Rollvergleichstests Cross-Skating Reifen & Räder

      Hallo Hubert,

      KnightSkater schrieb:

      Servus Erik

      Auch von mir: CHAPEAU! Jedesmal die Lager wechseln…watt’n Aufwand… aber watt’n anschauliches Ergebnis!


      Das wechseln der Lager war nicht so ein Problem. Ich musste auch noch 3 x 4 Mäntel wechseln (glücklicherweise keine 150-er).


      Grundsätzlich bestätigt sich offensichtlich, daß die verbreitetsten 200’er (Primo) bei Soll-Druck etwa gleich liegen mit den favorisierten 150’ern (BA) bei Soll-Druck: gut 50m.
      Mehr Druck heißt weniger Walgen, heißt weniger Widerstand, heißt schneller, weiter, höher – wobei ich meine BAs damals mit 9 bar lief (denn der Boden ist ja weich genug!)… vielleicht hätten die dann in Deinem Test auch die 60m geknackt?!


      Vieleicht ja, ich musste mich einigermassen einschränken denn ich hätte im Prinzip alle Reifen gerne bei verschiedene Drücke getestet....nur wäre ich dann wahrscheinlich noch immer nicht fertig gewesen!!!


      Nochmals vielen Dank für diesen Test – und Danke auch an Bernd fürs Modellstehen bei der Illustration zur Testmethode :) - ich hab ihn sofort an dem freundlichen Gesichtsausdruck erkannt! :cool:


      Man erkennt ihm direkt, oder?;)



      Erik
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      Hallo Dubrock,

      Dubrock schrieb:

      Erik, erst mal, du hast eine Supertest gemacht!

      Was ich komisch finde in die Ergebnisse von Erik sind die Unterschiede zwischen die schmale und Breite 200-er Reifen. Ich wurde erwarten wenn Reifen die gleiche Durchmesser haben, aber schmaler sind und ein höheren Druck haben, dass die dann Schneller sind. Aus der Test von Erik kommt aber heraus dass die breitere 200-er mit niedrigen Druck schneller sind. Ist das logisch? Wenn ja, dann übersehe ich was.


      Ja, man könnte denken dass schmaleren Reifen bei einen etwas höheren Druck leichter rollen würden als breiteren Reifen bei niedrigeren Druck. Dass ist allerdings nicht unbedingt so. Im allgemene kann man sagen dass breitere Reifen leichter rollen werden als schmalere Reifen bei gleichen Druck (obwohl da de Konstruktion der Mäntel auch eine wichtige Rolle spielt).

      Warum dass so ist kannst du lesen auf der Webseite von Schwalbe. Offenbar ist dieser Effekt so stark dass bestimmten breiteren Reifen sogar bei niedrigeren Drücke immer noch leichter rollen als schmaleren Reifen.



      Wenn nicht. Können dass die Lager sein? Wenn dass so wäre dann haben die doch ein viel grosseren Einfluss als erwartet. Und dann wäre es auch fraglich, ob der rest der Ergebnisse wirklich was sagen, ohne unterschiedliche Lager zu testen.


      Die Lager können dass nicht sein denn ich habe beim testen von den 200x30mm und 200x50mm Reifen dieselben Lager verwendet (Lager tatsächlich gewechselt)! Icgh hatte dafür glücklicherweise geeignete schmale und breite Felgen. Sowieso ist der Einfluss von Lager Widerstand sehr gering, so lange die nicht korrodiert sind (darum verwende ich immer nur Edelstahl Lager) und gut geschmiert sind (und das sind Industrie Lager mit Kunststoff Dichtungen eigentlich immer und da braucht man nichts zu machen).


      Hast du schon was vor Sonntag Erik? :P


      Ich habe immer was vor;).....


      Erik
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      Mark S schrieb:

      Super, Erik!! Vielen Dank für den Test! Was mich wundert ist, dass die Alpha Lite verhältnismäßig schlecht gegen die MBS T3 abschneiden. Welche Vorteile haben die denn? Billiger scheinen sie ja nicht zu sein?!?
      Gruß,

      Mark


      Hallo Mark,

      Es handelt sich hier vor Allem um Lebensdauer der Reifen bei Verwendung für Cross-Skates. Eigentlich gibt es keinen 200x50 mm Reifen für Cross-Skates. Alle getestete 200x50 mm Reifen sind Mountainboard Reifen.

      Um das mal unehrbietig aus zu drücken: auf Mountainboards rollt man nur den Berg runter und macht man weiter nichts. Mit Cross Skates muss man meistens auch noch tatsächlich Vorschub erzeugen und werden die Mäntel viel schwerer belastet und das führt zum schnellerem Verschleiss und kürzerem Lebensdauer. Nicht nur Verschleiss der Gummi Schicht spielt da eine Rolle aber auch Belastung (und damit Verschleiss) der Karkasse (vor Allem bei höheren Drücke).

      Erfahrungen von mehreren 200x50mm Cross-Skater haben bisher erwiesen dass die Primo Alpha Light Reifen es recht lange aushalten, auch bei höheren Drücke.

      Die Testresultaten zeigen allerdings dass die MBS T3 Reifen leichter rollen und auch so rund 30 Gramm leichter (nicht unwichtig) sind als die Primo Aplha Light Reifen. Frage ist allerdings wie lange die halten werden. Forum Benutzer Eduard hat mit den T3 Reifen nicht so gute Erfahrungen. Momentan teste ich darum die T3 Reifen auch selber noch mal. Bis jetzt gefallen die mir sehr gut. Ich habe darauf allerdings nur noch etwa 400 km gerollt.......

      Weiteres kannst du hier (und in darauf folgenden Beiträge) lesen.


      Erik
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      Bemerkung zu den Nordic Scout Rennräder

      Ich möchte darauf weisen dass der Rollenshop mittlerweile die Nordic Scout Rennräder nicht mehr verkauft (vor etwa ein halbes Jahr hatte es die noch im Rollenshop gegeben); jedenfalls nicht mehr als Rennrad für den Nordic Scouts (nur noch als Scooter Rad)

      Ob die Gewusst haben dass ich die testen würde....:rolleyes:.

      Erik
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „OmniBlader“ () aus folgendem Grund: Bermerkung & Link Scooter rad zugefügt

      Ich war wirklich froh als ich dann endlich den letzten Rolltests fertig hatte! In letzter Woche habe ich mich allerdings gefragt: "Wie genau sind die Resultaten und wie reproduzierbar sind diese Tests eigentlich????"

      Um davon einen Eindruck zu bekommen, habe ich dann mal die Resultaten von einem Test die ich schon im letztem Frühjahr gemacht habe, kombiniert mit den Resultaten der letzten Tests. Ich muss allerdings dazu sagen dass ich diesen Test im Frühjahr eigentlich nicht so gut vorbereitet hatte und ich mich während den Tests richtig beeilen musste um alles rechtzeitig (innerhalb einen Tag) fertig zu haben. Auch hatte ich zur Zeit nur eine Fusspumpe mit einem nicht sehr genauem Druckmesser.

      Da gab es also im Voraus Gründe um die Genauigkeit dieser Tests einigermaßen in Frage zu stellen.

      Übrigens musste ich (um im nächsten Grafik durchgehenden Kurve zu bekommen) einige Daten interpolieren denn im Frühjahrstest habe ich auf 3.5, 4,5 und 5 Bar getestet und im September Test auf 3, 4 und 5 Bar. Nur dort wo im Grafik Kreisel oder Vierecke stehen, handelt es sich tatsächlich um (mittleren) Messwerte.

      Als ich die Daten des Frühjahrtests dann kombinierte, war ich eigentlich überrascht wie gut die Daten der MBS Roadie und MBS T3 übereinstimmten. Offenbar habe ich da irgend etwas irgendwie richtig gemacht!!!!;)

      Obwohl icht so genau (eigentlich auch nicht so interessant), stimmten auch die Daten der Test von beiden 200x30mm Reifen: Rollenshop Rennrad und Hepros (im Frühjahrstest nur bei 5 Bar getestet) recht gut überein (für grösseres Bild bitte klicken!).

      Grafiek4_zps1f46ec8c.PNG

      Die Primo Alpha Daten stimmten allerdings deutlich nicht überein. In den Frühjahrstest bin ich auf den Primo Alphas immer 9 bis 10 Meter weiter gerollt. Obwohl man immer rechnen muss mit einer bestimmten Ungenauigkeit, bin ich sicher dass die dann auch wieder nicht so gross war (das bestätigen die übrigen Daten dann auch).

      Also, was war denn da loss????

      Dann realisierte ich mich dass ich damals wahrscheinlich noch auf den alten Primo Alphas (also nicht auf dem Light Version die so rund 2008 introduziert worden ist) gerollt bin. Gerade im Frühjahr habe ich mal ein Satz mit Primo Alpha Light Reifen gekauft, unter anderen um die Frage des Gewichts beantworten zu können (lese hier mehr darüber). Ich weiss allerdings nicht mehr ob ich die dann auch im Frühjahrstest verwendet habe oder noch die älteren Primo Alphas.

      Da gibt es nur eins zu machen: nochmal testen!!! Gerade das habe ich dann letzten Samstagmorgen gemacht denn dieser Sammstag waren die Umstände (möglich zum letzten Mal dieses Jahr) wieder mal ideal zum testen: etwa 20 Grad, trocken und kaum Wind.

      Da gab es nur ein kleines Problem: irgendwann im Fruhjahr habe ich auf einem Schoterweg ein riesen Loch in einer der alten Primo Alphas gefahren. Ich hatte also nur noch 3 Stück davon. Darum habe ich getestet mit 3 alten Primo Alphas und einem Primo Alpha Light (am linken Vorderrad). Zum Vergleich habe ich dann natürlich auch noch mal mit 4 neuen Primo Alpha Light Reifen getestet.

      Hier die Resultaten dieser Oktober Test (für grösseres Bild bitte klicken!):

      VergelijkingPrimoAlpha_zpsc25daf0c.PNG

      Die Resultaten mit 4x Primo Alpha Light sind fast identisch mit den Resultaten vom September Test.

      Die Resultaten mit 3x alten Primo Alpha und 1x Primo Alpha Light sind auch fast identisch mit den Resultaten von den Primo Alphas im Frühjahrstest.

      Diese Resultaten bestätigen dass ich im Frühjahr 2014 nicht die Primo Alpha Light Reifen sondern die älteren Primo Alpha Reifen getestet habe!

      Auch wird deutlich dass der neuere Primo Alpha Light eigentlich ein ganz anderer Reifen ist der ältere Primo Alpha:

      • Der Primo Alpha Light IST NICHT LEICHTER (sondern 30 bis 50 Gramm) schwerer als der ältere Primo Alpha.
      • Der Primo Alpha Light ROLLT AUCH NICHT LEICHTER (sondern 10 bis 15% schwerer) als der ältere Primo Alpha.


      Was man damals mit diesen Primo Alpha Reifen genau gemacht hat weiss ich nicht aber besser sind die davon leider nicht geworden. Wie schade dass man diese ältere Primo Alpha Reifen nicht mehr kaufen kann…….

      Für die (Un)Übersichtlichkeit ist hier noch eine Grafik mit alle Testresultaten von den 200x50 und 200x30 mm Reifen zusammen (für grösseres Bild bitte klicken!):

      Overzicht200mmTests2014-Full-Scale_zpsfa0a9b5c.PNG



      Erik
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      Wieder mal sehr interessant, Erik. Da drängt sich die Frage auf, ob Trampa da vielleicht etwas Richtung Haltbarkeit, auf Kosten der Laufeigenschaften, gemacht hat?!?
      Was macht Dein Langzeittest der MBS T3? Läuft noch alles! Die machen ja wirklich einen guten Eindruck.
      Hallo Mark,

      Mark S schrieb:

      Wieder mal sehr interessant, Erik. Da drängt sich die Frage auf, ob Trampa da vielleicht etwas Richtung Haltbarkeit, auf Kosten der Laufeigenschaften, gemacht hat?!?
      Was macht Dein Langzeittest der MBS T3? Läuft noch alles! Die machen ja wirklich einen guten Eindruck.


      Bisher habe ich mich beschränkt auf die Primo Alpha (Lite oder nicht), MBS Roadie und T3 einfach weil ich nur ein Reifensatz zugleich testen kann. Sven (Ostsee Skater) testet zur Zeit auch (ich glaube) Reifen von NEXT und gerade habe ich Jssph gehört dass er die Primo Striker bals mal testen möchte.

      Wenn es noch mehr "Reifen Test Dummies" gibt dann wäre das super!!! Vielleicht müssten wir dann allerdings ein bisschen abstimmen wer welcher Reifen testet.....

      Mit dem MBS T3 bin ich noch nicht soviel weiter als 400 km gekommen auch weil ich endlich mal wieder einige Strecken auf meinen 300-er Omnis gerollt bin (so ein Unterschied!!!!:cool:). Ab nächste Woche werde ich allerdings wieder auf den T3-er umsteigen....


      Erik
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      In den Grafiken in meinem letzen Beitrag in diesem Thema habe, ich um Details besser erkennen zu konnen, die Achsen der Grafike nicht bei Null anfangen lassen. Daher könnte man den (visuellen) Eindruck bekommen dass der Primo Alpha Lite (ich habe bemerkt dass ich oft Light statt Lite geschrieben habe aber ihr weisst schon welcher Reifen ich da meine, oder??) ein ziemlich schlechter Reifen ist. Obwohl er nicht zu gut rollt als sein Vorgänger und als zum Beispiel der MBS T3, ist der Unterschied relativ gering.

      Für den richtigen Eindruck darum nächster Grafik wobei die verticale Achse bei Null anfängt und wobei man die wirkliche Verhältnisse besser erkennen kann (für grösseres Bild bitte klicken).

      Overzicht200mmTests2014-Full-Scale_zpsfa0a9b5c.PNG


      Erik
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      Alles super, und schön gemacht. Nur fehlt mir bei diesen Messungen der Faktor Körpergewicht. Um so höher das Gewicht, desto größer wird natürlich der Vorteil von volumösen Rädern. Um aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen, werden für Tests immer mehrere Probanden dazu genommen. Darf ich bei dieser Gelegenheit vorsichtig fragen, wie schwer du bist?:)
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Hallo Otto,

      Du brauchst überhaupt nicht Vorsicht zu fragen wieviel ich wiege denn ich habe davon hier im Forum nie ein Geheimnis gemacht: ich wiege so rund 100 kg (manchmal ein bisschen weniger, manchmal ein bisschen mehr) :D. Ich bin also ein 'gewichtiger' Mensch ;)

      Natürlich spielt Gewicht eine Rolle! Allerdings sind diese Daten nur als Vergleichsdaten gemeint.

      Ich glaube auch dass schwereren Cross-Skater besonders im Vorteil sind auf den breiteren 200x50mm Reifen. Aber nicht nur die, denn da das Verband zwischen Rollwiderstand(skraft) und Belastung ( = Gewicht) linear ist, hat jeder da Vorteil.

      Dazu rollt man über unebener oder weicher Boden leichter....


      Erik
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      Skike V07-200????

      Hallo Otto,

      Da wir gerade über 200mm Reifen reden....... könnte der Skate im Vordergrund des folgenden Bildes das neue Skike Model für 2015 sein........????????? ;)


      Skike-V07-200_zpsfaa25ef5.PNG

      Ich hoffe du nimmst mir dieser kleiner Schertz nicht übel......und wer weiss was 2015 uns noch bringen wird!


      Erik
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      Hallo Erik!

      Es haben sich ja schon viele Leute bedankt. Und auch ich schaue immer mal gerne rein, in die Tests. Jetzt hast Du schon länger nichts mehr dran gemacht und ich wollte Dich fragen, ob Du daran weiter machst? Ich würde mich sehr für die Rollfähigkeit dieses 130 mm Elpex Rades interessieren welches Reifenwechsel überflüssig machen wird. Ich habe bereits die Gewichte angefragt, aber für die Rollwerte, gibts ja keinen Standards - ausser deiner Methode!
      Wäre jedenfalls toll, wenn Du die mit den 150 ern vergleichen könntest.

      Beste Grüsse

      Rollup!
      Hallo Rollup,

      Na um Räder zu testen zu können muss ich die Räder dabei haben und die müssten die auch noch irgendwie in einer meinen Cross-Skates passen. Diesen 130 mm Elpex Räder habe ich leider nicht und kann die darum auch nicht testen.

      Du könntest Forumbenutzer 'Bin wieder hier' mal fragen. Er hat die schon mal getestet und ich glaube er besitzt die mittlerweile auch.....


      Erik
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      Also den Test kann man sich eigentlich sparen. Diese Räder sind laut Hersteller und Händler hauptsächlich für nicht asphaltierte Untergründe geeignet. Der Abnutzungsgrad auf harten Belägen liegt demnach über den eines normalen Reifens und ist auch noch teurer.

      Am besten du setzt dich mal mit den Leuten von Nordicx in Verbindung. Die sind mit dieser Problematik bestens vertraut.

      Steffen

      Rollvergleichstest 2017

      Letzen Mittwoch habe ich mal wieder das grösste Teil des Tages auf 'meiner Teststrecke' (tief im Wald) verbracht und einige Rollvergleichtests gemacht.

      Hier noch mal wie ich diesen Tests ausgeführt habe (für grösseres Bildr bitte klicken!):

      Poppetjes2-Duits_zpsip8mx7to.PNG

      Ich starte immer an der gleiche Stelle auf einer kleinen Erhöhung im Weg (H = 1,5 bis 2 Meter) und lasse mich einfach hinunter rollen (ohne Stockeinstaz und möglichst ohne weiter irgendwie zu bewegen) bis ich nicht mehr weiter Rolle und notiere dann die abgelegte Abstand.

      Da man immer auf der gleiche höhe anfängt zu rollen, fängt man immer mit der gleichen Menge potenziellen Energie ( = masse x gravitationsbeschleunigung x Höhe). Diese Menge Energie wird zunächst umgewandelt in kinetischer Energie (Bewegungsenergie) und wegen der Rollwiderstand gelediglich umgewandelt in Wärme.

      Für dem Rollwiderstand Fr gilt folgendes:

      Fr = Fn x Cr

      Wobei Fn die Normalkraft ist, also wesentlich das Totalgewicht von mir und meine Omnis (= masse x gravitationsbeschleunigung) und Cr die Rollwiderstabdskoeffizient (und darum geht es).

      Für die Menge Energie die wegen der Rollwiderstand umgewandelt wird in Wärme W umgewandelt wird gilt:

      W = Fr x s

      Da es bei diesem Test keine andere Energiequelle gibt muss diese Wärmemenge gleich sein an der Menge potenzielle Energie.

      Also gilt: m x g x H = Fr x s = Fn x Cr x s = m x g x Cr x s

      Daraus folgt: Cr = (m x g x H)/(m x g x s) = H/s

      Nur ist die genaue Höhe H mir unbekannt und wesentlich auch nicht so interessant so lange die immer nur gleich gross ist. Damit bekommt man mit diesem Test also keine absoluten Werte, sondern (nur) Vergleichswerte.

      Ich habe den Einfluss des Winkels der Strecke worüber man hinunter fährt mal ausser betracht gelassen. Dieser Winkel ist so gering und damit auch der Einfluss, dass das alles verwarlosbar ist, vor allem wenn man weitere Ungenauigkeiten dieser Test betrachtet.

      Die Teststrecke besteht aus einem Asphaltweg mit gut eingefahrenem Schotter. Mit einem Besen habe ich die Teststrecke dann so viel wie möglich gereinigt.

      Mit jedem Reifen undbei jedem Reifendruck bin ich dann vier Mal runter gerollt und habe die Resultaten notiert und daraus die mittlere Wert berechnet (in der Tabelle auf grauem Hintergrund).

      Hier die Resultaten (für grösseres Bild bitte klicken!):

      Tabel2017_zpscl2zamly.PNG

      Wie man sehen kann gibt es eine beträchtliche Varianz bei den Messdaten. Man kann da versuchen um das zu interpretieren und sich abfragen ob gewisse Messungen 'representativ' waren. Das habe ich dann mal nicht getan und eben alles notiert und daraus mittleren Werte berechnet.

      Grafisch sieht dass dann aus wie gezeigt im Grafik 'Test 2017'. Zum Vergleich habe ich die Grafik der Tests aus 2014 zugefügt (für grösseren Bilder bitte klicken!):

      Grafiek2017_zpsslwsuus3.PNG

      Grafiek2014_zpsbzqba1z1.PNG

      Bemerkungen:

      Wie erwartet rollt man auf 300-er Reifen weiter als auf 200-er Reifen.

      Die Messdaten für den MBS T3 (bei 5 Bar) aus 2017 und 2014 stimmen recht gut überein. Das könnte dann darauf deuten dass die Daten aus 2017 und 2014 relativ gut vergleichbar sind.

      Mit dem Schwalbe Black Jack (bei 7 Bar) bin ich allerdings bei den letzten Tests etwa 5 Meter weiter gerollt als in 2014. Das könnte dann darauf deuten dass die Daten aus 2017 und 2014 dann doch nicht so gut vergleichbar sind. Also vorsicht! Bei den Tests in 2014 war es rund 20 Grad, bei den letzten test war es rund 25 Grad und Temeopratur hat einen deutlichen Einfluss; je wärme desto leichter rollen Lufträder. Wie vorher schon bemerkt ist die Varianz in den Daten recht gross. Es könnte im Prinzip so sein dass man mal alles relativ niedrigen und ein anderes mal relativ höhen Messwerten bekommt. Jedenfalls ein bischen vorsicht mit dem Vergleich der daten von 2014 und 2017.

      Wie erwartet rollt man auf 300-er Reifen weiter als auf 200-er Reifen.

      Was auffällt ist dass ich mit dem Schwalbe Black Jack bei 6 Bar gerade etwas weiter gerollt bin als bei 7 Bar. Ich hatte erwartet dass bei einem höheren Druck man auch weiter rollen würde. Darum habe ich diese Testserie (Schwalbe Black Jack bei 7 Bar) nochmals ausgeführt. Zuerst natürlich den Druck in allen Reifen kontroliert; die war OK. Hier die resultaten der beiden Testserien (für grösseres Bild bitte klicken!):
      Tabel2017-2_zpswv5azike.PNG

      Also da waren die Resultaten noch etwas niedriger !

      Erklären kann ich dass so nicht. Offenbar ist es eben so. Bisher habe ich den Schwalbe Black Jack zusammen mit dem Schwalbe HS140 immer nur bei 7 Bar getestet. Wenn ich mal Zeit und Lust habe werde ich das mal näher untersuchen.

      Der Trampa Mudplugger rollt bei 4 und 5 Bar deutlich nicht so weit als den MBS T3 oder MBS Vine. Wenn die Daten aus 2014 und 2017 vergleichbar sind dann ist der Trampa Mudplugger eher zu vergleichen mit dem Primo Alpha Light und damit ein wenig entäuschend. Allerdings ist der Trampa Mudplugger besser geeignet für höheren Drücke (4,5 Bar) als der Primo Alpha (3,5 Bar).

      Der Trampa Mudplugger und der MBS Vine sehen äusserlich fast identisch aus: selbe Profil, Selbe Aufschrift, selbe Nummer. Nur die maximal Druck Anzeige und das Gewicht (Mudplugger: 226 Gramm, MBS Vine: 232 Gramm) sind unterschiedlich. Im Innere müssen die Unterschiede allerdings grösser sein denn die Rollleistungen der beiden Reifen sind sicherlich nicht identisch.

      Zur Zeit ist also der MBS Vine mein favoriter 200-er Reifen obwohl noch nichts bekannt ist wie lange die halten werden. Laut Angabe von MBS sind die MBS Vine Reifen geeignet für 80 PSI (± 5,5 Bar). Ich werde die in kommender Zeit allerdings auf 6 Bar testen.

      Der MBS T3 ist nur geeignet für 60 PSI (± 4,2 Bar). Der erste Satz MBS T3 Reifen habe ich getestet auf 5 Bar. Das haben die nicht lange ertragen und mit noch keine 1000 km sind etwa 500 Meter nach einander die Reifen an beiden Hinterräder explodiert (versagen des Karkasses). Der zweite Satz habe ich dann mit etwa 4,75 Bar getestet. Darauf bin ich dann etwas weiter gerollt (etwa 1200 km) und dann ist auch wieder einen Reifen der beiden Hinterräder explodiert.

      Mal sehen ob die MBS Vine Reifen länger halten.

      Und dann mal warten bis die Skike 200-er Reifen da sind!


      Erik[
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      Hallo Erik,

      ich bewundere Deine akribischen Untersuchungen, die jedes Detail berücksichtigen. Dafür fehlt mir die innere Ruhe. Bei mir muss es rollen, am besten an einem Stück.

      OmniBlader schrieb:

      Mit jedem Reifen undbei jedem Reifendruck bin ich dann vier Mal runter gerollt und habe die Resultaten notiert und daraus die mittlere Wert berechnet (in der Tabelle auf grauem Hintergrund).


      Vier mal mit jedem Reifen und bei jedem Reifendruck. Da kommt schon was zusammen. Trotzdem wundert es mich nicht, das Du da nicht wirklich was auf die Uhr bekommst. ;)

      LG Jens
      Skike Vo7, Black Armada, Skike one for one mit Leki Trigger3, Garmin 310XT
      Ich habe mal wieder einige Rollwiderstandvergleichtests gemacht. Bei den vorigen Tests hat sich herausgestellt dass mit den Schwalbe Black Jack Reifen der Rollwiderstand ab 6 Bar wider zu nimmt! Um dieses Effekt zu bestätigen habe ich diese Tests noch mal gemacht.

      Zusätzlich habe ich dann auch mal die Schwalbe Big Apple Reifen getestet. Die Big Apple Reifen sind 300x50mm 'Strassenreifen' mit untiefes Profil und sind ein wenig breiter als die Black Jack Stollenreifen und etwa 10 mm breiter als die HS140 Strassenreifen womit ich bisher viel gefahren bin.

      Im Vergleich mit den HS140 und Black Jack Reifen rollen Big Apple Reifen dann noch besser (etwa 12% besser)!

      Wie bei den Black Jack Reifen, sieht man auch bei den Big Apple Reifen dass so rund 6 Bar der Rollwiderstand am niedrigsten ist und dass ab 6 Bar der Rollwiderstand wieder zu nimmt (und man also weniger weit rollt)!

      Bei den letzten Test mit den Black Jack Reifen hat, gerade als ich mit diesen Test angefangen habe, der Wind zugenommen. Das hat dann wahrscheinlich die Resultaten beeinflusst, nicht nur wegen der Wind aber auch weil allerart Zeug (Fichtlinge und kleine äste) aus den Bäumen auf den Weg gewäht ist. Wahrscheinlich darum bin ich bei den Test in Mai gerade weniger Weit gerollt als beim vorherigen Test in April. Was wichtiger ist, ist dass auch dieses mal bei etwa 6 Bar die Kurve 'knickt'. Also ab 6 Bar nimmt der Rollwiderstand wieder zu!

      Zur Übersichtlichkeit habe ich mal alle bisherigen Testresultaten in einer Grafik zusammen gefasst (bitte 'clicken' für vollständiges Bild):

      OverzichtsGrafiek.png

      Wenn man sich das mal so anschaut, kann man sich fragen warum es immer noch Leute gibt die auf 150-er rollen, oder? ;)


      Erik
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      Hallo Erik,

      eine schöne Tabelle und viel Arbeit..., aber du hast diese ganzen Tests garantiert nicht alle an einem Tag gemacht und somit auch nicht bei gleicher Außen- und Bodentemperatur. Hast du schon bemerkt, dass an kalten Tagen der Gummi härter ist und somit generell schlechter rollt? Auch der Faktor Körpergewicht spielt da eine enorme Rolle, denn ein kleines Rad verhält sich bei hohem Körpergewicht im Verhältnis zu großen Rädern ganz anders, als bei durchschnittlich gewichtigen Personen. Daher kann man das so nicht einfach über einen Kamm scheren. Mein erster Prototyp und auch ein paar weitere noch waren bereits 1997 mit 300er Räder bestückt. Produktgewicht, Wendigkeit und Rolleigenschaften sind Faktoren, die in einem Produkt als Gesamtes zu betrachten sind. Bereits zu dem Zeitpunkt, wo ich entschieden habe, mit 150er-Räder loszulegen, war mir klar, dass irgendwann die Reise in Richtung größere Räder stattfinden wird, denn dass große Räder bezüglich Geländetauglichkeit Vorteile bieten, ist auch mir klar. Wenn man sich aber im Gelände und Steigungen neben Skating dann auch noch bewegen kann wie ein Tourengeher, ist das die Krönung, wenn dann auch das Gewicht noch stimmt.
      sportliche Grüße
      Otto
      (skike-Erfinder und Mitentwickler)
      skiken.at
      Hallo Otto,

      Diesen Tests habe ich sicherlich nicht an einem Tag gemacht. Die habe ich in den letzen Paar Jahre gelegentlich so gemacht.

      Temperatur hat tatsächlich einen recht grossen Einfluss auf den Rolleigenschaften von Gummi Reifen (wahrscheinlich grösser als die meisten denken). Das habe ich selber auch schon mal Erfahren als ich so ein Test bei unter 10 Grad ausgeführt habe. Die Resultaten waren absolut nicht zu vergleichen mit vorherigen Tests bei etwa 20 Grad. Darum suche ich mir jetzt auch immer Tage aus wobei es so rund 20 Grad ist und versuche immer ein Reifen Typ die ich bei den vorherigen Test getestet habe, erneut zu testen um zu sehen wie sehr die Daten Vergleichbar sind.

      Sachen als Körpergewicht aber auch wie sauber der Wegoberfläche ist (darum fege ich die vorher mit einem Besen!) und Wind spielen eine Rolle.

      Meine Absicht mit diesen Tests ist auch nicht um irgendwie ‘Absolute Daten’ zu erstellen oder um absolute Aussagen machen zu können. Es sind Vergleichstetst mit nur (relativen) Vergleichsdaten die daraus kommen. Mir geht es darum um Trends und Möglichkeiten zu untersuchen deutlich zu machen (für Forumleser).

      Ich weiss auch dass du (mittlerweile schon eine Weile her) mit 300mm Räder experimentiert hast damals wohl noch mit Speichenräder mit Stahl Felgen und Nabe und höchstens 2,5 Bar in den Reifen???).

      Ich sehe es so dass jeder Cross-Skates (150mm, 200mm oder 300mm) ein Kompromis Lösung ist (Leichtlauf, Geländefähigkeit, Wendbarkeit, Gewicht u.s.w.) und es keine Ideal Lösung gibt. Dazu gibt es eben zuviel verschiedenen Benutzer. So gibt es Leute die nur auf Asphalt rollen möchten, die auch gerne Cross fahren, Leute die mit oder ohne freie Ferse fahern möchten und dann gibt es auch noch ‘Feinschmecker’ die gerne zusätslich in klassischen Stil voran kommen möchten , sowie mit den Tour Skikes möglich ist.

      Das ist alles prima und ich finde es darum auch super dass Skike bald mit dem V9 diese verschiedenen Cross-Skating Möglichkeiten mit grösseren Rädern für ein grosseres Publikum weiter zugänglich machen wird.

      Ich bastele einfach weiter mit meinen super leichten 200-er und meine 'ziemlich wahnsinnige' 300-er. Ich mache das an erster Stelle nur weil es mir Spass macht und wenn ich dann nebenbei andere Cross-Skater (und vielleicht sogar Hersteller ) auf neuen/weitere Möglichkeiten weisen kann, na dann ist das doch super!

      Ich bin gespannt womit du und Skike in den kommenden Jahren noch kommen wird und wie die Cross-Skating Sport sich weiter entwickeln wird.


      Erik
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