nordic scout free

      Hat den Nordic Scout Free schon jemand getestet?? Ich möchte gerne mit dem Crossskaten anfangen und nach langem Überlegen bin ich letztlich beim Nordic Scout gelandet, weil ich zu 95 % auf Schotter, Feldwegen, Wiese und im Wald unterwegs sein will und die großen Reifen im Gegensatz zu den Skike-Reifen dafür viel geeigneter scheinen.

      Nun sehe ich aber viele Vorteil im Free-Modell, weil man da mit eigenen Schuhen fahren kann. Ist schon jemand die Nordic Scout Free gefahren und kann sagen, ob man da guten Halt hat etc.? Ich würde gern ein paar Leute befragen, die die Teile schon gefahren sind, denn bei dem Preis möchte ich kein Risiko eingehen...

      Lg

      PS: Falls jemand meinen Thread bezüglich Fahren ohne Stöcke und von Hund ziehen lassen verfolgt hat: Ich will die Dinger nach wie vor mit Hund fahren, allerdings MIT Stöcken. Ich habe vor, den Hund mittels Bauchgurt vor mich zu spannen und mich ziehen zulassen, gleichzeitig aber auch selbst fahren.

      Ich werde sie heute zum ersten mal testen

      Ich werde sie heute zum ersten mal testen. Leider beginnt es zu schneien und ich hoffe es geht noch wenn ich heimkomme. Mein erster Eindruck ist eine super Verarbeitung, sehr variable. Mehr nach dem Test. Gruesse Oliver



      OmniBlader schrieb:

      Hallo Desi,

      Die sind jetzt tatsächlich lieferbar (aber erst zeit kurzem). Ich bin auch gespannt ob jemanden diese Dinger schon mal ausprobiert hat.


      OmniBlader
      Leider lag Schnee und der Test somit nicht wirklich sehr aussagekräftig. Ich muss sie noch wiegen, scheinen mir aber durch die grösseren Reifen einiges schwerer wie ein Skike zu sein. Dies spürt man allerdings am Fuss nicht so deutlich. Bis dato angenehm überrascht. Falls der Schnee weg ist, kann ich erst genaueres sagen. Ich denke aber, dass ich gestern mit Skikes nicht laufen hätte können. Gruesse Oliver
      Mist, blöder Schnee. Hast du dir die Nordic Scout Free geborgt oder gekauft? Sprich: kannst du noch länger testen oder musst du sie schon bald zurückgeben? Mich würde vor allem interessieren, ob die Dinger für Anfänger gleichermaßen geeignet sind wie für Fortgeschrittene oder ob das Lernen auf den Skikes leichter vonstatten geht.

      Ich bin zwar bereit, meine ersten Laufversuche auf Asphalt zu machen, möchte aber so schnell wie möglich aufs Gelände (Schotter, Feld, Wiese, Wald) wechseln, denn Ziel ist es ja, mich von meinem Hund ziehen zu lassen und Zughundesport sollte möglichst nicht auf Asphalt ausgebüt werden. Mich interessiert also vor allem die Geländetauglichkeit. Die Skikes fallen für mich also ohnehin flach, meine alternative wären die Trailskates von Gateskate, aber da spricht mich die Bremse überhaupt nicht an (Stöcke halten, gegebenenfalls Paniksnap lösen und bremsen mit den Händen ist mir eindeutig zu gefährlich).

      Wie sieht das überhaupt aus, wie lange muss ich denn in etwa rechnen, bis ich die Technik beherrsche? Also vor allem das Bremsen und Gleichgewicht halten (ich lerne neue Sportarten in der Regel recht schnell, kann gut Inline-Skaten, aber nicht Langlaufen ... Nordic-Walken kann ich auch, bin also zumindest im Stockeinsatz ein wenig geübt ... Kondition habe ich vom Laufen und Mountainbiken). Beim Bikejöring (also da zieht mich mein Hund samt Mountainbike) kommen da locker Geschwindigkeiten um die 25 km/h zusammen, vor allem am Anfang unserer Ausflüge, wenn er aufgeregt und voller Energie ist. Ist das machbar, dass man für einige Zeit in dieser Geschwindigkeit das Gleichgewicht halten (und eventuell nebenbei Bremsen, um das Tempo zu drosseln) kann?

      Ich habe natürlich auch vor selbst zu fahren, ohne mich ziehen zu lassen, also schon mit Hund, aber eben freilaufend. Ich möchte also beides machen: selbst fahren und Zughundesport (aber alles im Gelände).

      Lg, Desi
      Wow, so ein Video suche ich schon ewig - danke Alf!

      Ja, genau so will ich das machen, später aber mit Stöcken (und Zugleine am Bauchgurt befestigt). Mein Hund läuft aber schneller als der Hund im Video :D

      Was ist eigentlich eine Silentblock Bremse?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Desi“ ()

      Hallo Desi,

      wenn ich das so sehe, bekomme ich ein mulmiges Gefühl. Und zwar deshalb, weil Dein Hund, wie Du schreibst, sehr schnell ist. Tempo 25 wie mit dem Fahrrad wird er zwar vielleicht nicht ganz schaffen, wenn er Dich mit Skikes zieht, weil der Rollwiderstand etwas höher sein dürfte. Aber selbst wenn es "nur" 20 ist, halte ich das für nicht so einfach. Du musst zwischen die Phasen des reinen Gezogenwerdens immer wieder längere Phasen des aktiven Selberrollens einschieben, sonst wird es wahnsinnig anstrengend für die Gelenke. Ich habe den Effekt des "Einrastens" schon, wenn ich eine Autobahnbrücke runterfahre. Je schneller Du aber gezogen wirst, umso schwieriger ist es, in den eigenen Schritt reinzukommen - und an Bremsen ist dann schon gar nicht zu denken. Der andere Punkt ist, dass man mit Tempi über 20 schon super gut aufpassen muss, um nicht an irgendetwas hängen zu bleiben, denn sonst fliegt man gnadenlos. Kannst Du nicht Deinem Hund Speedreducer einbauen ;) ?
      Zum Lernen: Wenn Du einen Kurs machst, ist das Erste, was Du lernst, das Bremsen. Die drei Stunden, die der Kurs dauert, sind gut investiert - danach weiß man in aller Regel, worauf es ankommt und woran man üben kann. Vom Inlineskaten hast Du bestimmt das Gleichgewicht gut drauf, da fehlt dann noch die richtige Fußhaltung (besonders wichtig für's Gelände) und die Skate-Stock-Koordination, die Du aber auch im Einsteigerkurs lernst. Da Du ja konditionell gut dran bist, wirst Du es mit einem Kurs und regelmäßigem Üben wahrscheinlich schaffen, innerhalb eines Monats per Selbst-Antrieb ziemlich gut voranzukommen. Ob dann Dein Reaktionsvermögen schon soweit geschult ist, dass Du den Temposprung zum Gezogenwerden von Hund wagen kannst, musst Du selbst beurteilen.

      Gruß
      Sigrid
      Hmm, ja, kann schon sein, dass es nicht ganz ungefährlich ist, aber ich möchte das trotzdem machen, bin eh ein Adrenalinjunkie *gg* Schutzausrüstung ist natürlich Pflicht. Aber mein Hund läuft auf Kommando durchaus langsamer (wenn auch ungern). Bin auch schon mit den Inline-Skates gefahren (vom Hund ziehend), das war kein Problem und wir sind mit 30 km/h über den Radweg gespeedet. Zumindest beim Inline-Skaten ist mitantauchen aber kein Problem, aber vielleicht ist das mit Cross-Skates schwieriger. Außerdem hält er das Tempo nicht die ganze Strecke und mein Ziel ist auch eher längere Strecken in langsamerem Tempo zu fahren - aber erklär das mal dem Hund :D Ich könnte die Strecken auch so wählen, dass wir zu Beginn einen Anstieg haben, dann darf er mich da erstmal raufziehen und verliert dabei schon etwas an Kraft und für mich ists nicht ganz so schnell und dann gehts in gemütlicherem Tempo weiter. Irgendeine Lösung finde ich da schon. Jetzt muss ich erstmal die passenden Cross-Skates für mich finden, aber ich denke, ich kanns eh nicht lassen und werde mir die Nordic Scout bestellen. Ein paar Erfahrungswerte wären aber trotzdem nicht schlecht, bevor ich 500 Euro investiere. Habe schon überlegt, mir ein Testpaar zu bestellen, aber vermutlich macht das sowieso wenig Sinn, weil ich in 3 Tagen nicht herausfinden werde, ob sie für meinen Zweck geeignet sind und außerdem sowieso keinen Vergleich zu Skikes habe.

      Kurs ist übrigens so eine Sache. Es wird hier in Graz zwar ein Skike-Kurs angeboten, aber erst im Frühjahr wieder, ich möchte aber schon bald einmal anfangen. Bremsen, Stocktechnik etc. müsste ich mir also selbst beibringen (gibt ja auch einige Videos im Netz und so schwer sieht das nicht aus, ich glaub der Großteil ist da eh Übungssache) und ich würde dann eventuell im Frühjahr den Kurs trotzdem besuchen (vielleicht dann auch schon den für Fortgeschrittene, je nachdem, wie gut/schlecht ich fahre).

      Heidlinger schrieb:

      Leider lag Schnee und der Test somit nicht wirklich sehr aussagekräftig. Ich muss sie noch wiegen, scheinen mir aber durch die grösseren Reifen einiges schwerer wie ein Skike zu sein. Dies spürt man allerdings am Fuss nicht so deutlich. Bis dato angenehm überrascht. Falls der Schnee weg ist, kann ich erst genaueres sagen. Ich denke aber, dass ich gestern mit Skikes nicht laufen hätte können. Gruesse Oliver


      Hallo Oliver,
      hast Du den Nordic Scout jetzt probiert?
      Deine Eindrücke interessieren uns sehr...
      Gruss, Alex
      Ich kann mittlerweile von den Nordic Scout Free als absolute Anfängerin berichten: Feiner sowie grober Schotter, feste und auch leicht matschige Feldwege sind kein Problem (ich bin gleich von Anfang an offroad gefahren und habe die Dinger erst seit ein paar Tagen, lasse mich aber bereits vom Hund darauf ziehen bzw. tauche ich auch selbst mit an). Asphalt geht natürlich auch super. Wiese ist schwer, geht aber mittlerweile auch - vor allem mit Hund als Antriebshilfe ;) Das Fahren hatte ich recht schnell herausen. Bremse funktioniert tadellos - kann meinen Hund gut damit einbremsen.

      Ich muss allerdings mit den Schuhen noch ein wenig experimentieren. Im Moment fahre ich mit sehr wuchtigen Winterwanderschuhen, die über den Knöchel gehen. Schuhe, die nicht über den Knöchel gehen, bieten mir zu wenig Halt und das sind meine einzigen Schuhe, die über den Knöchel gehen. Ich rutsche aber bei der Ferse hinten - trotz Verstellung der Schrauben - immer ganz leicht hoch. Ich weiß jetzt noch nicht, ob ich mir Inline-Skating-Schuhe zum fix montieren oder knöchelhohe Wanderschuhe (ohne Winterfutter *gg*) kaufe. Am liebsten wäre mir die Nordic Scout Schiene ohne den Free-Aufsatz, also mit fest montierbaren Schuhen, aber mit der Free-Bremse (die ist super!). Ob das geht, weiß ich nicht, ich denke aber schon...

      Ich muss auf jeden Fall noch mit diversen Einstellungen herumexperimentieren und insbesondere mit den Schuhen, offroadtauglich ist der Nordic Scout aber auf alle Fälle und das sogar für komplette Anfänger wie mich ;)
      So hier mal meine Erfahrungen.

      Pros
      Fixierung leicht zu bedienen
      Bremsen trocken/nass sehr gut und super dosierbar
      Kein Blockieren der Hinterräder beim bremsen
      Nordic Scout ist sehr leise beim rollen
      Top verarbeitete Schiene
      200 mm Räder rollen gut "über" Schlaglöcher und Steine
      Hohe Bodenfreiheit. Vorteil beim Überfahren von z. B. Bordsteinen
      Ventil sehr gut zugänglich. 90 Grad zur Felge
      Sehr guter Geradeauslauf
      Hohe Dämpfung und Federung bedingt durch den geringen Reifendruf von 3,5 bar
      Hoher Grip und Seitenhalt der Reifen auch bei Nässe
      Geteilte Felgen. Reifenwechsel sollte einfach von statten gehen

      Cons
      Reifenprofil "hakt" auf groben Asphalt ein, starker Rollwiderstand
      Standfestigkeit auf der Schiene ist sehr schlecht. Mit Langlaufschuhen und Feuchtigkeit nicht fahrbar. Mit Wanderschuhen auch keinen guten Kraftschluss zur Schiene. Ferse wander im laufe der Zeit nach aussen. Es muss irgendein Antirutsch drunter.
      Kein richtiger Seitenhalt im Vorfussbereich. Anschlag nach innen fehlt
      "Durchweichter Crossbelag:
      * Eintauchen der Nopppen vom Reifen in den Untergrund. Starkes abbremsen
      * Durch die Reifenbreite und den geringen Reifendruck starkes Eintauchen in den Undergrund und abbremsen"
      Gurtlaschen auf der einen Seite nicht versetzbar.
      Hoher Rollwiederstand, ca. 2-3 km langsamer im Vergleich zu 150 mm Rädern, der Breite und dem Geringen Luftdruck geschuldet
      Scout ist recht schwer
      Kurvenfahren mit Druck nicht möglich, umsteigen nötig
      Sehr hoher Preis
      Gurte: Klett löst sich vom Gurt. Nähte nicht optimal
      Die Reifen werfen sehr viel Dreck an die Wade. Eventuell Schutzbleche anbieten
      Geringer Spalt zwischen Lauffläche Vorderrat und Schiene. Gefahr von verklemmen von Steinen, Ästen...etc. Hohes Sturzrisiko
      Sehr langer Radstand = schweres Handling
      Miführen eines Erstatzrades bedarf wohl viel Platz
      Wadenschale: Scharfkantiger und zu schmal geratener Schlitz für den Gurt. Kantenschutz und breiterer Schlitz wären wünschenswert

      Fazit: Der Nordic Scout ist der 29 Zöller (Vergleicht zu den MTB) unter den Cross Skates. Sehr gut verarbeitet, top Bremsen. Allderings brauchts die 200 mm Räder nicht, da man mit ihnen nicht Wettkampfsfähig ist. Wer allderdings einen Cross Skate fürs Grobe sucht, könnte hier sein Glück gefunden haben. Einige kleiner Verbesserungen und ich hätte mich wohler auf ihnen gefühlt. Ob sich der Nordic Scout durchsetzt wird sich zeigen. Ich wünsche mir genau dieses Gerät mit einem leicht kürzerem Radstand und mit 150 x 3 cm Rädern. Dann wäre es eine top Alternative zu den anderen auf dem Markt befindlichen Cross Skates.

      Gruesse Heidlinger
      Der Macher vom Musdorf Biathlon (MUBI)
      skating-hohenlohe.de
      www.SC-LB.de
      Ich vermute, du hast noch das alte Modell. Es gibt seit kurzem ein neues Modell 2012 mit einigen Änderungen.

      Standfestigkeit auf der Schiene ist sehr schlecht. Mit Langlaufschuhen und Feuchtigkeit nicht fahrbar. Mit Wanderschuhen auch keinen guten Kraftschluss zur Schiene. Ferse wander im laufe der Zeit nach aussen. Es muss irgendein Antirutsch drunter.
      Kein richtiger Seitenhalt im Vorfussbereich. Anschlag nach innen fehlt


      Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Mir fehlt zwar Erfahrung und auch der Vergleich zu den anderen Modellen, aber ich rutsche auf der Schiene überhaupt nicht. Mit keinen meiner Schuhe. Zumindest bei meinem Modell sind ganz hinten Schrauben, die man verstellen und somit exakt auf die Breite der Schuhsohle einstellen kann.

      Gurtlaschen auf der einen Seite nicht versetzbar.


      Was meinst du damit? Bei mir gibt es beidseitig Verstellmöglichkeiten.

      "Durchweichter Crossbelag:
      * Eintauchen der Nopppen vom Reifen in den Untergrund. Starkes abbremsen
      * Durch die Reifenbreite und den geringen Reifendruck starkes Eintauchen in den Undergrund und abbremsen"


      Ich habe wie gesagt keine Erfahrung und keinen Vergleich mit anderen Modellen, aber dass ich als absoluter Anfänger bei meinem ersten richtigen Versuch auf den Cross-Skates direkt auf matschigem Untergrund fahren konnte, heißt schon was. Ich stand davor noch nie auf Cross-Skates. Wiese ging zwar noch nicht - und geht auch jetzt noch schwer - aber der doch sehr aufgeweichte Feldweg war kein Problem. Ein starkes Eintauchen in den Untergrund und abbremsen wäre mir nicht aufgefallen.

      Die Reifen werfen sehr viel Dreck an die Wade. Eventuell Schutzbleche anbieten


      Auf den neuen Bildern sind schon welche oben, wird es also bald geben. Die werde ich auch auf alle Fälle brauchen. Wobei, nach dem Mountainbiken sehe ich immer schlimmer aus - und da gibts auch kein Schutzblech drauf :D

      Geringer Spalt zwischen Lauffläche Vorderrat und Schiene. Gefahr von verklemmen von Steinen, Ästen...etc. Hohes Sturzrisiko


      Das kann ich bestätigen, bei mir hat sich schon mal ein Ast verfangen. Gestürzt bin ich dadurch aber nicht.

      Ansonsten bin ich begeistert, das hohe Gewicht kann ich aber auch bestätigen. Gott sei Dank habe ich keinen Vergleich, sonst würde mich das vielleicht stören :D
      Hallo Dasi,

      ich hatte den Prototypen zum testen. Da konntest die Gurte nicht in den inneren Schlitz versetzen. Man hätte die Bügel der Gurte aufbiegen muessen. Wenns in der Serie jetzt behoben ist, dann ist es ja super. Ich bin sowohl mit Langlauf- und Wanderschuhen auf der Schiene gerutscht.

      Mit dem Eintauchen in den Untergrund ist sicherlich auch gewöhnungsbedürftig. Da ich Skikes, Fleets und SRB schon gefahren bin, hab ich eine recht gute Vergleichsmöglichkeit. Qualitativ stehen die auf der gleichen Höhe wie Fleet.

      Gruesse Oliver
      Der Macher vom Musdorf Biathlon (MUBI)
      skating-hohenlohe.de
      www.SC-LB.de
      Hallo zusammen,

      wir haben heute eine Testfahrt mit dem Nordic Scout Free NSF (Testpaket über rollenshop) und dem Skike V07 geschoben.

      Testperson 1: Norbert, ein LL-Freund, der zuvor noch nie auf Skates bzw. Inlinern gestanden ist, jedoch im LL wirklich erfahren und saugut ist, ganz ganz früher auch Klassik-Rennen gelaufen.
      Testperson 2: war ich selbst, ambitionierter LL-Späteinsteiger seit 6 Jahren, mitterweile 2 Volksläufe, seit ca 5 Wochen mit dem Skike V07 ca 200 KM gefahren.

      Erster Eindruck:
      Durch den langen Radstand und die 20cm-Reifen wirkt der NSF im Vergleich zu dem dann eher zierlichen Skike ziemlich mächtig und auf den ersten Blick klobig. Aber schon beim ersten Rollen der Räder ist ein Unterschied in Verarbeitung und Material eindeutig zugunsten des NSF erkennbar. Die Räder des NSF drehen sich in der Luft wesentlich länger, ruhiger und stabiler.
      Der Einstieg:
      Das Anlegen der Geräte (wir hatten beide LL-Skating-Schuhe) über die Klettverschlüsse ist identisch.
      Die Bremsen:
      Ich kenne nur Skike und NSF. Die Bremsen des Skike sind im Vergleich einfach unschlagbar. Obwohl der NSF auch eine gute Bremswirkung erzielt, sind hier die Bremsbacken durchgängig aus Metall. Die Kunststoffschicht auf dem Bremsen des Skike wirkt (und ist für mich) eindeutig besser.
      Die Tour:
      Westallgäu, Von Weiler über Röthenbach nach Lindenberg u retour, ca 30 KM ca 200 HM ohne steile Anstiege, ehem. Bahnstrecke jetzt Fahrradweg 100% Asphalt.
      Gemeinsamer Eindruck: der NSF rollt eindeutig leichter über den Asphalt. Wir haben ebenfalls einen kurzen Abstecher in einen Feldweg gemacht. Je unebener und grobsteiniger das Gelände wird, desto mehr gewinnt der NSF an Vorteilen. Der Skike lässt sich bei hartem Schotter noch ganz gut fahren, wenn jedoch grober, weicher Schotter kommt, ist beim Skike finito. Der NSF geht über harten Schotter wie über Asphalt. Wirds da grober, ist wohl noch vieles möglich, aber eben auch nur erschwert. Der NSF ist im Endergebnis deutlich geländetauglicher als der Skike.
      Doch zurück zum Asphalt: wie bereits erwähnt, rollt der NSF auch besser auf Asphalt. Als ich den NSF zuerst an den Füssen hatte, bin ich dem Norbert einfach weggerollt (im Winter muss ich hierfür beim Norbert auf eine erhebliche! Diskrepanz in der Wachsqualität hoffen…) . Als wir dann gewechselt haben, war das gewohnte Winterbild wieder hergestellt. Ich möchte meinen persönlichen Eindruck einmal so beschreiben, der Skike ist ein kleiner VW Polo, der NSF ist wie ein grosser Benz. Das Handling des Polo ist agiler, das des Benz ist schwerfälliger. Hinsichtlich Stabilität und Laufruhe schlägt der Benz den Polo jedoch um Klassen.
      Wir sind beide ca 1,90 gross und haben beide ca 90 KG. Der NSF gibt Dir bei dieser Ausgangslage eindeutig mehr Speed und Laufruhe.
      Negativ an dem NSF ist die Grösse der Bodenplatte, auf welcher der Schuh positioniert wird. Hier rutschte bei uns beiden die Schuhspitze zu weit nach innen, so dass der Schuh nicht 100% in Lauf- bzw. Achsrichtung stand.

      Unser Fazit:
      Im Vergleich mit dem Skike-Standart-Setting gibt der NSF mehr Speed und Laufruhe (vielleicht lässt sich dieser Unterschied mit Skike-Tuning ausgleichen…).
      Dem Norbert haben die 20cm-Räder sehr gut gefallen, da er eher geländeorientiert läuft. Er sucht aber einen Roller, mit dem er die klassische LL-Technik laufen kann. Mal schauen, ob sich da was im 20cm-Bereich auftut.
      Mit persönlich war der NSF zu wuchtig. Nach meiner Skike-Erfahrung habe ich zwar etwas Schnelleres gesucht – und auch gefunden. Jedoch werde ich den NSF nicht kaufen. Dafür fehlt mir aufgrund des Gewichts und der Dimension des NSF einfach das LL-Feeling. Das bekomme ich mit dem vergleichsweise agilen Skike schon viel eher. Ich werde jedoch weiter nach ähnlich schnellen und hochwertig verarbeiteten Modellen suchen und testen. Nach Allem was ich hier gelesen habe wahrscheinlich in die Richtung Schiroller als Cross-Modell.
      Ansonsten kann ich mich im Fazit nur dem Beitrag von Heidlinger vom 17. April anschlissen.
      Auf jeden Fall wars ein schöner Ausflug und ein interessanter Testtag. Wir richten nun unsere vollste Aufmerksamkeit auf die besten Mütter dieser Welt und wünschen Allen allzeit gute Fahrt!

      Schiebts gut, Alex

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anki“ () aus folgendem Grund: Werbung weg

      Bernd.G schrieb:

      Hallo

      Welche Kunstoffschicht?

      Gruß
      Bernd


      Also was Materialkunde, Handwerksgeschick und Ähnliches angeht..., da bin ich echt sehr sehr schwach auf der Brust.
      Deshalb muss ich bzgl. der BREMSEN präzisieren: Die von mir angesprochene Kunststoffschicht gibts gar nicht, zumindest bei genauer Betrachtung meines Skike nicht. Das ist auch ein Metallteil.
      Auf jeden Fall hatte ich sowohl beim Skike als auch beim NSF die Bremsen auf den frühestmöglichen Bremspunkt eingestellt. Das geht beim Skike bekanntlich mit Verstellung einer Flügelschraube (oder so). Beim NSF hatten wir bzw. der Norbert das passende Werkzeug, um dem Bremsbacken ganz nach vorne auf den frühestmöglichen Bremspunkt einzustellen.
      Beim Skike kann ich durch Strecken der Beine und leichte Rücklage sofort bremsen. Das ist mir beim NSF nicht gelungen, zumindest nicht beidbeinig. Zum Bremsen musste ich immer einen Schi nach vorne schieben, so dass ich nur mit einem Schi eine Bremswirkung erzielen konnte.
      Vielleicht liegts auch an meiner Bremstechnik, aber die funktioniert mit dem Skike eben supereinfach - so jedenfalls meine Meinung.

      Allen allzeit gute & sichere Fahrt,
      Alex