Hier meine Eindrücke vom Herbst-Biathlon:
Nach der Einweisung in das Schießen, von 4 Schüssen traf ich 1 mal ins Schwarze, war für mich die Devise schnell klar, so schnell wie möglich schießen (Tipp von Hagi) und dann auf der Strecke das Beste geben. Gesagt, getan..
Gleich nach dem Start gings steil den Berg runter und dann in eine scharfe Rechtskurve. Es stellte sich schnell eine 4 Gruppe mit Axel, Rainer, Robert und mir an die Spitze des Feldes. Die Steigung hatte es gleich in sich und Axel zog mit Rainer voran. Robert hing dann am Ende der Steigung an meinen Fersen. In dieser Reihenfolge ging es dann zum Stehend-Schießen. Am Schießstand ging es dann zum ersten Schuss, Hebel zurück und schnell die erste Kugel rein. Geht nicht mit Handschuhen. Also Handschuhe runter, und dann irgendwie die Kugel in den Lauf bekommen, ganz schön schwer bei so einer zittrigen Hand. Jetzt wieder an den Plan halten, schnell schiessen, also angelegt, das Schwarze im Visier und gleich abgedrückt. Das ganze 5 mal und es ging wieder ab auf die Strecke. Ich kam direkt hinter Rainer und Axel auf die Strecke. Auf der Abfahrt mit Spitzen um die 35 km/h überholte ich Beide vor der scharfen Rechtskurve und konnte einen Vorsprung herausholen. Im Anstieg dann spürte ich die Beiden im Nacken und musste sie vorbeiziehen lassen. Dann die letzten Meter das Anstiegs, ich kämpfe schon, kommt Robert immer näher und geht dann auch an mir vorbei. Auf den letzten Metern versuche ich an Robert dranzubleiben. In der Reihenfolge Axel, Rainer, Robert und mir gehts zum 2. Schießen, diesmal im Sitzen. Schnell die Handschuhe runter und die Kugel rein, wer hat das Loch zwischenzeitlich so klein gemacht? Wieder gebe ich eine schnelle Serie ab. Ich komme kurz hinter Axel und Rainer raus. Auf der Abfahrt gehe ich wieder an Beiden vorbei und fahre erneute einen kleinen Vorsprung raus, aber die Flucht nach vorne geht gegen die Zwei nicht auf, sie holen mich auf der Hälfte des Anstieges wieder ein. Nun heisst es vor Robert zu bleiben, aber er kommt immer näher, ich spüre seinen Atem und muss ihn am steilen Ende des Anstiegs vorbeiziehen lassen, aus der Traum von eine Medaille.... Die letzten Meter schaff ich noch mit schwerer Lunge. Im Ziel dann herzliche Gratulationen untereinander.
Das Teilnehmerfeld kommt nach und nach ins Ziel. Respekt für Ute und Ralfs Sohn, der lief die Strecke zwar auch mit Skikes aber ohne Stöcke!
Nun heisst es warten auf die End-Ergebnisse. Trotz meiner schnellen Schießeinlagen hatte ich eine gute Trefferquote, und konnte mich auf Platz 3 vorschieben. Man glaubt es kaum, aber ganz ungewollt holt einen das Wettkampfieber wieder ein.
Vor und nach der Veranstaltung wurde viel gefachsimpelt und Erfahrungen ausgetauscht. Viel bestaunt wurde der
Eigenbau von Willie.
Danke Hagi und Martin für die gelungene Veranstaltung. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, egal ob mit Luftgewehr oder Laser-Anlage.
Hier noch ein paar technische Daten aufgezeichnet mit dem Forerunner (alles inkl. der Schießeinlagen):
Streckelänge 6km
Zeit 23:24 min
Durchschnitt 15,4 km/h
Höchstgeschwindigkeit 35 km/h
Höhenmeter 109m
Ansteigend 42%
Eben 28%
Abstieg 30%