Stocktechnik

      Stocktechnik

      In Antwort auf forum.cross-skating.com/gesund…lis_skiken.html#post24729

      Viele NCSer, die schon länger unterwegs sind, haben sehr lange Stöcke. Und sie rutschen NICHT weg. Wie machen die das?
      Und überhaupt, was haben sie davon?

      Sie haben eine viel längere Schubphase und nutzen dadurch optimal ihre Armkraft.
      Was im Umkehrschluss bedeutet, dass jemand mit wenig Armkraft nicht soviel Vorteile von einem langen Stock hat.
      Und genau so sehe ich das. Und jemand, der gerade erst anfängt, hat ebenfalls noch keine Vorteile von einem langen Stock, denn er muss ja erst die Technik üben, also Stockeinsatz bis hin zur Grifftechnik.

      Aber um es zu üben, dass man mit einem langen Stock nicht mehr abrutscht, braucht man einen langen Stock. Mit einem kurzen kann man es nicht üben.
      Und wenn man es so lange geübt hat, so dass man die Stöcke einsetzt und zum Vortrieb nutzt, ohne noch lange darüber nachdenken zu müssen, dann beginnt die Kräftigung der Armmuskulatur. Und je mehr alle beteiligten Muskeln gleichmäßig beansprucht und ausgebildet sind, um so runder wird die ganze Bewegung.
      So greift eins ins andere.
      Mit einem kurzen Stock macht man es sich einfacher, aber verzichtet darauf, das ganze Potential auszuschöpfen.

      Kurz zum Stockeinsatz: Spitzen nie vor dem Cross Skate, ist sowieso klar. Oft wird geschrieben, dass längere Stöcke dazu geeignet sind, um zu verhindern, dass die Stöcke vor dem Cross Skate aufgesetzt werden. Ich habe aber schon viel Gegenteiliges gesehen und kann das nicht als Regel bestätigen. Auch elendlange Stöcke werden sehr gerne mal vor dem Gerät aufgesetzt.

      Zur Grifftechnik: die Stöcke müssen nie richtig festgehalten geschweige denn umklammert werden. Sobald die Spitze auf dem Untergrund greift, wird die Hand locker geöffnet. Um sich abzudrücken, wird mit dem Handballen nach unten in die Schlaufe gedrückt. Je flacher der Winkel vom Stock zum Boden, desto besser kann man sich abdrücken.

      Wenn man nicht abrutscht!
      Das kann man verhindern, indem der Handballen gleichzeitig nach unten auf den Stockgriff gedrückt wird. Wenn man das macht, wird dadurch automatisch das obere Ende des Stockes etwas nach oben gezogen und dieser Druck reicht für den Halt auf nicht zu glattem Asphalt aus.

      Nach dem Abstoß schwingt der Stock ja schon selber nach vorne zurück, indem man den Arm vor holt. Man braucht den Stock nur soweit zu stabilisieren, damit man ihn kontrolliert und dazu reichen einzelne Finger bzw, Fingerkuppen am Stockgriff aus.

      Das alles in Sekundenbruchteilen zu koordinieren, braucht seine Zeit!

      LG Andrea
      Hallo Andrea,

      sehr schön beschrieben.

      Ich habe noch die Erfahrung gemacht, dass man die Stöcke nicht in den Boden rammen darf, sondern einfach leicht und locker aufsetzt. Erst dann gibt man Druck über die Schlaufen drauf wie du es beschrieben hast. Dann greifen die Stockspitzen m. E. am besten. Andererseits (mit Wucht) scheint es mir so, als wenn die Spitzen vom Boden erst einmal abprallen und dann wegrutschen.

      Gruß
      Schöne Grüße
      AxcelS
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      SKIKE V07-120 black, Powerslide Nordic Blade & Walk
      Exel Nordic Blader Speed & Leki Carbon Race Vario
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      Lieber schlecht geskiked als gut gelaufen! :D
      Hallo AxcelS,

      da hast du völlig Recht.
      Die Stöcke leicht aufzusetzen und erst nach dem Kontakt mit dem Boden Druck auszuüben, ist sehr wichtig.
      Wer die Stöcke in den Boden "rammt" (wobei das natürlich extrem ausgedrückt ist), der weiß nicht genau, wann seine Stockspitzen den Boden berühren werden. Sondern er weiß nur, dass sie es irgendwann mal tun werden auf dem Weg von oben nach unten.

      Daher ist die Muskulatur auch nicht vorbereitet und reagiert erst, wenn der Stock schon unkontrolliert aufgesetzt hat. Und wenn der Stock dann noch zusätzlich hart aufsetzt, kommt es zu Vibration bis hin zum Abprall. Das geht zurück in den Arm und kann mit der Zeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Und dann ist der Stockeinsatz keinesfalls mehr "gelenkschonend"!

      Genau zu wissen, wann die Stockspitzen aufsetzen werden und bis zu diesem Zeitpunkt die Muskulatur locker zu lassen und sie dann anzuspannen, wenn die Stockspitzen aufgesetzt haben und der Abdruck beginnt, ist am effektivsten und gesündesten.
      Aber es ist auch sehr schwer zu lernen und die Koordination wird immer schwieriger, je schneller man fährt.

      Deshalb gilt auch hier, sich immer wieder mal die Zeit zu nehmen, um so etwas bewusst bei langsamer Fahrt zu üben.

      Und noch eine kleine Korrektur zu meinem ersten Beitrag: es sind selbstverständlich nicht nur die Armmuskeln, die beim Armschub gekräftigt und ausgebildet werden, sondern ebenfalls Brust- und Rückenmuskulatur!

      LG Andrea
      Hallo Andrea,
      was ist eine lange oder kurze Stocklänge?

      Grundsätzlich ist eine bessere Stocktechnik nicht einen längeren Stock gleichzusetzen!

      Ein Stocklänge über der Nasenspitze (Schlaufenaustritt, ebenerdig auf Schuhsohle) lässt keine gute Stocktechnik zu.
      Man hat zwar einen längere Schubphase - diese kann aber nicht mit voller Kraft kontinuierlich durchgeschoben werden = uneffektiv.

      In der Praxis hat sich unabhängig von Formeln ein Länge von Mund bis Nasenhöhe durchgesetzt.
      Mit dieser Länge hat man weder bergauf noch mit einem "wegrutschen" der Spitzen Probleme.
      Grüße vom Michi Hohmann

      Skating Schule - Shop - Verleih - Lauftreff
      Cross-Skater.de
      Hallo Michi,

      Cross-Skater.de schrieb:

      was ist eine lange oder kurze Stocklänge?


      Die Stocklänge wird hier ja diskutiert:
      forum.cross-skating.com/kaufbe…cklaenge_welche_denn.html

      Hier habe ich ja in meinem ersten Beitrag geschrieben, dass ich mich auf Johannes (1.83m groß) mit den 145cm-Stöcken beziehe. Das ist für mich "kurz". Als "lang" steht für mich also alles, was darüber ist ;)

      Aber für die, die jetzt genau an dieser Stelle hier mein Statement zur Stocklänge haben möchten:
      Theorie ist die eine Seite, Praxis die andere. Mit Sätzen wie "In der Praxis hat sich unabhängig von Formeln ein Länge von Mund bis Nasenhöhe durchgesetzt." kann ich einfach nichts anfangen. Heißt das, es fahren mehr als 50% der Leute, die du kennst, mit dieser Länge?
      Ich mag das überhaupt nicht pauschalisieren. In meiner Umgebung fahren tatsächlich fast alle mit einer Stocklänge, die der von dir erwähnten entspricht. Das ist ja auch ein sehr guter Richtwert.
      Ich tendiere zu einer Stockhöhe zwischen Schulter und Nase (auf Skikes stehend).
      Ich lege mich erst dann gerne fest, wenn ich denjenigen vor mir rollen sehe, ob im Kurs, beim Treff oder im Training. Es kommt nicht nur auf Kraft und Haltung an, sondern auch auf die relative Armlänge zu Körpergröße. Und last but not least, mit welcher Stocklänge sich derjenige wohl fühlt. Und da gibt es immer wieder Überraschungen.

      Wenn ich so etwas hier im Forum proklamiere, muss man meinen Hintergrund wissen: hier in der Gegend, wo ich Kurse gebe, haben maximal 2% der Teilnehmer schon mal Ski-Skating gemacht. Klassischen Skilanglauf ein paar mehr. Deshalb ist die Benutzung von Stöcken für alle ein experimentelles Feld.
      Das steht im krassen Gegensatz zum süddeutschen Raum. Der Prozentsatz derjenigen, die sich dort schon mal mit Stöcken "erfahren" haben, ist wesentlich höher.
      Das sollte man immer beachten, wenn ich mich hier so vorsichtig äußere.

      LG Andrea

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anki“ () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

      Hallo,

      die Stocktechnik beinhaltet auch nicht unerhebliche gesundheitliche und sicherheitstechnische Aspekte.
      Stellt die Stockspitzen einmal vor die Skates und stosst euch ab. Dann eben hinter den Fuss oder das Hinterrad. Jetzt sollte es spürbar einfacheer sein und die Wirbelsäule und die Bandscheiben danken es.
      Der hauptsächliche Schub erfolgt eh erst kurz vor der Hüfte bis danach. Fast vergleichbar wie beim Kraulschwimmen.
      Wichtig ist auch, wie führe (schiebe) ich den Stock . Knicke ich in den Elbbogen ein und arbeite fast nur aus dem Unterarm oder lasse ich die Arme lang (also FAST aber NICHT GANZ) durchgedrückt.
      So erreicht man, wenn man die Arme locker bewegt, auch eine enge Fahrweise und stellt die STöcke nicht so breit auf.
      Unterstütze ich das Rückholen des STockes nach dem Schub aktiv mit dem Gegendruck der Hand auf die Griffe (Neigung nach unten = Stock kommt nah zum Unterarm), dann kann ich auch die Arme so hoch reißen wie ich möchte, die STockspitzen bleiben stets hinten.
      Somit ist ein langer STock keineswegs hinderlich, im Gegenteil. Aber es gibt tatsächlich Menschen, die mit kürzeren Stöcken besser klar kommen, aber eben selten.
      Schönes Thema , aber erklären in Schriftform ist nicht so meine Stärke ......
      Ich hoffe es kommt verständlich rüber.

      Gruß

      Conni

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „biathlon24“ () aus folgendem Grund: ich habe was vergessen

      Dass 145er Stöcke bei 1,83 m zu kurz sind, leuchtet schnell ein, besonders wenn man 20 oder mehr cm längere Stöcke benutzt und damit nach einiger Übung sicher besser und schneller vorankommt. Die längeren Stöcke wiegen beim gleichen Modell natürlich einiges mehr. Das macht sich meiner Erfahrung nach beim Rückführen der Stöcke bemerkbar, vorallem wenn man länger unterwegs ist. Wer Stöcke gar in Körperlänge und größer verwendet, müsste eine deutliche Zunahme der Hebelkräfte an den Händen spüren. Auch das Strecken der Arme nach oben dürfte mit der Zeit kraftraubend und weniger effizient sein. Die Schubphase ist lang und dauert mehr Zeit, ohne dass eine bessere Beschleunigung erfolgt. Auch die Rückholphase dauert länger. Aber o.k. NC-skating ist kein Rennsport, wozu also der kleinliche Optimierungsdruck, mit der Zeit stellt sich ja doch irgendwie ein recht passabler Bewegungsablauf und Trainingseffekt ein. Gruß Randonneur
      Hallo Axcels, danke für diesen Tip. Ich bin gestern damit Super klar gekommen. Selbst bei ganz glattem Asphalt bin ich so gut wie kaum abgerutscht. Zum Glück hatte ich diesen Eintrag gefunden, war schon manchmal frustrierend besonders am Berg. So habe ich aber ein ganz geniales Training in einem Gewerbegebiet gehabt. Danke!
      Fleet Saktes F3-2011 - KV+ Viking

      Stockeinsatz

      Hallo,

      Die zitierten Beiträge sind
      von hier: forum.cross-skating.com/nordic…ockspitzen.html#post34298 kopiert worden.

      ottoeder schrieb:

      Wenn wir schon mal in dieser Rubrik an dem Punkt sind, möchte ich nochmals ergänzen, dass es wichtiger ist, die Arme eng am Körper zu führen, als so knapp am Rollgerät den Stock zu setzen, dass sogar von einem Stockeinsatz in Höhe des Vorderrades abgeraten werden muss. Gerade beim Aufsetzen des Stockes in Höhe des Vorderrades kann man die Spitze kontrolliert aufsetzen und richtig in den Boden drücken, so dass dann in der Schräglage, bei vollem Vorwärtsschub diese auch noch richtig hält. Daher beim Aufsetzen Respektabstand zum Rollgerät nicht vergessen und Arme eng am Körper führen :)


      biathlon24 schrieb:

      Hallo Otto,

      verstehe ich das richtig oder plädierst du tatsächlich für den Stockeinsatz i. H. des Vorderrades?

      Weil , erst räts du ab, dann sagst du es ist gut oder verstehe ich da was falsch?

      Wenn ja verstehe ich die Welt gar nicht mehr. Ich würde niemals meinen Teilnehmern zu so einer Technik raten.
      Spitzen in den Boden drücken funktioniert eh auf Asphalt nicht.
      Und die Bandscheiben freuen sich über einen Schiebeeffekt und nicht über ein durchgezogen werden.
      Allein die Hebel der Physik raten uns zu einer anderen Vorgehensweise.

      Ich hoffe ich hab das (dich) falsch verstanden ;)

      Gruß

      Conni


      ottoeder schrieb:

      Soeben war ich wieder auf Tour und habe axtra darauf geachtet, wie ich das tatsächlich handhabe. Die Stöcke setze ich, genau wie von mir bereits beschrieben, in Höhe des Vorderrades oder sogar mit dem vorderen Ende der Skikes bündig.

      Wie gut sich eine Spitze in den Asphalt drücken lässt, ist natürlich von der Außentemperatur abhängig. Bei 20° abwärts geht da nicht mehr viel, da hast du recht. Auf messerscharfe Spitzen lege ich großen Wert. Zum schärfen habe ich eine Widiabohrer-Schleifscheibe. Dabei wird die Spitze auch überhaupt nicht warm, dafür aber richtig scharf. rictools.de/ricshop.htm??diamant

      Nachdem hier die Meinung bezüglich Stockeinsatzpunkt deutlich auseinander driftet, interessiert mich, was sonst so angestellt wird mit den Stöcken. Ich jedenfalls empfehle, das vordere Ende der Skikes als Grenze für den Stockeinsatz zu beachten und exakt so praktiziere ich das auch selber, übrigens mit Respektabstand...


      Bernd.G schrieb:

      Hallo Otto

      Ich bin mir sicher das du das auch beherrschst wie kaum ein anderer, allerdings würde ich das keinem Anfänger empehlen. Schmal die Stöcke führen und in der hinteren Hälfte des Skates einstechen ist mein Bemühen.
      Als Anfänger bist du immer bemüht das Gleichgewicht zu halten bei kurzen Gleitphasen was einen zeitigen Stockkontakt mit dem Boden zur Folge hat, da die Stöcke am Anfang unweigerlich auch zur Balance zweckentfremdet werden. Dabei ist die Stockführung auch noch breit. Der Vortrieb durch den Stockeinsatz ist in dieser Lernphase sicher noch zweitrangig.
      Wenn man als Fortgeschrittener in der Lage ist lange Gleitphasen zu rollen in zügigem Thempo über lange Distanzen diehnen die Stöcke nur noch dem Vortrieb und nicht mehr der Gleichgewichtskontrolle.
      Was man als Anfänger schon nicht machen sollte würde ich hier allein schon aus ökonomischer Sicht nicht tun. Nähmlich am Vorderrad einstechen. Sollte nicht mit der Einstichphase sofort der Schub nach hinten beginnen? Das geht doch nur wenn der Stock auch schon nach hinten gerichtet ist! Das ist aber nach meiner Ansicht erst am Hinterrad der Fall.



      Diese Situation kenne ich gut! Ich tendiere in meiner Fahrweise dort hin wenn meine Spitzen rund werden und meine Konzentration bei längeren Touren nachlässt. Aus einem einzigen Grund;
      Kraft zu sparen und nicht immer erneut wieder wegzurutschen verleiten mich dann weiter vorn aufzustechen damit die Spitzen mehr Zeit haben Halt zu finden.

      Ich habe in den vergangenen Jahren schon mehrere Stürze durch "Einfädeln" des Vorderrades mitgemacht , auch mit Blessuren die länger gebraucht haben um zu heilen. Jetzt kommt das nur noch selten vor und endet meist glimpflicher. Ich versuche das Einstechen neben dem Vorderrad zu meiden weil neben dem "Einstechen" auch noch das "Einrollen" in den Stock passieren kann wenn z.B. ein Steinchen deinen Skate verreißt was wohl im Gelände noch gravierender ist.

      Gruß
      Bernd


      ottoeder schrieb:

      Bernd, Du schreibst doch selber, dass die von mir beschriebene Technik Kraft spart und einen sichereren Halt der Stöcke bewirkt. Weiters generell Vorteile bei Ermüdung bewirkt. Das kann doch für Beginner nur vorteilhaft sein.

      Alle schreiben immer nur von schmaler Stockführung. Was ist mit den Armen? Ist es wirklich egal, wie ich die Arme beim Schieben bewege? Sicher nicht! In Fachkreisen ist doch mit schmaler Stockführung immer das enge Führen der Arme am Körper gemeint. Ein Stockschub mit ausgebreiteten Armen wird immer vorwiegend ein seitliches Stützen ohne Vortrieb bleiben. (Physik)

      Wenn dann für Anfänger auch zusätzlich eine ausreichende Stütz- und Gleichgewichtsunterstützung zum Tragen kommen soll, ist das nur mit einem entsprechenden Respektabstand zu den Rollgeräten deutlich effizienter möglichl als knapp neben den Rollern - logisch, denn mit leicht gegrätschten Beinen hat man auch einen sichereren Stand als eng stehend - im gleichen Athemzug weise ich die Teilnehmer auch auf die Gefahr des Einfädelns hin, denn Einfädler kann man nur mit entsprechendem Sicherheitsabstand zu den Rollgeräten vermeiden.

      Bitte nicht verwechseln, denn es macht einen Unterschied, ob ich behaupte: "in Höhe des Vorderrades" oder "neben dem Vorderrad". Mit "in Höhe des Vorderrades" verstehe ich eine Linie quer zur Fahrtrichtung, die meine Grenze für den Stockeinsatz unsichtbar markiert. Dabei kann der Abstand des Stockeinsatzes zum Vorderrad, je nach Windstärke und Ermüdungszustand beliebig groß sein, so dass ein Einfädler garantiert vermieden wird. Sage ich "neben dem Vorderrad", dann wird es schon gefährlich. So könnte auch ich ein Vermeiden von Einfädlern nicht garantieren.

      2 Kriterien sind dabei noch immer nicht berücksichtigt: 1. Stocklänge und 2. Schrittart.

      2:1er ist klar, den hat jeder hier bisher angenommen, davon gehe ich aus, denn das ist auch die Schritttechnik, mit der ein Anfänger gleich einmal was anfangen kann. Beim 1:1er sind auch bei mir die Stockschübe bei gemütlicher Fahrt kürzer und automatisch setzte auch ich in diesem Fall die Stöcke weiter hinten auf.

      Da Anfänger mit langen Stöcken ohnehin meist nicht viel anfangen können, werden meine Stöcke für die Kurse x0,87 zur Körpergröße eingestellt, damit dann auch die Balanceunterstützung überhaupt ausreichend möglich ist. Meine aktuelle Stocklänge beträgt x0,9 zu meiner Körpergröße. Wenn jetzt möglicher Weise jemand behauptet, das ist für Skates zu kurz, weil man am Schi niedriger steht, dann sollte man nicht vergessen, dass der Stock auf Asphalt, je nach Temperatur, nur 1 bis 5 mm versinkt hingegen die Stockspitze im Schnee generell deutlich tiefer einsinkt.

      Einige werden sich wundern, warum ich hier in dieser Angelegenheit sooooo hartnäckig bin. Es kommt nicht selten vor, dass Leute über Stockbrüche oberhalb der Spitzen klagen. Zum Anknaxen eines Stockes genügt oft schon ein unbemerkter Streifer mit dem Rollgerät - das braucht noch überhaupt kein Einfädler sein. Das genügt dann manchmal schon, dass dann irgendwann der Stock, vermeintlich aus heiterem Himmel, abbricht. Daher bin ich mit Nachdruck gegen die Meinung, dass mit schmaler Stockführung das knappe Einsetzen der Stöcke am Rollgerät gemeint sein soll. Eine eng am Körper verlaufende Armbewegung ist damit gemeint und macht auch Sinn.

      ....auch ich bin nicht unfehlbar....wir können gerne noch eine Weile darüber diskutieren

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anki“ () aus folgendem Grund: noch einen Beitrag hinzugefügt

      Hallo,

      Die Theorie ist:
      Die Kraftübertragung auf den Stock erfolgt am besten, wenn Schulter, Stockgriff und Spitze auf einer Linie mit der Laufrichtung liegen.

      Als Anweisung an die Skater resultiert daraus: Stockführung parallel und schulterbreit.
      Da die Skates in einem Winkel zur mittleren Bewegungsrichtung aufgesetzt werden, ist der Sicherheitsabstand der Stockspitze zum Skate umso größer, je weiter hinten die Stockspitze eingesetzt wird. Wird die Stockspitze auf Höhe der Ferse oder des Hinterrades eingesetzt, so ist der Sicherheitsabstand zum Skate in aller Regel ausreichend.



      In der Praxis gilt aber vor allem anderen: der Fahrer muss sich sicher fühlen! Das ist klar! Deshalb wird man in der Praxis häufig ein pyramidenartiges Aufsetzen des Stockes sehen. Das macht auch gar nichts, denn wir sind schließlich nicht im Leistungssport und fahren auch nicht unter Laborbedingungen, sondern häufig auf (Cross-)Wegen mit schnell wechselnden Bedingungen.

      In unserem Video vom Trainingslager kann man Stockeinsatz und Stockführung sehr gut beobachten: vimeo.com/90576983
      Olli realisiert die parallele Stockführung am besten. Ich habe links eine leichte Pyramide (ich arbeite daran ;)) und Sven manchmal beidseitig.

      LG Andrea

      Nachtrag:
      Otto schrieb:
      Daher bin ich mit Nachdruck gegen die Meinung, dass mit schmaler Stockführung das knappe Einsetzen der Stöcke am Rollgerät gemeint sein soll.

      @Otto: Jeder ist das. Es wurde nichts Gegenteiliges geschrieben.
      Ich hatte in meiner Antwort an Fuldacrossskater zwar "neben dem Fuß" geschrieben, aber ganz bestimmt nicht "knapp neben". Dass es im Sinne von "auf Höhe von" gemeint ist, habe ich sofort erläutert, nachdem ich bemerkte, dass du es falsch aufgefasst hattest.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „anki“ () aus folgendem Grund: Nachtrag

      Hallo Otto

      Enge Stockführung oben schulterbreit und unten natürlich mit Respektabstand, aber in der hinteren Skatehälfte , so seh ich das habe aber keinerlei theoretische Ausbildung sondern nur hier im Forum und Net gelesen. In der Praxis komme ich damit bestens zurecht.

      Das Bild mit Andrea hier oben würde ich als gutes Beispiel bezeichnen, wobei ich so weit hinten nicht einsteche.
      Der Abstand zu den Rollgeräten ist doch respektabel für dich, oder? Ebenso ist in dieser Phase die Gefahr schon vorbei, einzufädeln oder gegen den Stock zu fahren.

      ottoeder schrieb:

      Bernd, Du schreibst doch selber, dass die von mir beschriebene Technik Kraft spart und einen sichereren Halt der Stöcke bewirkt. Weiters generell Vorteile bei Ermüdung bewirkt. Das kann doch für Beginner nur vorteilhaft sein.


      Moment! Einen sicheren Halt der Spitzen ja, aber nur wenn sie rund sind. Dann steche ich zwangsweise weiter vorn ein. Kraft spare ich nur im Gegensatz zum immer wieder wegrutschen und weil ich weniger Druck gebe im Vergleich zu geschärften Spitzen. Das ist nicht meine bevorzugte Fahrweise sondern "notgedrungen". Dabei muss ich aber auch den Respektabstand vergrößern um die Gefahr des Einfädelns zu verringern. Die Kraft für den Vortrieb verringert sich dabei deutlich,denke ich.
      Ganz abgesehen das der erste Druck auf die Stöcke erstmal senkrecht in den Boden geht ehe er sich nach hinten richtet.
      Anfänger sollten erst die Technik üben ehe sie Trainingseinheiten absolvieren die an die Käfte gehen.

      ottoeder schrieb:


      dass der Stock auf Asphalt, je nach Temperatur, nur 1 bis 5 mm versinkt...


      Sehr optimistisch, oder?:D

      Ich möchte mich aber hier nicht weiter didaktisch zu weit aus dem Fenster lehnen, ohne Ausbildung ,bin wahrscheinlich kurz vorm runterfallen!:rolleyes:

      Gruß
      Bernd

      Zehn Trainer zehn Meinungen
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