Muskelbelastung beim NCS

      Muskelbelastung beim NCS


      ...Es wird zwar regelmäßig behauptet, daß rund 98 % unserer Muskeln beim NCS beansprucht werden.
      ...Davon aber wohl auch 50 % viel zu einseitig.

      Das kann man leicht testen.
      Wer also außer NCS nichts weiter sportlich macht, der braucht nur mal länger zu wandern, dann entdeckt man plötzlich seine Waden wieder.

      Genauso verhält es sich, wenn man sich mal ins Fitness-Studio begiebt und eine Runde an den Geräten dreht.

      Da spürst Du sofort, welche Muskeln beim NCS kaum gefordert werden.


      Mittlerweile verstärkt sich dieser Eindruck bei mir immer mehr.
      Nach einer nur 13 km Wanderung im normalen Gelände habe ich nach 2 Tagen einen solchen Muskelkater in meinen Oberschenkeln, in der Hüfte und dazu auch noch Kreuzschmerzen.

      Wie sieht das bei Euch aus ?
      Betreibt Ihr noch zusätzlich irgendeine Art an Ausgleichstraining ?

      So kann ich es jetzt auch besser nachvollziehen, wenn NCS-Anfänger hier des Öfteren von Muskelkater berichten.:rolleyes:

      Muskelkater hatte ich beim Skiken eigentlich noch nie.
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      Hallo,

      @Klaus

      Das kann ich voll unterstützen. Muskelkater beim Skiken? Nee, das hatte ich auch noch nie. Wohl aber eine 'ganzkörperliche' Müdikeit von den 98% Belastung aller Muskeln.

      Dem gegenüber habe ich, wenn ich bei wirklich miesem Wetter mal Nordic Walke, nachher Muskelkater in den A....backen!

      Beim Joggen spüre ich danach und am Folgetag die Oberschenkel und beim Schwimmen explizit die Oberkörpermuskeln.

      Beim Radfahren drückt mich eigentlich nur das Gesäss :D!

      Beim Skiken scheint die Belastung aller beteiligter Muskelgruppen irgendwie moderater zu sein, obschon ich immer wieder eine Leistungssteigerung feststellen kann. Eine andere Sache ist natürlich auch, dass der Mensch, sprich Körper ein Gewohnheitstier ist, und sich an eine Belastung bzw. Sportgerät/Bewegungsablauf gewöhnt. Kommt dann ein anderer Bewegungsablauf und Belastung dazu, muss er sich umstellen, und das führt zu eine stärkeren Belastung einiger Muskeln und dem zu Folge gibts dann Muskelkater.

      Desswegen habe ich meine Sportvielfalt immer weiter ausgedehnt. Mittlerweilen bin ich bei Snowboarden und Langlaufen im Winter, Schwimmen, Joggen, Nordic Walken, Rennrad- und Mountenbiken und natürlich Skiken gelandet. Der andere Vorteil ist bei einer gewissen Auswahl, dass man mal ausweichen kann, wenn man mal auf etwas gar keine Lust hat.

      Frohes Sporttreiben mit gelegentlichem Muskelkater!

      Gruss Thomas :cool:
      ... in dubio pro reo.
      Hallo,

      ich denke der Muskelkater ist vielleicht abhängig von der Art der Belastung sprich ihrer Intensität bzw. der Konstitution dessen der draufsteht und was er vorher gemacht hat.
      Das Nordic-Cross-Skaten ist einfach für die Muskulatur ideal - was ich nach meiner OP aufgearbeitet habe, hätte mir keine Reha so schön bieten können.
      Muskelkater habe ich damals gehabt - war auch kein Wunder - nach ein paar Monaten auf dem Teppich.

      Gruss

      Conni
      Damit kein Missverstaendnis ensteht - das, was ich als "ich spuere die Muskeln" bezeichne, z.B. in meinen Er-fahr-ungen, das laeuft noch waehrend/kurz nach dem skaten. Muskelkater am naechsten Tag hatte ich bisher zu meiner grossen Verblueffung nicht, auch, wenn ich es aufgrund des "Muskel spuerens" am Vortag erwartet haette. Anfangs hatte ich stellenweise ein leichtes Ziehen am naechsten Tag (also bestenfalls ein Muskelkaetzchen ;) ), aber so ueble Sachen, wie ich es kuerzlich (nach langem mal wieder) anderweitig ausprobiert hab, dass jeder Schritt auf der Treppe schmerzt oder es "auch nur einfach wehtut" hatte ich bisher nicht.
      Nu sind natuerlich meine Runden sehr kurz, aber ich spuere, eben waehrend der Fahrt, meine Muskeln deutlich; bei jeder anderen Sportart wuerde ich danach wirklich einen Fetzen-Muskelkater erwarten.
      Dieses Phaenomen fasziniert mich ungeheuer (und macht mir die Cross-Skaterei sehr sympathisch :) ), erklaeren kann ich es mir nicht wirklich.
      cu
      Monika
      .. verblüffend: vom NCS hatte ich noch nie Muskelkater. Das sind wohl echt runde Bewegungen ohne in Extrembereiche zu gehen. (Die Physio's werdens besser beschreiben können).

      Ich spiele noch regelmäßpig Volleyball und mache regelmäßig Gymnastik mit wechselnden Schwerpunkten (allerdings sehr ausgeglichen - "von oben bis unten" ohne jetzt eine %-Zahl zu nennen wieviel Muskeln im Spiel sind oder waren).

      Zudem mache ich regelmäßig Nordic Walking - was mir sehr gut im Ledenwirbelbereich gut tut.

      Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf NCS.

      Ich fühle mich damit Pudelwohl und hatte nur nach einem Hallen-Volleyball-Turnier Muskelkater und Kreuzschmerzen (vom harten Boden).
      Gruß .. Hagi

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      Naja, jetzt wo Ihr’s ansprecht: Muskelkater beim Skiken…eher nicht. Ich hatte zwar so manches Mal schon Erschöpfungszustände (,weil ich mal wieder nicht aufhören konnte), wo ich merkte, daß die Hax’n meine Befehle erst mit merklicher Verzögerung umsetzten (da wird’s dann kritisch -> Pause!). Aber am nächsten Tag war eigentlich nix mehr, wenn man mal von einer angenehmen Spannung in Bauch, Po und Wadl absieht! Ich denke auch, daß das in der relativ ausgeglichenen Verteilung der Belastung auf die Gesamtmuskulatur begründet ist.

      Daß ich allerdings zum multiplen Muskelkater fähig bin, beweise ich mir aber übers ganze Jahr auf Skiern:
      Im Winter nach alpinen freeride-events, wo die Oberschenkel im Gelände ihrer Stoßdämpfer-Funktion in 90°-Hüft- und 90°-Kniewinkel-Spannung gerecht werden müssen – da glühen sie manchmal bis zu 5 Tage nach, daß ich am liebsten im Handstand rumginge…
      …und im Sommer auf dem Wasser nach besonders heftigen Slalom-Trainings, wo du mehrfach schnell wechselnde Beschleunigung und Verzögerung zwischen 40 und 100 km/h mit den Armen hältst, auf die dann für Sekunden der 3-fache G-Faktor deiner Masse wirkt. Es gab Tage, wo mir meine Frau morgens ins Hemd helfen musste, weil ich die Arme nicht mehr strecken konnte (nicht ohne mir wieder mal meine „altersuntypische Unvernunft“ vorzuhalten…).
      Aber das sind halt mehr oder weniger kurze, dafür jedoch extreme Höchstbelastungen, auf die man sich nur in der Praxis vorbereiten kann, wobei die Neigung zum Muskelkater mit Fortschreiten der jeweiligen Saison abnimmt. Ausdauersportarten geben dir dazu nur die Grund-Fitness, ohne die du aber auch gar nicht mit so was anfangen brauchst.

      Aber ich hätte bis vor 3 Jahren nie gedacht, daß mal so eine „Mittel-zum-Zweck“-Sportart bei mir diesen Stellenwert erreicht, wie es beim Skiken nun der Fall ist! Denn früher war dieses Basistraining immer das „notwendige Übel“ – jetzt macht es richtig Spaß!
      KnightSkater
      Moin!

      Muskelkater eher selten , aber wenn es dreistellig wird ,dann stellt sich manchmal eine gewisse Ermüdung des Kopfes ein( warum tue ich mir das an:eek:?).
      Aber sonst ist NCS gut wegzustecken, wenn ich an die Belastungen aus meiner aktiven Marathonlaufzeit denke, da war der Körper fast dauerbreit...
      Als Ausgleich gönne ich mir dann noch ein paar Kajakkilometer, eine gute sortierte Muckibude + eine gepflegte Sauna:o. Das alles in der Kombi mit NCS wäre der perfekte Tag, wenn nur die olle Arbeit nicht wäre:D.

      Gruß
      Bruchholger

      Verblüffend und genial zugleich....

      ist das, was ich bisher von Euch gelesen habe.

      Ein roter Faden zieht sich bisher durch >>> alle schreiben, daß sie so etwas wie mit dem NSC in Bezug auf die Muskelbeanspruchung noch nie mit einer anderen Sportart erlebt haben.

      Hier wartet auf die Forschung noch viel Arbeit.:cool:

      So lange brauchen wir hier jedoch nicht zu warten, denn unsere Beiträge werden viel dazu beitragen,
      warum gerade das NCS so " körperschonend " betrieben werden kann.
      Ich schreibe extra " körperschonend ", weil es das wohl am Ehesten trifft.
      Außerdem fehlt mir die Fachkompetenz, das alles im Einzelnen zu erfassen und zu erklären.
      Dazu kommt bestimmt Mirko bald hier auf den Plan, hoffentlich.

      Mal abgesehen von sog. Gewalt-Touren, bei mir über 40 km, bei Holger wohl erst ab über 100 km:D, merke ich während des NCS absolut nichts und im Nachhinein, außer den altersbedingten Anlaufschwierigkeiten, auch nichts.

      Wenn Holger schreibt :
      ...Als Ausgleich gönne ich mir dann noch ein paar Kajakkilometer, eine gute sortierte Muckibude + eine gepflegte Sauna. Das alles in der Kombi mit NCS wäre der perfekte Tag, wenn nur die olle Arbeit nicht wäre.

      dann trifft das den Nagel auf den Kopf.

      Mal abgesehen vom Zeitaufwand für den zusätzlichen Ausgleichssport, wäre jetzt interessant zu erfahren, was passt am Besten dazu.
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      Klaus59 schrieb:

      ...
      Hier wartet auf die Forschung noch viel Arbeit.
      Dazu kommt bestimmt Mirko bald hier auf den Plan, hoffentlich.

      Mal abgesehen von sog. Gewalt-Touren, bei mir über 40 km, bei Holger wohl erst ab über 100 km:D, merke ich während des NCS absolut nichts und im Nachhinein, außer den altersbedingten Anlaufschwierigkeiten, auch nichts.



      ...ich bin gerade in Bezug auf die (sehr individuelle) Muskel-/Gelenkbelastung noch am Sortieren und Austesten.
      Das Thema Herzfrequenz wird noch einige heiße Diskussionen verursachen, bei der Wirkung auf den Bewegungsapparat läuft das Ganze sicher etwas seichter ab, da sich wahrscheinlich nicht mehr als 3 oder 4 Biomechaniker im Land mit dem Cross-Skating-Bereich beschäftigen werden.

      Gut, der fehlende Muskelkater im Vergleich zum Joggen kommt sicherlich durch die fehlenden Bodenreaktionskräfte in der exzentrischen Phase (beim Landen/Nachgeben treten sehr hohe Spitzen auf), aber über den Muskelkater ist schon so viel (teils Müll) geschrieben worden,da halt ich mich gerne zurück. Akzeptieren wir ihn einfach als mögliche Begleiterscheinung und nicht als Leistungsmesser für eine effektive, schonende oder schädliche Bewegung.

      Was mir jedoch interessant erscheint ist die Tatsache, das das Auftreten von Muskelverkürzungen (Hüftbeuger/Adduktoren) stark von der angewandten Technik abhängig ist und nicht direkt der Sportart zugeschrieben werden kann. Die Technik ist wiederum vom Gelände, der muskulären und koordinativen Grundsituation abhängig, von daher wird es nicht so einfach bei der Suche nach der idealen, gelenkschonenden, effizienten (Ausgleichs-?) Bewegungsausführung.
      Das Thema hatten wir schon an verschiedenen Stellen, Klaus mit seinen fast durchgedrückten Knien/Pendelbewegung nach 'Wolleweb', Dieter bei seiner Suche nach einer Übertragung der ALFA-Technik aus dem NW ins CS.

      Da ich selbst sehr stark zu Verkürzungen im Adduktorenbereich neige (ich jogge als 'Vorturner' beim Aquafit in der Woche rund 10 Stunden auf der Stelle, auf Beton, ohne eine Vorwärtsbewegung durchzuführen - der absolute Horror für den Bewegungsapparat).
      Das Cross-Skating in der tiefen Hocke bringt zwar Sicherheit, unterstützt jedoch auch die Hüftbeuger- und Adduktorenverkürzungen in einem gewissen Maße. Deswegen wechsle ich z.B. zwischendurch zum 'Wolleweb-Pendelschritt' in 2:1 oder 1:1, da hier eine Hüftstreckung und die Ichios aktiviert werden (deshalb bin ich auch sehr an einer CS-Alternative in Richtung Klassik-Ski-Technik interessiert).

      Das alles jedoch erst mal als kleiner Ausschnitt aus den Erkenntnissen, die wir aus diesem neuen Sport ziehen können.
      Der Unterschied und Nachteil zum Nordic-Walking als 'Bewegungsalternative für Jedermann' wird jedoch auch nach 100 Jahren Erfahrung und Forschung bleiben - Cross-Skating ist kein Breitensport, kein allgemeiner Ausgleichssport, auch wenn es für viele Begeisterte die Lücke geschlossen hat, die durch Bewegungseinschränkungen oder das Fehlen des Kicks bei der Bewegung vorhanden war.

      Trotzdem haben wir Spass an dem, was wir tun, weil wir noch danach spüren, was wir davor getan haben, mit oder ohne Muskelkater :)

      Gruß
      Mirko

      NCS in tiefer Hocke

      Mirko Fuchs schrieb:





      Das Cross-Skating in der tiefen Hocke bringt zwar Sicherheit, unterstützt jedoch auch die Hüftbeuger- und Adduktorenverkürzungen in einem gewissen Maße. Deswegen wechsle ich z.B. zwischendurch zum 'Wolleweb-Pendelschritt' in 2:1 oder 1:1, da hier eine Hüftstreckung und die Ichios aktiviert werden (deshalb bin ich auch sehr an einer CS-Alternative in Richtung Klassik-Ski-Technik interessiert).



      Hallo Mirko,
      sicher kannst Du mir erklären, was Du mit NCS in tiefer Hocke meinst. Ist das Deine, neben dem Pendelschritt, normale Fortbewegungsmethode?

      Wenn ich mich nicht täusche habe ich Videos von Dir gesehen, an eine tiefe Hocke, die ich mir nur bergab vorstellen könnte, wenngleich ich sie hier nicht gerne machen würde, kann ich mich nicht erinnern.
      Gruß Manfred

      Manni2005 schrieb:

      Hallo Mirko,
      sicher kannst Du mir erklären, was Du mit NCS in tiefer Hocke meinst. Ist das Deine, neben dem Pendelschritt, normale Fortbewegungsmethode?
      Gruß Manfred


      Hallo Manfred,

      sorry, war von mir der falsch gewählte Begriff bzw. übertrieben - stark angewinkelte Beine wäre zutreffender gewesen (nicht mit tiefer Kniebeuge aus dem Krafttraining zu verwechseln :))

      'Normal' gibts bei mir auch nicht, jedoch achte ich bei allen Stilvarianten auf eine Absenkung des Körperschwerpunktes (Bei 1:1, 2:1 3-Punkt-Varianten u. Permanentschub).

      Auf unseren beiden Videos ist dies auch recht gut zu erkennen.

      Gruß
      Mirko

      Tiefe Hocke

      Mirko Fuchs schrieb:

      Hallo Manfred,

      sorry, war von mir der falsch gewählte Begriff bzw. übertrieben - stark angewinkelte Beine wäre zutreffender gewesen (nicht mit tiefer Kniebeuge aus dem Krafttraining zu verwechseln :))



      Hallo Mirko,

      da bin ich jetzt aber sehr beruhigt. denn das hätte mein NCS Weltbild doch arg aus den Fugen geraten lassen. Da ich mit meiner neuerlichen Kapselfibrose in den Schultern nach spätestens 20 km das Handtuch (oder besser ausgedrückt die Stöcke) werfen muß, probiere ich natürlich unterwegs auch viel aus - insbesondere in Richtung Gleichgewicht. Die tiefe Hocke jedoch wäre mir suspekt wegen der Schwierigkeiten rechtzeitig die Bremsen zu bedienen.
      So kann ich beruhigt in Urlaub fahren, die Skikes sind verpackt und anschließend lasse ich mir von Frank in seinem Fortgeschrittenenkurs, auf den ich mich sehr freue, alles was ich mir falsch angeeignet habe wieder abgewöhnen.

      Bis denn und nochmals danke für die Aufklrung zur rechten Zeit.

      Beste Grüße
      Manfred
      Hallo Manfred,

      ich drück Dir die Daumen für ein schmerzfreies Fahren im Urlaub und viel Spaß bei Franks Hardcore-Workshop - und noch mal danke für die Erinnerung/Berichtigung meiner leichtsinnigerweise vollkommen falsch benutzten Haltungsbeschreibung (wo ich doch immer so viel Wert auf die richtige Ausdrucksweise und korrekte Nutzung der Fachbegriffe tuen du :)).

      Gruß
      Mirko