Grüße aus Speyer / ISPO-Mitbringsel

      Grüße aus Speyer / ISPO-Mitbringsel

      Hallo Cross-Skating Gemeinde - als bisher stiller Beobachter Eures regen Treibens hier im Forum und im Gelände muß ich nun meiner Begeisterung für diese junge Sportart die Möglichkeit geben, auf Unentschlossene und bereits infizierte überzuspringen.

      Kurz zu meiner Person:
      Da ich schon sehr früh meine Freizeit zur `Arbeitszeit´ umfunktioniert habe, konnte ich in verschiedenen Bereichen wichtige Erfahrungen für mein jetziges Tätigkeitsfeld sammeln. Eine Lehre zum Industrieelektroniker, ein Studium der Sportwissenschaften in Heidelberg und parallel hierzu meine Tätigkeit als selbständiger Foto- und Grafikdesigner hat mir die letzen 15 Jahre (ich kämpfe gerade gegen die 40 an :)) viele Interessante Projekte in Kooperation mit Ärzten, Therapeuten und Sportlern beschert. Lehrunterlagen erstellen, Trainingssysteme und -Geräte entwickeln und am eigenen Körper testen - was gibt es schöneres?
      In den letzten 10 Jahren konnte ich mich auch meinem Steckenpferd, dem Koordinations- und Stabilisationstraining/Propriorezeption sehr intensiv widmen, was zu interessanten Therapie- und Trainingserfolgen bei meinen Kunden im AquaFitness Bereich (wöchentlich ca. 200 Kursteilnehmer), NW-Laufgruppenteilnehmern (rund 150 Personen/Jahr) und Patienten in einer Physiotherapie-Praxis geführt hat.
      Sprunggelenks-, Knie- und v.a. Rückenproblemen rücken wir mit aktiven, aber kontrollierten Bewegungen und viel Schweiß auf die Pelle (durch die vielen Sportverletzungen u. arthrotischen Veränderungen in meinem Fahrgestell lag auch mir persönlich sehr viel an einer effektiven Schmerzbeseitigung :) )


      Der Weg zum Cross-Skating:
      Als meine Lebensgefährtin (sie ist auch selbständige NWU-Master-Trainerin bzw. Sporthändlerin) mir dann im September `06 freudestrahlend erzählte, dass Sie auf der ISPO ein geniales Trainingsgerät entdeckt hat und ihrem Händlerstatus mit einer größeren Erstbestellung SKIKES noch Nachdruck verliehen hat, habe ich erst mal die Stirn gerunzelt (ich bin aus Erfahrung erst mal skeptisch, was neue Geräte betrifft, trotz optimistischer Tendenzen hau´ich öfter mal die Bremse rein).
      Nach 15 Minuten auf diesen neuen Dingern (man kanns nicht abwarten, testet also mit dem, was man sowieso im Überfluß hat: mit 1,20er Nordic Walking Stöcken) wollte ich dieses neue Teil schon in die Ecke werfen, ließ mich aber (zum Glück) noch zu einer Testfahrt mit richtigen Skating-Stöcken überreden - alles was danach folgte ist Geschichte...
      Spaß, neue Bewegungsherausforderungen, gleiten (Sorry Frank,Du hast ja recht: rollen) über die unterschiedlichsten Beläge mit zuverlässigen Bremsen und v.a. ein gutes Gefühl danach in den über die Jahre etwas zu stark geschundenen Gelenken. Nachdem ich dann all meine Herzfrequenzmesser ausprobiert habe und feststellen mußte, dass die angezeigten Werte tatsächlich meinem aktuellen Trainingszustand entsprachen (durchschnittliche HF 170+, ich konnts nicht glauben, dass ich in meinem Leben diese Grenze nochmal überschreite!), habe ich diese Erfahrung erst mal an unsere Kunden und Skike-Anwärter weitergegeben (Risiko-Patienten, Fitness- u. Ausdauersportler sollten besonders in der Anfangsphase ohne den trainings- und lebenswichtingen Indikator `Herzfrequenz´ nicht auf die Piste gehen)
      Zum Glück paßt sich der Körper relativ schnell an, was auch direkt mit einer merklichen Verbesserung der Technik zusammen hängt.
      Seit dieser Zeit sind wir nun u.a. als `Botschafter der rollenden Revolution´ unterwegs und versuchen diesen schönen Sport weiter zu entwickeln.

      Als kleines Mitbringsel (macht man so, wenn man sich wo neu vorstellt, haben mir meine Eltern beigebracht :)) ) könnt Ihr hier noch ein paar aktuelle Fotos vom Skike-Stand mit Otto Eder auf der ISPO sehen (sofern ich das mit der Verlinkung schon beim ersten Mal schaffe).

      Zum Schluß noch ein rießiges Dankeschön an Frank - Du hast mit diesem Forum, mit den vielen Technik-Tipps und viel Herzblut eine Plattform geschaffen, die durch ihr professionelles Erscheinungsbild und v.a. durch die fach- und erfahrungskundigen Teilnehmer eine Bereicherung für alle Bewegungshungrigen Sportler darstellt, die auch etwas über den Tellerrand hinausschauen möchten - wir blicken auf eine sicherlich bewegte Zukunft auf Rollen...

      Viele Grüße am heißesten Sonntag des Monats - Mirko

      mfsport.de (falls die Signatur nicht gleich beim ersten Mal eingefügt wird...)
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      Hallo Mirko,

      na dann mal herzlich willkommen. Wenn man Deinen Lebenslauf so ließt, kann man direkt neidisch werden. Ich hatte meine ersten Bewegungen auf den Skikes auch mit Nordic Walking Stöcken gemacht. Das hatdamals auch überhaupt nicht funktioniert. War natürlich auch erstmal depremierend. Allerdings war dann auch bei mir das erste Mal mit richtigen Blading Stöcken ein überragendes Erlebnis.
      Gruß
      [size='2']Rüdiger[/size]
      Hallo Hippi,

      den Stock hatte ich tatsächlich in der Hand und konnte den `Führungstest´ machen - er ist trotz Verstellmechanismus angenehm leicht (Carbon) und soll auch bei stärkster Belastung garantiert (durch den neuen, patentierten Locker) nicht zusammenrutschen. Die Schlaufe legte sich auch angenehm um die Hand und das Daumengrundgelenk wird im Sturzfall nicht so stark gefährdet wie bei den von uns derzeit propagierten EXEL-Stöcken. Mit dem Druckpunkt der Schlaufe war ich mir nicht so sicher, ob eine so gleichmäßige bzw. angenehme Verteilung der Kraft aufs Handgelenk erfolgt, da die Schlaufenteile unsymetrisch aus dem Stock kommen (mittig u. außen, nicht innen u. außen) d.h. der Stock dreht beim Druck etwas aus oder in die Hand.
      Ob dies der physiologischen Idealbewegung entspricht, wird der Praxistest zeigen. Otto Eder meinte jedenfalls, dass er nach vielen Tests diese Variante der Daumenschlaufe vorzieht. Was ich etwas schade fand war, dass ich das Rad mit der Rücklaufsperre zwar bewunderungsvoll in der Hand halten konnte, jedoch eine montierte Version fürs Laufgefühl nicht präsentiert wurde. Auch die geplante Auslieferung nur in Kombination mit einem kompletten Rad (das Lager ist nicht entfernbar / werkseitig fest mit der Felge verpresst) macht Neugierig auf die Haltbarkeit dieser Neuerung (Preise habe ich leider nicht angefragt - Sorry).

      Gruß - Mirko

      ISPO Rücklaufsperre

      Hallo Mirko, :)

      auch von mir herzlich Willkommen. :D
      Kannst Du vieleicht etwas über die Rücklaufsperre sagen?.

      Was mich intressiert ist, ob mit der neuen Rücklaufsperre auch im Gelände
      wo der Weg nicht so gut ist und die Fahrspur tief eingefahren ist ob man
      dort die Siken auch als Klassischer Langlaufstil benutzen kann?.
      Oder hast Du von Meister Eder etwas über die Entwicklung der Siken für diesen Laufstil erfahren können?.


      Gruß,
      mennilaufen
      Hallo Mennilaufen,
      auch an Dich danke für die Begrüßung, zur Rücklaufsperre kann ich wirklich nur sagen, dass das Lager schwarz anstatt silber bei der Standard-Variante ist. Soviel ich aus den Äußerungen in versch. Foren herausziehen konnte ist von Otto Eder eine Entwicklung hin zum Klassik-Stil auch nicht angedacht. Da wir uns auf Rollen bewegen wird das Abdruckverhalten, auch mit der Sperre, warscheinlich auch nie an das Gefühl im Schnee herankommen. Fürs Sommertraining von Klassik-Läufern wäre das sicherlich interessant, wenn ich aber die Bewegung auf Rollen als eigenständige Bewegungsvariante ansehe, ist die Skating-Technik sicherlich die sinnvollere Art des Bein- und Wadeneinsatzes. Vielleicht hinkt der Vergleich jetzt etwas, aber das kommt mir eher wie ein Hineinzwängen einer eingeführten Technik in ein neues Gerät/Bewegungsmedium.
      Ähnliche Versuche gibts von Sportlern auch in anderen Bereichen. Z.B. bietet das Wasser traumhafte Bewegungsmöglichkeiten in allen Bewegungsebenen (3-Dimensional). Jetzt müssen schon wieder Trends gesetzt werden, indem Fahrräder ins Wasser gestellt werden und die Bewegungsachsen und -Möglichkeiten einschränken.
      Ich denke, man sollte die Cross-Skates als eigenständiges Fortbewegungsmittel sehen, da eine annähernd ähnliche Klassik-Technik warscheinlich eher den Ski-Stil versaut als eine `neue´ Skating-Technik
      (das ist jedenfalls meine Erfahrung vom Bewegungslernen).
      Die Rücklaufsperre wird warscheinlich hauptsächlich am Berg Vorteile bringen, im schwierigen Gelände ist mal wieder eine gut koordinierte und belastungsfähige Fuß-, Bein- und Rumpfmuskulatur gefragt bzw. der direkte Kontakt Schuh/Skike. Ähnlich wie bei einer Motor-Kupplung ist bei zu viel Spiel/einem großen Schlupf keine optimale Kraftübertragung und Drehzahlkontrolle möglich - rutschst Du also aus dem Schuh, nützt Dir die Rücklaufsperre in schwierigem Gelände sicherlich auch nichts, da sind dann eher die Arme und die Rumpfmuskulatur gefragt.

      Gruß Mirko
      Hallo Mirko,

      auch jetzt hier im Forum ein herzliches Willkommen. Wir haben ja schon häufiger telefoniert und ich darf bestätigen, dass du - obwohl hier neu - eigentlich schon zu den Skike-Kennern gerechnet werden kannst.
      Vielen Dank für deine sehr informativen Einstieg gleich in Form mehrerer sehr guter Beträge. Solche Informationen braucht die Skiker- und Cross-Skater-Gemeinde.
      Nur weiter so!

      Franz