Ein Wochenende in Berlin

      Ein Wochenende in Berlin

      Gestern abend bin ich von fast 4 Tagen Berlin zurückgekehrt. Das war ein dichtes und ereignisreiches NCS-Wochenende.

      Der eigentliche Zweck des Besuches war der Kurs zur Lizenzverlängerung Skike- und DSV-Cross-Skating-Trainer bei Thomas Staacks von nordisch-aktiv. Es war wieder ein sehr schöner Kurs, vielen Dank dafür! Ich konnte eine kleine Einheit zum Thema "sicherer Umgang mit Stöcken im Straßenverkehr" einbauen. Schließlich muss den Stöcken und deren Spitzen beim Cross-Skaten deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, als es im Winter der Fall ist. Vom Asphalt können die Stöcke abprallen oder abrutschen und der Radius beim Stockschwenken ist den meisten nicht ständig präsent. Ist klar, denn die Stöcke befinden sich zum größten Teil "aus den Augen, aus dem Sinn" des Fahrers. Deshalb sollte man sich immer wieder einer eigenen ungefährlichen Stockführung vergewissern oder sich mal von anderen dazu beobachten lassen.

      Ein schönes Wiedersehen gab es mit einigen Teilnehmern des Winter-Langlaufkurses im Fichtelgebirge, die nun den Sommerteil des Jugendskileiterschein absolvierten.

      Samstag nachmittag konnte ich den Skike VX Twin an der nordisch-aktiv Ausleihstation testen. Da ich schon den VX Solo als schwer und als unangenehm drückend an den Polstern empfand, ging es mir mit dem VX Twin ebenso, schließlich ist er grundsätzlich gleich aufgebaut wie der VX Solo. Ansonsten fand ich die Hauptmeinung der Forumsnutzer über den VX Twin bestätigt. Ich habe die Klappschiene aktiviert und tatsächlich war es angenehm, wenn beim Skatingschritt die Ferse etwas nachgehen konnte. Die Diagonaltechnik war zwar "machbar", aber ich würde jedem davon abraten, sich diese Technik mit dem Twin antun zu wollen. Der Skate ist zu kurz und zu schmal, um einigermaßen entspannt rollen zu können. Die Konzentration muss voll darauf gerichtet sein, die Spur zu halten. Das mag eine sehr gute Schulung der Koordination sein, aber Freude an der Bewegung ist etwas anderes, vor allem, wenn man seine Vorstellung aus dem Winterlanglauf übertragen möchte.

      Doch dann durfte ich Johannas alten und geliebten Classic-Roller von Elpex testen. Das war klasse!!! Ein sicheres Gefühl im Stand und das gutmütige Verhalten des Klassik-Rollers vermitteln genau das, was ich mir unter Sommer-Klassik-Langlauf vorstelle! Für mich wäre das DER Roller. Johanna sagt, dass sie mit den sehr breiten Gummirollen locker über Unebenheiten und Cross-Anteile rüberrollt. Ich habe mal geschaut, es kann sein, dass es der Elpex Wasa 610 ist, der diesem Roller am ehesten entspricht. Fehlt eben noch die Bremse, aber da wir schon dabei sind, alle möglichen Bremssysteme am Skischuh zu verankern, würde sich bestimmt auch dafür etwas finden.

      Nils erklärte mir schließlich nochmal genau, warum man die Salomon Pilotbindung durch eine ältere Profilbindung ersetzen sollte, vor allem, wenn man ein schwereres Gerät wie einen Cross-Roller an den Füßen hat. Die Schiene bleibt näher am Fuß und hängt nicht so sehr herunter.
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      Der Sonntag begann mit einem Wettkampf :) Das heißt, Jörg und ich durften beim Kreuzberger Viertelmarathon auf unseren Cross Skates vorneweg fahren. Auch das war für mich ein Erlebnis der besonderen Art, so eine "Stadtführung "auf komplett abgesperrten Straßen bekommt man nicht alle Tage. Jörg wird im TiB NCS-Kurse geben, viel Erfolg wünsche ich ihm!

      Bei ihm kann man den SRB XRS02 fahren und das habe ich genutzt!! Den Viertelmarathon habe ich auf den SRB XRS02 absolviert und ich habe mich darauf sehr wohl gefühlt. So ohne Gewöhnung gleich mit Ratschenverschlüssen auf die Piste zu gehen, hätte für mich beim VX Solo jede Menge Schmerzen bedeutet. Aber es ließ sich wunderbar mit meinen Hallenfußballschuhen fahren, ich hatte keinerlei Druckstellen.
      Der Geradeauslauf ist prima und der lange Radstand ist auf Asphalt sehr komfortabel und laut Jörg auch auf Cross gut zu handhaben. Die Fußplatte lässt sich auf verschiedene Schuhgrößen (bis 52) einstellen und bietet ein sicheres Standgefühl. Dafür wurde weit weniger Material verbaut als beim PS XC Skeleton als Extrembeispiel, und es reicht völlig aus.
      Was die Haltbarkeit des Materials angeht, so muss die Zeit zeigen, was die "Sprunggelenklager" aushalten, denn sie bestehen nur aus einer Schraube, und wie die Befestigung der Wadenschale auf Dauerbelastung oder größeres Gewicht der Fahrer reagiert, da sie nicht in einem Stück mit dem Rahmen verbunden ist.

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      In der Mittagspause stattete ich dem Kurscontainer von nordisch-aktiv auf dem Tempelhofer Feld noch einen Besuch ab und machte die Bekanntschaft von Utz, der als Trainerfrischling gerade erfolgreich seinen ersten Kurs gab. Das hat auch was, brötchenkauend jemandem anderen beim Kursegeben zuzusehen *grins*, ich hoffe, es hat nicht irritiert.

      Nachmittags stand Video-Dreh mit den Profis Birgit und Suzy auf dem Programm.
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      In meinen NCS-Trainingstunden auf Tartanbahn in Schönkirchen haben sich einige Technik- und Koordinationsläufe entwickelt, die ich gerne mal gefilmt haben wollte. Nicht nur, um sie anderen zu zeigen und zu vermitteln, sondern auch, um mich selber dabei mal zu sehen.
      Erst musste noch ein wenig an den perfekten Bedingungen gebastelt werden. So liehen wir uns ein Fahrrad von einem Grüppchen chillender Jugendlicher, um ein "Kamerafahrzeug" zu haben und von Vater und Sohn ein Stück Kreide, um eine Begrenzungslinie der Tartanbahn zu simulieren. Denn diese dicken weißen Begrenzungslinien der Stadionbahnen geben eine hervorragende Orientierung ab für die Technik- und Koordinationsläufe des Nordic-Skating-ABC.
      Herausgekommen sind dabei jede Menge Videoschnipsel und Standfotos, die ich nun sortieren werde. Das wird noch ein klein wenig dauern ;)

      Es war so ein richtig schönes Wochenende, nochmal ganz herzlichen Dank an alle für Aufnahme, Unterkunft, interessante Gespräche, Sportbegeisterung und und und ;)
      Ich werde wiederkommen!

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      Liebe Grüße, Andrea
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „anki“ ()

      Hallo Andrea,

      Die Vx Twin die du gefahren bisst, war das eine original (alte) version oder eine Second Edition? Die Second Edition solle etwas komfortabeler sein!

      Gut um auch von dir mahl zu hören das es mit den klassischen Stil auf der Vx Twin nicht so einfach ist. Das bestätigt die Erfahrung anderer Cross-Skater.

      Dennoch finde ich es ein tapferer Versuch von Skike nur nicht gut genug, schade!

      OmniBlader
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      anki schrieb:



      Was die Haltbarkeit des Materials angeht, so muss die Zeit zeigen, was die "Sprunggelenklager" aushalten, denn sie bestehen nur aus einer Schraube, und wie die Befestigung der Wadenschale auf Dauerbelastung oder größeres Gewicht der Fahrer reagiert, da sie nicht in einem Stück mit dem Rahmen verbunden ist.
      Liebe Grüße, Andrea


      Hallo Andrea

      Ja,leider ! denn trotz Hinweisen kompetenter Cross-skater aber auch meiner Wenigkeit, hat man diese Verbindung zweier Aluminium-Hebel durch eine Edelstahlschraube nicht als Gleitlager gefertigt.
      Ich habe den SRBXRS02 am WE bei Globetrotter wiederholt in der Hand gehabt und das Spiel dieser Verbindung war spürbar und hörbar bei einem neuwertigen Roller.
      Für mich ist nicht vorstellbar ,auch nach den Erfahrungen mit den Skikes, das es hier keine negativen Veränderungen in dieser Schraubverbindung geben soll.
      "Die Zeit" beim Kunden sollte es nicht zeigen sondern vorrausgegangene Test hätten hier Aufschluss bringen können.

      Dein Artikel ist sehr interessant und auf mein "Gemecker" brauchst du nicht eingehen, wir können es eh nicht ändern.

      Gruß
      Bernd