
      Mein Fazit: Was das Aufsetzverhalten angeht, so wird ein Fahrer beim Wechsel vom Skike auf SRB XRS02 keinen Unterschied merken. Beim Wechsel vom Skike auf den langen SRB schon, aber man wird erstmal wieder aufmerksamer fahren, bis man sich dran gewöhnt hat. Solche Anpassungen finden ziemlich schnell statt,...ich denke da nur an den Wechsel zwischen Fahrradfahren und Fahrradfahren mit Fahrradanhänger ... :p

      Viele Grüße,
      Andrea


      Hallo
      Hatte diese Woche ja die Gelegenheit als Skiker mit Tunnelblick (ich kenne ja nichts anderes) den langen SRB02 auf bekannter Hausstrecke zu testen. Da ich von der Haustüre losfahre muss ich erstmal Stadtflucht begehen und versuchen einige Bordsteine und Verkehrsinseln schadlos zu überstehen.

      Mit dem Skike komme ich fast über jede abgesenkte Kante weg. Und wenn sie mal aufsitzen einfach drüberwegsehen.. Mit dem langen SRB würd ich da nicht so drüberwegbügeln.
      Hätte auch Bedenken, das die orangefarbene dünne 4-Kant Plastikschiene da nicht lange standhält...

      LG
      dto

      anki schrieb:


      Mein Fazit: Was das Aufsetzverhalten angeht, so wird ein Fahrer beim Wechsel vom Skike auf SRB XRS02 keinen Unterschied merken. Beim Wechsel vom Skike auf den langen SRB schon, [...]
      Andrea


      ups, da hatte ich mich natürlich verschrieben, es soll selbstverständlich XRS03 statt XRS02 heißen (!!!), ich korrigiere es gleich oben.

      Ich bin dto's Meinung. Ich fahre erstmal vorsichtiger mit dem SRB als mit dem Skike.
      @ Jens
      Heute hatte ich seit Monaten mal wieder einen Skike V07 (120) mit mittlerem Radstand an den Füßen. In der letzten Zeit bin ich nur mit verlängerten Skikes (also ca 52cm) unterwegs gewesen. Mit den kurzen fühlte es sich fast an wie ein ... hmm ... Funsportgerät :p. Als so wendig und drehfreudig empfand ich es, dass ich mir gut weites Kurvenfahren ohne Umsteigen vorstellen konnte. Umso mehr bekräftige ich mein "JA", dass es mit den langen SRB keinesfalls so möglich ist, wie du es gewohnt bist.

      Viele Grüße,
      Andrea
      Man sieht sehr klar, wie gut die SRB den Fußspann förmlich nach hinten in die Fersenhalterung ziehen, bombenfest.
      -Leider zieht der Plus den Fußspann nicht so weit nach hinten, sondern mehr nach unten. Ist denn das Fersenband stabil genug, oder erlaubt es mm-Bewegungen nach oben/seitwärts?
      -Wie nah kann man denn mit der SRB-Fersenhalterung an den hinteren Reifen kommen? Auch so gut wie mit dem Plus?
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03

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      rolf schrieb:


      -Leider zieht der Plus den Fußspann nicht so weit nach hinten, sondern mehr nach unten.


      Hallo Rolf,
      viele aus meinen Kursen haben Probleme wenn der Fußspann stark nach hinten gezogen wird.
      Die Bänder und Sehnen am Zehenstrecker werden dabei förmlich abgedrückt.
      Wenn man die Zehen nach oben zieht und die Finger auf den Spann legt merkt man wo es bei manchen stark schmerzt. Die feste Verbindung der Ratsche ist dabei nicht gerade förderlich.

      Ich würde den skike PLUS deshalb an der Stelle gerne so lassen.....
      Grüße vom Michi Hohmann

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      Cross-Skater.de
      Hallo, Michi, danke für deine Auskunft.

      Ich wusste, dass Einige beim Fleet dieses Problem hatten, wenn sie die Ratschen zu scharf angezogen hatten, aber sich auch relativ schnell an diesen Druck gewöhnen konnten. Anfänger mögen es ja "vorsichtshalber" etwas straffer (zu straff?), haben aber ihre Gelenke + Sehnen + Bänder noch ungenügend trainiert. Aber beim SRB ist doch diesbezüglich noch keine Problematik aufgetreten. Auf dem Foto (SRB 02) sieht man nämlich auch, dass der SRB einen leichten "Padding-Ausschnit" hat, der wohl dazu da ist, dass die Sehnen nicht zu sehr unter Druck geraten. Diesen Ausschnitt braucht der Plus wegen seiner anderen Zugrichtung dann nicht.

      Sind also beide Zugrichtungen nun korrekt? Sitzen bei beiden Fabrikaten die Schuhfersen perfekt stabil, auch bei Cross/Nässe und ohne Sehnenwehwehchen?
      Rollende Atlantik-Grüße ... youtube.com/user/crossroller/videos?view=0
      Rodolfo+Mariana, 78/52 kg, 16.000km+16.000km. Ab 2010-17= V07, ab 2014-17 auch SRB 03

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