
!! Vorsicht, langer Text !!
Hallo zusammen,
ich bin von der Inliner-Fraktion, begeisterter Nordic Blader, … immer noch, obwohl ich die Skikes nun schon knapp ¼ Jahr habe.
Meine Gründe für das Skike waren Wetterunabhängigkeit, Offroad, super Bremsen, sozusagen als 2tes Gerät zu den Inlinern. Wie Rennrad und MTB.
Wegen der Bremsen habe ich mich gegen den Powerslide entschieden, obwohl er mir sympathischer war. Dieser geht eher Richtung Inliner. Kompakter, filigraner, wenn man noch davon sprechen kann bei solchen Geräten.
Ich bin froh, diese Entscheidung so getroffen zu haben, denn mit meinen jüngsten Umbauten, habe ich die Vorteile beider (speziell aus meiner Sicht) zu Einem vereint.
Vorteil Powerslide (für mich):
Fest mit der Schiene verbunden.
Inline Schuh, ausgelegt für diese Sportart (Schnürung, Schnalle, Lüftung, Sitz am Fuß)
Schlanker Aufbau, nicht ‚klobig’.
Vorteil Skike (für mich):
Topp-Bremssystem
stabile Gesamtkonstruktion
Als ich zu Beginn mit den Skikes unterwegs war, habe ich trotz der reichlichen Blading Erfahrung festgestellt, dass es einfach was neues, anderes ist. Man will’s ja erst nicht glauben.
Es gab Dinge, die sich mit Übung bewältigen ließen (genaueres Aufsetzen der Skikes auf den Asphalt, will heißen, Inliner verzeihen m. E. eher technische Fehler, Wendigkeit), bei anderen sah ich keine Chance.
Insbesondere der im vgl. zum Inliner rel. lockere Verbund des Schuhs mit der Schiene machte mir zu schaffen, trotz Gurtoptimierung. Nicht zu fest, nicht zu locker, unterschiedliche Fußposition. Bei starker Vorbelastung, z. B. im Gelände rutschte ich z.T. aus der hinteren Fersenschale raus, obwohl ich diese schon recht eng gebogen hatte, und stand dann natürlich auf dem Rand derselbigen. Wenn dann gerade noch Steine kommen, wird’s haarig. Es war auch egal, welchen Schuh ich nahm.
Mit dem m. Erachtens voluminösen Aufbau der Skikes konnte ich mich auch nicht so recht anfreunden, breit am Fuß und hoch bis zur Hälfte Wade. ROBO-Cop - mässig hat mal irgendwer geschrieben, den Vergleich fand ich nicht unbedingt von der Hand zu weisen.
Die Lösung für Problem 1 war, meinen älteren K2 Schuh von dessen Schiene abzumontieren und auf das Skike zu montieren. Entgegen kam mir dabei, dass das Skike in seiner Mittelschiene auf der Standfläche unter den Klettflächen wohl aus Gewichtsgründen eh schon Löcher hat, etwas große zwar, man kann dafür den Schuh sehr gut feinjustieren/ausrichten. Man braucht nur entsprechend große Beilagscheiben. Ich konnte also testen, ohne dem Skike Schaden (Bohren) zufügen zu müssen.
Um der gebogenen Form der Inline Schuhe Rechnung zu tragen, habe ich vorne noch einen kleinen Keil unterlegt. Ansonsten würde es die Spitze des Schuhs durch die Verschraubung ‚unanatomisch’ nach unten ziehen.
So hab ich’s also probiert und war eigentlich gleich begeistert. Superhalt, kam dem Inline-Gefühl bedeutend näher.
Nach der Testphase, als ich sah, dass dies für mich die beste Lösung ist, und ich nicht mehr zurück möchte, beschloss ich die Lösung für Problem 2 in Angriff zu nehmen, Klobigkeit: Zum einen den Schuhkäfig auf die harte Tour loswerden (Flex). Diesen brauchte ich nun ja nicht mehr, was das Gesamtsystem schon mal schmäler werden läßt. Wenn man sich die Krafteinwirkung vorstellt, reicht für die Stabilität der Bremse m. E. die übriggebliebene Hauptstütze aus.
Zum anderen die Wadenbremshalterung, respektive X/O-Verstellung abmontieren. Diese brauche ich nicht wirklich, da durch die plane Bauweise der Inlineschuhe auf der ebenen Skike-Schiene die richtige Stellung automatisch gegeben war. Die Bremse mache ich dann mittels Powerstrap am Schuh fest, funktioniert sehr gut.
Hier das Resultat:
Powerskike.JPG
und von oben
Powerskike oben.JPG
Überflüssiges:
Ballast.JPG
Nachteil dieser Konstruktion ist natürlich ganz klar, dass ich bei doppeltem Plattfuß barfuss heimlaufen müsste. Einen kann ich mit Komplettersatzrad überbrücken. Alle fünf Räder sind mit allen geposteten Tricks zu Vermeidung von Plattfüßen montiert und ausgestattet worden, so dass ich optimistischer Weise davon ausgehe, keine 2 Platten in einer Runde zu bekommen.
Nachteil, den ich gestern Abend erkannte: Total verdreckte Schuhe kann ich nicht so einfach mal mithilfe der Waschmaschine säubern. Musste mir mit dem Sprühstrahl des Gartenschlauches behelfen. Ging auch, habe zum Glück von den Skischuhen noch einen Spezial Schuhfön, den ich nun auch im Sommer sehr gut gebrauchen kann. Ich denke es wird besser dann mit Spritzschutz hoffentlich ab August/September, denn auch die Klamotten sahen entsprechend aus. Ohne Handtuch an Bord (Zufall) hätt’ ich mich glatt ohne Klamotten ins Auto setzen müssen zur Heimfahrt

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Vielleicht als Nachteil noch, dass natürlich Garantieansprüche z.T. flöten sind. Damit kann ich leben, und verkaufen werde ich mein Unikat sowieso nicht mehr.
So, nun möchte ich noch betonen, dass die Vor- und Nachteilsauflistungen jeweils natürlich nur meine Sichtweise und Erfahrung widerspiegeln.
Bin gespannt, ob und wie man sich zu meiner Radikalkur äußert. Hatte ganz zu Anfang im Hersteller Forum schon mal scherzhaft damit gedroht. Aus Spass wurde Ernst, und ist heute 2 Wochen alt

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Gruß
Fish