|
|
|||
|
Hallo liebe Cross-Skater und Skilangläufer im Rhein-Main-Gebiet,
es sieht gut aus: Wir haben vor, morgen den Vogelsberg zu erkunden. Zwar sind die meisten Loipen wegen Schnee- und Windbruchs nicht freigegeben, aber wie ich gerade im Verleih gehört habe, muss das kein Nachteil sein, denn dadurch fahren die meisten Leute doch nicht dorthin. Aber: Direkt am Skiverleih Taufstein, http://www.ski-taufstein.de/, ist eine 2-km-Runde auf der Wiese, also in sicherem Gelände, präpariert. Man kann dort klassisch langlaufen oder skaten. Parkplätze gibt es auch, ebenso habe ich gerade für mich einen Kurs für 11.30 "gebucht", bei dem der Tatsache Rechnung getragen werden soll, dass ich Erfahrung in einer "ähnlichen" Sportart habe. Den Schneebericht findet man hier: http://www.schotten.de/freizeit/Tour...neebericht.htm, wetter.com verheißt für den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt. Wir starten um 9 Uhr in Groß-Gerau, um 9.30 in Rüsselsheim und haben noch Plätze im Auto frei. Wer hat Lust, sich noch anzuschließen? Viele Grüße Sigrid |
|
|||
|
Hallo Andreas,
tolle Fotos - das ist ja eine unglaubliche Winterlandschaft! Kein Wunder, dass es da Probleme wegen Schneebruch gibt! Ich wusste gar nicht, dass Du auch LL-mäßig unterwegs bist. Vielleicht gibt's ja nochmal eine gemeinsame Gelegenheit in diesem Winter, zumindest in den nächsten beiden Wochen sollte der Schnee nach Prognose nicht wegschmelzen. Hast Du eine Ahnung, ob es um den Nidda-Stausee herum eine Loipe gibt - das würde sich doch anbieten, oder? Gruß Sigrid |
|
||||
|
Der Niddastausee liegt einige Höhenmeter niedriger als die "traditionellen" Vogelsberger Loipen und dürfte daher nicht so schneesicher sein.
Frank
__________________
http://www.cross-skating.com |
|
||||
|
Bin diese Jahr zum ersten mal auf LL-Ski gefahren. Haber mir auch die Ausrüstung an der Taufsteinhütte geliehen. Hat super viel Spaß gemacht und ich denke drüber nach mir eine eigene Ausrüstung zuzulegen.
Berichte mal von Deinen Erfahrungen mit dem Kurs vor Ort, da möchte ich auch mal einen belegen. Die nächsten 1,5 Wochen habe ich (wie meistens) Bereitschaftsdienst, da kann ich leider nicht. Vom Niddastausee sind mir keine entsprechend präparierten LL-Loipen bekannt. Frank hat mit seiner Aussage auch recht, durch den Höhenunterschied ist rund um den See weniger Schnee vorhanden. Gruß, Andreas |
|
|||
|
Hallo,
dieses Motto haben wir heute gleich in mehrfacher Hinsicht erlebt. Strahlender Sonnenschein war gestern für heute im Vogelsberg vorhergesagt. Heute morgen - Nebel, laut Vorhersage ist Auflösung gegen 15 Uhr zu erwarten. Hm, egal, wir fahren trotzdem - Christian, Wolfgang und ich. Bei Nebel ist bestimmt keiner außer uns dort. Denkste, der Hauptparkplatz ist schon voll, als wir gegen 11 Uhr einlaufen. Wir finden dann aber doch noch ein Plätzchen ganz in der Nähe des Skiverleihs. Christian und ich leihen unser Zeug aus, und los geht's in den Kurs, der eigens für uns gehalten wird. Meine Erwartung: ich kann ja cross-skaten, da wird LL-skaten kein großes Problem sein. Naja, ich lasse mich schnell eines anderen belehren. Ich stelle mich in die Bindung, rutsche auf die Übungsloipe zu, die Dinger werden schneller und schneller - und da sitze ich zum ersten Mal im Schnee. Es dauert eine ganze Weile und mindestens fünf weitere Stürze, bis auch im letzten Eckchen meines (Unter-)bewusstseins angekommen ist, dass es sich hier um Ski handelt, die keine Rückfallbremse haben - bei denen Nach-Hinten-Lehnen mithin sehr von Nachteil ist. Ähnlichkeitshemmung nennen Lernpsychologen so etwas...Die Loipen hatte ich mir irgendwie weich vorgestellt. Diese hier auf dem Wiesenhang sind gestern präpariert worden, danach gab's Nieselregen und in der Nacht Frost. Die oberste Schicht ist somit total hart und eisig. Außerdem verlief vor meinem inneren Auge bis gestern eine Anfänger-Loipe auf ebenem Gelände. Dieses Exemplar hat aber nur zwei Möglichkeiten: entweder bergauf oder bergab. Bergab mag ich gar nicht, mangels Stahlkanten finde ich das Bremsen auf dem harten Zeug ziemlich schwierig, und nach meinen Stürzen traue ich mich kaum noch, Fahrt aufzunehmen. Bergauf hingegen ist recht anstrengend.Aber immerhin: dem Wetterbericht zum Trotz kommt schon ziemlich zu Beginn des Kurses die Sonne raus und vertreibt die letzten Nebelreste. Das lässt dann schließlich auch die Oberfläche des Rundkurses etwas weicher werden.Nach einer Stunde bei einer guten Trainerin haben wir eine ganze Menge gelernt. Da taucht auch Wolfgang wieder auf, der inzwischen die Waldwege auf der anderen Straßenseite erkundet hat. Einen Rundkurs konnte er zwar nicht finden, aber einige plattgewalzte Wanderwege, die zwar wegen Schneebruchgefahr nicht freigegeben sind, aber trotzdem eifrig genutzt werden. Allerdings haben wir auch hier das Problem, dass alle Wege entweder bergauf oder bergab führen. Bergab kann ich nur mit Mühe bremsen, bergauf kostet es in anderer Weise ziemlich viel Mühe. Erst nach der Mittagspause habe ich endlich das Gefühl, den "Dreh" so halbwegs rauszuhaben. Da hat sich Christian bereits abgesetzt - um mit Carvelinos an den Schleppliften des Hoherodskopf ein bisschen Alpin-Feeling zu genießen. Er hatte noch mehr als ich das Problem, dass ihm die LL-Ski immerzu seitlich weggerutscht sind. Stahlkanten, die hätten wir uns echt gewünscht. Traumhaft ist die Schneelandschaft. Schnee ohne Ende, meterhohe Berge in den Ortschaften, Schneewände am Straßenrand. Von den Bäumen fällt er immer wieder in großen Batzen herunter, außerdem tropft es um die Mittagszeit. Kleiner Bäumchen sehen oft aus wie überdimensionale weiße Kobolde, von oben nach unten sind sie zu einem kleinen Schneekegel mutiert. Allenfalls Felsklötze könnten auf dem Weg durch die dicke Schneedecke schauen. Allerdings liegen Unmengen von Ästchen, Koniferen-Nadeln, Zapfen u.ä. auf der Spur, die Überreste der vielen abgebrochenen (und schon beseitigten) Baumteile eben. Bisweilen stapfen wir auch um größere Hindernisse herum. Außerdem sind wohl schon ein paar Tage vergangen, seit die Wege gewalzt waren. Spaziergänger und Pferde haben tiefe Spuren hinterlassen, am Ende wird es vom Untergrund her wirklich schwierig. Cross-Skating-Langlauf sei das, klage ich. Immer lahmer werde ich, Pausen brauche ich auch immer öfter - ganz offensichtlich geht meine Kraft zu Ende, auch wenn ich das nicht so recht wahrhaben will. Die Pausen kann ich aber sehr genießen, die Sonne scheint zwischen den schneebedeckten Bäumen auf die Waldwege, der tiefblaue Himmel steht in wunderbarem Kontrast zur weißen Märchenlandschaft. Schließlich gebe ich nach, 14 km habe ich an diesem ersten Tag geschafft - bzw. sie mich. Zurück am Auto krame ich schließlich die Kamera heraus, die ich den ganzen Tag über vergessen hatte, um wenigstens noch ein paar Impressionen festzuhalten. Es hat richtig Spaß gemacht, obwohl die Bedingungen gewiss nicht optimal waren, schon gar nicht für absolute Anfänger. Ich freue mich darauf, noch einmal in den Vogelsberg zu kommen, wenn die vielen Loipen, die normalerweise vorhanden sind, präpariert sind. Es ist ein wunderbares Gebiet und die etwas weitere Anfahrt (90 Minuten ab GG) lohnt sich unbedingt! Für mich ist diese Kombination aus vieeeel Schnee, Sonne und Bewegung Erholung pur. Sigrid |
|
||||
|
Hallo Sigrid,
Danke für deinen schönen Erlebnisbericht. ![]() Die Stahlkanten allein bringen es nicht unbedingt beim Bremsen, die "wacklige" Geometrie der LL-Ski macht es (auch) schwerer. Auf Eis hat man eben dann nahezu verloren und dazu kommt sicher noch, dass du durch jaherlanges Cross-Skating beim Bremsen aus der Skatingtechnik doch eher zu weniger beherztem Kanteneinsatz neigst. Deine Gelenke werden es dir danken. Ich konnte heute wieder auf realtiv freien Wegen cross-skaten (90 Meter über Nullniveau!), erlebte allerdings einen nie zuvor erlebten Doppelfrust durch zweifachen Materialtotalschaden unterwegs. ![]() ![]() Ich will's hier eigentlich auch gar nicht näher beschreiben es ist etwas demprimierend. ![]() Frank
__________________
http://www.cross-skating.com |
|
||||
|
Hallo Sigrid,
da ich heute Nacht erst vom Skifahren aus Österreich gekommen bin, konnte ich dich auf meinen Heimloipen leider nicht begleiten. Die eigentlichen Loipen am Taufstein und in den Nachbarbereichen sind normalerweise wunderschön und immer sehr gut präpariert. Dies gilt sowohl für die Skatingloipe als auch für die vielen km zum klassischen Skilanglauf. Ich mache immer beides, wenn ich in den Vogelsberg fahre. Schade, dass man nun diese außergewöhnlichen Schneeverhältnisse wegen Schneebruchgefahr nur sehr eingeschränkt nutzen kann. Vielleicht komme ich in den nächsten Tagen mal dazu, die 30km-Anreise zum Hoherodskopf und Taufstein zu wagen. Notfalls nehme ich mir das mal abends vor, denn ich muss ja die Stirnlampe noch auf ihre Loipentauglichkeit testen. Herzliche Grüße Alfred |
|
|||
|
Zitat:
mit dem Kanteneinsatz habe ich beim Alpin-Skilaufen eigentlich kein Problem. Aber wo keine Kante ist, kann ich auch keine einsetzen... Interessanterweise hat mein Gehirn das Ganze auch erst einmal nicht als Skilaufen, sondern als Cross-Skaten einsortiert, wahrscheinlich wegen der Skating-Bewegung. Daher kamen dann die anfänglichen Rücklagefehler. Sigrid |
|
|||
|
Zitat:
ja, das finde ich auch sehr schade - zumal gestern keinem Menschen mehr eingeleuchtet hat, warum da akute Schneebruchgefahr bestehen soll. Vielleicht wird ja in den nächsten Tagen wieder mehr freigegeben und gespurt. Sigrid |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|