Spitzen wechseln bei Carbon-Stöcken

      Spitzen wechseln bei Carbon-Stöcken

      Hallo zusammen,

      weil ich mir nicht sicher bin :confused: , hier eine kurze, hoffentlich nicht all zu doofe Frage:

      Ist die "Wasserkocher-Methode" beim Wechseln der Spitzen eines Carbon-Stocks auch das Verfahren der Wahl? Oder leidet bei 80-100°C das Stockmaterial?
      Bei meinen alten Alu-Stöckchen brauchte ich mir keine Gedanken darüber zu machen....
      Ich mache es immer so mit der Methode Kochwasser. Mein Stock hat 100% Carbon und hält jetzt schon unkaputt und ungelitten 1,5 Jahre.
      Nette Grüße,
      fryTom

      [size='1']Cross Skater, verwendet momentan folgende Cross Skates (alle mit 2 Wadenbremsen gemäß Cross Skating Regelwerk)

      Speedrace 2.0 (custom-built, K2 Radical Pro FLX Boot, PS XC Path 2.0 Schiene, Fender & neon-orange KS-Felgen) & BLACK ROCK Skate (cross-skate-shop.com-V07-120-Tuningskate)
      Stöcke KV+ CH1 (in Körperlänge), mein Blog[/size]
      Hallo Spitzenwechsler,
      den Tipp mit dem heissen Wasser gebe auch ich gerne weiter, wir machen es im Service nicht anders. Er funktioniert immer noch am besten, außer man hätte eine Spitzenabziehvorrichtung (gibt es in der Tat bei SWIX und LEKI ).
      Aber Achtung bei Carbonstöcken.......gerade durch heisses Wasser kann ich das Carbon überhitzen und beim abziehen, oftmals sogar mit Zangenunterstützung, drehen Leute mit weniger Erfahrung den Carbonschaft weil er weich geworden ist zu viel ! Die Fasren können reissen ohne das es bemerkt wird, noch nicht bemerkt wird. Hier muss man wirklich Geduld bei der De-Montage aufbringen, lieber das Wasser zu Beginn nicht gaaaaanz so heiss machen und immer wieder mit der Hand ohne Hilfsmittel (aber Schutz gegen Hitze Lappen nehmen) versuchen die Spitze zu lockern und dann abziehen.
      Tipp beim aufstecken der neuen Spitze mit ein paar Tropfen Heißkleber fixieren. Sollte die Spitze mal nicht genau in "Fluchtrichtung" zeigen, auch hier kurz in heisses Wasser getaucht und die Spitze kann neu justiert werden. Warten bis Schaft und Spitze wirklich kalt geworden sind vor dem neuen Einsatz.
      Bei ALUstöcken kann man schon mit ordentlich heissem Wasser arbeiten,die nehmen es nicht ganz so krumm.

      sportliche Grüße Peter
      Wünsche immer genügend Druck auf den Pneus....
      sport-mielke.de

      MPeter schrieb:

      Hallo Spitzenwechsler,

      Aber Achtung bei Carbonstöcken.......gerade durch heisses Wasser kann ich das Carbon überhitzen...

      sportliche Grüße Peter


      Hallo Peter

      Meinst du wirklich das 100°C zuviel sein können , denn heißer wirds ja nicht.
      Ich habe es immer so gemacht. Gefährlicher finde ich die Heißluftpistolen-Methode denn da kann ichs nur gefühlsmäßig machen.

      Gruß
      Bernd
      Hallo Rainer, Hallo Gerd,
      zum heißen Wasser: Das muss man wirklich austesten, es gibt da sicher keine verbindliche Temperaturangabe, hat auch was damit zu tun wieviel und vorallem welcher Kleber drunter ist.
      Der von der Industrie geht relativ einfach mit schätzungsweise 70-80 Grad heissem Wasser runter. Der aus der Heißklebepistole aus dem Hobbybereich dauert deutlich länger bis er wieder flüssig bzw. zäh wird und erfordert vermutlich auch höhere Temperaturen. Also rantasten.....

      Das abziehen auf der Werkbank/Schraubstock ist bestimmt auch eine Methode, aber auch da wäre ich zumindest bei Carbonstöcken vorsichtig. Wie schnell verletzt man da die Fasern/Gewebe, mal abgesehen von den äußeren Schrammen die man dem Stockschaft schnell beifügen kann.

      Mit einer Heißluftpistole würde ich keine Spitzen/Stöcke erwärmen, weder Carbon noch Alu, da brennt schon mal schnell die Hütte (Stock) mangels Temperaturgefühl.

      Die einzig wahre Methode alte Spitzen abzuziehen ist die, die auch funktioniert ohne den Stockschaft zu verletzen. Aber welche ist das jetzt nun ???:confused:

      sportliche Grüße Peter
      Wünsche immer genügend Druck auf den Pneus....
      sport-mielke.de

      MPeter schrieb:

      Hallo Rainer, Hallo Gerd,

      Mit einer Heißluftpistole würde ich keine Spitzen/Stöcke erwärmen, weder Carbon noch Alu, da brennt schon mal schnell die Hütte (Stock) mangels Temperaturgefühl.

      sportliche Grüße Peter


      Hallo

      Im Prinzip ist das kein Problem! mann sollte nur darauf achten das der Abstand der Pistole nicht zu gering ist damit die Oberfläche der Spitze nicht zu heiß wird. Dazu kann man immer wieder mit der Hand prüfen ob man es noch anfassen kann.
      Es muss klar sein das die Wärme erst die Spitze durchdringen muss um den Kleber zum schmelzen zu bringen. Also etwas Geduld und lieber weniger Wärme aber länger halten und dabei den Stock drehen.
      Immer mal versuchen ob man die Spitze schon abdrehen kann.

      Diese Abziehmethode kann man ja bei den Griffen auch verwenden und da sollte man wegen der Korkoberfläche noch vorsichtiger sein. Insgesamt halte ich die Wassermethode für einfacher,erst recht wenn man sich das Wasser zum kochen bringt und dann noch 5minuten wartet. Da kann man sicher sein das es deutlich unter 100°C ist.

      Die Schraubstockmethode habe ich auch schon abgewandelt angewendet im Gullideckel!:D Ging ganz schnell ab die Spitze. Hat nur den einen Nachteil das der Stock immer kürzer wird.

      Gruß
      Bernd

      Heißluftpistole, mir sagte man mit dem Fön, soll es gehen!?

      ...bei Skikesport.com sagte man mir, ich solle die Spitzen bzw auch die Griffe mittels Fön erwärmen. Ich habe 90% Carbon-STöcke.

      Was geht denn da!?

      Ich habe aber noch eine Frage: welche Pumpen nehmt ihr? Geht auch eine normale Doppelhobpumpe fürs Auto!?
      Beste Grüße aus dem Münsterland

      Martin
      Hallo Martinm

      So eine Doppelhuppumpe wird nicht ausreichen, weil sie den nötigen Druck nicht erreicht. Die Pumpe muß mindestens 7 bar schaffen, außerdem bis Du die Pumpe weggemacht hast ist der Reifen wieder halb leer.
      Hole Dir eine Pocketpumpe, die hat ein extra Stellrad mit dem das Ventil geöffnet und geschlossen werden kann.

      Gruß Rainer
      Hallo Martin,

      hab die Föhn Methode diesen Winter erfolgreich mit meinen Langlaufstöcken von Exel probiert um die Stöcke zu kürzen.
      Modell: P2 Endurance Kork; Carbon/Glasfaser; 65% Carbonanteil.
      Hat ca. 15 Minuten pro Stockgriff gedauert, bis sich der Kleber gelöst hat und der Griff sich mit sanfter Gewalt (ohne Werkzeug, mit kleinen Zickzackbewegungen) herunterziehen ließ. Ich hab nur einen kleinen Reiseföhn, daher nicht allzu heiß, wichtig ist glaube ich auch, daß man den Griff/die Spitze gleichmäßig erwärmt, also Föhn viel bewegen, der Stock selbst bleibt dadurch im Ansatzbereich nur gut lauwarm. Dauert vielleicht etwas länger, kommt mir aber recht schonend vor.
      Zur Luftpumpe: habe auch eine Pocket Luftpumpe mit Rückschlagventil (gibt´s von Topeak oder Skike). Die ist präzise, leicht und paßt bei längeren Touren in jeden Rucksack.
      Grüße von Jeannette

      Temperaturgefühl ?

      ..also, für mich ist die Heißluftpistole DAS Mittel der Wahl. Vorsichtig Rantasten sowieso, nie heißer als nötig und Stopp, wenn die Spitzen sich lösen. So entwickelt sich auch eine Art Temperaturgefühl.
      Im letzten Langlaufurlaub mußte ich auch einmal Stockspitzen tauschen. Die Heißluftpistole hatte ich jedoch nicht dabei. Gut, daß das Haus 'ne Sauna hatte..

      Schöne Grüße

      sthaupt schrieb:

      Die Heißluftpistole hatte ich jedoch nicht dabei. Gut, daß das Haus 'ne Sauna hatte..


      Nun denn, und wenn jemand keine Sauna hat, hat er vielleicht einen Föhn :)
      Wie schon beschrieben, dauert das seine Zeit, aber man kann Föhn und Stock (gut arretiert) schon mal ein paar Minuten alleine lassen.

      LG Andrea

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anki“ ()

      Ich hatte eine Erfahrung mit meinen Karbonstöcken mit Eisspitze, Leki Aergonlite 2, wen's intererssiert...
      Eine der Eisspitzen (die den Stock für den Sommereinsatz ohnehin untauglich machten) ist gebrochen und sollte durch Flexspitzen ersetzt werden, ich habe ewig mit allen Schmähs herumgekämpft und zwei Erkenntnisse gewonnen:
      1. Runterschneiden geht am besten und schnellsten (und führte schließlich zum Erfolg): ich setzte einen Schnitt mit dem Stanleymesser und drückte die alte Spitze mit einem Schraubendreher am Schaft dann auseinander und herunter; man muss nicht bis auf den Stock schneiden, sollte der Schnitt nicht durchgehen, springt das normalerweise recht ausgehärtete alte Spitzenschaft-Material trotzdem auseinander.
      2. tatsächlich ist die Stockspitze gummiert, NICHT geklebt oder so, aber diese direkt am Stockende auf ca. 4cm Länge ab Werk aufgetragende Gummischicht hat genügend Adhäsionskraft, dass ein Herunterschlagen mit dem Hammer nicht möglich ist.