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Hallo Michael!
Eine Beschreibung dieses Tages ist in der Tat ziemlich sinnvoll. Also ich bin um 07:30 am 23.10. in Guben gestartet,den Abend vorher habe ich mir im die volle Wellnesspackung gegeben. Der Weg durch Guben war nicht so schön nettes Kopfsteinpflaster und finster drein blickende Öttingertrinker. Dann ging es eigentlich nur geradeaus bis nach Forst, immer auf dem ca. 1,5m breitem Neißedamm mit guten Rückenwind entlang. Schön war auch von dort zu sehen wie unterschiedlich Polen und Deutschland doch noch sind. Hier in D wird vieles mit Farbe überdeckt, in PL zählt das nackte, ungeputzte Überleben. Zurück zum Sport , in Forst gab es einen Bäcker , wo es drei Stück des kalorienreichsten Kuchens(Donauwelle) +Kaffee gab. Außerdem habe ich noch Eistee gebunkert , Cola mein bevorzugtes Skikegetränk gab es leider dort nicht. Nun begann die schönste Etappe von Forst nach Bad Muskau. Es war zu spüren das das wirklich der letzte Winkel von Brandenburg ist, totale Einsamkeit. Auf der poln. Seite springen einmal ziemlich große Rehe auf, die brauchen doch eigentlich keine Angst haben, Schengen kommt doch erst an Weihnachten . Das Skiken wurde richtig meditativ, es lief von allein, und ich war auch alleine.Kein Radfahrer, kein Fußgänger nicht mal die Bundespolizei waren zu sehen. Das war das große Gleiten mit Wind.In Sachsen änderte der Weg doch etwas seinen Charakter, Bad Muskau http://www.badmuskau.de/www/index.php?id=90 zieht jede Menge Einkauftouristen an, der Park war allerdings auch sehr schön, eigentlich ideal zum Skiken. In der Pizza am Grenzübergang bestellte ich mir eine Pizza, die dann so groß war da ich die Hälfte als Marschverpflegung einpackte. Jetzt begannen auch die ersten Hänger, mein Kopf wollte einfach nicht mehr skiken, der Körper konnte schon noch. Also den Mp3 player auf Shufflemodus und die Welt wurde wieder besser. Eigentlich war mein Ziel Rothenburg (OL) aber es war noch Zeit bis zum Dunkelwerden und mein Ehrgeiz war erwacht, bis Görlitz müßte es doch noch gehen. Ging es auch leider viele ein paar Tropfen und als es dunkel wurde rollte ich so ca. gegen 18:00 in Görlitz ein.Die Uhr hatte ich mit Absicht weit weg gepackt um keinen Zeitdruck zu erzeugen. Nun ist Görlitz ein vom Krieg völlig verschonte wunderbare Stadt, leider war auch der Straßenbelag verschont. Ich vermute dort habe ich irgendwo mir die linke Wadenschale zerbrochen. Übernachtet habe ich hier ->http://www.goerlitz.de/city_info/display/boerse/detail.cfm?region_id=10&keyword=25&design_id=423&i d=67 Nach zwei Gläsern selbstgebrautem Bieres ging es mir wieder gut. Der nächste Tag war so lala, die Gegend südlich von Görlitz ist vom Braunkohletagebau dominiert, Nebel und Kälte hielten mich dann doch davon ab weiter zur Quelle der Neiße in CZ zu skiken. Außerdem bin ich eher ein schlechter Bergabskiker .Ich denke die 130 km sind eher eine Ausnahme, der Rückenwind, die gut ausgebaute,ausgeschilderte Strecke, dadurch wenig Suche nach dem Weg machten es möglich. Ich hatte einen 20 Liter Rucksack, den größten Gepäckanteil hatten de Ersatzteile, einmal Zivilsachen,Zahnbürste abgesägt ,Waschprobepackungen,Handy sonst eigentlich nix. Es waren mit Getränken so um die 6 kg. Im Sommer müßte sowas noch besser möglich sein,allerdings werden die Übernachtungen dann wegen höherer Besucherfrequenz nicht so spontan machbar sein. Von einer Pulka halte ich nicht viel, ich kenne die Teile aus dem Silanglauf auf kurzen Strecken sind sie in Ordnung, aber z.B. bergauf ist schnell der Maximalpuls erreicht. Besser finde ich die Variante eines Mitradlers mit Radanhänder... ![]() beste Grüße Holger Zitat:
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