Hallo Mario,
mit Schmerzen im Sprunggelenk hatte ich auch reichlich zu tun, bevor ich mit dem Skiken begonnen habe. Das ging soweit, dass ich zwei Jahre lang kaum gehen konnte, morgens treppab musste ich mich an zwei Wänden abstützen! Bei mir war es aber letztlich nicht der richtige Schuh, sondern die richtige Art des Trainings, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lage geführt hat. Ich habe auch mit Wanderschuhen angefangen. Meine Trainingseinheiten bestanden in den ersten Monaten (!) aus täglich 20 bis 30 Minuten Skiken auf Feinschotterboden, stellenweise auch gröberem Schotter. Nach solchen Trainingseinheiten hatte ich keine Schmerzen. Lief ich jedoch auf Asphalt (ohne den Rütteleffekt) oder eine ganze Stunde auf Feinschotter, traten die altbekannten Schmerzen auf. Nur mit begleitender homöopathischer Behandlung konnte ich dann nach ein paar Tagen wieder normal gehen. Das ganze erste Jahr bin ich mit den Wanderstiefeln geskiket und hatte den Eindruck, das gebe mir den nötigen Halt in den Sprunggelenken.
Seit diesem Frühjahr benutze ich MTB-Schuhe (vom Discounter L..L). Anfangs fühlte ich mich sehr unsicher damit, weil der Halt in den Sprunggelenken zu fehlen schien. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich diesen gar nicht brauche. Die feste Sohle ist sehr vorteilhaft, sie ist auch fester als bei meinen Wanderschuhen. Zu meinem großen Erstaunen haben sich meine Sprunggelenke im Verlauf der letzten eineinhalb Jahre extrem stabilisiert. Inzwischen kann ich ohne Probleme 30 und mehr km (auch reine Asphaltstrecke, ohne lockernde Schottereinlagen) skiken, ohne dass mir etwas wehtut. Mein Eindruck im Nachhinein ist, dass da durch die vielen kurzen Trainingseinheiten Muskulatur aufgebaut wurde, die dem Gelenk viel Arbeit und Belastung abnimmt. Die muss man aber erst einmal langsam aufbauen.
Und das erreicht man meines Erachtens nicht mit einem Schuh, der die Sprungggelenke optimal stützt, sondern nur mit einem, der sie fordert - mit dem man die permanenten Ausgleichsbewegungen machen muss. Es ist vielleicht im Sinne des sportlichen Vorankommens nicht von Vorteil - wohl aber für die Belastbarkeit Deiner Füße!
Also: Suche nicht nach dem optimalen Schuh, sondern nach der für Dich optimalen Vorgehensweise beim Trainieren - vielleicht gibt es die ja auch in Deinem Fall!
Viel Erfolg damit!
Sigrid
|