Hallo Klaus,
auch wenn ich Deine noch ungebrochene Forscher-Euphorie nicht noch zusätzlich anfachen möchte

- die Geschichte mit der Sturzeinstellung juckt mich auch schon länger. Aus den letzten 'Lehr- und Lernfahrten' mit viel hineinfühlen in die Fußbelastung bei den unterschiedlichen Techniken und 'Versuchen' an und mit noch Lernenden hat sich gezeigt, dass dem Gefühl der gezielten Kantenbelastung (Fußkante!) ein hoher Stellenwert beizumessen ist. Wenn ich in der Lage bin, über den Kipppunkt bei 90 Grad nach außen zu kippen und mit kontrolliertem Druck auf der Fußaußenkante/Wadenschaleninnenseite den Körperschwerpunkt wieder zurück zu holen, dann wird nicht nur jede Technik sicherer/sauberer. Auch die Sicherheits-Beistellschritte kurz vorm Stürzen werden geringer, ich hol mir das Ding einfach mit einer aktiven, kontrollierten Fußarbeit zurück.
Damit das ganze in beide Richtungen funktioniert, muß ich den Fuß auch erstmal in ein entspanntes 'Neutral-Null' bringen, unabhängig von O/X-Bein und Supinations-/Pronationsstelung des Fußes.
Kommt jetzt eine starke X-Beinstellung (bei Frauen oder bei Männern mit starker Kapselspannung in der Hüfte) mit einer Pronationsstellung des Fußes zusammen, reicht die Verstellung der Wadenschale nicht mehr aus.
Also kommt die Sturz-Sohlen-Unterlage zum Einsatz.
Was interessant und aus Sicherheitsgründen für schwere Fahrer sehr wichtig ist:
1cm seitliche Sohlenerhöhung entspricht 2,5cm Fersenschalenverstellung, dem Endanschlag! (ich wollte nicht rumprobieren und habe die Geometrie der Skikes ausgemessen, die Sturzverstellung Wadenschale / Fußerhöhung hat den Faktor 1:2,5 bei Schuhen mit 8cm Sohlenbreite)
Da bei schweren, noch ungeübten Fahrern hier (am Endanschlag der Wadenschale) oft Scherkräfte auftreten, welche die Wadenschale sprengen können, wäre vielleicht eine Sturzverstellung über die Fußkantenerhöhung sinnvoller, die Schraube an der Wadenschale bleibt in Mittelstellung.
Der Praxis-Fahrbericht mit dem 'Unterlegkeil' in verschieden Variationen folgt in Kürze. Angefertigt habe ich das Teilchen aus Hartschaum (Forex), da sich dieses Material wunderbar (bis auf den Plastikstaub

) leicht schleifen läßt.
Techniker und Rollgeräteentwickler können sich vielleicht schon mal Gedanken machen, ob diese Einstellungsvariante sinnvoll ist, oder ob so vielleicht schon wieder Scherkräfte auf die Achse/Räder/Lager wirken?
Viele Grüße und immer locker bleiben, ob 2:1, 1:1 oder Permanentschub, hauptsache Spaß machts....
Mirko