nordic scout free

      Meine Erfahrungen mit dem Scout

      Top für grobe Wege, es hakelt nicht oder blockiert einem nicht auf groben Schotterwegen, wie das mit anderen Geräten schon mal vorkommt.
      Das Mehrgewicht von ca. 0.5kg gegenüber einem SKIKE z.b. macht sich aufwärts oder bei langen Ausfahrten schon bemerkbar. Ist eher etwas für kräftige Fahrer.
      Dafür ist die Eigen-Federeung der grösseren Räder sehr angenehm.
      Ich finde auch, dass der Vorderfuss gegenüber anderen Geräten weniger gute fixiert ist. Man rutscht beim längeren Fahren leicht zur Seite, da eine direkte seitliche Fixierung fehlt.

      Fazit: meine Nummer eins für Offroad, für kräftige Fahrer!

      Gruss aus der sonnigen CH

      Teil 1 Nordic Scout

      "Fehler

      Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf


      • Der Text, den du eingegeben hast, besteht aus 10322 Zeichen und ist damit zu lang. Bitte kürze den Text auf die maximale Länge von 10000 Zeichen."


      Das ist für ein Forum ziemlich seltsam: Mir ist klar dass längere Texte anstrengend zu lesen sind. Ich wollte halt auf Alles eingehen. Deswegen dann doch lieber in 2 Teilen. :p



      So ich reihe mich mal ein, muss aber vorab sagen, dass ich mich nochmals mit dem Shop auseinandersetzen muss und einige Fragen habe. Bestellt hatte ich das Free-Modell, da man dort auch Schutzbleche verwenden kann und ggf. umrüstet auf Inlinskates-Schuhe.

      Im Folgenden möchte mal auf das verwendete Material eingehen. Geliefert werden eine Anleitung (3-Seiten sw-ws bebildert) welche eigentlich nur das Nötigste beinhaltet, eine richtige Dokumentation sieht anders aus.

      Einleitung:
      1. Einstellung der Verschlussgurte
      2. Einstellung der Bremse
      3. Ausgleich bei Fehlstellungen / Verstellung der vorderen Bodenplatte

      Dann gibt es noch ein 7-seitiges buntes Hochglanzheftchen der einzelnen Nordic-Scout-
      Modelle, deren Zubehör und natürlich die Bezugsquelle.

      1 x Werkzeug

      Ja das war es, irgendwie wäre mehr wünschenswert gewesen.

      Laut beiliegender Anleitung soll man sämtliche Schraubverbindungen überprüfen und ggf. nachziehen, aber mitgeliefert wurde nur ein Inbus-Schraubendreher/T-Griff, wie man ihn auch von Inline-Skates usw. kennt.

      Dumm nur, dass man verschiedene Größen von Innensechskant braucht. Die Trittbleche besitzen teils eine kleinere und das Gelenk der Wadenbremse sowie die hintere Schuh-Arretierung zum Gegenhalten eine größere Größe als die der Achsschrauben. Ein Steck-/Ring/Maulschlüssel zum Gegenhalten wäre auch nicht schlecht, da die Schrauben einen sehr weichen Eindruck machen und sicherlich schnell im Innensechskant ausleiern und durchdrehen.

      1. Schiene
      Die offene Alu-Schiene ist wirklich wunderbar gearbeitet und ein richtiger Hingucker, sie ist weder lackiert oder gebürstet einfach nur poliert und dadurch natürlich auch sehr empfindlich. Schnell hat man Kratzer und Schläge drin. An den Seiten besitzt sie einen weißen Aufdruck von Cado Motus. Auf Höhe des Fersenbleches gibt es links wie rechts eine glatte Mulde im Profil, mit einem 8mm Leer-Loch, auf welche nirgendwo eingegangen oder erklärt wurde. Laut Bildern, kann man dort aber manchmal eine Schraube sehen, ich vermute dort einen Winkel zum Fersenblech. Wer kann mir das bestätigen?

      "Material: Aluminium (CNC gefräst)
      Gewicht (pro Schiene, ohne Rollen): 654 g
      Schienenlänge (ohne Rollen): 615 mm
      Gesamtlänge (mit 200-mm-Rollen): 780 mm
      Schienenbreite: 75 mm
      Montageabstände: 165 mm und 195 mm
      Maximale Rollengröße: 200 mm
      (Quelle: www.der-rollenshop.de)"

      2. Trittbleche
      Es gibt zwei Trittbleche aus Aluminium, eines für die Ferse und ein verstellbares für den Vorderfuß. Sie sind lackiert. Zur Auswahl stehen: sw, bl, rt, br, sb.

      Das Fersenblech, welches den Fersengurt, die Aufnahme Wadengurtes nebst Bremse und die Fersenjustierung aufnimmt, kritisiere ich sehr. Ein Unterblech, welches sich unter die Schiene zum einen und dem Fersenblech selbst über der Schiene befindet, ist nur ein Klemmblech ohne weitere Befestigung. Das Fersenblech ist so nur durch eine einzige 6mm- Senkkopf-Schraube gehalten. Das kann nicht halten und bei mir tat es das auch nicht. Selbst bei einer doppelt so starken Schraube, ist der Hebel darauf zu groß, im Drehpunkt als einzelne Schraube. Die Fahrdynamik, das Bremsen und der Gurt wirken hier als Kräfte. Diese eine Schraube würde dann auch zusätzlich noch als Befestigung im Falle der Montage eines Skate-Schuhs dienen. Auch hier muss man sich wieder vor Augen führen, dass man die Schraube nicht mit aller Gewalt anziehen kann, die Gewinde der Skate-Schuhe als Halter für das Fersenblech benutzen zu wollen, ist absurd. Eine längere Schraube für Skate-Schuhe im Fersenbereich, wird nicht mitgeliefert und die von den Schuhen sind zu kurz. Das Fersenblech selbst ist zu dünn oder sollte besser verwindungssteif sein, nach kurzer Zeit verbog sich das Blech nach oben, lockerte den Fersengurt und drehte sich das gesamte Blech über das vordere Trittblech um die einzelne besagt Schraube. Wer kann mir auch das bestätigen?
      Abhilfe gegen Verdrehen, könnten Winkel zur Stabilisierung Richtung Schiene und Richtung Gelenk der Wadenbremse schaffen. Gibt es die zufällig?

      Die Schrauben dort sind Senkkopfschrauben und die Muttern besitzen eine breitere Verzahnung, welche das Mitdrehen und das sich selbständige Lösen eigentlich verhindern sollten. Aber ausgerechnet die Fersenjustierung besitzt keine solche Verzahnung und kann sich lösen und sich so von der Sohle des Schuhs wegdrücken. Durch die Weichheit der kleinen Inbus-Schrauben kann man diese Justierung auch nur bedingt festziehen. Mehrere Benutzer dieses Sportgerätes oder gar mehrere Schuhe, da sind die Schrauben schnell hinüber. da muss etwas stabileres ran! Wer kann mir auch das bestätigen?

      Die Justierung selbst ist mit einen Gummi versehen, um besonders schmale Schuhsohlen zu erreichen.

      Das vordere Trittblech ist mit zwei Schrauben befestigt und kann sich so nicht bewegen. An ihm befindet sich der Gurt für den Vorderfuß sowie die Aufnahme des vorderen Schutzbleches, sowie die XO-Verstellung zum Ausgleich von Fehlstellungen (habe ich noch nicht probiert) Es ist auch mit einem kleinen Grip-Tape versehen.

      4. Gurte
      Als Erstes muss man sich auf eine Richtung seiner Gurte einigen, nach außen oder nach innen, da sonst nur die eigenen Einstellungen der XO und die der Fersenjustierung, ein Links oder Rechts vorgeben.
      Die schwarzen Gurte sind recht schlampig gearbeitet, Nähte nicht durchgängig, ungleichmäßig. Die Lachen sehen aus als wurden sie im Kindergarten von einem 4-Jährigen zurecht geschnitten. Nach meinem Empfinden sind sie auch sehr schmal, der Klettbereich ist zudem noch schmaler als der Stoff auf den er genäht wurde. Das hat zur Folge, dass das Nylon aufdrüselt und in wunderschönen langen Fäden mit im Klett hängt oder sonstwo.

      Der Gurt des Vorderfußes befindet sich bei mir Schuhgröße 43 zu weit vorne, genau auf den Zehen und ist einfach viel zu lang an dieser Position. Selbst mit S3-Gummistiefeln, wäre das zu lang. Aber das vordere Trittblech besitzt eine weitere Gurtaufnahme, welche näher zum Bein sitzt. Schade, dass keine weiteren Gurte mitgeliefert wurden. Also müsste man den vorhanden Gurt versetzen, was recht einfach geht, wenn man die Umlenköse durch den schmalen Schlitz des Trittbleches drückt.

      Der Gurt der Ferse hat die richtige Länge, aber wie schon erwähnt, der Druck über den Schuh auf den Gurtlassen das Blech der Ferse verbiegen. auch das Gelenk der Wadenbremse ist dadurch beeinträchtigt.

      Das durchschnittliche schwarze Wadenpolster ist an dessen Rückseite mit einem Klett befestigt und abnehmbar, der Gurt ist ausreichend lang. Die Halterung ist in Neigung stufenlos und in der Höhe 4-fach verstellbar. Dreht man allerdings den Halter um 180° nach unten, dann ist der Gurt verkehrt herum, also muss man diesen dann drehen. Befestigt ist der Halter durch zwei Schrauben mit Muttern.

      5. Bremsen
      Die Bremsen lassen sich mittels Stellung der Wadenpolster-Halterung sowie der Stellung der Bremse einstellen. Ich habe dort ein wenig herumgespielt und komme zu dem Schluss, dass die Bremse recht früh greift, ich habe als die Wadenpolster-Halterung bis zum Anschlag Richtung Hinterrad bewegt, um nicht unbeabsichtigt zu bremsen.

      Das Gelenk der Wadenbremse ist sehr schwach ausgeführt und lässt zueinander schlecht kontern, man benötigt zwei zudem verschiedene Inbusschlüssel. Dreht man diese zu fest, dann ist die Drehbewegung schwergängig. Ist sie zu locker, löst sie sich und dann fliegt einem alles um die Ohren

      Möchte man eine schmalere Bereifung nutzen und holt sich einen Radsatz, verweist nichts darauf, dass man auch eine andere Bremse benötigt, da die Reibbleche zu weit auseinander sitzen. Gibt es da schon was oder hat einer eine Idee?

      6. Räder
      Die Originalfelgen und Reifen haben einen sehr schlechten Rundlauf, und eiern extrem. Da man kaum Abstand zwischen Schiene und Reifen hat, schleift es dort schnell. Ich werde wohl 2 Felgen umtauschen, vielleicht. alle, denn sie taugen nicht die Bohne. Erst berührten nur die kleinen Borsten des Reifen die Schiene, nun nach einem Tag Probefahren schleift die Schrift des Reifens am Rahmen, das darf nicht sein, hätte man sicher auch sehen können, bevor man Ware versendet. Zu den rostfreien Kugellagern kann ich bisher noch nichts sagen, außer dass sie einen guten Leerlauf haben. Ich bin bisher nur auf trockenem Asphalt gerollt, und empfand es als leichtgängiger als gedacht und angenehm, aber nur bei meiner gemächlichen Fahrweise. Der Luftdruck des Schlauchreifens beträgt 3,5Bar Eiern bei euch auch die Räder so schlimm, vor allem mehr nachdem ihr gefahren seid?
      --
      Dream big, work hard! :cool:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Floyd“ ()

      Teil 2 Nordic Scout

      7. Zubehör
      Ich habe mir gleich die Schutzbleche mit hinzu geordert, da ich auch gerne mal durch eine Pfütze fahre statt drumherum. Die Stahlbleche sind gegliedert und lackiert. Das hintere Schutzblech wird zwischen die Bremsen-Halterung geschraubt und geht sozusagen mit der Wadenbremse mit. Das vordere Schutzblech ist an dem Vorder-Trittblech montiert, möchte man einen Skate-Schuh fahren, bedeutet dies den Wegfall des Schutzbleches. Warum hat der vordere Steg der Schiene am Vorderrad nicht auch zwei kleine Bohrungen wie dies beim Steg am Hinterrad der Fall ist, wozu sind diese Löcher überhaupt gedacht?

      Fazit:
      Also mein Körpergewicht + Klamotten beträgt keine 95kg und das Gerät soll nach Angabe des Herstellers bis zu 120kg tragen können. Ich habe die Nordic Scouts auch nicht ansatzweise in extremen Bedingungen bewegt, nur zum kennenlernen und bin schon etwas enttäuscht. Der gesamte Fersenbereich müßte verwindungssteifer und stabilisierter sein. Die Schrauben werde ich in Edelstahl-Torx tauschen und bei Schraube/Mutter- Verbindungen Sechskantschrauben und selbst sichernde Muttern mit größeren U-Scheiben benutzen. Dort wo es Sinn macht werde ich Loctite Schraubensicherung verwenden.

      Ich hoffe, ihr könnt mir ein wenig Rückmeldung geben, da ich gerne erst Fehler bei mir suche, aber vielleicht hat der Eine oder Andere ähnliche Erfahrungen gemacht.

      Grüße
      --
      Dream big, work hard! :cool:
      Hallo Floyd,

      Diese Beschränkung der Zahl der Zeichen ist mir bekannt aber nur für sehr wenige Benützer tatsächlich ein Problem! Nur mit so ein ausführlicher Beitrag (und das meine ich positiv) wie deiner manifestiert diese Beschränkung sich!

      Ich muss dein Beitrag noch mal gut lesen und werde Mal sehen ob ich einige deiner Fragen beantworten kann aber jetzt schon möchte ich dir danken für deine Muhe und deinen sehr detaillierten und kritischen Testbericht.

      OmniBlader

      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anki“ () aus folgendem Grund: Schreibfehler

      Hallo Floyd,

      danke für deinen akribischen Bericht!
      Ich habe deine Beiträge verschoben, da es schon ein Thema zum Nordic Scout Free gibt. Dort findest du auch Beiträge weiterer "Testfahrer".

      Es ist wirklich so, dass du ein mittleres Werkzeugtäschlein besitzen solltest, wenn du dir Cross Skates anschaffst, egal welche. Für das meiste reicht ein Universal-Taschenwerkzeug, manchmal sollte man ein zweites zum Gegenhalten haben.
      Die Bremse eines Cross-Skates muss jeder für sich selber einstellen. Je nach Körpergröße und Hebelverhältnissen kann das unterschiedlich sein. Bei Einsteigern ist es sinnvoll, dass die Bremse so früh wie möglich greift. Nur darf sie beim Fahren natürlich nicht schleifen, sonst macht man unfreiwilliges Krafttraining :)

      Dass die Reifern eiern, ist tatsächlich bei allen Cross-Skate-Reifen so ... man gewöhnt sich dran. siehe auch forum.cross-skating.com/skike_…e_raedern_beseitigen.html
      Aber schleifen dürfen die Mäntel natürlich nicht!! Und das Fersenblech sollte sich nicht nach oben biegen. Und die Gurte sollten sich nicht sofort auflösen.
      Das und ein paar weitere Fragen, warum und wieso das genau so konstruiert worden ist, solltest du wirklich mit dem Händler/Hersteller klären. Bei Qualitätsmängeln sowieso sofort reklamieren und nicht die Fehler bei sich selber suchen wollen!

      Viel Erfolg,
      Andrea
      Hallo Floyd,

      Ich habe immer noch keine Zeit gehabt um dein letzter Beitrag ganz genau zu lesen. Dennoch habe ich ein Tipp für dich. Gebrauch möchligst auch mal Bilder. Ein Bild sagt mehr als tausend Wörter

      Ich benütze immer Imageshack da man damit sehr einfach Bilder an einem Forum Beitrag zufügen kann (und nicht nur links) . Es gibt da nur eine Beschränkung± man kann nur 4 Grafiken (aber das sind z.b. auch Smileys) in einem Beitrag benützen. Darum füge ich oft mehrere Bilder zusammen (mit MS Paint oder so)....

      OmniBlader
      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Hallo Floyd,

      Endlich ein bisschen Zeit gefunden um auf deinen Beitraf zu reagieren. Wie du schon bemerkt hast gibt es hier im Forum nicht viele Noric Scout Free Benützer.

      Zuerst mal über den Räder und Reifen. Welche Felgen und Reifen hast du benützt?
      Ich habe nur Erfahrung mit den Primo Alpha Reifen und die Eiern kaum.

      Ich werde bald mal 4 x MBS Roadies kaufen um zu sehen wie die sind……..

      Reifen die den Rahmen berühren, daß sollte eben nicht so sein. Es kann allerdings so sein daß andere Reifen dieses Problem nicht haben.

      Das mit den andere Bremse für die schmaleren Reifen daß ist mir unbekannt. Du kannst aber immer den Rolleshop Leute fragen. Meine Erfahrung nach, antworten die immer recht schnell.

      Deine Probleme mit den Trittbleche und Fersenbleche habe ich nicht 100% verstanden. Einige Bilder könnten da helfen. So weit mir bekannt ist es so daß der Nordic Scout Free basiert ist auf den Cado Motus Nordic Scout Schiene und daß der Rollenshop zutätig sind für den zusätzlichen Teile für den Nordic Scout Free. Und da benütz man eben was es da an möglichkeiten gibt in diesen Rahmen (so wie Löcher für Skate Schuhe).

      Ich kenne jemenden hier in den Niederlände der auch den Nordic Scout Free fährt. Wenn du möchtest kann ich ihm mal fragen ob er deine fragen vielleicht beantworten kann (und möchte).


      Erik

      OmniBlade Cross-Skating Innovations
      Pushing Cross-Skating to the Next Level

      Oute mich hiermit als neuer "Nordic Scout Free"-Fahrer. War krankheitsbedingt allerdings erst 30 km unterwegs. Ich kann aber schon jetzt sagen: Es waren auf den zwei Touren Strecken dabei, bei denen ich mit meinen Skikes nicht durchgekommen wäre. Um definitiv sagen zu können: "Die Umstellung hat sich gelohnt!", werde ich noch ein paar Monate mit den Nordic Scouts Free verbringen müssen. Wenn ich wieder fit bin ...

      Hat außer mir noch jemand umgesattelt?
      :) Franz