Skikin' in the Mountains - Bericht aus Südtirol
Liebe Sportsfreunde,
in Südtirol, dem Land wo man Distanzen eher in Höhenmeter als in Kilometer misst, konnte ich meinen persönlichen Höhenrekord auf Skikes einstellen: nachweislich 2.080 m über Meereshöhe (siehe Bild)! Ich muss aber dazusagen, dass der Ausgangspunkt für diese Tour ca. auf 1.800 m lag ...
Es war eine tolle Erfahrung, auf den Wanderwegen der Dolomiten zu Skiken und auf gleicher Höhe die schneebedeckten Berge der Ötztaler- und Stubaitaler Alpen zu sehen. Die Kieswege führten mit leichten bis mittleren Steigungen bis an die Felskanten heran und zeitweise blies mir ein kalter Schneewind um die Ohren. Bei etwas steileren Anstiegen rutschten die Skikes auf dem Kiesboden öfters seitlich ab. Hier wäre wohl eine Rücklaufsperre und eine Beweglichkeit der Ferse hilfreich gewesen, um im klassischen Stil voran zukommen. Die Abfahrten waren sehr spaßig und ich war um die effektiven Bremsen äußerst dankbar.
Einer Wandergruppe, die mich etwas verwirrt fragte, ob dass hier denn ein Skigebiet sei, entgegnete ich mit einem süffisanten Lächeln: „Ja, seit heute!“
Den Versuch von unserer Unterkunft auf der Teerstraße (ca. 17 % Gefälle) ins Tal zu rollen, brach ich nach knappen 5 Minuten ab, denn es roch sehr stark nach Gummi. Ein Griff an die Hinterräder und an die Bremsbacken bestätigte mir: „Hier geht es heiß her !“ Zwar habe ich immer ein Ersatzrad dabei, doch wolle ich es nicht riskieren, dass mir in voller Fahrt beide Hinterräder um die Ohren fliegen.
Alternativ zu den Höhentouren kann man in Südtirol auch „am Boden“ skiken, da in den großen Täler (Eisacktal, Pustertal, Etschtal) seit kurzem schöne Fernradwege ausgebaut wurden. Die Dörfer in den Mittellagen empfehlen sich weniger. Sie liegen meist an steilen Hängen und die Verbindungsstraßen gehen fast nur rauf oder runter.
Das war’s aus Südtirol!
Beste Grüße !
Oswald
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